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Mo, 01 Mär 2021
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Padlock

Zensur über außerirdisches Leben in Meteoriten

außerirdisches leben
© N. C. Wickramasinghe
Plakat zu einem Vortrag über außerirdische Mikrofossilien am University College Cardiff, 1981. Auf der Abbildung zusehen sind Strukturen, die von Dr. Hans Pflug im Innern des Murchison-Meteoriten entdeckt wurden.
Cardiff/ Wales - In einem aktuellen Artikel wirft der Astrobiologe und Mitbegründer Panspermie-Theorie, nach der das Leben in Form von Mikroben im Innern von Kometen und Asteroiden aus dem All zur Erde gelangt ist, Nalin Chandra Wickramasinghe von der "Cardiff University", der internationalen Wissenschaftsgemeinde und vornehmlich den Fachjournalen eine jahrzehntelange Zensur nicht nur seiner eigenen Hypothesen über den angeblich bereits erbrachten Nachweis außerirdischen Lebens vor.

In seinem Artikel beschreibt Wickramasinghe, wie sich schon kurz nach der Veröffentlichung seiner gemeinsam seinem Doktorvater, dem Astronomen Fred Hoyle erarbeiteten Hypothese, die bis dato üblichen Publikationswege mehr und mehr zu schließen begannen. Damals hatten Hoyle und Wickramasinghe dargelegt, dass interstellarer Staub nicht nur aus abiotischen organischen Polymeren, sondern teilweise auch aus bakteriellen Zellen in unterschiedlichen Phasen der Dehydration zu bestehen scheint.

Eye 1

Die Frau, die keine Angst kennt

gehirn
© Corbis
Menschliches Gehirn (Illustration): Das Zentrum der Angst ist der Mandelkern
Sie empfindet Wut, Trauer oder Freude, Angst hat sie nie: US-Mediziner berichten von einer Frau, in deren Gehirn eine bestimmte Region völlig zerstört ist - dort sitzt offenbar das Zentrum der Furcht. Dass die Frau überhaupt noch lebt, erstaunt die Wissenschaftler.

Sie möge keine Spinnen und Schlangen und gehe ihnen daher aus dem Weg. Die ungewöhnliche Probandin, die von den Forschern als SM abgekürzt wird, hatte vor dem Besuch im Zooladen eine klare Meinung, die sie öfter preisgegeben hatte. Die Wissenschaftler waren gespannt, ob SM die Tiere, die bei vielen Menschen Angst auslösen, tatsächlich meiden würde. Denn im Gehirn der 44-jährigen Frau ist durch das Urbach-Wiethe-Syndrom, eine sehr seltene Erkrankung, der Mandelkern zerstört. Diese auch als Amygdala bezeichnete Hirnregion hat sich in Tierexperimenten als Sitz der Furcht herausgestellt. Auch von anderen Menschen ohne funktionierende Amygdala ist bekannt, dass ihr Furchtempfinden gestört ist.

Sherlock

Unwiderstehliche Düfte - Warum Mäuse und Elefantenspitzmäuse Pflanzen bestäuben

Eine internationale Forschungsgruppe hat erstmals Duftstoffe analysiert, mit denen es Pflanzen gelingt, nicht-fliegende Säugetiere für die Bestäubung gezielt anzulocken.

Cytinus visseri, eine im südlichen Afrika beheimatete Pflanzenart, verströmt mit ihrendunkelroten Blüten einen Duft, dem Mäuse und Elefantenspitzmäuse instinktiv folgen. Die chemische Zusammensetzung des Dufts bewirkt, dass diese Tiere von den nektarreichen Blüten unwiderstehlich angezogen werden. PD Dr. Stefan Dötterl hat mit chemischen Analysen am Lehrstuhl für Pflanzensystematik der Universität Bayreuth dazu beigetragen, die Ursachen aufzuklären.

UFO 2

Neuer SETI-Ansatz: Außerirdische Super-Zivilisationen könnten Schwarze Löcher als Energiequelle nutzen

Röntgendoppelstern
© NASA
Künstlerische Darstellung eines Röntgendoppelsterns (Illu.)
Brüssel/ Belgien - Während zumindest die derzeitigen US-amerikanischen Bemühungen Beweise für außerirdische Zivilisationen mittels Radiotechnologie zu finden, aufgrund von Budgetknappheit am "Seti Institute" eingefroren wurden (...wir berichteten), präsentiert ein belgischer Wissenschaftler seine eigene Theorie: Demnach sind die am weiten fortgeschrittenen Zivilisationen wahrscheinlich sogar recht einfachsten zu entdecken.

Meteor

Extremophile Bakterien wachsen noch bei 400.000facher Erdanziehungskraft

Bakterienvergleich irdische Schwerkraft &
© Shigeru Deguchi et al
Bakterien unter irdischer Schwerkraft (A) und unter "Hypergravitation" (B)
Yokohama/ Japan - Als Extremophile werden in der Biologie Bakterien bezeichnet, die selbst unter widrigsten Bedingungen nicht nur überleben können, sondern sich auch vermehren. Mit dieser Eigenschaft gelingt es einigen irdischen Mikroorganismen sogar, die Bedingungen im freien All, unter starkem Druck, großen Temperaturextremen und selbst schädigender Strahlung ausgesetzt, zu überstehen. Neue Tests japanischer Forscher belegen nun, dass es unter diesen extremen Überlebenskünstlern sogar Exemplare gibt, die selbst das 400.000-Fache der irdischen Gravitation überstehen und dabei sogar noch wachsen können. Damit wäre einmal mehr außerirdisches Leben auch unter Extrembedingungen wahrscheinlicher, wie sie bislang als absolut lebensfeindlich erachtet wurden.

Meteor

Forscher halten Bakterium für außerirdischen Eindringling

Extremophiles Bakterium
© Public Domain
Das extremophile Bakterium "Deinococcus radiodurans"
Rio de Janeiro/ Brasilien - Bei Untersuchungen des Bakteriums "Deinococcus radiodurans" haben brasilianische Wissenschaftler dessen extreme Widerstandfähigkeit erforscht und schlussfolgern nun, dass das Bakterium aufgrund seiner Eigenschaften ursprünglich auch aus dem Weltall auf die Erde gelangt sein könnte. Erneut stützen die Ergebnisse damit auch die Theorie der Panspermie, nach der außerirdisches Leben in Form von Mikroben huckepack mit Asteroiden, Meteoriten und Kometen die Erde befruchtet haben könnte.

Sherlock

Entdeckt: Wie der Tumor in die Lymphe kommt

Enzymverbindung ermöglicht Zellen, Löcher in Gefäßwände zu bohren und Metastasen zu bilden - Wiener Forscher haben es geschafft, diesen Mechanismus zu verhindern

Wien - Der Mechanismus, wie sich Tumorzellen ihren Weg in die Lymphknoten bahnen um dort Metastasen zu bilden, ist entschlüsselt. Am Beispiel von Brustkrebs haben Forscher am Klinischen Institut für Pathologie an der Medizinischen Universität Wien herausgefunden, wie die Tumorzellen ein Loch in die Wand von Lymphgefäßen bohren, um in die Lymphknoten in der Achselhöhle zu gelangen. Gleichzeitig entdeckten die Forscher eine Möglichkeit diesen Mechanismus zu verhindern, so Dontscho Kerjaschki, der die nun im Journal of Clinical Investigation erschienene Studie geleitet hat, am Dienstag in einer Aussendung.

Butterfly

Zoologie: Auch unter Tieren gibt es wahre Tierfreunde

Artenübergreifende Tierfreundschaften
© PA
Das Tigerbaby Akbar im Tierpark Ströhnen in der Nähe von Bremen hat sich mit einer Zwergdackel-Dame angefreundet.

Eine Schildkröte freundet sich mit einem Nilpferdbaby an und ein Gorilla liebkost ein Entenkind - Verhaltensforscher erklären, wie es dazu kommt.

Kürzlich auf dem Rasen beim Affenfelsen, im Bristol Zoo, England. Eine Entenmutter geht mit ihren Küken an Land, die Familie steigt aus dem Wassergraben und nimmt die Abkürzung über den Rasen, ohne zu ahnen, dass eine Bande von vier Halbstarken sie längst im Blick hat. Die jungen Gorillas sind so fasziniert von dem Entenmarsch, dass sie ihr Klettergerüst im Stich lassen, herabhangeln, über die Wiese huschen, gucken und staunen.

Sun

Begleitstern überlebte „Tychos Supernova”

supernova
© NASA/ CXC/ Chinese Academy of Sciences/ F. Lu et al
Tychos Supernova-RElikt SN 1572 mit deutlich sichtbarem Bogen aus extrem energiereichem Röntgenlicht (Pfeil), der auf Sternentrümmer eines Begleitsterns hinweis.

Eine schon 1572 vom Astronomen Tycho Brahe beobachtete Sternexplosion hat jetzt entscheidende Hinweise zur Entstehung von Typ 1a Supernovas geliefert: Das Röntgenteleskop Chandra enthüllte einen kleinen Bogen starken Röntgenlichts im Supernovarelikt, der auf einen normalen Stern als Begleiter des damals explodierten Weißen Zwergs hinweist. Beobachtungen mit optischen Teleskopen zeigen zudem, dass der Begleitstern diese Supernova offenbar überlebt hat, wie Astronomen jetzt im „Astrophysical Journal“ berichten.

Magnify

Krebstherapie: Mit Fett gegen Tumoren

Linda Nebeling hat krebskranke Kinder mit einer fettreichen Diät behandelt. Mit SZ Wissen sprach die amerikanische Forscherin über praktische Schwierigkeiten, Chancen und übertriebenen Erwartungen.

Vor zwölf Jahren war Dr. Linda Nebeling vom vom amerikanischen National Cancer Institute die erste Medizinerin, die zwei Kinder mit aggressiven Hirntumoren mit einer fettreichen, kohlenhydratarmen Diät behandelte. Rechtfertigen konnte sie den Therapieversuch nur damit, dass die beiden Mädchen als Begleiterscheinung ihrer Krankheit auch epilepsieähnliche Anfälle hatten - und medikamentenresistenerte Epilepsie lässt sich tatsächlich nachweislich mit einer fettreichen Diät behandeln.

Beide Kinder sprachen damals gut auf die Ernährungs-Therapie an. Doch seither hat es keine klinischen Versuche zur Behandlung von Krebspatienten mit dieser Methode gegeben. In Deutschland läuft derzeit eine erste solche Studie mit Krebspatienten, eine zweite soll im Herbst starten.