Mindestens zwei Menschen starben, 18 weitere wurden beim Kollaps einer im Bau befindlichen Tiefgarage in Israel verletzt. Unter den Trümmern könnten noch mehr Menschen liegen.
gebäude tel aviv
© AP Photo/Oded Balilty
Beim Einsturz einer Tiefgarage auf einer Baustelle in Tel Aviv sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. 17 weitere seien verletzt worden, einer davon am Kopf schwer, teilten die israelische Polizei und Rettungskräfte mit.

Ein Sprecher der israelischen Rettungsorganisation Magen David Adom sagte, man sei in Kontakt mit einigen Eingeschlossenen. Mehrere Menschen würden noch vermisst, es werde befürchtet, dass sie unter den Trümmern begraben seien. In ersten Berichten war von bis zu 20 Verschütteten die Rede.

Kranunfall als Ursache dementiert

Widersprüchliche Angaben gab es zu der Ursache für das Unglück. «Ich möchte darauf hinweisen, dass kein Kran umgefallen ist, das Gebäude ist aus bisher unbekanntem Grund eingestürzt», sagte die Polizeisprecherin Luba Samri.

Zunächst hatten israelische Medien übereinstimmend von einem Kranunfall berichtet. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte dem israelischen Fernsehsender Channel 10: «Erst ist ein Teil des Gebäudes eingestürzt, dann der Kran, und dann das weitere Gebäude.»

«Wie ein Erdbeben»

Bei dem Einsturz des unterirdischen Parkhauses seien Bauarbeiter eingeschlossen worden, meldete der Rundfunk. Eine Augenzeugin sagte dem Sender, sie habe einen lauten Knall gehört. «Es fühlte sich an wie ein Erdbeben.»

Zahlreiche Rettungskräfte suchten nach Überlebenden. Es wurde befürchtet, dass der Bau weiter in sich zusammensackt. Diese Sorge erschwerte die Arbeiten. 60 Soldaten einer speziellen Einheit der Armee seien zu Hilfe gerufen worden, berichtete der israelische Rundfunk. Zwei Verschüttete seien geborgen worden, sagte die Polizeisprecherin.

Ärzte des benachbarten Assuta-Spital liefen zum Unfallort, um Verletzte zu behandeln. «Es ist ein schlimmer Anblick, wie bei einem grossen Anschlag», sagte Professor Schuki Schemer, Vorstandsvorsitzender der Klinik. Die Polizei sperrte den Unfallort in Ramat Hahayal im Norden Tel Avivs weiträumig ab und forderte Schaulustige auf, sich zu entfernen.

(mch/sda)