Buch - „Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung. Die geheime Geschichte dieser Welt Bd. 3“

Earth Changes And The Human-Cosmic Connection
Teil 1: Elektrizität und Plasma

Kapitel 3: Was ist Plasma?

Bevor wir fortfahren, sollten wir einen der Hauptakteure dieses Buches näher kennen lernen: Nämlich ‘Plasma’ bzw. ionisiertes Gas. Um die elektrische Natur des Universums verstehen zu können, müssen wir zunächst die Eigenschaften dieser Hauptkomponente unseres Kosmos nachvollziehen können. Irving Langmuir prägte den Begriff ‘Plasma’ wegen der Ähnlichkeit zu lebenden Blutzellen. Tatsächlich sind die lebensähnlichen Eigenschaften16 des Plasmas sehr ungewöhnlich im Vergleich zu anderen Aggregatzuständen der Materie.
Im Berkeley Radiation Laboratory begann [David] Bohm seine bahnbrechende Arbeit an Plasmen. Ein Plasma ist ein Gas, das eine hohe Dichte an Elektronen und positiven Ionen aufweißt, [also] Atome die eine positive Ladung haben. Zu seinem Erstaunen entdeckte Bohm, dass Elektronen sich nicht mehr länger wie Individuen verhielten sobald sie in den Plasma Zustand übergingen, sondern [vielmehr] als würden sie ein Teil eines größeren und zusammenhängenden Ganzen sein. Obwohl die individuellen Bewegungen zufällig erschienen, waren eine große Anzahl an Elektronen dazu in der Lage, Effekte zu erzeugen, die erstaunlich gut organisiert waren. Wie eine amöbenartige Kreatur, regenerierte sich das Plasma ständig selbst und umhüllte alle Verunreinigungen mit einer [Schutz]Mauer, auf die gleiche Art wie biologische Organismen Fremdobjekte in Zysten einschließen. Bohm war so erstaunt über diese organischen Qualitäten [des Plasmas], dass er später anmerkte, er hätte häufig den Eindruck gehabt, dass das Elektronen-Meer "lebendig" sei.17
Mal abgesehen davon, ob das Plasma nun lebendig ist oder nicht, ist es der häufigste Aggregatzustand der Materie im Universum, sowohl in Bezug auf die Masse, als auch auf das Volumen. Mehr als 99% des sichtbaren Universums besteht aus Plasma18 und somit ist Plasma weitaus häufiger als die anderen drei Aggregatzustände der Materie: fest, flüssig, gasförmig. Alle Sterne bestehen aus Plasma und sogar der interstellare Raum ist von Plasma durchdrungen. Die nachfolgende Grafik zeigt, dass Plasmen in den verschiedensten Umgebungen, Temperaturen und Materiezuständen auftreten. Selbst Metalle werden den Plasmen zugeordnet, da sie (feste) Materie mit freien dissoziierten Elektronen19 sind (siehe oben links in Abbildung 4).

Paradoxerweise ist Plasma, der häufigste Zustand der Materie, auch der am wenigsten erwähnte und untersuchte Aggregatzustand. Während den Studenten der harten Wissenschaften im Detail die Eigenschaften von Festkörpern, Flüssigkeiten und Gasen beigebracht wird, wird ihnen nicht viel über das Plasma erzählt. Lassen Sie uns also versuchen, diesem Zustand mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Plasma ist Materie (üblicherweise ein Gas, aber es kann auch ein Feststoff oder eine Flüssigkeit sein), in der ein bestimmter Teil der Teilchen ionisiert wurde. Ein ionisiertes Teilchen ist ein Teilchen, das ein oder mehrere seiner Elektronen verloren hat. Während ein "normales" Gas also aus nicht-ionisierten Teilchen besteht, besteht ein Plasma aus dissoziierten positiv geladenen Teilchen und negativen Elektronen.

Bild
© Wikipedia commons
Abbildung 4: Verschiedene Arten von Plasma, geordnet nach Temperatur und Elektronendichte.
In der oben angeführten Definition kann das Wort ‘Teilchen’ für ein ‘Molekül’ oder ‘Atom’ stehen. Nehmen wir zum Beispiel ein Wasserstoffatom (H) - wie in Abbildung 5 dargestellt - das aus einem Proton und einem Neutron besteht (also dem Atomkern) und einem Elektron, welches um den Atomkern kreist (siehe linken Teil der Abbildung 5). Wenn das Wasserstoffatom ionisiert wird, wird der Atomkern (Neutron + Proton) von dem Elektron getrennt (siehe rechte Seite der Abbildung 5).

Abbildung 5: Der Unterschied zwischen einem Gas und einem Plasma (Wasserstoffatom)
Während der Ionisation wird durch die Zufuhr von Energie ein Elektron von dem Atomkern freigesetzt. Das Resultat ist ein freies Elektron (veranschaulicht durch die schwarzen Punkte) und ein positiv geladenes Ion (die roten Kreise in der Abbildung). Nun sind die Ladungen getrennt und das Gas ionisiert - es ist ein Plasma.

Fußnoten:

16Alfred, J., ‘Plasma life forms’, Unexplained mysteries. Siehe: www.unexplained-mysteries.com/column.php?id=111 062
17Talbot, M., Holographic Model of the Universe, Seite. 39
18Peratt, A. L., Advances in Numerical Modeling of Astrophysical and Space Plasmas, Seite.98
19Ebd. Seite. 97