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Am 7. September erschütterte ein Erdbeben der Stärke 8,2 große Teile von Mexiko bei dem mindestens 98 Menschen dabei ums Leben kamen. Nach Expertenmeinung dürfte es sich um das stärkste Erdbeben des Landes seit mindestens 85 Jahren gehandelt haben.

Doch nicht nur diese schreckliche Naturkatastrophe sorgte hinterher für Gesprächsstoff in dem lateinamerikanischen Land, sondern auch die grünlichen Lichterscheinungen, die am Nachhimmel über der Erdbebenzone auftauchten und auch als »Erdbebenlichter« bezeichnet werden. Diese Lichter werden bereits seit Beginn der Geschichtsschreibung erwähnt und sind in heutiger Zeit vor allem durch die vielen Sicherheitskameras auch recht gut dokumentiert, dennoch haben die Wissenschaftler bislang keine eindeutige Erklärung für das Phänomen.

In erster Linie liegt es wohl daran, dass diese Lichter sehr unterschiedliche Erscheinungsformen aufweisen und es den Forschern sehr schwer machen, den Verursacher zu identifizieren. So könnten sie Meteore, Wetterleuchten, Polarlichter sein oder aber auch vulkanische Ursachen haben. Friedemann Freund vom Ames Research Center der NASA hat da eine eigene Theorie, er glaubt, dass die meisten Erdbebenlicht-Ereignisse ihren Ursprung in elektrischen Entladungen haben, die aus dem Erdboden kommen und bis zu 200 Meter hoch in den Himmel reichen können. Erzeugt werden sie durch vulkanischem oder metamorphem Gestein, deren molekulare Verbindungen bei Überbelastung brechen und ionisierten Sauerstoff freisetzen. So könnten im Untergrund Ionen-Schichten entstehen, die sich bei einer entsprechenden Stärke sichtbar entladen.

Eine andere Theorie lautet, dass es sich bei diesen Erdbebenlichtern um eine Form von Tribolumineszenz handeln könnte, bei der kleine Blitzlichter entstehen, sobald chemische Verbindungen aufgrund mechanischer Belastung brechen. Aber auch diese Möglichkeit lässt sich kaum in Laborexperimenten bestätigen und ist nicht mehr als ein weiterer, vager Erklärungsversuch für dieses Rätsel der Natur.