Willkommen bei SOTT.net
Fr, 26 Mai 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
Karte


Caesar

Das Elektrische Universum - Teil 34: Historische Beweise einer Mensch-Kosmos Verbindung

© Sott.net/Myriam Kieffer
Wie bereits zuvor erwähnt, glaubten unsere Vorfahren fest an eine Verbindung zwischen dem Verhalten der Menschen und Naturkatastrophen. Wenn die Menschen sich gut verhalten haben, so glaubten sie, dass auch die Natur weiterhin ruhig bleiben würde, doch wenn die Menschen sich schlecht verhalten, würde dies den Zorn der ‘Götter’ verursachen und die Natur würde dann heftig darauf reagieren.

Es waren jedoch damals nicht nur die ‘gewöhnlichen’ Schichten der Gesellschaft, die an diese Mensch-Kosmos-Verbindung geglaubten haben. Wissenschaftler, Orakel und Führer waren von einem ähnlichen Glauben überzeugt. Chronisten (die Historiker der Antike) schrieben in endlosen Texten über kosmische Katastrophen (den Zorn der Götter), die durch Missbräuche der Eliten ausgelöst wurden. Diese Themen waren tatsächlich die Kernaussage ihrer Texte.

Der Chronist Michael der Syrer714 ging sogar noch weiter. Er strukturierte jede Seite seiner Chroniken in zwei Spalten. In der rechten Spalte listete er die politischen Aneglegenheiten und das Verhalten der Eliten auf, während in der linken Spalte die darauf folgenden Naturkatastrophen aufgelistet wurden. Natürlich kommentierte er auch reichlich über die Verbindung dieser zwei Spalten auf Grund der anspruchsvollen Aufgabe herauszufinden welcher politische Skandal genau welche Umweltkatastrophe ausgelöst hat.715

Um die Korrelation zwischen kosmischen Katastrophen und dem Fehlverhalten von Führern zu illustrieren, werden wir uns zunächst nur auf ein Beispiel konzentrieren: Auf die letzten Jahrzehnte des Römischen Reiches (530-580 n. Chr.). Der folgende Auszug ist ein Ausschnitt von Prokops Geheimgeschichte mit dem Titel "How Justinian Killed a Trillion People" (‘Wie Justinian eine Billion Menschen getötet hat’). Beachten Sie, dass Prokop wohl der prominenteste Historiker des 6. Jahrhunderts war. Die meisten Wissenschaftler halten ihn für den letzten großen Historiker der Antike.716 Prokop war nicht nur ein Historiker: mehr als zehn Jahre lang war er auch ein Berater des größten Generals dieser Zeit, Belisar.717 Als solcher war er zu dieser Zeit, durch zahlreiche Reisen, Kämpfe und Verhandlungen, ein direkter Zeuge des politischen und militärischen Lebens in Rom. Nach seinem Ausscheiden aus dem Militärwesen wurde er Richter und in dieser Eigenschaft hatte er Wege und Möglichkeiten an die Insiderinformationen zu kommen, die den Inhalt seiner Geheimgeschichte bilden.718

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Telescope

Hubble entdeckt neuen Mond in unserem Sonnensystem

© NASA, ESA, C. Kiss (Konkoly Observatory), and J. Stansberry (STScI)
Auf zwei Hubble-Aufnahmen ist der Mond um den Zwergplaneten „2007 OR10“ deutlich zu erkennen (s. Pfeile).
Budapest (Ungarn) - Mit dem Weltraumteleskop Hubble haben Astronomen einen bislang unbekannten Mond um das Objekt „2007 OR10“ und damit um den drittgrößten Zwergplaneten in unserem Sonnensystem entdeckt. Die Entdeckung erlaubt Rückschlüsse auf die Entstehung von Monden im frühen Sonnensystem.

„2007 OR10“ umkreist unsere Sonne im Kuiper-Gürtel, einer Trümmerregion am Rande unseres Planetensystems, die ein Überbleibsel aus der Entstehung unseres Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren darstellt und als Heimat eines Großteils der Kometen gilt.

Mit der aktuell von Astronomen um Csaba Kiss vom Konkoly Observatorium in Budapst im Fachjournal The Astrophysical Journal Letters (DOI: 10.3847/2041-8213/aa6484) beschriebenen Entdeckung wurden nun um nahezu alle bekannten Zwergplaneten im Kuipergürtel (also dortige Objekte von mehr als 600 Kilometern Durchmesser) - mit Ausnahme von Sedna - Monde nachgewiesen.

Sheeple

"Zyklopen-Ziege" in Indien geboren

Ein aktuell online veröffentlichtes Video zeigt eine kleine Ziege, die mit einem einzigen großen Auge in der Mitte der Stirn geboren wurde. Unweigerlich wird man dabei an die Legende von Odysseus und dem Zyklopen Polyphem erinnert.

© Rima Sharma
Die Baby-Ziege wurde am 10. Mai in dem indischen BundesstaatAssam geboren und ist einzigartig. Sie besitzt nur ein Stirn-mittiges, großes Auge sowie eine verkürzte Schnauze und sieht im Gesamtbild so ungewöhnlich aus, als wenn es direkt einem Gen-Labor entsprungen wäre. Ihre Geburt hat sich so rasant herumgesprochen, dass die Menschen aus dem ganzen Umland in das kleine Dorf strömen, um das vermeintliche Wunder mit eigenen Augen zu sehen.


Music

Weitere Studie legt nahe: Pflanzen können hören

© Rasbak (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 3.0
Erbsenkeimlinge
Crawley (Australien) - Viele Pflanzen- und Gartenfreunde sind bereits davon überzeugt, dass ihre Zöglinge besser gedeihen, wenn man mit ihnen spricht oder ihnen gar - bevorzugt klassische - Musik vorspielt. Was bislang wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen wurde, könnte nun durch die Beobachtung einer weiteren Studie gestützt werden. In dieser zeigt eine australische Evolutionsbiologin, dass Pflanzen offenbar tatsächlich Töne, etwa fließenden Wassers oder summender Insekten wahrnehmen können.

Wie die Evolutionsbiologin Monica Gagliano von der University of Western Australia aktuell im Fachjournal Oecologia (DOI: 10.1007/s00442-017-3862-z) berichtet, hat sie Erbsenkeimlinge in Töpfen ausgepflanzt, die wie ein nach unten gerichtetes „Y“ geformt sind. Ein Arm dieser Töpfe reichte in einen von Wasser umflossenen Behälter - der andere in einen lediglich mit trockener Erde gefüllten.

In sämtlichen Versuchen bildeten sich die Wurzeln stets nur in jenen Arm aus, der vom Wasser umspült wurde. „Die Pflanzen ‚wussten‘ offenbar, dass das Wasser dort war, obwohl das einzige, was sie vom Wasser wahrnehmen konnten, dessen Fließgeräusch war“, so die Forscherin.

Dig

Sensationsfund: Bergarbeiter finden uralte "Dino-Mumie"

© Robert Clark / National Geographic
„Wie ein schlafender Drache“, wirkt das nahezu lebensecht erhaltene Fossil eines in Kanada gefundenen Nodosaurus.
Drumheller (Kanada) - Ist die Rede von Dinosaurierfossilien, so denken wir bestenfalls an vollständig erhaltene Skelette, also versteinerte Knochen als letzte Überreste der Urzeit-Echsen. Bei Arbeiten in einer kanadischen Mine haben Arbeiter nun jedoch einen wahrhaftigen Sensationsfund gemacht: Eine regelrecht versteinerte „Mumie“ zeigt einen sogenannten Nodosaurus nahezu lebensecht bzw. wie eine steinerne Statue.

Wie die Paläonthologen um Mark Mitchell vom Royal Tyrrell Museum of Paleontology aktuell und exklusiv in der Juni-Ausgabe von National Geographic berichten, stammt der Fund aus der sogenannte „Millenium Mine“ in der kanadischen Provinz Alberta. Das Fossil zeigt, die Haut- und Panzerschuppen des Nodosaurus in bislang unbekannter, nahezu lebensechter Qualität (s. Abb.).

Entdeckt wurde die fossilierte Außenhaut und Panzerung des Sauriers im Innern eines kleinen „Einschlagskraters“, anhand dessen die Wissenschaftler auch rekonstruieren konnten, wie es zu der ungewöhnlich guten Versteinerung kommen konnte.

Cow Skull

Premiere - Wissenschaftler erwischen Hirsch als er menschliche Gebeine frisst

Texanische Forensiker hatten mit Fotofallen studiert, welche Aasfresser menschlichen Überresten zusetzen können - ein Gast kam unerwartet.

© Meckel et al., J Forensic Sci 2017
Ein Weißwedelhirsch mit menschlichen Knochen im Maul
San Marcos - Tierische Pflanzenfresser handhaben ihren Speisezettel meist etwas lockerer als menschliche Vegetarier. Abgesehen von weitverbreiteter Omnivorie - also einer grundsätzlich gemischten Ernährung - kennt man auch zahllose Fälle von Tieren, die als klassische Pflanzenfresser eingestuft sind, aber doch zu Fleisch greifen, wenn sich eine Gelegenheit auftut.

Das gilt beispielsweise für so gut wie alle Säugetierarten, von Rehen über Eichhörnchen bis zu Pandabären. Oft bedienen sich die Tiere an Aas, es kann aber auch zu Eierdiebstahl kommen oder sogar noch lebende Beute gefressen werden. Ein Sonderfall ist die sogenannte Plazentophagie, bei der Tiermütter nach der Geburt ihre eigene Plazenta auffressen: Das ist unter den Höheren Säugetieren derart weit verbreitet, dass der Mensch zu den wenigen Ausnahmen zählt, die dies nicht tun.

Cloud Lightning

Erdveränderungen - Die tödlichsten Wetterkatastrophen der letzten Jahrzehnte

Was waren die tödlichsten Wetterkatastrophen? Die Weltwetterorganisation (WMO) hat ihre Archive durchforstet und solche Ereignisse nun offiziell registriert, wie sie am Donnerstag berichtete. Bisher hielt die WMO vor allem Temperatur- und Wetterrekorde fest.

© (Symbolbild) Keystone/AP/NARIMAN EL-MOFTY
Der Blitzschlag mit den höchsten indirekten Opferzahlen wurde 1994 in Ägypten erfasst - damals starben fast 500 Menschen
Bei dem tödlichsten je registrierten Hagelsturm kamen demnach 1988 in Indien 246 Menschen ums Leben. Die Menschen seien von Hagelkörnern so gross wie Orangen erschlagen worden. Der weltweit fatalste Blitzschlag mit 21 Toten habe sich 1975 im heutigen Simbabwe ereignet.

Die WMO listet in ihrem neuen Bericht drei weitere Wetterphänomene mit den höchsten Opferzahlen auf: Bei einem Zyklon starben nie so viele Menschen wie 1970 in Bangladesch, damals Ostpakistan: 300'000 kamen durch den «Great Bhola»-Zyklon um. Zyklone werden die tropischen Wirbelstürme im Indischen Ozean und im südlichen Pazifischen Ozean genannt.

Kommentar:


Network

Verrückt: Britische Firma will die Matrix zur Realität werden lassen

© Foto: Jamie Zawinski/Wikimedia
Das britische Start-up-Unternehmen »Improbable« plant, die Welt mit ihrer Virtual-Reality-Technologie völlig zu verändern.

Improbable ist in dem Bereich Virtual Reality (VR) zwar nicht so bekannt wie VR-Headset-Entwickler »Oculus« oder das an künstlicher Intelligenz spezialisierte Unternehmen »DeepMind«, doch auch wenn ihr Firmenname übersetzt unwahrscheinlich bedeutet, ist ihr Ziel vielleicht gar nicht so aussichtslos, wie man glaubt: Eine künstlich erschaffene Realität zu erschaffen.

Gründer und Geschäftsführer Herman Narula studierte Computerwissenschaft an der Cambridge University und hat bereits rund 500 Millionen Euro an Investorengeldern für sein ehrgeiziges Projekt gesammelt, die realistischste virtuelle Welt zu erschaffen, die es je gab. „Wir befinden uns heute dort, wo es möglich ist, künstliche Realitäten zu erschaffen. Aber nicht mit irgendeinem abstrakten Inhalt, sondern solche mit echter, leben-diger, atmender Entspannung und mittels Technik angetrieben, die es den Menschen erlaubt, völlig neue Erfahrungen zu machen. AI (Künstliche Intelligenz) bekommt die ganze Medienaufmerksamkeit, doch die Idee, die Realität neu zu erschaffen, ist etwas, was in das Bewusstsein der Menschen dringt und das ist genauso wichtig und so bedeutsam wie künstliche Intelligenz", sagte Narula.

Kommentar: Die Erschaffung einer solchen Matrix-Realität kann - wie die Förderung von Künstlichen Intelligenzen in der Forschung - unabsehbare Folgen haben. Doch davon abgesehen unterliegen wir bereits einer Art Matrix-Kontrollsystem.

Im Folgenden ein paar Link-Empfehlungen zum Thema Illusion ( bzw. Matrix) und wie man den Weg herausfinden kann:


Tornado2

Die Schotterteufel in der Atacama Wüste könnten die größten und stärksten der Erde sein

Staubteufel sind ein gängiges Phänomen in Wüsten unserer Erde. Doch in der trockensten Wüste der Welt, der Atacama im Westen Südamerikas, können diese kleinen Windhosen eine beängstigende Kraft entwickeln.
© Kathleen Benison, West Virginia University
Wer schon einmal in einen Sandsturm geraten ist, weiß mit Sicherheit, dass dies kein Vergnügen ist. Verglichen mit manchen Windhosen auf dem Salar de Gorbea in den Anden zwischen Argentinien und Chile, könnte das übliche Sandstrahlgeblase jedoch Kinderkram sein. Denn die Staubteufel sind offenbar so stark, dass sie große, klingenartige Gipskristalle aufwirbeln und zu größeren Kristallhaufen auftürmen können.

© Kathleen Benison, West Virginia University
Kompakte Gipskristallpakete
Das schließt die Geologin Kathleen Benison aus ihren Beobachtungen, die sie im Magazin Geology zusammenfasst. Die teilweise fast 30 Zentimeter langen Kristalle entstehen in sehr salzigen und sauren Tümpeln vulkanischen Ursprungs, sie finden sich aber noch kilometerweit von diesen entfernt in der Wüste - wohin sie in diesen Mengen nur durch sehr starke Winde verfrachtet werden können, so Benison.

Sobald einzelne Tümpel austrocknen, werden die Kristalle freigelegt und Wind und Wetter ausgesetzt. Teilweise ist der Boden flächendeckend damit übersät.

Alarm Clock

Mini-Pankreas im Bauchfell produziert Insulin - Doch Immunsuppressiva werden benötigt

Miami - US-Diabetologen wollen das Omentum majus, die fettgewebsreiche Duplikatur des Bauchfells, die schürzenartig den Darm bedeckt, in ein endokrines Mini-Pankreas umfunktionieren. Die erste Teilnehmerin einer Pilotstudie kommt laut einem Bericht im New England Journal of Medicine (2017; 376:1887-1889) nach einer Inselzell­trans­plantation seit mehr als einen Jahr ohne Insulin-Injektionen aus. Sie muss allerdings immunsupprimierende Medikamente einnehmen.
Die Idee einer Inselzelltransplantation ist nicht neu. Eine erste klinische Studie wurde bereits 1990 begonnen und mit dem sogenannten Edmonton-Protokoll wurde eine Immunsuppression gefunden, die die Inselzellen langfristig am Leben erhält. Die meis­ten Protokolle sehen eine Infusion der Inselzellen in die Pfortader vor, wonach sich die Inseln in der Leber ansiedeln. Die Leber ist jedoch nur bedingt für die Insel­trans­plan­tation geeignet, da die Infusion schwierig ist, es zu Blutungen kommen kann und die Menge der transplantierten Inseln begrenzt ist.

Wissenschaftler des Diabetes Research Institute an der Universität von Florida in Miami haben deshalb nach einem Ersatzorgan gesucht und es im Omentum majus gefunden. Es ist über einen minimal invasiven Zugang in der Bauchdecke leicht zugänglich und verfügt über die gleiche Blutversorgung wie die Bauchspeicheldrüse.