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So, 13 Jun 2021
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Wissenschaft und Technologie
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Telescope

Entferntester Quasar entdeckt

Quasar
© ESO/M. Kornmesser
Künstlerische Darstellung des entferntesten Quasars

Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte (Garching bei München) - Ein Team von europäischen Astronomen hat mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO und einer Reihe weiterer Teleskope den entferntesten bisher bekannten Quasar entdeckt und näher untersucht. Dieses strahlende Leuchtfeuer wird von einem Schwarzen Loch mit zwei Milliarden Sonnenmassen angetrieben und ist das leuchtkräftigste Objekt, das bislang im frühen Universum entdeckt wurde. Die Ergebnisse der hier vorgestellten Studie erscheinen am 30. Juni 2011 in der Fachzeitschrift Nature.

“Dieser Quasar verschafft uns wertvolle Einblicke in das frühe Universum. Es handelt sich um eine sehr seltenes Objekt, das uns helfen wird, zu verstehen, wie supermassereiche Schwarze Löcher einige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall an Masse zugenommen haben”, erklärt Stephen Warren, der Leiter des Wissenschaftlerteams.

2 + 2 = 4

Krähen merken sich Übeltäter und geben dieses Wissen scheinbar auch an ihre Nachkommen weiter

Krähen merken sich Menschen, die ihnen Böses getan haben, über mehrere Jahre. Einer aktuellen Studie zufolge geben sie dieses Wissen sogar an ihre Artgenossen und ihre Nachfahren weiter.
Bild
Bedrohlicher Maskenmann

Bereits vor fünf Jahren haben die Forscher um John Marzluff von der Washington University festgestellt, dass sich Krähen einzelne Menschen merken, die eine Bedrohung für sie darstellen. Damals haben sie eine Handvoll Amerikanerkrähen (Corvus brachyrhynchos) am Campus ihrer Universität kurzfristig eingefangen, markiert und wieder frei gelassen; dabei trugen sie spezielle Masken.

Satellite

Raumsonde Dawn fliegt zu Asteroiden Vesta

Am 16. Juli 2011 erreicht die Raumsonde Dawn den drittgrößten Asteroiden Vesta. Sie reist dabei auch zu den Anfängen des Planetensystems.

Planetologen müssen geduldig sein. Schon vier Jahre lang ist die NASA-Raumsonde Dawn nun unterwegs und nähert sich äußerst behutsam dem Asteroiden Vesta. Das Raumschiff wird nicht von konventionellen chemischen Triebwerken, sondern von einem elektrischen Ionenantrieb beschleunigt, der hundertfach schubschwächer ist. Dawn ist erst die dritte interplanetare Mission, die auf diese Technik setzt. Obwohl ihr Betrieb schwerfällig ist, lohnt es sich wegen deutlich geringerer Kosten, damit zu fliegen. Die Sonde tritt am 16. Juli schließlich in eine Umlaufbahn um Vesta ein, den drittgrößten Körper des Asteroidengürtels zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter, um ihn mit einer in Deutschland entwickelten Kamera und zwei Spektrometern an Bord für ein Jahr zu erforschen. Dann fliegt sie zum größten Asteroiden Ceres weiter. Doch allein für den Besuch bei der exotischen Vesta dürfte sich die lange Reise lohnen.

Saturn

Neu entdeckte Form flüssigen Wassers auch auf frostigen Eisplaneten möglich

Planet
© ESO.org
Künstlerische Interpretation der Oberfläche eines Eisplaneten

Umea/ Schweden - Bislang galt gewöhnliches Wasser in flüssiger Form bei Temperaturen von unter Null Grad als unmöglich, geschweige denn bei minus 130 Grad Celsius - lediglich in der Theorie existierte diese ungewöhnliche Wasserform. Jetzt ist es einem schwedischen Wissenschaftler gelungen, genau diese Form von Wasser zu erzeugen. Damit belegt der Forscher zugleich, dass die stark zähflüssige und sehr dichte Form des Wassers auch auf anderen und kälteren Himmelskörpern existieren und hier vielleicht sogar die Grundlage für exotische Lebensformen bilden könnte.

Hardhat

Expedition in den Erdmantel

Bohrarbeiten
© AFP
Unter dem Meer. Ein Arbeiter auf dem japanischen Spezialschiff „Chikyu“ bereitet einen Bohrer für den Einsatz vor. Die Chikyu kann sieben Kilometer tief in den Meeresboden bohren...
Auf den Spuren von Jules Verne: Mit einer Bohrung auf hoher See wollen Geologen den Erdmantel erreichen. Gelänge dies, brächte das wertvolle Informationen, zum Beispiel über den Ursprung und die Entwicklung unseres Planeten.

Für den französischen Schriftsteller Jules Verne war ein Vorstoß ins Innere der Erde eine relativ einfache Sache. In seinem Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ ließ er 1864 seine wagemutigen Helden durch einen isländischen Vulkan in die Tiefen unseres Planeten hinabsteigen. Doch die wirklichen physikalischen Verhältnisse, wie hohe Temperaturen, die im Erdkern Werte um die 6000 Grad Celsius erreichen, schieben einer solchen Expedition einen unüberwindlichen Riegel vor.

Dennoch haben die Wissenschaftler im vergangenen Jahrhundert zahlreiche Informationen über den inneren Aufbau der Erde erhalten, und zwar durch die Messung seismischer Wellen, wie sie bei Erdbeben freigesetzt werden.

Better Earth

Mangroven schützen vor Erdbeben

Grenoble (Frankreich) - Uralte, abgestorbene Mangrovenwälder können vor zerstörerischen Erdbebenwellen schützen. Zu diesem Ergebnis kommen französische Wissenschaftler, die auf der Karibikinsel Guadeloupe die Wirkung von Erdbeben genau analysiert haben. Im Küstenbereich der Insel bohrten sie an mehreren Stellen bis in 40 Meter Tiefe. Mit zahlreichen Sensoren ermittelten sie die Ausbreitung von Bebenwellen, die effizient durch eine Schicht abgestorbener Mangrovenwälder in 5 bis 15 Meter Tiefe gedämpft wurden. Da solche Mangroven-Schichten an vielen Stellen in der Karibik vorkommen, haben sie eine große Bedeutung für den natürlichen Erdbebenschutz der seismisch sehr aktiven Region. Ihre Studie veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachblatt Bulletin of Seismological Society of America (doi: 10.1785/0120100129).

Beaker

EHEC-Ausbruch: Eine erste Bilanz zum Erreger

ehec
© Fotolia/Michelangelus
Wissenschaftler haben eine erste Bilanz der EHEC-Epidemie gezogen. Ihr Fazit: Ungewöhnlich viele Fälle des hämolytisch-urämischen Syndroms zeigen, dass wir es mit einem außerordentlich virulenten Erreger zu tun haben. Dieser ist möglicherweise nicht tierischen Ursprungs.

«Es gibt wichtige Unterschiede zwischen der aktuellen EHEC-Epidemie und früheren großen Ausbrüchen von Shigatoxin-produzierenden Escherichia-coli-Infektionen», schreiben die Forscher des Robert-Koch-Instituts und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf im New England Journal of Medicine. Erstens: Das hämolytisch-urämische Snydrom (HUS) trat bei einem Viertel der Patienten auf, bedeutend häufiger als in früheren Ausbrüchen. Zweitens: Die Mehrheit der HUS-Patienten waren Erwachsene (fast 90 Prozent), vornehmlich Frauen. Drittens: Auslöser war der Escherichia-coli-Stamm O104:H4.

Magnify

Menschlicher Magnetsinn? Protein in der menschlichen Netzhaut reagiert auf das Erdmagnetfeld

Worcester/ USA - Zugvögel, Meeresschildkröten, und zahlreiche andere Tiere verfügen über einen Sinn für das Erdmagnetfeld, mit dessen Hilfe sie unter anderem zielgenau über weite Strecken navigieren können (...wir berichteten, s. Links). Bislang schlossen Wissenschaftler aus, dass auch Menschen das Erdmagnetfeld wahrnehmen können. Jetzt jedoch haben US-Forscher entdeckt, dass ein Protein in der menschlichen Netzhaut auf dieses Magnetfeld reagiert, wenn es Fruchtfliegen implantiert wird. Die Ergebnisse belegen, dass die Magnetfeldsensitivität des Menschen neu bewertet und erforscht werden sollte.

Auge
© Petr Novak, Wikipedia/CC-by-SA-3.0
Archiv: Menschliches Auge
Bei vielen wandernden Tierarten, die das Magnetfeld sehen bzw. wahrnehmen können, so vermuten Forscher, spielen lichtsensible chemische Reaktionen des Cryptochrom-Proteins eine wichtige Rolle - so auch bei der Fruchtfliege (Drosophila). Schon frühere Studien hatten gezeigt, dass das Protein bei den Fliegen als lichtabhängiger Magnetsensor wirkt.

Cheeseburger

Hirnchemie sabotiert Diäten

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© Colourbox
Da hilft alle Verbissenheit nichts: Das Gehirn kann Abnehmen effektiv verhindern
Diätgefrustete haben es längst vermutet, jetzt haben Versuche mit Mäusen ihren Verdacht bestätigt: Der Körper, genauer das Gehirn, arbeitet beim Abnehmen gegen sie - vor allem, wenn sie zu plötzlich damit anfangen.

Die neue Studie bestätigt das subjektive Gefühl, der Körper selbst untergrabe alle Bemühungen abzunehmen. Zumindest wer zu radikal in seine Diät startet, bringt seinen Körper dazu, dem Fettverlust entgegenzuwirken. Das ergaben Tierversuche von Gregory Freund, Professor am College of Medicine der Universität Illinois. Insbesondere warnte Freund vor dem berühmten Fastentag als Einstieg in eine Diät. Gerade der nämlich setze im Immunsystem Prozesse in Gang, die gegen alle Bemühungen das Fett bunkern.

Cowboy Hat

Männer können besser (zu)hören als Frauen

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© picture-alliance/chromorange
Männer können in einem Umfeld mit vielen unterschiedlichen Geräuschen besser zuhören als Frauen.
Ein bestimmtes Geräusch unter vielen können Männer besser heraushören als Frauen. Das ergab eine Studie von Tübinger Wissenschaftlern.

Tübingen. Männer können nicht zuhören. Das ist das gängige Vorurteil, mit dem Wissenschaftler aus Tübingen nun aufräumen. Wie die im Fachblatt Cortex veröffentlichte Studie ergab, könnten unterschiedliche evolutionäre Anforderungen an die beiden Geschlechter der Grund dafür sein.

Das Team um Ida Zündorf und Hans-Otto Karnath von der Tübinger Universitätsklinik und dem Hertie-Institut für klinische Hirnforschung ging der Frage am Beispiel des „Cocktailpartyphänomens“ nach: Auf einer Party sind zahlreiche Stimmen aus unterschiedlichen Richtungen gleichzeitig zu hören. Die Konzentration auf nur eine Stimme, nämlich die des Gesprächspartners, stellt hohe Anforderungen an das Aufmerksamkeitssystem dar.