Kommentar: Wir re-posten diese tiefgründige und erkenntnisreiche Artikelserie über das Wesen des Bösen, nachdem wir entdeckt haben, dass Paul Levy einen dritten Teil geschrieben hat ("Lasst uns das Wort verbreiten: Wetiko"), der nun unten beigefügt ist. Die Übersetzung ist vom deutschen SOTT-Team.


Teil Eins: Die Größte Epidemie, die der Menschheit bekannt ist
Im Buch Columbus und andere Kannibalen erkundet der indigene Autor Jack D. Forbes in einleuchtender Weise eine psychologische Erkrankung, die jenes menschliche, selbst-zerstörerische Verhalten geprägt hat, über das eingeborene amerikanische Völker seit vielen Jahren Bescheid wissen. Nach dem Lesen seines Buches war mir klar, dass er die gleiche psycho-spirituelle Krankheit der Seele beschrieb, über die ich in meinem Buch The Madness of George W. Bush: A Reflection of our Collective Psychosis berichtete.

Ich bringe die Idee auf, dass unsere Spezies seit der Morgendämmerung der menschlichen Geschichte einer kollektiven Psychose zum Opfer gefallen ist, die ich als bösartige Egophrenie bezeichne. Forbes, der über genau dieselbe psychische Epidemie spricht, schreibt
: "Für mehrere Tausend Jahre haben menschliche Wesen an einer Plage gelitten, einer Seuche, die schlimmer ist als Aussatz, einer Krankheit schlimmer als Malaria, einem Leiden, das viel schrecklicher ist als die Pocken."[i]
Eingeborene Völker haben viele Jahrhunderte lang denselben 'seelischen'[ii] Virus nachverfolgt, den ich als bösartige Egophrenie bezeichne, und sie nennen ihn "Wetiko" - ein Begriff der Cree-Indianer, der sich auf eine teuflisch bösartige Person oder einen Geist bezieht, der andere terrorisiert.

Professor Forbes, der während den frühen Sechzigern zu den Gründern der Bewegung der amerikanischen Ureinwohner gehörte, sagte:
"Tragischerweise ist die Weltgeschichte der vergangenen 2.000 Jahre größtenteils eine Geschichte der Epidemiologie der Wetiko-Krankheit."[iii]
Bei Wetiko bzw. bösartiger Egophrenie handelt es sich um eine 'Psychose' im wahrsten Sinne des Wortes - in Form einer 'Krankheit der Seele oder des Geistes.' Obwohl wir verschiedene Namen gebrauchen, meinen Forbes und ich beide dieselbe Krankheit der Psyche, der Seele und des Geistes, welche an der Wurzel der Unmenschlichkeit sitzt, die die Menschheit sich selbst zufügt.

Die Erforschung des Wesens von Wetiko gleicht der Durchführung eines magischen Rituals: Zuerst müssen wir seinen Geist anrufen und eine Beziehung zu ihm eingehen. Wir müssen so objektiv wie es uns möglich ist über Wetiko nachsinnen und uns mit ihm einlassen, als ob es außerhalb von uns existierte - damit wir uns nicht zu stark mit dem Objekt unserer Betrachtung 'vermischen'. Auf Grund seines einzigartigen psychischen Ursprungs ist die Epidemiologie von Wetiko eine andere als die jeder anderen Erkrankung. Eine wirkliche Herausforderung für unsere Untersuchung des Wetiko-Virus ist, dass er sich in ebenjener Psyche inkarniert, die der Gegenstand unserer Untersuchung selbst ist.
Im Bewusstsein dieser schwierigen Frage erklärt Forbes, dass er versucht, die Krankheit
"von einer Perspektive [zu untersuchen], die so frei wie möglich von Annahmen ist, die von eben jener zu untersuchenden Krankheit geschaffen wurden."[iv]
Wenn wir uns nicht über den Bezugsrahmen im Klaren sind, über den wir den Wetiko-Virus untersuchen wollen, wird unsere Untersuchung durch die Krankheit gefärbt sein und den klaren Blick verschleiern, der benötigt wird um den Heilungsprozess in Gang zu bringen.

Zu studieren wie die Wetiko-Krankheit sich in anderen manifestiert sowie in dem "anderen" Teil unserer selbst kann uns dabei helfen, "sie" objektiver zu betrachten. Zu sehen, wie sich diese psychologische Erkrankung in der Welt manifestiert, ist das Spiegelglas, durch das wir potentiell dieselbe Krankheit erkennen können, wenn sie sich subjektiv in unserem eigenen Geist erhebt.

Nach der Erweckung einer Wesenheit wie Wetiko müssen wir diese - um sie so objektiv wie möglich studieren zu können - hermetisch in einem alchemistischen Gefäß versiegeln. Das stellt sicher, dass ihr quecksilbriger Geist sich nicht in die Unsichtbarkeit des Unbewussten zurück verflüchtigt, wo er sich selbst durch uns ausagieren würde. Jung hat wiederholt die Bedeutung der Entwicklung eines Behälters oder Gefäßes betont, in welchem problematische Geister wie Wetiko eingefangen werden. Er schreibt:
"Wenn etwas falsch ist, entnehme man es daher von seinem ursprünglichen Ort und tue es in das Gefäß, das sich zwischen dem eigenen Nebenmann und einem selbst befindet ... Um der Liebe zur Menschheit willen erschaffe man ein Gefäß, in dem man all das schreckliche Gift einfangen kann. Da es sich irgendwo befinden muss - es ist immer irgendwo - gibt das Nichteinfangen dieses Giftes, die Verneinung seiner Existenz, jedem Erreger die beste Chance [zu gedeihen]". [v]
Wetiko ist ein schwer fassbarer Geist, dessen Fixierung eine Herausforderung darstellt. Das gilt auch für Benennungen, er sei 'dies' oder 'jenes'. Gleichzeitig ist es entscheidend, dass wir versuchen, seine Eigenheiten zu beschreiben. Ungleich einem physischen Virus kann der Wetiko-Erreger nicht in materieller Form isoliert werden, doch seine charakteristische Signatur kann entdeckt und in jenen eigenartigen Abläufen der Psyche gesichtet werden, die unter seinem Bann steht. Die Existenz des Wetiko-Erregers nicht anzuerkennen - zu sagen, er 'existiere nicht' - gestattet es der psychischen Infektion, sich uneingeschränkt auszuleben. 'Immer irgendwo zu sein' bedeutet, nicht fest ansässig - das heißt, er ist immer umtriebig, sogar potentiell, oder insbesondere, in uns selbst.

Paul Levys Buch "Dispelling Wetiko"
Indem wir den Wetiko-Geist herbeirufen, erschaffen wir zugleich - durch unsere Ermittlung selbst - das Behältnis, in welchem wir dieses 'Getier' studieren können, um zu verstehen, womit wir es tatsächlich zu tun haben, um zu sehen wie es draußen in der Welt operiert, in anderen und, subjektiv betrachtet, in uns selbst. Um den Kreis in unserer kontemplativen Übung / Exorzismus gänzlich zu schließen, müssen wir unsere Betrachtung in ganzheitlicher Weise in unser Inneres selbst zurückversetzen. Gleich wie in einem Traum, wo das Innere das Äußere ist, können wir erkennen, dass der Wetiko-Virus, dem wir 'dort draußen' nachgespürt haben, eine Reflektion des und bezogen auf denselben Prozess in uns selbst ist. In der Symptomatik von Wetiko liegt eine Offenbarung verschlüsselt - etwas, das außerordentlich wichtig für uns zu kennen ist.

Eine Krankheit der Zivilisation

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Wetiko / bösartige Egophrenie ist eine Erkrankung der Zivilisation, oder ein Mangel davon. Um Forbes zu zitieren:
"Zu einem gewissen Grad geht die Entwicklung der Wetiko-Krankheit mit dem Aufkommen dessen einher, was die Europäer als Zivilisation zu bezeichnen pflegen. Das ist kein reiner Zufall." [vi]
Die nicht nachhaltige Natur der industriellen Zivilisation ist auf Gewalt begründet, und benötigt diese zunehmend, um sich selbst zu erhalten. Wahrhafte 'Zivilisation' bedeutet im Kern, keine Menschen zu töten. In Bezugnahme auf den Mangel an 'Zivilisiertheit' bzw. 'Höflichkeit' in der modernen Gesellschaft wurde Gandhi gefragt, was er über die westliche Zivilisation denke und er antwortete darauf:
"Ich denke, so etwas wäre eine gute Idee."
Es ergibt Sinn, dass Eingeborene über bösartige Egophrenie Bescheid wissen, denn sie wurden von der modernen Zivilisation unterdrückt, obgleich sie sich nicht unter ihrem 'Fluch' befanden - zumindest nicht anfänglich. Sich unter der Herrschaft moderner Zivilisation zu befinden kann sich anfühlen, als würde uns etwas unserem Wesen Fremdes aufgezwungen, als lebten wir in einem besetzten Land. Die moderne Zivilisation leidet an der allzu einseitigen Dominanz des rationalen, intellektuellen Geistes - eine Einseitigkeit, die uns scheinbar von der Natur, von der Empathie und von uns selbst trennt.

Aufgrund seiner Abgetrenntheit von der Gesamtheit ist Wetiko ein Stifter von Unfrieden unter der Menschheit und in der natürlichen Welt - eine Krankheit, die Aggression hervorbringt und die dazu in der Lage ist, Gewalt unter lebenden Wesen zu erzeugen. Der Wetiko-Virus ist die Hauptursache für die Unmenschlichkeit innerhalb der menschlichen Natur - oder sollen wir sagen, unserer scheinbar unmenschlichen Natur. Dieser 'psychische Virus', ein 'Fehler' in 'dem System', prägt und beseelt den Wahnsinn der sogenannten Zivilisation, der in einer sich selbst erhaltenden Rückkoppelungsschleife den Wahnsinn in uns selbst nährt.

Forbes fährt fort:
"Diese Krankheit, diese Psychose namens Wetiko (Kannibale) ist die größte epidemische Seuche, die dem Menschen bekannt ist."[vii]
Wir als Spezies befinden uns inmitten einer massiven seelischen Epidemie, einer virulenten kollektiven Psychose, die seit Anbeginn der Zeit im Kessel der menschlichen Psyche gärt. Wie ein Fraktal wirkt Wetiko in vielen Dimensionen gleichzeitig - intra-persönlich (innerhalb von Individuen), inter-persönlich (zwischenmenschlich) sowie kollektiv (innerhalb einer Spezies).
"Kannibalismus ist", nach Forbes Worten, "das Konsumieren des Lebens eines anderen zum eigenen privaten Zweck oder Nutzen."[viii]
Jene, die an Wetiko leiden, konsumieren einem Kannibalen gleich die Lebenskraft anderer - von Menschen sowie von Nicht-Menschen - zum privaten Zweck oder Nutzen, und sie tun dies ohne dafür etwas von ihrem eigenen Leben zurückzugeben.

Ein Beispiel, das unsere selbstzerstörerische kollektive Verrücktheit symbolisiert, ist die Zerstörung des Regenwaldes am Amazonas, der Lungen unseres Planeten, durch die Ölfirmen. Das ist wirklich eine buchstäbliche Offenbarung, die uns aufzeigt, was wir uns selbst antun. Ein weiteres nüchternes Beispiel, das den Wetiko-Komplex in seinem Wirken symbolisch veranschaulicht, ist Monsanto mit seinem genetisch manipulierten Terminator-Saatgut, das keine zweite Generation hervorbringt und somit Bauern dazu zwingt, für jeden neuen Jahresertrag neue Samen von Monsanto zu kaufen. Das macht das Überleben für viele arme Bauern unmöglich, was eine Selbstmordwelle unter ihnen ausgelöst hat - während Monsanto sich daran bereichert.

Forbes schreibt:
"Das vorrangige Merkmal des Wetiko besteht darin, dass er andere menschliche Wesen konsumiert: das heißt, er ist ein Raubtier und ein Kannibale. Das ist die Kernessenz dieser Krankheit."[ix]
Raubtiere, "voll entfaltete" Wetikos, befinden sich nicht im Kontakt mit ihrer eigenen Menschlichkeit und können daher nicht die Menschlichkeit in anderen sehen.

Stattdessen sehen sie andere entweder als potentielle Beute oder als eine Bedrohung für ihre Überlegenheit an. Als ob sie aus einer anderen Art stammten, die mehr tierähnlicher Räuber denn normales menschliches Wesen ist, konsumiert jemand, der vollständig von der Wetiko-Psychose ergriffen ist, das Leben anderer physisch, emotional, psychisch und meta-physisch - über den bloßen materiellen Körper sowie materielle Besitztümer hinaus und selbst bis hin zur Ebene des Sinnes.

Wetikos sind die "Anti-Künstler" unserer Kultur, die das Gegenteil dessen verkörpern was kreative Künstler tun. Ungleich einem Künstler (bitte lesen Sie hierzu meinen Artikel 'Der Künstler als Heiler der Welt', in Englisch - AdÜ), der lebensbejahende Inhalte erschafft und die Welt bereichert ohne andere zu berauben, nimmt und konsumiert ein Wetiko ohne etwas zurückzugeben, wobei er kontinuierlich die Ressourcen des Planeten aufzehrt und diesen dadurch verarmen lässt.

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Wir befinden uns momentan inmitten "der größten epidemischen Seuche, die dem Menschen bekannt ist" (bitte lesen Sie dazu meinen Artikel 'Diagnose: Psychische Epidemie', in Englisch - AdÜ). Viele von uns erkennen nicht einmal das, weil unsere kollektive Verrücktheit derart allgegenwärtig und tiefgreifend ist, dass sie normalisiert wurde. Unsere kollektive Verrücktheit ist für uns transparent geworden, da wir die Welt durch sie hindurch sehen und interpretieren, wobei wir unsere Verrücktheit unsichtbar machen und damit unweigerlich mit jener kollektiven Psychose zusammenarbeiten, die unglaublichen Tod und Zerstörung auf unserem Planeten anrichtet. Da sie 'trans-parent' ist, liegt unser Wahnsinn hinter ihrer bloßen Erscheinung, was gleichbedeutend ist mit 'jenseits davon, augenscheinlich zu sein' - also, nicht sichtbar. Unsere kollektive Psychose ist unsichtbar für uns, da sie sich selbst sowohl in genau der Weise ausdrückt, in der wir sie betrachten, sowie in all den unaussprechlichen Arten, bezüglich derer wir darauf konditioniert wurden sie nicht wahrzunehmen. Aufgrund dieser Tarnkappe sehen wir unsere Verrücktheit nicht - eine psychische Blindheit, die uns mitschuldig an der Erschaffung unseres eigenen Wahnsinns macht.

Viele von uns können nicht die Ebene von Bösem erahnen, dem voll entwickelte Wetikos zum Opfer gefallen sind und dessen sie fähig sind. Unser Mangel an Vorstellungsvermögen über das Böse, das potentiell in der Menschheit existiert, ist eine direkte Widerspiegelung des Mangels an Intimität mit unserem eigenen potentiellen Bösen. Das ermöglicht es der Bösartigkeit von Wetiko, beinahe zügellos in unserer Welt zu walten (lesen Sie dazu bitte meinen Artikel 'Licht auf das Böse werfen' - in Englisch, AdÜ). In unserer psychischen Blindheit tragen wir zur Verbreitung des Übels der Wetiko-Psychose bei, einem systematischen Bösen, dessen Tiefe jenseits des Vermögens von Worten liegt, es vollumfassend zu beschreiben. Böses paralysiert die Fähigkeit, unsere Erfahrung in Sprache zu kleiden und erschafft somit eine scheinbar unüberbrückbare Kluft zwischen Sprache und dem Ereignis, das von ihr beschrieben werden soll. Wenn wir den Ort finden, an dem keine Worte existieren, dann entdecken und erschaffen wir gleichzeitig eine neue Sprache, eine Sprache die universell ist und selbst über Sprache hinausgeht - eine Sprache, die als Kunst bekannt ist.

Ein Parasit einer anderen Ordnung

Wenn Menschen von dem Wetiko-Virus infiziert sind, dann sind sie, wie Forbes schreibt, "der Wirt für die Wetiko-Parasiten."[x] Der Wetiko-Bazillus ist ein psychischer Bandwurm, ein Parasit des Geistes. Genauso wie bestimmte Computer-Viren oder Schadprogramme einen Computer infizieren und ihn programmieren sich selbst zu zerstören, können Geist-Viren wie Wetiko den menschlichen Bio-Computer programmieren, so zu denken, zu glauben und zu handeln, dass dies auf unsere Selbstzerstörung hinausläuft. Wetiko ist ein virulenter, psychischer Erreger, der Gedankenformen in unseren Geist einschleust, die, wenn unbewusst nach ihnen gehandelt wird, ihn (den Erreger) nähren und letztendlich seinen Wirt (uns) zerstören. Er möchte uns jedoch nicht zu schnell umbringen; damit er erfolgreich seine Agenda umsetzen kann, sich selbst zu reproduzieren und im gesamten Feld zu vermehren, muss er den Wirt lange genug am Leben lassen, um den Virus zu verbreiten. Falls der Wirt zu bald stirbt, würde der Bazillus vorschnell ausquartiert und müsste unter der Unannehmlichkeit leiden, sich einen neuen Aufenthaltsort suchen zu müssen.

Gleich einem Krebs des Geistes, der metastasiert, vereinnahmt im Rahmen der Wetiko-Erkrankung ein pathologischer Teil der Psyche all seine gesunden Teile und unterstellt sie sich selbst, damit sie seiner Pathologie dient. Die Persönlichkeit organisiert dann selbst einen äußeren Anschein von Stimmigkeit um ihren pathogenen Kern, welcher die innere Fehlfunktion 'maskiert', so dass man sie nur schwer erkennt. In einem psychischen Putsch kann der Wetiko-Erreger sich der Person bemächtigen und ersetzen, die dann zu seiner Puppe und Marionette wird. Wie ein Parasit kann der Wetiko-Virus den Willen eines Tieres übernehmen, das höher entwickelt ist als er selbst und somit diese Kreatur in Anspruch nehmen, seiner schändlichen Agenda zu dienen. Wenn der Parasit erst ausreichend in der Psyche verankert ist, kommt die Haupt-Direktive für die Koordinierung des Verhaltens einer Person von der Erkrankung, da diese nun diejenige ist, die bestimmt, was getan wird. Ebenso wie jemand, der mit dem Tollwut-Virus infiziert wird, sich weigert Wasser zu trinken, das die Infektion ausschwemmen würde, wird jemand, der vom Wetiko-Parasiten übernommen wurde, nichts mit irgendetwas zu schaffen haben wollen, das ihm helfen würde, die Erkrankung loszuwerden.

Wetikos sind phobisch gegenüber dem Licht der Wahrheit, das sie wie die Pest meiden. In fortgeschrittenen Stadien vereinnahmt dieser Prozess die Person so vollkommen, dass wir zu Recht sagen können, dass die Person nicht länger da ist; sie ist nur eine leere Hülle, welche die Krankheit mit sich trägt. In einem gewissen Sinne gibt es nur die Erkrankung, die durch das hindurch wirkt, was ein menschliches Wesen zu sein scheint. Die Person wird völlig mit ihrer Maske, ihrer Persona, identisch - doch es ist, als wäre niemand hinter der Maske.


Fremdartiges Eindringen

Der spirituelle Lehrer Don Juan aus Carlos Castanedas Büchern spricht in seiner eigenen Sprache über die Räuberei des Wetiko-Virus. Er erwähnt, dass die alten Schamanen dies als "das Thema der Themen" [xi] bezeichneten. Don Juan erklärt:
"Wir haben einen Gefährten für's Leben ... Wir haben einen Räuber, der aus den Tiefen des Kosmos kam und die Regentschaft über unser Leben übernahm. Menschliche Wesen sind seine Gefangenen. Der Räuber ist unser Herr und Meister."[xii]
Das klingt genau wie die Tatsache, die in der Bibel aufgezeigt wird, wenn z. Bsp. das Johannes-Evangelium sich auf den Teufel als "den Herrscher dieser Welt " (14:30; 16:11) bezieht, und Paulus über Satan als "den Gott dieser Welt " (Korinther 4:4) spricht. Das gnostische Evangelium des Philippus, das über die Wurzel des Bösen spricht, die in uns allen liegt, trifft eine ähnliche Aussage: bis das Böse erkannt wird, "beherrscht [es] uns. Wir sind seine Sklaven. Es nimmt uns gefangen." (II, 3, 83.5-30). Über den Räuber redend fährt Don Juan fort:
"Es hat uns fügsam, hilflos gemacht. Wenn wir protestieren wollen, unterdrückt es unseren Protest. Wenn wir unabhängig handeln wollen, befiehlt es uns, dies nicht zu tun."[xiii]
Es ist verblüffend, wie Don Juans Beschreibung von den Auswirkungen dieser Räuber sich in unserer zunehmend militarisierten Gesellschaft inszeniert, während unsere Freiheiten und Vorrechte schrittweise von uns genommen werden. Es ist als ob eine innere, unsichtbare Tatsache sich in Form eines bislang unerkannten archetypischen Musters tief inmitten der Seele der Menschheit selbst offenbart, indem es sich selbst in, als und durch die äußere Welt materialisiert.

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Um Don Juan zu zitieren:
"In der Tat werden wir gefangen gehalten! Das war eine energetische Tatsache für die Zauberer des Alten Mexiko."[xiv]
Don Juan bezieht sich auf eine 'energetische Tatsache', mit der, wie ich denke, die meisten von uns etwas anfangen können; beispielsweise gibt es 'etwas' in uns, das uns davon abhält, unser wahres schöpferisches Genie zum Ausdruck zu bringen und unser volles Potenzial zu erreichen. Diese Räuber sind 'Zeit-Banditen', die die kostbaren Stunden unseres Lebens konsumieren, als wären wir Lohnsklaven auf einem Gefängnisplaneten, die 'ihre Zeit absitzen.' Don Juan vertieft seine Beschreibung dieser Räuber, indem er genauer darlegt:
"Sie übernahmen uns, da wir Nahrung für sie sind...wir sind ihre Substanz. Ganz wie wir Hühner in Hühnerställen züchten, gallineros, züchten die Räuber uns in Menschenställen, humaneros."[xv]
Das Wetiko-Virus gedeiht insbesondere in überbevölkerten Städten, wo Menschen 'zusammengepfercht' sind. Wenn wir dem Gruppen-Denken Glauben schenken und als ein Mitglied der Herde eingeschrieben sind, werden wir wie Schafe, die zum Rand einer Klippe hinübergeführt werden, oder wie Vieh, das gezüchtet wird um geschlachtet zu werden.

Don Juan fährt fort:
"Die Räuber geben uns ihr Bewusstsein, das dann zu unserem Bewusstsein wird."[xvi]
Es ist als befänden sich diese Räuber im Wettstreit mit uns um einen "Anteil" an unserem eigenen Bewusstsein. Der Räuber verwandelt sich und nimmt unsere Gestalt an, und wenn wir uns seiner Maskerade nicht bewusst sind, werden wir uns mit seinen eindringenden Gedankenformen identifizieren als wären sie unsere eigenen, und diese ausleben. Wir werden irrtümlicherweise glauben, dass wir nach unseren eigenen Impulsen handeln, mit den besten Interessen im Sinn. Dieser Räuber, fährt Don Juan fort,
"fürchtet sich, dass sein Manöver jeden Moment erkannt und ihm Nahrung verweigert werden wird."[xvii]
Der Wetiko-Räuber geht einer inneren Notwendigkeit nach, einem brutalen, aus Schrecken geborenem Drang, da er sich beständig selbst nähren muss, um seinen sich immer-nähernden Tod hinauszuzögern. Don Juan fährt fort:
"Durch unseren Verstand, der eigentlich ihr Verstand ist, bringen die Räuber Dinge ins Leben menschlicher Wesen ein, so wie es ihnen [den Räubern] passt."[xviii]
Während er sich selbst in unsere Gestalt kleidet, gelangt dieser Räuber unter unsere Haut und "legt uns" als Verkleidung "an", narrt uns damit, ihm seine falsche Version dessen "abzukaufen", wer wir sind. (Das ist der Grund, weshalb der gekürzte Name der Malignanten Egophrenie 'ME-Krankheit' [Ich-Krankheit, AdÜ] lautet, in Bezug auf eine Deformation unserer Identität, z.B. unseren Sinn für 'Ich' - Heit). Anstatt in unserer eigenen Kraft zu sein und uns selbst zu dienen, werden wir 'unbewusst' (was bedeutet 'von Sinnen zu sein', das heißt nicht 'bei Verstand') zum Diener des Räubers. Anstatt ein souveränes Wesen zu sein, das mithilfe der eigenen Gedanken erschafft, werden wir dann durch sie erschaffen, da der Räuber buchstäblich an unserer Stelle denkt. Es ist, als ob der Räuber in unserem Sattel säße.

Don Juan sagt, als er über den Plan des Räubers spricht:
"Er schlägt etwas vor, stimmt seinem eigenen Vorschlag zu und macht dich glauben, dass du etwas von Wert vollbracht hast."[xix]
Es ist, als wäre da ein fremdartiges 'Anderes', eine außerirdische, metaphysische Wesenheit, die ihren Geist subliminal in unseren Geist einschleust - und das in einer solchen Weise, dass wir uns mit ihrer Sichtweise identifizieren und uns von unserer eigenen Sicht abkoppeln. Don Juan verweist auf diese Situation als eine "Fremd-Installation", als ob eine Alien-Rasse eine Raumstation in unserem Geist errichtet habe. Das ist genau das, was die Gnostiker - jene die 'wissen' - aufzeigen, wenn sie über Alien-Räuber namens 'Archons' reden, welche unseren Geist infiltrieren und dessen Mechanismen unterwandern.[xx] Bis zu dem Ausmaß, dass wir uns dieser Fremd-Übernahme unserer Psyche nicht bewusst sind, werden wir für die unheilvolle Agenda des Räubers abkommandiert, werden unbewusst zu seinem Sklaven. Dieser Zustand innerer, psychologischer Kriegsführung wird von den finsteren Psy-Ops (psychologischen Operationen) gespiegelt, die von den Machthabern in der äußeren Welt in Gang gebracht werden. Die Krankheit nährt sich von unserer Unwissenheit über ihre Existenz.

Vampire

Forbes schreibt:
"Die Wetiko-Psychose ist eine Krankheit der Seele, die Menschen einen hässlichen Pfad ohne Herz hinunterführt... Am Ende wandelt die Wetiko-Krankheit solche Menschen zu Werwölfen und Vampiren, Kreaturen der europäischen Alptraumwelt und Kreaturen der Wetiko-Realität."[xxi]
Die Wetiko-Psychose besiegt Menschen, Punkt. Werwölfe und Vampire sind gestaltwandelnde Kreaturen, symbolische Repräsentationen des entsetzlichen Potenzials in uns allen, das vom archetypischen Schatten übernommen wird und diesen ausagiert, sich dabei auf eine archaische Ebene der Psyche zurückentwickelt und zu einem Raubtier oder einer nichtmenschlichen Kreatur wird. Wenn diese noch nicht humanisierten psychischen Energien ins Bewusstsein durchdringen und nicht durch das Bewusstsein ausgeglichen werden, dann, so Jung,
"erfassen [sie] alles auf ihrem Weg einem reißenden Strom gleich, und verwandeln die Menschen in Kreaturen, für die selbst das Wort 'Bestie' noch eine zu gute Bezeichnung darstellt."[xxii]
Vampire, die als die finstersten Kreaturen aus dem Arsenal des Bösen betrachtet werden, suchen unsere Vorstellungswelt seit Ewigkeiten heim. Denn sie sind Repräsentanten eines lebendigen Prozesses, der tief in der menschlichen Psyche existiert. Ein Vampir ist keine menschliche Figur, viel eher eine seelenlose Kreatur - ein Wesen, das seine Seele verloren hat; oder wenn es seine Seele nicht verloren hat, wurde diese 'verdammt' - was eine verlorene Seele ist. Auf die eine oder andere Art fehlt etwas. In seiner Isolation von der Welt hat der Vampir jegliche Beziehung zu dem Teil seiner Selbst verloren, der mit allem anderen verbunden ist; aus seiner Perspektive existiert die Welt nur, um von ihm benutzt zu werden.

Obgleich er die Verbindung zu seinem Herzen und seiner Seele verloren hat, hat ein Vampir nicht seinen Verstand verloren (obwohl das in gewissem Sinne auf ihn zutrifft). Denn Vampire verfügen oftmals über einen schlauen und schneidenden Intellekt, der ihre Pathologie umhüllt und somit ihre Krankheit schwer erkennbar macht. Das hat Ähnlichkeit mit Menschen, die in einem Zustand tiefen Traumas leben, die ebenfalls über einen brillanten Geist verfügen können - eine Gabe, die das Ausmaß ihres Traumas verbergen kann und somit ihr Leiden schwer erkennbar macht. Die Schärfe des Verstandes eines Vampirs nutzen diese dazu, ihre dunkle Kunst 'weiterzugeben' und zu verbreiten, anstatt sich dem Prozess zu verschreiben, Einblick in ihr tiefsitzendes Übel zu gewinnen und sich davon zu heilen.

Als einer der Untoten ist ein Vampir der Tod, der lebendige menschliche Gestalt annimmt. Der Wetiko-Virus ist letztendlich keine lebendige Lebensform, eher eine lebende Form des Todes. Wetiko ist, wie ein Virus, 'tote' Materie; nur in einem Lebewesen können Viren ein 'Quasi-Leben' erlangen. Als Mitglieder der lebenden Toten sind Vampire weder wirklich lebendig noch wirklich tot. Gleich einem ausgewachsenen Vampir haben 'voll-entfaltete' Wetikos ihre Menschlichkeit verwirkt, womit sie zu einem Kanal für den unpersönlichen, transpersonalen und entpersönlichten Wetiko-Virus werden, der durch sie inkarniert. Sie sind ein lebendes Portal, eine Öffnung in die dreidimensionale Struktur von Raum/Zeit, durch welches das ansteckende, virulente, höher-dimensionale Virus sich selbst im gesamten Feld verbreiten kann, sowohl lokal als auch nicht-lokal.

In Ermangelung eines Sinnes für Seele sind Wetikos effiziente 'Maschinen', die darauf bedacht sind, 'dem Staat' zu dienen und ihn zu bewahren. Dabei handelt es sich, um Forbes zu zitieren:
"selbst um eine Kreatur der Wetikos, welche die Kontrolle über seinen Machtapparat ergriffen haben."[xxiii]
Ein voll-entfalteter Wetiko ist ein roboterhafter Automat geworden, der darauf konditioniert wurde, auf bestimmte Stimuli reflexartig zu reagieren. Sie sind Teil 'der Maschine' geworden, in die weder Spontaneität, Kreativität, Originalität noch freies Denken einprogrammiert worden ist. Da sie entmenschlicht sind, haben Wetikos den Kontakt zu jedem Sinn für Ästhetik sowie für die Wertschätzung der dem Leben innewohnenden Schönheit verloren, und sie sind 'unästhetisch' geworden - das heißt anästhesiert und betäubt gegenüber dem, was es heißt, ein menschliches Wesen zu sein. Als Botschafter einer autoritären, militarisierten und patriarchalen planetaren 'Kultur' brütet der Wetiko-Erreger Faschismus und Terror aus. Um den großen Heiler Wilhelm Reich zu zitieren:
"Faschismus ist der Vampir, der am Körper des Lebens klammert; der Impuls zum Morden, dem freie Hand gelassen wird."[xxiv]
Faschismus ist der äußere kollektive politische Ausdruck der verwüsteten inneren Landschaft eines Individuums, das von der autoritären Zivilisation 'der Maschine' verkrüppelt und unterdrückt worden ist.

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Wie bei einem Vampir ist in voll-entfalteten Wetikos 'niemand daheim', was einer der Gründe ist, weshalb - symbolisch gesprochen - Vampire keine Reflektion in einem Spiegel haben (der, mythologisch gesagt, Bilder der menschlichen Seele widerspiegelt). Voll-entfaltete Wetikos sind leer bis ins Mark, daher gibt es nichts widerzuspiegeln. Innerlich ist da bloß eine unendliche Leere, ein Saugschwamm der nie gesättigt werden kann, ein verschlingendes Schwarzes Loch, das sich von dem Universum nährt. Ihre verkümmerte Seele wurde entleert - wie ein Stück Holz, das von psychischen Termiten ausgehöhlt wurde.

Voll-entfaltete Wetikos sind so zwanghaft besessen von und identisch mit dem Unbewussten in seiner zerstörerischen, bewusstseins-verneinenden Form, dass sie sich weder selbst sehen noch über sich selbst nachdenken können, was die Philosophin Hannah Arendt als eines der wichtigsten Hauptmerkmale des Bösen annimmt. Wegen ihrer Unfähigkeit zur Selbst-Reflektion können sie innerhalb ihrer selbst nicht länger auf jenes Vermögen ihrer Psyche zugreifen, aus dem solche Aktivität erwächst. Einer der Gründe, aus denen wir die Reflektion eines Vampirs nicht in einem Spiegel erkennen können, liegt jedoch darin, dass unserer eigener innerer, unbewusster Vampir die Reflektion verundeutlicht - was bedeutet, dass das nicht anerkannte Schreckgespenst unseres eigenen Schattens uns in die Quere kommt.

Ein Vampir wirft keinen Schatten. Um einen Schatten zu werfen, muss es eine Lichtquelle geben. In einem Vampir gibt es kein Licht, nur unendliche Dunkelheit. Da es kein lebendiges Wesen ist, besitzt ein Vampir keine ihm innewohnende Wirklichkeit, keine Substanz. Nur eine Sache mit substanzieller Existenz vermag einen Schatten hervorzubringen. Vampire können jedoch keinen Schatten werfen, weil sie die lebende Verkörperung des und identisch mit dem archetypischen Schatten sind. Ein Schatten wirft keinen Schatten seiner selbst, da der Schatten selbst keine Substanz besitzt. Es gibt Vorteile, die dem Vampir zufallen aufgrund seiner Fähigkeit, keinen Schatten zu werfen - es ist dann leichter für den Vampir, seine wahre Identität zu verstecken, sich in den verborgenen Schatten zu bewegen, unsichtbar zu werden und Jagd auf Menschen machen zu können. Indem er keinen Schatten wirft, ist der Vampir, welcher ein Gestaltwandler, ein Meister der Tarnung und Verstellung ist, leicht dazu imstande die Unwissenden zu verführen und zu verleiten, da schöngefärbte Vampire uns durch unseren unbewussten Schatten und unsere blinden Flecke einfangen. Das heißt, dass der Verlust und die Verleugnung unseres Schattens zu Vampirismus führen kann. Der Vampir-Archetyp wird in uns aktiviert, wenn wir unserer eigenen Dunkelheit den Rücken kehren, wobei unser Schatten für uns selbst unsichtbar wird. Wir können keine Vampire sehen, weil wir uns dazu entschieden haben, jene Aspekte in uns selbst nicht zu sehen, die dem Vampir am meisten ähneln. Unsere Abneigung, unsere eigenen vampirischen Eigenschaften zu sehen, macht uns blind gegenüber den vampirhaften Energien in anderen.

Neben den Schwachen und Hilflosen suchen sich Vampire auch Menschen aus, die sich am Rande eines evolutionären Quantensprungs des Bewusstseins befinden, doch ihre Erkenntnisse noch nicht voll integriert haben und auf der anderen Seite angekommen sind. Diese Individuen sind in einem energetisch sensiblen und "geladenen" Zustand, und ihre Offenheit und Verwundbarkeit lädt vampirische Wesen ein, sich an ihnen zu bedienen und vom Licht ihres sich erweiternden Bewusstseins zu zehren. Die Strategie dieser Räuber besteht darin uns so abzulenken, dass wir unsere Aufmerksamkeit nach außen gerichtet halten, wobei sie uns hindern, das Licht in uns selbst zu finden das die Vampire "töten" würde. Wenn wir einen Spiegel hochhalten und den von der Wetiko-Psychose Gebeutelten den Wahnsinn zurückreflektieren, der bei ihnen ersichtlich ist, dann gehen wir das ganz reale Risiko ein, beschuldigt zu werden selbst verrückt zu sein. Wenn wir es schaffen, uns mit dem Licht in uns selbst zu verbinden und es mit anderen zu teilen suchen, werden diese nicht-lokalen vampirischen Wesenheiten (die ich in vergangenen Artikeln 'nicht-lokale Dämonen', oder kurz NLD genannt habe), die nicht durch die dreidimensionalen Gesetze von Raum und Zeit gebunden sind, versuchen, uns über ihre 'Verbindungen' zum nicht-lokalen Feld aufzuhalten, indem sie andere Leute beeinflussen, sich gegen uns zu wenden. Dieser Prozess kann uns zerstören oder - falls wir über das Meta-Bewusstsein verfügen zu sehen was vor sich geht und wir geschickt unseren Weg durch diesen Prozess hindurchnavigieren können - uns dazu dienen, unsere Intention weiter zu stärken, unsere Verbindung mit dem Licht der Klarheit zu vertiefen, unser Geschick der kreativen Übertragung unserer Erkenntnisse zu verfeinern und ein offenherzigeres Mitgefühl zu kultivieren. Es ist als wären diese psychischen, nicht-lokalen Vampire Wächter an der Schwelle zur Evolution.

Ebenso wie Vampire besitzen voll-entwickelte Wetikos einen Durst nach genau dem woran es ihnen fehlt - dem mystischen Lebenselixier - das heißt das 'Blut' unserer Seele. Indem die andere menschliche Wesen 'konsumiert', ist die Wetiko-Krankheit eine Ernährungs-Sache, eine psychische Essstörung, bei der die gebeutelte Psyche andere Psychen konsumiert, sowie letztendlich sich selbst. Wetikos sind das, was man 'Psychophagen', das heißt Seelen-Fresser nennt. Attackiert von der Wildheit ihres endlosen Hungers sind voll-entwickelte Wetikos von einem unersättlichen Verlangen besessen, das niemals gestillt werden kann. Dieses vampirische Fressen ist eine unheilige Parodie, eine satanische Widerspiegelung der Selbst-Erneuerung des Lebens. Dieser perverse innere Prozess wird kollektiv durch die Konsumgesellschaft gespiegelt, in der wir leben - eine Kultur, die kontinuierlich die Flammen nie-endenden Verlangens anfacht und uns darauf konditioniert, immer MEHR zu wollen. Verhungernden gleich erleben wir einen nicht-endenden Fressrausch und versuchen, eine bodenlose Leere zu füllen. Dieser Prozess tollwütigen, zwanghaften Verbrauchs ist eine Widerspiegelung einer tiefen, innerlich geteilten Empfindung spirituellen Verhungerns. Das Wesen des globalen Wirtschaftssystems selbst ist ein lebendiges Symbol der unkontrollierten Wetiko-Krankheit 'bei der Arbeit'.

Viren wie Wetiko geht es vor allem darum, sich selbst zu reproduzieren. Ein Virus kann sich jedoch nicht selbst vervielfältigen; es muss ein anderes Instrument als Mittel benutzen, sich selbst fortzupflanzen. Sie brauchen uns als ihre Geburtskammer. Soweit wir uns ihrer Machenschaften nicht bewusst sind, kleiden sich diese höherdimensionalen Seelen-Parasiten mit uns an und tragen uns wie ihre dreidimensionalen Raumanzüge. Diese psychischen Vampire sind genötigt, sich durch uns zu vervielfältigen, damit wir sie "weitergeben" und den Erreger auf andere übertragen können. Dieser Prozess ist entsprechend dem, wenn jemand mit dem Tollwut-Virus infiziert ist. In fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung werden sie gleich einem tollwütigen Tier von dem unwiderstehlichen Drang befallen, andere Lebewesen zu beißen um den Virus weiterzureichen. Menschen, die von dem Tollwut-Virus übernommen wurden, sind ein lebendes, schäumendes Symbol dessen was der Wetiko-Virus in seinem voll ausgewachsenen virulenten Stadium anrichtet.

In einer vampirischen Abstammungslinie wird die Selbst-Fortpflanzung des Wetiko-Virus durch das 'Familien-System' des Trägers vollbracht (sei es unsere Ursprungsfamilie oder die menschliche Familie), wenn die Altlast von Missbrauch (sei er körperlich, sexuell, politisch, emotional, psychologisch oder spirituell) weitergegeben wird - sowohl individuell wie kollektiv - und über Generationen hinweg übertragen wird, wobei er sich fortwährend durch die Lebenden selbst inkarniert. Es geschieht durch die traumatische Zerrüttung unserer Ganzheit, dass Wetiko seine gebrochene Logik und seinen deformierten Code in den Körper/Geist eines anderen verbreitet. Als stände sie unter einem Fluch, leidet unsere Spezies an einer kollektiven, vererbten Form von PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung). Indem sie ihre Opfer nach ihrem eigenen Bild erneuern, schließen sich die Opfer des Wetiko der Heerschar der 'Verdammten' an und werden selbst Vertreter einer unheiligen Abstammungslinie. Dieser 'Fluch' wird sich fortsetzen, bis wir in die Verbreitung dieses vampirischen Geist-Parasiten eingreifen und die Kette endlosen Missbrauchs gestoppt wird.

Hoch Ansteckend

Forbes sagt über Wetikos:
"Sie sind ungesund (unsauber) im wahrsten Sinne des Wortes. Sie sind geistig krank, und tragischerweise ist die Art von Seelen-Krankheit, die sie in sich tragen, ansteckend."[xxv]
Wetiko-Psychose ist hoch ansteckend, wobei sie sich über den Weg unseres gemeinsamen Unbewussten verbreitet. Seine Überträger von Infektion und Verbreitung reisen nicht wie ein physischer Erreger. Dieser sich flüssig fortbewegende, nomadisch wandernde Keim verstärkt sich wechselseitig, frisst von und in jeden unserer Schwachpunkte hinein. Auf diese Weise verbreitet er sich ganz und gar im Feld. Im Wetiko gibt es einen Code oder eine Logik, die das Bewusstsein in analoger Weise befällt/infiziert, wie die DNA in einem Virus in eine Zelle eindringt und diese infiziert. Menschen, welche die vibratorische Frequenz von Wetiko kanalisieren, richten sich mittels psychischer Resonanz aneinander aus, um ihre miteinander geteilte Übereinkunft zu bekräftigen und so ihre gestörte Sicht über die Realität aufrechtzuerhalten. In gegenseitiger Unterstützung ihrer gemeinsamen Psychose können Gruppen von Menschen, die vom Unbewussten zusammengeführt worden sind, potentiell zu einer sozio-politischen Kraft werden, die ein ernstzunehmender Faktor ist. Wenn eine Gruppe von Menschen mit irgendetwas übereinstimmt, egal ob es falsch ist oder nicht, bewirkt ihre Ausrichtung aufeinander ein ansteckendes, magnetisches Kraftfeld, das die Unwissenden beeinflussen und in sich locken kann.


Maligner Narzissmus - "Ich BIN der Traum!"
Menschen, die vom Wetiko-Virus übernommen wurden, haben für gewöhnlich überhaupt keine Ahnung, wie sie 'hereingelegt' worden sind. Die Wetiko-Kultur bietet ihnen keinen Anreiz, in selbst-reflektierender Weise über ihre verdorbenen Umstände zu spekulieren; im Gegenteil: das nicht-lokale Feld richtet sich danach aus, mit ihrer Psychose zu konspirieren, diese zu ermöglichen und weiter zu kultivieren. Wenn jemand ein voll-entfalteter, unerkannter Wetiko ist, verdreht sich das Feld um ihn, so als ob es ihre Psychose schützen, mit ihr zusammenwirken und sie nähren wollte - in einer Weise, die jeden um ihn herum in Trance versetzt. Sobald sie unter dem Wetiko-Bann stehen, verlieren sie die Fähigkeit, die Wetiko-Pathologie in anderen zu erkennen. In einer Situation von "Gruppen-Narzissmus" nehmen Wetikos auf verschiedenen Stufen der Krankheit bestimmte Positionen und zueinander relative Rollen ein, so als ob sie sich selbst vor ihrem eigenen Wahnsinn und ihrer Dunkelheit schützen und sich dagegen abschirmen wollten. Sie nähren und stärken den gegenseitigen Narzissmus, da es ihren eigenen steigert. Über die Art von Person, die typischerweise anfällig dafür ist, dem Wetiko-Virus zur Beute zu fallen, schreibt Forbes, dass es für gewöhnlich jenes Individuum ist,
"dessen Fäden von anderen gezogen werden oder die einem Lebensweg folgen, der von anderen bestimmt wird. Somit sind sie reif für die Wetiko-Infektion."[xxvi]
Da sie sich nicht im Kontakt mit ihrer inneren Führung befinden, projizieren sie Autorität nach außen - außerhalb ihrer selbst - und werden sehr beeinflussbar für den allgemeinen Konsensus, die vereinbarte Meinung der dominanten Meute. Durch den Verlust der Verbindung mit ihrem eigenen Urteilsvermögen und der Fähigkeit zum kritischen Denken, wird der 'Massen-Mensch' Teil der stumpfsinnigen Herde und fällt dem 'Gruppendenken' zum Opfer. Deren Mitglieder ermöglichen einander in gegenseitiger Abhängigkeit ihre geteilten Version der (Wetiko) Welt aufrechtzuerhalten. Ihre Gruppen-Übereinkunft über die Natur der Realität wird zunehmend schwieriger aufrechtzuerhalten je mehr Zeit vergeht. Wie ein Kartenhaus, das jeden Moment zusammenbrechen kann, ist ihre Sicht der Welt auf dem fundamentalen Fehler gegründet nicht wahr zu sein. Seltsam genug ist, dass Menschen unter dem kollektiven Zauberbann des Wetikos sich in fanatischer Weise daran klammern, eine Agenda zu unterstützen, die oftmals der Erfüllung ihrer eigenen Interessen diametral entgegensteht. Dies ist eine äußere Reflektion eines inneren Seinszustandes unter dem Einfluss des selbstzerstörerischen Wetiko-Parasiten.

"Unrein" zu sein ist so, als ob ein un-heiliger oder böser Geist existiere, der sich in den vom Wetiko übernommenen Wesen niedergelassen hätte. Sie werden unwillentlich als Instrumente gebraucht, als verdeckte Funktionäre dieses dunkleren, unreinen Geistes um in das weitere Feld zu wuchern. Obwohl Geheimagenten der Krankheit, ist das Geheimnis der Wetikos selbst-geheim - das heißt es ist sogar vor ihnen selbst verborgen. So wie es für jeden von uns gilt, wenn wir von etwas anderem als uns selbst übernommen worden sind, wissen Träger von Wetiko nicht, wie besessen sie zu jedem gegebenen Zeitpunkt sind. Die Erfahrung der Übernahme durch etwas Mächtigeres als sie selbst geschieht immer in ihrem blinden Fleck (bitte lesen Sie meinen Artikel 'Sind wir besessen?' - in Englisch, AdÜ).

Der Wetiko-Erreger beeinflusst unsere Wahrnehmungen durch List und Täuschung, als wolle er sich verbergen und verschleiern, um nicht gesehen zu werden. Gleich einer höher-dimensionalen, fremdartigen Form psychischen Blattwerks schleust der Wetiko-Erreger seine Saat in unseren Geist ein, schlägt Wurzeln und keimt aus, wobei er uns von unserer wahren Begabung, Berufung und unserem spirituellen Pfad ablenkt und wegführt. Der fremdartige und befremdliche Effekt des Wetiko-Virus - genau das was wir sehen müssen - ist durch die Art wie wir denken, wahrnehmen und unserem Erleben Bedeutung beimessen getarnt. Wenn jemand ein vollwertiges, leidenschaftliches Mitglied des Wetiko-Kults wird (bitte lesen Sie meinen Artikel 'Der Bush-Kult' - in Englisch, AdÜ), dann ist es als sei ihr Geist in einer solchen Weise durch den Virus kolonisiert, dass sie selbst nicht den blassesten Schimmer über ihren eigenen pathologischen Zustand haben. Wetikos erleben sich selbst nicht als hilfsbedürftig; für sie sind immer andere Menschen 'das Problem'. Gewöhnlich macht ihnen ihre Krankheit nichts aus - oder sie erkennen sie nicht einmal, da sie alles ist was sie kennen - und ihre Führer und eben jene Gesellschaft in der sie leben bestärken sie darin. Sie haben weder ein Verständnis von ihrer Störung noch realisieren sie, wie krank sie wirklich sind.

Forbes schreibt:
"Eines der Hauptmerkmale, welche die wirklich schlimme und extreme Form von Wetikoismus charakterisiert, ist Arroganz."[xxvii]
In 'Vollentfaltung' sind Wetikos in arroganter Form eingebildet in ihrer eigenen Selbstherrlichkeit, das heißt 'aufgeblasen'. Als Instrumente des Bösen sind Wetikos in arroganter, ignoranter und selbstgerechter Weise davon überzeugt, dass sie sich im Besitz der Wahrheit befinden und für das höchste Gut arbeiten würden. Es ist als wären sie unfähig zu erkennen, dass das was sie tun böse ist, unfähig dazu, ihre Handlungen als etwas anderes als gut anzusehen. Forbes schlussfolgert:
"In jedem Fall hat sich die Wetiko-Krankheit - die Krankheit der Ausbeutung - die letzten paar Tausend Jahre wie eine Seuche verbreitet. Und als Seuche, die von den meisten Impfstoffen nicht in Schach gehalten wird, tendiert sie dazu, im Laufe der Zeit eher schlechter als besser zu werden. Mehr und mehr Menschen an mehr und mehr Orten bekommen sie, und sie werden die wahren Lehrer der Jugend."[xxviii]
Wetiko-Kultur wird sowohl zu Hause als auch in 'der Bildungsanstalt' gelehrt, wo Menschen in den Aspekten ihrer Welt 'zertifiziert' werden. Somit werden diese dazu bevollmächtigt und befähigt, ihre korrumpierenden Art und Weisen in noch größeren Maßstäben zu verbreiten.

Bezüglich der sich rasch verbreitenden Wetiko-Seuche schreibt Forbes:
"Er wird von den Wetikos selbst übertragen, wenn sie andere rekrutieren oder korrumpieren. Er wird heutzutage durch Geschichtsbücher, Fernsehen, Programme zum Training von Militär- und Polizeikräften, Comics, pornographische Zeitschriften, Filme, rechtsgerichtete Bewegungen, Fanatiker verschiedener Art sowie über mit Hochdruck missionierende Gruppen und zahlreiche Regierungen verbreitet."[xxix]
Alle diese etablierten, kulturell unterstützten und privatwirtschaftlichen Institutionen sind im Geschäft der Indoktrinierung tätig um uns zu sagen, was wir zu denken haben und was nicht, als auch wie wir denken sollen. Unser Geist wird von der vorherrschenden Kultur beständig in Form gebracht, so als ob unser 'wahres Gesicht' einem 'Facelifting' unterzogen würde. Es ist als würde man bei uns spirituellen Taschendiebstahl machen. Unsere 'Zivilisation' ist zum Sprachrohr für das Propaganda-Organ dieser Krankheit geworden, die uns in ihren Bann schlägt, sodass wir ihrer Sichtweise Glauben schenken, währenddessen wir ausgeblutet werden hinsichtlich dessen, was wirklich am meisten zählt. Die 'Kultur' (sic), welche die Wetiko-Erkrankung mitprägt und sich um diese herum bildet, ist selbst ein Kanal für ihre Übertragung. Und wenn wir auf der gestrichelten Linie unterschreiben und uns ihrer Sichtweise anschließen, dann wird ihre lebensfeindliche Kultur uns graduell sich selbst einverleiben, da wir unwissentlich zu Agenten werden, die nach IHRER Pfeife tanzen. So 'funktioniert' das stetig wachsende, sich selbst erzeugende psychische Imperium der kollektiven Psychose, während es die Macht ergreift und sich zunehmend seiner eigenen 'Vollbeschäftigung' annähert.

Voll ausgewachsene Wetikos könnten kleine Tyrannen zu Hause oder auf der Arbeit sein - jedoch noch immer einer der Verarmten und Unterdrückten, ohne wirklichen Einfluss in der Allgemeinheit auszuüben. Was Forbes als "Große Wetikos" bezeichnet, sind voll-entfaltete Wetikos, die auf der Wetiko-Leiter nach oben geklettert, durch die Wetiko-Reifen gesprungen und in den Wetiko-Rängen aufgestiegen sind, um sich dann in Machtpositionen wiederzufinden, in denen sie Ereignisse in unserer Welt beeinflussen und kontrollieren können, um das System auszutricksen. Die Großen Wetikos, welche die Hebel der Macht kontrollieren - seien es die Superreichen, die Geschäftsführer von Unternehmen, Bankpräsidenten oder Führer von Nationalstaaten - sind besonders gefährlich, da sie die Bedingungen unseres Dialogs vorgeben und das vereinbarte historische Narrativ dominieren. Indem sie unsere Wahrnehmungen über die Propaganda-Maschinen des Mainstreams lenken - körperschaftliche Medien, die sie kontrollieren (lesen Sie bitte meinen Artikel 'Der Krieg um das Bewusstsein' - in Englisch, AdÜ) - erschaffen Große Wetikos in Machtpositionen die Grenzen für unsere Gespräche und Debatten. Wetiko ist ein ideologisches Virus, dessen 'Währung' die Syntax von Ideen ist. Wetiko lenkt unsere mentale Syntax ab, das heißt die Regeln wie wir Sprache bilden, wobei die Semantiken entstellt werden - die Bedeutung, die wir unseren Erfahrungen von uns selbst und der Welt beimessen. Wetiko ist eine semantische Störung, da sie die Axiome verändert, mittels derer die Psyche ihre Worte formt, verteilt und 'buchstabiert', wodurch sie ihre Erfahrungen heraufbeschwört. Die Gedankenformen und Überzeugungen, die den Wetiko-Virus ausdrücken und ihn repräsentieren, agieren als ein intrinsisches, eingebautes Kontroll-System, das die Begrenzungen dessen definiert, was wir uns als unsere Möglichkeiten vorstellen - als Individuen, als Nationen und als Spezies. Wetikoismus unterstützt und bewahrt das, was immer an vorherrschenden Mythen, Geschichten, Dogmen und (un)heiligen Büchern seine ruchlose, sich selbst dienende Agenda untermauert. Bücher und andere Formen von Information, die nicht die verzerrte Wetiko-Version der Dinge stützen, werden metaphorisch gesprochen 'verbrannt' (oder in einigen Fällen buchstäblich - die Bücher des zuvor erwähnten Wilhelm Reich wurden zum Beispiel tatsächlich von der Regierung der Vereinigten Staaten verbrannt. Indem er beschrieb was er als "die emotionale Seuche" bezeichnete, zeigte Reich auf seine Weise auf die Übel des Wetiko-Virus).

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Wir leben in einer Welt, die - wie in einem Traum - ein interaktiver Spiegel ist - untrennbar von unserem inneren Selbst. Als eine Reflektion eines Zustandes tief in uns selbst ist die Wetiko-Krankheit eine unmittelbare, direkte Manifestation der traumgleichen Natur des Universums, was die echte Erkenntnis ist, die Wetiko uns zeigt. Das Erkennen der traumgleichen Natur unserer Situation erschafft einen lebenden Abwehrstoff, der aus Bewusstsein selbst gefertigt und für die Neutralisierung des psychischen Wetiko-Erregers maßgeschneidert ist. Das heißt, dass innerhalb der tödlichen Wetiko-Pathologie eine Einsicht und Offenbarung einkodiert ist, welche die Heilung dieser Krankheit darstellt (lesen Sie dazu bitte meinen Artikel 'Schattenprojektion ist seine eigene Medizin' - in Englisch, AdÜ). Ihre eigene Selbst-Offenbarung besteht darin, dass die Wetiko-Krankheit sich selbst ihre eigene psychische Medizin bereitstellt. Doch um deren Heilungs-'Nutzen' zu erlangen, müssen wir dieses Wunder in psycho-spiritueller Gesundheitsfürsorge erkennen und tiefer verstehen. Wie erstaunlich - das Gleiche das uns potentiell zerstört, weckt uns zur selben Zeit auf. Als einen potentiellen Katalysator für unsere Evolution als eine Spezies erschaffen und erträumen wir Wetiko gemeinsam. Wetiko ist ein wahres Quanten-Phänomen, indem es das tödlichste Gift und die heilsamste Medizin zusammen in einem überlagerten Zustand ist. Wird Wetiko uns umbringen? Oder wird es uns erwecken? Alles hängt davon ab, ob wir erkennen, was es uns potentiell offenbaren könnte. Die Prognose für Wetiko / bösartige Egophrenie liegt daran, wie wir sie träumen.

Jetzt, da wir eine Dia-Gnose und eine Pro-Gnose haben, brauchen wir nur das Heilmittel entdecken, wozu wir 'Gnosis' (Wissen, AdÜ) selbst haben müssen...

Dieser Artikel erschien erstmals auf Paul Levy's Webseite.

Anmerkungen

[i] Forbes, Columbus and other Cannibals, p. xv.

[ii] 'Psychisch' wird im ganzen Artikel als Adjektiv von 'Psyche' benutzt, und ohne jegliche parapsychologische Nebenbedeutung

[iii] Forbes, Columbus and other Cannibals, p. 46.

[iv] Forbes, Columbus and other Cannibals, p. xvii-xviii.

[v] C. G. Jung, Nietzsche's Zarathustra, vol. 2, p. 1321.

[vi] Ibid., p. 39.

[vii] Ibid., p. xvi.

[viii] Ibid., p. 24.

[ix] Ibid., p. 49.

[x] Ibid., p. 60.

[xi] Castaneda, The Active Side of Infinity, p. 218.

[xii] Ibid., p. 218.

[xiii] Ibid., p. 218.

[xiv] Ibid., p. 219.

[xv] Ibid., p. 219.

[xvi] Ibid., p. 220.

[xvii] Ibid., p. 220.

[xviii] Ibid., p. 220.

[xix] Ibid., p. 229.

[xx] Bitte lesen Sie Nicht nach Seinem Bilde: Gnostische Vision, Heilige Ökologie, und die Zukunft des Glaubens (in Englisch - AdÜ), von John Lash. Seine Webseite ist: metahistory.org.

[xxi] Forbes, Columbus and other Cannibals, p. 188.

[xxii] Jung, The Symbolic Life, CW 18, par. 1374.

[xxiii] Forbes, Columbus and other Cannibals, p. 153.

[xxiv] Reich, The Mass Psychology of Fascism, p. xvii.

[xxv] Forbes, Columbus and other Cannibals, p. 18.

[xxvi] Ibid., p. 43.

[xxvii] Ibid., p. 52.

[xxviii] Ibid., p. xix.

[xxix] Ibid., p. 49.

Teil Zwei: Vampir-Tintenfischartige Wirtschaft - Eine Fallstudie der voll entwickelten Wetiko-Krankheit

Part Two: Vampire Squid Economics: A Case Study in Full-Blown Wetiko Disease

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Im ersten Teil dieses Artikels habe ich eine psycho-spirituelle Erkrankung der Seele betrachtet, die ich als bösartige Egophrenie bezeichne und die eingeborene Menschen Wetiko nennen - eine Krankheit, welche die evolutionäre Entwicklung unserer Spezies untergräbt. Wetiko / bösartige Egophrenie (bislang als Wetiko bezeichnet) ist nicht-lokal, da sie eine innere Erkrankung des Geistes, der Seele und Psyche ist, die sich selbst auf der Leinwand der äußeren Welt expliziert. Bestimmte Leute, Gruppen von Menschen, Körperschaften oder Nationalstaaten verkörpern und agieren dieses psychische Leiden in der Welt aus. Spezifische Situationen in der Welt wie die Zerstörung des Regenwaldes im Amazonas durch unzählige multinationale Konzerne oder Monsantos Einführung von Terminator-Saatgut zur Erlangung von Kontrolle über die Lebensmittel-Produktion sind sowohl buchstäblich als auch symbolisch reelle Inszenierungen dieses selbstzerstörerischen, inneren Prozesses. Gewisse wirksame Symbole in unserem gemeinsamen Wach-Traum zeigen uns im wahrsten Sinne diese innere, vampirhafte Dynamik - ein verblüffender Prozess, in welchem wir so ausgeblutet werden, dass wir das verlieren was wirklich zählt.

Wenn man Wetiko als eine symbolische Wesenheit ansieht, dann ist das globale Finanzsystem eine Offenbarung dieser Krankheit, die sich bildhaft und schematisch in ihrer Architektur, in ihren Abläufen und im Gesamtkonstrukt präsentiert. Auf diese Weise kann jeder mit einem geübten Auge die verdächtigen Anzeichen und Sporen-Spuren dieser bösartigen Psychopathologie erkennen und wie sie ihr Werk verrichtet. Die Weltwirtschaft (die passenderweise als 'Wetikonomie' bezeichnet werden kann), stellt die angst-basierte, lineare Logik der Wetiko-Erkrankung dar, die alles auf die Quintessenz von Dollars und Cents reduziert. Wir leben innerhalb einer fürchterlichen, abstrakten ökonomischen Struktur, die selbst ein lebendes Symbol und eine Repräsentation des außer Kontrolle geratenen Wahnsinns des Wetiko-Virus ist. Das globale Finanzsystem ist einer der schnellsten Überträger und Pfade, über die das Virus von Wetiko in unserer Welt zur Pandemie wird.

Die Ökonomie als eine Wesenheit ist eine Projektion der kollektiven menschlichen Psyche, doch insbesondere der 'Großen Wetikos', die eine unverhältnismäßige Macht über die Gestaltung dieses Betriebssystems sowie in der Steuerung dieser täglichen Abläufe in der Welt haben. In der Wetikonomie ist Geld unabkömmlich sowohl für unser biologisches Überleben als auch unser psychologisches Wohlbefinden und unser Bedürfnis für soziales Ansehen geworden. Das resultiert in einem Trieb zum Geldverdienen, der fest in den ursprünglichsten Zentren unserer niedrigeren, tierischen Natur verdrahtet wird. Das kann eine Abhängigkeit erzeugen, die leicht in eine Tretmühle führen kann, die sich nach unten in Richtung Degeneration windet - ein wahres 'Ratten-Rennen', in dem wir süchtig danach werden, 'dem Geld' hinterherzujagen, während wir zunehmend den Mammon anbeten (den Gott der Liebe zum Geld. Interessanterweise betrachtete der geschätzte Ökonom John Maynard Keynes die Liebe zum Geld als eine Art von Geisteskrankheit). Unser Bedürfnis nach Geld wird zum 'Haken', durch den Große Wetikos, die das Angebot und den Wert des Geldes kontrollieren, an 'unserer Leine zerren' und die Menschheit manipulieren können. Anders gesagt: die Wirtschaft wird von einigen dirigiert - den 'Großen Wetikos', die dann ihre Schöpfung dazu nutzen, um die kollektive menschliche Psyche zu kontrollieren und sie dadurch beeinflussen und in wetiko-hafter Weise entstellen.

Wenn wir das globale Finanz- und Geldsystem als unsere Fallstudie nutzen, können wir erkennen und verstehen, wie der Wetiko-Virus in der Psyche und in der Welt vorgeht - beides interaktive und co-kreative Reflektionen voneinander. Die Erfindung von Geld war ein Durchbruch in menschlichen Angelegenheiten, eine Innovation, in der es tatsächlichem Reichtum gestattet ist, symbolisch durch etwas anderes re-präsentiert zu sein. Geld ist ein Konstrukt, etwas Erdachtes, das dem Handel von Gütern und Dienstleistungen mit Wert Zweckmäßigkeit verleiht. Das wetiko-erschaffene Fiatgeldystem der Wetikonomie ist jedoch die Tür, durch die eine abartige Verzerrung in diesem kooperativen Prozess des Austausches von Werten zwischen uns auftaucht. Die Fiat-Währung wird nicht von tatsächlichem Wert gestützt, sondern ist eher ein System, in dem wie durch Magie Geld aus dünner Luft heraus erschaffen wird. Da wir durch das Kaninchenloch gefallen sind, leben wir nun in einer Welt, wo Geld sich einfach per Anordnung (Fiat) einer elitären Sippschaft Großer Wetikos materialisiert, welche die von ihnen herbeigezauberten Wertmarken gegen die Zeit und natürlichen Ressourcen jedes anderen eintauschen können. Die Wetiko-Ökonomie ist im Grunde eine legitimierte Falschmünzer-Operation. Die Großen Wetikos benutzen ihre militärischen und polizeistaatlichen 'Vollstreckungs'-Ressourcen, um sicherzustellen, dass andere außerhalb ihres Systems kein Kapital ansammeln und in Umlauf bringen können. Als wäre das nicht schlimm genug, wird mit einem weiteren diabolischen Taschenspielertrick diese virtuelle Fiat-Währung, die durch nichts Reales gestützt wird und keinen intrinsischen Wert in und an sich selbst hat, dann mit Schuld gleichgesetzt. Somit gibt es nichts Schlimmeres. Diese totale Umkehrung unseres Konzeptes von Wert selbst ist ein leuchtendes Symbol in unserer Mitte, das laut schreit, dass mit unserem Finanzsystem etwas fürchterlich verkehrt läuft. Da ist tatsächlich etwas falsch mit einer virtuellen Blasen-Ökonomie, die von der realen Wirtschaft abgekoppelt ist und von den Wenigen auf Kosten der Vielen diktiert und manipuliert wird.

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Die überschuldete Wetiko-Ökonomie ist eine 'Phantom-Gefahr', in der kaum ein realer substanzieller Wert den Besitzer wechselt, außer dem Anschein nach. Anders als eine wirkliche Wirtschaft, die sich auf wahren Reichtum gründet, von diesem gestützt wird und ihn erzeugt, hat die Wetikonomie nur eine phantomhafte Scheinexistenz, da sie keine konventionelle solide, objektive und substanzielle Realität besitzt. Es ist als würden Autoren eines Fantasy-Romans oder eines Märchens versuchen, ihre Schöpfung als Sachliteratur zu 'vermarkten' und zu 'verkaufen'; und wir - die Konsumenten - 'kaufen' es ihnen ab und glauben, es sei wahr. Indem wir kollektiv vorgeben, die Fiktion sei real, haben wir vergessen dass wir ein Massenspiel der 'Phantasie' spielen. Die Blasen-Ökonomie von Wetiko ist ein Schwindel (ein Trickbetrug), ein Konstrukt unseres Geistes, das in jedem Augenblick durch die Überzeugung aufrechterhalten wird, dass das System real, zahlungsfähig und legitim sei.

Eine virtuelle, synthetische Wirtschaft so wie die unsere ist ein erfundenes Produkt des Fieberwahns der Wetiko-Finanziers. Wie in einem kollektiven Traum oder bei einem Massenzauberbann handelt es sich dabei um eine Erfindung, das auf gegenseitig getroffenen Vereinbarungen zwischen den beteiligten Mitgliedern beruht. Die Wetikonomie, in der wir leben, ist ungleich einer freien Marktwirtschaft der Intervention und Manipulation durch die Zentralbank unterworfen - eine Wesenheit, die sich selbst zwischen uns und dem Markt gesetzt hat. Die Agentur der Zentralbank ist in ihren Versuchen, in einen natürlichen, sich selbst regulierenden Marktplatz einzugreifen und diesen zu kontrollieren, ein lebendes Symbol des Wetiko-Erregers und davon, wie dieser ein Lebenssystem zerrüttet.

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Banker = blutsaugende Parasiten
Ebenso wie ein Vampir es nicht ertragen kann gesehen zu werden und daher das Tageslicht um jeden Preis meidet, weil er nur unter dem trügerischen Mantel der Dunkelheit operieren kann, so muss die wahre Natur der Institutionen und Abläufe, über welche die Phantom-Wetikonomie funktioniert, vor dem Licht öffentlichen Bewusstseins verborgen gehalten werden. Die finanziellen Instrumente der Wetikonomie sind bewusst darauf ausgerichtet, unglaublich komplex und schwer verständlich zu sein, um den sich abspielenden Diebstahl zu verstecken und zu verschleiern. Das Verbergen der Realität dessen was sie tun ist eines der 'Hauptmerkmale' der Wetiko-Finanz. Mit Ersetzen von Transparenz durch Undurchsichtigkeit ist es in der Wetikonomie zur Standard-Buchhaltungspraxis geworden, die 'Bücher zu fälschen', um es zu vermeiden, zur Rechenschaft gezogen werden zu können. Wenn alles deutlich erklärt und dem Licht der kollektiven Enthüllung und Transparenz preisgegeben würde, würde das Hütchenspiel und Schneeballsystem, die das globale Finanzsystem IST, als die gigantische und gesetzeswidrige Täuschung entlarvt, die es ist. In einem weiten computergesteuerten Netz elektronischer Überweisungen und kontengestützter Schwindel ist das Weltwirtschaftssystem zu einem irrsinnig aussichtslosen Pyramiden-Schema geworden - ein hochtechnisierter, casino-artiger Betrug. Als eine monströse, den ganzen Planeten umfassende madoff-artige Abzocke, die mit Schall und Rauch durchgezogen wird, gleicht die Wetikonomie einer massiven optischen Täuschung, die von den Großen Wetikos projiziert wird - einem Kader bannwirkender Zauberer, die fast unendliche Ressourcen zur Verfügung haben, um ihre Illusion real erscheinen zu lassen. Die Wetikonomie ist gleich Erscheinungen majestätischer Wolkenschlösser eine magische Vorführung, welche die leichtgläubigen, halbbewussten Massen fasziniert und bezaubert, wobei diese mehr als willens ist, ihre Macht fortzugeben, um ihre Angst zu bezwingen - was auf ihrem kindhaften Bedürfnis nach Hoffnung auf und Glauben an eine Autorität außerhalb ihrer selbst beruht. Dabei handelt es sich um eine rückentwickelte Form magischen Denkens auf der Weltbühne - wie sie im Buche steht.

Auf den ersten Blick erscheint eine optische Täuschung auf eine bestimmte Weise, doch wenn wir sie genauer untersuchen, können wir die Illusion als das erkennen was sie wirklich ist. Wenn dieser großen finanziellen Illusion die Maske heruntergezogen würde und sie kollektiv durchscheinen könnte, würde der zugrundeliegende und tiefgreifende 'Betrug als Geschäftsmodell' - Ansatz zum Betreiben der Weltwirtschaft sich selbst als das geisterhafte Hirngespinst entlarven, das es ist. Wenn sich die scheinbar felsenfesten, gegenständlichen Wolkenkratzer der Wetikonomie erst einmal als Bühnenbild offenbaren, hinter dem sich nichts befindet und das auf immerwährenden Treibsand gebaut ist, reicht es nicht aus, das bloß zu realisieren und nichts zu tun. Es liegt dann in unserer Verantwortung, einen neuen Satz an Vereinbarungen zu erschaffen und zu erträumen - je nachdem, in welcher Beziehung zueinander man stehen wird. Das bereitet den Weg für eine Neukonstruierung des Systems wetikoisierter Kontrollmechanismen, welche mittels erstarrter Vertragsbeziehungen die Wirtschaft in einer körperschaftlichen und wetikoisierten Bahn einfrieren. Die Machtstruktur in einer wetikoisierten Gesellschaft ist inhärent finanzwirtschaftlich anstatt politisch, weshalb politischer Wandel nicht in wirtschaftlichem Wandel resultiert. Es sind die Banken welche die Regierung kontrollieren, nicht andersherum. Wenn unsere kollektive Erkenntnis an Schwungkraft gewinnt, vermag solch ein Prozess des Erwachens in Masse allerdings die Wetikonomie bis auf ihren leeren Kern aufzulösen. Dann wird die Seifenblasen-Wirtschaft zerplatzen und das gesamte künstliche Gebäude - der Betrug - erschwindelter Finanz kollabieren, wie das Kartenhaus, das es ist. Diese Erkenntnis legt die Grundlage für ein besser erhelltes Finanz- und Anlagesystem, das auf wahrer Wirtschaft, einer gesunden Umwelt und der Kultivierung einer humanen menschlichen Zivilisation basiert.

Die untragbare Illusion, welche die Wetikonomie ist, gründet jedoch auf und ist gestützt durch Gewalt oder die Androhung von Gewalt - von einer persönlichen Ebene bis hin zur Kapazität kollektiver Kriegsführung, sowohl sichtbar wie unsichtbar. Die Fähigkeit und der Wille zu töten sind keine Illusion. Aus diesem Grund spielen so viele Menschen bei der Unterstützung und Aufrechterhaltung der Illusion zusammen - weil das Nicht-Mitmachen dabei unweigerlich zu einer Form von Nötigung führt, die eine subtile (oder nicht so subtile) Form von Gewalt ist. In der hoch-unzivilisierten Welt der Wetikonomie geht es um das 'Recht des Stärkeren.' Die Natur des Biestes, mit dem wir es zu tun haben, muss in die Gleichung einberechnet werden, die darauf hinweist, in welcher Form wir kreativ und strategisch darauf reagieren sollen.

Die Wetikonomie ist - um die berüchtigte Phrase des Journalisten Matt Taibbi zur Beschreibung der großen Investment-Bank Goldman Sachs zu nutzen - ein "Vampir-Tintenfisch", der mehr und mehr Reichtum von den Armen und der früheren Mittelklasse absaugt und diesen in die Hände der bereits undenkbar Reichen abfließen lässt und umverteilt. Dieser "große Vampirtintenfisch", um Taibbi zu zitieren, ist "um das Gesicht der Menschheit gewickelt, wobei er unerbittlich seinen Blut-Schlot in alles stopft, das nach Geld riecht." Anders als eine reale Wirtschaft, die Geld erzeugt, zieht und presst die Vampirtintenfisch-Ökonomie, ein weltweites, organisiertes Verbrechersyndikat, Reichtum von der Real-Ökonomie sowie von Menschen wie Ihnen und mir ab. Tatsächlich gibt es eine Kreatur namens Vampyroteuthis Infernalis, die in wörtlicher Übersetzung "Vampirtintenfisch aus der Hölle" bedeutet - ein lebendes Symbol und eine perfekte Beschreibung für Wetikonomen.

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Die Großen Wetikos sind 'Schulden-Dealer', da sie dem zukünftigen Opfer Kredit einspritzen, diesen künstlich vergrößern, aufpumpen und letztendlich den Empfänger vergiften. Je mehr Geld geschuldet wird, desto besser und um so größer ist das Festmahl der Schuldenabschreibung, von dem die Räuber in kannibalistischer Weise zehren können. Je höher die Schulden, desto tiefer sind die Taschen, die sie abgreifen können, und desto mehr Blut gibt es für die Vampire zu trinken. Sie erschaffen VTIS - 'Vampirtintenfisch-induzierte Schulden', deren Opfer ihre Sklaven und vertraglich verpflichtete Diener werden. Wie es in den Sprüchen (22:7) heißt: "Der Schuldner ist Knecht des Verleihers." Die moderne, auf Schuld basierende Wetikonomie ist darauf ausgerichtet, einen exponentiell und stetig anwachsenden Berg an Schulden zu haben, die niemals abgezahlt werden können. Dies ist analog zur Existenz eines unersättlichen Hungers in der Wetiko-Erkrankung, der niemals gestillt werden kann. Das Wirtschaftssystem, das der Menschheit durch die räuberischen Großen Wetikos aufgedrückt wurde, ist eine Perversion der ursprünglichen, gesunden Bedeutung des Wortes 'Öko-Nomie', das die gleiche Wurzel wie das Wort 'Öko-Logie' hat und sich auf die harmonische Führung eines Haushalts bezieht. Die Wetikonomie verarmt und versklavt die große Mehrheit der Menschheit, während sie gleichzeitig die Großen Wetiko-Räuber bereichert - anstatt dass sie Wert und Reichtum schafft, der von allen gemeinsam genutzt werden kann. Große Wetikos sind die 'Anti - Robin Hoods', da sie von den Armen stehlen, um es den Reichen (sich selbst) zu geben. Die Großen Wetikos kaufen alle Vermögenswerte auf, die greifbaren, wahren Weltwert besitzen - wie zum Beispiel Land - im Austausch für ihre fingierte Papiergeld-Währung. Sobald der Tausch abgeschlossen ist und sie sich im Besitz der Dinge von wahrem Wert befinden, können sie die Währung entwerten und abmindern, die mit der Zeit 'wert-los' wird. Die Menschen werden mit leeren Taschen zurückgelassen, während die Großen Wetikos sich zunehmend im Besitz von allem anderen mit Wert befinden. Die Großen Wetikos sind finanzielle Terroristen, die sich aktiv an der Kriegsführung gegen die Menschheit betätigen, wobei sie Waffen finanzieller Massenzerstörung verwenden (WFMZs).

In einer Wetikonomie tritt in der Drehtür zwischen Regierung und Hochfinanz ein perverses Zusammenspiel auf. Das politische System wird eine Front von und eine Erweiterung der Banken. Die Schatzkammer der Vereinigten Staaten bzw. das US-Finanzministerium ist bankrott, was bedeutet, dass es von den Banken besessen wird. Eine internationale Clique von Bankeneliten hat die Oberhand; sie sind diejenigen, welche die Befehle geben und entgegen allem Anschein die Politiker auswählen, welche Machtpositionen besetzen sollen, um nach ihrer Pfeife zu tanzen. Das ist klar ersichtlich an Präsident Obama, der sein Kabinett mit denselben Leuten bestückt, welche die Wirtschaftskrise überhaupt erst geschaffen haben. Sie alle haben enge Insider-Verbindungen mit und Loyalität zu einer korrupten Kabale von hohen Finanziers.

In einer Wetikonomie wie der unseren werden die Großen Wetikos, welche die Wirtschaftskrisen erschaffen, für ihre Handlungen belohnt - sie erlangen unermessliche Reichtümer. Denken Sie an die Bankenrettungen, ein krimineller Raub von historischen Ausmaßen, bei dem die Banken unsere Nation erpresst haben, indem sie eine metaphorische Waffe an die Stirn der Regierung drückten und damit drohten, dass sie die Weltwirtschaft zum Kollaps bringen würden und wir den Ausnahmezustand hätten, wenn wir ihnen nicht das geben was sie fordern. Wir willigten auf Kosten unserer nationalen Souveränität ein. Erwartungsgemäß gab es sehr wenig Rechenschaftspflicht hinsichtlich dessen, wie die Banken dieses Geld verwendeten - und vieles von dem was damit geschah ist noch immer ein Mysterium. Im völligen Gegensatz zu dem, was in einer 'realen' Wirtschaft geschieht, wurde im Rahmen der Bankenrettung Geld in den am wenigsten produktivsten Teil der Wirtschaft investiert und eingesaugt - in das Finanzsystem - und das alles auf die Kosten der Steuerzahler. Die Großen Wetikos erhalten die Beute, und die Risiken und Verbindlichkeiten werden dann der allgemeinen Bevölkerung aufgedrückt, was die Schulden unserer Nation erhöht und fast alle anderen zu 'Leibeigenen' macht. Die unvermeidlichen Sparmaßnahmen, z.B. Einschnitte in Rentenzahlungen oder sozialen Diensten, werden dann direkt den Berufstätigen aufgebürdet. Steuerzahlende Bürger werden dazu gezwungen, die Schulden über Jahrzehnte harter Arbeit und Schufterei abzuzahlen, da sie vertraglich verpflichtete Diener der Bank werden. Wie man so sagt: 'Verbrechen, das sich auszahlt, bleibt.' Wir leben in einer 'Klepto-Plutokratie': unter einer Herrschaft von wirklich reichen Dieben. Wir müssen 'erwachen' gegenüber der Tatsache, dass wir für alles was wir wert sind (aus-)genommen werden.

Das Ergebnis ist die größte Kluft in der Verteilung des Vermögens zwischen den Reichen und den Armen seit kurz vor der Großen Depression von 1929. Dies schafft ene enorme wirtschaftliche Instabilität, eine Situation, welche die Großen Wetikos dann zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen können. Dieser Transfer von Vermögenswerten von der breiten Schicht der Erwerbstätigen und Unternehmer zu den Superreichen ist kein Zufall, sondern er wird gezielt von den kaltblütigen Großen Wetiko-Bankstern und Strippenziehern umgesetzt, die als ein globales Bankenkartell operieren, um so weiterhin ihre Macht und Kontrolle zu zentralisieren. Unglücklicherweise ist das keine Art von verrückter Verschwörungstheorie. Die Beweise sind überall um uns herum und gänzlich sichtbar für jeden, der Augen hat zu sehen. Ein globaler Raubzug ist im Gange; die Großen Wetikos inszenieren einen finanziellen Umsturz mit gewaltigen Ausmaßen direkt vor unseren Augen. Es ist ziemlich symbolisch, dass das einzige Mal, wo Jesus im Neuen Testament richtig sauer wurde, dies in Bezug auf die Geldwechsler geschah. Große Wetikos in Machtpositionen der Hochfinanz, welche die Märkte so manipulieren, dass der Planet seiner Bodenschätze und kostbaren Ressourcen beraubt wird, sind die modernen Piraten geworden, die unter der Menschheit und allen Lebewesen plündern und brandschatzen. Dieser Prozess in der realen Welt ist eine nach außen gerichtete Reflektion des psychischen Putsches, der von dem Wetiko-Erreger in unserer Psyche durchgeführt wird. Das heißt, dass wir einen tiefen Prozess innerhalb unserer selbst erkennen können, während er sich uns in der scheinbar äußeren Welt offenbart. Das zu begreifen bedeutet, spirituell zu erwachen. Denn wir 'erwachen' nicht bloß gegenüber der Tatsache, dass wir ausgeraubt werden, sondern gegenüber der tieferen, traumgleichen Natur unserer Gesamtsituation.

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Die Großen Wetikos lassen nicht nur die Ressourcen von Individuen abfließen, sondern sie saugen auch die wahren Vermögenswerte von Volkswirtschaften ganzer Nationen weltweit ab und bringen diese Ökonomien zu Fall (man denke daran was gerade in Europa geschieht, z.B. in Griechenland und Irland und erst recht in den Vereinigten Staaten). Ein auffallendes Symbol dieses Prozesses ist der IWF (Internationaler Währungsfonds), eine vampirtintenfischartige Wesenheit wie sie im Buche steht. Der IWF ist eine essentiell bankrotte Institution, die von einem Kader von Banken gestützt wird, die meist selber insolvent sind. Der IWF hält stetig Ausschau nach wahren Vermögenswerten, die er verschlingen kann, sodass er seinen unersättlichen von Schulden getriebenen Hunger zu stillen vermag. Wenn ein Land sich selbst in einer schweren finanziellen Notlage befindet (eine Krise, die oftmals durch eine koordinierte kriminelle Intrige finanzieller Terroristen erschaffen wird, die mit dem IWF verbündet sind), dann springt der IWF ein und bietet seine scheinbar segensreiche Hilfe in der Form von Bankenrettungen für das marode Land in der Zeit seiner Not an. Der IWF jedoch plündert und brandschatzt das Land, dem er angeblich hilft. Denn sobald es die 'Hilfe' des IWF akzeptiert, wickelt der IWF das Land durch Übernahme von dessen realen Vermögenswerten zur Rückzahlung des Kredits ab, womit er es zu einer wirtschaftlichen Geisel macht. Jedes Land, welches der IWF einer 'wirtschaftlichen Schocktherapie' unterwirft, wird zu einem Laborexperiment, über die der IWF fortwährend seine finanziellen Waffen weiterentwickelt und perfektioniert. Die Krise in Griechenland ist ein jüngstes Beispiel dieses finsteren Experiments, wie man finanziell ein ganzes Land zu Fall bringt und ihm sein Vermögen entzieht. Die daraus resultierenden Sparmaßnahmen, die dem nun entkräfteten und verkrüppelten Land auferlegt wurden, gleichen einer modernen Form des Feudalismus. Nach Griechenland wurde Irland unter Benutzung derselben Taktiken zu Fall gebracht, und andere Nationen (Portugal, Spanien und Italien - um nur einige zu nennen) befinden sich im Fadenkreuz dieser international organisierten Form finanzieller Kriegsführung.

Während die Wetiko-Infektion im globalen Staatswesen voranschreitet, wird das Weltwirtschaftssystem schrittweise neu konstruiert, um immer effektivere Kontrolle von oben nach unten auszuüben - von den Wenigen über die Vielen, zum Nutzen der elitären Wenigen. Diese äußerst harten wirtschaftlichen Zeiten in denen wir leben, sind unglaublicherweise die Zeiten des größten Gewinns für bestimmte auserlesene Konzern-Konglomerate in der gesamten Geschichte. Sind sich Menschen dieser augenöffnenden und überwältigenden Tatsache bewusst? Es ist aufschlussreich, dass genau die Phrasen, die zur Beschreibung des großen Diebstahls verwendet werden, der sich täglich innerhalb vom und in Form des Weltfinanzsystems abspielt, Begriffe sind, die auf die Psychopathologie der Wetiko-Krankheit besonders zutreffen, wie etwa: 'aggressiver Kreditverkauf', 'Lügenkredite', 'Zombie-Banken', 'Desaster-Kapitalismus', 'finanzieller Terrorismus', 'Monsterkapitalismus', 'Voodoo-Ökonomie' und 'Bandwurm-Wirtschaft' - um nur einige zu nennen.

Das eine, das die Großen Wetikos jedoch am meisten fürchten, ist eine große Anzahl von Menschen, die ihre Farce durchschauen und erkennen können, dass der Kaiser keine Kleider trägt. Wenn genügend Menschen klar sehen, was die Großen Wetikos tun - die gewissenlose Verbrechen gegen die Menschheit im großen Stil begehen, während sie mit unserem planetaren Erbe Roulette spielen - dann wird ihr Spiel aus sein. Dies ist eine nach außen gerichtete Reflektion der Angst des Wetiko-Virus in uns selbst vor dem Gesehen-Werden. Denn sobald der Erreger entdeckt wird, ist er 'aus dem Geschäft'. Das globale Finanzsystem ist eine symbolische Widerspiegelung, welche die psycho-spirituelle Erkrankung von Wetiko 'im Geschäft' freiweg offenbart.

Das Wetiko-Wirtschaftssystem ist ein Bestechungssystem. Die Großen Wetikos geben uns ein winziges Überfluss-Rinnsal ihres übermäßigen Gewinns, den sie unrechtmäßig einheimsen und an dem wir gerne Anteil nehmen. Wir geben dann vor, dass wir 'sauber' seien und nicht mitschuldig an dem systematischen Bösen, das sich abspielt. Wir fallen der selbst-verschuldeten Illusion zum Opfer, dass wir nicht verantwortlich und bloß Opfer des Systems sind. Und dennoch zehren wir zugleich von dem wirklich Bösen des Systems und unterstützen es, während es uns umbringt. Energetisch - auf der Ebene des tieferen, zugrundeliegenden Feldes - zahlen wir einen happigen Preis, wenn wir an diesen Faustischen Pakt mit dem Teufel glauben. Wir erhalten das, was uns als Zuschuss erscheint - die 'Vielfliegermeilen' von Wetiko sozusagen - doch für den ultimativen Preis unseres eigenen Genozids. Ähnlich wie man Süßes von einem Räuber annimmt, bietet der Rausch sofortiger Erfüllung einen augenscheinlichen Kurzzeit-Nutzen auf Kosten unserer Integrität, unserer Freiheit und letztendlich unseres Lebens. Unsere wahre Macht kommt dann, wenn wir unsere Schuld und Mittäterschaft an diesem Prozess erkennen und unsere Verantwortung annehmen, wodurch wir unsere Fähigkeit aktivieren, darauf zu reagieren - was uns die Kraft verleiht, uns anders zu entscheiden und die Dinge zu verändern.

Die Wetikonomie ist sowohl ein Symbol als auch ein Portal, durch das wir den Wetiko-Erreger sehen können, wie er ein lebendes, dennoch krankes, System gestaltet, das aus dem menschlichen Geist entsteht. Wenn wir die Arbeitsweise des Wetiko-Virus in einem System sehen können - sei es das Finanzsystem, das Familiensystem oder in unserem eigenen Selbst - erzeugen wir zugleich einen lebenden Antikörper von Bewusstsein, das die Bösartigkeit von Wetiko neutralisiert. Die Erkenntnis, wie das globale Finanzsystem von dem Wetiko-Virus buchstäblich belebt und gesteuert wird, bedeutet, dass wir in einen erhöhten Bewusstseinszustand geraten, in welchem wir ein wetikoisiertes System von außerhalb sehen können. Wir könnten das nur tun, wenn wir mit gesunden, wetiko-freien Augen zu sehen beginnen und damit uns selbst von dem toxischen System trennen und befreien. Indem wir die Arbeitsweise von Wetiko immer mehr beleuchten, 'unterscheiden wir uns' auch immer mehr davon.

Unser wahres Verschulden liegt bei uns selbst; wir schulden es uns selbst, genauer hinzuschauen, uns selbst zu in-formieren und das Treiben von Wetiko zu durchschauen. Wir können entdecken, wie Geld als Werkzeug genutzt werden kann, das uns hilft, wahren Überfluss zu kultivieren und miteinander zu teilen. Der Ertrag unserer Investition von Aufmerksamkeit wird wahrhaft die vernachlässigte Real-Wirtschaft anspornen und ferner tiefergehende Ebenen von Klarheit anregen. Das erlaubt es uns, jenen Ort in uns selbst anzuzapfen, der vom Wetiko nicht verschmutzt ist, und durch welchen wir das System bewusst aushebeln und zu unserem kollektiven Vorteil neu gestalten können - was bedeutet, zum Nutzen für alle. Hierin liegt unsere Macht, die Wetiko-Seuche zu überwinden und dabei eine Welt zu bauen, die für jeden funktioniert.

Ich möchte Catherine Austin Fitts von Solari.com für unsere vielen Jahre des Austauschs über die Integration spiritueller und wirtschaftlicher Phänomene danken. Für eine exzellente, detaillierte Fallstudie über Wetikonomie besuchen Sie bitte Catherines Dillon, Read and Co. Inc. and the Aristocracy of Stock Profits.
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Teil Drei: Lasst uns das Wort verbreiten: Wetiko

Im ersten Teil dieser Serie haben wir die Idee einer psycho-spirituellen Erkrankung der Seele betrachtet, die über die ganze Geschichte der Menschheit hinweg verheerenden Schaden angerichtet hat und die von amerikanischen Ureinwohnern als Wetiko bezeichnet wird. In Teil Zwei haben wir Ermittlungen angestellt, wie der Wetiko-Erreger ein lebendes System stört und durcheinander bringt, wobei wir das Weltfinanz-System für unsere Fallstudie verwendet haben. Der Wetiko-Virus ist wie ein Parasit, der sich buchstäblich von dem infizierten System nährt, es übernimmt und es von seiner Bahn ablenkt bzw. seine Währung aus dem Gleichgewicht bringt. Der Wetiko-Erreger manifestiert sich ursprünglich als eine Störung im Feld des kollektiven Unbewussten der Menschheit selbst und erschafft damit die psychischen Kraftlinien, über die Welt-Ereignisse erstehen und energetisiert werden. Der Ursprung dieser ansteckenden Krankheit ist innerhalb der Psyche zu entdecken (bitte lesen Sie meinen Artikel Es ist alles in der Psyche - auf Englisch, AdÜ). Aufgrund seiner psychischen Natur dient uns Wetiko dabei, die psychologischen Fundamente dieses Virus zu verstehen, was bedeutet, wie es sich auf unsere tagtäglichen Beziehungen und unser Leben auswirkt. Wir beginnen den Erreger zu 'sehen', wenn wir 'seine' psychologische Signatur in uns selbst sowie in anderen in den Blick bekommen und erkennen. Die Tatsache, dass die Quelle des Wetiko-Keims sich innerhalb der Psyche befindet, bedeutet, dass die Medizin für diese Krankheit ebenfalls in der Psyche verborgen liegt.

Wetiko-Psychose befindet sich an genau der Wurzel der Unmenschlichkeit der Menschheit sich selbst gegenüber in all ihren unterschiedlichen Formen. Als eine Spezies müssen wir einschreiten und uns an unserer eigenen spirituellen und psychologischen Evolution beteiligen. Das heißt, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf dieses 'Thema der Themen' richten und uns darüber Gedanken machen müssen, bevor dieser bösartige Wahnsinn uns zerstört. Bis zu diesem Punkt in unserer Geschichte wurden wir zu leicht von den Tricks des Wetiko-Virus abgelenkt. Die Krankheit selbst fordert nun, dass wir ihr Aufmerksamkeit schenken - oder sie wird uns umbringen. Ihre Heilung ist das dringlichste und grundlegendste Problem, dem wir uns heute gegenübersehen. Der Autor und Umweltaktivist Derrick Jensen schreibt in seinem Vorwort zu Jack D. Forbes Buch über die Wetiko-Psychose Folgendes: "Columbus und andere Kannibalen ist, denke ich, das wichtigste Buch das jemals über eines der wichtigsten Themen geschrieben wurde, dem sich menschliche Wesen je gegenübersahen: warum ist die vorherrschende Kultur so entsetzlich, erbarmungslos, irrsinnig, völkermörderisch, umweltmörderisch, selbstmörderisch zerstörerisch?"[i] Der Historiker Arnold Toynbee verweist darauf, dass eine Zivilisation nicht an einer Invasion von außen stirbt. Doch wenn sie keine Kultur schafft, welche die Evolution des kreativen Geistes nährt, begeht diese Zivilisation unweigerlich Selbstmord. Als wäre sie besessen, schlafwandelt unsere Zivilisation wie in Trance in einem Todesmarsch unserem eigenen Untergang entgegen. Die dringlichste und unausweichlichste Frage unserer Zeit ist nicht bloß 'warum?', sondern noch drängender: wie können wir diesen scheinbar außer Kontrolle geratenen, selbstzerstörerischen, versessenen Teil unserer Selbst aufhalten?

'Psycho'-Analyse

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Der Ursprung von Wetiko ist die menschliche Psyche. Psychologisch gesprochen befindet sich Schatten-Projektion an der Wurzel der Wetiko-Krankheit. Schatten-Projektion ist ein Prozess, in dem wir uns von unserer eigenen Finsternis abgespalten haben und diese nach außen auf andere projizieren. Es ist unser fehlgeleiteter Versuch für eine 'Endlösung' des Problems des Bösen in uns selbst, der uns in Wahrheit unserer Fähigkeit beraubt, Böses handhaben zu können. Das Projizieren des Schattens öffnet der vampirischen Wesenheit des Wetiko die Tür und lädt sie ein, sich in den intimsten Räumen unserer Psyche häuslich einzurichten. Es geschieht durch die Dynamik der Schatten-Projektion, über die der Wetiko-Erreger sich in unsere Psyche einhakt und sich dort verankert, und von wo er sich dann die ausführende Funktion der Psyche zu seinen eigenen Zwecken dienstbar machen kann. Wenn wir den Schatten projizieren, werden wir unwissentlich zu einem Kanal des Bösen, das uns von hinten besetzen kann, unterhalb unserer bewussten Wahrnehmung, und sich selbst durch uns ausagieren kann. Wenn wechselseitige Schattenprojektionen zwischen Individuen, Gruppen oder Nationen bestehen, tätigt jede Seite eine unbewusste Investition in die andere Seite, damit diese das projizierte Böse auslebt. So können erstere sich ihrer eigenen selbstgerechten Unschuld versichern - eine Dynamik, die selbst-verstärkend wird und stetig die Polarisierung in diesem Bereich nährt. Schattenprojektion, die sich kollektiv en masse auf der Weltbühne abspielt, ist eine äußere Reflektion des ursprünglichen Prozesses in uns selbst - bezüglich unseres um-nacht-eten Bemühens, unsere eigene Dunkelheit auszulöschen (bitte lesen Sie hierzu meinen Artikel Schattenprojektion: Der Treibstoff für Krieg - Englisch, AdÜ). Wenn Schattenprojektion in Masse geschieht, ist es als ob der Archetyp des Bösen unterirdisch seine giftige Radio-Aktivität ausstößt, durch das geteilte Unbewusste des Kollektiven, und sich kollektiv in Form destruktiver psychischer Epidemien manifestiert.

Bei Schattenprojektion versuchen wir, den inneren Zustand, der uns einst unsere Machtlosigkeit verkündet hat, zu meistern und Macht über ihn zu erfahren - nicht durch Bewusstwerdung darüber, sondern durch unbewusste Identifizierung mit, Werdung zu und Ausagieren der Macht, im Außen Zerstörungen anzurichten. Das unbewusste Ausleben entfesselter Macht ohne Schranken ist unsere perverse Art der Verteidigung gegen den inneren Durchbruch von Gefühlen der Hilflosigkeit. Die Räumung und Verlagerung unserer inneren Dunkelheit außerhalb unserer selbst durch Dämonisierung des 'Anderen' schützt uns scheinbar davor, unsere Verwundbarkeit und unseren Schmerz zu fühlen. Unsere innere Unruhe über unsere existentielle 'Macht zu sein' versucht sich selbst zu zerstreuen mithilfe der Macht, frei von Einschränkungen zu handeln. In einem unmittelbaren Ausdruck unseres entmachteten inneren Zustandes, übersteigt unser unbewusstes Ausagieren nicht das Bedürfnis nach zwanghafter Wiederholung, sondern bestätigt dieses vielmehr. Der Modus Operandi von Wetikos, ihr M.O., beginnt damit, alles zu entwurzeln und abzutöten, das sich zart, verwundbar und in sich selbst lebendig anfühlt. So morden sie systematisch alles und jedes in sich selbst, das möglicherweise das Eis, das ihr Herz umschließt, zum Schmelzen bringen oder einen Riss darin erzeugen könnte.

Da vollentfaltete Wetikos Seelenmörder sind, die fortlaufend den andauernden Prozess der Tötung ihrer eigenen Seele wiedererschaffen, stehen sie reflexartig unter dem Zwang, anderen dies anzutun; was die Seele sich selbst antut, muss sie auch anderen antun, da sie nicht anders kann. In einer pervertierten Verkehrung der Goldenen Regel, das heißt statt andere so zu behandeln wie man selbst behandelt werden möchte, tun Wetikos anderen das an, was man ihnen angetan hat. Der Wetiko ist einfach eine lebende Verknüpfung in einer zeitlosen, vampirischen Erblinie des Missbrauchs. Voll ausgewachsene Wetikos veranlassen andere dazu und erträumen, dass diese erfahren, wie es ist, der Teil von sich selbst zu sein, von dem diese sich abgespalten und den sie verneint haben - welchen sie somit nicht bewusst zu erfahren in der Lage sind: jenen Teil von sich selbst, der missbraucht und vampirisiert worden ist. Indem sie das ausspielen, senden und übermitteln Wetikos ihren eigenen verdorbenen Zustand von innerem Tod an andere - in einer perversen Form des Versuchs, mit ihrem eigenen Leiden umzugehen. Paradoxerweise versuchen Wetikos das Licht anderer zu zerstören, da es sie an das erinnert, was sie in sich selbst abgetötet haben; und gleichzeitig versuchen sie sich dieses Licht anzueignen.

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Die Wetiko-Erkrankung ist eine Äußerung der überzeugenden Illusion einer separaten Welt, die außer sich geraten ist. Voll ausgewachsene Wetikos, die von den ihnen innewohnenden projektiven Tendenzen ihres eigenen Geistes verhext wurden, tun unbewusst genau das, worauf sie reagieren und das sie anderen Menschen anlasten. Durch das Projizieren des Schattens auf andere werden sie andere dafür beschuldigen, den Schatten auf sie zu projizieren. Um ein extremes, aber prototypisches Beispiel zu nutzen: es ist als ob jemand schreit, dass Sie ihn töten, während er Sie tötet. Wenn ihr Wahnsinn ihnen zurückgespiegelt wird, glauben sie, dass es der Spiegel sei, der wahnsinnig ist. Da sie unter einer Art psychischer Blindheit leiden, die sich selbst als Weitsicht erachtet, projizieren voll entfaltete Wetikos ihre eigene unbewusste Blindheit nach außen und stellen sich vor, dass andere diejenigen sind, die nicht sehen - anstatt sie selbst. Beeinflusst von der wahnsinnigen, sich selbst erhaltenden Logik der Angst und Paranoia fürchten jene, die von der Krankheit übernommen wurden, dass sie in Gefahr sind, attackiert und beherrscht zu werden, wenn sie nicht andere angreifen und über sie herrschen. In ihrer verschachtelten, verqueren, makellosen Unlogik re-agieren Wetikos auf ihre eigenen Projektionen in der Welt als würden diese objektiv existieren und von ihnen getrennt sein. Dabei denken sie, dass sie selbst nicht mit der Erschaffung dessen zu tun haben, worauf sie reagieren (bitte lesen Sie dazu den Artikel Apartizipatorisches Wahnsyndrom (ATS) - in Englisch, AdÜ). Jemand der von dem Wetiko-Erreger vollends übernommen wurde ist wie ein Kätzchen, das endlos auf sein Spiegelbild in einem Spiegel reagiert, als ob es sich dabei um ein anderes Kätzchen außerhalb seiner selbst und anders als es selbst handelte. Das Böse, das wir in den voll entfalteten Wetikos sehen können, ist eine Spiegelung unseres eigenen Bösen; wenn wir das nicht erkennen, werden wir einfach unseren Schatten auf sie projizieren. Wir tragen dann Schuld an genau derselben Sache (Schattenprojektion), auf die wir essentiell reagieren und derer wir sie beschuldigen.

Der Ausdruck 'wetiko' ist ein Begriff der Cree (windigo in Ojibwa, wintiko in Powhatan), das sich, um Forbes zu zitieren, auf "eine böse Person oder Geist, der andere Kreaturen mithilfe entsetzlich schlimmer Handlungen terrorisiert"[ii] bezieht. Wetikos sind menschliche Instrumente für den transpersonellen 'Geist des Bösen', um die Welt zu terrorisieren. Bei der Wetiko-Erkrankung werden wir unwissentlich als Fußsoldaten in den Krieg nicht 'gegen', sondern 'des' und 'für' Terror eingezogen. Der Wetiko-Parasit erntet die Emotionen von Angst und Schrecken ab und nährt sich von ihnen. Terror ist die Essenz dieser hinterhältigen, 'miss-brauchten Unlogik'. In der Wetiko-Erkrankung nimmt die Psyche den 'Terror', der sie von innen heimsucht; und in ihren Versuchen ihn zu meistern, wird sie unwissentlich von ihm übernommen, womit sie ein Instrument des Terrors in der Welt wird. Wir sind dann zu dem geworden, wovor wir uns am meisten fürchteten: 'Kreaturen der europäischen Alptraumwelt', während wir uns selbst sowie die Welt im Ganzen psychologisch terrorisieren. Wetiko ist der Keim, der die Erfahrung des Terrors in unserem eigenen Geist und draußen in der Welt nährt - wobei er eine seiner prominenteren Manifestationen in unserer heutigen Welt anheizt: den 'Globalen Krieg gegen den Terror.'

Ein Frankenstein-Monster erwacht zum Leben

Wetikos leiden an etwas, das als 'Pseudologia Phantastica' bzw. pseudologische Mythomanie bezeichnet werden kann - eine Form der Hysterie, die sich durch das Talent auszeichnet, die eigenen Lügen zu glauben. "Lügerei", so schreibt Forbes, "könnte in Wahrheit einen Schlüsselstrang in der gesamten Epidemiologie des Wetikoismus repräsentieren."[iii] Voll entfaltete Wetikos werden sich selbst zu Fremden, da sie sich selbst täuschen, indem sie die Propaganda ihrer eigenen Lügen glauben. Wetikos müssen ihre Lebenskraft beständig in Selbstlügen investieren, während sie sich selbst damit narren, dass sie das nicht täten - eine Version, die George Orwell als 'Doppeldenk' bezeichnet hat. Da sie an Gedächtnisverlust leiden, haben sie vergessen, was es heißt, sich zu erinnern; und durch 'Besiegelung' des Vertrags haben sie vergessen, dass sie vergessen haben. Im Endeffekt haben sie ihren Geist zwiegeteilt. Das Verfallen in den Zustand des Leugnens - wobei sie abstreiten, dass sie sich im Zustand des Leugnens befinden - wird zu einem Prozess, dem sie sich um jeden Preis opfern, sonst würde ihr Lügengewebe zerplatzen. Alles was ihre pervertierten Sachlagen bedroht, muss zerstört werden. Indem sie sich vor ihrer Lüge verstecken, verbergen sie sich essentiell vor sich selbst - und das ist reiner Wahnsinn.

Anstatt dass sie vom und aus einem Bewusstsein der Psyche heraus leben, vermeiden ausgewachsene Wetikos stetig Bewusstheit der Psyche - ein Gewohnheitsmuster, das zu ihrem inneren Kompass und ihrer fortlaufenden Standardeinstellung wird: ihr Modus Operandi. Indem sie Zuflucht nicht 'in', sondern 'von' sich selbst nehmen, laufen Wetikos kontinuierlich vor sich selbst davon und kreiseln endlos im Hamsterrad von Samsara herum. All ihre Energie wird dafür eingesetzt, ihre Selbsttäuschung und das Blendwerk für andere am Leben zu erhalten. Ihr Wille wird dem Verschleiern der Wahrheit dessen was sie tun gewidmet - eine Wahrheit, die sie endlos verfolgt, während sie fortlaufend die Beziehung zu sich selbst vermeiden. Wetikos werden mit der Vollzeitbeschäftigung vermählt, sich selbst immer einen Schritt voraus zu sein - ein Prozess, der, sobald er erst in Fahrt kommt, eine scheinbare Autonomie erlangt, die selbst-erzeugend ist (bitte lesen Sie den Artikel Autonome Komplexe - in Englisch, AdÜ). Wenn dieser innere Prozess voranschreitet, gewinnt er Herrschaft über ihre Psyche, so als wäre ein selbst-erschaffenes Frankenstein-Ungeheuer fleischgeworden zum Leben erwacht. Die Wetikos haben dann bereits ihren eigenen science-fiction-haften Alptraum erschaffen, mit sich selbst in der Hauptrolle. Sobald er erschaffen ist, entwickelt ein Geist-Virus wie Wetiko - ebenso wie ein Frankenstein-Monster - ein scheinbares Eigenleben in Unabhängigkeit von seinem Erschaffer. Es hält dann seinen Erschaffer als Sklaven, der unfähig ist, der außer Kontrolle geratenen hausgemachten Hölle zu entrinnen.

Über den vom Wetiko-Virus Besessenen schreibt Forbes: "solch eine Person kann nicht authentisch sein. Solch eine Person ist nicht nur ein Kuppler, sie ist quasi auch ein Geist - eine bloße Imitation einer Person."[iv] Wetikos werden sich selbst gegenüber unwirklich - eine Simulation ihrer selbst. Zweigespalten werden sie schizoid und sind von sich selbst abgetrennt, wobei die Dualität sich scheinbar selbst als regierende Logik im Kern ihres Wesens etabliert hat. Verschiedene Teile der Person, die vom Wetiko übernommen wurden, werden zergliedert - wobei keines mit dem anderen oder mit dem Ganzen verbunden ist. Dieser Prozess der inneren Fragmentierung dient dazu, vor den Wetikos zu verbergen, was sie sich selbst antun, wobei diese selbst zu ihrem eigenen niemals endenden 'Cover-Up' werden. Diese psychologische Dynamik wird am Laufen gehalten durch die Furcht vor dem Schmerz, den die Betrachtung und Kontemplation der Arten von Vermeidung erfordern würde, die sie erschaffen, um sich selbst vor dem zu schützen, was sie nicht wissen wollen. Und dennoch, so schmerzhaft es auch ist, besteht die einzige Möglichkeit der Freiwerdung von diesem bösartigen Leiden darin zu erkennen, was sie sich selbst antun.

© Carl Hanser Verlag
Wetikos können die menschliche Persönlichkeit psychopathisch (und somit toxisch) perfekt nachahmen. Sofern es ihrer Agenda dient, können sie unglaublich überzeugend sein und selbst so tun, als ob sie normale, einfühlsame, politisch korrekte menschliche Wesen seien. Sie sind jedoch unfähig, emotional die Bedeutung zu erfassen, die den von ihnen zur Schau gestellten Gedanken und Gefühlen innewohnt. Es mangelt ihnen an Einsicht, worin sie sich von anderen unterscheiden - denn sie unterscheiden sich nicht darin von anderen so wie sie diese sehen. Sie sind geschickt darin, Liebe und Hingabe vorzutäuschen - als würden sie eine Person imitieren. Da sie sich selbst als jemand anderes ausgeben, ist ihre Existenz eine wahre Parodie des Lebens. Sie können nicht zwischen ihren nachgeahmten (Pseudo-)Reaktionen auf Liebe, Reue etc. und den wahrhaft gefühlten Reaktionen einer gesunden Person unterscheiden.

Voll entfaltete Wetikos sind emotional verkrüppelt, da ihre Gefühle auf die primitiven, archaischen Emotionen von Ärger, Frust, Gefühllosigkeit und Wut begrenzt sind. Da sie an einer schweren Störung des Fühlens leiden, in der sie sich selbst nicht gestatten können, bewusst zu fühlen, pendeln sie typischerweise zwischen Dumpfheit und Raserei. Weil sie auf ihre eigene begrenzte und myopische (kurzsichtige, AdÜ) Sichtweise fixiert sind, fehlt es ihnen an der Fähigkeit, sich selbst so zu sehen wie andere sie sehen. Trotz gegenteiliger Beteuerungen besitzen sie weder Empathie noch Mitgefühl. Sie können die Welt nicht aus der Sicht anderer sehen, bloß aus ihrer eigenen. Hannah Arendts Meinung zufolge ist dies das Hauptmerkmal dessen, was sie die "Banalität des Bösen" nennt. Wetikos sehen andere nicht als autonome unabhängige Wesen, sondern eher als Schachfiguren, die sie für ihre eigenen selbstsüchtigen Zwecke benutzen können. Als Objekte, die zum eigenen narzisstischen Vorteil anstatt zum Selbstzweck zu manipulieren sind, anstatt sie als Subjekte mit einem eigenen intrinsischen Wert und gültigen Sichtweisen anzusehen. Weil sie die Verbindung zu ihrer eigenen Seele verloren haben, können sie weder die Bitten anderer vernehmen noch die Seele in ihnen erkennen. Sie weigern sich, den Schaden zu sehen, den ihr Handeln anderen zufügt. Denn das würde ihr über-positives, aufgeblähtes narzisstisches Selbstbild verletzen, das sie davor schützt, ihre Gefühle von Scham und Schuld bewusst fühlen zu müssen (lesen Sie mehr über Bösartigen Narzissmus - in Englisch, AdÜ). Ihre scheinbare Unfähigkeit, ihre Schuld bewusst zu durchleben, belebt weitere Schattenprojektion, welche den Wetiko-Erreger mittels einer ständig sich selbst-erzeugenden Rückkoppelungs-Schleife nährt. Unwillens, ihre Schuld zu erleben, haben Wetikos Angst davor, entlarvt und erkannt zu werden, was eine äußere Widerspiegelung des Schreckens ist, den der Wetiko-Parasit in uns fühlt ob der Gefahr, potentiell ausgeleuchtet zu werden.

Wir fühlen insgeheim ein Gefühl von Schuld, wenn wir Schattenprojektion betreiben, da wir im Innern wissen, dass wir nicht integer handeln. Dieses Empfinden von Schuld ist genau das Gefühl, von dem wir uns abspalten. Unsere Schuld gestattet uns nicht, diese zu fühlen - das ist es, wessen wir uns insgeheim schuldig fühlen. In dem Ausmaß, in dem wir nicht bewusst unsere Schuld durchleben, geraten wir in eine unendlich andauernde Zwickmühle, wo wir unsere Schuld und Dunkelheit nach außen projizieren, was nunmehr genau jene Sache am Leben erhält, derer wir uns schuldig fühlen - ad infinitum.

Große Wetikos[v] werden nie wissen welchen Schaden sie angerichtet haben oder nie gezwungen werden, damit ins Reine zu kommen - denn oftmals finden sie sich selbst in der privilegierten Position der Sieger, welche die Geschichte nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten umschreiben. Viele Historiker unserer Gesellschaft - selbst vom Wetiko-Virus infiziert - verherrlichen aggressives und ausbeuterisches Verhalten und kategorisieren jene als 'primitiv' und 'zurückgeblieben', die andere nicht gewaltsam 'erobern', womit sie subtil und unterschwellig die jungen Menschen einer Gehirnwäsche in der Tradition der Welt des Wetiko unterziehen.

Das Selbstzerstörerische Böse des Imperiums

Als Feldphänomen drückt sich Wetiko-Psychose nicht bloß individuell aus, sondern ihre nicht-lokalen Tentakel manifestieren sich kontinuierlich und kollektiv im gesamten tieferliegenden Bewusstseins-Feld. Die vielköpfige Hydra, welche die kollektive Wetiko-Psychose ist, materialisiert sich selbst in Familien, Gruppen, Nationen und in ganzen Spezies so wie unserer. Wetikos 'Staatswesen' besitzt ein intrinsisches und nachdrückliches Bedürfnis für Zentralisierung von Macht und Kontrolle, das von der Orientierung an konzern-getriebenen Gewinnen angefacht wird. Forbes schreibt über das Monstrum des sich stetig ausbreitenden Imperiums: "Imperialismus und Ausbeutung sind Formen des Kannibalismus, und es handelt sich dabei in der Tat um jene Formen von Kannibalismus, welche die diabolischsten oder schlimmsten sind"[vi]. Als 'Front' für den darunterliegenden Wetiko-Virus ist der militärisch-industrielle-kriminelle Komplex mit seinem ultimativen, selbstzerstörerischen, eingebauten Bedürfnis nach endloser Ausdehnung gleich einem systematischen Ausreißer in kybernetischer Theorie. Das Frankenstein-Monster des sich immer vergrößernden Imperiums ist wie eine Ausreißer-Lokomotive, die an Geschwindigkeit gewinnt und sich dem Ereignis-Horizont ihres unvermeidlichen Kollapses nähert, und all das unter dem irreführenden Banner von 'Fortschritt.' Währenddessen zerstört dieser 'Fortschritt' Menschen, Familien, Gemeinschaften und potentiell die Biosphäre selbst, von der menschliches Leben abhängt. "Wetikos", so Forbes, "haben ihren Satan zu den vier Enden der Welt gebracht und sie haben ihn zu ihrem Gott gemacht."[vii]Das Böse ist wie ein Krankheitserreger, der in ein System eintritt - sei es ein Individuum, ein Nationalstaat oder Welt-System - und er beutet das System aus, wobei er es aus dem Gleichgewicht reißt. Solche Störungen können etwas Gesundes, wie etwa den Drang sich fortzupflanzen, in etwas Böses umwandeln - den Trieb zu vergewaltigen. Etymologisch hängt die Bedeutung des Wortes 'böse' mit 'Exzess' zusammen, sowie mit dem 'Überschreiten von Grenzen'. Voll-entfaltete Wetikos sind Vergewaltiger der menschlichen Seele. Das Wort 'Vergewaltigung' stammt, etymologisch gesprochen, von Worten ab, die soviel bedeuten wie: zu überwältigen, hinzureißen, einzumarschieren, zu usurpieren, zu plündern und zu stehlen - alles Merkmale von jemandem, der von dem Wetiko-Virus übernommen worden ist.

Die Wetiko-Erkrankung ist ein sich selbst verschlingendes Betriebssystem, von dem nichts unbehelligt bleibt. Es ist ein lebendes Todesurteil, das, wenn ihm nicht Einhalt geboten wird, alles innerhalb seines Herrschaftsbereichs zerstört - einschließlich sich selbst. Die Wetiko-Psychose garantiert, dass alles auf seinem Altar von Tod und Zerstörung geopfert wird. Aus einer galaktischen Perspektive betrachtet ist unsere planetare sogenannte 'Zivilisation' ein lebender und um sich greifender Ausbruch von Wetiko-Psychose, der nicht nur seinen menschlichen Wirt zu zerstören droht, sondern auch die gesamte planetare Biosphäre, die das Leben auf der Erde möglich macht. Von Wetikos unbändigem Hunger sprechend führt Forbes an:
"Sein unersättlicher, räuberischer Appetit wird ihn dazu bringen, sich buchstäblich selbst zu verzehren."[viii]
Forbes fährt fort:
"Die Vergewaltigung einer Frau, die Schändung eines Landes und die Vergewaltigung eines Volkes - sie sind alle das gleiche... Brutalität kennt keine Schranken. Perversion kennt keine Grenzen. Arroganz hat keinerlei Beschränkung. Gelüste haben kein Ende. Diese Merkmale tendieren alle in Richtung eines Extrems zu drängen und bewegen sich stetig vorwärts, sobald die anfängliche Infizierung einsetzt."[ix]
Wenn sie unbehandelt bleibt, ergreift diese psychische Infektion graduell Besitz vom Wirt des Wetiko, wobei sie sein Herz verdirbt und ihr psychisches Staatswesen von innen her vergiftet. Gleich dem Virus des Bösen, das sich in der Seele in graduellen, unmerklichen Schritten verständlich macht, wird diese Leukämie des Bösen an einem gewissen Punkt unumkehrbar, womit sie unweigerlich zur Zerstörung ihres Wirtes führt. Die krankhaften Auswirkungen des Wetiko-Virus innerhalb eines Individuums sind eine mikrokosmische, fraktale Widerspiegelung der kollektiven, makrokosmischen Dynamiken der Erkrankung; wie Wetiko in jedem von uns wirkt wird mit erstaunlicher Perfektion synchronistisch darin gespiegelt, wie es sich im gesamten größeren Staatswesen auslebt.

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Von einer psychischen Impfung nicht behelligt, ist die Erkrankung fortschreitend - gleich einer um sich greifenden Sucht - und sie verschlimmert sich daher mit der Zeit. Forbes schreibt:
"Die Wetikos haben Ägypten und Babylon, Athen und Rom sowie Tenochtitlan zerstört; und vermutlich werden sie nun die gesamte Erde zerstören. Doch weder der 'Junkie', der sich für einen Schuss Heroin nach Geld umschaut, noch die Kapitalisten, die die Amazonischen Regenwälder für ihre eigenen großen Gewinne zerstören, sind in der Lage, ihr eigenes schädliches Verhalten zu beenden."[x]
Wetikos können sich nicht selbst helfen. Da sie an einem Zwang zur Zerstörung leiden, werden sie - sich selbst überlassen - ihr selbstmörderisches Verhalten nicht einstellen können. Weil sie ihre innere Freiheit verloren haben, mangelt es ihnen ganz und gar an Optionen.

Indem sie sich selbst hypnotisiert haben, sind Wetikos im Grunde gesagt zu ihren eigenen Opfern geworden. Gleich einer Kassette arbeitend, die sich selbst in endlosen Wiederholungen zurückspult, ist ihre Selbst-Hypnose immerwährender Vorwegnahme der Erwartung von der nagenden Angst vor der Konfrontation und dem Umgang mit dem was sie tun geweiht - sowohl bei sich selbst und bei anderen. Wie die Versuchsperson eines Meister-Hypnotiseurs wird ihre Aufmerksamkeit gedämpft, geschmälert sowie auf ihre begrenzte und spezifische Sicht eingeschränkt. Ab einem bestimmten Punkt wird die Wetiko-Erkrankung vollkommen verinnerlicht, dass die von ihr heimgesuchte Person - als würde sie ihren ursprünglichen traumatischen Moment zwanghaft wiederholen - Augenblick für Augenblick ihre eigene Psychose nachbildet, ohne dass es überhaupt einen äußeren Stimulus gäbe. Indem sie sich unbewusst mit dem Aggressor identifiziert haben, werden sie ihr eigener Täter, Polizeistaat und Kontrollsystem. Ihr pathologischer innerer Zustand prägt ihre Handlungen der äußeren Welt auf. Das wird der Kanal, über den ihre verwüstete innere Landschaft sich selbst auslebt und eine verkörperte Form annimmt.

Als innere Krankheit der Seele ist Wetiko einzigartig darin, dass es sich dabei um eine Grenzen auflösende Erkrankung handelt, wobei die Abgrenzung zwischen dem Inneren und dem Äußeren, zwischen Träumen und Wachen einstürzt. Wetiko materialisiert sich selbst nicht-lokal in, als und durch das Medium der äußeren Welt, welche zur Leinwand für seine vollmundige Offenbarung seiner selbst wird. Wetiko prägt die Ereignisse in der Welt nicht-lokal, verleiht ihnen Form und konfiguriert sie, so dass es sich synchronistisch selbst zum Ausdruck bringen kann - was bedeutet, dass wie in einem Traum Ereignisse in der äußeren Welt symbolisch eine innere, psychologische Situation ausdrücken (bitte lesen Sie meinen Artikel Die Welt ist Psyche - in Englisch, AdÜ). Wetiko ist nur dann zu 'sehen', wenn wir mit unserer buchstabengetreuen Interpretationsweise unserer Erfahrung aufhören und mit symbolisch inspiriertem Bewusstsein zu schauen beginnen. Gleichzeitig kann Wetiko selbst der Antrieb zur Erweiterung unseres Bewusstseins werden und dass wir erkennen, dass die Welt selbst eine sich ständig entfaltende, lebende Offenbarung ihrer selbst ist, die in symbolischer Weise spricht - was die Sprache von Träumen ist.

Ein(e) Kult(ur) des Wahnsinns

Menschen müssen von ihrer spirituellen Krankheit geheilt werden, bevor sie eine gerechte Gesellschaft aufbauen können. Forbes sagt:
"Sich an die Wetiko-Kultur anzupassen, bedeutet wahnsinnig zu werden."[xi]
Es ist keine große Leistung, sich an eine wahnsinnige Kultur anzupassen und von ihr sowie in ihr als normal erachtet zu werden. Die Kultur von Wetiko treibt die systemische Zerstörung des menschlichen Herzens voran, die - wenn sie vollständig verinnerlicht wird - uns entfremdet von allem, was in uns ist und nur das bewahrt, was die Bedingungen für das Systems reproduziert.

Indem wir die Werte unserer Unterdrücker jedoch annehmen, stellen wir den Fortgang unserer eigenen Entmenschlichung sicher. Das System ist darauf ausgerichtet, eine Falle zu sein. Um Forbes zu zitieren:

"
Eine Person, die von Wetikos unterdrückt wird, nimmt die Werte von Wetikos an, wenn sie in der Position 'aufsteigt'. Die Wetikos haben ihn gut unterrichtet, doch sie haben ihn falsch gelehrt."[xii]
Große Wetikos lernen, jede Situation zu ihrem Vorteil auszunutzen und opfern alles in sich selbst, was dieses Motiv nicht voranbringt. Forbes kommentiert, was die Entwicklung zu einem "Großen Wetiko" anbelangt,
"bedarf es eine Menge Schulterklopfen, Hinterhältigkeit, Zutrinken und Manövrieren. Es bedarf auch der Korrumpierung anderer junger Männer (und Frauen), die ihrerseits in das System eingezogen werden."[xiii]
Zu dem Thema wie "unglaublich leicht" es ist, in unserer Gesellschaft zum Wetiko zu werden, wegen all der Vergünstigungen und Anreize, schreibt Forbes:
"Sie werden befördert, sie bekommen bessere Gehälter, und sie erhalten Referenzen (und eine Golduhr) wenn sie sich 'zur Ruhe setzen.'"[xiv]
Wegen all der 'Zuschüsse' dieser Rolle, besteht nicht nur ein passives Desinteresse, sondern sogar ein aktiver Widerstand und Negativ-Anreiz bei Wetikos, sich selbst zu reflektieren - ein Widerspruch, der ihren Zwang nährt und ihre Sucht nach Macht weiter bestärkt.

Forbes schreibt:
"Die Wetiko-Erkrankung hat das europäische Denken (zumindest das der herrschenden Gruppen) so korrumpiert, dass Wetiko-Verhalten und Wetiko-Ziele als das eigentliche Gewebe der Europäischen Entwicklung betrachtet werden ... wenn wir den Wetikos weiterhin gestatten, die Wirklichkeit in ihrer wahnhaften Art zu definieren, werden wir nie dazu in der Lage sein, der Krankheit zu widerstehen oder sie abzuschwächen."[xv]
Es ist zu beachten, dass selbst eingeborene Völker nicht vom Wetiko-Virus frei sind. Es gibt indigene Kulturen, die von Weisheit geleitet sind, doch existieren auch indigene Kulturen, die von Wetiko regiert werden. Wir sollten aufpassen, indigene Eingeborenen-Kulturen nicht zu romantisieren, zu idealisieren und damit in Gegensatz zu europäischen Kulturen zu setzen. Denn das wäre als Sichtweise zu vereinfachend und zu dualistisch (im Sinne eines Schwarz-Weiß-Denkens, AdÜ).[xvi] Wenn Wetikos in irgendeiner Kultur Macht besitzen - oder genauer, wenn Macht von ihnen Besitz ergreift - dann befinden sie sich in einer Position, von der aus sie eine bestimmte Ebene von Realität beeinflussen, definieren und erschaffen können, die so arbeitet als wäre sie real, obgleich sie auf Falschheit begründet ist. In Worten welche mit Bezug auf die gegenwärtige Obama-Administration genauso relevant sind zitiert Autor Ron Suskind einen Neokonservativen in der vorhergehenden Bush-Regierung, der sagt:
"Wir sind nun ein Imperium. Und wenn wir handeln, erschaffen wir unsere eigene Realität. Und während Sie diese Wirklichkeit untersuchen - mit Bedacht, wenn man so will - werden wir erneut handeln und weitere neue Realitäten erzeugen." [xvii]
Wenn man sie in Machtpositionen belässt, werden Wetikos am Ende zur vollendeten Materialisierung ihres eigenen sowie unseres schlimmsten Alptraums, den sie in die Realität hineinträumen und somit Wirklichkeit werden lassen.
Das Böse kann viele verschiedene Formen annehmen - politisch, sozial, ökonomisch, militärisch und psychologisch. Forbes sagt: "Räuberei kann in vielen Gewändern daherkommen - etwa in Form von 'Patronismus', 'Gewinnorientierung', 'Schutz unserer Lebensweise' und 'Anlagerenditen.'"[xviii]

Politische Ponerologie: Politik verstehen
Viele -ismen selbst sind lediglich Gedankenformen, die von Wetikos gebraucht werden, um ihre eigene Vergewaltigung, Kriminalität, Morde und ihre Bösartigkeit zu rechtfertigen. Den Mantel des Guten um ihr Anliegen zu wickeln gestattet es Großen Wetikos, die in Wahrheit voll-entfaltete Räuber sind, nachts schlafen zu können - scheinbar schuldlos. In einer Form von Selbst-Verzückung haben sie sich so durch und durch von der Richtigkeit ihrer Handlungen selbst überzeugt, dass sie kaum - wenn überhaupt - irgendwelche ethischen Skrupel über das haben, was sie tun. Wo das Böse von Wetiko endemisch ist, gibt es die Tendenz zu einem ethischen Entwicklungsstillstand sowohl in Individuen als auch in der gesamten Gesellschaft.

Ausgewachsene große Wetikos sind verrückt in moralischer Hinsicht. Sie missbrauchen Macht - einfach, weil sie es können. Aus diesem Grund, um Forbes zu zitieren, "folgt die Entwicklung eines strengen Patriarchats auf die Wetiko-Erkrankung."[xix] Mit anderen Worten: Von Wetikos dominierte Kulturen neigen dazu, sich um das verkalkte, archetypische, mythische Muster des 'negativen Patriarchats' zu organisieren. Dieses ist - einfach ausgedrückt - auf Herrschaft über andere gegründet (lesen Sie dazu: Der Archetypus des Negativen Vaters - in Englisch, AdÜ). Um Forbes zu zitieren:
"'Das Recht des Stärkeren' ist ein Wetiko-Glaube, doch ist dieser oftmals von eigennützigen Lehren wie 'göttlicher Wille', 'manifeste Bestimmung', 'Vorsehung', 'dem Vormarsch der Zivilisation', 'dem Tun von Gottes Werken', 'Kommunismus aufhalten' oder vergleichbaren Slogans begleitet."[xx]
Diese Parolen sind die Mantren oder Worte der Macht, mittels denen der kollektive Bannzauber des Gruppendenkens über die kollektive Psyche verbreitet wird. Jegliche Rationalisierung wird das ihre tun, solange wie es Wetikos als Deckmantel dient, unter dem sie weiterhin andere ausbeuten, Macht zentralisieren und ihre Krankheit nähren.

Verbundene Rollen im nicht-lokalen Feld

Forbes spricht darüber, dass unsere Spezies nie fähig gewesen ist zu verstehen, was sich an der Wurzel unseres selbstzerstörerischen Verhaltens befindet. Er kommentiert:
"Leider sind die meisten dieser Anstrengungen gescheitert, weil Wetiko nie als eine verrückte Person diagnostiziert wurde, deren Krankheit extrem ansteckend ist. Noch wurde - ganz allgemein - begriffen, dass die [scheinbaren] Nicht-Wetikos - seien es Lakaien, Kuppler, oder die am meisten Unterdrückten - oftmals 'geheime Träger' der Krankheit sind." [xxi]
Der Wetiko-Virus kann in der globalen Menschheitsfamilie nur dann gedeihen, wenn - wie in jedem Familiensystem - jedes Mitglied den Missbrauch ermöglicht und daran teilhat. Wetiko ist ein Feldphänomen und daher inkarniert es, indem es sich durch verschiedene miteinander verbundene, formpassende Rollen ver-körpert, die in dem Feld auftauchen und sich in verschiedenen Stadien der Krankheit befinden. Jede dieser Figuren sind verschiedene Re-Präsentationen der mannigfaltigen Gesichter des darunterliegenden Pathogens. Wetikos können schwer zu erkennen sein, weil die Leute, die sein Instrument sind, wie normale, unschuldig aussehende Menschen mit guten Absichten erscheinen, und doch sind es eben diese scheinbar normalen Menschen - so wie du und ich - die oft zu 'geheimen Trägern' der Krankheit werden. In dem Ausmaß, in dem wir uns dieser heimtückischen, non-lokalen, psychologischen Krankheit nicht gewahr sind - sowohl in anderen als auch potentiell in uns selbst - können wir sehr leicht seine 'geheimen Träger' werden: und seine ahnungslosen Komplizen.

Forbes schreibt:
"Doch wir müssen immer und immer wieder betonen, dass die Wetiko-Erkrankung sich nicht auf die Grobiane und Schlägertypen beschränkt, welche das Gewehr, die Peitsche oder die Folterinstrumente bedienen. Die netten Leute in den Büros, die Tippfräuleins, die Labortechniker, die Sachbearbeiter und - natürlich - die Besitzer, Direktoren, Aktionäre, Senatoren, Generäle und Präsidenten, welche sich der Ausbeutung anderer Menschen bedienen, Nutzen daraus ziehen und davon zehren, sind in der einen oder anderen Weise ebenfalls Kannibalen."[xxii]
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Die Großen Wetikos könnten niemals mit ihrem Morden davonkommen ohne 'die netten Leute in den Büros', die ihnen das ermöglichen. Diese 'Schreibkräfte, Labortechniker und Sachbearbeiter' 'befolgen bloß Anweisungen' - und dennoch sind sie mitschuldig an dem heimtückischen Bösen, das durch ihre Kooperation in der Welt verbreitet wird. Moderne, korporative und technologische Systeme werden errichtet, um für uns - sowohl physisch als auch psychologisch - einen Abstand zu schaffen zwischen dem, was wir zum Broterwerb tun und den letztendlichen, potentiell destruktiven Konsequenzen unserer Handlungen. Selbst die 'netten Leute in den Büros', Menschen wie du und ich, sind - in dem Ausmaß, dass uns nicht bewusst ist, inwiefern wir uns vom Wetiko Virus nähren und von diesem genährt werden - nur kleine Rädchen in der großen räuberischen Maschine, sind mitschuldig am unpersönlichen Bösen des gesichtslosen Systems und an der Zerstörung, mit der sie alles Leben überzieht.

Wetiko ist eine Wesenheit, die sich in Ko-Abhängigkeit von anderen Wesen in seiner Umwelt mit diesen verstrickt und untrennbar verbindet, um überleben zu können. Das dient uns dazu, die ineinandergreifenden Rollen in dem Feld zu differenzieren, die miteinander 'konspirieren' (was buchstäblich bedeutet: 'gemeinsam atmen'), um die Wetiko-Erkrankung zu erschaffen und aufrechtzuerhalten. All diese Figuren ermöglichen kollaborativ dem Wetiko-Erreger, seine Herrschaft des Schreckens bzw. der Fehler auszutragen. Forbes schreibt:
"Die schuldigsten Wetikos sind jene, so würde ich denken, die solche Systeme lenken, sie rechtfertigen und am meisten davon profitieren. Solche Personen sind die 'Meister-Räuber'."[xxiii]
Die ausgewachsenen Großen Wetikos, die 'Meister-Räuber' in Machtpositionen, können weltgewandt und kultiviert sein, über feine Geschmäcker verfügen und hochintelligente, gebildete Leute sein, mit Büros in Orten wie New York und London, und sie können von der Gesellschaft hoch geachtet sein. All das macht ihr tiefsitzendes Übel schwer erkennbar. Andere werden in die Rolle gedrängt, den Täter zu 'schützen' - die Ausführenden, Günstlinge, Speichellecker, Wegbereiter, Unterstützer und Anhänger des 'Meister-Räubers' - während andere sich durch bloßes Stillschweigen und Wegschauen mitschuldig machen. Einige wählen die Rolle sich machtlos zu fühlen; sie denken: 'Was nützt das?' Einige von der politisch aktiven Sorte können die Rolle übernehmen, zu versuchen die Krankheit zu bekämpfen - in einer Weise, die lediglich die diabolische Polarisierung im Feld verstärkt. Das nährt die Krankheit nur und ist deren Signatur (bitte lesen Sie meinen Artikel Spirituell geprägter Politischer Aktivismus - in Englisch, AdÜ). Was auch immer die Rolle ist - das alles sind bloß unzählige Verkleidungen, unter denen die selbe Uni-Form getragen wird.

Alle Wetikos, einschließlich der Großen Wetikos, sind jedoch selbst nur Spielfiguren in der Hand des darunterliegenden Archetyps selbst. Es ist wie wenn Toto in Der Zauberer von Oz den Vorhang wegzieht, doch statt einen Mann hinter dem Vorhang gibt es dort niemanden als den gestaltlosen Archetypen selbst. Wenn die Meister-Räuber aus ihren Machtpositionen entfernt werden, jedoch das darunterliegende System, das sie hervorbrachte, intakt bleibt und man sich nicht damit auseinandersetzt, werden mit der Zeit einfach andere die 'unbesetzten' und nichtssagenden Rollen einnehmen. Diese machtbesessenen Rollen existieren als Potentiale im Feld, die darauf warten, ausgefüllt, ausgestaltet und verkörpert zu werden; denn diese Rolle sind ein Ausdruck des gesamten Spektrums an Möglichkeiten, das im darunterliegenden Feld inbegriffen ist und die selbe Bandbreite an Potentialen - so wie es das immer tut - in uns selbst spiegelt. Das nicht-lokale Feld ist nahtlos; und die Rollen existieren nicht in Isolation voneinander, und sie vermögen das auch nicht. Vielmehr bestehen sie in Wechsel-Beziehungen zueinander sowie zum gesamten Feld selbst - in einem untereinander verbundenen Gewebe unendlichen Bezogenseins aufeinander.

Es ist wichtig, das ganze System zu betrachten anstatt sich nur auf einen seiner Teile als vom Ganzen getrenntes Etwas zu fixieren und diesen zu dämonisieren (bitte lesen Sie meinen Artikel Gefahr: Faszi-Nation mit Bush - in Englisch, AdÜ). Die Fokussierung auf eine Einzelperson ist analog zur Betrachtung eines Fingers an einem Handschuh, ohne die darunter liegende Hand zu sehen, die all die miteinander verbundenen und grundlegend unzertrennlichen Finger in dem Handschuh beseelt und mit Leben erfüllt. Die Konkretisierung einer örtlichen Manifestation der Krankheit in einem Individuum wäre gleichbedeutend damit, nur den Kreis zu sehen, den eine dreidimensionale Kugel erzeugt, wenn sie durch eine zweidimensionale Ebene hindurchgeht. Der Kreis ist eine Spiegelung einer höherdimensionalen Wesenheit (der 'Kugel' von Wetikos Einfluss) auf niedrigerer Ebene, genauso wie die vom Wetiko-Erreger befallene Person ein oberflächlicher Ausdruck eines tieferen, grundlegenderen Pathogens ist, welches das darunterliegende Feld durchdringt. Um ein anderes Beispiel zu nutzen: die Person, die gegenwärtig von Wetiko heimgesucht wird, ist wie ein Schatten an einer Wand - der von einer von der Decke hängenden Kugel geworfen wird und dieser entspricht. Der Schatten an der Wand ist eine Re-Präsentation und Projektion der höheren, dreidimensionalen Wesenheit der Kugel in eine niedrigere Raumdimension. Das Studieren des Schattens innerhalb seines richtigen Kontextes im Verhältnis zu der Kugel führt zum Verständnis über das Objekt, das den Schatten wirft (die höher-dimensionale Wesenheit der 'globalen' Wetiko-Psychose). In diesen Beispielen geht es nicht darum, sich auf die persönliche Manifestierung der Erkrankung zu fokussieren, sondern viel eher das tiefere, nicht-lokale Feld in Augenschein zu nehmen, das den speziellen, lokalisierten Ausbrüchen der Erkrankung im größeren Staatskörper Form gibt, diese beseelt und durchdringt. Das Sehen "des numinosen Charakters der Realität im Hintergrund,"[xxiv], nach Jungs Worten, IST die eigentliche Erweiterung des Bewusstseins, das zum Durchgang wird, der uns mit dem tieferen Teil unserer Selbst verbindet - sowie uns miteinander. Das Erkennen des tieferliegenden Feldes bereitet den Weg zur Heilung.

In der Kultur von Wetiko nehmen Menschen in verschiedenen Stadien der Krankheit scheinbar unterschiedliche und voneinander getrennte Rollen auf, doch wenn das tiefere, zugrundeliegende Muster in den Blick gerät und zu sehen ist, dann kann man erkennen, dass all diese ineinander verzahnten Rollen wie in einem Mosaik höherer Ordnung zusammenpassen. Dieser Prozess könnte sich nicht abspielen ohne dass all seine Teile wechselseitig und in Entsprechung zueinander gemeinsam auftreten. Das gesamte Feld, in dem sich all seine Myriaden an veränderlichen und nicht-feststehenden Rollen - wobei jeder von uns zu verschiedenen Zeitpunkten unterschiedliche Rollen annimmt - wechselseitig in einem makellosen, sich gegenseitig durchdringenden Netz von Beziehungen bedingen, als seien sie Körperteile eines höherdimensionalen Organismus, offenbart sich selbst durch unser nicht-lineares, orchestriertes und koordiniertes Zusammenspiel.
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Aus der Trennung heraustreten

Der in-spirit-ierte Organismus von Wetiko ist ein Feldphänomen und kann nur gesehen werden, wenn wir mit unserer Illusion der Vorstellung schlussmachen, dass wir als separates Selbst existieren, und wenn wir das tiefere, darunterliegende und grundlegendere non-lokale Feld - in dem wir alle unauflöslich miteinander-verbunden sind - erkennen und uns damit vertraut machen. "Das Feld", wie Einstein es einst so treffend formulierte, "ist die einzige Realität." In der modernen Physik ist das Feld - das unsichtbare organisierende Prinzip des Universums - elementarer geworden als Materie. Anstatt sich auf jeden Teil des Feldes als isolierte Wesenheit zu beziehen ist es wichtig, das gesamte miteinander verflochtene Feld als das 'Medium' zu betrachten, durch das Wetiko sich selbst manifestiert. Das Konzept der amerikanischen Ureinwohner über die Wetiko-Erkrankung ist ein soziales Phänomen, eine relationale Dynamik des Feldes selbst, die weder nachvollziehbar noch existent in einzelnen Individuen ist - getrennt von dem sozialen Milieu, in dem diese sich bewegen, interagieren und ihr Sein haben. Das Sehen des nicht-lokalen Feldes treibt einen Pflock in das tiefste Herz der vorherrschenden wissenschaftlichen, materialistischen Sichtweise, die ironischerweise noch immer die Welt als 'Maschine' zu betrachten versucht.

Das Sehen des Feldes und das Heraustreten aus der Sichtweise, dass wir getrennt voneinander seien, beläuft sich auf die gleiche Erfahrung. 'Durch' die Illusion des getrennten Selbstes zu sehen anstatt 'durch das separate Selbst' als eine Linse zu blicken, durch die wir die Welt sehen, beinhaltet, dass selbst die ausgewachsenen Wetikos, die Meister-Räuber selbst, nicht von uns getrennt sind. Die Großen Wetikos ver-körper-n vollständig, in person-ifizierter Form, eine pathologische Tendenz, die als Potenzial in uns selbst existiert. Es ist als wären sie die externalisierte Materialisierung dieses Potenzials in uns selbst, das wir aus uns selbst nach außen projiziert und buchstäblich kollektiv in Manifestation geträumt haben. Das Erkennen dessen weckt Mitgefühl für diesen Teil unserer selbst. Nur durch Mitgefühl können wir uns gegen den Virus immunisieren.


Kommentar: Das mag sein, doch sollten Sie sich davor hüten, den 'Wetikos' Mitgefühl zu zeigen - als 'Psychophagen', als Lichtfresser, wird Ihr Mitgefühl dazu benutzt werden, Ihre Seelenenergie aufzuzehren.


Paradoxerweise, obwohl die Wetiko-Erkrankung nicht in einzelnen Individuen getrennt vom Feld existiert, kann man von jemandem, der vom Wetiko-Erreger befallen wurde - obgleich bloß als dessen Instrument und nicht, im letztendlichen Sinne, als 'wer sie sind' - buchstäblich als 'der Inkarnation' der Krankheit in menschlicher Form sprechen. Die derart besessene Person (man denke an George Bush als ein Beispiel, wie ich es in meinem Buch tat) ist die 'Offenbarung' der Krankheit in lebendigem Fleisch und Blut. Die so heimgesuchte Person zeigt uns in voll verkörperter, personifizierter Form die darunterliegende Infrastruktur und Dynamiken dieser trans-menschlichen Erkrankung. Wenn jemand so besessen ist, dann stellt er die lokale Kristallisierung eines nicht-lokalen und letztlich 'formlosen' Phänomens 'in Form' dar. Die befallene Person wurde dazu erträumt, die Materialisierung eines lebenden, atmenden 'Symbols' der non-lokalen Erkrankung zu sein, eine verkörperte Widerspiegelung eines archetypischen - und dennoch pathologischen Teils - unserer selbst. Das zu erkennen bedeutet zu begreifen, dass diese Person nicht als eine isolierte, getrennte Wesenheit existiert, ein von Haut umhülltes Ego, separat vom umgebenden Feld. Das Sehen der derart besessenen Person in ihrem wahren Kontext - als buchstäblich untrennbar von uns allen - wird zu einem Portal, durch das wir unsere innere Sicht schärfen können und durch die transparente Illusion des getrennten Selbstes zu sehen vermögen. Zu sehen, dass die derart befallene Person nicht vom Feld getrennt ist, ist eine Spiegelung unseres eigenen Zustandes. Das Erschauen der transpersonalen Natur des anderen befähigt uns dazu, uns selbst nicht zu person-alisieren.

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Holografisch innerhalb der Psyche eines jeden menschlichen Wesens eingehüllt, durchdringt der Wetiko-Virus das gesamte Bewusstseinsfeld und liegt diesem zugrunde, und kann sich somit potentiell jederzeit durch jeden von uns manifestieren, wenn wir nicht achtsam sind. Der Wetiko-Erreger ist etwas, den wir alle zu der einen oder anderen Zeit unbewusst in unserem Leben ausgelebt haben. Wir alle hatten unsere Wetiko - 'Momente', so läuft das eben. Das zu verstehen kultiviert Demut, die uns hilft, uns gegen die verderblichen Auswirkungen der Krankheit zu immunisieren. Diese Erkenntnis bringt letztendlich die Grenzen zwischen denen, die diese Krankheit haben und jenen, die sie nicht haben, zum Einsturz. Die nicht-lokale Natur des Wetikos macht schließlich die Frage irrelevant, wer die Krankheit hat - denn wir alle haben sie in unterschiedlichem Maße, oder besser, sie hat uns. Wir alle sitzen gemeinsam in der Tinte. Diese Erkenntnis ruft sowohl Mitgefühl als auch Vergebung hervor. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Großen Wetikos nicht ethisch, spirituell und gesetzlich verantwortlich wären für das unvorstellbare Gemetzel, das sie verursacht haben.

Die Hauptlinie des verfälschten Codes, durch welchen der Wetiko-Virus unseren Geist umlenkt, ist die Voraussetzung für ein getrenntes Selbst. Die unreflektierte Akzeptanz des Axioms der Separierung ist es, was all die anderen Täuschungen möglich macht, die Wetiko ausmachen. Das Sehen der diabolischen Natur dieser Krankheit beinhaltet die Erkenntnis, dass es der sich gabelnde 'Wir' gegen 'Sie' - Geist der Dualität ist, der die Welt in Gegensätze spaltet - was die den Wetiko-Erreger hervorbringende Wurzel selbst ist.

Diese Artikelserie begann mit der Anrufung des Geistes von Wetiko durch unseres gemeinsames Ermittlungswerk. Indem wir Licht auf Wetiko werfen, werden wir feinfühlig gegenüber seinen Regungen in uns selbst. An diesem Punkt, sozusagen, ist die Katze aus dem Sack, denn es gibt keinen Ort, an dem sich der Geist verbergen kann. Wir sind dann in einer Position, von der aus wir in unserem klaren, selbst-reflektierenden Bewusstsein Zugang zu einem heiligen Gefäß haben, das genau jenen Geist nähren kann, der zu verehren ist. Um den Kreis zu schließen und den ursprünglichen, heilenden Zweck unseres magischen Rituals erfolgreich zu erfüllen, muss der verborgene, mächtige Geist Wetikos 'eingesperrt' werden - das ist der archetypische Punkt hinter der heiligen alchemistischen Idee eines mystischen Gefäßes, welches das gesamte Universum wandelt.

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Da Menschen, die in den Listen von Wetiko erfahren werden, einander helfen gemeinsam aus der Illusion der Trennung herauszutreten, wird ein psychisches alchemistisches Behältnis geschaffen, das größer ist als die Summe seiner Teile erschaffen kann. Dieses grals-gleiche Gefäß kollektiv genutzter Luzidität wird mittels unserer gemeinsamen Erkenntnis wechselseitig heraufbeschworen. Dieses höherdimensionale mystische Behältnis stimuliert, stabilisiert und stärkt sich fortwährend selbst in einer positiven Rückkoppelungs-Schleife, die buchstäblich den kreativen Geist gebiert und ihn beflügelt. Diese juwelenartige höherdimensionale Wesenheit, die aus Bewusstsein selbst zusammengesetzt ist, ist ein Erzeuger von Klarheit, die sich die Nullpunkt-Energie des Geistes zunutze macht, eine Art Technologie höheren Geistes, die den Rest des Universum in sich selbst anzieht. Wenn wir erkennen, dass wir nicht getrennt voneinander, sondern in Beziehung zueinander existieren, wird unsere Verbindung zueinander mit der Prägung des Hermes 'hermetisch versiegelt'. Wir verbinden uns dann miteinander in solcher Weise, sodass keine unserer Projektionen unbewusst in die Welt austreten - aus dem einfachen Grund, dass die Welt als unsere Projektion erkannt wird. Das ist genau die Erkenntnis, die uns verbindet und durch welche wir mit der Welt, miteinander und mit uns selbst vereint werden. Indem wir auf diese Weise 'fest' werden, erhalten wir den 'Segen' des Meistermagiers 'Hermes / Merkur', dem Gott der heiligen Kunst der Alchemie (bitte lesen Sie meinen Artikel Die Heilige Kunst der Alchemie - in Englisch, AdÜ). 'Die Kraft' ist dann mit uns. Solcherart ermächtigt sind wir in der Lage, den vampirischen Geist von Wetiko zu trans-fixieren, zu trans-mutieren, zu trans-formieren und zu befreien, während wir uns gleichzeitig aus der Ver-Zauber-Ung unserer selbst lösen.

Leerheit

Angeblich ist es der größte Trick des Teufels, uns davon zu überzeugen, dass es ihn nicht gibt. Oder ist andererseits die Behauptung, dass der Teufel existiert, was in der vorherigen Aussage inbegriffen ist, eine Täuschung des Teufels (der schließlich als Lügner angesehen wird), und ist sie als solche eine getarnte Form, in welcher der Teufel auf sich selbst angespielt hat - nicht nur in unserem Gespräch, sondern auf der ganzen Welt? Es wichtig, dass wir Licht in diesen düsteren Bereich werfen: Eine böse, archetypische Figur wie der Teufel existiert nicht in der Weise wie wir ihn uns vorgestellt haben - wenn wir uns vorgestellt haben, er existiere objektiv, als etwas von uns selbst Getrenntes.

Der teuflische Wetiko-Virus würde wie ein Vampir sterben, wenn er sich selbst überlassen bliebe. Denn er kann nur dann existieren, wenn es jemanden außerhalb von ihm gibt, an dem er sich gütlich tun kann. Ein Vampir verfügt über keine innewohnende, unabhängige, substantielle Existenz für sich genommen, er existiert nur in Beziehung zu uns. Der pathogene, vampirische Geist-Parasit genannt Wetiko ist nichts für sich selbst, dennoch besitzt er eine 'Realität' solcherart, dass er unsere Spezies zerstören kann. Die Tatsache, dass etwas, dass nur als eine Funktion unserer Selbst existiert, uns zerstören kann, zeigt auf eine unglaublich gewaltige unsichtbare Macht, die unserem Wesen innewohnt. Letztendlich kann man sagen, dass wir bei der Wetiko-Erkrankung nicht von einem physischen, objektiv außerhalb unserer Selbst existierenden Virus infiziert werden, sondern dass der Ursprung der Wetiko-Psychose vielmehr in uns selbst liegt. Die Tatsache, dass ein Vampir nicht von einem Spiegel reflektiert wird, kann auch bedeuten, dass das, was wir erkennen müssen, ist, dass es nichts, gar nichts, zu sehen gibt - außer uns selbst. Die Tatsache, dass Wetiko ein Ausdruck von etwas in uns ist, bedeutet, dass auch die Heilung für Wetiko in uns allen liegt.

Im Gnostischen Dialog des Erlösers heißt es:
"Wer immer auch die Wurzel des Bösen nicht kennt, dem ist das Böse nicht fremd."[xxv]
Wetiko zwingt uns die evolutionäre Verantwortung auf, das Böse in unseren eigenen Herzen zu bewältigen. In dem Ausmaß in dem wir den Wetiko-Erreger in uns selbst nicht herausgerissen haben, sind wir an der Mit-Erschaffung des Bösen beteiligt, das sich in der Welt abspielt. Der Teil von uns, der an der Schaffung einer kollektiven Psychose wie Wetiko mitwirkt, ist der Teil von uns, der wahnsinnig ist - denn warum sonst sollten wir das tun? In dem Ausmaß, in dem wir nicht vollständig erwacht sind, trägt jeder von uns einen Teil in sich, der verrückt ist und sich in unserem Leben auslebt. Wie können wir nicht einen Teil von uns in uns tragen, der wahnsinnig ist, wenn wir in einer verrückt gewordenen Welt leben - einer Welt, die nicht von uns getrennt ist, sondern vielmehr eine Spiegelung unserer Selbst? Nur indem wir dem entgegentreten, was in uns selbst verrückt und unmenschlich ist, werden wir wirklich menschlich. Es ist wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, wie wir von Wetiko abgelenkt worden sind. Denn wenn wir nicht sehen können, wie wir von unserem Kurs abgebracht worden sind, können wir uns nicht darauf ausrichten, unseren wahren Weg im Leben zu finden. Zu sehen, wie wir in die Irre geführt wurden, ist eine Form der Erleuchtung. Zu sehen, wie Wetiko mithilfe unserer Ko-Operation operiert, heißt Gewinn an kritischer Einsicht in die schwer fassbaren Arbeitsweisen unseres eigenen Geistes.

Wir erfassen und 'sehen' wahrhaftig die Natur der Wetiko-Erkrankung in uns selbst - die 'Vampir-/Kannibalen-Psychose' - wenn wir erkennen, dass wie in einem Traum seine voll ausgebildete Manifestation im Welt-Theater eine Reflektion eines Prozesses ist, der tief in unserer eigenen Seele abläuft. Wir alle erträumen die Wetiko-Epidemie gemeinsam. Unsere Erfahrung in dieser Weise zu durchschauen verleiht Weltereignissen eine gewisse Transparenz, genauso wie es uns transparent gegenüber uns selbst macht. Wenn wir uns selbst durchschauen, wird es unwahrscheinlich, dass wir jeglichen von Wetiko inspirierten Impulsen, die durch uns schwingen, zum Opfer fallen und von ihnen verführt werden. Diese Intimität mit uns selbst befähigt uns dazu, in das Feld des Seins einzutreten und eine Rolle darin zu verkörpern, gleich einer 'psychischen T-Helferzelle', die den bösartigen Krebs im kollektiven Staatswesen der Weltseele heilen hilft. Die traumgleiche Natur der Welt und unserer Selbst zu erkennen hilft, eine Kultur des Mitgefühls hervorzubringen, was ein 'Wetiko-Auflöser' par excellence ist. Mitgefühl kann jedoch, wenn nötig, eine klare Grenze setzen, indem es sich selbst in der fürchterlichsten Weise präsentiert.

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Die Lösung

Ebenso wie ein Vampir das Tageslicht nicht erträgt, kann ein Keim wie Wetiko es nicht ertragen, gesehen zu werden. Die Überflutung von Wetikos Machenschaften mit Licht nimmt ihm seine scheinbare Autonomie und angebliche Macht über uns, sodass es uns nicht länger dazu nötigen kann, es unbewusst auszuagieren. Paradoxerweise bedeutet das 'Sehen' dieses vampirischen Parasiten, sich dabei auf etwas anderes als uns selbst zu beziehen und es gleichzeitig in uns selbst zu erkennen. Obgleich der Vampir eine Gestalt in uns ist, ist er nicht wir. Indem wir uns von dem Vampir unterscheiden, erkennen wir den Unterschied zwischen uns und ihm. Indem wir den Vampir sehen, identifizieren wir uns nicht mit unserer subjektiven Erfahrung des Vampirs im Innern. Dies bedeutet: indem wir den Vampir sehen, befreien wir uns selbst von unserer unbewussten Identifikation mit und von der Besessenheit durch ihn, und wir treten zurück in uns selbst.

Forbes klagt:
"Eines der tragischen Merkmale der Wetiko-Psychose ist, dass sie sich teilweise durch unseren Widerstand ihr gegenüber verbreitet. Das heißt, jene, die manchmal versuchen, Wetikos zu bekämpfen, um zu überleben, nehmen Werte von Wetiko an. Somit verlieren sie, wenn sie 'gewinnen' - oder zumindest verlieren die Menschen."[xxvi]
Wenn wir Menschen sehen, die vom Wetiko übernommen wurden und wir uns ihnen überlegen fühlen, ist unser Überlegenheitsgefühl selbst ein Symptom dieser Krankheit. Wenn wir unbewusst gegen Wetiko reagieren, mit Verurteilung, Ärger, Hass, etc., dann agieren wir - mit welchen guten Absichten auch immer - den selben Prozess der Schattenprojektion aus, welcher der Wetiko-Krankheit überhaupt zugrundeliegt - was bedeutet, uns von unserem eigenen Bösen zu dissoziieren, es nach außen zu projizieren und darauf zu reagieren. Wir reagieren dann unbewusst auf den unbewussten Teil unserer Selbst, das die Wetikos verkörpern. Diese Re-Aktion ist eine unbewusste ritualistische Beschwörung und Neu-Inszenierung des ursprünglichen Impulses in uns selbst, uns von einem Teil unserer Selbst abzuwenden und uns gegen ihn zu verschließen. Dies ist der zeitlose, ursprüngliche Akt, der den Geist von Wetiko überhaupt erst erweckt und hervorgebracht hat. In dem Ausmaß, in dem wir uns nicht bewusst sind, was wir tun, stellen wir - als 'Vertreter' für Wetiko - unser Trauma zwanghaft nach, und beteiligen uns an der Neuerschaffung des Wetiko-Virus in genau diesem Moment. Wir tragen dann unsere ungelösten inneren Konflikte in der Außenwelt aus - in und durch unsere Reaktion, wobei wir unabsichtlich zu einem Überträger werden, der den Wetiko-Keim nach draußen in die Welt trägt (bitte lesen Sie meinen Artikel Ausgelöst durch Böses - in Englisch, AdÜ). Wenn wir, anstatt unbewusst auf den Schatten zu reagieren und ihn aus uns nach außen zu projizieren, in Beziehung zu dem Bösen in uns selbst treten und Verantwortung dafür übernehmen, ziehen wir uns energetisch aus unserer Mitschuld an der fortwährenden Re-Animierung des Bösen aus unserer Welt zurück und sind nicht mehr daran beteiligt.

Die Art, uns mit Wetiko auseinanderzusetzen besteht darin, zu (be)achten, was es in uns auslöst (bitte lesen Sie Der Blick des Löwen - in Englisch, AdÜ). Genauso wie man den Kopf der mythischen Medusa abschlagen kann, indem man ihre Reflektionen im Spiegel-Schild betrachtet, kann man der vampirischen Wesenheit von Wetiko nachschleichen, wenn man ihre Fingerabdrücke im Spiegel unseres eigenen Geistes verfolgt und wahrnimmt. Das Böse von Wetiko kann jedoch zu stark sein, um es direkt anzustarren - genauso wie das Schauen ins Gesicht der schlangenhaarigen Medusa uns in Stein verwandelt. Vampire sind 'versteinernd', was sowohl 'beängstigend' als auch 'paralysierend' und 'zu Stein erstarrend' bedeutet. Sie versteinern ihr Opfer, so wie eine Maus durch den lähmenden Blick einer Schlange unbeweglich wird. Vampire sind keine Kreatur, mit denen Leichtfertige sich anlegen sollten. Die Kartierung der nichtlokalen Fußabdrücke Wetikos, sowohl in der Welt draußen als auch an den entsprechenden Orten in uns selbst, die von ihm gestreift werden, heißt, die nicht-lokale multi-dimensionale 'Anatomie' von Wetiko zu entdecken. Es ist möglich, Wetiko zu begegnen und nicht aktiviert zu werden - denn Wetikos nicht-lokales Kraftfeld wird genau durch seine Natur aktiviert. Nämlich insofern, dass sie ko-existent und verwoben mit unserer eigenen ist. Unsere unbewusste, kniesehnen-reflexhafte Reaktivität ist das Hauptmittel, durch das die Wetiko-Psychose sich selbst erneuert und im Feld verbreitet. Ebenso wie ein Krankheitserreger in einen Körper eindringt, schlägt dieser virulente psychische Keim an unserer schwächsten Stelle im Unbewussten zu und hakt sich dort ein - dem zartesten und verwundbarsten Punkt in uns selbst, an dem wir am wahrscheinlichsten re-agieren werden.

Wetiko gleicht einer psychischen Nautilus-Maschine, die uns fortwährend 'bearbeitet'. An die höchsten Tugenden der Menschheit wird appelliert, wenn wir mit dem Bösen konfrontiert werden. Im Bösen des Wetiko-Virus ist seine eigene psychische Impfung einkodiert, eine potentielle Impfung gegen unsere eigene Unwissenheit und Trägheit, die uns überwältigen werden wenn wir sie nicht überwinden. Die Existenz des Wetiko-Keims erfordert von uns, unseren Muskel der Einsicht zu stärken. Der Virus verlangt, dass wir Unfehlbarkeit in uns selbst kultivieren, ansonsten haben wir keine Chance. Wetiko fordert buchstäblich, dass wir in unsere eigene Kraft treten und gegen seine Unterdrückung resistent werden - und zwar derart, dass wir entdecken, wie wir aus der Bindung heraustreten und freiwerden; oder sonst! Anstatt einem typischen Virus gleich zu mutieren, damit dieses gegenüber unseren Heilungsversuchen resistent wird, zwingt der Wetiko-Virus uns dazu, im Verhältnis zu ihm zu mutieren. Es ist, als sei das Böse des Wetiko selbst das Instrument einer höheren Intelligenz. Diese höhere Macht verbindet uns - durch die Offenbarung und das Verstehen von Wetiko - mit einer heiligen, kreativen Quelle in uns selbst. Der Wetiko-Erreger ist die größte katalytische Kraft der Evolution, die der Menschheit bekannt - und zugleich nicht bekannt - ist.

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Das Benennen ist ein magischer Akt, der typischerweise begangen wird, wenn etwas Neues in unser Leben tritt. So wie Adam die Tiere im Garten Eden benannte, so müssen auch wir etwas benennen, bevor es formal 'entdeckt' und in unsere kollektiv geteilte Kartografie eingebracht werden kann. Nur indem er diese Kreaturen benannte, war Adam in der Lage, sich selbst von ihnen abzugrenzen und zu unterscheiden und zu erkennen, wer er ist. Einen Namen für dieses höher-dimensionale, bösartige Virus der Psyche zu finden hilft uns dabei, es leichter zu erkennen und es besser zu 'handhaben', was den ersten Schritt darstellt, ihm seine destruktive Macht über uns zu entziehen. Wetiko zu sehen und es bei seinem rechtmäßigen Namen zu nennen tritt einen Prozess los, der es in den Stand der Arbeitslosigkeit zurückdrängt, was dazu führt, dass die von ihm belebte Wetikonomie 'aus dem Geschäft' gedrängt wird. Die Energie, die zur Fütterung des Wetiko-Pathogens eingesetzt wurde und darin eingebunden war, kehrt dann zurück, um die kreative Ganzheit der Psyche zu nähren und von ihr ernährt zu werden. Etwas zu benennen erschafft eine "Währung" in der Ökonomie der Psyche. Etwas zu benennen bedeutet, es an die Oberfläche zu bringen, es herauszurufen, was der Ausdruck einer intrinsischen, magischen Macht ist, die wir alle in uns tragen. Dies steht in Verbindung zu dem Glauben der australischen Aborigines, dass wir unsere Welt ins Sein "singen" - dass wir erschaffen, indem wir Dinge benennen.

Die Bedeutung des Namens 'Wetiko' zu verstehen ist eine Form von Exorzismus. Jung sagt:
"Der Menschheit war es immer wie einer Befreiung aus einem Albtraum gleichgekommen, wenn der neue Name gefunden wurde."
Es wird uns sehr großen Nutzen bringen, das Wort 'Wetiko' in unseren planetaren Dialog einzuführen, so dass Wetiko zu einem Teil unseres alltäglichen Vokabulars wird. Ein Wort zu er-klären bedeutet, dass wir einen Bann bewirken, einen Geist beschwören, und ein Universum erschaffen, während wir gleichzeitig unsere Fähigkeit entdecken, etwas zu benennen. Wenn wir einen wahren Namen aufspüren, ent-schlüsseln wir unsere Sprache, während wir Sprache erschaffen um unsere Erfahrung zu 'symbol'-isieren. Das Wort Wetiko - ein heiliger Name - ist wie ein Mantra, ein Wort der Macht, da durch sein Aussprechen der darin liegenden Idee Macht verliehen wird. Lassen Sie uns deshalb 'das Wort verbreiten'.Wir sind nur dann in der Lage 'Wetiko' zu benennen, wenn wir seine non-lokale Natur sehen und erkennen, sowohl in der Welt als auch in uns selbst. Dies kann nur vollbracht werden, wenn wir uns mit unserer eigenen non-lokalen Natur vertraut machen, mit jenem Teil unserer Selbst, der sowohl in das Böse von Wetiko als auch in die Ganzheit des Göttlichen eingewoben ist. Wie die große Maxime der Medizin besagt: "Versuche nicht zu heilen was du nicht verstehst". Der berühmte griechische Philosoph Sokrates erinnert uns daran, dass, wenn wir etwas verstehen wollen, wir es erst benennen müssen. Etwas zu benennen bedeutet, unsere Erfahrung von dessen Wesen in uns selbst zu finden. Indigene, auf Weisheit beruhende Kulturen verstehen die exorzistische Macht im Finden des richtigen Namens von einem 'Dämon'; was genau das ist, was sie unter dem Wetiko-Pathogen verstehen würden (lesen Sie bitte Das Dämonische - in Englisch, AdÜ).

Seine gleichzeitig teuflische und merkurische Energie macht es unglaublich schwierig, die Idee der amerikanischen Ureinwohner über die Wetiko-Erkrankung in Worten zu beschreiben. Ob wir diese Trickster-gleiche Wesenheit als einen Virus, Parasiten, Bandwurm, Vampir oder Dämon bezeichnen, oder ob wir sie Wetiko-Krankheit oder bösartige Egophrenie nennen, macht keinen Unterschied. Diese verschiedenen Namen sind austauschbar, da sie ein und dieselbe Sache bezeichnen. Es gibt kein eines, definitives Modell für diese Krankheit, da jedes Modell sowohl seine Nützlichkeit als auch seine Begrenzungen hat. Wenn all diese Modelle kombiniert und zusammen betrachtet werden, gibt uns das eine bessere 'Auflösung' und eine größere Kapazität, das zu sehen, was ein einzelnes, bestimmtes Modell alleine nicht offenbaren kann.

Die Idee einer Heilung

Das Finden des/der richtigen Namen(s) beschwört die heilige, kreative und transformative Macht des 'Wortes'. Wetiko ist ein fleischgewordenes Wort in seiner verderblichsten Form. Indem wir den Namen finden, greifen wir jedoch auf die göttlich gestützte Macht des Wortes zu, eine Idee zu erschaffen, die ein lebender psychischer Organismus von wahrem Nutzen und Wert ist, mit einer ihm innewohnenden eigenen Kraft. Ideen sind Möglichkeiten, sich auf Dinge zu beziehen, sind die Mittel mit denen wir sehen, sowie Perspektiven durch welche wir auf die Welt blicken. Das Wort 'Idee' hat, etymologisch gesprochen, sowohl mit 'sehen' als auch mit 'wissen' zu tun. Mit anderen Worten: eine neuartige Idee öffnet unser inneres Auge und hilft uns zu erkennen, indem sie uns Ein-Sicht in etwas uns zuvor Unbewusstes gewährt. Was Plato als "Augen der Seele" bezeichnet, sind Ideen, Modi unseres Bewusstseins, durch welche wir uns unser Leben vorstellen und erschaffen. Indem wir den/die richtigen Namen finden, zeugen und tragen wir eine neuartige Idee aus. Wir können unser Mem dann verbreiten und in die Welt setzen, indem wir es mit anderen teilen, während wir unseren eigenen geistigen Anti-Virus erschaffen - ein lebendes Antigen gegen das bislang unerkannte Geist-Virus Wetiko. Wie Mao, der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, offen bekannte, war das Einzige, wovor er am meisten Angst hatte, eine neue Idee. Denn nichts ist mächtiger als eine magische Idee, deren Zeit gekommen ist.

Lasst uns das Wort verbreiten.

Mögen diese Worte von Nutzen für alle Wesen sein.

Anmerkungen

[i] Forbes, Jack, Columbus and Other Cannibals, p. ix.

[ii] Ibid., p. 24.

[iii] Ibid., p. 43.

[iv] Ibid., p. 60.

[v] Menschen, die vom Wetiko-Erreger übernommen wurden und besessen sind - 'voll entfaltete Wetikos' - können kleine Tyrannen zu Hause oder an der Arbeit sein, doch ohne wirkliche Macht in der Welt auszuüben. Was Forbes mit "Großen Wetikos" meint, sind jedoch voll ausgewachsene Wetikos, die die Wetiko-Leiter emporgeklettert sind, durch die Wetiko-Reifen gesprungen und in den Rängen aufgestiegen sind. 'Große Wetikos' (ob es nun die Superreichen sind, Geschäftsführer von Konzernen, Bankdirektoren oder Führer von Nationalstaaten) befinden sich in Machtpositionen, wo sie Ereignisse in unserer Welt beeinflussen und kontrollieren können, um das System auszuspielen.

[vi] Forbes, Jack, Columbus and other Cannibals, p. 24.

[vii] Ibid., p. 188.

[viii] Ibid., p. 164.

[ix] Ibid., p. xvi.

[x] Ibid., p. 164.

[xi] Ibid, p. 173.

[xii] Ibid, p. 60.

[xiii] Ibid., p. 120.

[xiv] Ibid., p. 60.

[xv] Ibid., p. 38.

[xvi] Ich möchte Jonathan Zap für seine Erläuterung in seinem Kommentar danken, den er zu Teil 1 dieser Serie verfasste. Um Zap zu zitieren: "Auf ted.com gibt es den Vortrag eines Anthropologen, in dem beträchtliche Belege dafür geliefert werden, dass die Pro-Kopf-Kriegstodesrate eines eingeborenen Regenwald-Stammes viel höher ist als die der westlichen Zivilisation (selbst während des 20. Jahrhunderts). Die westliche Zivilisation vergrößert aufgrund ihrer weit stärkeren Neuartigkeit den äußeren Rand des Lichts und den äußeren Rand der Dunkelheit" (für mehr von seinen Schriften siehe zaporacle.com).

[xvii] Aus dem Artikel von Ron Suskind mit dem Titel "Faith, Certainty and the Presidency of George W. Bush", in der New York Times vom 17. Oktober 2004. [Hier auf SOTT.net gepostet].

[xviii] Forbes, Jack, Columbus and other Cannibals, p. 150.

[xix] Ibid., p. 42.

[xx] Ibid., p. 48.

[xxi] Ibid., p. 171.

[xxii] Ibid., p. 68.

[xxiii] Ibid., p. 68.

[xxiv] Jung, CW 10, Civlization in Transition, par. 886.

[xxv] (II, 5, 134.5-20)

[xxvi] Forbes, Columbus and other Cannibals, p. 61.