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Do, 04 Mär 2021
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Wissenschaft und Technologie
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Telescope

Sternenhimmel im Juni: Extrem lange Mondfinsternis

Sternenhimmel
© unbekannt
Der Sternenhimmel im Juni
Vier Stunden und vierzig Minuten befindet sich der Trabant im Kernschatten der Erde. Besonders hervor tut sich auch der Saturn.

Der Juni beschert uns ein kosmisches Schattenspiel. Am 15. gibt es eine totale Mondfinsternis, die in ihrer zweiten Hälfte von ganz Deutschland aus zu sehen ist - wenn das Wetter mitspielt. Da der Mond zentral durch den Kernschattenkegel der Erde wandert, zählt diese Finsternis zu den längsten überhaupt. Alles in allem dauert sie vier Stunden und vierzig Minuten.

Der Mond tritt um 20.23 Uhr in den Kernschatten der Erde ein - was aber nicht zu sehen ist, da der Mond zu diesem Zeitpunkt bei uns noch nicht aufgegangen ist. Die totale Finsternis beginnt um 21.22 Uhr, wenn der Mond vollständig in den Kernschatten eingedrungen ist. Um diese Zeit geht der Mond über Deutschland gerade auf: in Hamburg um 21.43 Uhr, in Berlin um 21.23 Uhr, in Leipzig und Stuttgart um 21.20 Uhr und in Köln erst um 21.40 Uhr.

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Hagelkörner haben's in sich ... Bakterien nämlich

Gewitzter Mechanismus: Mikroben nutzen den Wasserkreislauf für ihre Verbreitung

Hagelkörner enthalten Bakterien
© Unbekannt
Hagelkörner geben ein gutes Transportmittel für Bakterien ab.
Washington - Eis ist nicht unbedingt ein lebensfeindliches Medium: Nicht nur, dass diverse Organismen Mittel entwickelt haben, wie sie eine natürliche Tiefkühlung lebend überstehen können - manche nutzen Eis sogar in verschiedenster Weise, um sich ernähren und fortpflanzen zu können, wie die BBC berichtet.

Sun

Schaltet die Sonne sich ab?

sonnen,sonnenfleck
© SDO/HMI

Diese, zugegebenermaßen etwas reißerisch-naive Überschrift aus einer norwegischen Zeitung läßt erst einmal Bild-Zeitungsniveau vermuten. Man sollte sich jedoch nicht davon täuschen lassen, nachfolgend die Übersetzung eines Interviews von Hans Christian Hansson (VG) mit Prof. Jan-Erik Solheim.

Die globale Erwärmung könnte zu Ende sein, meint der norwegische Professor - und prophezeit beißend kalte Winter für die kommenden Jahre.

Jan-Erik Solheim erkennt die Sonne und ihr verhalten nicht wieder. Während einer langen Karriere hat der Astrophysiker und Professor den Himmelskörper, welcher Licht, Wärme und Wachstum gibt, beobachtet. Die letzten Jahre haben ihn immer mehr erstaunt. Die Sonne wurde schwächer und schwächer.

„Es ist nicht leicht zu sagen, wie es sich entwickelt.“ Aber in einem ist er sich inzwischen sicher : Es wird in den kommenden Jahren nicht wärmer werden auf der nördlichen Halbkugel. Wenn Sie dachten, der letzte Winter war kalt - die Chance, daß die kommenden Winter genau so schlimm wenn nicht schlimmer werden, ist groß, prophezeit der Professor.

Telescope

Wissenschaftler untersuchen Sturmgebiete auf Saturn

Im Dezember 2010 konnte ein sich gerade bildendes Sturmgebiet auf dem Saturn registriert werden, welches mittlerweile die gesamte nördliche Hemisphäre dieses Planeten umspannt. Wissenschaftlern ist es in den letzten Monaten gelungen, diesen Sturm näher zu untersuchen. Dafür haben sie die mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte gewonnenen Messergebnisse mit den Daten der Raumsonde Cassini kombiniert.

Sturmgebiet auf Saturn
© NASA, JPL, University of Arizona
Diese Aufnahme des langlebigen Sturmgebietes über dem Nordpol des Saturn kombiniert mehrere im infraroten Spektralbereich aufgenommene Einzelaufnahmen des Visual and Infrared Spectrometer (VIMS), einem der 12 wissenschaftlichen Instrumente an Bord der Raumsonde Cassini. Die zugrunde liegenden Einzelbilder wurden im Oktober und November 2006 angefertigt.
In der Atmosphäre des zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems, dem rund 120.000 Kilometer durchmessenden Gasplaneten Saturn, geht es normalerweise auch so schon recht turbulent zu. Über dessen Nordpol befindet sich das Zentrum eines gigantischen Polarwirbels, welcher einem Durchmesser von fast 25.000 Kilometern aufweist. Der Zyklon rotiert mit einer Geschwindigkeit von 530 Kilometern pro Stunde innerhalb von etwa 10 Stunden und 40 Minuten einmal um sein Zentrum. Damit erreicht er eine mehr als doppelt so hohe Geschwindigkeit wie die auf der Erde auftretenden Zyklone.

Display

Hirnforschung: Apple ruft religiöse Gefühle hervor

gehirnscan

Bekannte Marken verursachen bei ihren Anhängern religiöse Gefühle. Das zeigt eine Untersuchung des britischen Senders BBC. Besonders beliebt bei ihren Fans ist die Firma Apple.

Für die Dokumentation "Secrets of the Superbrands" hat die britische BBC untersucht, was es mit der Bindung von Fans an bestimmte Marken auf sich hat. Der Schwerpunkt wurde dabei auf den Kult rund um die Marke Apple gelegt. Anlass war die Eröffnung des Apple Stores im Londoner Covent Garden, die von den anwesenden Menschen enthusiastisch gefeiert wurde.

Telescope

Extrasolare Planeten: Unzählige Planeten ohne Sonne?

© NASA/JPL-Caltech
So stellt sich ein Künstler einen der jetzt entdeckten Planeten vor.
Planeten, die sich frei in der Galaxie bewegen und nicht um einen Stern kreisen, könnten häufiger sein als Sterne selbst. Zu diesem Schluss kommt nun ein internationales Astronomenteam nach Auswertung einer in den Jahren 2006 und 2007 durchgeführten Himmelsdurchmusterung. Die Planeten wurden nach Ansicht der Forscher aus ihrem Planetensystem geschleudert.

Die heute in der Wissenschaftszeitschrift Nature veröffentlichte Studie basiert auf den Beobachtungen eines Astronomenteams aus den Jahren 2006 und 2007. Die Forscher hatten bei der Kartierung einer Himmelsregion in Richtung des Zentrums der Milchstraße Hinweise auf zehn etwa jupitergroße Planeten gefunden, die keinem Stern zuzuordnen sind. Sie befinden sich zwischen 10.000 und 20.000 Lichtjahren von der Erde entfernt.

Telescope

Teleskop: 4 mal 8 ergibt 130!

teleskop
© ESO
Die Einheiten des Very Large Telescope
Erstmals ist es Astronomen und Technikern am Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte in Chile gelungen, das Licht aller vier 8-m-Teleskope in einem Interferometer exakt zu überlagern.

Damit ergibt sich ein Auflösungsvermögen, welches einem riesigen 130-m-Teleskop entspricht. Beim Weiterleiten und Vereinigen der Lichtbündel der einzelnen Teleskopeinheiten muss eine Exaktheit erreicht werden, die im Mikrometerbereich liegt. Das PIONIER genannte Interferometer (Precision Integrated-Optics Near-infrared Imaging ExpeRiment) hat dagegen überschaubare Abmessungen, der Detektor gar nur Scheckkartenformat.

Bizarro Earth

Studie: Handys verursachten weltweites mysteriöses Bienensterben

Bumble bee
© Reuters/Russell Cheyne
A bumble bee lands on a plant in Pitlochry in Scotland May 29, 2010.

Handy-Strahlung könnte für das mysteriöse, weltweite Bienensterben verantwortlich sein, das Wissenschaftler vor ein Rätsel gestellt hatte.

Dr. Daniel Favre, ein ehemaliger Biologe des Swiss Federal Institute für Technologie in Lausanne, Schweiz, platzierte vorsichtig ein Handy unter einen Bienenstock und beobachtete die Reaktionen der Arbeiterbienen.

Laut einem Bericht in The Daily Mail, waren die Bienen in der Lage festzustellen, wann die Handys Anrufe tätigten oder empfingen. Sie reagierten mit einem hohen Quietschen, das normalerweise das Signal zum Aussschwärmen ist.

"Diese Studie zeigt, dass die Anwesenheit eines aktiven Handys die Bienen stört -- und einen dramatischen Effekt hat", sagte Favre der Daily Mail.

Favre glaubt, dass dies ein Beweis dafür ist, worauf andere Wissenschaftler hingewiesen haben: Signale von Handys tragen zur Abnahme der Honigbienen bei. Favre denkt, dass genauere Forschung dabei helfen könnte, die Verbindung zwischen Handy-Signalen und dem "Bienenvolk-Kollaps" zu bestätigen -- das plötzliche Verschwinden ganzer Kolonien im Winter -- was die Bienenpopulation laut einiger Schätzungen halbiert hat.

Bug

Biologie: Pilz verwandelt Ameise in Zombie

Von Pilz befallene Ameise
© David Hughes
Ein Parasit steuert das Verhalten seines Wirts so fein, dass dieser noch beim Sterben das Weiterleben seines unerbetenen Gastes optimal vorbereitet. Bis heute ist weithin unklar, was sich da im Detail abspielt.

Kurz bevor die Sonne im Zenit steht, spielt sich seit mindestens 48 Millionen Jahren in tropischen Regenwäldern der letzte Akt eines spukhaften Dramas ab: Eine sterbende Ameise verbeißt sich in ein Blatt, so fest, dass sie nach ihrem Tod noch hängen bleibt. Aber sie ist nur (noch) äußerlich eine Ameise, im Inneren haust ein parasitischer Pilz, seine Gene steuern den Zombie. Dessen Ameisenkörper stirbt beim Festbeißen am Blatt noch nicht, das dauert bis zur Abenddämmerung, kurz darauf wächst etwas aus seinem Schädel, das so lang ist wie die Ameise selbst, der Pilz.

Telescope

Herschel: Astronomische Stürme fegen Galaxien leer

Infrarot-Galaxie
© Esa/AOES Medialab

Diese Illustration zeigt eine sehr leuchtstarke Infrarot-Galaxie mit massereichen Winden aus molekularem Gas
Das Weltraumteleskop Herschel hat gigantische Sturmwolken aus molekularem Gas entdeckt, die in den Zentren vieler Galaxien toben - und damit ein astronomisches Rätsel gelöst.

Galaxien im frühen Universum zeigen eine sehr viel höhere Aktivität als unsere Milchstraße heute. Astronomen erklären sich dies in gängigen Entwicklungsmodellen so, dass gasreiche Galaxien miteinander verschmelzen. Dieser Prozess führt nicht nur zu erhöhter Sternentstehung, sondern lässt auch das Schwarze Loch im Zentrum anwachsen. Plötzlich bricht die erhöhte Aktivität aber ab: In nur wenigen Millionen Jahren sinkt die Sternentstehungsrate rapide und auch das Schwarze Loch wächst nicht mehr weiter.