Mal wollte Bergsteiger Reinhold Messner dem legendären Yeti gegenübergestanden haben, dann erklärte er ihn zur Mischung aus Fakten und Fiktion. Die Existenz des Schneemenschen wollen sibirische Behörden nun aber „unwiderlegbar“ bewiesen haben.
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Ein Foto des Yeti gibt es natürlich nicht, obwohl sibirische Behörden seine Existenz angeblich bewiesen haben. Diese Zeichnung des Schneemenschen fertigte der sowjetische Wissenschaftler A.G. Pronin an. Er will dem Yeti im Jahre 1967 zwei mal begegnet sein.

Bei einer Expedition im russischen Gebiet Kemerowo seien eindeutige Beweise für die Existenz des Fabelwesens erbracht worden, teilte die Regionalverwaltung nach einer internationalen Yeti-Konferenz mit. Das berichteten örtliche Medien am Montag.

Zu einer Begegnung mit dem Schneemenschen kam es in der Region rund 3200 Kilometer östlich von Moskau zwar nicht. Allerdings seien „seine Fußabdrücke, seine mutmaßliche Schlafstätte und verschiedene Markierungen, mit denen der Yeti sein Revier kennzeichnet“ gefunden worden, teilten die Forscher mit. Außerdem entdeckten sie nach eigenen Angaben „möglicherweise“ auch Haare. Die Teilnehmer kamen unter anderem aus Russland, den USA und Kanada.

Die Yeti-Fundstücke wandern nun ins Labor

Die gesammelten „Artefakte“ würden zu 95 Prozent beweisen, dass der Yeti in der Region lebt, betonte die Behörde. Die Fundstücke sollen nun in einem Labor untersucht werden. Die Yeti-Forscher forderten eine „ernstere Einstellung in der Gesellschaft und den Medien“ zu dem Thema. Ehrengast der dreitägigen Konferenz war der Schwergewichtsboxer Nikolai Walujew, der selbst bereits nach dem Schneemenschen gesucht hatte - allerdings ebenfalls ohne Erfolg.

Der Yeti ist Erzählungen zufolge ein haariges Wesen, das vor allem im Himalaya wohnen soll. Viele Russen glauben aber, dass der Schneemann auch in einigen Regionen Sibiriens vorkommt. Anerkannte Beweise für die Existenz des Yetis gibt es bisher nicht. Auch bei der aktuellen Meldung könnte es sich um einen Marketing-Gag handeln: Die Bergbau-Region Kemerowo geht dem Yeti seit einigen Jahren nach, um den Tourismus anzukurbeln.

ps/dpa/AFP