Colorado Springs/Washington. Bei schweren Unwettern in den USA sind am Wochenende 17 Menschen ums Leben gekommen. Für Millionen Amerikaner fiel inmitten der Hitzewelle der Strom aus. Es werde Tage dauern die Versorgung wiederherzustellen, erklärten Behördensprecher. Im Westen der USA wüten weiter Buschfeuer.
Umgestürzter baum
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Bei schweren Unwettern sind am Wochenende in den USA 17 Menschen ums Leben gekommen. Die Bewohner der Ostküste leider unter einer Hitzewelle.
Mehr als drei Millionen Amerikaner haben nach schweren Stürmen auch am Sonntag inmitten einer Hitzewelle ohne Strom auskommen müssen. Die Unwetter kosteten 17 Menschen das Leben. Es werde Tage dauern, die Stromversorgung wieder herzustellen, erklärten die Behörden. Zahlreiche Menschen suchten in Einkaufszentren, Kinos und anderen Orten, wo die Klimaanlagen noch funktionierten, Zuflucht vor Temperaturen von bis zu 40 Grad.

Unterdessen durften tausende Bewohner der vom zerstörerischsten Waldbrand in der Geschichte des US-Staats Colorado bedrohten Wohngebiete am Sonntag in ihre Häuser zurückkehren - wenn sie noch standen. Die Flammen hatten rund 350 Häuser in Colorado Springs zerstört. In einer abgebrannten Ruine wurden zwei Leichen entdeckt. Die Behörden rechneten allerdings nicht damit, weitere Tote zu finden.

Viele Evakuierte dürfen in ihre Häuser zurück

Die zurückkehrenden Bewohner wunderten sich über die Launen des Feuers. Nur die Betonfundamente sind von C.J. Moores Haus übriggeblieben. Die Briefe im Briefkasten waren dagegen unversehrt. „Es ist einfach unwirklich“, sagte sie. „Großer Gott! Ich habe so etwas noch nie gesehen. Gott sei Dank war niemand hier.“ In der Nähe stehende Autos waren zu verkohlten schwarzen Gerippen verbrannt. Drei Häuser in der Nachbarschaft blieben aber unversehrt.

Rund 7000 Anwohner durften am Sonntag in ihre Häuser zurück. Damit waren nur noch 3000 Menschen von den Evakuierungen betroffen. Auf dem Höhepunkt des Waldo-Canyon-Feuers waren es 30.000.

Buschfeuer wüten weiter im Westen der USA

Nach einer Woche, in der wechselnde Winde die Flammen immer wieder anfachten, brachten die Einsatzkräfte das Feuer am Wochenende zu 45 Prozent unter Kontrolle. Die Behörden gaben sich zuversichtlich, dass sie ein weiteres Ausbreiten der Flammen verhindern könnten. „Wir sind vorsichtig optimistisch“, sagte Einsatzleiter Rich Harvey am Sonntag.

Die Untersuchungen zur Ursache des Waldbrands dauern an. Seit dem Ausbruch am 23. Juni kostete die Bekämpfung bereits 8,8 Millionen Dollar.

Das Waldo-Canyon-Feuer ist allerdings nur das größte in einer Reihe Waldbränden im Westen der USA. In Utah wüteten am Wochenende acht Waldbrände und in Montana wurden mehrere Gemeinden evakuiert, um die Bewohner vor einem sich schnell ausbreitendem Feuer in Sicherheit zu bringen. In Wyoming breiteten sich Flammen in Windeseile auf ein großes, aber nur dünn besiedeltes Gebiet aus und in Idaho wurden 66 Häuser bei einem Waldbrand zerstört.

(dapd)