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Fr, 22 Sep 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
Karte


Bandaid

Forscher entwickeln Körperfett-Wegschmelzpflaster

© CUMC
Feine Nadeln verpassen den Fettpolstern den Wirkstoff.
Speckröllchen an Hüfte, Po und Co - Körperfett verteilt sich bekanntlich oft nicht gleichmäßig, sondern bildet Polster, die sich schwer bekämpfen lassen. Doch das könnte sich vielleicht bald ändern: Durch ein raffiniertes Nano-Tech-Pflaster haben Forscher bei Mäusen schlechtes weißes in gutes braunes Fett verwandelt und damit die Mause-Speckröllchen zum Schmelzen gebracht. Außerdem verbesserte sich der gesamte Stoffwechsel der Versuchstiere. Die Entwickler hoffen, mit diesem Konzept nun bald auch Fettpolster sowie Stoffwechselstörungen beim Menschen bekämpfen zu können.

Fett ist nicht gleich Fett: Die berüchtigten Fettpolster bestehen größtenteils aus der Version von Fettzellen, die überschüssige Energie speichern - es handelt sich um das sogenannte weiße Fett. Genau umgekehrt wirken dagegen die sogenannten braunen Fettzellen: Wie Heizungsaggregate verbrauchen sie Energie und erzeugen dabei Wärme. Das braune Fett senkt dadurch den Blutzuckerspiegel, was mit einer Wirkung gegen Fettleibigkeit und Stoffwechselstörungen wie Diabetes einhergeht.

Kommentar: Es gibt wesentlich intelligentere und gesündere Methoden zum Abnehmen, die vor allem damit zu tun haben, wie man sich ernährt:


Ladybug

Wasserwanzen "tanzen" zu menschlichen Rufen

Schreckhaft oder paarungswillig? Diese Wasserwanzen hüpfen synchron zu den Rufen eines Anglers
© Screenshot
Was aussieht wie unzählige kleine Detonationen auf der Wasseroberfläche, zeigt in Wirklichkeit, wie kleine Wanzen auf den Ruf eines Anglers reagieren. Als sich dieser in der Kaiser Wilderness in Kalifornien auf Fischfang begab, entdeckte er das ungewöhnliche Naturschauspiel. Wiederholt lässt er ein freundliches "Hey" über den See schallen und bringt die Insekten damit immer wieder zum hüpfen.


Bei den Tieren handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Schar von Ruderwanzen. Die 'Micronectascholtzi' verfügt nicht nur über ein Gehörogan, sie gilt auch als lautestes Tier der Welt - zumindest gemessen an ihrer Körpergröße. In einem Experiment von französischen und schottischen Wissenschafltern kamen die zirpenden Männchen auf gehörige 99,2 Dezibel.

Comet

Wissenschaftler entdecken zwei sich umkreisende Asteroiden zwischen Jupiter und Mars

© Pixabay
Wissenschaftler haben ein bisher einzigartiges kosmisches Objekt in dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter entdeckt: Zwei umeinander kreisende Asteroiden. Das berichtet das Online-Magazin für Raumfahrt und Astronomie Space.com.

Dem Bericht zufolge heißt das Objekt "288P" und besteht aus zwei Asteroiden. Seine Einzigartigkeit bestehe darin, dass die Asteroiden sich um einander bewegen und wie Kometen den Wasserdampf in den Weltraum aussprühen. Viele Asteroiden zwischen Mars und Jupiter hätten eine dieser Eigenschaften. Es sei den Wissenschaftlern aber bisher keiner dieser kosmischen Körper bekannt, beide in sich vereine.


Kommentar: Derartige Phänomene, welche die Mainstream-Wissenschaft verblüfft, werden in dem bald auf Deutsch erscheinenden Buch Earth Changes and the Human Cosmic Connection (Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos-Verbindung) erläutert. Die meisten Kapitel des Buches können Sie bereits in übersetzter Form online bei uns einsehen.


Dig

Archäologen finden einzigartiges Delfin-Grab auf Guernsey

© Guernsey Archaeology/YouTube
Das „Delfin-Grab“ auf Chapelle Dom Hue
Oxford (Großbritannien) - Bei Ausgrabungen auf Guernsey haben Archäologen aus Oxford einen ebenso ungewöhnlichen wie bislang einzigartigen Fund gemacht: In einem zunächst als mittelalterliches Mönchsgrab gedeuteten Aushub entdeckten die Forscher die Knochen eines jungen Delfins, der hier offenbar absichtlich und nach christlicher Tradition einst beigesetzt wurde.

"Das ist der wirklich seltsamste Fund in meiner 35-jährigen archäologischen Laufbahn", gesteht der Archäologe Philip de Jersey von der Oxford University in seinem Online-Tagebuch der Ausgrabungen auf der kleinen Gezeiteninsel Chapelle Dom Hue vor Guernsey ein, die im Mittelalter Mönchen als Zufluchtsort diente.

Mars

Mehr Beweise für einst fließende Gewässer auf dem Mars

© B.T. Cardenas et al., Geological Society of America Bulletin
In der Mars-Region Aeolis Dorsa belegen im Relief umgekehrte Sedimente einstiger Flussläufe langfristig vorhandene Flüsse.
Austin (USA) - In der Mars-Region Aeolis Dorsa haben Wissenschaftler deutliche Spuren von Ablagerungen einstiger, über lange Zeiträume fließender Flüsse gefunden, die hier vor rund 3,5 Milliarden Jahren geflossen sind und eindrucksvoll einstiges flüssiges Wasser an der Marsoberfläche belegen.

Wie das Team um B.T. Cardenas von der Jackson School of Geosciences an der University of Texas at Austin aktuell im Fachjournal der Geological Society of America GSA Bulletin (DOI: 10.1130/B31567.1) berichten, sind diese Ablagerungen deshalb selbst heute noch auf Satellitenaufnahmen zu erkennen, da die durch einen Prozess entstanden, den Geologen als "topografische Inversion" bzw. als "Reliefumkehr" bezeichnen und in der tektonischer Formen durch Abtragung unterschiedlich widerstandsfähiger Gesteine regelrecht umgekehrt werden:. Sättel und Horste werden zu morphologischen Depressionen, Mulden und Gräben zu Erhebungen.

Kommentar:


Evil Rays

Forscher entwickeln neuen Tarnkappen-Strahl

© TU Wien
Grafische Darstellung des Wirkungsprinzips der neuen Tarnkappentechnologie: Ein Material mit inneren Unregelmäßigkeiten streut einen einfallenden Lichtstrahl in alle Richtungen (Abb. l.). Von oben wird das Material mit einem ganz bestimmten Muster beleuchtet, dadurch kann die Welle von links das Objekt ungestört durchdringen. (Abb. r.).
Wien (Österreich) - Dem Traum von der Tarnkappe, mit der Objekte unsichtbar gemacht werden können, wollen Wiener Physiker ein gutes Stück näher gekommen sein. Der neue Ansatz für Tarnkappen-Technologien funktioniert bereits in der Theorie und in Computersimulationen - und soll bald auch schon in der Realität getestet werden.

"Ein vollständig undurchsichtiges Material wird von oben oder unten mit einem ganz bestimmten Wellenmuster bestrahlt - und das führt dazu, dass Lichtwellen von links nach rechts völlig ungehindert durch das Material dringen können", so beschreibt die Pressemitteilung der Technischen Universität Wien das Resultat der Forschungen, die ganz neue Möglichkeiten für aktive Tarnung eröffnen soll. "Das Prinzip ist für ganz unterschiedliche Arten von Wellen anwendbar - nicht nur für Licht, sondern etwa auch für Schallwellen."

"Komplizierte Materialien wie etwa ein Stück Würfelzucker sind undurchsichtig, weil die Lichtwellen in ihnen unzählige Male abgelenkt und gestreut werden", erklärt Prof. Stefan Rotter vom Institut für Theoretische Physik der TU Wien, der gemeinsam mit Kollegen aus Griechenland und den USA die neue Technologie erforscht. "Das Licht kann zwar eindringen und irgendwo wieder herauskommen, aber die Lichtwelle kann sich nicht geradlinig durch das Medium hindurchbewegen. Stattdessen wird sie chaotisch in alle Richtungen gestreut."

Satellite

NASA zerstört Raumsonde Cassini um mögliches Leben auf Saturnmonden zu schützen

© NASA
Künstlerische Interpretation des Abstiegs der Cassini-Sonde in die Saturn-Atmospäre (Illu.)
Washington (USA) - 13 Jahre lang hat die NASA-Sonde "Cassini" den Ringplaneten Saturn und seine Monde erforscht. Am heutigen Freitagmittag endet die Mission mit dem gezielten Absturz der Sonde auf den Gasplaneten. Der Grund für das finale Manöver liegt in einer der wichtigsten Entdeckungen der Sonde: Potentiell lebensfreundliche Ozeane auf einigen Saturnmonden wie Enceladus.

"Das Risiko, dass die Sonde ohne Treibstoff unkontrolliert auf Enceladus stürzen und dort eventuell vorhandenes Leben gefährden könnte, ist einfach zu groß, als dass die Sonde unsteuerbar im Saturn-System verbleiben könnte", erläutert die NASA.

Dig

Neue Analyseergebnisse und drei neue Mumienfunde in Nazca

© Gaia.tv
Die drei neuen Körper. Standbild aus dem Video.
Cuzco (Peru) - In der Kontroverse um die rätselhaften Trockenmumienfunde in Peru hat der US-Onlinesender "Gaia" ein weiteres Update seiner Doku-Reihe "Unearthing Nazca" veröffentlicht. Darin werden neue Analyseergebnisse zu den bereits bekannten Mumien sowie drei weitere Körper, als sogenannte "Familie" präsentiert.

- Hinweis: Während die Serie bislang nur im kostenpflichtigen Abo zu sehen war, zeigt Gaia die "Unearthing Nazca"-Reihe mittlerweile vollständig konstenlos.

Zu Beginn des mittlerweile sechsten Teils der Doku-Serie "Unearthing Nazca" werden zunächst neue Untersuchungsergebnisse an einigen der bereits bekannten Mumien präsentiert.

Kommentar:


Jupiter

"Nicht ausreichend verstanden": Astronomen rätseln über Jupiters Nordlichter

Die Aurora Borealis ist eines der beeindruckendsten Naturphänomene der Erde. Jedes Jahr reisen zahlreiche Menschen in Richtung der Pole, um das Schauspiel mit eigenen Augen zu sehen. Auf der Erde werden die Nordlichter durch Ströme elektrischer Energie erzeugt, die von der Sonne ausgehen.
© NASA/ESA
Auf dem Jupiter sind diese Lichter etwa zehnmal heller als auf der Erde. Die Aurora auf dem Jupiter gilt sogar als mächtigste im Sonnensystem. Nur bisher weiß keiner, woher sie ihre unglaubliche Energie bezieht.

Ergebnis einer Beschleunigung

"Auf dem Jupiter sind die hellsten Lichter das Ergebnis eines turbulenten Beschleunigungsprozesses, den wir bisher noch nicht ausreichend verstanden haben", erklärt Barry Mauk von den John Hopkins Universität in einer Presseaussendung.

Auf dem Jupiter werden die Elektronen, die das Licht erzeugen, mit einer Geschwindigkeit von 400.000 Elektrovolt beschleunigt, was etwa 30 Mal mehr ist als die schnellste auf der Erde jemals gemessene Geschwindigkeit.

Kommentar: Informationen über die elektrischen plasma Interaktionen in unserem Sonnensystem finden Sie in unseren bald erscheinenden Buch:


Mars

Gibt es Seen, Vegetation und sogar Bäume auf dem Mars?

Marsanomalien-Jäger, die sich die offiziellen NASA-Bilder vom Roten Planeten in allen Einzelheiten anschauen, haben wieder etwas entdeckt, das sie für Seen halten.
Die Aufnahmen sollen von der NASA-Raumsonde »Mars Reconnaissance Orbiter« aufgenommen worden sein und zeigen Formationen, die irdischen Seen sehr ähneln und sogar eine Vegetation wie Bäume erkennen lassen.


Zwar hat die US-Weltraumbehörde in den letzten Jahren selbst schon zahlreiche Andeutungen gemacht, dass es tatsächlich noch Wasser auf dem Mars geben könnte, doch Kritiker argumentieren, dass solche Bilder darauf hindeuten, dass Wasser viel häufiger und sichtbarer auf dem Roten Planeten vorhanden sei, als man es uns glauben machen will. Andere Forscher vermuten, dass diese »ungewöhnliche« Strukturen auf der Marsoberfläche zwar eine Art Flüssigkeit sein könnte, doch nicht zwangsläufig Wasser.