Der US‑Präsident Donald Trump bestreitet die Verantwortung der USA für den Luftangriff auf eine Mädchenschule in Minab (Iran), bei dem rund 175 Menschen, vorwiegend Kinder, getötet wurden, und macht stattdessen eine fehlgeleitete iranische Rakete verantwortlich. Gleichzeitig kommen Recherchen großer westlicher Medien (darunter AP, CNN, New York Times und Washington Post) anhand von Satellitenbildern und visuellen Beweisen zu dem Schluss, dass die Schule höchstwahrscheinlich im Rahmen eines US‑Luftangriffs auf nahegelegene Stellungen der Revolutionsgarden getroffen wurde. Zudem wurde die Schule zweimal bombardiert.

US President Donald Trump • Tehran, Iran
© Public Domain
Laut einem Medienbericht gehen auch interne US‑Militärermittlungen davon aus, dass amerikanische Streitkräfte wahrscheinlich für den Schlag verantwortlich sind, auch wenn die Untersuchung offiziell noch nicht abgeschlossen ist. Trump und sein Kriegsminister Pete Hegseth betonen hingegen, man untersuche den Vorfall noch, und behaupten, nur Iran würde gezielt Zivilisten ins Visier nehmen.

Der Angriff auf die Grundschule gilt als der bislang tödlichste Einzelangriff im laufenden US‑israelischen Krieg gegen Iran, der am 28. Februar begann. Die Vereinten Nationen verurteilten die Zerstörung der Schule als "schweren Angriff auf Kinder, Bildung und die Zukunft einer gesamten Gemeinschaft" und mahnten, Zivilisten dürften niemals als Kollateralschaden behandelt werden.

Trump äußerte weiter, dass die Iraner "zu den bösartigsten Menschen, die jemals auf der Erde gelebt haben" gehören und sie "schneiden Babys die Köpfe ab - sie hacken Frauen in zwei."