Eine neue Entdeckung in Indien stellt die im Mainstream akzeptierte Menschheitsgeschichte ein weiteres Mal in Frage.
ChennaiSteinwerkzeuge
© Sharma Centre for Heritage Education
Einige der mehr als 700 Steinwerkzeuge aus Chennai.
7.000 in Indien während der letzten 20 Jahre gefundene Steinartefakte mit einem Alter von mindestens 250.000 Jahren stellen die frühe Menschheitsgeschichte ein weiteres Mal in Frage.
Weiter heißt es:
Zu den im indischen Chennai gefundenen eindeutig künstlich und absichtlich hergestellten Steinspitzen, wie sie jetzt im Fachjournal Nature (DOI: 10.1038/nature25444 ) beschrieben wurden, gehören auch einige hoch präzise und komplex ausgeführte Exemplare die offenbar gezielt zur Schäftung und Anspitzung genutzt wurden und die eine deutliche Entwicklung seit den ältesten bislang bekannten rund 400.000 Jahre alten Hand-Steinäxten aufzeigen.
Konkret wird über folgenden Umstand berichtet, der nicht ins bisherige Bild der Menschheitsgeschichte passt:
Wie das Team um Shanti Pappu vom Sharma Centre for Heritage Education berichtet, legen die Funde nahe, dass entweder die dortigen Frühmenschen schon damals selbstständig deutlich höher entwickelte Werkzeuge herstellen konnten, als dies ihnen bislang zugesprochen wurde, oder dass sie schon sehr viel früher Kontakt zu weiter entwickelten frühen modernen Menschen - die bislang als Erfinder der Technologie galten und vor rund 300.000 Jahren auftauchten - hatten als dies bislang vermutet wurde.

Bislang fehlen zu den Steinwerkzeugfunden allerdings noch jegliche fossilen menschlichen Funde weswegen die beteiligten Anthropologen derzeit mit einer endgültigen Deutung und deren genauer Zuordnung noch vorsichtig sind.