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Sa, 18 Nov 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
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Erfolgreich? Erste Transplantation eines Menschenkopfes durchgeführt

Die erste Transplantation eines menschlichen Kopfes soll in China erfolgreich durchgeführt worden sein. Allerdings sei der fremde Kopf nicht einem lebenden Menschen, sondern einer Leiche angenäht worden.
© Reuters Russell Cheyne
Der umstrittene chirurgische Eingriff soll von dem italienischen Wissenschaftler Serio Canavero geleitet worden sein, der eine glänzende Zukunft für sein medizinisches Verfahren sieht. Auf einer Pressekonferenz in Wien erklärte er, dass er während der Operation die Wirbelsäule, Nerven und Blutgefäße erfolgreich wieder annähte. Nachdem die erste Transplantation an Leichen erfolgreich war, ist der nächste Schritt eine Transplantation der Köpfe zweier hirntoter Organspender. Danach stehe einer Kopftransplantation an einem lebenden Menschen nichts mehr im Wege. Der bahnbrechende Eingriff soll an einem Chinesen durchgeführt werden, obwohl ein russischer Techniker, Walerij Spiridonow, sich als Erster freiwillig meldete. Spiridonow, der an Muskelschwundstörungen leidet, erhofft sich ein längeres Leben durch die Operation.

Kommentar: Warum Canavero dies als Erfolg bezeichnet bleibt ungeklärt.


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Überreste Buddhas vermeintlich in China gefunden

In der chinesischen Provinz Gansu wurde ein Keramikkasten entdeckt, in der die Überreste Buddhas aufbewahrt liegen sollen.
© Chinese Cultural Relics
Den historischen Berichten zufolge, sammelten vor etwa 1.000 Jahren zwei Mönche rund zwei Jahrzehnte lang alle verfügbaren Überreste des verbrannten Leichnams von Buddha - dem Mann, auf dessen Lehren der heutige Buddhismus beruht. Nun glaubt ein Archäologenteam unter der Leitung von Hong Wu vom Gansu Provincial Institute of Cultural Relics and Archaeology, dass sie möglicherweise diese Überreste gemeinsam mit über 260 buddhistischen Statuen entdeckt haben. Sie lagen in einer Kiste unter einer Straße im chinesischen Kreis Jingchuan begraben.

"Die Mönche Yunjiang und Zhiming von der Lotusschule, die zum Manjusri-Tempel des Longxing-Klosters in der Präfektur Jingzhou gehört, sammelten über 2.000 Sariras (buddhistische Reliquien) sowie die Zähne und Knochen Buddhas und vergruben sie zusammen am 22. Juni 1013 in der Manjusri-Halle dieses Tempels", steht auf dem Keramikkasten geschrieben. Es ist jedoch äußerst schwierig festzustellen, ob diese Überreste tatsächlich von Buddha sind, und es ist sehr unwahrscheinlich, es überhaupt jemals mit Gewissheit sagen zu können.

Black Magic

Forscher setzen menschliche Mini-Gehirne in Ratten ein

Dank Stammzellen sind unsere Wissenschaftler in der Lage, winzige menschliche Gehirne unter Laborbedingungen zu erzeugen - und jetzt ist es sogar möglich, diese Organoide (humane Organe) in Tieren heranzuzüchten. Die ethischen Bedenken dieses Forschungszweiges wurden in der Vergangenheit bereits angesprochen und sie werden zukünftig wohl noch größer werden, wenn die bisher unveröffentlichten Forschungsergebnisse, die auf dem diesjährigen Treffen der Society for Neuroscience vom 11. bis 15. November 2017 vorgestellt wurden, bekannt werden.

Organoide können einen großen Nutzen zur Erforschung des Gehirns sein, da wir diese im Labor gezüchtete graue Masse für Studien verwenden können, die man ansonsten als unethisch bezeichnen würde, wenn darin ein lebendes menschliches Subjekt involviert wäre. Diese Organoide besitzen sowohl die physikalischen Eigenschaften als auch die Reaktionen des menschlichen Gehirns in seiner frühen Entwicklungsphase und sind deshalb hervorragend als Ersatz für Gehirnexperimente geeignet.

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Lebende Fossilien in Tasmanien entdeckt: Stromatolithen

Die einstigen Herrscher der Erde wurden in extreme Nischen verdrängt. In Tasmanien bilden sich die urzeitlichen Stromatolithen hingegen unter fast alltäglichen Bedingungen.
© Rolan Eberhard (DPIPWE)
Zu den allerersten Lebensformen, deren fossile Überreste man heute noch findet, zählen die Stromatolithen: Durch Bakterienkolonien hervorgebrachte Gesteinsstrukturen, die einen charakteristischen schichtartigen Aufbau zeigen. Heutzutage sind diese Lebensformen in stark salzhaltige Seen oder andere extreme Nischen verdrängt. Denn die Biofilme, aus denen sie bestehen, haben unter den meisten heutigen Umweltbedingungen keine Chance gegen Fressfeinde.

In Tasmanien haben Wissenschaftler nun jedoch Stromatolithen entdeckt, die in einer weit weniger extremen Umwelt überleben. Wie das Team um Bernadette Prömse von der University of Tasmania in Hobart schreibt, gedeihen diese Kolonien in kühlen Süßwassertümpeln, die nur schwach alkalisch sind. Von ihrer Entdeckung im Naturschutzgebiet Tasmanische Wildnis, einem UNESCO-Welterbe, berichten sie im Fachmagazin Scientific Reports. Die lebenden Fossilien tauchten in einer Landschaft auf, die von kalkhaltigen Karstquellen dominiert wird.

Stromatolithen bestehen aus diversen Bakterienarten, die eine Lebensgemeinschaft bilden, darunter vor allem Zyanobakterien. Gemeinsam erzeugen sie einen dünnen Biofilm, auf dem sich durch den Stoffwechsel der Bakterien kalkhaltiges Sediment anlagert. Dieses wiederum zwingt die Mikroorganismen, in die Höhe zu wachsen - ein Prozess, der sich fortwährend wiederholt und die typische Schichtung zur Folge hat.

Moon

Erdähnlicher Planet mit lebensfreundlichem Klima in Nachbar-Sonnensystem entdeckt

© ESO/M. Kornmesser
Künstlerische Darstellung des Planeten “Ross 128 b” (Illu.).
Grenoble (Frankreich) - Nachdem im vergangenen Jahr bereits ein erdähnlicher Planet innerhalb der lebensfreundlichen Zone um den nur vier Lichtjahre entfernten Nachbarstern Proxima Centauri entdeckt wurde (...GreWi berichtete), haben Astronomen nun auch einen erdgroßen und -warmen Planeten um den gerade einmal 11 Lichtjahre entfernten und ruhigen Zwergstern Ross 128 entdeckt. Der Umstand, dass der Stern deutlich weniger aktiv ist als Proxima, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass auf diesem Planeten Leben möglich ist. Einmal mehr scheint sich zu bestätigen, dass potentiell lebensfreundliche Planeten eher die Regel als die Ausnahme sind - auch in unserer nahen interstellaren Nachbarschaft.

Entdeckt wurde der gemäßigte und erdähnliche Planet "Ross 128 b" mit dem Planetenjäger-Instrument HARPS (High Accuracy Radial velocity Planet Searcher (HARPS)) am La Silla-Observatorium der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile von Astronomen aus Frankreich, der Schweiz, Spanien und Argentinien.

Nach "Proxima b", ist "Ross 128 b" damit nun der zweitnächste Planet mit gemäßigtem Klima, der bislang entdeckt wurde. Außerdem handelt es sich um den uns nächsten Planeten, der einen inaktiven Roten Zwergstern umkreist, was die Wahrscheinlichkeit zusehends erhöht, dass auf diesem Planeten Leben möglich ist. "'Ross 128 b' wird ein erstklassiges Ziel für das 'Extremely Large Telescope' der ESO sein, das in der Lage sein wird, nach Biomarkern in seiner Atmosphäre zu suchen", kommentiert die ESO die Entdeckung.

Kommentar:


Ice Cube

Gut erhaltenen Höhlenlöwen im sibirischen Permafrost entdeckt

© Siberian Times/ YouTube
Der Kopf des Höhlenlöwen
Forscher präsentierten die Überreste eines bis zu 50.000 Jahre alten Jungtiers, die Klon-Hoffnungen weiter anheizen.

Forscher vermelden einen sensationellen Fund in Sibirien: In der autonomen Teilrepublik Sacha im Nordosten Russlands wurden die ausgezeichnet erhaltenen und bis zu 50.000 Jahre alten Überreste eines jungen Höhlenlöwen entdeckt.
"Er ist perfekt erhalten, alle Gliedmaßen haben überdauert. Es gibt keine Spuren äußerer Verletzungen der Haut",
sagte der Paläontologe Albert Protopopov von der Akademie der Wissenschaften in Jakutsk zur Siberian Times.

Evil Rays

Alarmierende Forschungsergebnisse: WLAN beeinflusst Gehirnströme massiv

Am 28.10.2017 lief in RTL-Explosiv Weekend der Bericht "Kopfschmerzen im Auto woher kommt das?" über einen wissenschaftlichen Versuch, bei dem die Strahlenbelastungen auf das Gehirn im Automobil gemessen wurden.

RTL bezeichnet die Ergebnisse als alarmierend. Tatsächlich, nach dem Einschalten der Autoelektrik, insbesondere von WLAN, verändern sich die Gehirnströme.

Aussagen aus dem Film

Kommentar:
"Ein starker Effekt in den Gehirnwellen (völlige Verzerrung) nach Einschaltung des WLAN zusätzlich zur Autoelektronik (Motor, Klimaanlage) wird sichtbar... (Min 3,10)." (1)
Prof. Schöllhorn, Uni Mainz (ab Min 3,40) (2):
"Die Auto-Elektronik wirkt sich auf das Gehirn aus. Dort werden Frequenzen ausgelöst, die normalerweise nur unter Stress auftreten würden und bei hoher Aktivierung. Der hohe Stress führt über das Gehirn mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer höheren Spannung in der Muskulatur. Auch dort kann man dies nachweisen. Das kann Auswirkungen bis zu Krämpfen haben. Wir wissen aber auch, dass das Gehirn Auswirkungen auf das Herz hat. Ich würde sagen, dass die Werte in so einem Bereich liegen, wo es auch für die WHO von Interesse wird."
Die Wissenschaftler bestätigen, was die Forschung seit langem nachweist: WLAN führt zu Konzentrationsstörungen, Erschöpfung und Burn-Out. WLAN ist zelltoxisch. Die neuen Autos sind verstrahlte, gehirnschädigende faradaysche Käfige.

Mars

Mikroben können auf dem Mars Millionen von Jahren überleben

© NASA/JPL-Caltech/Cornell Univ./Arizona State Univ.
Die stark verwitterte Marsoberfläche (Regolith), hier eine Augnahme des NASA-Marsrovers “Curiosity”, würde Marsmikroben für Jahrmillionen Schutz bieten.
Moskau (Russland) - Anhand einer simulierten Mars-Umgebung zeigen russische Wissenschaftler , dass selbst einige irdische Mikroorganismen die hohe Strahlung und die niedrigen Temperaturen sehr viel länger überleben können als bislang gedacht. Die neuen Daten können nicht nur auf den Mars angewandt, sondern auch auf andere Himmelskörper im Sonnensystem übertragen werden.

Wie das Team um Vladimir S. Cheptsov von der Lomonosov Moscow State University (LMSU) aktuell im Fachjournal Extremophils (DOI: 10.1007/s00792-017-0966-7) berichtet, haben sie sogenannte extremophile Mikroorganismen in Permafrostböden in einer Mars-Klimakammer, in der die Umweltbedingungen des Mars simuliert werden können, starker Gammastrahlung und Niedrigtemperaturen ausgesetzt.

Die Durchschnittstemperatur auf dem Roten Planeten liegt bei -63 Grad, kann aber in den Nächten der Polarregionen sogar bis auf -145 Grad Celsius fallen, während der atmosphärische Druck 100-1000 mal geringer ist als auf der Erde und der Planet aufgrund des kaum vorhandenen Magnetfeldes fortwährend starker ultravioletter und ionisierender Strahlung ausgesetzt ist.

Jupiter

Juno-Sonde: Neue spektakuläre Aufnahmen von Jupiter

Die NASA hat neue Aufnahmen der Jupiter-Sonde "Juno" veröffentlicht, die spektakuläre Ansichten der wolkendichten südlichen Hemisphäre des Gasplaneten zeigen.
© NASA / Bearb.: Gerald Eichstädt and Seán Doran
Farbverstärkte Juno-Aufnahmen vom achten Vorbeiflug der Sonde am Jupiter vom 24. Oktober 2017.
Washington (USA) - Wie die US-Raumfahrtbehörde berichtet, stammen die Aufnahmen vom achten Vorbeiflug am Jupiter, den die Sonde am 24. Oktober 2017 durchgeführt hatte. Sie zeigen den Gasriesen aus einer Entfernung von 3.400 Kilometern. Der nächste Vorbeiflug ist für den 16. Dezember geplant.

Wie schon die früheren Juno-Daten, so wurden diese Bilder auch als Rohdaten veröffentlicht, um nicht nur den Missionswissenschaftlern, sondern auch NASA-unabhängigen Forschern und Laien die Möglichkeit der eigenen Auswertung dieser Daten zu geben. Hier gezeigten Bilder sind Beispiele für die Verarbeitung der Bilddaten - in diesem Fall durch Gerald Eichstädt, Erman Anit und Seán Doran.

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Interview mit ScanPyramids-Leiter: "Weitere Anomalien in der Cheopspyramide entdeckt"

Im Rahmen der Kontroverse um den kürzlich entdeckten und bislang unbekannten großen Hohlraum oberhalb der Großen Galerie im Innern der auch als Cheopspyramide bezeichneten Großen Pyramide von Gizeh (...GreWi berichtete) hat der Herausgeber von Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi), Andreas Müller, mit einem Leiter des ScanPyramids-Projects, dem Präsidenten und Gründer des HIP-Instituts, Mehdi Tayoubi exklusiv über die Entdeckung, die Kontroverse und die nächsten Schritte bei der Erkundung der Pyramide gesprochen.
© ScanPyramids.org
Die Position des neu entdeckten großen “Hohlraums” im innern der Großen Pyramide von Gizeh (Illu.).
Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi): Die Entdeckung, die Sie und Ihre Kollegen im Fachjournal Nature beschreiben hat offenbar zu einigen Unstimmigkeiten geführt, vor allem bei einigen Mitarbeitern des ägyptischen Antikenministeriums und mit Zahi Hawass, die beide der Bedeutung dieser Entdeckung widersprechen (...GreWi berichtete)



Mehdi Tayoubi: Zunächst einmal möchte ich klarstellen, dass es eigentlich keine Unstimmigkeiten gibt, da Ägyptologen keine ausgewiesenen Physiker sind, die Bedeutung unserer Entdeckung aber darin liegt, dass sie von drei unterschiedlichen Teams anerkannter und renommierter Institutionen gegenseitig bestätigt wurde.

Kommentar: Große Pyramide: Forscher finden Hinweise auf rätselhaften Hohlraum