Seit 2014 sorgen Hinweise auf hinter dem Grab des Tutanchamun verborgenen Kammern für kontroverse Diskussionen bis hin zu Spekulationen darüber, ob sich hinter den Wänden ein weiteres Grab - vielleicht sogar das der nicht minder sagenumwobenen Nofretete befinden könnte. Nachdem bereits im vergangenen Frühjahr weitere Scans durchgeführt wurden (...GreWi berichtete), wurden deren Ergebnisse bislang noch nicht veröffentlicht. Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi) hat beim Leiter der Arbeiten nachgefragt.

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Saarbrücken (Deutschland) - Bereits Mitte Februar hatte Franco Porcelli vom Politecnico di Torino berichtet, dass schon bald finale Radar-Scans mit Instrumenten der neusten Generation endgültige Antworten auf die noch offenen Fragen um mögliche Strukturen (Gänge, Kammern und/oder Räume) hinter den Mauern des Tutanchamun-Grabes liefern sollten (...GreWi berichtete).

Schon damals zeigte sich Porcelli zuversichtlich, dass die anstehenden Scans noch offene Fragen rund um mögliche verborgene Kammern hinter dem Grab des Tutanchamun "mit 99-prozentiger Sicherheit" beantworten werden.

Schon länger steht der Herausgeber von Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi), Andreas Müller, mit Porcelli in Kontakt und hat ihn aktuell zum dem Stand der Untersuchungen, deren Ergebnisse und deren Veröffentlichung befragt.

"Ich habe mich erst vergangenen Mittwoch mit Verantwortlichen des Antikenministeriums getroffen", so Porcelli und führt weiter aus: "Bei diesem Treffen sind wir darin übereingekommen, dass wir mit der Veröffentlichung der Vorabergebnisse warten sollten, bis diese in einem wissenschaftlichen Fachjournal veröffentlicht wurden. Derzeit sind wir dabei, die ersten dieser Artikel abzuschließend und erwarten, dass sie bald schon auch online erscheinen werden - hoffentlich noch in diesem Jahr. Dann wird es am Ministerium sein zu entscheiden, ob es dazu dann auch eine offizielle Pressemeldung geben wird."
© Komp.: grenzwissenschaft-aktuell.de / verw. Materialien: gemeinfrei (Wand); GregorDS (WikimendiaCommons), CC BY-SA 3.0
Schematische Skizze der bislang bekannten Grabkammern des Tutanchamun (blau) vor dem Hintergrund der reich verzierten Nordwand, hinter der einige Archäologen unentdeckte und immer noch unerkundete weitere Kammern vermuten (rosa).
"Zugleich wollen wir unsere Arbeit ein weiteres Jahr fortsetzten, da es immer noch viel zu tun gibt und die Interpretation der geophysikalischen Daten komplexer und schwieriger ist als zunächst erwartet."

"Was ich aber jetzt schon sagen kann ist, dass die wichtigen Radar-Scans im Innern der Grabkammer noch nicht durchgeführt wurden und wir derzeit hoffen, diese im kommenden Jahr ausführen zu können."