Fukushima City

Fukushima City mit schwer belasteten Bodenproben
Das es aus Japan nicht nur vom schwer zerstörten AKW Fukushima aktuelle Nachrichten zu melden gibt, zeigen das heutige Erdbeben in der historisch interessanten Präfektur Wakayama, auch wenn natürlich die Fukushima News die heutigen Meldungen dominieren.

Erdboden in Fukushima Stadt stark belastet: Am 26. Juni in der Stadt Fukushima entnommene Bodenproben weisen radioaktive Belastungen auf, die teilweise deutlich über dem erlaubten Maximalwert liegen, wie eine heutige Nachtrichtenmeldung zeigt.Demnach seien, dem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge, an verschiedenen Stellen von Fukushima Werte von radioaktivem Cäsium zwischen 16.000 Becquerel pro Kilogramm Erdboden und 46.000 Bq/kg gemessen worden - Ergebnisse die über dem erlaubten Höchstwert von 10.000 Bq/kg Boden liegen.

Japans Wiederaufbau-Minister tritt zurück: Japanischen Medienberichten zufolge hat Japans Minister für Wiederaufbau Ryu Matsumoto seinen Rücktritt erklärt - nur eine Woche nachdem er den neu geschaffenen Posten bekleidet hatte. Sein Nachfolger wird Tatsuo Hirano. Hintergrund des Rücktritts sind unter anderem das barsche Auftreten des Ministers beim Gouverneur der Präfektur Iwate und Äußerungen die von den Betroffenen der Naturkatastrophen als unangemessen angesehen wurden.

Im Gespräch mit dem Gouverneur habe er etwa gesagt: “Es ist nicht an ihnen zu sagen “ich möchte dieses oder jenes” und fügte hinzu, die Regierung werde “Gemeinden helfen die Vorschläge bieten können“, aber nicht jenen “die keine Ideen vorzuweisen haben”

Schilddrüsen von Kindern zeigen Spuren von Radioaktivität: Untersuchungen an 1080 Kindern die zwischen dem 26. und 30. März in den Orten Iitate, Iwaki und Kawamata der Präfektur Fukushima getestet worden waren, ergaben bei 45% der Testpersonen einen Nachweis von radioaktivem Jod in der Schilddrüse. Die sehr geringen Spuren rechtertigten nach Angaben von Experten keine weitere Untersuchung, so die Nachrichtenagentur Kyodo.

TEPCO bestätigt Funktionieren der Kühlanlage: Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi, der Energiekonzern TEPCO bestätigte Berichte, denen zufolge die Kombination aus Dekontaminationsanlage für radioaktives Wasser und des externen Kühlsystems nun reibungslos arbeite. Durch den Dauerbetrieb des Systems erhofft man sich eine Reduzierung der Pegelstände in den Reaktorgebäuden. Das meldet die Asahi Shimbun.

Alarm durch mangelnden Kühlwasserzufluss: Am gestrigen Montag sei zwar Alarm ausgelöst worden, nachdem die Menge an zugeführtem Kühlwasser überraschend gesunken sei. Die Lage habe man jedoch sofort durch Verdopplung der bisherigen Wasserzufuhr unter Kontrolle bringen können. Als ursächlich wird eine Verstopfung eines Wasserschlauchs angesehen. Der Betreiber TEPCO versicherte gegenüber dem Fernsehsender NHK allerdings, es habe keinen Temperaturanstieg oder Druckänderung im Reaktor gegeben.

Großbritannien versuchte Fukushima herunterzuspielen: Einem Bericht der Nachrichtenagentur Jiji zufolge haben offizielle Stellen in Großbritannien offenbar versucht die potentielle Gefährdung durch das Fukushima- Unglück herunterzuspielen - vermutlich um die eigene Atompolitik nicht zu gefährden.

Noch bevor das genaue Ausmaß der Strahlung bekannt war, habe es PR-Absprachen zwischen der Regierung und Nuklearunternehmen wie dem britischen EDF Energy und dem französischen Energiekonzern Areva gegeben um die Beunruhigung der Bevölkerung einzudämmen. Dies geht aus E-Mail-Korrespondenzen hervor die im Rahmen des “Freedom of Information Act” veröffentlicht wurden.

Erdbeben erschüttert Wakayama: Ein Erdbeben hat gegen 12:24 deutscher Zeit die Präfektur Wakayama im Südwesten von Japans Hauptinsel Honshu erschüttert, eine Tsunami-Warnung wurde jedoch nicht ausgegeben.

In der Präfektur liegen viele bedeutende religiöse Stätten wie etwa die Shinto-Schreine von Kumano oder der Berg Koya der von besonderer Bedeutung für verschiedene buddhistische Traditionen in Japan ist. Auch die Stadt Tanabe, Geburtsort von Morihei Ueshiba, Begründer der modernen Kampfkunst Aikido, befindet sich dort.

Regierungssprecher Yukio Edano erklärte um 12:50 deutscher Zeit gegenüber der Presse , es gebe bislang keine Berichte über schwere Schäden.