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Telescope

Astronomen entdecken 96 bislang hinter kosmischem Staub verborgenen Sternenhaufen

Neu entdeckter Sternenhaufen
© EXO/J. BorissovaFamilienfoto der bislang unbekannten Sternenhaufen (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen)

Garching/ Deutschland - Ein internationales Astronomenteam hat mithilfe von Daten des Infrarot-Durchmusterungsteleskops VISTA am Paranal-Observatorium der ESO 96 neue offene Sternhaufen in unserer Milchstraße entdeckt, die von dichtem Staub verborgen werden. Früheren Studien waren diese kleinen und lichtschwachen Objekte noch entgangen. Die empfindlichen Infrarotdetektoren des weltgrößten Durchmusterungsteleskops, die durch Staub hindurch sehen können, konnten sie dagegen aufspüren. Noch nie zuvor war die Entdeckung so vieler lichtschwacher, kleiner Sternhaufen auf einen Schlag gelungen.

Die Entdeckung der Sternhaufen wurde genau ein Jahr nach Beginn des Beobachtungsprogramms “VISTA Variables in the Via Lactea" (VVV), zu Deutsch etwa “VISTA-Beobachtungen von Veränderlichen in der Milchstraße“) bekannt gegeben, einer der sechs großen Durchmusterungen, die mit dem neuen Teleskop durchgeführt werden. Demnächst wird in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics ein Artikel über die Entdeckung erscheinen.

“VISTA und der VVV sind hervorragend dazu geeignet, Sternhaufen zu finden, insbesondere diejenigen, die sich in den staubreichen Sternentstehungsgebiete in der Milchstraßenebene verbergen. Der VVV dringt dabei tiefer in diese Himmelsregionen vor als andere Durchmusterungen”, erklärt Jura Borissova, die Erstautorin des Fachartikels.

Satellite

NASA: Erstaunliches auf Bildern des Asteroid Vesta entdeckt

Die US Raumfahrtbehörde hat am Montag erklärt, dass sie damit angefangen habe, die unglaublichen Bilder, von einem der Asteroiden aus der Zone zwischen Mars und Jupiter zu prüfen, welche sie von der NASA-Sonde Dawn empfangen habe. Dawn erreichte die Asteroidengürtel Ende Juli.

Die mit einem Ionen-Triebwerk ausgestattete Sonde Dawn startete bereits im Jahr 2007 von der "National Aeronautics and Space Administration" (NASA) - der Nationalen Luft-und Raumfahrtbehörde und hat nun letzten Monat den Asteroiden Vesta erreicht. Der Asteroid misst einen Durchmesser von nur 530 Kilometern. Danach fing die Übertragung von Bildern, welche Dawn von der Oberfläche des Asteroiden macht.
vesta
© APDreidimensionaler Krater auf der Oberfläche des Asteroides

Laut "The Associated Press" erhalten Wissenschaftler durch die genaue Untersuchung der NASA auf den Asteroiden Vesta neue und erstaunliche Eindrücke, Vesta befindet sich 184 Millionen Kilometer entfernt von der Erde. Experten gehen davon aus, dass der Asteroid der zweit größte Orbiter in dieser Asteroiden-Region ist.

Saturn

Neue Indizien: Zweiter Mond umkreiste einst die Erde

Eine Kollision beider Monde könnte die unterschiedlich dicke Kruste des Erdtrabantens erklären
mond,einschlag,asteroid
© E. Asphaug, M. JutziKollision von zwei Erdmonden (Computergrafik)

Bern (Schweiz)/Santa Cruz (USA) - Vor über vier Milliarden Jahren umkreiste offenbar ein weiterer kleiner Mond die Erde. Zu diesem Schluss kommen zwei Planetenforscher aus der Schweiz und den USA mit einem neuen Computermodell. Damit suchten sie eine Erklärung für das kraterreiche Gebirge und die mit etwa 150 Kilometer ungewöhnlich dicke Kruste auf der Rückseite des Mondes. Die mögliche Ursache: Ein zweiter Himmelskörper mit etwa 150 Kilometern Durchmesser umkreiste die Erde, schlug auf den Mond auf und veränderte dessen Oberfläche stärker als jeder Asteroid. Ihre neue Theorie zur Geschichte des Mondes veröffentlichten sie in der Zeitschrift Nature.

"Diese seltsame, langsame Kollision formte keinen Krater, sondern schob das Material auf eine Seite", sagt Erik Asphaug von der University of California in Santa Cruz. Zusammen mit seinem Kollegen Martin Jutzi von der Universität Bern berechnete Asphaug die Gewalt dieses Aufpralls mit seinen möglichen Folgen für den noch jungen Mond. Noch nicht komplett abgekühlt bedeckte eine etwa 20 Kilometer dicke Gesteinskruste den Erdtrabanten. Darunter nahmen die Forscher einen Ozean aus noch flüssigem Magma an. Stürzte nun ein 150 Kilometer großes Objekt - durch Gravitationskräfte angezogen - auf diese Oberfläche, konnten sich sowohl die heute existierenden Gebirge aufwerfen und die bis zu 150 Kilometer dicke Kruste auf der Mondrückseite bilden.

Sherlock

Bakterien leben 1,6 km unter dem Meeresboden

Wissenschaftlerin am Mikroskop
© Unbekannt

Selbst in einer Tiefe von 1,6 Kilometern unter dem Meeresboden gibt es Leben in großer Vielfalt. Dort existieren Bakterien unter unwirtlichen Bedingungen bei Temperaturen von bis zu 100 Grad Celsius in Millionen Jahre alten Sedimenten. Sie stecken damit tiefer im Meeresboden als jede andere zuvor entdeckte Population, berichten Wissenschafter nach der Analyse von Bohrkernen aus dem Nordatlantik.

Bisher hätten Forscher Mikroorganismen nur in bis zu 842 Meter tiefen Sedimenten entdeckt. Die Bakterien ernähren sich unter anderem von Erdgas (Methan), das in den Sedimenten reichlich vorhanden ist.

Erwan Roussel von der Universite de Bretagne Occidentale (Plouzane/Frankreich) und seine Mitarbeiter hatten neun Bohrkerne von 860 Metern bis 1.626 Metern Tiefe unter dem Meeresboden analysiert, berichtet das Journal "Science". Das Alter dieser Sedimente reicht von 46 bis 111 Millionen Jahren, die Temperaturen des tiefsten Abschnitts betragen Berechnungen der Wissenschafter zufolge 60 bis 100 Grad Celsius.

Magnify

Studie: Wärme des Blutes lockt den Gemeinen Vampir an

Forscher klären Zielgenauigkeit der Fledermausart
Fledermaus
© AFPDie Fledermausart Gemeiner Vampir wird einer wissenschaftlichen Untersuchung zufolge nicht vom Geruch des Blutes zu ihrer Beute gelockt, sondern von dessen Wärme. Das Tier könne Wärme auf 20 Zentimeter Entfernung orten, stellten Forscher fest. (Archivbild)

Die Fledermausart Gemeiner Vampir wird einer wissenschaftlichen Untersuchung zufolge nicht vom Geruch des Blutes zu ihrer Beute gelockt, sondern von dessen Wärme. Die auf dem amerikanischen Kontinent lebende Fledermaus erkenne eine Wärmequelle "auf 20 Zentimeter Entfernung", erklärte der Forscher David Julius von der Universität von Kalifornien in San Francisco in einer Studie.

Die Fledermaus nehme genau wahr, wo die Venen am dichtesten unter der Haut liegen und wo sie das Opfer folglich beißen muss, um ihm esslöffelweise Blut abzusaugen. Möglich ist dies, weil der Gemeine Vampir einen Eiweißstoff für sich umgewandelt hat, den alle Säugetiere herstellen und der sie vor Verbrennungen schützt, wie Julius erläuterte.

Syringe

Mögliche Allzweckwaffe gegen Grippe gefunden

crossed syringes
© Unknown
Die Grippeimpfung musste bislang jedes Jahr erneuert werden. Nun haben Forscher eine Substanz entdeckt, die gegen mehrere Erreger schützt.

Europäische Forscher haben eine Substanz entdeckt, die gegen mehrere verschiedene Grippeviren wirkt. Damit könnte die Grippeimpfung künftig länger als ein Jahr schützen. Im Versuch mit Mäusen und Frettchen habe der nun entdeckte Antikörper schon gegen Grippeviren geholfen, schreibt das Team aus der Schweiz, Großbritannien und den Niederlanden im Fachjournal Science.

Kommentar: Lesen Sie auch den folgenden Artikel über die Schädlichkeit von Impfungen.


Bacon

Das Beste aus dem Web: Fett macht glücklich

Leuven. Traurig? Dann kann eine kleine fettige Mahlzeit glücklicher machen. Denn: Fett aktiviert im Darm einen Nervensignalweg, der Glückszentren im Gehirn stimuliert.
bratwurst
© Bernd Hohnstein

Das zumindest legen Daten einer kleinen Studie von Forschern aus Leuven, London und Manchester nahe.

Dass Essen und Gefühle sich gegenseitig beeinflussen, ist bekannt: Es gibt Menschen, die Frust oder Stress mit Essen bekämpfen, oder solche, die gerne essen, weil sie dann Glücksgefühle spüren. Auch die Appetitlosigkeit bei Depressionen ist bekannt.

Mit fMRT dem Darm-Hirn-Signalweg auf der Spur

Die belgischen und britischen Wissenschaftler wollten nun sichtbar machen, wie - induziert durch Nahrungsreize - Nervensignale aus dem Darm Hirnzentren stimulieren, und wie Gefühle etwa durch Fett beeinflusst werden. Dazu nutzten sie funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT).

Kommentar: Fett essen und Körperfett haben sind zwei paar Schuhe, wo wie immer der Teufel im Detail steckt. Wahrscheinlicher ist es, dass die Menschen Übergewicht haben, da sie die falschen Fette zu sich nehmen, wie etwa Transfette und Pflanzenöle, und zwar zusammen mit großen Mengen von Kohlenhydraten (dazu gehört Zucker in jedweder Form, also auch Fruchtzucker).

Viele Studien weisen darauf hin, dass eine High Fat Low Carb-Diät die gesündeste Art der Ernährung ist, wobei Fett aus tierischen Quellen stammen soll.

Lesen Sie:

Wahre Männer essen keine Kohlenhydrate

Zucker - Die Auswirkungen auf den Körper

Ende des "Fettarm-Mythos": Havard rehabilitiert das Fett

Die Wahrheit über gesättigte Fette


Heart

Stimulierende Epilepsie-Therapie

Elektroden, die auf der Stirn platziert werden, können Anfälle vermindern helfen. Das Verfahren, das US-Forscher entwickelt haben, soll unnötige Operationen vermeiden.

Neurologen an der University of California in Los Angeles (UCLA) haben einen neuartigen Hirnstimulator entwickelt, der Anfälle bei Epileptikern deutlich abmildern soll. Das Verfahren kommt im Gegensatz zu bereits zugelassenen Systemen wie dem Vagus-Nervenstimulator ohne chirurgische Eingriffe aus.

Beim sogenannten Trigeminal Neural Stimulator (TNS) trägt der Patient den oberen Teil des Hirnstimulator einfach in Form einer langen, schmetterlingsförmigen Elektrode auf der Stirn. Leitungen führen hinter den Ohren zu einem kleinen Impulsgenerator, der in der Gesäßtasche getragen werden kann. 12 bis 16 Stunden arbeitet der TNS durchschnittlich am Stück.

Kommentar: SOTT.net empfiehlt Éiriú Eolas, ein erprobtes, erstaunliches Stressabbau, Heilungs- und Verjüngungsprogramm, das Sie kostenlos ausprobieren können. In diesem Programm wird eine Atemtechnik gelehrt, die Röhrenatmung, wo der Vagusnerv bewusst stimuliert wird. Anders als wie bei VN-Stimulation, werden bei dieser Atemtechnik beide Seiten des Vagusnervs stimuliert und erfordert auch keine teure Operation.


Bulb

Für wissenschaftliche Zwecke leuchtet ein Hund im Dunkeln

Wissenschaftler in Südkorea haben einen Hund geklont, der im Dunkeln leuchtet.
hund
© screenshotDank besonderer Gene leuchtet Hundedame Tegon im Dunkeln.

So skurril diese Spielerei auch klingt, sie hat einen ernsten Hintergrund: Das Tier soll bei der Entdeckung neuer Therapien zu Alzheimer und Parkinson helfen. Und das Leuchten der zweijährigen Beagle-Dame Tegon können die Forscher sogar an- und ausstellen.

Dank eines fluoreszierenden Gens leuchtet Tegon im Dunkeln, sobald man dem Tierfutter das Antibiotikum Doxycyclin hinzufügt. So lässt sich die Leuchtfähigkeit steuern.

Doch wie hängt das Leuchten mit der Entwicklung neuer Therapieformen zusammen? Das injizierte Gen, das den Hund zum Leuchten bringt, lässt sich durch andere Gene ersetzen. Und zwar durch die Gene, die tödliche menschliche Krankheiten auslösen können. So wollen die die Experten den Krankheitsverlauf studieren.

Frog

Tiere als Wetterpropheten

Tiere verfügen über einen siebten Sinn. Sie wittern, ob ein Unwetter heranzieht, ob es Regen gibt oder ob es trocken bleibt. Genaue Beobachter erkennen die Signale der Tiere, die Rückschlüsse auf die Wetterlage zulassen.

Sogar die Wissenschaft hat bereits bestätigt, dass manche Tiere das Wetter mit einer erstaunlich hohen Trefferquote vorhersehen. So kann man beispielsweise sicher sein, dass es schön bleibt, wenn sich Katzen genüsslich in der Wiese liegend ihr Fell putzen. Denn Miezen scheuen Nässe, bei aufkommendem Regen würden sie sich nie im Freien putzen.

Amseln sagen Regen voraus

Plötzlicher Regen droht, wenn Amseln mitten am Tag anfangen zu singen. Denn ihrem Gesang kann man normalerweise nur in den Morgenstunden lauschen. Ertönt das Vogelgezwitscher jedoch auch zu anderen Tageszeiten, so ist es mit Sicherheit bald vorbei mit den Sonnenstunden.

Für eine kurzfristige Wetterprognose lohnt es sich auch, die Schwalben zu beobachten. Fliegen sie hoch, dann bleibt das Wetter schön. Fliegen sie aber besonders tief, muss man mit Regen rechnen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Bei einem drohenden Wetterumschwung fliegen Insekten sehr tief und in großen Schwärmen. Weil sich Schwalben von diesen Tieren ernähren, fliegen sie ihnen nach.