Wissenschaft und TechnologieS


Bulb

Für wissenschaftliche Zwecke leuchtet ein Hund im Dunkeln

Wissenschaftler in Südkorea haben einen Hund geklont, der im Dunkeln leuchtet.
hund
© screenshotDank besonderer Gene leuchtet Hundedame Tegon im Dunkeln.

So skurril diese Spielerei auch klingt, sie hat einen ernsten Hintergrund: Das Tier soll bei der Entdeckung neuer Therapien zu Alzheimer und Parkinson helfen. Und das Leuchten der zweijährigen Beagle-Dame Tegon können die Forscher sogar an- und ausstellen.

Dank eines fluoreszierenden Gens leuchtet Tegon im Dunkeln, sobald man dem Tierfutter das Antibiotikum Doxycyclin hinzufügt. So lässt sich die Leuchtfähigkeit steuern.

Doch wie hängt das Leuchten mit der Entwicklung neuer Therapieformen zusammen? Das injizierte Gen, das den Hund zum Leuchten bringt, lässt sich durch andere Gene ersetzen. Und zwar durch die Gene, die tödliche menschliche Krankheiten auslösen können. So wollen die die Experten den Krankheitsverlauf studieren.

Frog

Tiere als Wetterpropheten

Tiere verfügen über einen siebten Sinn. Sie wittern, ob ein Unwetter heranzieht, ob es Regen gibt oder ob es trocken bleibt. Genaue Beobachter erkennen die Signale der Tiere, die Rückschlüsse auf die Wetterlage zulassen.

Sogar die Wissenschaft hat bereits bestätigt, dass manche Tiere das Wetter mit einer erstaunlich hohen Trefferquote vorhersehen. So kann man beispielsweise sicher sein, dass es schön bleibt, wenn sich Katzen genüsslich in der Wiese liegend ihr Fell putzen. Denn Miezen scheuen Nässe, bei aufkommendem Regen würden sie sich nie im Freien putzen.

Amseln sagen Regen voraus

Plötzlicher Regen droht, wenn Amseln mitten am Tag anfangen zu singen. Denn ihrem Gesang kann man normalerweise nur in den Morgenstunden lauschen. Ertönt das Vogelgezwitscher jedoch auch zu anderen Tageszeiten, so ist es mit Sicherheit bald vorbei mit den Sonnenstunden.

Für eine kurzfristige Wetterprognose lohnt es sich auch, die Schwalben zu beobachten. Fliegen sie hoch, dann bleibt das Wetter schön. Fliegen sie aber besonders tief, muss man mit Regen rechnen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Bei einem drohenden Wetterumschwung fliegen Insekten sehr tief und in großen Schwärmen. Weil sich Schwalben von diesen Tieren ernähren, fliegen sie ihnen nach.

Laptop

Chip erkennt bestimmte Krankheiten binnen Minuten

chip,blut
© Columbia University/ Curtis ChinBlut fließt durch die "mChip"-Kanäle: Mit geschätzten Produktionskosten von einem Dollar (knapp 70 Cent) pro Chip wäre die Untersuchung deutlich günstiger als eine Blutanalyse im Labor. Das gesamte Set inklusive Lesegerät soll knapp 70 Euro kosten.
Es ist so klein wie eine Kreditkarte und kann gleich mehrere Krankheiten erkennen: Forscher haben ein neues Chip-Labor vorgestellt, das Blutanalysen minutenschnell, billig und zuverlässig durchführen soll. Sie hoffen auf einen breiten Einsatz insbesondere in Entwicklungsländern.

Krankheiten einfach, schnell und kostengünstig zu diagnostizieren kann gerade in Entwicklungsländern die medizinische Versorgung deutlich verbessern. US-Forscher stellen nun im Fachmagazin Nature Medicine einen Chip vor, der etwa eine HIV-Infektion oder Syphiliserkrankung binnen Minuten nachweisen kann. Schon wenige Bluttropfen reichten für eine Analyse aus.

Die Wissenschaftler um Curtis Chin von der Columbia University in New York testeten Prototypen des sogenannten mChips an Patienten Gerät im Muhima-Krankenhaus in Ruandas Hauptstadt Kigali. Die Ergebnisse von Blutanalysen bekommt man dort momentan erst nach mehreren Tagen, weil sie in einem externen Labor zustandekommen.

Beaker

Antibaby-Spritze für den Mann scheitert

Eine WHO-Studie zur Antibaby-Spritze für den Mann ist wegen erheblicher Nebenwirkungen vorzeitig abgebrochen worden. Ein beträchtlicher Teil der 400 Versuchspersonen litt nach der Injektion an Depressionen, einer erhöhten Libido und Gewichtszunahme.
antibabyspritze
© APDie Antibaby-Spitze für den Mann liegt noch in weiter Ferne

Die Idee einer Antibabyspritze für den Mann ist mehr als 30 Jahre alt. Aber bislang ist kein derartiges Präparat bis zur Marktreife gelangt. Auch eine Ende 2009 gestartete Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in acht Ländern mit insgesamt 400 Testpersonen brachte keinen Erfolg. „Die Studie ist bereits im März gestoppt worden, weil die Spritze in der jetzigen Zusammensetzung nicht funktioniert“, sagt der Leiter der Studie, Michael Zitzmann, Androloge und Endokrinologe am Centrum für Reproduktionsmedizin der Universität Münster.

„Bei 90 Prozent der Männer hat es funktioniert, aber zehn Prozent, das ist einfach zu viel“, sagt Zitzmann mit Blick auf die Nebenwirkungen. Insbesondere bei älteren Familienvätern traten unangenehme Folgen auf, darunter Depressionen, Gewichtszunahme oder Akne. Dabei wurde die Verhütungsspritze vor Beginn der großen WHO-Studie in mehreren kleineren nationalen Studien getestet, ohne dass dabei derartige Nebenwirkungen auftraten.

Telescope

Hobby-Astronom aus Österreich entdeckt "Fußball"-Nebel

Der Hobby-Astronom, Matthias Kronberger, hat einen expandierenden Gasnebel im Sternbild Schwan entdeckt.
Bild

Die Entdeckung könnte ein neues Licht auf die Form der planetaren Nebel werfen, diese werden als Planetarer Nebel bezeichnet weil Astronomen im 18. Jahrhundert die stellaren Wolken für große Gas-Riesenplaneten hielten.

Der Amateur-Astronom Matthias Kronberger hat den Fußball- Nebel entdeckt. Dieser heißt "Kronberger 61". Kronberger entdeckte den Nebel im Januar 2011 als er über digitalisierte Bilder aus den 1980er Jahren brütete. Nachdem er professionelle Astronomen kontaktierte, erstellte das Gemini-Observatorium auf Hawaii neue Bilder aus der Region.

Kronberger 61 ist 13.000 Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Cygnus und ist beinahe perfekt rund. Im Vergleich zu den anderen 3.000 bereits entdeckten planetarischen Nebeln ist er eine Kuriosität.

Frog

Neue Spezies: Frosch-Art Pilbara Toadlet in WA entdeckt

Neuer Mini-Frosch entdeckt
© pixelio.de / 110stefan

Eine neue Spezies, die Frosch-Art Pilbara Toadlet (Uperoleia saxatilis), haben Wissenschaftler in Australien entdeckt. Der Mini-Frosch ist nur ca. 2 Zentimeter groß. Die winzige Frosch-Art Pilbara Toadlet (Uperoleia saxatilis) wurde von Forschern in der gleichnamigen Pilbara Region im australischen Bundesstaat Western Australia entdeckt. Ein Team von Wissenschaftlern der Australian National University, des Western Australian Museum und der University of Western Australia machte den sensationellen Fund. Die Freude der Wissenschafts-Experten war groß, als die DNA-Analyse ergab, dass es sich bei dem unscheinbaren Mini-Frosch zweifelsfrei um eine neue Spezies handelt. Die Amphibie gehört zu einer Gruppe von kleinen australischen Fröschen, die als Toadlets bezeichnet werden

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Teilchenphysik: Neue Spur zu unbekannten Naturgesetzen

Teilchenbeschleuniger Tevatron
© Fermilab / Fred UllrichTeilchenbeschleuniger Tevatron: Neue Hinweise auf bisher unbekannte Naturgesetze

Physiker haben bei einem Teilchenbeschleuniger-Experiment einen Effekt beobachtet, der auf bisher unbekannte Naturgesetze hinweist. Noch sind die Ergebnisse nicht bestätigt - aber die Wahrscheinlichkeit eines statistischen Zufalls halten die Forscher für äußerst gering.

Chicago - Der Tevatron-Teilchenbeschleuniger am berühmten Fermilab bei Chicago ist immer wieder für Überraschungen gut. Zuletzt hatten Forscher beim dortigen CDF-Experiment Hinweise auf eine neue Naturkraft gefunden. Die Kollegen der DZero Collaboration, die ebenfalls am Tevatron stationiert ist, konnten die Entdeckung allerdings nicht bestätigen. Jetzt gehen ausgerechnet die DZero-Wissenschaftler mit einer aufsehenerregenden Ankündigung an die Öffentlichkeit: Sie glauben, bei Partikelkollisionen im Tevatron Verteilung von Elementarteilchen beobachtet zu haben, die nicht mit gängigen Vorstellungen der Physik übereinstimmt.

Bei Kollisionen von Protonen und Antiprotonen waren etwa ein Prozent mehr Myonen - eine Art superschwerer Elektronen - entstanden als Antimyonen. Dieser Effekt sei etwa 50-mal größer als nach dem Standardmodell erwartet, schreiben die Forscher in ihrem Artikel, der im Fachmagazin Physical Review D erscheinen soll.

Control Panel

Stromausfall in Kölner Süden

Der Kölner Süden ist wieder am Netz. Am Sonntagmorgen war in großen Teilen die Stromversorgung unterbrochen worden. Vor allem Weiß, Sürth und Hahnwald waren betroffen.

Köln - Am Sonntagmorgen war in Teilen des Kölner Südens der Strom ausgefallen. Vor allem Sürth, Weiß und Hahnwal waren betroffen. Der Entstördienst der RheinEnergie war gegen 9.50 Uhr ausgerückt.

Grund für den Stromausfall: Zwei Starkstromkabel mit jeweils 10.000 Volt worden beschädigt. Die Kabelfehler wurden an der Ecke Ernst-Volland-Straße/Sürther Hauptstraße und an der Ecke Grüner Weg/Am Feldrain ausgemacht. Von diesen Leitungen schlugen die Störungen auf Leistungsschalter im Umspannwerk und weiter auf die Haushalte durch.

Telescope

Die schwächelnde Diva

Unser Zentralgestirn schwächelt. Was bedeutet das für Klima und Technik?

Die Sonne ist so inaktiv wie seit 100 Jahren nicht mehr: Das nächste solare Maximum im Jahr 2013 wird nur schwach ausfallen und danach könnte die Sonne in einen Jahrzehnte dauernden Schlummerzustand übergehen. Was für Folgen hätte das für Klima und Technik?

Es war eine dieser Meldungen, die um die Welt gingen. "Eine neue Eiszeit ist unterwegs", schrieb die britische Zeitung The Telegraph. "Die Erde muss mit Mini-Eiszeit innerhalb der nächsten zehn Jahre rechnen", hieß es in der Daily Mail. Und der Nachrichtensender Fox News aus den USA posaunte: "Das ist die Wissenschaftsgeschichte des Jahrhunderts." Wirklich? Wie sich bald darauf herausstellte, war die vermeintlich nahende Eiszeit mit den wissenschaftlichen Fakten nur bedingt in Einklang zu bringen. Aber die Meldungen hatten einen wahren Kern: Die Sonne schwächelt zur Zeit, und niemand versteht so recht, warum.
sonne
© NASA/Goddard/SDO AIA Team (Public Domain)Sonne

Im März 2010 hat das Solar Dynamics Observatory der NASA unser Zentralgestirn im UV-Licht fotografiert - in nie zuvor gekannter Schärfe. Das Falschfarbenbild zeigt die unterschiedlichen Gastemperaturen der Sonne: Rote Bereiche sind mit 60 000 Kelvin relativ kühl, blaue und grüne Töne stellen bis zu eine Million Kelvin heiße Flächen dar.

Das ist zunächst nichts Ungewöhnliches: Die Sonnenaktivität unterliegt einem Elfjahres-Zyklus, auf dessen Höhepunkt täglich gleich mehrere Eruptionen stattfinden, die Sonnenplasma ins All schleudern. Im Minimum dagegen kommt es nur selten zu solchen Ausbrüchen. Welchen Teil des Zyklus die Sonne gerade durchläuft, verrät ein Blick mit dem Fernrohr: Ist ihr Anlitz mit über hundert dunklen Flecken übersät, ist Sturmsaison, finden sich kaum welche dieser so genannten Sonnenflecken, herrscht Flaute. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts führen Astronomen über ihre Häufigkeit Buch, 1844 erkannte der deutsche Astronom Samuel Heinrich Schwabe eine Regelmäßigkeit in ihrer Abfolge. Aber der aktuelle Zyklus, der 24. seit den Aufzeichnungen, ist anders.

Kommentar: Erstaunlich, dass vorher Prognosen über die Temperaturentwicklung gestellt werden und am Ende ein Rückzug angetreten wird, dass jegliche Prognosen [der Sonne] sehr schwierig sind.

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Blackbox

Prognose: Temperatur in Deutschland soll um vier Grad steigen bis 2100

Der Deutsche Wetterdienst wagt eine drastische Prognose: Deutschland muss sich auf Extremwetter einstellen. Das erste Halbjahr 2011 brachte schon einen Vorgeschmack darauf.
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© IPCC/MPI/DKRZ

Deutschland erwärmt sich nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis zum Jahr 2100 um weitere zwei bis vier Grad. Das hätten Klimasimulationen gezeigt, teilte der Wetterdienst in Berlin mit.


Kommentar: Modelle haben es oft an sich, nicht alle Faktoren kalkulieren zu können.
Zumal auch eine Wettervorhersage für eine Woche bereits ungenau ist, wie genau soll dann ein Modell für 50 und mehr Jahre sein?

Außerdem erwarten die Experten trockenere Sommer, nassere Winter und mehr extremen Wetterereignisse. Der Klimawandel habe auch Folgen für die Bauwirtschaft und erfordere ein Umdenken bei Stadtplanern.

Die weiteren Aussichten sind schlecht: Nach Auskunft des DWD war 2010 „kein gutes Jahr“ für den Klimaschutz. „Die Menschheit hat fast 31 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen - ein trauriger Rekord“, sagte DWD-Präsident Gerhard Adrian bei der Pressekonferenz in Berlin. Der Anteil des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) in der Luft steige trotz aller Klimakonferenzen scheinbar unaufhaltsam.

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