Japan’s Sakurajima volcano
© Kyodo / Reuters
Vulkanische Blitze sind auf diesem Bild bei dem Ausbruch des Mount Sakurajima zu sehen. Es wurde in der Stadt Tarumizu, in der Prefektur Kagoshima im Südwesten Japans am 5. Februar 2016 aufgenommen.
Japans Sakurajima Vulkan, etwa 50 km entfernt von dem Sendai Atomkraftwerk gelegen, brach aus und das meteorologische Institute gab Warnstufe Orange und riet, sich dem Vulkan nicht zu nähern.

Anwohner der Gegend wurden im August letzten Jahres evakuiert, nachdem für den Vulkan die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen wurde. Als der Sakurajima das letzte mal 1914 ausbrach, war dies für Japan der schwerste Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts. Der Lavafluss füllte die Meerenge, die die Insel vom Festland trennte und machte sie somit zu einer Halbinsel.

Das Sendai Atomkraftwerk, welches etwa 50 km von dem Vulkan entfernt liegt, war das erste das nach der Fukushima Katastrophe 2011 wieder in Betrieb genommen worden, nachdem neue Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt wurden. Es wurde gebaut, um einen 15 Meter hohen Tsunami zu überstehen, weit weniger als der Tsunami von 2011, der in seiner Spitze eine Höhe von 40 Metern erreichte.

Seit Dezember 2015 wurden in dem Gebiet bereits kleinere Beben registriert und Warnungen heraus gegeben. Das Ministerium für Atomfragen hatte zuvor das Risiko von Vulkanausbrüchen während der Lebensdauer des Kraftwerkes als "vernachlässigbar" abgewiesen.

Die Erinnerungen an das Fukushima Disaster, ausgelöst durch ein starkes Beben im März 2011 sind immer noch frisch.

Es war das zweite Level 7 Ereignis auf der International Nuclear Event Scale nach Chernobyl.

Die Tragödie verursachte die komplette Abschaltung aller Japanischer Atomkraftwerke 2011, obwohl 30 Prozent der Elektrizität vorher durch Nuklearenergie gedeckt wurde.

Die Behörden versuchen nach der Fukushima Krise immer noch, die Kontamination einzudämmen und die Schäden zu beseitigen.

Übersetzt aus dem Original von Sott.net