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Mo, 25 Jul 2016
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Wissenschaft und Technologie
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Fireball

Gewaltiger Aufprall? Endstanden die Mars-Satelliten auf Grund eines Aufpralls eines Asteroiden?

Woher stammen die kleineren Mars-Monde Deimos und Phobos? Es gibt mehrere einander ausschließende Hypothesen über ihre Entstehung, allerdings sprechen zwei neue Studien für die wahrscheinlichste Version - einen gewaltigen Zusammenstoß.
© Université Paris Diderot/Labex UnivEarthS.
Es gibt drei besonders wichtige Hypothesen, die die Entstehung der beiden Mars-Monde erklären. Laut der ersten Version sind diese kleinen Satelliten, die aufgrund ihrer sehr unregelmäßigen Form Steinsplittern ähneln, Asteroiden, die vom Mars in einem Asteroiden-Gürtel eingefangen wurden. Der Nachteil dieser Version - das Fehlen eines eindeutigen Mechanismus, der diesen Prozess beschreibt, bei dem sich Asteroiden auf elliptischen Bahnen des Mars erwiesen und sich auf seiner äquatorialen Ebene bewegten. Die zweite Version beinhaltet einen gewaltigen Zusammenstoß mit einem großen Himmelskörper. Doch da stellt sich die Frage - warum bildeten sich beim Mars statt eines riesigen Satelliten, wie der Mond bei der Erde, zwei kleine Satelliten mit sehr unregelmäßiger Form? Laut der dritten Version entstanden Phobos und Deimos fast gleichzeitig mit dem Mars. Allerdings stimmt diese Version nicht mit der Dichte der Satelliten überein, die viel geringer als die des Mars ist.

Kommentar: Es bleibt festzustellen: Die Wissenschaftler berücksichtigen nicht die elektrische Natur unseres Sonnensystems und die wahrscheinlich zyklische Annäherung von Nemesis (Zwillingsstern unserer Sonne) und seinem Kometenschwarm. Deshalb fehlen ihnen wichtige Grundlagen über die Mechanismen dieser himmlischen Phänomene. Mehr Informationen über dieses Thema finden Sie hier:


Satellite

Raumsonde "Juno" mit drei glücksbringenen Lego-Figuren erreicht Jupiter

Die Sonde soll dem Gasriesen besonders nahe kommen - und ist dabei extremer Strahlung ausgesetzt. Zuvor hat sie schon mal einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt.

© Nasa
Das Ziel verbirgt sich hinter Wolken aus orange-weiß-rot-braunem Gas: Jupiter. Rund 2800 Millionen Kilometer hat die Sonde Junoseit ihrem Start 2011 zurückgelegt und soll nun am frühen Dienstagmorgen (MESZ) den größten Planeten unseres Sonnensystems erreichen und dort in eine stark elliptische Umlaufbahn einschwenken. Bis auf 4667 Kilometer solle sich Juno den Gaswolken des Jupiters nähern, teilt die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit - so nah wie kein ein anderes Raumfahrzeug zuvor.

Unter Hochspannung wird das Juno-Team zu diesem Zeitpunkt im Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena sitzen und auf das erlösende Signal warten: einen drei Sekunden langen Radiofrequenzton. Aktuelle Fotos wird es im Erfolgsfall jedoch nicht sofort geben, denn die Kamera und alle wissenschaftlichen Instrumente sind seit Mittwoch aus und sollen erst in einer paar Tagen wieder angeschaltet werden. Das Einschwenken in die Umlaufbahn steht im Vordergrund.

Beaker

Russischen Wissenschaftlern gelingt Heilung von Tumoren und Entwicklung eines universellen Markers für Krebszellen

Forschern des Institutes für Zytologie und Genetik im sibirischen Nowosibirsk ist es gelungen, Versuchsmäuse von bösartigen Tumoren zu heilen, berichtet die Fachzeitschrift „Nauka w Sibiri“ („Wissenschaft in Sibirien“).
© Knight Cancer Institute
Die Wissenschaftler vom Föderalen Forschungszentrum haben eine Methode zur Vernichtung krebsinitiierender Zellen ausgearbeitet. Sie haben festgestellt, dass DNA-Fragmente von krebsinitiierenden Zellen aufgenommen werden. Werden die DNA-Ausschnitte als Träger für Fluoreszenzfarbstoffe eingesetzt, können sie an krebsinitiierende Zellen andocken und diese so markieren. Die Zellen leuchten dann etwa rot. Damit haben die Forscher zugleich einen universellen Marker für Krebsstammzellen entwickelt.

Kommentar:


Bug

Weiteres bislang unbekanntes Massensterben in der Erdgeschichte offenbar geworden

© Der Standard
500.000 Jahre nach der großen Krise an der Perm-Trias-Grenze verändert sich die Pflanzenwelt grundlegend.

Seit es Leben auf der Erde gibt, haben Katastrophen mit globalen Auswirkungen immer wieder zu Massenaussterben geführt. Eine der größten derartigen Veränderungen fand vor rund 252 Millionen Jahren am Übergang vom Perm zur Trias statt. Fast alle meeresbewohnenden Arten sowie zwei Drittel aller Reptilien und Amphibien starben aus. Sogar die Insekten waren betroffen, kein anderes Aussterbeereignis davor und danach brachte das zuwege.

Kurzzeitige Diversitätsabnahmen betraf auch die Pflanzenwelt, diese erholte sich jedoch innerhalb einiger Tausend Jahre wieder. Nun haben Schweizer Wissenschaftler Hinweise auf ein bisher unbekanntes, mindestens ebenbürtiges Massenaussterben entdeckt, das nur 500.000 Jahre nach dem Perm-Trias-Ereignis eintrat und in der Unteren Trias die vorherrschende Vegetation plötzlich und radikal veränderte.

Kommentar: Massensterben in der Vergangenheit: Auch heute erleben wir gewaltige Klima-Umwälzungen, die gemeinsam mit der Zunahme von Feuerbällen zu einem erneuten Massensterben führen können: Nachverfolgen können Sie die jeweiligen Wetter- und Kometenereignisse in unseren Kategorien "Erdveränderungen" und "Feuerbälle", sowie in unseren monatlichen Video-Zusammenfassungen. Auch das Buch "Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos-Verbindung" informiert über die aktuellen Erdveänderungs-Ereignisse und gibt außerdem einen tieferen Einblick in die möglichen Hintergründe. Einen Teil des Buches finden Sie in deutscher Übersetzung auf de.sott.net: Das Elektrische Universum - Teil 1: Das Mainstream Universum vs. das Elektrische Universum


Robot

AP nutzt seit 2015 Roboter zum Verfassen von Nachrichten über Spiele und Finanzen

Die Nachrichtenagentur AP bindet nun auch Roboter in den journalistische Arbeitsalltag ein. Sprachcomputer schreiben nun Texte über Spiele der amerikanischen Minor League, die früher von der Agentur überhaupt nicht thematisiert worden war. Auch Kurzmeldungen im Bereich Finanzen hat der PC schon verfasst.
© Flickr/The People Speak!
Für die Texterstellung wird das Programm Automated Insights sowie Daten aus dem Portal Major League Baseball Advanced Media (MLBAM), wo Informationen über Spiele der Major Baseball League (MBL) gesammelt werden, genutzt. Die von Robotern entworfenen Materialien werden von professionellen Journalisten, die sich in dieser Sportart gut auskennen, geprüft, um die Qualitätsstandards zu gewährleisten.

Books

Pergament - Ein Datenträger der die Zeiten überdauert

Kaum ein anderer Datenträger hat so viel Geschichte konserviert wie das gute, alte Pergament. Zeit für einen Blick auf seine eigene Historie - und was vielleicht noch kommen mag.

© Gerald Raab / Staatsbibliothek Bamberg
Die Haltbarkeit von Datenträgern bietet dauerhaften Grund zur Sorge. Mancher Musikliebhaber, dessen selbst gebrannte CDs sich nach zehn Jahren nicht mehr abspielen lassen, mag sich nach der Vinylscheibe zurücksehnen. Omas alte Fotos überdauerten Jahrzehnte im Schuhkarton, doch ob sich der USB-Stick mit den Urlaubsbildern noch in 50 Jahren öffnen lässt, ist fraglich. Und kürzlich ist in Großbritannien ein ganz und gar traditionelles Speichermedium sogar zum Politikum geworden, nämlich als es abgeschafft werden sollte: das Pergament.

Die Rede ist vom Beschluss des britischen Oberhauses von Anfang Februar dieses Jahres. Traditionell wird dort die doppelte Urschrift neuer Gesetzestexte - eine für das Parlaments- und die andere für das Nationalarchiv - auf Pergament aus Ziegenhaut gedruckt. Zur Kosteneinsparung sollte künftig nur "gewöhnliches" Papier verwendet werden. 80 000 Pfund pro Jahr würden eingespart, umgerechnet etwas mehr als 100 000 Euro, rechneten die Kritiker vor.

Pergament wird aus Tierhäuten gewonnen, bevorzugt aus denen von Ziegen, Schafen oder Kälbern, und bleibt im Gegensatz zum Leder ungegerbt. Im Englischen wird ein Diplom umgangssprachlich noch als "sheepskin", also Schafshaut bezeichnet, ein Verweis auf die Verwendung dieses Materials für wichtige Dokumente. Hingegen ist unsere Redewendung "Das geht auf keine Kuhhaut" in Bezug auf die Pergamentherstellung nicht ganz exakt, da die Häute ausgewachsener Rinder ungeeignet dafür sind. Das Ausgangsmaterial sollte nämlich möglichst dünn sein, und für die diesbezüglich höchste Qualitätsstufe wurden sogar ungeborene oder neugeborene Tiere gehäutet, was dem Endprodukt die mittelalterlich-lateinische Bezeichnung "pergamentum abortivum" einbrachte.

Evil Rays

Defekte Leitungen? Es gab auch Internetstörungen bei Kabel-Deutschland

Kunden von Kabel Deutschland und Vodafone haben weiterhin mit Internetproblemen zu kämpfen. Vodafone selbst behauptet, alle Störungen seien bis Freitag 15 Uhr behoben worden.
© dpa
Donnerstagnachmittag begann eine umfangreiche Störung, die Vodafone-Kunden betraf: Internetverbindungen und IP-basierte Telefonie funktionierten im Kabel-Deutschland-Netz nicht mehr oder nur eingeschränkt. Freitag um 15 Uhr gab Vodafone Entwarnung: Hardware-Komponenten seien ausgetauscht, alle Störungen weitgehend behoben worden. Trotzdem hatten Kunden am Freitagabend und noch bis Samstagmittag Probleme, ins Internet zu kommen.

Im Heise-Forum finden sich mehrere Klagen von Nutzern, die auch nach der offiziellen Störungsbeendung nicht problemlos surfen können. Die Verbindung breche nach wenigen Sekunden ab, ist äußerst langsam oder zeigt Routing-Probleme.

Kommentar: Vodafone und Kabel Deutschland bilden mittlerweile ein Unternehmen, da ist die Frage, wo der Fehler lag, der diese Störungen verursachte.


Bug

Neue Vogelspinnenart entdeckt: Zur Abwehr schießt sie mit Giftpfeilen

In Kolumbien stöberten Biologen eine neue riesige Vogelspinne auf. Ihre Abwehrwaffe macht sie einzigartig unter ihren Verwandten.
Ob sich der kolumbianische Literaturnobelpreisträger Gabriel García Márquez über diese Auszeichnung gefreut hätte? Biologen um Carlos Perafán von der Universidad de la República in Montevideo haben jedenfalls zu Ehren des 2014 verstorbenen Schriftstellers eine neu entdeckte Vogelspinnenart mit dem Namen Kankuamo marquezi beschrieben. Tatsächlich ist diese Spezies etwas Besonderes, denn sie verfügt über eine außergewöhnliche Abwehrstrategie, die sie von verwandten Arten unterscheidet. Sie wurde daher sogar einer eigenen neuen Gattung zugewiesen.

Magnify

Bernstein-Fund: Flügel von Urzeitvogel aus der Kreidezeit in Bernstein entdeckt

Flügel stammen von bereits weit entwickelten Küken einer kreidezeitlichen Vogelart
© Royal Saskatchewan Museum/ R.C. McKellar
Einer der beiden kreidezeitlichen Bernsteinklumpen, im Inneren ist diffus der Vogelflügel zu erkennen.
Erstaunlicher Fund: Zwei Klumpen Bernstein haben zwei winzige Flügel urzeitlicher Vögel konserviert. Die in allen Details erhaltenen Flügel sind 99 Millionen Jahre alt und stammen von zwei Küken einer heute ausgestorbenen Vogelgruppe. Ihre bereits voll ausgebildeten Federn sprechen dafür, dass diese Jungvögel Nestflüchter waren: Kaum geschlüpft, gingen sie schon selbstständig auf Futtersuche, wie die Forscher im Fachmagazin Nature Communications berichten.

Snowflake

Inaktive Sonne: Wissenschaftler kündigen neue kleine Eiszeit an

Das Wetter meint es derzeit doch gut mit uns: Sonne, Temperaturen rund um angenehme 20 Grad - der Sommer kommt so langsam auf Touren.
Doch das kann sich bald wieder ändern - mit gravierenden Auswirkungen: Europa droht eine Mini-Eiszeit.

Horrorszenario im Anmarsch?

Auf diese Schlussfolgerung sind Solarphysiker des Potsdamer Instituts für Klimafolgeforschung gekommen, die sich mit der Sonnenaktivität auseinandergesetzt haben. In den kommenden Jahren wird diese immer weiter abnehmen.

Kommentar: Natürlich sehen die Wissenschaftler keine Gefahr für die nächsten Jahre, sondern erst in weiter Zukunft, was ein Fehler sein könnte: