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Mi, 07 Dez 2022
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Wissenschaft und Technologie
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Lebende Organismen im Innern 830 Millionen Jahre alter Kristalle?

Morgantown (USA) - In rund 830 Millionen Jahre alten Halit-Kristallen haben Geologinnen und Geologen kleinste, vielleicht sogar noch lebende prokaryotische Organismen und Algen entdeckt. Die Entdeckung offenbart nicht nur eine neue Quelle für die Suche und Analysen von urzeitlichem Leben auf der Erde, sondern eröffnet auch perspektiven für die Suche nach außerirdischem Leben, etwa auch dem Mars.
Kristalle  Brown-Formation Organismen
© Schreder-Gomes et al. / Geology
Mikroskopische Ansichten der organischen Einschlüsse im 850 Millionen Jahre alten Halit-Kristallen au der zentralaustralischen Brown-Formation.
Wie das Team um die Geologin Sara Schreder-Gomes von der West Virginia University aktuell im Fachjournal "Geology" (DOI: 10.1130/G49957.1) berichtet, könnten die entdeckten Mikroorganismen trotz des unvorstellbar hohen Alters des Kristalls von 820 Millionen Jahren noch immer leben, da es sich nicht um klassische Fossilien handelt. Statt also buchstäblich "versteinert" zu sein, befindet sich die Organismen in kleinen Einschlüssen von flüssigem Salzwasser im Innern des Kristalls, sogenannten Libellen.
Hintergrund

Bei "Libellen" handelt es sich um in Flüssigkeitseinschlüssen enthaltene Gasblasen in Mineralen. Die Flüssigkeiten in diesen Einschlüssen können Reste der ursprünglichen sog. Mutterlauge bzw. hydrothermalen Lösung sein, innerhalb der das Mineral einst entstanden ist, aber eben auch, wie im Falle von Halit oder Gips, Meerwasser.
Statt also buchstäblich "versteinert" zu sein, befindet sich die Organismen in einem kleinen Einschluss von flüssigem Salzwasser im Innern des Kristalls. Salz selbst ist nicht in der Lage, organisches Material in dieser Form zu erhalten. Halit, (Steinsalz) könnte damit eine bislang unbeachtete Quelle zur Untersuchung urzeitlicher Salzwasserumgebungen sein.

Auch für die Suche einstigen oder heute noch vorhandenem Leben auf dem Mars von Interesse sein, da auch auf dem Mars große Salzablagerungen als Überbleibsel einstiger Oberflächengewässer existieren. Tatsächlich haben Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen bereits deutlich jüngere und moderne Mikroorganismen in Halit- und Gips-Kristallen entdeckt. Einige dieser Funde konnten Forschende allerdings auch auf deutlich höhere Alter datieren. Bislang galt eine genaue Bestimmung der Frage jedoch als schwierig, ob die identifizierten Organismen zwangsläufig das gleiche Alter besitzen wie die Kristalle selbst.

Satellite

Nur ein kleiner geomagnetischer Sturm: Bis zu 40 der neu gestarteten Satelliten von Elon Musk sind abgestürzt

Herber Verlust für die Weltraumfirma von Elon Musk: Fast alle der gerade erst gestarteten Satelliten des Starlink-Programms sind nach einem geomagnetischen Sturm abgestürzt.

satellittes starlink
Die jüngste Satellitenflotte der Raumfahrtfirma SpaceX stürzt aus dem Orbit, nachdem sie von einem Sonnensturm getroffen wurde. Bis zu 40 der 49 kleinen Satelliten, die erst in der vergangenen Woche gestartet wurden, seien entweder wieder in die Atmosphäre eingetreten und verbrannt oder auf dem Weg dahin, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.

SpaceX erklärte, ein geomagnetischer Sturm habe die Atmosphäre am Freitag dichter gemacht, wodurch der Luftwiderstand zunahm und die Flugobjekte praktisch dem Untergang weihte.

Die Bodenkontrollteams versuchten demnach, die kompakten, flachen Satelliten zu retten, indem sie diese in eine Art Starre versetzten und auf einen Kurs flogen, der den Widerstand minimiert. Doch der Sog nach unten war bereits zu stark, die Satelliten ließen sich laut SpaceX nicht wieder aktivieren und in eine höhere, stabilere Umlaufbahn bringen.

Kommentar: Es handelte sich dabei nur um einen kleinen geomagnetischen Sturm, was passiert, wenn ein großer unsere Erde und andere Satelliten trifft?


Better Earth

Lebensfreundliche Bedingungen? - Neu entdeckter Exoplanet könnte Wasser aufweisen

Laut einer aktuellen Studie könnte es auf der Oberfläche eines kürzlich entdeckten Exoplaneten flüssiges Wasser geben. Der Exoplanet TOI-2257b mit einer exzentrischen Bahn um sein Heimatgestirn könnte demnach einer von bislang nur rund 20 bekannten Planten vom Sub-Neptun-Typ sein, auf denen dafür geeignete Bedingungen herrschen.

Darstellung eines Exoplaneten
© NASA
Darstellung des kürzlich entdeckten Exoplaneten TOI-2257 b
Ein internationales Team von Astronomen unter der Leitung von Dr. Nicole Schanche an der Universität Bern hat spannende Entdeckungen zu einem Exoplaneten machen können, der auf einer extrem elliptischen, exzentrischen Bahn einen roten Zwergstern umkreist. Der Planet mit der Bezeichnung TOI-2257 b wurde ursprünglich vom TESS-Weltraumteleskop der NASA (Transiting Exoplanet Survey Satellite) aufgespürt und für die Studie über einen Zeitraum von vier Monaten beobachtet.

Die Bezeichnung exzentrisch bezieht sich hier also auf den Orbit um die Heimatsonne. Der Großteil der bekannten Planeten und Monde in unserem Sonnensystem kreisen auf nahezu kreisförmigen, nur leicht elliptischen Bahnen um die Sonne. Bei Exoplaneten, also Planeten außerhalb des Sonnensystems, wurden jedoch auch vielfach extrem elliptische Umlaufbahnen entdeckt, also sogenannte exzentrische Orbitale. Einer von solchen Exoplaneten ist TOI-2257 b, der zwar in einer ungewöhnlich weitgestreckten, elliptischen Umlaufbahn seinen Heimatstern umrundet, aber dabei insgesamt in einer habitablen Zone bleibt. Laut Dr. Nicole Schanche ist dies der Planet mit der bisher exzentrischsten Umlaufbahn, der jemals bei einem kühlen Stern entdeckt wurde. "Rote Zwerge" sind kleine Sterne und viel kühler als unsere Sonne. Dort ist flüssiges Wasser auch auf Planeten möglich, die viel näher am Zentralgestirn liegen als in unserem Sonnensystem.

Kommentar: Hier sind weitere Beispiele von vorhergehenden Entdeckungen ähnlicher Exoplaneten:


Crusader

Hexen, Kometen und planetare Kataklysmen

Dieser Artikel wurde erstmals im "The Dot Connector Magazin" veröffentlicht, einer offiziellen Publikation von Sott.net.

Wenn Sie an Halloween denken, was kommt Ihnen zuerst in den Sinn? Ich startete eine kleine Umfrage unter meinen Freunden, meiner Famile und meinem Mitarbeiterstab. Raten Sie, was zuerst erwähnt wurde? Kürbis-Laternen! Ich wette, Sie dachten, ich würde Hexen erwähnen, aber sie kamen nur an zweiter Stelle bei meiner Umfrage!
hexen, dot connector, zauber
© Dot Connector Magazine
Wenn ich an Halloween denke, denke ich an Schulprojekte, wo wir aus Papier die Umrisse von Hexen ausschnitten und auf große halbkreisförmige Halbmonde aus Karton klebten. Die Hexen waren von einer schwarzen Katze begleitet, die hinten auf dem Hexenbesen mitritten. Ich fragte mich, wie eine Katze es schaffen könne, dort das Gleichgewicht zu halten und wie man denken könne, dass das Sitzen auf einem Besen überhaupt bequem ist.

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Russland bereitet bemannte Mondlandung vor

Dass ein russischer Kosmonaut spätestens 2030 auf dem Mond landen soll, hatte Roskosmos bereits angekündigt. Zunächst aber kommt es darauf an, die technischen Anforderungen an die entsprechende Ausrüstung und an das Raumschiff zu definieren. Dazu hat der russische Weltraumkonzern gerade eine Studie ausgeschrieben.
full moon
Das Ziel dieser Forschungsstudie ist die Erstellung von Empfehlungen und Anforderungen an "zukunftsweisende Technologien und Teilsysteme einer Raketen- und Weltraumtechnik, die die zuverlässige Durchführung von bemannten Flügen zum Mond ebenso sicherstellen kann wie die Arbeit der Kosmonauten in einer nahen Mondumlaufbahn und auf der Mondoberfläche", heißt es in einer Mitteilung des Roskosmos-Konzerns. Die Ausschreibung ist mit 1,7 Milliarden Rubel (umgerechnet 20 Millionen Euro) dotiert.

Laut dem russischen Konzern sollen die bemannten Mondflüge zunächst mit einem leichteren, von einer Trägerrakete des Typs "Angara" zu befördernden Raumtransporter erfolgen. In der zweiten Stufe ist der Einsatz eines schweren bemannten Raumtransporters und einer superschweren Trägerrakete angedacht, die Roskosmos zufolge "auf neuen technischen Lösungen basierend" noch zu entwickeln sein wird.

Kommentar: Auch die Amerikaner scheinen wieder auf dem Mond laufen zu wollen:


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Forscher: Natürliche Immunität durch Infektion wesentlich effektiver als Corona-Impfung

Israelische Experten haben ihre Aufmerksamkeit auf den natürlichen Schutz vor Corona durch eine Infektion gelenkt. Ein Thema, das in der Öffentlichkeit wenig diskutiert wird, da vor allem die entsprechenden Impfstoffe "für den Schutz" in den Mittelpunkt gestellt werden.
Symbolbild
© AFP Gil Cohen-Magen
Immer wieder wird seit einigen Wochen über sogenannte "Impfdurchbrüche" berichtet. Menschen, die bereits vollständigen Impfschutz genießen, können sich demzufolge dennoch mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wieder infizieren und den Erreger auch weiter übertragen. In Deutschland zählte das Robert Koch-Institut mittlerweile bereits 10.827 Impfdurchbrüche. Und obwohl Israel als "Impfweltmeister" gilt, wächst auch dort die Anzahl der positiv auf COVID-19 Getesteten seit geraumer Zeit an.

~ de.rt.com
Die Israelis kommen zu dem Schluss, dass die natürliche Immunität länger anhaltenden und stärkeren Schutz gegen eine durch die Delta-Variante (B.1.617.2) hervorgerufene Infektionen im Vergleich zu den Impfungen gewährleistet.

Nuke

China will erstes "sauberes" kommerzielles Atomkraftwerk bauen

China will als erstes Land ein "sauberes" Atomkraftwerk errichten, dass mit flüssigem Thorium und geschmolzenem Salz betrieben werden soll.
Kernkraftwerk Atomkraftwerk Tianwan China
© www.globallookpress.com Tpg/Keystone Press Agency
Symbolbild: Das Kernkraftwerk Tianwan in China
Chinesische Wissenschaftler haben Pläne enthüllt, das erste "saubere" kommerzielle Atomkraftwerk zu bauen, das statt mit Uran mit flüssigem Thorium und geschmolzenem Salz betrieben wird. Der erste Prototypreaktor soll im August fertiggestellt und im September getestet werden.

~ de.rt.com
Die Technologie soll umweltfreundlicher sein, während die Abfallprodukte eine deutlich geringe Halbwertszeit aufweisen und nicht für Kernwaffen benutzt werden können.
Die Technologie ist im Vergleich mit konventionellen Kernreaktoren umweltfreundlicher, deren Abfälle bis zu 10.000 Jahre lang hoch radioaktiv bleiben und Plutonium-239 enthalten, den Hauptbestandteil von Atomwaffen.

Herkömmlicher Atommüll muss in Bleibehältern untergebracht, in sicheren Anlagen isoliert und strengen Kontrollen unterzogen werden, um sicherzustellen, dass er nicht in die falschen Hände gerät. In Flüssigsalzreaktoren wird das Schlüsselelement in Fluoridsalz aufgelöst, und das ausgegebene Uran-233 wird im Reaktor durch andere Reaktionen verarbeitet. Andere Abfälle haben eine Halbwertszeit von 500 Jahren.

Thorium kann nicht für die Herstellung der Kernwaffen verwendet werden, was politische Vorteile für den Export der Technologie und für den Bau solcher Reaktoren im Ausland mit sich bringt. So kann die Entwicklung dieser Technologie zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit Chinas mit anderen Staaten beitragen. Chinesische Beamte sehen im Bau von Flüssigsalzreaktoren weiteres Potenzial für die Entwicklung des Projekts Neue Seidenstraße.

~ de.rt.com

Bulb

Astronomen untersuchen das Rätsel “verschwundener Sterne”

Fotoplatte Palomar Sky Survey 1950
© Palomar Sky Survey / Villarroel et al. 2021
Die digitalisierten Fotoplatten der „Palomar Sky Survey“. Am 12. April 1950 zeigte die Aufnahme „POSS-I E“ (l.) neun „Sterne“ (grüne Kreise) die auf späteren Aufnahmen seither nicht mehr zu sehen waren (r.). Die pinkfarbenen Kreise markieren identifizierte Artefakte des Scan-Vorgangs.
Astronomen untersuchen derzeit ein bis heute ungeklärtes Phänomen.
Stockholm (Schweden) - Am 12. April 1950 dokumentierten Astronomen im Rahmen der Palomar Sky Survey ein bis heute unerklärtes Phänomen, als auf einer astronomischen Fotoplatte 9 Sterne zu sehen waren, die schon auf der Folgeaufnahme eine halbe Stunde später und seither nicht mehr zu sehen waren. Aktuell widmen sich Astronomen und Astronominnen nun erneut den rätselhaften "verschwundenen Sternen".

~ Grenzwissenschaft-Aktuell
Im Rahmen der Untersuchung wurden rund 100 Ereignisse dieser Art unter die Lupe genommen. Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass keine bekannten astronomischen Phänomene das Phänomen erklären können.
Obwohl Sterne entstehen und vergehen, sowie in ihrer Helligkeit schwanken können, gehören gerade ferne Sonnen eigentlich zu den Konstanten unseres Sternenhimmels, da die sie verändernden Prozesse in der Regel langfristig wirken.

Anhand ihrer 2019 begonnenen Analyse von rund 100 Ereignissen "verschwundener Sterne" im Rahmen des Projects "VASCO" (Vanishing & Appearing Sources during a Century of Observations, ...GreWi berichtete) kommt das Team um Beatriz Villarroel von der Universität von Stockholm und dem Instituto de Astrofísica de Canarias im Fachjournal "Scientific Reports" (DOI: 10.1038/s41598-021-92162-7), zu dem Schluss, dass für die ) der Ereignisse im April 1950 bislang keine bekannten natürlichen bzw. astronomischen Phänomene (wie Myonen, Gravitationslinsen, schnelle Radioausbrüche, Gammastrahlenblitze, natürliche Radioaktivität, veränderliche Sterne oder Meteoriden, Flugzeuge) anwendbar sind.

~ Grenzwissenschaft-Aktuell

Comet

Asteroid 2009JF1 kommt 2022 der Erde gefährlich nah

Steht die Welt vor einer Katastrophe? Ein Asteroid hat Kurs auf die Erde aufgenommen. Experten sind sich sicher: Schon 2022 wird er einschlagen.
asteroid
© Shutterstock
Washington - Der Asteroid namens 2009JF1 ist unterwegs zur Erde, und das mit unglaublichen 59.000 Kilometern pro Stunde. Schon bald könnte er eine ernsthafte Gefahr darstellen - und nicht wie der "Hochhaus-Asteroid knapp an der Erde vorbei fliegen .

Behörde Nasa
Gründer Dwight D. Eisenhower
Hauptsitz Washington, D.C., Vereinigte Staaten
Gründung 29. Juli 1958, USA

Forscher der Nasa haben bereits vor zehn Jahren eine sehr beunruhigende Entdeckung im Weltall gemacht: Ein Asteroid mit etwa 15 Metern Durchmesser nähert sich der Erde. Schon am 6. Mai 2022 könnte es zum Einschlag kommen.

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Ups: Die Evolutionsgeschichte des Menschen muss abermals umgeschrieben werden

Ein Schädelfund aus China wirft die "Entwicklungsgeschichte" des Menschen ein weiteres Mal über den Haufen. Der "neu entdeckte" Drachenmensch "Homo longi" könnte unser nächster Verwandter gewesen sein und nicht der Neandertaler.
Homo longi Drachenmensch
© Xijun Ni
Der Harbin-Schädel eines „Homo longi“ (Drachenmensch).
Shijiazhuang (China) - Die Analyse eines nahezu perfekt erhaltenen, auffallend großen Frühmenschenschädels stellt die bisherige Vorstellung vom Neandertaler als der dem Homo sapiens am nächsten verwandten Frühmenschenart in Frage. Tatsächlich könnte der als "Homo longi" (Drachenmensch) bezeichnete Frühmensch der nächste Verwandte des modernen Menschen sein.

Wie die Forschenden um Professor Qiang Ji in drei Fachartikeln im Fachjournal "The Innovation" (DOI: 10.1016/j.xinn.2021.100131, 10.1016/j.xin.2021.10032, 10.1016/j.xinn.2021.100130) berichten, wurde der Schädel bereits in den 1930-er Jahren in der Stadt Harbin in der chinesischen Provinz Heilongjiang entdeckt und befindet sich im Geowissenschaftlichen Museum der Hebei GEO University. Der Fund habe das Potenzial, unser Verständnis der menschlichen Evolution zu verändern: "Das Harbin-Fossil ist eines der vollständigsten menschlichen Schädelfossilien der Welt. Das Fossil hat viele morphologische Details bewahrt, die für das Verständnis der Evolution der Gattung Homo und des Ursprungs des Homo sapiens entscheidend sind."

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Die Wissenschaftler scheinen also erneut auf Basis der abstrusen Evolutionstheorie ein Glied in der "Evolution des Menschen" entdeckt zu haben. Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier: