Die Inflation in Deutschland ist im Oktober auf 0,8 Prozent gestiegen - liegt aber noch immer weit unter dem Bereich, den die Europäische Zentralbank als gesund einstuft.
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Die Preise in Deutschland sind im Oktober so stark gestiegen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 0,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag nach vorläufigen Berechnungen mitteilte.

Im September hatte die Jahresteuerung noch bei 0,7 Prozent gelegen. Die Inflation bleibt dennoch weit unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die Werte von knapp unter zwei Prozent als ideal für die Konjunkturentwicklung ansieht.

Gedämpft wird die Inflation noch immer von den Energiepreisen. Sie verbilligten sich zwar um 1,4 Prozent zum Vorjahr. In den Monaten zuvor waren die Energiepreise allerdings noch deutlich stärker gesunken. Dies hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Teuerungsrate seit April fast stetig gestiegen ist.

Die Preise für Nahrungsmittel stagnierten im Oktober, während sich Waren insgesamt um 0,4 Prozent verteuerten. Die Preise für Dienstleistungen legten um 1,3 Prozent zu, bei Wohnungsmieten gab es einen Anstieg um 1,4 Prozent. Details wollen die Statistiker am 11. November vorlegen.

ssu/Reuters