Kommentar: Erst gestern gab es eine Meldung über das schlimmste Walsterben seit 30 Jahren in Neuseeland: Hunderte von Grindwalen verenden an Küste Neuseelands in schlimmstem Tiersterben des Landes seit 30 Jahren


Weitere 200 Grindwale sind in Farewell Spit auf der Südinsel in Neuseeland gestrandet, berichtet der Radiosender New Zealand.
© reuters/ Anthony Phelps
Mike Ogle, Mitarbeiter der neuseeländischen Naturschutzbehörde DOC (Department of Conservation), teilte dem Radiosender mit, dass der Walschwarm sich vor Haien erschrocken haben könnte. „Auf dem Kadaver eines Tieres wurden Spuren von Haibissen gefunden - recht kleine, aber frische, also könnte das irgendwie zusammenhängen“, zitiert der Radiosender den Mitarbeiter.

Konstantin Zgurowski, der Leiter des Seeprogramms beim WWF, hatte zuvor gegenüber der Nachrichtenagentur Ria-Novosti erklärt, dass die Wale möglicherweise durch seismische Erkundungen oder durch akustische Unterwassersysteme von Militärschiffen betäubt wurden, weshalb sie, den Leittieren folgend, letztendlich an der Küste strandeten.

Früher war berichtet worden, dass über 400 schwarze Grindwale an der Küste der Südinsel in Neuseeland gestrandet waren. Der Großteil der Tiere sei demnach gestorben, dennoch konnten Volontäre etwa 100 Grindwale retten. Diese bleiben weiterhin in der Bucht; Rettungskräfte versuchen, ihnen den richtigen Weg zu zeigen, damit sie ins offene Meer zurückschwimmen können.

In Neuseeland stranden oft Wale und Delphine an der Küste. Die Wissenschaftler könnten bislang keine genaue Antwort liefern, was die Ursache für einen solchen Massenselbstmord von Walfischen sein kann. Wenn ein Wal am Strand landet, ist es üblich, dass andere Walfische aus dem Schwarm ihm helfen, aber damit teilen sie das Schicksal des ersten Tiers.