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Sun

Maulkorb für kosmische Strahlen?

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© NA
Was mich in der Klimadebatte zu einer skeptischen Haltung führt, ist nicht zuletzt die Abwesenheit von Unsicherheit auf Seiten der Alarmisten und Klimaschützer. Man ist nicht nur überzeugt, die Erde würde sich bei einer weiteren Erhöhung der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre im gegenwärtigen Tempo um einen nicht mehr tolerierbaren Betrag erwärmen. Man glaubt auch fest daran, durch eine deutliche Reduzierung anthropogener Emissionen diese Erwärmung auf jeden Fall vermeiden zu können. Der so definierte Erfolg einer Verminderung von Kohlendioxid-Emissionen wird nicht in geringster Hinsicht in Zweifel gezogen.

Der atmosphärische Treibhauseffekt (Atmosphäreneffekt) determiniert in dieser Weltsicht die Temperaturen der bodennahen Luftschichten auf Zeitskalen von einigen Jahrzehnten in einem Ausmaß, wie dies bekannte natürliche Prozesse des Wandels nicht leisten.

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Telescope

Mira: Neue Erkenntnisse über "wundersamen" Schweifstern

Miras
© NASAMiras "Kometenschweif" erstreckt sich über mehr als 13 Lichtjahre

Wien/ Österreich - Mira, so der Beiname des Sterns Omicron Ceti bedeutet "die Wundersame" und beschreibt damit den Stern in gleich doppelter Hinsicht. Zum einen verändert er seine Helligkeit in regelmäßigen Abständen und besitzt zum anderen einen ungewöhnlichen kometenähnlichen Schweif. Neue Erkenntnisse zu Strukturen in der Umgebung des alten Sterns liefert nun ein internationales Forschungsteam unter führender Beteiligung von Wissenschaftern des "Instituts für Astronomie" an der "Universität Wien".

Die Forscher haben ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Astronomy & Astrophysics veröffentlicht. Seit rund 20 Jahren steht die Erforschung Roter Riesen im Fokus der Arbeit der Wiener Astronomen. "Diese Endstadien sonnenähnlicher Sterne", so die Pressemitteilung, "weisen eine überdurchschnittliche Größe und Leuchtkraft auf, die beim bis zu 1.000-fachen unserer Sonne liegt. Der Rote Riese Omikron Ceti' im Sternbild Walfisch ist einer der bekanntesten und meistbeobachteten Sterne an unserem Nachthimmel."

Cloud Lightning

Beruhigungs-Orakel: Klimafaktor Sonne aus der Sicht eines Experten

Leser fragen, Klimaexperten antworten. Diesmal fragt Jan Kranz aus Schwäbisch Hall, wie sich die Sonnenaktivität auf das Klima auswirkt. Uwe Kehlenbeck vom Climate Service Center antwortet ihm.
sonne
© dapdDie Sonne beschert uns nicht nur eindrucksvolle Himmelsschauspiele. Ihre unterschiedlichen Aktivitätszyklen beeinflussen auch nachhaltig das Klima auf der Erde.

Die Sonnenaktivität schwankt in einem relativ regelmäßigen Rhythmus. Neben sehr langfristigen Zyklen sind ein 80- und ein 11-jähriger Zyklus bekannt. So zeigen sich etwa alle elf Jahre auf der Oberfläche der Sonne zahlreiche dunkle Sonnenflecken.

Die Regionen, die diese Flecken umgeben, strahlen besonders viel Energie ab, daher ist eine große Sonnenfleckenanzahl mit einer hohen Sonnenaktivität verbunden. In den Jahren mit geringer Aktivität sind dagegen nur wenige oder keine Flecken zu beobachten.

Kommentar: Nur befindet sich momentan die Sonne bereits in einem Aktivitäts-Minimum und nicht erst in 2020. Aber wahrscheinlich liefert ein Modell angenehmere Ergebnisse und die Möglichkeit Probleme, die uns eventuell drohen könnten, in die Ferne aufzuschieben.


Meteor

Rückschau "Himmelsbomben" bedrohen Menschheit

Wenn ein Komet auf die Erde zurast, könnte das katastrophale Folgen haben. Über Abwehrstrategien haben nun Wissenschaftler in Darmstadt diskutiert - mancher Vorschlag könnte einem Hollywood-Film entsprungen sein.

In Blockbustern wie "Armageddon" oder "Deep Impact" wurden die Szenarien immer wieder anschaulich durchgespielt: Ein Himmelkörper trifft auf die Erde - mit dramatischen Folgen für Tier und Mensch. Dass Ähnliches in nächster Zukunft tatsächlich passiert, ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Immerhin ziehen in unserem Sonnensystem eine Million Asteroide ihre Bahnen. Über tausend von ihnen stufen Experten als bedrohlich ein.

Kommentar: Der Unterton des Artikels ist markant, ebenso der letzte Abschnitt, der typisch ist für solche Berichterstattungen, sobald es um Gefahren aus dem All geht. Durch die Hollywood-Beispiele hat dieser Artikel auch die Tendenz sich lustig über die realen Gefahren aus dem All zu machen.

Victor Clube und Paul Napier beschrieben in ihrem Buch, The Cosmic Winter, dass es nahezu unmöglich ist alle Gesteinsbrocken im All ausfindig zu machen, da sie sehr oft kein Licht reflektieren und mehr oder weniger einfach schwarze Klumpen sind. Zum Anderen sprachen die Autoren auch darüber, dass Schwärme von Meteoriten eine größere Gefahr für die Erde darstellen, die zyklisch ca. alle 3600 Jahre wiederkehren.

Lesen Sie hier ein paar Beispiele von Objekten die erst relativ spät entdeckt wurden:

Ein Asteroid verfehlte die Erde letzte Woche - Wie hoch sind die Chancen, dass dies immer so ist?

Böse Überraschung: Asteroid 2011 MD verfehlt die Erde nur knapp


Telescope

Trojaner: Weltraumteleskop entdeckt weiteren Begleiter der Erde

Asteroid
© NASA/JPL-Caltech/UCLADer Asteroid "2010 TK7" (s. Kreis) ist der erste bislang bestätigte Trojaner der Erde

Washington/ USA - Mit dem Wide-field Infrared Survey Explorer(WISE), einem Weltraumobservatorium der NASA, haben Astronomen erstmals einen sogenannten Trojaner-Asteroiden entdeckt, der die Sonne auf gleicher Umlaufbahn wie die Erde umrundet und dabei dieser folgt bzw. voraneilt.

Als "Trojaner" bezeichnen Astronomen Asteroiden, die einem Planeten auf gleicher Umlaufbahn um sein Zentralgestirn folgen, dabei aber stabile Positionen vor oder hinter dem Planeten einnehmen und aus diesem Grund auch nicht mit diesem zusammenstoßen. Bislang waren solche Trojaner in unserem Sonnensystem nur von den Planeten Neptun, Mars und Jupiter und zwei Saturnmonden bekannt.

Zwar hatten Wissenschaftler schon zuvor vorhergesagt, dass auch die Erde Trojaner haben sollte, bislang konnten diese aufgrund ihrer geringen Größe und perspektivischen Sonnennähe nicht eindeutig nachgewiesen werden.

Beaker

Materie und Antimaterie sind gleich schwer

Atom
© Unbekannt

Laut Lehrmeinung sollten sich die Eigenschaften von Materie und Antimaterie nicht unterscheiden. Der Nachweis dafür ist nun einem Physikerteam mit österreichischer Beteiligung gelungen: Die Forscher zeigten mit der bisher größten Genauigkeit, dass sich die Massen von Protonen und Antiprotonen gleichen.

Die Experimente am Kernforschungszentrum CERN in Genf analysierten das Massenverhältnis von Antiproton zu Elektron: Der gemessene Wert entspricht bereits früher durchgeführten Messungen des Proton-zu-Elektron-Massenverhältnisses überein, berichten die Forscher in einer Studie.

Sun

Die Sonne und ihr früherer Einfluss auf das Erdklima

Die Sonnenstrahlung ändert sich in verschiedenen Zyklen: innerhalb eines Tages, eines Jahres, auch innerhalb von Jahrtausenden. Zur Klärung der Frage, wie die Sonne das Erdklima beeinflusst, muss die Sonnenaktivität mit entsprechenden Instrumenten gemessen oder mittels mathematischer Modelle berechnet werden. Am Physikalisch-Meteorologischen Observatorium PMOD/WRC in Davos wird beides getan.
forscher
© unbekanntMicha Schöll forschte im Rahmen seiner Doktorarbeit an der langfristigen Änderung der Sonnenaktivität mit einem speziellen Fokus auf der ultravioletten Strahlung.

Historische Temperaturrekonstruktionen zeigen, dass es im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts unterdurchschnittlich kalt war. Im Winter waren zum Beispiel grosse Grachten in den Niederlanden zugefroren.

Andererseits gab es die sogenannte mittelalterliche Warmzeit (1000 bis 1200 n. Chr.), während der unter anderem die Walser Davos besiedelten. Viele Wissenschaftler vermuten, dass die Sonne für diese Klimaänderungen verantwortlich war.

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Schaltet sich die Sonne ab?

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Cowboy Hat

Menschen aus Polarregionen haben größere Gehirne

Das menschliche Gehirn hat sich im Lauf der Evolution offenbar an die Lichtverhältnisse angepasst: Menschen aus dem hohen Norden besitzen ein größeres Sehzentrum - und damit ein größeres Gehirn als Menschen aus Äquator-Gegenden. Die Anpassung erfolgte überraschend schnell.
schädel
© dapd/ Eiluned Pearce Historischer Schädel: Größe des Sehzentrums weist auf Wohnort hin

Oxford - Die Größe unseres Gehirns ist ein guter Hinweis dafür, woher wir kommen: Menschen, die im hohen Norden Europas oder Asiens leben, besitzen mehr Gehirnvolumen als Menschen aus Gegenden näher am Äquator. Diesen überraschenden Zusammenhang haben jetzt britische Forscher entdeckt.

Für ihre Studie vermaßen sie die Schädel und Augenhöhlen von zwölf verschiedenen Völkern aus unterschiedlichen Regionen. Dabei zeigte sich, dass Augengröße und Gehirnvolumen mit dem Breitengrad des Landes zunahmen, aus dem der Schädel stammte, schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal Biology Letters. Die größten Augen und Gehirne besaßen demnach Skandinavier, die kleinsten hatten Einwohner Mikronesiens.

Kommentar: Der Grund warum Menschen, die in nördlicheren Regionen leben, größere Gehirne haben, wird eher an ihrer Ernährungsweise liegen, da sie hauptsächlich Fett und Fleisch essen.

Wie es Doug DiPasquale in einem Sott-Fokus Artikel einfach und prägnant schrieb:
Wir haben nicht größere Gehirne bekommen, weil wir schwierigere Aufgaben erfüllen mussten, wir entwickelten größere Gehirne, weil wir Fleisch aßen.

We didn't develop bigger brains because we needed to perform more complex tasks, we developed bigger brains because we ate meat.
Zudem gibt es auch eine Untersuchung, dass Vegetarier ein kleineres Gehirn haben, bzw., dass das Gehirn durch den Verzicht auf Fleisch kleiner wird:

Vegetarians Have Smaller Brains


Bulb

Hannover: Mini-Bauteil schuld an Stromausfall

Rund 600 000 Menschen saßen vor zwei Wochen im Großraum Hannover im Dunkeln, als der Strom ausfiel. Grund für den Stromausfall war offenbar ein durchgebrannter Kondensator. Das nicht einmal fünf Euro teure Bauteil war durchgebrannt und hat so eine Reihe von Ereignissen begünstigt, die in dem 80-minütigen Stromausfall mündeten.

Ein durchgebrannter Kondensator ist als Ursache für den 80-minütigen abendlichen Stromfall vor zwei Wochen in Hannover ausgemacht worden. Nach Angaben des hannoverschen Versorgers Enercity sorgte der kaputte zwei mal vier Zentimeter großer Zylinder dafür, dass eine Schutzeinrichtung grundlos zwei Transformatoren im Umspannwerk Mehrum im Landkreis Peine abschaltete. Dadurch sei das hannoversche Netz vom Hochspannungsnetz getrennt worden und schnell zusammengebrochen, teilte Enercity am Dienstag in Hannover mit.

Saturn

Mond überrascht mit jungem Vulkangebiet

Meteoriteneinschläge, Vulkanismus, Mondbeben: Die zerklüftete Oberfläche des Erdtrabanten zeugt von seiner bewegten Vergangenheit. Jetzt haben Astronomen eine besonders ungewöhnliche Region auf der erdabgewandten Seite entdeckt - wo wohl vor relativ kurzer Zeit noch Vulkane brodelten.
mond,vulkan
© NASA/ GSFC/ Arizona State UniversityDomartige Struktur auf der erdabgewandten Mondseite: Zeichen für Vulkanismus

Hamburg - Die Oberfläche des Mondes ist ein unwirtlicher Ort. Eine dicke Schicht pulvrigen Sandes bedeckt den größten Teil, tiefe Krater zeugen von zahllosen Meteoriteneinschlägen. Die Tiefebenen des Mondes, die Maria, sind angefüllt mit erstarrter Lava. Sie floss nach kosmischen Bombardements durch die aufgerissene Kruste nach außen.

Abseits der Maria gibt es deutlich weniger Spuren von Vulkanismus; Forscher fanden solche Anzeichen bisher nur auf der von der Erde aus sichtbaren Seite. Nun berichtet jedoch ein internationales Forscherteam von einer höchst ungewöhnlichen Mondregion auf der erdabgewandten Seite: dem Compton-Belkovich-Feature (CBF). In dem Gebiet befinden sich Strukturen, die wie Vulkankegel und Lavadome aussehen. Im Zentrum liegt eine Formation, bei der es sich um einen unregelmäßig geformten, zusammengestürzten Vulkankrater handeln könnte. Die ungewöhnliche Region erstreckt sich über 25 bis 35 Kilometer, berichten die Wissenschaftler um Bradley Jollif von der Washington University in St. Louis, Missouri, im Fachmagazin Nature Geoscience.