Schijndel/ Niederlande - Wie das "Dutch Crop Circle Archive" berichtet, wurde am Morgen des 4. Februar 2012 ein weiteres Muster im Schnee auf einem Teich, dieses Mal nahe Schijndel in der Provinz Noord-Brabant entdeckt. Zuvor hatten Kreismuster im leichten Schnee und Reif auf einem Teich bei Arnheim für Verwunderung unter Anwohnern und Meteorologen gesorgt. Das neue Muster unterscheidet sich hingegen deutlich von den Arnheimer Kreisen.
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© Jos Schouten, dcca.nl
Muster im Schnee auf einem zugefrorenen Teich nahe Schijndel, Noord Brabant, Niederlande.

Während auf dem Teich im Arnheimer Freilichtmuseum nur eine leichte Schnee und Reifdecke in kreisrunden Flächen regelrecht freigeweht wurde (...wir berichteten), zeichnet sich das Muster auf dem Teich nahe Schijndel dadurch aus, dass in die mehrere Zentimeter dicke Schneeschicht auf dem Eis ein Pfad "gegraben" wurde, der sich, in mehr oder weniger regelmäßiger Breite und Abstand verbleibend, zu einem fingerabdruckartigen Muster über den Teich windet.

Wie die Forscher um Robert Boerman und Sjaak Damen auf ihrer Internetseite (dccca.nl) berichten, handelt es sich um einen Teich, auf einem für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Privatgelände. Nach Angaben des Besitzers hat das Muster einen Durchmesser von 30 Metern und müsse in der Nacht vom 3. auf den 4. Februar 2012 entstanden sein. Laut seiner Aussage fanden sie zur Zeit der Erstentdeckung außer den das Muster bildenden Bahnen keinerlei weitere Fußspuren im Schnee. Die auf den Fotos sichtbaren Fußspuren seien erst später durch seine Enkel die das Muster sehen wollten, entstanden.

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© Jos Schouten, dcca.nl
Eine weitere Aufnahmen des Schneemusters nahe Schijndel.

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© Jos Schouten, dcca.nl
Während bislang zum Muster im Schnee nahe Schijndel keine weiteren Informationen vorliegen, wird weiterhin über die Herkunft und Entstehung der Kreise von Arnheim spekuliert. Könnten diese, so fragten sich Mitarbeiter des Freilichtmuseums, nicht auch durch Vibrationen eines in der Nähe arbeiteten Traktors erzeugt worden sein, die die Eisfläche in Schwingungen versetzt haben könnten?

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© franklaumen.de (Kornkreis), Alexander Lauterwasser, wasserklangbilder.de
Selbst eines der geometrisch komplexesten Kornkreismuster, die sogenannte "Sonnenblume", die im August 2000 am Woodborough Hill in Wiltshire entdeckt wurde (l.), findet seine geometrische Entsprechung in einem Wasser-Klang-Bild bei einer Schwingungsfrequenz von 102,528 Hz (r.).
Tatsächlich vermuten Kornkreisforscher schon lange, dass einige Kornkreise auch durch Schall- und Schwingungswellen entstanden sein könnten und verweisen auf die auffallenden Ähnlichkeiten zwischen chladnischen Klangfiguren - wenn Sandkörner auf einer Metallplatte in Schwingung gebracht, sich wie durch Zauberhand in geometrischen Mustern anordnen - oder mit deren flüssigem Gegenstück, cymatischen Wasser-Klang-Bilder.


"Gerade im Fall der Kreise von Arnheim könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Eisfläche sozusagen als Schwingungsträger wirkte und so die Kreise auf die Art und Weise entstanden, wenn der leichte Schnee und Reif sozusagen den Sand ersetzte und in die Kreisform 'gerüttelt' wurden", kommentiert der deutsche Kornkreisforscher Andreas Müller (kornkreise-forschung.de) die Theorie. Selbst zu komplexesten Kornkreismustern hat Müller in seinem Buch "Kornkreise - Geometrie, Phänomene, Forschung" (s. unsere Buchempfehlung) geometrische Gegenstücke aus der Cymatic aufgezeigt (s. Abb.).

"Sollte sich nachweisen lassen, dass die Arnheimer Kreise tatsächlich auf diese Weise entstanden sind, wäre das sicherlich auch für die Kornkreis-Diskussion sehr interessant. (...)".

grenzwissenschaft-aktuell.de / kornkreise-forschung.de / dcca.nl