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Sa, 24 Okt 2020
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
Karte

Hardhat

Studie zeigt: Dieselfahrzeuge sind sauberer als viele Elektrofahrzeuge

Die Feinstaub-Diskussion und die verschiedenen Fahrverbote wegen Dieselfahrzeugen in einigen Städten sind zurzeit ein größeres Thema in der Politik und auch in der Gesellschaft. Zu Recht, denn ein komplettes Verbot stellt viele Kleinbetriebe, die Dieselfahrzeuge nutzen, vor sehr große Probleme.
Diesel car ban germany
© AP
In diesem Zuge wird auch immer wieder das Elektrofahrzeug diskutiert und generell Öko-Strom gepriesen und gelobt. Doch sind es wirkliche Alternativen? Vor einigen Jahren veröffentlichte Sott.net einen Artikel zum Thema Öko-Strom:

Lebst du noch grün, oder denkst du schon? Der große Ökostrom-Betrug

Und auch die beliebten Elektrofahrzeuge haben es wirklich in sich - sprichwörtlich und auch praktisch. Dr. Jan Burgard von Berylls Strategy Advisors, eine auf die Automobilindustrie spezialisierte Top-Managementberatung, äußerte zu den Elektrofahrzeugen im letzten Jahr, dass sie am Ende nicht so ökologisch sind, wie sie uns immer verkauft werden. Dazu ein paar Aussagen aus einem englischen Artikel:

Nebula

Weit entfernt: Astronomen entdecken entferntestes Objekt im Sonnensystem

Astronomen haben das entfernteste Objekt unseres Sonnensystems entdeckt, nachdem dieselben Wissenschaftler erst im Dezember letzten Jahres das bis dato am weitesten entfernte Objekt entdeckt hatten.
Himmelskörper
© NASA/JPL-Caltech
Künstlerische Darstellung eines unbekannten Himmelskörpers im Sonnensystem (Illu.).
Washington (USA) - Erst im vergangenen Dezember entdeckten Astronomen das bis dahin von der Sonne am weitesten entfernte Objekt im Sonnensystem. Jetzt haben dieselben Astronomen ein noch weiter von der Sonne entfernteres Objekt entdeckt.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Das Objekt wurde während der Suche nach dem postulierten Planet 9 unseres Sonnensystems durch Zufall entdeckt:
Wie Scott S. Sheppard von der Carnegie Institution for Science erst gestern auf einem Vortrag an der Carnegie Institution for Science berichtete (s. Video u.) entdeckte er das Objekt gemeinsam mit seinen Kollegen Dave Tholen von der University of Hawaii und Chad Trujilo von der Northern Arizona University das nun beschriebene Objekt während ihrer Suche nach einem auch von ihnen vermuteten großen Planeten im äußeren Sonnensystem (Planet Nine), durch den Vergleich von Beobachtungsdaten des Blanco 4-Meter-Teleskop in Chile und des Subaru 8-Meter-Teleskop.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Das im Dezember entdeckte Objekt "2018 VG18" wurde auf den Namen "Farout" getauft und das jetzt entdeckte Objekt auf "FarFarOut":
Nachdem sie das im Dezember entdeckte Objekt mit der Bezeichnung "2018 VG18", das die Sonne in rund 120 Astronomischen Einheiten (AE = Abstand Sonne-Erde = rund 150.000.000 Kilometer) umkreist, bereits auf dem Spitznahmen "Farout" (weit draußen) getauft hatten (...GreWi berichtete), bezeichnen sie das neu entdeckte Objekt nun als "FarFarOut" (WeitWeitDraußen).

~ Grenzwissenschaft Aktuell
"FarFarOut" umkreist die Sonne in einer Distanz von rund 140 Astronomischen Einheiten!

Cassiopaea

Astronomen entdecken Hunderttausende bislang unbekannte Galaxien, astronomische Objekte und Phänomene

In den vergangenen Tagen haben Astronomen im Rahmen unterschiedlicher Projekte "Hunderttausende bislang unbekannter astronomischer Objekte und Phänomene entdeckt und beschrieben", berichtet Grenzwissenschaft Aktuell.
Milchstraße Infrarot
© NASA/JPL-Caltech/S. Stolovy (SSC/Caltech)
Symbolbild: Infrarotaufnahme unserer Milchstraße.
Astronomen vom Institut für Astrophysik der Universität Wien haben anhand "der jüngsten Daten des europäischen Weltraumteleskops "Gaia" in unmittelbarer Nachbarschaft zur Sonne einen Sternenstrom aus mindestens 4.000 Sternen entdeckt , die sich seit ihrer Entstehung vor etwa einer Milliarde Jahre geschlossen auf der gleichen Bahn durch die Milchstraße bewegen." Die Sterne waren zwar schon seit langem bekannt, jedoch stellte man durch die neuesten Daten fest dass sie ein miteinander verknüpftes System darstellen.
"Durch seine besondere Lage, die Sterne sind in etwa nur 300 Lichtjahre von der Erde entfernt, bietet der neu entdeckte Strom einzigartige Möglichkeiten zur Untersuchung der Lebenszyklen von Sternhaufen, dem Gravitationsfeld der Milchstraße und der Evolution von Planetensystemen", berichten die Wiener Astronomen aktuell im Fachjournal "Astronomy & Astrophysics" (DOI: 10.1051/0004-6361/201834950).

Milchstraße
© Gaia DR2 skymap / univie.ac.at/
Der Nachthimmel in einer sogenannten stereografischen Projektion. In dieser speziellen Darstellung ist die Milchstraße als Kreisring um den Galaktischen Südpol abgebildet. Der Sternenstrom (rote Punkten) überspannt fast die gesamte südliche galaktische Hemisphäre und kreuzt viele bekannte Sternbilder.
Durch die Entdeckung des Sternenstroms erhoffen sich die Astronomen neue Erkenntnisse über die Masseverteilung und das Gravitationsfeld der Milchstraße, sowie Einsicht in die Sternverteilung von Galaxien und hoffen, mit Gaia weitere derartige Systeme zu finden.
Die Presseinfo der Universität Wien finden Sie HIER
~ Grenzwissenschaft Aktuell
Gleichzeitig berichtet ein internationales Astronomen-Team in 26 Artikeln in einer Sonderausgabe des Fachjournals Astronomy & Astrophysics von Hunderttausenden bisher unbekannten Galaxien, die jetzt entdeckt wurden!
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Radiogalaxie 3C31
© Dr. Volker Heesen (Hamburger Sternwarte, Universität Hamburg) / LOFAR Surveys Team
Die Radiogalaxie 3C31 offenbart in Beobachtungen mit LOFAR (dargestellt in rot) eine beachtliche Ausdehnung von mehr als 3 Millionen Lichtjahren.
Die Radiogalaxie 3C31 offenbart in Beobachtungen mit LOFAR (dargestellt in rot) eine beachtliche Ausdehnung von mehr als 3 Millionen Lichtjahren.
Zuvor berichtete ein internationales Astronomen-Team in 26 Artikeln in einer Sonderausgabe des Fachjournals "Astronomy & Astrophysics"über die die ersten Karten und Forschungsergebnisse auf der Grundlage der Himmelsdurchmusterung mit dem Radioteleskopen-Netzwerks "Low Frequency Array" (LOFAR).
Hintergrund

LOFAR (Low Frequency Array) ist ein riesiges europäisches Netzwerk von Radioteleskopen, die über ein Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz miteinander verbunden sind und deren empfangene Signale zu einem einzigen Signal kombiniert werden. Leistungsstarke Supercomputer verwandeln 11.000 Einzelantennen in eine virtuelle Empfangsschüssel mit einem Durchmesser von 2.000 Kilometern. LOFAR arbeitet in den bisher weitgehend unerforschten Frequenzbereichen zwischen etwa 10 bis 80 Megahertz (MHz) und 110 bis 240 MHz. Es wird von der Forschungseinrichtung ASTRON in den Niederlanden gesteuert und gilt als das weltweit führende Teleskop seiner Art.

(Quelle: Thüringer Landessternwarte Tautenburg)
Die Karte enthüllt Hunderttausende unbekannter Galaxien und wirft zugleich ein neues Licht auf Forschungsgebiete wie Schwarze Löcher, interstellare Magnetfelder und Galaxienhaufen.

~ Grenzwissenschaft Aktuell

Blue Planet

Wissenschaftler ratlos: Satellit registriert neue und verblüffende Lichter über der Erde

Russische Wissenschaftler haben ein Licht-Phänomen in der Erdatmosphäre entdeckt, das mit keinen bekannten Gesetzen und Phänomenen der Physik erklärbar zu sein scheint. Der russische Satellit Lomonossow entdeckte vor kurzem das Phänomen.
Erde

Symbolbild
Russische Wissenschaftler berichten, ein Satelliten, der sich Dutzende Kilometer über der Erde befand , habe hochenergetische "Lichtexplosionen" entdeckt. Es heißt, dass das mysteriöse Phänomen mit dem Kenntnissstand der modernen Physik nicht erklärt werden kann.

Ungewöhnliche Weltraumphänomene wurden bereits zuvor in der Erdatmosphäre entdeckt, aber ein Team, das den Lomonossow-Satelliten betreibt - benannt nach dem berühmten russischen Wissenschaftler -, erklärt, dass es sich bei diesen Explosionen um etwas völlig Neues handelt.

"Wir kennen ihre physikalische Beschaffenheit noch nicht", sagte Michail Panasjuk, Leiter des Forschungsinstituts für Kernphysik der Staatlichen Moskauer Universität.

~ RT Deutsch
Solche Lichtereignisse sollen sich normalerweise durch Wetterereignisse erklären lassen:
aber der Himmel unter dem Satelliten war klar, ohne Sturm, Blitze oder Wolken in Sichtweite. "Was die Explosionen verursacht hat, ist eine offene Frage", sagte Panasjuk.

~ RT Deutsch
Auch UV-Blitze scheinen als Ursache ausgeschlossen zu sein:
Die Erdatmosphäre kann durch UV-Blitze und Stromschläge erhellt werden, aber diese sind meist mit Sturmwolken verbunden. Der UV-Bereich des Lemonossow-Satelliten ist für die Untersuchung starker kosmischer Strahlung ausgelegt, einschließlich verschiedener Lichtphänomene, Gammastrahlen und magnetosphärischer Partikel in der oberen Erdatmosphäre.

Dies erwies sich jedoch als eine anspruchsvolle Aufgabe, da die Atmosphäre laut Panasjuk stark von diversen Blitzen wie Lichtern der Stadt oder Baken an Flughäfen "verseucht" ist.

~ RT Deutsch
Erst letztes Jahr wurde ein weiteres unerklärliches Phänomen entdeckt:

Question

Bretagne: Frankreich soll der Ursprung der europäischen Megalithkultur sein

Laut Angaben einer neuen Studie sollen die ersten europäischen megalithischen Strukturen in der Bretagne in Frankreich ihren Ursprung haben und dann in andere Teile Europas verbreitet worden sein.
Stonehenge
Megalithbauten finden sich zu Tausenden in ganz Europa verteilt, und dennoch gleichen sich die Stile selbst an weit voneinander entfernt gelegenen Orten. Der Ursprung diese Megalithkultur in Europa ist jedoch bis heute umstritten. Eine neue Studie kommt nun zu dem Schluss, dass die europäische Megalithkultur in der heutigen Bretagne ihren Ursprung hatte, wo schon vor 7.000 Jahren die ersten Steinmonumente errichtet wurden, und sich vor hier aus über Seewege verbreitete.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Innerhalb von 1000 Jahren sollen die Strukturen sich laut Dr. Bettina Schulz Paulsson von der schwedischen Göteborgs Universität (veröffentlicht im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences von der Bretagne in ganz Europa ausgebreitet haben:
Wie Dr. Bettina Schulz Paulsson von der schwedischen Göteborgs Universitet aktuell im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences berichtet, breitete sich die Tradition der Errichtung megalithischer Monumente wie Menhire, Dolmen bis hin zu Steinkammergräbern und Steinkreisen von der Bretagne ausgehend in den folgenden rund 1.000 Jahren über den gesamten Kontinent und anliegende Inseln aus.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Die Grundlage dieser Behauptung bilden C14-Radiokarbondatierungen von mehr als 2.410 Megalithbauten in ganz Europa:

Bulb

Kuipergürtel: Form von Asteroid Ultima Thule ist komplett anders als vermutet

Nachdem die im Jahr 2006 gestartete US-Sonde der NASA mit dem Namen New Horizons Anfang Januar erstmals Bilder eines Asteroiden im sogenannten Kuipergürtel aufnehmen konnte, der auf den Namen "Ultima Thule" getauft wurde, ist die Form des Asteroiden jetzt überraschend anders als bisher berichtet wurde.
Ultima Thule
© NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Southwest Research Institute
Neu berechnetes Computermodell der Form von Ultima Thule.
Nachdem Anfang Januar die ersten Aufnahmen der NASA-Sonde "New Horizons" das Kuiper-Gürtel-Objekt (KBO) "Ultima Thule" (2014 MU69) gezeigt hatten, glaubten die NASA-Forscher die allgemeine Form des Doppelkörpers bis auf kleinere Details verstanden zu haben. Neue Daten und Aufnahmen zeigen nun, dass dem nicht so ist und Ultima Thule aus zwei Fladenförmigen Objekten und nicht zwei mehr oder weniger kugelförmigen Hälften besteht.

NASA und Missionswissenschaftler um Alan Stern vom Southwest Research Institute der John Hopkins University und dem National Optical Astronomy Observatory selbst beschreiben die nun ermittelte tatsächliche Form des Objekts als "höchst ungewöhnlich flach".

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Mehr Informationen dazu finden Sie auf Grenzwissenschaft Aktuell.

Moon

Mondrückseite mit Erde: Hobby-Astronomen gelingt Gesamtaufnahme

Hobby-Radioastronomen ist es gelungen, gleichzeitig die dunkle Seite des Mondes und die Erde in einer Gesamtansicht zu veröffentlichen.
Mond Erde
© Dwingeloo Telescoop / Harbin Institute of Technology
Blick auf die Rückseite des Mondes samt Erdkugel.
Nicht eine der großen Raumfahrtorganisationen, sondern niederländische Hobby-Radioastronomen haben Bilder des chinesischen Satelliten "Longjiang-2" veröffentlicht. Diese zeigen erstmals eine Gesamtansicht der Rückseite des Mondes mitsamt der Erde.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Die Bilder des chinesischen "Longjiang-2" Amateurfunk-Satelliten werden unverschlüsselt übermittelt, was es jdem Hobby-Astronomen ermöglicht, die Daten einzusehen und als Bilder zu sehen:

Boat

Russische Marine wird aufgerüstet: Störsender, die Gegner blenden und desorientieren können

Russland wappnet sich für elektronische Gegenmaßnahmen auf hoher See: Die Kriegsmarine des Landes testet neuartige Störsender, die den Gegner nicht nur blenden, sondern bei ihm sogar optische Wahrnehmungsstörungen auslösen können.
russische marine
© Sputnik / Alexander Lyskin
5P-42 "Filin" (dt. Eule) heißt das neue System aus der Produktion des Moskauer Herstellers Roselektronika, mit dem bereits zwei russische Kriegsschiffe ausgerüstet sind. Die Anlage ist zur Erzeugung visueller Wahrnehmungsstörungen bestimmt und ist - wie die Tests gezeigt haben - in der Lage, Halluzinationen auszulösen.

Erste Stationen des Typs 5P-42 "Filin" seien an die Seestreitkräfte geliefert worden, teilte Roselektronika, eine Tochter des staatlichen Technologiekonzerns Rostec, gegenüber Sputnik mit.

Jeweils zwei dieser Anlagen seien auf der Fregatte Flottenadmiral der Sowjetunion Gorschkow (2018 in Dienst gestellt), sowie auf der Fregatte Flottenadmiral Kassatonow installiert, die noch die Betriebstests in der Werft durchläuft. Laut Roselektronika sollen zwei weitere Fregatten des Projekts 22350, die sich im Schiffsbaubetrieb "Swernaja werf" im Bau befinden, damit ausgestattet werden.

Fireball 2

Mondeinschlag - 21. Januar: Meteoriteneinschlag während Mondfinsternis und Blutmond

Mond Meteorit
Während der Mondfinsternis am 21. Januar, die von einem Blutmond begleitet wurde, ist ein Meteorit auf dem Mond eingeschlagen. Der Einschlag wurde rund um den Globus von Amateurastronomen und Profis festgehalten. Dieses Ereignis ist auf vielen Liveaufnahmen zu sehen.


Nun wurde eine erste Analyse anhand dieser vielen Aufnahmen in einer Studie von Forschern der Universität von Antioquia in Kolumbien veröffentlicht.
Eine erste Analyse vieler dieser Bilder ergab nun, dass das Objekt etwa 20 bis 100 Kilogramm schwer war und einen Durchmesser von 30 bis 50 Zentimeter besaß.

~ RT Deutsch
Der auf den Aufnahmen zu sehende kleine hellrosa Punkt ist laut Angaben dieser Studie "eine Wolke von heißem Material, die sich in weniger als einer Drittelsekunde ausbreitete und wieder verschwand."
Die Forscher berechneten, dass das Objekt mit etwa 47.000 Kilometern pro Stunde auf die Mondoberfläche eingeschlagen sein könnte. Dabei habe es einen Krater von 7 bis 15 Meter Durchmesser hinterlassen - groß genug, um ihn später mit Satelliten zu suchen.

Im Gegensatz zur Erde ist der Mond nicht von einer Atmosphäre geschützt. Gesteinsbrocken stürzen ungehindert auf die Oberfläche und hinterlassen die charakteristischen Krater. In der Erdatmosphäre verglühen kleinere Meteoroiden noch bevor sie den Boden erreichen. Pro Stunde schlägt Schätzungen zufolge ein Gesteinsbrocken auf dem Mond ein, wie die Autoren in der Studie schreiben. Der Einschlag von Ende Januar sei allerdings der erste, der von so vielen Menschen während einer totalen Mondfinsternis beobachtet wurde.

~ RT Deutsch
2013 wurde ein ähnliches Ereignis auf dem Mond registriert und im Jahr 2016 kam eine Studie zu dem Ergebnis: In der gleichen Studie stellte man fest:
Eines der Ergebnisse: Die Mondoberfläche werde 100 Mal häufiger zur Zielscheibe von Meteoriten als bislang angenommen.

~ RT Deutsch
Warum die plötzliche Häufung? Liegt es vielleicht daran, dass wir gerade in einer Zeitperiode (wie sie sich zyklisch über die Erd- und Menschheitszeitalter wiederholt) leben, in der immer mehr Kometen und Asteroiden in das innere Sonnensystem katapultiert werden?

Zumindest auf der Erde haben wir in den letzten Jahren einen ähnlichen Trend festgestellt. Eigentlich ist das eine Untertreibung; die Häufigkeit von Feuerbällen (die auch immer häufiger auf dem Erdboden einschlagen (siehe z.b gestern)) hat exponentiell zugenommen.

Bulb

Planet-Neun-Beschreiber kommentiert neue Theorie: "Absolut unglaubwürdig"

Vor kurzem wurde eine alternative Erklärung zur sogenannten "Planet Neun"-Hypothese veröffentlicht. Professor Jihad Touma von der American University of Beirut und Antranik Sefilian von der University of Cambridge haben auf ArXiv.org und im Fachjournal "Astronomical Journal" eine Theorie präsentiert, mit deren Hilfe man keinen weiteren großen Planeten in den äußeren Bereichen unseres Sonnensystems benötigt, um die abweichenden Umlaufbahnen einiger Objekte in den äußersten Bereichen des Sonnensystems zu erklären.
Mike Brown
© caltech.edu
Prof. Mike Brown
Dabei haben die beiden Astronomen eine hypothetische Scheibe aus vielen kleinen Objekten beschrieben, die in der Gesamtmasse die gleichen Auswirkungen auf die Umlaufbahnen der Objekte in den äußersten Bereichen des Sonnensystems ausüben soll, wie es bisher die Planet Neun-Theorie vollbracht hat.
Darin schlagen sie eine Scheibe aus kleinen eisigen Körpern mit einer Gesamtmasse von bis zu zehn Mal so viel wie jener der Erde, vor. "In Kombination mit einem vereinfachten Modell des Sonnensystems können die Gravitationskräfte einer solchen hypothetischen Scheibe die ungewöhnliche Orbitalarchitektur einiger Objekte am äußeren Ende des Sonnensystems erklären."

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Andreas Müller von Grenzwissenschaft Aktuell hat in Bezug auf diese neue Theorie jetzt Professor Mike Brown, den bekanntesten Vertreter und Erstbeschreiber von "Planet Neun", befragt.
Gemeinsam mit Konstantin Batygin hat Mike Brown als einer der ersten die möglichen Eigenschaften des hypothetischen "neunten Planeten" konkret beschrieben und in tatsächlichen Modelle des Sonnensystems mit den beobachteten Merkmalen der abweichenden transneptunischen Objekte simuliert. Für Brown und Batygin steht fest, dass bislang alle Daten für die Existenz von "P9" sprechen, den sie seither auch intensiv suchen (...GreWi berichtete).

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Zunächst bleibt festzuhalten, dass die neue Theorie zwar der erste gut durchdachte Versuch ist, eine alternative Erklärung zu finden, diese Erklärung in Sachen Plausibilität jedoch zu wünschen übrig lässt:
GreWi: Professor Brown, wie bewerten Sie die neue Theorie - schließlich sehen zumindest deren Autoren darin ja eine handfeste Alternative zu ihrem Modell eines noch unentdeckten massereichen Planeten, Planet Nine?

Mike Brown: "Ganz ehrlich, mir gefällt das Paper. Es ist wichtig, dass wir nach alternativen Vorschlägen suchen und es ist das erste Mal, dass jemand etwas anderes als Planet Nine vorschlägt, das dann auch jene Phänomene, die wir beobachten, erklären könnte."

GreWi: Aber es gab doch schon zuvor Alternativvorschläge?

Mike Brown: "Ja, auch andere haben schon Vorschläge gemacht, die dann aber nicht die Beobachtungsdaten erklären konnten. Diese Studie tut das nun und das ist ermutigend."

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Im nächsten Abschnitt erklärt Brown mit deutlichen Worten, warum die Theorie in Sachen Plausibilität eher unwahrscheinlich ist:
GreWi: An der Theorie von Touma und Sefilian könnte also ihrer Meinung nach etwas dran sein?

Mike Brown: "Nun, obwohl ich denke, dass diese Erklärung grundsätzlich funktioniert, halte ich sie jedoch zugleich für absolut unglaubwürdig. Die beiden Autoren legen nahe, dass statt eines einzigen Planeten von etwa der 10fache Erdmasse, man diese Masse auch in kleine Objekte aufteilen könnte, die dann in einem gewaltigen Trümmerring irgendwie auf einer länglich gestreckten Umlaufbahn, die dann seit vier Milliarden Jahren stabil die Sonne umkreisen platzieren müsste, den gleichen Effekt wie ein Planet (P9) zu erzeugen. Dieses Modell ist also sehr viel komplizierter als von einem einzelnen Objekt, eben einem Planeten auszugehen. Erst wenn die naheliegende, einfache Erklärung (in Form eines Planeten) angesichts der Beobachtungsdaten scheitern sollte, müssen wir komplexere Szenarien in Betracht ziehen. An diesem Punkt sind wir aber noch nicht angelangt."

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Brown deutet somit zu Recht auf die geringe Wahrscheinlichkeit hin, dass solch eine Scheibe für Milliarden von Jahren in irgendeiner Weise auch nur annähernd stabil die Sonne umkreisen könnte. Er stellt ebenfalls klar, dass man in der Wissenschaft erst nach den einfachsten Erklärungsmöglichkeiten für ein Phänomen suchen sollte (in diesem Fall die Planeten-Theorie), bevor man komplexere und unwahrscheinlichere Erklärungen in Betracht zieht.