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Sa, 24 Okt 2020
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Wissenschaft und Technologie
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Sun

Versuch: Astronomen erklären ungewöhnlich fleckenlose Sonne

London (dpa) - Die Sonne hat ihre ungewöhnlich fleckenlose Phase in den vergangenen Jahren einer besonderen Konstellation ihres inneren Dynamos zu verdanken. Das berichtet ein indisch-amerikanisches Forscherteam im britischen Fachjournal Nature.

Das tiefste Aktivitätsminimum unseres Tagesgestirns seit rund 100 Jahren lässt sich demnach mit der Nord-Süd-Zirkulation von heißem, elektrisch geladenem Gas (Plasma) in der Sonnenatmosphäre erklären.

Die Aktivität der Sonne schwankt in einem etwa elfjährigen Rhythmus. Ein Indiz für die Aktivität sind die Sonnenflecken. Sie entstehen durch lokale Magnetfelder, die das elektrisch geladene Plasma festhalten. In der Folge kühlt das heiße Gas leicht ab und erscheint etwas dunkler als die umgebende Atmosphäre.

Der vergangene Sonnenzyklus mit der Nummer 23 hatte im Jahr 2001 sein Maximum. Im Anschluss zählten Astronomen die meisten sonnenfleckenlosen Tage seit Beginn des Raumfahrtzeitalters. Das Aktivitätsminimum war besonders ausgeprägt. Inzwischen nimmt die Sonnenaktivität wieder zu.

2 + 2 = 4

Mädchen bevorzugen "weibliche" Wissenschaftsthemen

students,library,boy,girl
© Shutterstock
Die Interessen von Studentinnen sind anders gelagert, als die ihrer männlichen Kollegen.
Neue Studie der Universität Luxemburg

Was macht naturwissenschaftliche Themen für Mädchen interessant?

Forscher an der Universität Luxemburg haben herausgefunden, dass sich Mädchen weniger als Jungen für Naturwissenschaften interessieren, da diese vorwiegend anhand ,männlicher" Beispiele vermittelt werden. Wenn Physik, Informatik oder Statistik mit Themen wie ,Einkaufen im Internet" oder ,Schönheitschirurgie" erklärt wurden, stieg das Interesse der Mädchen.

Das der Jungen hingegen nahm bei diesen Themen ab. ,Naturwissenschaftliche Themen, die in einer Art vermittelt werden, die als stereotypisch weiblich gilt, erlauben den Mädchen, ihr Selbstverständnis als heranwachsende Frau zu bewahren," erklären die Forscher in ihrer Veröffentlichung im "British Journal of Educational Psychology".

HAL9000

IBMs Jeopardy-Supercomputer wird Arzt

Jennings,Watson
© unbekannt
Ken Jennings: Außer bei Geographie chancenlos gegen Watson.

IBM hat mit seinem Supercomputer Watson noch einiges vor: Nachdem der Rechner gerade erst drei Jeopadry-Champions bei der gleichnamigen Quiz-Show alt aussehen ließ, soll er seinen Dienst nun in den Arzt-Zimmern der Welt verrichten.

Watson war an drei Tagen gegen die Quiz-Spezialisten Ken Jennings und Brad Rutter an. Wie die beiden menschlichen Spieler musste auch Watson bei Jeopardy zu einer Antwort die passende Frage "erraten". Er griff dafür auf Offline-Versionen zahlreicher Internet-Datenbanken wie beispielsweise der Wikipedia zurück und errechnete anschließend aus allen zu dem Thema gesammelten Informationen die wahrscheinlichste Frage. Am ersten Tag lag er in Sachen Treffergenauigkeiten mit den beiden menschlichen Kandidaten gleichauf. Tag zwei konnte der Computer dann klar für sich entscheiden, bevor er schließlich am dritten Tag mit übermenschlicher Präzision seinen Mitspielern keine Chance mehr ließ.

Meteor

Neue Art von Asteroiden entdeckt

Kleinplanet Vesta
© Ben Zellner/Peter Thomas/NASA
Ein gewaltiger Krater markiert die Südseite des Kleinplaneten Vesta. Das Bild Vesta in einer Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble (o.l.), als Rekonstruktion aus Modellrechnungen (o.r.) und in der Höhenkarte (u.)
Katlenburg-Lindau/ Deutschland - Forscher der "University of North Dakota" und des "Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung" (MPS) haben eine neue Art von Asteroid entdeckt. Die mineralogische Zusammensetzung des Körpers "1999 TA10" deutet darauf hin, dass er nicht wie viele andere Asteroiden aus der äußeren Gesteinskruste, sondern aus dem Innern des Mutterasteroiden Vesta stammt. Ein Asteroid mit dieser Zusammensetzung war bisher unbekannt.

Battery

Kunststoff als Strom-Leiter

Kunststoff ist das wichtigste Isolationsmaterial für leitende Stromkabel. Nun hat ein australisches Forscherteam mittels Ionenstrahl-Technik einen Kunststoff entwickelt, der Strom so gut leitet wie Metall.

Forscher der University of Queensland haben es geschafft, mit dem in der Mikroelektronik gängigen Ionenstrahl-Verfahren Eigenschaften von Halbleitern wie Silizium zu beeinflussen. Nach dem Aufbringen einer hauchdünnen Zinnschicht auf das Isolator-Material und der anschliessenden Einarbeitung mit Hilfe eines Ionenstrahls in die Oberfläche des Kunststoffes entsteht ein robustes, flexibles stromleitendes Material. Laut den Forschern lässt es sich industriell und vor allem kostengünstig herstellen.

Um zu beweisen, dass der leitende Kunststoff angewandt werden kann, haben die australischen Forscher einen Widerstandsthermometer konstruiert, für den normalerweise das teure Edelmetall Platin eingesetzt wird. Derartige Messgeräte beruhen auf der temperaturabhängigen Änderung des elektrischen Widerstandes. Die Wissenschaflter konnten zeigen, dass ihr Kunststoff basierter Widerstandsthermometer mindestens so genau ist wie aktuelle Platin-Modelle.

Meteor

Meteoriten brachten Lebensbaustein auf die Erde

Meteorit,Brocken
© dpa
Meteorit: 2008 entdeckten Forscher diesen Brocken
Ohne Stickstoff hätte sich das Leben auf der Erde wahrscheinlich nie entwickelt. Doch wie gelangte das Element auf unseren Planeten? Forscher haben jetzt einen Meteoriten als Quelle für den Grundbaustein enttarnt.

Meteoriteneinschläge sind wegen ihrer Zerstörungskraft gefürchtet: Trifft ein großer Gesteinsbrocken die Erde, kann das weltweit dramatische Folgen haben. Doch die Geschosse aus dem All könnten auch eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Lebens gespielt haben - in jener Zeit, in der die junge Erde unter kosmischem Dauerbeschuss stand. Dabei haben die Brocken aus dem All eventuell chemische Elemente und Verbindungen auf unseren Planeten gebracht, welche die Entstehung des Lebens erst ermöglicht haben.

Zu diesen Lebensbausteinen zählen zum Beispiel Aminosäuren. Proteine sind aus diesen kleinen Biomolekülen aufgebaut, die man in Meteoriten bereits gefunden hat. Im Gesteinsbrocken namens Murchison fanden Chemiker sogar Zigtausende organische Verbindungen, die neben Stickstoff und Kohlenstoff auch noch Schwefel und Phosphor enthielten.
Allerdings gibt es mit diesen Verbindungen ein Problem: Sie seien zu komplex, um als Ausgangsmaterial für die Vielfalt an Biomolekülen infrage zu kommen, kritisieren Forscher um Sandra Pizzarello von der Arizona State University in Tempe im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences". Deshalb suchten sie nach einfacheren Verbindungen in den kosmischen Steinen.

Bulb

Über die objektive Natur unserer Welt

Wir sprechen oft über "Objektivität" auf den Internetseiten von "Signs of the Times" (sott.net) bzw. "Zeichen der Zeit", und das Bedürfnis, diese in unseren Alltag einzubauen. Wir wissen aus ständiger eigener Erfahrung, dass Objektivität nicht einfach zu erreichen ist. Es verlangt fortlaufende und hartnäckige Anstrengungen, und zeichnet sich immer durch wiederholtes Misslingen aus, bevor irgendeine erfolgreiche Maßnahme erreicht werden kann. Die Gesellschaft ist gegenwärtig derart strukturiert, dass jegliche objektive Beobachtung an allen Ecken und Enden ausgeschlossen wird. Dank den Massenmedien wird unser Verstand ständig mit unterschiedlichen 'Hirn-Bonbons' gefüttert. Um unsere Leser in der schwierigen Aufgabe der objektiven Beobachtung unserer Umgebung zu unterstützen, präsentieren wir heute eine Übersicht der Art des Lebens auf der Erde - von einem rein objektiven Standpunkt aus gesehen.

Beaker

David Hilbert - Radioansprache von 1930

Am 8. September 1930 gab David Hilbert in Königsberg während des Kongresses der Vereinigung deutscher Naturwissenschaftler und Mediziner eine Ansprache mit dem Titel "Naturerkennen und Logik". Ein vierminütiger Auszug wurde damals über Radio ausgestrahlt und ist bis heute erhalten geblieben. Ein Tondokument im mp3 Format ist hier verfügbar. David Hilbert:

Chalkboard

Ark am Forschungszentrum Bielefeld

Prof. Dr. Arkadiusz Jadczyk ist Professor für theoretische Physik an der polnischen Universität Breslau. Er hat sich seit 1970 insgesamt etwa fünf Jahre in Deutschland aufgehalten, in Hamburg, Göttingen und vor allem in Bielefeld. 1995 erhielt er den Humboldt-Forschungspreis für die wissenschaftliche Kooperation zwischen Polen und Deutschland, der ihm 1995/96 erneut einen achtmonatigen Aufenthalt in Deutschland ermöglicht hat. Er hat sich dafür entschieden, diese Zeit wieder in Bielefeld am Forschungszentrum Bielefeld-Bochum-Stochastik (BiBoS) zu verbringen und sich gemeinsam mit Prof. Dr. Philippe Blanchard den Grundlagen der Quantenmechanik zu widmen.

Magnify

Überraschende Ergebnisse: Erbgut der Ur-Inuit indentifiziert

Ägyptische Mumien und Neandertaler waren bereits an der Reihe: Nun haben Forscher erstmals das Erbgut eines modernen Menschen aus der Vorzeit fast vollständig sequenziert. Es handelt sich um einen 4.000 Jahre alten Grönländer mit braunen Augen, Tendenz zur Glatze und Vorfahren im fernen Sibirien.
Ur-Inuit,eskimo

Künstlerische Darstellung des Ur-Inuit, einem Angehörigen der Saqqaq-Kultur in Grönland.
Aus ganzen vier Haaren und ebenso vielen Knochensplittern haben dänische Forscher das Erbgut des Arktisbewohners entnommen und zu 80 Prozent entziffert.

Wie die Gruppe um den Kopenhagener Evolutionsbiologen Eske Willerslev berichtete, hat die Analyse des Erbguts auch überraschende Aufschlüsse über die Herkunft gebracht.

Der Mann, den die Wissenschaftler nach dem grönländischen Wort für Mensch "Inuk" nannten, gehörte genetisch nicht zur heutigen Urbevölkerung der Polarinsel, sondern ins nordöstliche Sibirien.