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Mi, 18 Jan 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Bulb

Russland und USA: Wissenschaftler hoffen auf Leben in der Venus-Atmosphäre

Während sich die Suche nach außerirdischem Leben im Sonnensystem derzeit auf den Mars und die Eismonde von Jupiter und Saturn konzentriert, wollen russische und US-amerikanische Wissenschaftler mit einer zukünftigen Mission Leben auf der Venus, bzw. in deren oberen Atmosphärenschichten suchen. Nicht zuletzt sind es bislang unerklärte dunkle Streifen in der Venus-Atmosphäre, die die Forscher auf dortiges Leben hoffen lassen.
© ESA/MPS/DLR/IDA
Auch auf dieser Ansicht der Venus im ultravioletten Licht, aufgenommen von der europäischen Sonde „Venus Exress“, sind die bislang unerklärten dunklen Streifen in der Venus-Atmosphäre deutlich zu erkennen.
Madison (USA) - Wie das „Astrobiology Magazine“ der NASA berichtet, soll die angedachte Mission „Venera-D“ mit einer unbemannten Drohne die Venusatmosphäre erforschen und unter anderem die Zusammensetzung der dunklen Streifen genau untersuchen. Diese Streifen absorbieren ultraviolettes Sonnenlicht und könnten, wie Missionswissenschaftler erläutern, auch aus Mikroben bestehen.

Angedacht ist der Start der Gemeinschaftsmission von NASA und ROSKOSMOS für 2025 und soll neben der Atmosphärendrohne auch aus einer Landeeinheit für die Erkundung der Venusoberfläche bestehen.

Evil Rays

Zu welchem Zweck? Forscher lösen mit Laser gezielt "Killer-Instinkt" bei Mäusen aus

© Courtesy of Ivan de Araujo
Maus beim Angriff auf eine Grille.
New Haven (USA) - Wissenschaftler der Yale University haben genau jenen Schaltkreis im Hirn von Mäusen isoliert, der bei den Tieren für die räuberische Jagd und das Töten der Beute verantwortlich ist. Durch die Stimulation dieser Hirnregion - das zeigten die Forscher eindrucksvoll in weiteren Experimenten - gelang es ihnen, bei den Tieren ganz spontan den „Killer-Instikt“ und einen zombieartigen Tötungstrieb auszulösen.

Wie die Forscher um Professor Ivan de Araujo von der Yale University School of Medicine aktuell im Fachjournal Cell (DOI: 10.1016/j.cell.2016.12.027) berichten, handele es sich konkret um Neuronen (also Hirnzellen) im Emotions- und Motivationszentrum des Gehirns, der sogenannten Amygdala. Diese sind sowohl für das Auslösen des Jagd- und Tötungstriebs wie auch der Muskelaktivität in Kiefer und Nacken zum Zubeißen der Tiere zuständig.

Fish

Sensation: Forscher beobachten und filmen erstmals lebende rubinrote Seedrachen

Erstmals vor gerade einmal knapp zwei Jahren anhand toter Exemplare wissenschaftlich beschrieben, ist es Meeresbiologen jetzt erstmals gelungen sogenannte lebende Rubinrote Seedrachen in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

© Scripps Oceanography
Ein Rubinroter Seedrache in seiner natürlichem Umgebung (Standbild Video).
La Jolla (USA) - Wie die Forscher des Scripps Research Institute an der University of California und des Western Australian Museum berichten, gelangen ihnen die Beobachtungen mit Hilfe ferngelenkter Miniroboter vor dem Recherche Archipel an der Küste Westaustraliens, vor dem in 50 Metern Tiefe.


Bei Seedrachen handelt es sich um kleine sogenannte Fetzenfische, die zu den Seenadeln zählen und deren Aussehen an das von Seepferdchen erinnert und die durch ihre fetzen- und blattförmigen Anhängsel in den Seegrasfeldern perfekt getarnt sind.

Nebula

Astronomen vermuten: Extrasolare Herkunft von Planet Neun

Während Astronomen immer noch fieberhaft um den Nachweis für die Existenz eines aufgrund gemeinsamer, von der Norm abweichender Umlaufbahneigenschaften ferner Objekte im Sonnensystem, vermuteten weiteren großen Planeten im äußersten Sonnensystem ringen, spekulieren US-Astronomen bereits darüber, dass dieser Planet ursprünglich gar nicht Teil unseres Sonnensystems war und einst einsam durchs All trieb.
© Caltech/R. Hurt (IPAC)
Künstlerische Interpretation des mutmaßlich neunten Planeten im Sonnensystem. Die Forscher vermuten, dass es sich um einen Planeten handelt, der Uranus und Neptun gleichen könnte (Illu.).
Las Cruces (USA) - Wie das Team um James Vesper und Professor Paul Mason von der New Mexico State University (NMSU) auf dem Jahrestreffen der American Astronomical Society (AAS) berichtete, sei es „wahrscheinlich, dass es sich bei dieser Welt um einen von der Sonne eingefangenen sogenannten ‚Rogue Planet‘ handelt.“ Hierbei handelt es sich um „Einzelgängerplaneten“, Planeten also, die - ungebunden an einen Stern - durchs All fliegen.

In 156 Computersimulationen haben die Astrophysiker Begegnungen solcher Einzelgänger unterschiedlicher Größen und Flugbahnen mit unserem Sonnensystem simuliert.

Moon

Forscher: Unser Mond ist offenbar älter, als ursprünglich gedacht

© Sputnik/Vladimir Sergeev
Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) haben festgestellt, dass der Mond wesentlich älter ist, als früher angenommen wurde. Dies teilte am Donnerstag ein Pressebericht auf der Webseite der Universität mit.

Demnach beträgt das Alter des Erd-Mondes mindestens 4,51 Milliarden Jahre. Diese Schlussfolgerungen stützten sich auf die Analyse von acht Zirkon-Mineralproben, die die amerikanischen Astronauten 1971 beim Appolo-14-Flug zum Mond auf der Oberfläche des Himmelskörpers gesammelt hatten und die bis heute ihre ursprüngliche Gestalt bewahrt haben sollen.

„Zirkon ist die beste Uhr in der Natur“, erläutert der Professor für Geochemie und Astrochemie an der UCLA, Kevin McKeegan. „Er kann am besten die geologische Geschichte fixieren und deren Ursprung offenbaren.“

Frühere Hypothesen über das Mondalter stützten sich ihm zufolge auf eine Analyse des Mondgesteins, das durch die zahllosen Meteoriteneinschläge auf der Mondoberfläche aber „verunreinigt“ worden sei. Derartige Gesteinsproben hätten laut dem Professor lediglich Auskunft über den Zeitpunkt irgendwelcher Ereignisse in der Geschichte des Erdtrabanten geben können.

Die neue Studie besagt nun, dass sich der Mondbereits 60 Millionen Jahre nach der Geburt des Sonnensystems herausgebildet hatte. Früher meinte man, das sei erst 100 bis 200 Millionen Jahre nach dem Entstehen unseres Sonnensystems geschehen.

Kommentar:


Moon

Hat es mehrere Erdmonde gegeben? Neue Theorie zur Entstehung unseres Mondes

© Sebastian Voltmer, astrophoto.de
Der Erdenmond.
Rechovot (Israel) - Israelische Wissenschaftler präsentieren eine neue Theorie zur Entstehung unseres Mondes. Demnach soll unser heutiger Mond nicht der erste, sondern vielmehr der letzte in einer ganzen Reihe früherer und kleinerer Monde sein, die unsere Erde einst umkreist haben und sich durch Kollisionen zum heutigen Mond zusammengefunden haben.

Wie Professor Raluca Rufo vom Weizmann Institute, Professor Hagai Perets von Technion und Oded Aharonso aktuell im Fachjournal Nature Geoscience (DOI: 10.1038/ngeo2866) berichten, widerspricht ihre Theorie der bisherigen Lehrmeinung, wonach der heutige Mond das Ergebnis der gewaltigen Kollision eines einzelnen, in etwa marsgroßen Objekts (Theia) mit der jungen Erde ist.

Kommentar:


Magnify

Forscher entschlüsseln Zusammenhang zwischen Infektionen und Autoimmunkrankheiten

Forscher entschlüsseln den Zusammenhang zwischen Autoimmunität und Infektionen
© Juan Gärtner/fotolia.com
T-Lymphozyten können gegen unterschiedliche andere Zellen aktiv werden. Eine fehlerhafte Proteinaufnahme der B-Lymphozyten führt hier zu einer Aktivierung der T-Lymphozyten gegen körpereigene Zellen.
Bislang sind die verschiedenen Formen der Autoimmunkrankheiten nur unzureichend erklärt und am Ende bleibt die Frage offen, weshalb das Immunsystem sich bei manchen Menschen gegen die eigenen Körperzellen richtet. Wissenschaftler der Universität Basel habe nun einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Autoimmunkrankheiten und vorherigen Infektionen entdeckt, der einen neuen Erklärungsansatz liefert.

Aus früheren Untersuchungen war bereits bekannt, dass Autoimmunreaktionen mit Infektionen zusammenhängen können, doch blieb der zugrundeliegende Mechanismus bislang unklar. Die Wissenschaftler der Universität Basel haben hier nun eine mögliche Erklärung entdeckt. „Wenn die Abwehrzellen bestimmte Proteine aus den Erregerzellen aufnehmen, können Fehler auftreten“, berichten die Forscher. Dies verursacht nach einer Infektion mitunter das Phänomen der Autoimmunität. Ihre Studienergebnisse haben die Wissenschaftler in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht.

Fireball

Asteroid trifft fast die Erde: 24 Stunden vorher entdeckt

In der Nacht zum heutigen Dienstag raste ein gewaltiger Asteroid nur knapp an der Erde vorbei. Die Astronomen der University of Arizona's Catalina Sky Survey hatten ihn erst 24 Stunden vorher entdeckt.
Dass es zu keiner Katastrophe kam, ist reine Glückssache gewesen, denn wäre der Asteroid mit der Bezeichnung »2017 AG13« in die Erdatmosphäre eingedrungen, hätte er - vorausgesetzt, er wäre schon in der Luft explodiert und nicht aufgeschlagen - mindestens die gleichen Schäden angerichtet, die mit denen aus 2013 im russischen Chelyabinsk vergleichbar wären. Damals hatte der Meteor in einem großen Radius über 1.000 Menschen verletzt und viel Gebäude und Fensterscheiben beschädigt.

Kommentar: Das Elektrische Universum - Teil 21: Zunahme der Kometenaktivität


Question

Bald keine Fülllungen mehr? Forscher entdecken Arznei zur natürlichen Zahnreparatur

Sind Füllungen in Zähnen bald überflüssig?
© DDRockstar/fotolia.com
Löcher in den Zähnen sind sehr schmerzhaft und werden meist durch eine Füllung vom Zahnarzt behandelt. Wissenschaftler entwickelten jetzt eine neue Methode, um Löcher in den Zähnen zu reparieren. Bei dieser regeneriert sich der Zahn mit der Hilfe eines Medikaments selber.
Der Gang zum Zahnarzt gehört in der Regel nicht zu den angenehmsten Ereignissen im Leben. Wenn unsere Zähne geschädigt sind, müssen entstandene Löcher allerdings behandelt werden. Forscher fanden jetzt heraus, dass eine Chemikalie dazu beitragen kann kleine Löcher in den Zähnen zu heilen.

Die Wissenschaftler des international anerkannten King’s College London stellten bei einer Untersuchung fest, dass eine bestimmte Chemikalie kleine Löcher in Zähnen zu heilen scheint. Aus diesem Grund könnten Füllungen in Zukunft vielleicht überflüssig werden. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift Science Reports.

Bulb

Bahnbrechende Entdeckung: Wundheilung ohne Narbenbildung möglich

Ist die Regeneration von normaler Haut ohne die Entstehung von Narbengewebe möglich?
© gamjai/fotolia.com
Wunden hinterlassen häufig Narben auf unserem Körper. Mediziner entdeckten jetzt eine Möglichkeit, um die Wundheilung ohne Narbenbildung zu ermöglichen.
Das Leben geht an den meisten Menschen nicht spurlos vorbei. Ob durch Stürze und Verletzungen in der Kindheit, spätere Unfälle beim Sport oder chirurgische Eingriffe, so gut wie jeder Mensch trägt Narben mit sich herum. Forscher entdeckten jetzt einen Weg, Wunden ohne Narbenbildung zu heilen.

Die Wissenschaftler der University of Pennsylvania und der University of California, Irvine stellten bei ihrer Untersuchung fest, dass eine Wundheilung ohne Narbenbildung möglich ist. Durch eine neue Methode können Mediziner bei Wunden normale Haut regenerieren, ohne übliches Narbengewebe entstehen zu lassen. Die Experten veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift Science.