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Fr, 28 Apr 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Dollar Gold

Eine Million Dollar Kopfgeld für den Fang eines lebenden Bigfoot ausgesetzt

© Firma Bigfoot Project Investments Inc.
Das Logo der neuen „$1,000,000 Dollar Bigfoot Bounty“
Redwood City (USA) - US-amerikanische Bigfoot-Jäger haben ein Kopfgeld von einer Million Dollar für einen lebenden Bigfoot oder für Hinweise ausgeschrieben, die zum Fang eines lebendes Exemplars führen. Unter Bigfoot-Enthusiasten ist der Direktor der hinter der Aktion stehenden Firma kein Unbekannter.

Schon seit Jahren macht Tom Biscardi immer wieder durch fragwürdige PR-Aktionen von sich Reden. Zuletzt war er 2008 auf ein von Fälschern mit Tierresten gestopftes Affenkostüm hereingefallen, das er in einer Pressekonferenz als den Körper eines toten Bigfoot präsentieren wollte (...GreWi berichtete).

Mit seiner Firma „Bigfoot Project Investments Inc.“ versucht Biscardi seither immer wider aus dem Interesse an Bigfoot bzw. Sasquatch, den angeblich in den nordamerikanischen Wäldern bis heute unentdeckt lebenden großen und intelligenten „Wald-Menschenaffen“ Kapital zu schlagen.

Kommentar:


Question

Ungeklärte Kreisstruktur auf dem Mars entdeckt

© NASA/JPL-Caltech/Univ. of Arizona
Kreisstruktur am Mars-Südpol.
Washington (USA) - Auf Aufnahmen der Mars-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) haben NASA-Wissenschaftler eine Kreisstruktur entdeckt, die sie sich nicht so ohne Weiteres erklären können.

Die Aufnahme der MRO-Bordkamera HiRISE zeigt den rätselhaften Kreis im Innern von in Schichtablagerungen in der eisigen Südpolregion des Mars.

„Während die Größe und Frequenz von Einschlagskratern für gewöhnlich eine Alterbestimmung der jeweiligen Landschaft ermöglicht, sind Krater in eisigem Terrain hierzu nur schwer nutzbar, da unterschiedliche Prozesse sie derart schleifen und verändern können, dass es oft kaum mehr möglich ist, wirklich sagen zu können, ob es sich bei der Struktur um einen Einschlagskrater oder etwas anderes handelt“, erläutert die NASA.

Kommentar:


Star

Astronomen beobachten erstmals die Entstehung von Sternen in Schwarzen Löchern

© ESO/M. Kornmesser
Künstlerische Darstellung einer Galaxie, in der Sterne innerhalb starker Materiewinde entstehen, die von supermassereichen Schwarzen Löchern im Galaxienzentrum nach außen geblasen werden. (Illu.)
Cambridge (Großbritannien) - Erstmals haben Astronomen in den extremen Materiewinden supermassereicher Schwarzer Löcher die Entstehung von Sternen beobachtet. Die Entdeckung hat weitreichende Folgen für unser Verständnis von Galaxieneigenschaften und deren Entwicklung.

Wie das Team um Roberto Maiolino und Helen Russell von der University of Cambridge aktuell im Fachjournal Nature (DOI: 10.1038/nature21677) berichtet, gelang die Beobachtung mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) mit der man eine gerade stattfindende Kollision zwischen zwei Galaxien untersuchte, die zusammen als Objekt „IRAS F23128-5919“ bezeichnet werden und rund 600 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt sind.

Hierbei konnten die Wissenschaftler jene überdimensionalen Winde aus Materie, beobachten, die in der Nähe eines supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der südlicheren Galaxie entstehen und fanden dabei erstmals klare Hinweise dafür, dass in diesen Winden Sterne geboren werden.

Bulb

Aliens auf der Erde: Kraken und Tintenfische können ihre eigene RNA anpassen

© Jatta, Giuseppe, Gemeinfrei
Verschiedene Arten von Kopffüssern (Illu.)
Tel Aviv (Israel) - Erst 2015 attestierten Biologen dem sog. gemeinen Kraken aufgrund seiner zahlreichen bizarren Eigenschaften und seiner ungewöhnlich hohen Intelligenz, dass es sich bei den Kopffüßern wohl um die „irdischsten Aliens“ unseres Planeten handelt (...GreWi berichtete). Israelische Wissenschaftler haben nun hinzu herausgefunden, dass Kraken, Kalmare und einige Tintenfischarten sogar in der Lage sind, ihre eigenen RNA zu editieren - eine Fähigkeit die sie mit keinen anderen Organismen auf unsrem Planeten teilen.

Stellen Sie sich ein Lebewesen ohne Knochen, dafür aber mit drei Herzen vor, dessen acht Tentakelarme Gehirne mit mehr als 500 Millionen Nervenzellen beinhalten. Ein Wesen, das jeden dieser Arme bei Verlust vollständig regenerieren kann und zudem über eine erstaunlich hoch entwickelte Intelligenz verfügt. Darüber hinaus kann dieser Organismus willentlich seine Farbe und die Struktur seiner Körperoberfläche an die des Unter- und seiner Umgebung anpassen und dekoriert seine Höhle zudem mit Trophäen seiner Opfer. So bizarr dieses Wesen auch erscheint, seine Heimat muss nicht zwangsläufig ein fremder Planeten sein, sondern es bewohnt tatsächlich unsere irdischen Meere. Die Rede ist vom Oktopus, dem gemeinen Kraken.

Kommentar:


Blackbox

Sind "Nachteulen" die Träger einer vererbten Gen-Mutation?

© OcusFocus/ thinkstock
Bei extremen Nachteulen könnte eine Genmutation am verschobenen Tagesrhythmus schuld sein.
Wer zu den "Nachteulen" gehört, der kommt morgens schwer aus dem Bett, läuft aber dafür abends zu Hochform auf - im Gegensatz zu den sogenannten "Lerchen". Dass es solche Chronotypen gibt, ist schon länger bekannt. Und vor kurzem erst stellten Forscher fest, dass es einige Genvarianten gibt, die Menschen eher zu Frühaufstehern werden lässt.

Innere Uhr tickt langsamer

Jetzt zeigt sich, dass es auch extreme Nachteulen eine spezifische genetische Veranlagung für ihren verschobenen Tagesrhythmus haben. Für ihre Studie hatten Alina Patke von der Rockefeller University in New York und ihre Kollegen das Schlafverhalten, den Hormonhaushalt und die Genausstattung einer extremen "Nachteule" mit dem einer Person vom normalen Chronotyp verglichen.

Beide Probanden verbrachten dafür zwei Wochen im Schlaflabor ohne Zeitgeber für den normalen 24-Studnen Rhythmus. Wie erwartet zeigte die "Nachteule" eine verzögerten Schlaf-Wach-Rhythmus - ihre innere Uhr tickte sozusagen etwas langsamer. Auch ihre Körpertemperatur und die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin traten verzögert auf. "Der Melatonin-Spiegel beginnt normalerweise zwischen 20 und 22 Uhr anzusteigen", sagt Patkes Kollege Michael Young. "Bei unserer Patientin passierte das nicht vor zwei oder drei Uhr nachts."

Kommentar: Was ebenfalls helfen kann, wenn man keine "Nachteule" mehr sein möchte:


Bulb

200 Mal stärker als Stahl: "Wunder-Sieb" macht aus Salzwasser Trinkwasser

Wissenschaftler haben ein neuartiges Sieb entwickelt, das Millionen Menschen zu sauberem Trinkwasser verhelfen könnte.
© University of Manchester
Ein Wissenschaftlerteam um den Physiker Professor Rahul Nair von der University of Manchester hat ein »Wundermaterial« aus Graphenoxid entwickelt, das 200 Mal stärker als Stahl ist und sowohl Wärme als auch Strom leiten kann. Dabei handelt es sich um ein kohlenstoffbasiertes 2D-Nanomaterial, deren Poren die Forscher so präzise verkleinerten, dass nur noch Wassermoleküle durch die Öffnungen dringen können und Salzkristalle hängen bleiben. So kann man es wie ein Sieb benutzen und beispielsweise Salz aus dem Meerwasser komplett herausfiltern. Am Ende hat man hochwertiges Wasser, das bedenkenlos getrunken werden kann.


Dies ist das erste eindeutige Experiment zu diesem System. Die Realisierung von skalierbaren Membranen mit gleichmäßiger Porengröße bis hin zur atomaren Skala ist ein wichtiger Schritt vorwärts und eröffnet neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Effizienz der Entsalzungstechnologie. Wir haben hiermit auch gezeigt, dass es realistische Möglichkeiten gibt, die beschriebene Methode zu steigern und graphenbasierte Membranen in den erforderlichen Siebgrößen in Massen zu produzieren", sagte Professor Rahul Nair dem BT.

Kommentar: Fragt sich nur wie man das Salz wieder aus dem Sieb bekommt.


Holly

Polens krummer Wald bleibt ein Rätsel

Trotz intensiver Bemühungen sind die Experten immer noch nicht in der Lage, zu ergründen, warum die Bäume in dem polnischen Wald Krzywy Las eine so seltsame Form aufweisen.
© Artur Strzelczyk/Wikipedia

Der Krzywy Las ist ein ungefähr 1,7 ha großer Wald in der Nähe des polnischen Dorfes Gryfino. Sein Name bedeutet auf Deutsch Krummer Wald und bezieht sich auf die 94 deformierten Kiefern, die inmitten etwa 400 anderer normaler Kiefer stehen. Diese zwischen 11 bis 12 m hohen Bäumen sind ab einer Höhe von etwa 20 cm über dem Boden um circa 90 Grad gebogen und bei einigen reicht die Krümmung drei Meter hoch. Ihr Alter wird auf etwa 70 bis 80 Jahre geschätzt.

Das Phänomen ist uns heute deshalb so rätselhaft, weil das nahe gelegene Dorf Gryfino während des Zweiten Weltkrieges fast vollständig zerstört wurde und es einst Heimat derjenigen war, die noch wussten, was mit den um schätzungsweise 1930 gepflanzten Bäumen tatsächlich geschehen war - so nahmen die einzigen Zeitzeugen das Geheimnis dieses Waldes mit ins Grab. Die geläufigste Theorie lautet, dass die Bäume absichtlich so geformt wurden, um sie für den Bau von Möbeln, Schiffen oder ähnlichem zu verwenden. Doch nicht jeder ist davon überzeugt, dass dies der Fall war.


Galaxy

Wissenschaftler beginnen erstmals mit Abbildung eines Schwarzen Lochs

© ESO/M. Kornmesser
Künstlerische Darstellung eines aktiven Schwarzen Lochs im Zentrum einer Galaxie
Auch wenn es viele Darstellungen gibt, eine reale Abbildung eines Schwarzen Loches existiert bislang nicht. Nun beginnen Forscher mit einem ambitionierten Versuch: Abgebildet werden soll die direkte Umgebung des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße.

Wissenschaftler wollen vom heutigen Dienstag an mit einem weltumspannenden Netzwerk von Teleskopen zehn Tage lang die erste Aufnahme eines Schwarzen Lochs machen. Das Netzwerk des Event Horizon Telescopes soll dazu bis zum 14. April wiederholt auf insgesamt sechs Schwarze Löcher gerichtet werden, teilte das beteiligte Max-Planck-Institut für Radioastronomie mit. Teilnehmende Teleskope stehen am Südpol, in Chile, Spanien, Mexiko und den USA. Die Ergebnisse werden von zwei Supercomputern in Deutschland und in den USA zusammengerechnet.

Das Zentrum der Milchstraße

Primäres Ziel ist das rund 26.000 Lichtjahre entfernte, etwa 4,5 Millionen Sonnenmassen schwere Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxie: Sagittarius A*. Das entstehende Bild soll die direkte Umgebung des sogenannten Ereignishorizonts zeigen, verschlingt das Schwarze Loch selbst doch alles - auch Licht. Einfallendes Material wird am Ereignishorizont ("Event Horizon") so stark beschleunigt, dass es intensive Strahlung abgibt. Die sollen die Radioteleskope empfangen. Bis das daraus rekonstruierte Bild veröffentlicht werden dürfte, werden aber Monate vergehen. Die Europäische Südsternwarte, die mit dem ALMA beteiligt ist, will das Projekt mit Blogeinträgen begleiten.

Neben Sagittarius A* haben die Forscher noch fünf andere Ziele ausgewählt. So ist die Galaxie M87 zwar 53 Millionen Lichtjahre von uns entfernt, aber das zentrale Schwarze Loch darin könnte mehr als 6 Millionen Sonnenmassen schwer sein. Diese beiden zentralen Beobachtungsziele werden von Centaurus A ergänzt, einer 13 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie mit zentralem Schwarzen Loch. Auch die 63 Millionen Lichtjahre entfernte elliptische Galaxie NGC 1052 soll abgebildet werden. Mit OJ 287 und 3C 279 sollen darüber hinaus noch zwei 3,5 Milliarden und 5 Milliarden Lichtjahre entfernte Quasare - also aktive Schwarze Löcher in einem Galaxienkern - beobachtet werden.

Fish

Erstaunlicher Fund am Bodensee: Erster Höhlenfisch Europas entdeckt

© Jasminca Behrmann-Godel/ Universität Konstanz
Die etwa acht Zentimeter große Höhlenschmerle ist der erste Höhlenfisch, der in Europa entdeckt wurde.

Unerwarteter Fund: Forscher haben am Bodensee einen bisher unbekannten Höhlenfisch entdeckt - den ersten überhaupt in Europa. Das Tier lebt in unterirdischen Gängen im Versickerungsbereich der Donau und zog wahrscheinlich erst vor relativ kurzer Zeit unter die Erde. Demnach wanderte der Fisch nach dem Ende der letzten Eiszeit vor maximal 20.000 Jahren aus dem Fluss in das Unterwassersystem ein - und entwickelte sich daraufhin zu einem echten Höhlentier.


Höhlen sind kalt, dunkel und erscheinen auf den ersten Blick lebensfeindlich. Doch in diesen vermeintlich unwirtlichen Lebensräumen sind erstaunlich viele Tiere zuhause. Versteckt unter der Erde lebt eine artenreiche Fauna, die sich perfekt an ein Leben in völliger Dunkelheit angepasst hat. Zu diesen sogenannten Troglodyten gehören nicht nur Käfer, Krebse und Tausendfüßler - sondern zum Beispiel auch Höhlenfische.

Die schwimmenden Höhlenbewohner kommen unter anderem in Nord- und Südamerika sowie in Afrika vor, wo sie von Gewässern durchzogene, unterirdische Formationen besiedeln. Aus Europa hingegen waren Höhlenfische bisher nicht bekannt. Nach einem überraschenden Fund am Bodensee ist das nun allerdings anders.

Fireball

Kosmischer Geisterfahrer: Asteroid rast in Gegenrichtung nahe dem Jupiter

Die allermeisten Objekte kreisen in derselben Richtung um die Sonne. Nur einige wenige Asteroiden machen eine Ausnahme. Astronomen haben nur ein besonderes Exemplar entdeckt.
© NASA
Ein Asteroid kreuzt als kosmischer Geisterfahrer seit mindestens einer Million Jahren die Bahn des Jupiter. Der rund drei Kilometer große Brocken hat in unserem Sonnensystem schon mehr als Zehntausend Runden entgegen der üblichen Flugrichtung zurückgelegt, wie Forscher um Paul Wiegert von der Universität von West-Ontario im kanadischen London im Fachblatt Nature berichten. Der erst 2015 entdeckte Asteroid vermeidet dabei nicht nur eine Kollision mit dem Riesenplaneten, sondern auch mit den etwa 6000 anderen Asteroiden in dessen Gefolge - den sogenannten Trojanern.

Einer von ganz wenigen

Nur etwa 100 der ungefähr eine Million bekannten Asteroiden laufen entgegen der üblichen Flugrichtung in unserem Sonnensystem, der auch unsere Erde folgt. Der jetzt untersuchte Asteroid hat noch keinen Namen und nur eine Katalognummer: 2015 BZ509. Er ist jedoch der einzige, der dies nahe der Bahn eines großen Planeten tut. Er nähert sich dem Jupiter bis auf auf 176 Millionen Kilometer - etwas mehr als die Entfernung zwischen Erde und Sonne. Die Schwerkraft des Planeten sollte solch einen Geisterfahrer aber trotzdem über kurz oder lang einfangen beziehungsweise aus der Bahn befördern.


Kommentar: Die Zahl 100 bezieht sich nur auf die bislang entdeckten Asteroiden.