Willkommen bei SOTT.net
Di, 21 Sep 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
Karte

Bulb

Außerirdisch? Neuentdeckter Virus besitzt unbekannte Gene

Wissenschaftler haben in einem künstlichen See in Brasilien einen Virus entdeckt, dessen Gene von keinem anderen irdischen Virus bekannt sind.
Yaravirus
© IHU Aix Marseille University and Microscopy Center/UFMG
Mikroskopaufnahme des neuentdeckten “Yaravirus”.
Wie das Team um Jônatas Abrahão von der Universidade Federal de Minas Gerais und Kollegen der Université Marseille aktuell vorab via BioRxiv.org (DOI: 10.1101/2020.01.28.923185) berichtet, entdeckten sie den Virus bei ihrer Suche nach Riesenviren in einen Zulauf der Lagoa da Pampulha in der Nähe der brasilianischen Stadt Belo Horizonte. Bei Riesenviren handelt es sich um Viren mit einem ungewöhnlich großen Genom, die Einzelligen Organismen, sogenannte Amöben befallen.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Der neue Virus wurde durch Zufall entdeckt.
Mit den Wasserproben zurück im Labor führten die Forschen den Proben Amöbenzellen hinzu, um so eventuell im Wasser vorhandenen Riesenviren bei Angriff auf die Zellen sozusagen auf frischer Tat zu ertappen. Stattdessen entdeckten sie jedoch einen deutlich kleineren Angreifer in den Proben: "Das war eine wirkliche Überraschung, da wir bislang nur Riesenviren bei Infizieren von Amöben beobachtet hatten, nicht aber kleine Viren", berichtet Abrahão.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Der neue Virus wurde auf den Namen Yaravirus getauft.

Galaxy

Erster Kontakt? Astronomen zeichnen unbekannte Signale aus dem Weltall auf

Astronomen der University of Toronto haben ein regelmäßiges und zugleich unregelmäßiges Signal aus dem Weltall aufgezeichnet.

chime
© Andre Renard, Dunlap Institute for Astronomy and Astrophysics/ University of Toronto
Das kanadische Radioteleskop CHIME hat die rätselhaft periodischen Radiopulse aufgefangen.
Jetzt vertieft sich das Rätsel um diese kosmischen Blitze. Denn Astronomen um Dongzi Li von der University of Toronto haben festgestellt, dass ein neuentdeckter Radioburst einem sonderbaren, aber regelmäßigen Takt folgt. "Dies ist die bislang erste und einzige bei einem Radioburst nachgewiesene Periodizität", berichten die Forscher. Die beiden anderen bisher bekannten "Repeater" erzeugen ihre Radiopulse in unregelmäßigen Abständen.

- Scinexx
Diese Radioblitze folgen einem bestimmten Rhythmus:
Der grundlegende Takt besteht aus vier Tagen mit hoher Aktivität, gefolgt von zwölf Tagen Pause. Damit zeigt diese Quelle eine Periodizität von 16,35 Tagen. "Die Entdeckung einer solchen Periodizität bei einem sich wiederholenden Radioburst ist ein wichtiger Hinweis auf die Natur dieses Objekts", so die Forscher. Das Merkwürdige jedoch: Innerhalb der vier aktiven Tage treffen die Radiopulse zwar etwa alle 1,8 Stunden ein, ihre Häufigkeit und Dichte variieren aber deutlich.

- Scinexx
Der Ursprung der Signale gibt bislang Rätsel auf und es werden verschiedene Annahmen herangezogen.

Bullseye

Gründe, die für Intelligent Design sprechen: Warum Zufallsprozesse keine Informationen erzeugen können

intelligent design
Das ist die entscheidende Frage, die ID [Intelligent Design, AdÜ] gegenüber der neodarwinistischen Behauptung aufwirft, der zufolge Leben durch Zufallsprozesse entstanden sei. An dieser Stelle möchte ich einige Gedanken über den Zusammenhang zwischen Informationen in Form von digitalen Codes und den Produkten anführen, die durch sie kodiert werden. Ich hoffe, damit die Argumente zu stärken, die sowohl für ID als auch, wie mir scheint, für die unausweichliche Teleologie in der Natur sprechen.

Wenn ein Zufallszahlengenerator so eingestellt worden wäre, dass er achtstellige Zahlen produziert, und er per Zufall die 87958007 ausspuckt, was zufällig meine Telefonnummer ist, hätte er dann Informationen erzeugt? Oder wenn eine präbiotische Suppe per Zufall ein funktionsfähiges Protein oder einen DNA-Strang, in dem ein Protein kodiert ist, produziert hätte (von der geringen Wahrscheinlichkeit solcher Vorkommnisse einmal abgesehen), wären dann daraus Informationen hervorgegangen?

Ich würde das verneinen.

Die spezifischen Sequenzen, die Informationen enthalten, wie beispielsweise Telefonnummern, können nur als Information in Relation zum Gesamtsystem definiert werden, dem sie angehören. Es muss ein Übersetzungssystem mit festgelegten Regeln geben, das entscheidet, welche Sequenzen Informationen enthalten und welche nicht.

Die Behauptung, dass Informationen in der DNA durch Zufall entstehen könnten, ist daher unsinnig. Eine funktionale Sequenz könnte erst dann als Information gelten, wenn ein vollständiges Regelwerk vorhanden ist, das bestimmte Sequenzen als funktionale Einheiten definiert und alle anderen als nicht-funktionales Kauderwelsch.

Kommentar: Weitere Informationen zum Thema:


Better Earth

Bohrungen in der Antarktis bestätigen: Es kam zu ständigen Wechseln zwischen Warm- und Kälteperioden

Antarctica
Antarctic Drilling Project ist ein wissenschaftliches Bohrprojekt in der Antarktis mit dem Ziel, Informationen über Warm- und Kälteperioden der Erde zu sammeln. Dabei wird nicht die klassische (See-)Eiskernbohrung durchgeführt, sondern es wird direkt in die Eisdecke gebohrt. Dafür wurde eine spezielle Bohrtechnik entwickelt:
Um sich dieser einzigartigen Herausforderung zu stellen, erfindet das ANDRILL-Team ein neues Werkzeug, einen Heißwasserbohrer. Dieses Wunderwerk der Technik ist ein beweglicher Hitzering, der dampfende Wasserstrahlen ausstößt, um ein breites Loch zu schmelzen, damit der Bohrer frei durch 122 Meter sich bewegendes Eis arbeiten kann.

- Express
Eine Bohrung von ca. 24 Metern reicht dabei ungefähr 3 Millionen Jahre in die Vergangenheit. Diese Daten werden dann sorgfältig untersucht.

andrill
© Getty/Nova
Eines der wichtigsten Ergebnisse bei diesen Bohrungen ist, dass sich die Erde im ständigen Wechsel zwischen Warm- und Kälteperioden befindet. Teilweise waren die Veränderungen dramatisch und es kam zu plötzlichen Wechseln zwischen den beiden Extremen. Ein weiteres Ergebnis ist, dass teilweise die Temperaturen vier bis fünf Grad wärmer waren als heute - ohne dass ein Mensch dafür verantwortlich war.

andrill
© Getty/Nova
Der Bohrer reichte mehr als 122 Meter unter das Eis.

Marijuana

Hanfforschung: Isolation von zwei neuen Cannabinoiden - Eines könnte 30 Mal stärker als THC wirken und das andere ähnliches Heilungspotenzial wie CBD haben

Hanfpflanze
© CC0
Ein neuer hochwirksamer Stoff ist aus der Hanfpflanze isoliert worden. Er soll 30 Mal stärker wirken als der Hauptwirkstoff THC, der für das berühmte "High" verantwortlich ist. Auch ein ähnlicher Abkömmling eines nicht-psychoaktiven Stoffes wurde gefunden, der in erster Linie in Wellness und Medizin eingesetzt werden soll.

In manchen Ländern ist sie legal, in anderen verboten, wiederum in anderen auf medizinischen Einsatz beschränkt: Die Hanfpflanze hat neben ihrer psychoaktiven und sedierenden Wirkung auch den Effekt, dass sie schmerzlindernd wirkt. Welche Wirkung sie konkret entfaltet, hängt dabei von der konkreten Zusammensetzung der Pflanze ab, nämlich welche Stoffe in welchem Verhältnis und in welcher Konzentration darin vorliegen.

Die Cannabis-Pflanze hat regelrecht einen neuen Forschungszweig aus dem Boden gestampft, der sich mit den unterschiedlichen Wirkstoffen, ihren Effekten und möglichen Einsatzfeldern befasst. Dabei wurden bereits über 60 wirksame Cannabinoide gefunden. Aber bislang ging man davon aus, dass nur einer das berühmte "High" hervorruft, nämlich Tetrahydrocannabinol (THC).

Nun wollen allerdings italienische Wissenschaftler zwei neuen Cannabinoide entdeckt haben, von denen eines 30 Mal stärker wirkt als THC. In einer Studie werden die beiden Stoffe beschrieben. Der eine trägt den Namen Tetrahydrocannabiphorol (THCP), der andere heißt Cannabidiphorol (CBDP). Der zweite Stoff ist mit Cannbidiol verwandt, einer Substanz aus der Hanfpflanze, die entzündungshemmend und entspannend wirken soll, ohne dabei psychoaktiv zu wirken. Diese ist in vielen Ländern längst legal erhältlich und vor allem im Wellness-Bereich beliebt.

THCP wurde von den Forschern bereits an Mäusen getestet und festgestellt, dass eine kleine THCP-Dosis genauso stark auf die Nager wirkte wie eine wesentlich größere THC-Menge. Inwieweit diese Substanz auch beim Menschen stärker psychoaktiv ist, ist damit bislang nicht gezeigt.

Kommentar: Beispiele für vorteilhafte Nutzmöglichkeiten von Hanf und seinen Inhaltsstoffen:


Question

Rätsel: 150.000 Objekte und über 100 Sterne sind am Nachthimmel anscheinend verschwunden

Astronomen haben neue und alte Himmelsaufnahmen aus den 1950er Jahren miteinander verglichen und dabei die unglaubliche Summe von 150.000 Objekten entdeckt, die sich auf heutigen Aufnahmen anscheinend nicht mehr finden lassen. Von diesen Objekten untersuchten die Wissenschaftler 24.000 näher und kamen zu dem Schluss, dass über 100 Sterne auf heutigen Aufnahmen nicht mehr zu sehen sind. Insgesamt wurden 600 Millionen Objekte verglichen.
Sterne
© Villarroel et.al
Die Aufnahme von 1950 zeigt einen Stern (l.), der auf aktuellen Aufnahmen (r.) nicht (mehr) zu sehen ist.
Stockholm (Schweden) - Im Rahmen eines Forschungsprojekts haben Astronomen alte und neuen Himmelsaufnahmen miteinander verglichen und dabei festgestellt, dass mindestens 100 Sterne seit Erstellung der Vergleichsaufnahmen in den 1950er Jahren nicht mehr zu sehen sind. Neben astrophysikalischen Erklärungen wollen die Astronomen auch nicht ausschließen, dass für das Verschwinden der nächtlichen Lichtpunkte außerirdische Technologien verantwortlich sein könnten.

Wie das Team um Beatriz Villarroel "Nordic Institute for Theoretical Physics" (NORDITA) und dem Instituto de Astrofisica de Canarias vorab via ArXiv.org und aktuell im "Astronomical Journal" (DOI: 10.3847/1538-3881/ab570f) berichten, haben sie im Rahmen des Projekts "Vanishing & Appearing Sources during a Century of Observations" (VASCO) astronomische Aufnahmen aus den 1950er Jahren mit dem heutigen Stand verglichen und dabei unter 600 Millionen im Himmelskatalog des "Panoramic Survey Telescope And Rapid Response System" (Pan-STARRS) enthaltenen rund 150.000 Objekte gefunden, die sich auf heutigen Aufnahmen nicht mehr finden. 24.000 dieser "Objekte" haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dann eingehend überprüft und auf diese Weise 100 ungewöhnliche Objekte aussortiert, die seither offenbar verschwunden sind und deren Verschwinden bis auf Weiteres rätselhaft erscheint.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Die Astronomen stehen mit dieser Entdeckung vor einem Rätsel. Bisher unbekannte astronomische Phänomene könnten ein Grund für dieses Mysterium darstellen.
Obwohl es durchaus nicht ungewöhnlich ist, dass die Helligkeit von Sternen schwankt, so stellt doch das Verschwinden der Sterne in eben jener vergleichsweise kurzen zeitspanne von 70 Jahren die Astronomen vor ein Rätsel - schließlich durchlaufen Sterne ihre verschiedenen Lebenszyklen für gewöhnlich sehr langsam oder explodieren am Ende ihrer in einer hellen Sternenexplosionen, einer sogenannten Supernova.

Aus diesem Grund spekulieren Villarroel und Kollegen derzeit über bislang unbekannte oder sehr seltene astrophysikalische Phänomene wie etwa sogenannt gescheiterten Supernovae, bei der ein Stern nahezu unmittelbar zu einem Schwarzen Loch zusammenfällt. Allerdings sollte dieser Vorgang sehr viel seltener sein, als dass damit die jetzt identifizierten mindesten 100 Ereignisse erklärt werden könnten.

Alternativ könnte es sich aber um sog. veränderliche Sterne handeln, deren Helligkeit seit den alten Beobachtungen in den 1950er Jahren, so stark angenommen hat, dass sie heute schlichtweg nicht mehr ohne weiteres zu sehen, bzw. detektierbar sind. Zudem kommen eigentlich lichtschwache, dafür aber zum Zeitpunkt der Aufnahme uns nahe Objekte, wie sich schnell bewegende Zwergsterne in Frage, die heute nicht mehr dort sind, wo man sie vermuten würde. Auch könnten einige der Objekte grundsätzlich zu lichtschwach sein, um normalerweise überhaupt gefunden werden zu können - aber im Moment der Aufnahmen vor rund 70 Jahren sehr hell waren. Da die alten Vergleichsaufnahmen tatsächlich meist stark rot-empfindlich waren, könnte es sich also um sogenannte M-Sterne handeln, die für ihre Helligkeitszunahmen bekannt sind. Auch Bildfehler und Kratzer müssten anhand des umfangreichen Katalogs als Erklärung überprüft werden.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Mehr zum Thema erfahren Sie auf Grenzwissenschaft Aktuell.

Question

US-General: Wir können Menschen in weniger als einer Stunde an jeden Ort der Welt befördern

Steven L. Kwast, ein in den Ruhestand getretener Generalleutnant der US-Luftwaffe, hat bei einem Vortrag im Hillsdale College in Washington DC von Technologien berichtet, die es Menschen angeblich ermöglichen, in unter einer Stunde an jeden Punkt der Welt befördert zu werden. Kwasts Aussage fiel im Rahmen seines Vortrages mit dem Titel "Die Notwendigkeit einer US-Raumstreitkraft".
pentagon
© Getty
Hat der Mann zu viele Science-Fiction-Filme gesehen oder ist da wirklich etwas dran?

Kwast hielt am 20. November einen Vortrag mit dem Titel "Die Notwendigkeit einer US-Raumstreitkraft". Laut dem Internetmagazin "The Drive", das auf den Auftritt des Generalleutnants aufmerksam geworden war, ging es in seiner Rede um Technologien und um ihre Bedeutung für den Fortschritt.

Als der Generalleutnant auf die aktuellen revolutionären Technologien zu sprechen gekommen sei, habe er die Macht des Weltraums hervorgehoben und das US-Militär aufgerufen, von dieser Macht Gebrauch zu machen.

~ Sputnik
Laut Kwast soll es sich bei der Technologie um etwas völlig Neues handeln, das nicht auf bereits existierenden Verfahren beruht.
Er habe in seiner 33-jährigen Laufbahn die Chance gehabt, sich eingehend mit der Forschung auseinanderzusetzen, und bezog sich auf ein äußerst revolutionäres technisches Mittel: "Diese Technologie kann heute gebaut werden und ist keine Erweiterung einer bereits vorhandenen Technologie. Sie kann jeden Menschen in weniger als einer Stunde an jeden Ort der Erde bringen."

Laut The Drive hat Kwast in den letzten Jahren mehrere Beiträge veröffentlicht, in denen er das US-Militär mehrmals dazu aufgerufen hatte, eine größere Rolle im Weltraum zu übernehmen und somit die wirtschaftliche Dominanz der USA sowie die "Verbreitung" der amerikanischen Werte zu gewährleisten.

~ Sputnik
Kwast wurde anscheinend dieses Jahr wegen Verletzungen der dienstlichen Schweigepflicht seiner militärischen Ämter enthoben.

Lemon

Die Sonne gibt die Temperatur an: Schwächster Zyklus in 200 Jahren - Erwartet uns ein kalter Winter?

In Kalifornien fängt der Winter bereits sehr gut an, denn dort hat es in den Bergen fast bis zu zwei Meter Neuschnee gegeben. Auch gab es sehr zeitigen Schneefall in mehreren Bundesstaaten in den USA und auch zusätzlichen Schnee in den Alpen des Bundesstaats Victoria in Australien, wo bereits die zweite Sommerwoche herrscht. Was wohl Greta Thunberg dazu sagt?
The sun on Sept. 22, 2019--as blank as a billiard ball
© NASA/SDO
Ungeachtet dessen, was sie wohl sagen wird, berichtet Schneefan2015 davon, dass die Sonnenaktivität einen weiteren Tiefpunkt erreicht hat und wir uns im schwächsten Zyklus seit 200 Jahren befinden. Schneefan2015 rechnet deshalb mit besonders harten Wintern.
Vor 200 Jahren herrschte bei geringer Sonnenaktivität die "Kleine Eiszeit" mit dem "Dalton-Minimum" mit einer Reihe eisiger Winter und schlechter Ernten nicht nur in Europa.

Der Zusammenhang mit einer über Jahrzehnte geringen Sonnenfleckenaktivität und dem Temperaturverlauf in West- und Mitteleuropa ist durch Dr. Horst Malberg, Univ. Prof. a.D. für Meteorologie und Klimatologie und vieljähriger Leiter des Meteorologischen Instituts der Freien Universität Berlin eindeutig belegt: Fakten zum Klimawandel seit der Kleinen Eiszeit.

- WoBleibtDieGlobaleErwaermung
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf WoBleibtDieGlobaleErwaermung

Bulb

NASA-Planetensucher TESS könnte "Planet 9" bereits entdeckt haben

Wissenschaftler sind in einer neuen Studie zu der Schlussfolgerung gelangt, dass das NASA-Weltraumteleskop TESS möglicherweise bereits den "Planet Neun" unseres Sonnensystems in seinen Daten aufgezeichnet haben könnte.
Planet Neun Planet 9
© NASA (TESS), nagualdesign/Tom Ruen/Eso (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 4.0 (P9), (Komb. grewi.de)
Künstlerische Darstellung der Suche nach „Planet Nine“ in den Daten des TESS-Satelliten (Illu.).
Cambridge (USA) - Das NASA-Weltraumteleskop TESS gilt als derzeit hoffnungsvollstes Instrument für die Suche nach Exoplaneten und insbesondere für die Suche nach erdartigen und potentiell lebensfreundlichen Welten. Doch könnte der "Transiting Exoplanet Survey Satellite" auch den hitzig gesuchten "Planet Nine" finden, den einige Astronomen am Rand unseres eigenen Sonnensystems vermuten? Eine aktuelle Studie beantwortet die Frage mit ja.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Den Forschern ist es gelungen, anhand der bereits vom Satelliten gesammelten Informationen drei schon bekannte transneptunische Objekte in den Daten zu entdecken.
Um ihre Theorie selbst zu testen, haben die Astronomen eine eigene Software auf die TESS-Daten angewandt, um auf diese Weise nach drei bereits bekannten transneptunischen Objekten (TNOs), zu denen "Planet Nine" gehören würde (so er tatsächlich existiert), zu suchen: Sedna, ein Zwergplanet mit einem Durchmesser von rund 1.000 Kilometern, der die Sonne mit einer Entfernung von 10. Milliarden Kilometern umkreist; das Objekt "2015 BP519", mit einem Durchmesser von rund 500 Kilometern und einer Umlaufbahn von 7,5 Milliarden Kilometern Distanz zu Sonne; und das Objekt "2015 BM518", das die Sonne in rund 5,4 Milliarden Kilometern umkreist und einen Durchmesser von rund 230 Kilometern hat. Das Ergebnis: Alle drei Objekte waren in den TESS-Daten relativ einfach zu finden.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Anhand einer automatisierten Software, welche die Daten durchsuchen kann, könnte somit auch Planet Neun in den Daten zu finden sein.
Wie Matthew J. Holman und Matthew J. Payne vom Harvard Smithonian Center for Astrophysics gemeinsam mit András Pál vom ungarischen Konkoly Observatory und der Loránd Eötvös University aktuell im Fachjournal "Research Notes of the American Astronomical Society" (RNAAS; DOI: 10.3847/2515-5172/ab4ea6) berichten, haben sie in ihrer Studie untersucht, ob TESS - obwohl es für die Suche nach Planetenpassagen vor den "Sonnenscheiben" ferner Sterne (sog. Transits) konzipiert ist - auch den am Rande des Sonnensystem verorteten, vorhergesagten neunten Planeten entdecken oder vielleicht sogar schon entdeckt haben könnte.

Tatsächlich, so zeigt die Auswertung der drei Autoren, könnte das TESS einen derart schwachen Himmelskörper in den äußeren Regionen des Sonnensystems bereits aufgezeichnet haben. Man müsse nur wissen, wonach und wie genau man danach suchen muss.

Statt nach einem (wie obig beschriebenen) Transitereignis, müsse man - zusammengefasst - in den TESS-Daten auf mehreren Aufnahmen nach einem sich hin und her bewegenden lichtschwachen Objekt suchen. Allerdings sei hierzu eine computergestützte Analyse der Daten notwendig, da bislang die Umlaufbahn von "P9" noch unbekannt ist. Statt also gezielt einen bestimmten und bereits bekannten Orbit abzusuchen, müsse man alle in Frage kommenden Orbits überprüfen.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf Grenzwissenschaft Aktuell.

Cowboy Hat

Astrophysiker Piers Corbyn: "Wir bewegen uns in eine kleine Eiszeit"

Der Astrophysiker Piers Corbyn - nebenbei auch der Bruder von Jeremy Corbyn - machte bereits 2018 folgende Bemerkungen in einer alternativen britischen Sendung zum Thema der kleinen Eiszeit. Er formulierte es mit den drastischen Worten, dass "wir uns jetzt in eine kleine Eiszeit bewegen und es keinen Ausweg gibt".
piers corbyn
© Alamy
Piers Corbyn und sein Bruder Jeremy Corbyn
Corbyn erwartet dabei, dass es in den nächsten 20 Jahren im Durchschnitt immer kälter und kälter wird und zählt die folgenden Faktoren auf, die auftreten können: Nicht alle dieser Faktoren treten oder traten an allen Orten auf, doch einige Punkte sind zutreffend. Zum Beispiel entsteht der Eindruck, dass es mehr Hagelereignisse gibt und auch größere Temperaturschwankungen.