Ein bis heute nicht geklärtes Phänomen ist Regen, bei dem auch Tiere und Gegenstände vom Himmel fallen. Es gibt dabei dokumentierte Fälle, in denen auf einmal hunderte von Fischen herabfallen, aber auch von Fröschen, Ameisen und Schlangen wurde berichtet.

Fischregen Thailand April 2015?
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Fischregen in Thailand
Dokumentiert sind diese Fälle vom Altertum bis in die jüngste Vergangenheit. Wenn Sie also nun denken, Sie lesen sich gerade in eine neue Art Verschwörungstheorie ein, muss ich Sie enttäuschen.

Vom Altertum bis heute

Der Fischregen in Sachsen im Jahr 989 wurde in einer Chronik abgebildet, die 1557 erschien
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Der Fischregen in Sachsen im Jahr 989 wurde in einer Chronik abgebildet, die 1557 erschien
Im zweiten Jahrhundert n.Chr. gab der Schreiber Athenaios den Text Deipnosophistai aus, der sich mit dem Phänomen Fischregen befasst. Der Autor Phoenias hat demnach berichtet, dass es auf der Halbinsel drei Tage lang ununterbrochen Fische geregnet habe. Weitere Texte tauchen in der Bibel auf, wo im Buch Exodus Frösche vom Himmel fallen. Nun könnte man glauben, dass es hier um Übertreibungen oder rhetorische Stilmittel geht. Die Dokumentation geht aber noch weiter: Die “Times” vom 10. März 1859 druckt einen Bericht ab, in dem ganze Dächer von Fischen bedeckt worden seien. Und sogar das bis heute renommierte Magazin nature berichtete im Jahre 1918 von einem Regen, in dem 10 Minuten lang im englischen Örtchen Hindon Fische vom Himmel fielen, die Fische waren zu diesem Zeitpunkt bereits tot. Beeindruckend ist ein Bericht in der englischen “Sunday Express” aus dem Jahr 1969 von Veronica Papworth:
Wir wollten noch auf eine Abendveranstaltung, das weiß ich noch exakt, als plötzlich ein Regen aus Fröschen lostobte. Sie kamen von überall her, da Türen und Fenster offenstanden. Dann waren Tausende von ihnen auf dem Fußboden, die wir gar nicht wieder loswerden konnten. Als wir sie verscheuchten, kamen mindestens eben so viele wieder herein. Zu der Veranstaltung kamen wir dann viel zu spät. Als wir dann ankamen, sah ich an meinem Bein noch ein paar von ihnen sitzen, die ich als Beweis zeigen konnte.

Nur wie erklärt man diesen Regen?


 Der Froschregen aus dem Jahre 1355 wurde in einer Chronik abgebildet, die 1557 erschien
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Der Froschregen aus dem Jahre 1355 wurde in einer Chronik abgebildet, die 1557 erschien
Es ist nach wie vor nicht möglich, eine meteorologisch schlüssige Erklärung für dieses Phänomen zu finden. Das plausibelste wäre ein Wirbelsturm, der die Tiere aus dem Meer hinaufbefördert, die dann an seinen Rändern wieder hinabfallen. Immerhin lagen die meisten Orte mit Tier-Regen in der Nähe des Meeres.

Allerdings ist so ein Sturm nicht besonders wählerisch und schleudert alles mit in die Luft. Die dokumentierten Fälle sprechen jedoch nur von einer Tierart. Übrigens sind es nicht nur Fische oder Frösche, auch von Aalen oder Schwefelklumpen wird berichtet. Wie schön, dass es noch Unerklärliches auf dieser Welt gibt!


Kommentar: Allein der Gedanke, dass irgendetwas anderes vom Himmel fallen könnte als der übliche wässrige oder eisige Niederschlag, ist - gelinde ausgedrückt - seltsam. Und dennoch gibt es inzwischen viele Berichte über ähnliche Erscheinungen, da es anscheinend gar nicht so selten passiert. Ein Film der BBC mit dem Erklärungsversuch der Wissenschaft:


Fischregen in Australien
Lajamanu/ Australien - In der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 2010 ging über dem Dorf Lajamanu in Northern Territory Australiens ein sogenannter Fischregen nieder, als während eines Gewitters hunderte von kleinen Fischen auf die Erde fielen. Obwohl derartige bizarre Erscheinungen schon seit Jahrhunderten bekannt und dokumentiert sind, tun sich selbst Experten oft schwer, die beschriebenen Details vollständig erklären zu können.

Wie die "The Northern Territory News" berichten, seien die Fische unmittelbar nach ihrem Niederregnen noch am Leben gewesen.

Lajamanu befindet sich an der Grenze der Tanami-Wüste: Hunderte von Kilometern von den Seen Argyle und Elliott sowie von jeglichen Küsten entfernt. Trotzdem ist der aktuelle Fischregen nicht der erste Vorfall dieser Art über dem Dorf. Schon einmal im Jahr 2004 und 1974 regnete es hier Fische vom Himmel.

Bei den kleinen weißen Fischlein handelt es sich wahrscheinlich um barschartige Tigerfische, wie sie im nördlichen Australien häufig vorkommen.

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Fällen von Fisch- und Tierregen, erklärte das Wetteramt, dass die lokalen Bedingungen im aktuell Fall nahezu perfekt gewesen seien, um einen Tornado in der Region auszulösen.

Allerdings konnte das Wetteramt kein solches meteorologisches Phänomen zur fraglichen Zeit und in der Region nachweisen, welches die Fische aus einem der entfernten Gewässer aufgesogen, bis auf Höhen von etwa zwei Kilometern emporgeschleudert und nach Lajamanu transportiert haben hätte können.
Wenn es in Serbien kleine Frösche regnet ...
Tausende Frösche fielen im April 2007 in einem serbischen Dorf vom Himmel. Dies berichtet die Onlineausgabe der britischen Internetzeitung „Ananova". Verschiedene Anwohner berichten, dass es plötzlich kleine Frösche geregnet hat. „Ich sah all diese Frösche vom Himmel fallen", beschreibt Aleksandar Ciri das Erlebte. „Das müssen Tausende gewesen sein." Ein anderer Einwohner wunderte sich über das Spektakel und versuchte die Ereignisse rationell zu erklären. „Wir wunderten uns über Tausende vom Himmel fallende Frösche. Ich dachte zuerst, dass ein Flugzeug, welches Frösche transportierte, wohl explodiert sein müsste."
Froschregen an einem feuchtwarmen Sommertag im Jahr 1939
An einem feuchtwarmen Sommertag des Jahres 1939 tummeln sich im Freibad des britischen Ortes Trowbridge zahlreiche Besucher unter der sengenden Sonne. Zum Nachmittag hin nahm die Gewitterneigung zu, dicke Quellwolken zogen sich am Horizont zusammen. Kurze Zeit später ging es los - böiger Wind kam auf, und es fing an zu regnen. Aber was da vom Himmel kam, wirkte wie ein Fingerzeig des Himmels. Es regnet Tausende von lebenden kleinen Fröschen - sie fielen einfach zu Boden, so dass es kaum noch möglich war, einen Schritt vorwärts zu tun. Sie lagen überall - auf den Schultern der Badegäste, im Bassin, auf der Straße. Einen Tag später berichtete die renommierte Londoner „Times" von der außergewöhnlichen „Wetter"erscheinung.

Noch viele Jahre später waren Augenzeugen dieses Geschehens, die zu jener Zeit meistens noch Kinder waren, vielgefragte Interviewpartner für Journalisten und Wissenschaftler...
Flying Ducks on the Rocks
Was im Dezember 1973 in der Stadt Stuttgart im US-Bundesstaat Arkansas passierte, darüber berichtete die amerikanische Tageszeitung „Daily Express". Was hier passierte hatte es zuvor noch nicht gegeben: Vom Himmel fielen tiefgefrorene Enten. Allerdings war es nicht die tafelfertige Version, die hier auf den geparkten Autos beim Aufschlag die eine oder andere Beule hinterließ, sondern Enten, die bei lebendigem Leib auf unerklärliche Weise in unförmige Eisblöcke eingefroren wurden und nun als ein Schauer der etwas anderen Art niedergingen. Eine wirklich haltbare Erklärung dafür konnte indes nicht gefunden werden. Man vermutete aber, dass die Enten in der weiteren Umgebung von einem Tornado erfasst, in die Luft hochgesogen und in einer Schauerwolke eingefroren wurden, bis sie dann schließlich herabregneten.
Fischregen in Pommern und Mecklenburg
Von tierischem Niederschlag, im wahrsten Sinne des Wortes, zu Pfingsten 1867 berichtet der Naturforscher und Historiker Dr. Ernst Boll (1817-1868). Dr. E. Boll gilt als einer der Begründer der Naturforschung in Mecklenburg.Die „Post" enthält folgende Mitteilung:

In der Nähe von Stargard in Pommern, unweit des Bahnhofes Dölitz regnete es am ersten Pfingsttage, dem 9. Juni 1867, tüchtig - Fische! Dieser Fischregen erstreckte sich über einen beträchtlichen Flächenraum, und es gelang dem Einsender dieses, in kurzer Zeit auf der Feldmark eine Zigarrenkiste voll zu sammeln, von denen die meisten, ins Wasser getan, bis zum 11. lebten. Die Fische waren durchschnittlich einen Finger lang und ½ bis 1" breit, und gehörten zur Gattung der sogenannten Weiß- oder Grätenfische.
Froschregen - Frösche die vom Himmel fallen
Die damals 8-jährige Gertrude Timmins, ging im Jahre 1902 mit ihrer Mutter in den West Midlands, dort wo heute die Stadt West Bromwich liegt, über ein Feld. Als es während des Spazierganges anfing zu regenen, spannten die beiden ihre Regenschirme auf. Nur wenige Augenblicke, nachdem der Regen eingesetzt hatte, konnte Gertrude spüren, wie einige schwere und große Tropfen auf den Schirm aufschlugen. Sie tat einen Blick unter ihrem Schirm hervor und war merklich überrascht, als sie sah daß es sich bei den schweren Aufschlägen nicht um Regentropfen, sondern um kleine Frösche handelte, die nach dem Aufprall neben ihren Füssen auf den Boden fielen.

Gertrude bekam es mit der Angst zu tun. Doch Ihre Mutter Mary Griffin versuchte sie mit den Worten zu beruhigen, daß es sich lediglich um einen der berüchtigten Froschregen handelte, und dieses Schauspiel in wenigen Augenblicken wieder vorüber sei. Und tatsächlich war kurz darauf der Froschregen beendet.
Froschregen - Froschlaich auf den Blättern von Büschen
Juni 1979 bemerkte Vida McWilliam aus Bedford, daß nach einem kurzen Regenschauer, unzählige winziger Frösche in ihrem Garten umhersprangen. Als sie in den Garten trat, bemerkte sie daß die Frösche auch auf den Büschen saßen, und zur ihrer großen Überraschung, lag auf den Blätter der Büsche sogar Froschlaich. Wie sollte dieser, wenn nicht von oben, auf die Sträucher gelangt sein?
Es regnete auch schon weiße, rote oder rosafarbene Frösche
Am 30. Juni 1892 sollen während eines starken Unwetters in Moseley, Birmingham, sogar weiße Frösche vom Himmel gefallen sein. Es sollen sogar schon rot- und rosafarbene Frösche, das erste mal 1988 in Gloucestershire, vom Himmel gefallen sein. Daraufhin wurden diese sogar an verschiedenen Orten in England gesichtet. Unter Umständen könnte es sich hierbei sogar um genetische Mutationen von Fröschen gehandelt haben.
Tausende Fische regneten vom Himmel
Am Morgen des 23. Oktobers 1947 wurden die Bewohner von Marksville im US-amerikanischen Bundesstaat Louisiana Zeugen eines rätselhaften Phänomens. Im Zentrum ihres Ortes regneten urplötzlich tausende Fische vom Himmel. Die Tiere prallten auf die Hausdächer und wurden auf den Straßen von Autos überrollt.

Raining Stones
© Trevor Victor Harvey Gallery
Regnende Steine von Mackenzie Thorpe.