Wissenschaft und TechnologieS


Battery

"Immer häufiger": E-Bike-Akkus gehen in Flammen auf

In Berlin ist eine Wohnung ausgebrannt, nachdem ein E-Bike-Akku in Flammen aufgegangen ist. Feuerwehren warnen schon lange vor dem Laden in der Wohnung.

e-bike akku
© KarolGajewski/Shutterstock.com
Nachdem ein defekter Akku eines E-Bikes in Berlin einen Wohnungsbrand ausgelöst hat, hat die dortige Feuerwehr einmal mehr darauf hingewiesen, dass solche Geräte niemals in der Wohnung aufgeladen werden sollten und schon gar nicht nachts beziehungsweise ohne Aufsicht. So zitiert die Nachrichtenagentur dpa einen Sprecher der Berliner Feuerwehr nach dem Brand im Ortsteil Fennpfuhl. Dort war eine Wohnung in Flammen aufgegangen und insgesamt 62 Feuerwehrleute mussten gegen den Brand antreten. Solche Einsätze gegen Feuer, die durch in Brand geratene Akkus ausgelöst wurden, seien immer häufiger, hieß es demnach noch von dem Sprecher.

Beim Laden immer wieder nachsehen

Die Berliner Feuerwehr wiederholt damit nun eine Warnung, die immer wieder gegeben wird. Grund sind ähnliche Brände in Wohnungen, Kellern oder Geräteschuppen, für die es angesichts der wachsenden Verbreitung von E-Bikes inzwischen alle paar Tage ein Beispiel irgendwo in Deutschland gibt. Ausführliche Tipps zum sicheren Umgang mit den Akkus von E-Bikes hat deshalb erst vor wenigen Wochen die Stadt Wilhelmshaven zusammengestellt. Auch dort rät die Berufsfeuerwehr vom unbeaufsichtigten Laden ab und empfiehlt außerdem, das möglichst auf einem Balkon vorzunehmen. Auf keinen Fall sollte das Gerät in Fluchtwegen an die Steckdose gesteckt werden, also etwa im Treppenhaus. Ein mögliches Feuer sollte man nicht selbst zu löschen versuchen.

Kommentar: Die ganze E-Mobilitäts-Geschichte ist ein großes Experiment, wo sich negative Langzeitfolgen langsam abzeichnen. Und brennende oder nicht löschbare Akkus waren von Anfang an ein riesiger Kritikpunkt.


Sun

Nur ungebildete Menschen können mit solch absurdem Gerede kommen, dass CO2 aus der Luft entfernt werden sollte

Auch wenn es derzeit wegen all der Meldungen über "Rekordtemperaturen" nicht so aussieht, steuert die Erde laut einer renommierten Astrophysikerin in eine neue "Kleine Eiszeit" hinein. Dies liege an der sich ändernden Sonnenaktivität, erklärt sie. Nur ungebildete Leute könnten eine Reduktion des Kohlendioxids in der Atmosphäre verlangen. Allerdings sei aufgrund der Entwicklungen in unserem Sonnensystem eine globale Erwärmung um bis zu 3,5 Grad Celsius bis zum Jahr 2600 möglich.
sonnenfinsternis
© Gettyimages.ruSymbolbild
In den letzten Monaten überschlugen sich die Medien mit Meldungen über angebliche "Rekordtemperaturen". Das Problem dabei: Viele der Messstationen befinden sich mittlerweile infolge der Urbanisierung in Hitzeinseln. Wo es nur geht, wird manipuliert und getrickst, nur um höhere Zahlen präsentieren zu können. Ganz zu schweigen davon, dass wir uns in einer (mittlerweile endenden) El Niño-Phase befinden, die traditionell mit höheren Temperaturen verbunden ist. Hinzu kommt der Wasserdampf des Hunga Tonga, welcher ebenfalls als Treibhausgas wirkt. Mit dem Kohlendioxid hat dies alles herzlich wenig zu tun, wie ich schon in meinem Buch "Das CO2 ist nicht unser Feind" ausführlich erklärt habe.

Professor Walentina Scharkowa, Professorin an der Northumbria University in Newcastle, Großbritannien, warnt sogar vor einer Unterversorgung mit dem Gas. Dieses sei nicht schädlich, erklärte die gebürtige Ukrainerin, die Expertin für Astrophysik ist. Sie absolvierte ihr Mathematikstudium an der Nationalen Universität in Kiew und promovierte an der Hauptsternwarte in der ukrainischen Hauptstadt. Seit dem Jahr 1992 arbeitet sie an verschiedenen britischen Universitäten. "Tatsächlich haben wir auf der Welt einen CO2-Mangel, und er ist drei- bis viermal geringer, als die Pflanzen es gerne hätten", erklärt sie. In der Vergangenheit sei der CO2-Anteil deutlich höher gewesen und habe in den letzten 140 Millionen Jahren eine sukzessive Reduktion erlebt. Erst jetzt beginne der Anteil wieder leicht zu steigen.

Moon

Russland will gemeinsam mit China Forschungsstation auf dem Mond errichten

Die russische Regierung hat laut einer Mitteilung einen Gesetzentwurf verabschiedet, der den Aufbau einer Forschungsstation auf dem Mond in Kooperation mit China vorsieht. Mit diesem Projekt soll die strategische Partnerschaft zwischen beiden Ländern gestärkt werden.
Luna moon
© CC0 / Unsplash
Auf einer Regierungssitzung in Moskau wurde ein Gesetzentwurf beschlossen, wonach ein Abkommen mit der Volksrepublik China über die Zusammenarbeit im Bereich der Erforschung des Mondes ratifiziert werden soll. Dies ist einer auf dem Telegram-Kanal der russischen Regierung am Freitag veröffentlichten Meldung zu entnehmen. In dem Dokument, das nun der Staatsduma vorgelegt wird, geht es den Angaben zufolge um die Errichtung und den Betrieb einer internationalen wissenschaftlichen Forschungsstation auf dem Mond.

Wie es heißt, wird die Umsetzung der Vereinbarung zur Stärkung der strategischen Partnerschaft zwischen Russland und China, aber auch zur Entwicklung gemeinsamer Weltraumaktivitäten beitragen. Dadurch werde außerdem die führende Rolle Russlands in der Erforschung des Weltraums, einschließlich der Monderkundungsprojekte, bekräftigt.

Cloud Precipitation

Kälte in Norwegen: Hunderte Elektrobusse fallen aus

In Oslo fahren elektrische Stadtbusse. Theoretisch. In der Praxis stehen sie mehr. Wegen der Kälte. Das macht doch Mut für die eigene Zukunft, die dank Brüssel eine elektrische sein muss.
busfahrer norwegen
© Siv Dolmen / DER SPIEGEL
Wenn es einen sinnvollen Einsatz von Elektromobilität gibt, dann ist das wohl die Innenstadt. Hier zahlt sich lokale Emissionsfreiheit aus, hier wird die Abwesenheit von Motorenlärm spürbar. Dass Emissionen andernorts in der Produktion entstehen, lässt sich für den Städter gut ausblenden. So liegt es nahe, Müllabfuhr, Straßenreinigung, Paketboten elektrisch auf Tour zu schicken. Oder den Bus.

Im Bus sollte sich das große Batteriepaket soweit unschädlich für den Transportbedarf unterbringen lassen. Die Strecken sind vorhersehbar und folgen oft gleichem Muster, Ladestopps mithin planbar. Dass die Anschaffungskosten in etwa bei dem Dreifachen eines dieselgetriebenen Stadtbusses liegen, lässt sich vielerorts mit dem Umweltargument wegdiskutieren. Worauf also warten?

Brain

Elon Musk: Neuralink-Chip erstmals im Gehirn eines Menschen implantiert

Gehirn Grafik
© Legion-media.ru Imago_v1Symbolbild
Der US-Milliardär und Tesla-Gründer Elon Musk gibt auf X bekannt, dass sein Start-up Neuralink einem Patienten erfolgreich einen Chip ins Gehirn implantiert hat. Der Chip soll Querschnittsgelähmten ermöglichen, ihre Gliedmaßen durch Gedankenkraft zu steuern.

Ende Oktober 2023 hatte das vom US-Milliardär und Unternehmer Elon Musk gegründete Start-up Neuralink von den US-Behörden die Zulassung für Tests von Computerchips am menschlichen Gehirn erhalten. Damals hieß es, dass die Implantate die gedankliche Kommunikation mit Computern ermöglichen sollen. Musk gab auch an, mit Hilfe der Gehirnimplantate neurologische Erkrankungen heilen zu wollen. "Wir könnten es den Menschen ermöglichen, im täglichen Leben wieder ihre Hände zu benutzen und zu gehen", schrieb er 2022 in einer E-Mail an seine Mitarbeiter.

Kommentar: Diese Technologie birgt neben den genannten Vorteilen jedoch auch erhebliche Gefahren, wie die Übernahme der Steuerung von Geräten mit perfiden Motiven sowie weitaus mehr Möglichkeiten zur Gedankenkontrolle. Außerdem könnte man hier auch einen weiteren Schritt zur Entmenschlichung des Menschen sehen und wie er in Richtung Maschine modifiziert wird. Transhumanismus lässt grüßen!

Siehe auch:


Moon

Indische Sonde ist erfolgreich auf dem Mond gelandet

Prestigeerfolg für die Regierung von Indiens Premier Modi: Die Sonde Chandrayaan-3 ist erfolgreich gelandet. Das Land ist damit die vierte Nation, der eine solche Mondmission gelang.
indische sonde
© Aijaz Rahi / AP »Chandrayaan-3« ist gelandet
Indien ist eine sanfte Landung auf dem Mond geglückt. Die Mondsonde sei sicher auf dem Erdtrabanten angekommen, teilte die indische Weltraumbehörde ISRO mit. »Indien ist auf dem Mond«, sagte ISRO-Chef Sreedhara Panicker Somanath kurz danach. Es sei ein großer Sprung, sagte der vom BRICS-Gipfel in Südafrika zugeschaltete Premierminister Narendra Modi.

Nach dem gescheiterten Versuch einer Mondlandung vor vier Jahren hatte Indien gehofft, diesmal sanft auf dem Erdtrabanten zu landen. Am Dienstag schrieb die indische Weltraumbehörde ISRO bereits auf X (vormals Twitter): »Die Mission läuft nach Plan«.

Nach einer erfolgreichen Landung soll der Rover die Landeplattform verlassen, das nahe liegende Mondgebiet erkunden und Bilder machen. Diese werden dann zur Analyse zur Erde geschickt. Zeitlich ist die Mission auf einen Mondtag angesetzt - solange es auf dem Erdtrabanten hell ist - das entspricht 14 Tagen auf der Erde.

Kommentar: Russische Sonde "Luna-25" ist nach Funkabbruch abgestürzt


Attention

Russische Sonde "Luna-25" ist nach Funkabbruch abgestürzt

Die Prestigemission Russlands ist gescheitert: Statt auf dem Mond Wasser zu suchen, ist die Sonde nach amtlichen Angaben abgestürzt.
luna 25, mondoberfläche
© Russian Space Agency Roscosmos / AFPBild der Mondoberfläche: Vor dem Verbindungsabbruch sandte »Luna-25« eine Aufnahme zurück
Russlands erste Mondmission seit 47 Jahren ist gescheitert: Die Sonde »Luna-25« sei nach einer »außerplanmäßigen Situation« auf der Mondoberfläche aufgeschlagen und zerstört worden, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Sonntag in Moskau mit.

Bereits am Samstag hatte Roskosmos gemeldet, den Kontakt mit der Sonde verloren zu haben, nachdem sie am Samstag in eine neue Umlaufbahn gebracht werden sollte.

Der Start der Mission war wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine verschoben worden - wichtige Bauteile aus Europa hatten gefehlt. Das Scheitern der Prestigemission unterstreicht den Niedergang der russischen Weltraummacht. Die Sowjetunion hatte 1957 weltweit als erste einen Satelliten in die Erdumlaufbahn geschossen - »Sputnik 1«. Seit dem Start von »Luna-24« im Jahr 1976 hat Russland keine Mondmission mehr unternommen.

Bulb

Zaubertrick? Neue Videodokumentation über Séance-Experimente mit Tischlevitation

Seit über 150 Jahren werden aus spiritistischen Séancen vielfältige Phänomene berichtet. In neunen Experimenten hat Dr. Eckhard Kruse, Professor für Angewandte Informatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Séancen mit dem Medium Kai Mügge elektronisch überwacht und die dabei entstandenen Phänomene akribisch dokumentiert. Exklusiv auf Grenzwissenshaft-Aktuell.de stellt Professor Kruse die Ergebnisse dieser Arbeit erstmals vor.
Tischéance Kai Mügge
© E. KruseSymbolbild: Tischéance.
- Bei diesem Artikel handelt es sich um einen exklusiven GreWi-Gastbeitrag von Prof. Dr. Eckhard Kruse. Die vom Autor geäußerten Ansichten sind seine eigenen.
Seit über 150 Jahren werden aus spiritistischen Séancen vielfältige Phänomene berichtet: Da bewegen sich Gegenstände buchstäblich "wie von Geisterhand", aus dem Medium tritt die geisterhafte Substanz, sog. Ektoplasma aus und nimmt vielfältige Formen an, Gegenstände erscheinen als Apporte quasi aus dem Nichts, oder beim Tischerücken entwickelt ein Tisch unter den lose aufgelegten Händen der Séanceteilnehmer ein Eigenleben oder hebt gar vollständig vom Boden ab. Auch heute noch gibt es sogenannte Physikalische Medien, in deren Séancen derartige Phänomene beobachtet werden können. Viel davon geschieht im Dunkeln oder bei schwachem Rotlicht, und aus schulwissenschaftlicher Sicht scheint ohnehin klar: alles nur Illusion, Täuschung oder Betrug.


Kommentar: Während derartige Phänome in Vergangenheit und Gegenwart wahrscheinlich durchaus aufgetreten sind, ohne mit jeglichen Tricks nachzuhelfen und dabei tatsächlich reale paranormale Aktivitäten stattfinden (wie z.B Tischlevitationen), sollte man sich jedoch darüber bewusst sein, dass es auch Zauberer gibt, die solche Phänomene vortäuschen - mit teils ausgeklügelten Tricks. Leider scheint Herr Kruse (wie die meisten Forscher in diesem Bereich) sich nicht mit Magie in Form von Zaubertricks auseinandergesetzt zu haben. Zumindest Grundkenntnisse in diesem Bereich sollten paranormal Forschende besitzen und somit ein gesundes Maß an Skepsis. Darüber hinaus wäre es empfehlenswert, einen professionellen Zauberer um Rat zu fragen, um Tricks besser ausschließen zu können. Für professionelle Zauberer (und auch Laien) ist es durchaus möglich - und oftmals sogar ziemlich leicht - selbst professionelle Zauberer hinters Licht zu führen, ganz zu schweigen von Otto Normalbürgern. Und ja, das bezieht sich definitiv auch auf Wissenschaftler.

Herr Kruse sollte sich also die berechtigte Frage stellen, warum Kai Mügge bei jedem "Beweisbild" und "Beweisvideo" der Einzige unter den Probanden ist, der seine beide Daumen jedes Mal, wenn eine "Levitation" stattfindet", unter dem (sehr leichten) Tisch platziert, während eines der Standbeine währenddessen kontinuierlich sein Knie berührt. Einigen Youtube-Kommentatoren unter dem folgenden Video sind diese Details auch aufgefallen. Solange diese offensichtliche und grundlegende Daumen- und Knie-Anomalie nicht kritisch betrachtet wird, sollte man von einem Trick ausgehen. Außerdem muss erwähnt werden, dass Magier/Zauberer, die mit Tricks arbeiten, auch oftmals Psychologie einsetzen, um die Beobachter zu täuschen.


Dennoch zeigen sich Medien gelegentlich bereit, in ihren Séancen wissenschaftliche Experimente zuzulassen, um einen tieferen Einblick in die Vorgänge zu ermöglichen. So konnte Prof. Dr. Eckhard Kruse, Professor für Angewandte Informatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, seit einigen Jahren Experimente in den Séancen verschiedener Medien durchführen (...GreWi berichtete). 2021 begann eine ausführliche Reihe von Experimentalséancen mit Kai Mügge, unterstützt durch Zirkelleiterin Julia Mügge sowie der Psychologin Dr. Heike Bauder und zeitweise Dominik Dörrzapf, der als Kameramann half, die Geschehnisse zu dokumentieren.

Um die Untersuchungen und Ergebnisse interessierten Menschen zu vermitteln, wurde der Weg gewählt, das Vorgehen, die Atmosphäre vor, während und nach den Séancen und die Ergebnisse filmisch zu dokumentieren und als Serie von Doku-Kurzvideos zu veröffentlichen. Der erste Teil, der hiermit exklusiv auf Grenzwissenschaft-Aktuell.de als zwanzigminütiges Video veröffentlicht wird, widmet sich dem Phänomen des Tischerückens.


Kommentar: Den Rest des Artikels finden Sie auf Grenzwissenschaft-Aktuell.


Galaxy

Widerspruch zur gängigen Kosmologie: Webb-Teleskop entdeckt gewaltige frühe Galaxien, die es so nicht geben sollte

Boulder (USA) - Mit dem James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) haben Astronomen sechs gigantische Galaxien entdeckt, die bereits rund 500 Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden sein müssen. Das widerspricht jedoch der derzeit gültigen kosmologischen Theorie von der Entstehung und Evolution unseres Universums derart, dass diese Galaxien so eigentlich gar nicht existieren sollten.


Kommentar: Keine Überraschung, denn so ziemlich alle gängigen Theorien über den Kosmos basieren in erheblichen Ausmaß auf Mutmaßungen.


Galaxien
© NASA, ESA, CSA, LABBE (Swinburne University of Technology) : G. Brammer (Niels Bohr Institute’s Cosmic Dawn Center, University of Copenhagen)Aufnahmen der sechs gewaltigen alten Galaxien. Die Galaxie unten links beinhaltet in etwa so viele Sterne wie unsere heutige Milchstraße, ist aber wesentlich kompakter.
Wie das Team um Ivo Labbé von der australischen Swinburne University of Technology und Erica Nelson von der University of Colorado Boulder aktuell im Fachjournal "Nature" (DOI: 10.1038/s41586-023-05786-2) berichtet, existierten die nun beschriebenen Galaxien bereits etwa 500 bis 700 Millionen Jahre nach dem sogenannten Urknall, also schon vor mehr als 13 Milliarden Jahren. "Diese Galaxien sind so riesig und beinhalten nahezu genauso viele Sterne wie unsere heutige Milchstraße", fasst Nelson zusammen. "Das ist wirklich ziemlich verrückt, weil man eigentlich nicht erwartet, dass das frühe Universum so schnell in der Lage war, sich derart schnell zu organisieren. Bis zum damaligen Zeitpunkt sollten diese Galaxien eigentlich nicht über die Zeit verfügt haben, sich zu bilden."

Sun

Stück von der Sonne abgebrochen?

Ein klar sichtbarer kreisförmiger Wirbel um den Nordpol der Sonne versetzt Forschende in helle Aufregung. Es handelt sich offenbar um ein riesiges Stück Sonnenplasma, das sich von der Oberfläche gelöst hat.

sonne
© nasa
Auf Bildern des Solar Dynamics Observatory der US-Raumfahrtbehörde Nasa hat sich ein seltsamer kreisförmiger Wirbel gezeigt, der den Nordpol der Sonne umkreist. Inzwischen ist klar, dass es sich um ein riesiges Filament aus Sonnenplasma handelt, das aus der Sonnenoberfläche gebrochen ist.

Riesiger Wirbelsturm aus Sonnenplasma fegt über Nordpol

Die Frage, die die Forschenden sich nun stellen, aber nicht beantworten können, ist jene nach dem Warum. Das bleibt vorerst völlig unklar.

"Wir sprechen von einem Polarwirbel! Material von einer nördlichen Protuberanz hat sich soeben vom Hauptfilament gelöst und zirkuliert nun in einem massiven polaren Wirbel um den Nordpol unseres Sterns", twitterte die Weltraummeteorologin Tamitha Skov. Dazu teilte sie eine Videosequenz und betonte: "Die Bedeutung für das Verständnis der atmosphärischen Dynamik der Sonne oberhalb von 55 Grad kann nicht hoch genug eingeschätzt werden!"

Space.com hat beim Solarphysiker Scott McIntosh nachgefragt und erfahren, dass das Abbrechen eines derart riesigen Stückes Sonnenplasma zwar bislang einzigartig sei. Letztlich passe es aber zu seiner Beobachtung, dass in jedem elfjährigen Sonnenzyklus irgendetwas Seltsames in den 55-Grad-Breitengraden der Sonne passiere.