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Sa, 22 Jan 2022
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Wissenschaft und Technologie
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Homosexuelle Zebrafinken bilden ebenso feste Bindugnen wie Heterosexuelle

Zebrafinken
© 3268zauber - cc-by-sa 3.0
Archiv: Zebrafinken

Berkeley/ USA - Gleichgeschlechtliche Bindungen unter Zebrafinken, die eine US-amerikanische Verhaltensforscherin beobachtet hat, sind ebenso innig und bleibend wie die von heterosexuellen Vogelpärchen.

Zu diesem Schluss kommen Forscher um Julie Elie von der "University of California Berkeley" und haben die Ergebnisse ihrer Studie aktuell im Fachmagazin Behavioural Ecology and Sociobiology veröffentlicht.

Während heterosexuelle Zebrafinken für ihre lebenslange monogame Lebensweise bekannt sind, beobachtete die Verhaltensforscherin nun auch bei homosexuellen Paaren, dass diese nicht nur gemeinsam eine innige Beziehung zueinander pflegen.

Telescope

Kosmische Kollision: Zwei Galaxien stoßen ineinander

Kollision zweier Galaxien
© NASA/CXC/IfA/D.Sanders et al (Röntgen); NASA/STScI/NRAO/A.Evans et al (optisch)
Bildkombination aus optischen und Röntgenaufnahmen der Galaxienkollision VV340. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.)

Washington/ USA - Durch die Kombination von NASA-Aufnahmen im optischen und Röntgenbereich ergibt sich ein neues Bild der Kollision der beiden Spiralgalaxien "VV340 Nord" und "VV340 Süd". In ferner Zukunft wird wahrscheinlich auch unsere Milchstraße mit ihrer Nachbargalaxie Andromeda in ähnlicher Weise kollidieren.

Die Galaxienkollision "VV340" ist eines der anschaulichsten Beispiele für die Frühphase der Kollision zweier Galaxien. Während "VV340 Nord" dem Betrachter eine Seitenansicht präsentiert, sehen wir das südliche Gegenstück "VV340 Süd" in direkter Draufsicht. In mehreren Millionen Jahren werden beide Spiralgalaxien miteinander verschmolzen sein.

Eye 2

Wissenschaftler erzeugen erstmals Tier mit künstlicher Erbinformation

Wurm mit künstlicher DNS
© Jason Chin / Sebastian Greiss
Die künstlichen Proteine im Körper des Fadenwurms sind mit einem Färbemittel ausgestattet, das unter UV-Licht rot fluoresziert.

Cambridge/ England - Britische Forscher berichten, dass es ihnen gelungen ist, das erste Tier mit künstlicher genetischer Information zu erzeugen. Die Technik könnte Biologen zukünftig die Kontrolle über jedes einzelne Molekül im Innern lebender Organismen geben.

Wie Sebastian Greiss und Jason Chin von der "Cambridge University" aktuell im Fachmagazin Journal of the American Chemical Society berichten, handelt es sich bei dem Tier um den rund ein Millimeter langen Fadenwurm Caenorhabditis elegans, dessen transparenter Körper aus nur rund tausend Zellen besteht.

Was die von den Forschern auf diese Weise manipulierten Würmer von ihren normalen Artgenossen unterscheidet, ist ihr genetischer Code, der von den Forschern derart verändert wurde, dass der Körper nun biologische Moleküle, genauer gesagt eine 21. statt der natürlichen 20 Aminosäuren, beinhaltet, wie sie in der Natur so nicht vorkommen.

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Tiefsee: Symbiotische Lebensgemeinschaft gewinnt Energie auf der Basis von Wasserstoff

'Schwarzer Raucher'
© marum.de
An den Schwarzen Rauchern in 3000 Meter Tiefe gedeihen ungewöhnliche Lebensgemeinschaften.

Bremen/ Deutschland - Um heiße Tiefseequellen, sogenannter "Schwarzer Raucher" ("Black Smokers"), haben Biologen Muscheln entdeckt, die mit Hilfe symbiotischer Bakterien über die Fähigkeit verfügen, Wasserstoff als Energiequelle zu nutzen. Wahrscheinlich, so vermuten die Forscher, seien derartige Lebensgemeinschaften weit verbreitet. Die Entdeckung könnte nicht nur die Forschung zur Nutzung Wasserstoff-betriebener Brennstoffzellen inspirieren, sondern auch Aufschlüsse darüber zulassen, welche Formen des Lebens auch in den Ozeanen anderer Himmelskörper in unserem Sonnensystems möglich sind.

Wie die Wissenschaftler um Nicole Dubilier vom "Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie" (mpi-bremen.de) und ihre Kollegen vom "Exzellenzcluster MARUM" (marum.de) an der "Universität Bremen" in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Nature berichten, entstehen heiße Quellen in der Tiefsee an den Verschiebungszonen der Erdplatten, dort, wo Magma in die obere Erdkruste aufsteigt und Seewasser mit dem hoch erhitzten Magma in Kontakt kommt. "Das erhitzte Seewasser", so erläutert die Pressemitteilung der "Max-Planck-Gesellschaft" (mpg.de), "löst Mineralien aus der Erdkruste, und tritt mit bis zu 400 Grad Celsius an den sogenannten Schwarzen Rauchern wieder aus. So gelangen Schwefelwasserstoff, Ammonium, Methan, Eisen oder Wasserstoff ins Meer. Aus der Oxidation dieser anorganischen Verbindungen gewinnen die Organismen Energie, um Kohlenhydrate aufzubauen. Da in die Tiefen des Ozeans kein Sonnenlicht vordringt, müssen chemische Reaktionen diese Energie liefern. In Analogie zur Fotosynthese spricht man daher von Chemosynthese.

Telescope

Mysteriöser schwarzer Planet entdeckt

Schwarzer Planet
© David Aguilar (CfA)
Künstlerische Darstellung des tiefschwarzen Exoplaneten "TrES-2b" vor dem Hintergrund seines Sterns.

Cambridge/ USA - Astronomen haben den bislang dunkelsten Exoplaneten entdeckt. Der entfernte jupitergroße Gasplanet reflektiert weniger als ein Prozent des Lichts seines Sterns, wodurch er schwärzer als Kohle und jeder andere bekannte Himmelskörper unseres eigenen Sonnensystems erscheint. Einzig seine hohen Temperaturen sorgen dafür, dass der Gasriese noch ein leichtes rötlich-bernsteinfarbenes Leuchten von sich gibt.

Wie die Forscher um David Kipping vom "Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics" (CfA) im Fachjournal Monthly Notices of the Royal Astronomical Society berichten, gibt es aufgrund zu hoher Temperaturen in der Atmosphäre um den Planeten "TrES-2b" keine Wolken, wie sie etwa auf Jupiter noch mehr als ein Drittel des Sonnenlichts reflektieren.

Sherlock

Risiko-Gene: Immunschwäche als Ursache für Multiple Sklerose

Neurologen haben eine 29 neue genetische Varianten identifiziert, die mit der Krankheit Multiple Sklerose (MS) in Zusammenhang stehen. Offenbar gehören diese Gene zum Immunsystem, das somit entscheidend ist in der Entwicklung der Krankheit. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten und bestätigen MS als Autoimmunreaktion.
forschung,labor
© Dreamstime
Forscher entdecken Risiko-Gegen des Immunsystems, die für Multiple Sklerose verantwortlich sind.

Einem Verbund von Wisseschaftlern unter Beteiligung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und des Schleswig-Holsteinischen Exzellenzclusters Entzündungsforschung ist es gelungen, 29 neue Genvarianten zu identifizieren, die mit der Entstehung von Multipler Sklerose (MS) in Verbindung stehen und tiefe Einblicke in die Biologie einer der häufigsten neurologischen Krankheiten gewähren. Da viele der erkannten Gene in direktem Zusammenhang mit dem Immunsystem stehen, konnten die Experten eine Immunschwäche als wahrscheinliche Ursache von MS ausmachen.

Bei Multipler Sklerose wird die schützende Hülle (Myelinschicht) geschädigt, mit der die Nervenfasern im Gehirn und im Rückenmark ummantelt sind, sodass Erregungssignale nicht mehr weitergeleitet werden. Ebenso werden die Nervenfasern selbst geschädigt. Je nachdem welche Bereiche des Nervensystems angegriffen werden, sind die Folgen unter anderen Gehbehinderungen, Taubheitsempfindungen oder Sehstörungen. Die veröffentlichten Ergebnisse zeigen die grundlegende Rolle des Immunsystems bei der Zerstörung der Nervenzellen und helfen zu verstehen, wie genau der Immunangriff auf Gehirn und Rückenmark aussieht.

Kommentar: Wie so oft werden Ursachen nicht hinterfragt, die zu dieser Erkrankung führen können. Es wird angenommen, dass Magnesiummangel multiple Sklerose begünstigen kann und Magnesium mit dafür verantwortlich ist, den Körper zu entgiften (Schwermetalle). (Caroly Dean, 2007. The Magnesium Miracle S. 175 & Nora T. Gedgaudas, 2011. Primal Body, Primal Mind, S. 253)


Chalkboard

Von außen betrachtet: Die Achse des Schönen

Zum Glück geht dem Menschen der Sinn für das Schöne auch bei hässlichem Wetter nicht verloren. Natürlich haben wir uns damit abzufinden, dass Schönheit in einem so dürftigen Sommer wie dem hiesigen eher unaufdringlich daherkommt, dass sie sich mehr beiläufig zeigt als wirkungsvoll ins Auge sticht, und dass ihre Strahlkraft unter banalen Äußerlichkeiten wie „feuchten Westwindwetterlagen" merklich leidet - aber wer sind wir denn, die Natur für ihre stimmungswidrigen Spirenzchen an den Pranger stellen zu wollen. Hat sie uns nicht das Bewusstsein von Schönheit überhaupt erst beigebracht?

Die Idee ist uralt: Schönheit macht Sinn - evolutionär gesprochen. Wie überhaupt alles, ob Moral oder das Böse schlechthin, vor allem als Ergebnis eines langwierigen, von Veränderung und Auslese getriebenen Prozesses zu verstehen ist - im Lichte der Evolution also -, so müsse auch Schönheit als Errungenschaft solcher historischer Anpassungsvorgänge verstanden werden.

Schönheit gewissermaßen als starke entwicklungsbiologische Währung. Tatsächlich wäre das Schöne nichts ohne seine Bewunderer. Oder, wie der Münchener Evolutionsbiologe Josef Reichholf in „Der Ursprung der Schönheit" lapidar feststellte: „Es ‚passt', was zusammenpasst."

Eine feste Größe in dieser Beziehung ist seit Jahrzehnten die Eigenschaft der Symmetrie. Schönheit ist Formsache. Seit den Arbeiten des amerikanischen Zoologen Randy Thornhill in den neunziger Jahren gilt es unter Biologen und Psychologen als ausgemacht, dass Menschen Körpersymmetrie mit physischer Attraktivität gleichsetzen. Das gilt insbesondere auch für symmetrische Gesichter.

symmetrie
© PlosOne

Nuke

AKW Brokdorf: Überhitzung führte zu Abschaltung

Eine Überhitzung hat zu dem Defekt an einem der Transformatoren am Atomkraftwerk Brokdorf geführt. Das haben Untersuchungen von Fachleuten ergeben. Unklar ist noch, wie es zu der Überhitzung kommen konnte. Genauer untersuchen will dies Betreiber E.ON allerdings nicht, da der Trafo ausgetauscht wird. Im Fokus steht jetzt die Überprüfung des zweiten Transformators. E.ON erwägt, den Meiler mit nur diesem einen Trafo wieder ans Netz zu bringen - allerdings nur mit halber Leistung.
brokdorf,atomkraftwerk
© ddp/ David Hecker
Atomkraftwerk in Brokdorf
Atomkraftwerk wurde Sonntag abgeschaltet

E.ON hatte das AKW am Sonntag vom Netz genommen, nachdem es dort zu einem Zwischenfall gekommen war. So hatte sich am Vormittag einer der beiden Transformatoren, über die der Strom aus dem Kraftwerk ins Netz eingespeist wird, selbst abgeschaltet. E.ON fuhr daraufhin den Reaktor herunter und informierte die Behörden.

Erst am 20. Juli wieder ans Netz gegangen

Eine Sprecherin des Betreibers E.ON sagte, der Zwischenfall habe sich im konventionellen, nicht im atomaren Teil des Kraftwerks ereignet und sei nicht meldepflichtig. Radioaktive Strahlung sei nicht ausgetreten. Das AKW Brokdorf war erst am 20. Juli nach einmonatigen Wartungsarbeiten wieder ans Netz gegangen. Bei der Revision habe es keine Auffälligkeiten gegeben, so das Ministerium.

Radar

Spenden für Seti-Projekt und die Alien-Jagd kann weitergehen

Neustart für das intergalaktische Lauschprogramm: Spender haben dafür gesorgt, dass das Seti-Projekt seine Suche nach Radiosignalen aus fremden Welten fortsetzen kann - vorerst für ein paar Monate. In dieser Zeit müssen sich die Forscher gehörig etwas einfallen lassen.
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© AP
Allen Telescope Array (im Oktober 2007): Nach Monaten des Stillstands soll die Suche nach außerirdischen Signalen hier weitergehen - vorerst für ein paar Monate. Das Seti-Institut schreibt auf seiner Webseite, man habe von rund 2500 Geldgebern insgesamt 220.000 Dollar einsammeln können.

Es war einsam geworden im Hat Creek Valley. Einst hatten hier 42 Hightech-Antennen nach außerirdischen Signalen aus den Tiefen des Alls gelauscht, weitab von Störquellen wie Sendemasten und Stromleitungen. Doch seit Monaten drehten nur noch zwei einsame Hausmeister ihre Runden im wuchernden Gras. Am 22. April hatten die University of California und das Seti-Institut die Instrumente des Allen Telescope Array in einen unbefristeten Tiefschlaf versetzt . Seit dem dösten die Sechs-Meter-Schüsseln vor sich hin.

Schuld war das desolate Staatsbudget des US-Bundesstaats Kalifornien. Es zwang die Universität zum Ausstieg aus dem Projekt. Die National Science Foundation stoppte ebenfalls ihre Zuschüsse - weil wissenschaftlich verwertbare Ergebnisse fehlten. Und allein konnte das gemeinnützige Seti-Institute die Finanzierung nicht stemmen.

Kommentar:
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© pilulerouge.com

SOTT.net empfiehlt die Buchserie Die Welle von Laura Knight-Jadczyk, wo diskutiert wird, dass Aliens und das UFO-Phänomen nicht direkt physischer Natur sind, wie oft angenommen und verbreitet wird, sondern wahrscheinlich hyperdimensionaler Natur. Hier befindet sich eine Voransicht dieses Buches: PDF.


Satellite

Hubble fotografiert 20-Billionen-Kilometer-Collier

Es ist die abgestoßene Gashülle eines alternden Sterns. Doch der Nebel sieht aus wie ein funkelndes Collier mit 20 Billionen Kilometer Durchmesser.

Das Weltraumteleskop Hubble hat in den Tiefen des Alls einen Gasnebel fotografiert, der wie ein kosmisches Collier funkelt. Die Falschfarbenaufnahme zeigt einen blau-grün gefärbten Ring aus Wasserstoff und Sauerstoff, in dem rot gefärbte Stickstoffwolken wie die Diamanten in einem Collier leuchten.

Der sogenannte planetare Nebel im Sternbild Pfeil (Sagitta) war erst kürzlich entdeckt worden, wie das Weltraumteleskop-Institut in Baltimore erläuterte.
collier,hubble
© DPA
Dieses Schmuckstück schwebt seit rund 10.000 Jahren im Sternbild Pfeil