Teil 1: Elektrizität und Plasma
Kapitel 5: Entladungsarten

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Abbildung 7: Von oben nach unten: Dunkle Form der Entladung (interstellarer Raum), glühende Form der Entladung (Neonlicht), Lichtbogen-Form der Entladung (Lichtbogenschweißen)
Abhängig von der Stromdichte (Amper pro Kubikmeter), die durch das Plasma fließt, weist es verschiedene Entladungsarten auf. Wenn die Stromstärke schwach ist, geschieht die Entladung in einer ‘dunklen Form’, das heißt, es werden keine sichtbaren Strahlen bzw. Lichtstrahlen ausgestrahlt. Dieses Phänomen können wir bei dunklen Asteroiden, dunklen Sternen oder zum Beispiel im interstellaren Raum beobachten (was wir im nächsten Kapitel genauer behandeln werden, wenn wir uns mit der Skalierbarkeit des Phänomens beschäftigen). Durch das Plasma fließt eine Stromstärke, die einfach zu schwach ist um das Plasma glühen zu lassen. Wenn sich die Stromstärke erhöht, beginnt das Plasma zu glühen. Das können wir beim Neonlicht, einem Kometen (das heißt, bei einem glühenden Asteroiden) oder in der Korona der Sonne beobachten (die helle ‘Atmosphäre’ der Sonne). Das ist die ‘glühende Form’ der Entladung. Wenn die Stromstärke sich noch mehr erhöht, beginnt sich das Plasma in ‘Lichtbogen-Form’ zu entladen, was zu einer plötzlichen und heftigen elektrischen Entladung führt. Das geschieht bei einem Blitz oder während des Lichtbogenschweißens. Es ist auch das Phänomen, welches man in der Plasmalampe (siehe Kapitel 4) beobachten kann. Auch auf Kometen kann dieses Phänomen beobachtet werden, was zu einem explosiven Aufhellen und/oder Zerbrechen des Kometen führen kann. Das geschah zum Beispiel mit dem berühmten Komet Shoemaker-Levy23 und anderen Kometen, vor und nach ihm. Abbildung 7 veranschaulicht diese drei Formen der Plasmaentladung. Abschließend bleibt festzuhalten, dass Plasma, je nachdem wie groß die Stromdichte ist, die durch das Plasma fließt, drei Formen der Entladung aufweist.

Fußnoten:

23Mehr Details über dieses Ereignis in Kapitel 18: ‘Komet oder Asteroid?’