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Sa, 27 Nov 2021
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Wissenschaft und Technologie
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Cell Phone

Handystrahlen beeinflussen das Lernen

UMTS-Frequenzen in erhöhter Dosis wirken ähnlich wie Stress

Bochum - Elektromagnetische Felder, wie sie etwa beim Handytelefonat entstehen, können in verstärkter Form Lernprozesse im Gehirn beeinträchtigen. Das berichten Forscher der Universität Bochum http://ruhr-uni-bochum.de in der Zeitschrift "PLoS ONE" auf Basis von Tierversuchen. Studienautorin Nora Prochnow beruhigt gegenüber pressetext: "Handys sind aufgrund ihrer geringen Feldstärke unbedenklich. Für Sicherheitsdiensten oder Militärs, die teils integrierte Ganzkörperantennen tragen, sollten die Grenzwerte jedoch überprüft werden."

Anatomische Wirkungen

Hochfrequentige elektromagnetische Felder (HEF) werden von Mobil- und Hörfunk sowie Fernsehen und Schnurlostelefonie genutzt. Im Körper des Anwenders können sie Wärme erzeugen - und zwar umso mehr, je stärker ihr Magnetfeld ist. UMTS-fähige Handys haben schwache Feldstärken bis maximal 4,8 V/m, wobei sich die thermische Wirkung auf das Hirngewebe mit rund 0,1 Grad in Grenzen hält. Mögliche Folgen einer über 30-minütigen Anwendung auf Funktion und Struktur des Gehirns sind jedoch noch ebenso wenig eindeutig geklärt wie etwa die erhöhte Zellwand-Durchlässigkeit oder beeinträchtigte Lernprozesse.

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Handy-Strahlen stören Lernen

Die Auswirkungen von Handy-Strahlen sind noch immer umstritten. Bei Ratten weisen Forscher nach, dass starke Strahlung Lernprozesse stört. Auf Menschen ist die Studie allerdings nicht so einfach übertragbar.

Ratten
© picture-alliance/dpa
Bei Ratten sind die Auswirkungen messbar.
Über mögliche Risiken durch Handystrahlung wird seit langem diskutiert: Bochumer Neurowissenschaftler konnten nach eigenen Angaben nun erstmals nachweisen, dass starke Handy-Strahlung bei Ratten tatsächlich Lernprozesse im Gehirn behindert, und zwar unabhängig von anderen Einflussfaktoren wie Stress, wie die Ruhr-Universität Bochum mitteilte.

Grey Alien

Tierversuch: Wissenschaftler schalten Erinnerungen aus und ein

Los Angeles/ USA - Mittels eines implantierten elektronischen Systems, welches Hirnsignale imitiert, wie sie mit dem Erinnerungsvermögen assoziiert werden, ist es US-Neurologen gelungen, Erinnerungen von Ratten buchstäblich aus und wieder ein zu schalten. Ziel der Forschungen sind Apparaturen, wie sie auch im Kampf gegen neurodegenerative Krankheiten zum Einsatz kommen könnten.

Rattenversuch - Erinnerungsmanipulation
© USC Viterbi School of Engineering
Aufbau des Rattenversuchs
"Schalten man den Schalter ein, dann erinnern sich die Ratten. Schaltet man den Schalter wieder ab, so verfliegt die Erinnerung der Tiere wieder", fasst Theodore Berger von der "Viterbi School of Engineering's Department of Biomedical Engineering" an der "University of Southern California" (USC), die Ergebnisse der Experimente zusammen.

Bug

Auch Bienen haben Gefühle

honeybee
© 1999, MC Cassine
NEWCASTLE - Eine britische Studie hat herausgefunden, dass Insekten möglicherweise Gefühle haben.

Wie das britische Nachrichtenmagazin wired.co.uk berichtet, haben die Wissenschaftler Melissa Bateson und Jeri Wright von der Newcastle Universität das Reaktionsverhalten von Honigbienen getestet. In einem Experiment wurde ermittelt, ob Bienen nichteindeutige Informationen negativ interpretieren können.

Durch frühere Studien war bereits bekannt, dass Ratten und Hunde pessimistisch sein können. Bisher wurde aber angenommen, dass Bienen mit ihrem nur sesamkorngroßen Gehirn keine solchen Gefühle empfinden können. Die Studie hat jedoch ergeben, dass auch Honigbienen manchmal eine negative Einstellung haben. Damit sind sie die ersten wirbellosen Tiere, bei welchen dies nachgewiesen wurde.

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Neandertaler und Homo Sapiens standen einander bei Linz gegenüber

Beide Menschenarten siedelten gleichzeitig auf der gleichen Fluss-Terrasse

Neandertaler - Schädel

Der Neandertaler (Schädelrekonstruktion im Vordergrund) ist dem modernen Menschen im heutigen Grenzgebiet von Ober- und Niederösterreich begegnet. Wie das Zusammentreffen abgelaufen ist, darüber lässt sich heut nur mehr spekulieren.
Linz - Die genauen Umstände bleiben im Dunkeln der Urgeschichte verborgen, doch das wenige, was über diese spezielle zwischen-menschliche Begegnung im heutigen Grenzgebiet von Ober- und Niederösterreich aus den Funden geschlossen werden kann, ist spannend genug: Material- und Geländestudien des deutschen Geoarchäologen Alexander Binsteiner weisen darauf hin, dass Neandertaler und der moderne Homo sapiens vor rund 40.000 Jahren im Donau-Enns-Delta aufeinandergetroffen sind. Wie die beiden Menschen-Spezies miteinander umgegangen sind, ob es zu gewalttätige Auseinandersetzungen, zu Kooperation oder gar zur gemeinsamen Fortpflanzung gekommen ist, bleibt allerdings Spekulation.

Camera

Kosmisches Schattenspiel - Die besten Bilder der Mondfinsternis

Der "Blutmond" blieb in Deutschland hinter Wolken. In anderen Ländern war die totale Mondfinsternis für Interessierte gut zu verfolgen.

Mondfinsternis
© dapd
Astrologiefans haben die totale Mondfinsternis am Mittwochabend nur in einigen Teilen Deutschlands gut verfolgen können, wie zum Beispiel in Diegelsberg.
Mondfinsternis
© dapd
Die längste Mondfinsternis seit mehr als zehn Jahren hatte gegen 20.30 Uhr begonnen, als der Erdschatten den Vollmond anknabberte.
Mondfinsternis
© dapd
Die sogenannte totale Phase der Finsternis dauerte diesmal besonders lang, weil der Vollmond fast genau mittig durch den Erdschatten gewandert war.

Telescope

Totale Mondfinsternis steht bevor

Berlin (dpa) - Spektakel am Sternenhimmel: Am Mittwochabend geht der Mond über Deutschland in Dunkelrot auf. Grund ist die längste Mondfinsternis seit mehr als zehn Jahren, deren zweite Hälfte von ganz Deutschland aus zu sehen ist - sofern das Wetter mitspielt.

Mondfinsternis
© 2012sternenlichter.blogspot.com
Zwischen Mondaufgang und Mitternacht können Beobachter das rostrot schimmernde Himmelsphänomen am Südosthorizont verfolgen. In dieser Länge werde bis 2015 keine weitere totale Mondfinsternis von Deutschland aus zu sehen sein, sagte Monika Staesche, Leiterin des Planetariums am Insulaner in Berlin. Zwar verfinstere sich der Mond zwei- bis dreimal pro Jahr, aber so gut sichtbar sei das nur selten. «Wer die Möglichkeit hat, sollte sich das also anschauen.»

Cloud Lightning

Gibt es Kugelblitze wirklich?

blitz
© Getty Images
Nächtliches Gewitter: Normale Blitze werden oft fotografiert, Kugelblitze so gut wie nie
Sie schießen durch die Luft und sehen aus wie brennende Quallen. Viele Menschen wollen Kugelblitze schon gesehen haben, aber Fotobeweise sind sehr selten. Zumindest im Labor haben Physiker Kugelblitze schon entstehen lassen - aber gibt es sie auch in der Natur?

Als glühende Lichtbälle sausen sie durch Wälder, rauschen durch Kamine und zerstören alles, was ihnen in den Weg kommt. Seit Jahrhunderten ranken sich viele Legenden um Kugelblitze. Solche Beobachtungen wurden lange Zeit skeptisch beurteilt, dabei handelt es sich bei Kugelblitzen nach Erkenntnissen vieler Plasmaphysiker nicht um pure Sinnestäuschungen. Foto- und Videobeweise aus freier Natur sind zwar ausgesprochen selten. Aber in zahlreichen Laboren konnten schon künstliche Kugelblitze für kurze Zeit erzeugt werden.

Kommentar: Lesen Sie diesen Artikel, wo ein Mensch nach Berichten zufolge durch einen Kugelblitz verletzt wurde:
Neubrandenburgerin durch Kugelblitz in Wohnung verletzt


Satellite

Kometenforschung: Sonde Rosetta geht in den Winterschlaf

rosetta,sonde
© ESA
Die europäische Sonde Rosetta
Nach mehr als sieben Jahren Flug durch das Weltall wird die Rosetta-Sonde am 8. Juni 2011 in den Winterschlaf versetzt. Um den Energieverbrauch zu reduzieren, fliegt die europäische Sonde ab nun im "Sparmodus" auf ihr Ziel zu, den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko. Für die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bedeutet dies hingegen keine Ruhepause: Die Forscher trainieren für die Ankunft der Sonde im Mai 2014 und wollen dann mit dem Landegerät "Philae" zum ersten Mal auf einem Kometen aufsetzen.

"Rosetta" hat bereits einen langen Weg hinter sich - und noch einen langen vor sich. Seit dem 2. März 2004 reist die Sonde durch den Weltraum, hat dabei im rasanten Vorbeiflug ihr Kameraauge auf die Asteroiden Steins und Lutetia gerichtet und mehrere Mal an Erde und Mars Schwung geholt für ihren Flug zum Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko. Um die Sonde sicher bis zur ihrem Ziel fliegen zu lassen, geht das Raumschiff nun in einen Ruhezustand über. "Zurzeit ist die Sonde zu weit von der Sonne entfernt, um den kompletten Betrieb mit Sonnenenergie aufrecht zu erhalten", erklärt Dr. Stephan Ulamec vom DLR-Nutzerzentrum für Weltraumexperimente in Köln. Dort befindet sich auch das Lander-Kontrollzentrum, von wo aus der Lander "Philae" beim Aufsetzen auf P67/Churyumov-Gerasimenko gesteuert wird. "Die Sonde wird sich zwar noch selbstständig immer wieder zur Sonne ausrichten, beheizt werden in den nächsten zweieinhalb Jahren aber nur noch eine Uhr, das Thermalsystem und der Receiver."

Telescope

Magnetische Blasen am Rande des Sonnensystems

Neue Erkenntnisse über unsere Galaxie: Der Rand des Sonnensystems ist Astronomen zufolge voller magnetischer Blasen. Das hätten Funde ergeben, die von den beiden „Voyager“-Raumsonden übermittelt worden seien, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag mitteilte.

Raumsonde Voyager 1
© dpa
NASA-Illustration der amerikanischen Raumsonde „Voyager 1“. Seit ihrem Start am 5. September 1977 fliegt die Sonde durchs All.
Die Nachrichten aus dem tiefen All seien überraschend und änderten die Vorstellungen über diese ferne Region.

Die flachen, ovalen Blasen seien rund 160 Millionen Kilometer lang und mussten mit Hilfe einer Computermodellierung dargestellt werden, da sie nicht sichtbar seien. Sie machten die Gegend sehr turbulent, „ungefähr wie den Bereich eines Whirlpools, wo die meisten Luftblasen aufsteigen“, sagte der Astronom James Drake von der University of Maryland bei der Vorstellung der Erkenntnisse.