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Sa, 21 Okt 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Untersuchungen bestätigen Teile der Legende um Franz von Assisis Wundertat

Wissenschaftler haben Alter und Inhalt eines Sacks bestätigt, um den sich eine mittelalterliche Legende dreht. Er wird einer Wundertat des heiligen Franz von Assisi zugeschrieben: Ein Engel soll den Sack voll Brot im Jahr 1224 in seinem Auftrag überbracht haben. Die Ergebnisse der Radiokarbon-Datierung und der chemischen Analyse des Materials passen zu dieser Geschichte, berichten die Forscher. Der Rest bleibt natürlich eine Glaubensfrage.


In diesem Reliquiar werden die Textilfragmente heute aufbewahrt.
Es ist der Schatz des Klosters von Folloni bei Montella in Italien: Seit mehr als 700 Jahren werden hier Textilfragmente aufbewahrt, die von dem legendären Brotsack stammen sollen. Der Geschichte zufolge erschien der Beutel voller Brot im Winter des Jahres 1224 auf wundersame Weise vor der Tür des Klosters. Die Legende besagt, dass der heilige Franziskus (1181 bis 1226) für diese Sendung verantwortlich gewesen ist. Er weilte zu dieser Zeit in Frankreich - so überbrachte ein Engel in seinem Auftrag den Brotsack, heißt es in der Legende.

Fireball 2

Asteroid 2012 TC4 kommt der Erde am 12. Oktober sehr nahe

Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa hat die Meldungen bestätigt, dass sich am 12. Oktober ein potentiell gefährlicher Asteroid der Erde nähern wird. Wie das russische Nachrichtenportal life.ru berichtet, geht dies aus einem gemeinsamen Bericht der Behörde und der europäischen Raumfahrtagentur ESA hervor.

Symbolbild
Der Himmelskörper wurde bereits im Jahr 2012 entdeckt und bekam die Bezeichnung 2012 TC4. Seitdem überwacht die amerikanische Raumfahrtbehörde die Flugbahn des Himmelskörpers und informiert in ihren Berichten die Öffentlichkeitüber die Position, Bewegungsrichtung und die genauen Maße des Flugobjektes.

Es konnte ermittelt werden, dass der Asteroid etwa doppelt so groß ist wie der Meteor von Tscheljabinsk, der im Jahr 2013 über dieser russischen Stadt niedergegangen war.

Damals drang der Himmelskörper in die Erdatmosphäre ein und zerbrach bei seiner heftigen Explosion in 30 bis 50 Kilometern Höhe, sodass zahlreiche Fragmente im gesamten Gebiet Tscheljabinsk verstreut niedergingen.

Kommentar: Hier gibt es zwei ältere Artikel zu dem Asteroiden:

Asteroid 2012 TC4 verfehlt knapp die Erde
Asteroid TC4 könnte sich auf Kollisionskurs mit der Erde befinden - Wirklich?


Mars

25-mal heller: NASA beobachtet bislang stärkstes Aufleuchten auf dem Mars

Die US-Raumfahrtbehörde hat nach eigenen Angaben ein Aufleuchten auf der Oberfläche des Mars beobachtet, das 25-mal heller war als derartige Erscheinungen in den vergangenen drei Jahren, die von der Raumsonde MAVEN beobachtet wurden.

© NASA. NASA/Univ. of Colorado
Laut einer Forschungsgruppe von der Universität Colorado wurde das gewaltige Aufleuchten auf dem Mars von dem starken Sonnensturm am 11. September verursacht, der große Mengen an Plasma ins All schleuderte.

​"Wenn ein Sonnensturm die Atmosphäre des Mars beeinflusst, kann das Lichter auslösen, die den ganzen Planeten in ultraviolettem Licht erscheinen lassen. Die jüngsten Sonnenaktivitäten machten den Mars zu einer "Glühbirne"", sagte Sonal Jain von der Universität Colorado.


Ein solches Licht könne den ganzen Mars umhüllen, denn sein Magnetfeld sei nicht so stark wie das der Erde, um das Licht in der Nähe seiner Polargebiete zu konzentrieren.

Mars

Überraschung: Sondendaten vom Mars belegen Eislager am Äquator

Eine Neubegutachtung älterer Daten der NASA-Sonde "Mars Odyssey" offenbart Hinweise für eine bedeutende Hydratisierung des Bodens englang des Mars-Äquators und damit einer Region, in der laut bisheriger Forschungsmeinung eigentlich keine Wassereislager existieren sollten.

Laurel (USA) - Wie Jack Wilson vom Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University aktuell im Fachjournal "Icarus" (DOI: 10.1016/j.icarus.2017.07.028) berichtet, stammen die Daten vom Neutronenspektrometer an Bord der Sonde aus den Jahren 2002 bis 2009. Durch eine Erhöhung der Auflösung der älteren Daten gelang den Wissenschaftlern demnach der Nachweis unerwartet hoher Mengen an Wasserstoff in den Äquatorregionen des Roten Planeten, wie sie in höheren Breitengraden ein Anzeichen für unter der Oberfläche verborgenes Wassereis sind.

Gezielt nahmen die NASA-Wissenschaftler eine rund 1.000 Kilometer großen Region leicht erodierbaren Materials zwischen den nördlichen Tief- und südlichen Hochländern entlang der Mars-Formation Medusa Fossae ins geschärfte Visier.

Während bisherige Radardaten hier vulkanische Ablagerungen von geringer Dichte nahelegten, könnten die neuen Wasserstoffwerte hier verborgene Wassereislager unmittelbar unter der Marsoberfläche ausweisen. Wie das Wassereis jedoch hierhin gelangt sein soll, das können die Wissenschaftler bislang noch nicht hinreichen erklären.

Pyramid

"Ende des Jahres": Aktueller Stand der Suche nach Kammern hinter dem Grab des Tutanchamun

Seit 2014 sorgen Hinweise auf hinter dem Grab des Tutanchamun verborgenen Kammern für kontroverse Diskussionen bis hin zu Spekulationen darüber, ob sich hinter den Wänden ein weiteres Grab - vielleicht sogar das der nicht minder sagenumwobenen Nofretete befinden könnte. Nachdem bereits im vergangenen Frühjahr weitere Scans durchgeführt wurden (...GreWi berichtete), wurden deren Ergebnisse bislang noch nicht veröffentlicht. Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi) hat beim Leiter der Arbeiten nachgefragt.

© Sputnik/ Yuri Somov
Saarbrücken (Deutschland) - Bereits Mitte Februar hatte Franco Porcelli vom Politecnico di Torino berichtet, dass schon bald finale Radar-Scans mit Instrumenten der neusten Generation endgültige Antworten auf die noch offenen Fragen um mögliche Strukturen (Gänge, Kammern und/oder Räume) hinter den Mauern des Tutanchamun-Grabes liefern sollten (...GreWi berichtete).

Schon damals zeigte sich Porcelli zuversichtlich, dass die anstehenden Scans noch offene Fragen rund um mögliche verborgene Kammern hinter dem Grab des Tutanchamun "mit 99-prozentiger Sicherheit" beantworten werden.

Schon länger steht der Herausgeber von Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi), Andreas Müller, mit Porcelli in Kontakt und hat ihn aktuell zum dem Stand der Untersuchungen, deren Ergebnisse und deren Veröffentlichung befragt.

Evil Rays

Erstmals auch in Europa Gravitationswellen gemessen

© NASA/StScI
Auch der Detekor Virgo in Italien hat jetzt erstmals Gravitationswellen aufgefangen. Sie wurden wie die drei vorherigen Ereignisse von der Verschmnelzung zweier Schwarzer Löcher verursacht.
Zum ersten Mal hat auch der Detektor Virgo in Italien das Signal von Gravitationswellen aufgefangen. Gleichzeitig mit den beiden LIGO-Detektoren in den USA registrierte das Observatorium die Erschütterungen der Raumzeit, die von der Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher verursacht wurden. Dies ist nicht nur der erste Nachweis solcher Wellen für Virgo, die Verschaltung aller drei Detektoren macht auch die Bestimmung der Quelle präziser als zuvor.

Bereits im Februar 2016 hatten die LIGO-Detektoren in den USA erstmals nachgewiesen, dass diese von Albert Einstein vorhergesagten Erschütterungen der Raumzeit wirklich existieren. Seither haben diese Detektoren noch zwei weitere Gravitationswellen-Ereignisse registriert. Alle drei wurden von der Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher verursacht.

Calculator

Entstehung des Lebens erneut zurückdatiert: Spuren von 4 Mrd. Jahre altem irdischen Leben entdeckt

© Komiya et al, Nature
Mikroskopaufnahme der untersuchten Graphitkörner
Ein Forscherteam der University of Tokyo hat auf der Labrador-Halbinsel im Norden Kanadas Fossilien entdeckt, welche die Entstehung des Lebens auf unseren Planeten um einige Hundert Millionen Jahre zurückdatiert - in eine Frühzeit der Erde also, in der eigentlich lebensfeindliche Bedingungen herrschten.

Wie die japanischen Wissenschaftler im Fachjournal Nature schreiben, deuten die entdeckten Graphit-Ablagerungen im Norden Labradors darauf hin, dass sich die ersten Einzeller bereits vor fast vier Milliarden Jahren entwickelt haben könnten. Zu dieser Schlussfolgerung kamen sie, nachdem sie die Sedimente unter anderem mittels der Uran-Blei-Methode auf ein Alter von 3,95 Milliarden Jahren datieren konnten. Zudem ergab die Analyse der Kohlenstoff-Isotope dieser Graphit-Sedimente, dass ihre Zusammensetzung deutliche Anzeichen biologischer Prozesse enthalten und es sich somit wahrscheinlich um Mikrofossilen handelt.

Clipboard

Legende der Riesenratten auf den Solomonen hat sich bewahrheitet

© Velizar Simeonovski, The Field Museum
Künstlerische Rekonstruktion der neuen Riesenrattenart auf der Solomonen-Insel Vangunu (Illu.).
Chicago (USA) - Lange Zeit galten die Berichte und Erzählungen von Bewohner der Salomonen-Insel Vangunu als Legenden und Folklore. Jetzt haben Biologen auf der südpazifischen Insel die große Baumratte tatsächlich entdeckt.

Wie das Team um Tyrone Lavery vom Field Museum in Chicago aktuell im Journal of Mammalogy berichten, lebe die neu entdeckte Ratteart Uromys vika vornehmlich auf Bäumen und erreiche mit rund 45 Zentimeter Länge und einem Gewicht von etwa einem Kilogramm eine Körpergröße, die etwa der eines Opossum gleich kommt. Damit werden die offenbar nur auf Vangunu vorkommenden Ratten etwa viermal größer als europäische Wanderratten. Zugleich ist es die erste Rattenart, die seit rund 80 Jahren auf den Solomonen entdeckt wurde.

Nachdem die Forscher bereits seit 2010 erfolglos nach einer Bestätigung für die Existenz der großen Baumratten suchten und schon begannen, die Berichte in Frage zu stellen, gelang den Wissenschaftlern jetzt der Fang eines Exemplares.

Blue Planet

Neue Forschunghinweise: Plattentektonik offenbar weit älter als gedacht

© Foto: USGS
Der einzigartige Kontinentaldrift der Erde ist offenbar älter als bisher gedacht. Das Wandern und Aufschmelzen von Krustenplatten könnte schon vor 3,5 Milliarden Jahren in vollem Gange gewesen sein - darauf deuten nun Analysen von Titan-Isotopen in Gesteinen hin. Die Plattentektonik wäre demnach mindestens 300 Millionen Jahre älter als bislang angenommen, wie Forscher im Fachmagazin Science berichten. Wodurch die Drift jedoch in Gang kam, ist noch immer rätselhaft.

Die Erde ist der einzige Planet im Sonnensystem mit einer aktiven Plattentektonik: Ständig entsteht neue Kruste entlang der mittelozeanischen Rücken und wird an den Kontinenträndern wieder in die Tiefe gedrückt und aufgeschmolzen. Erst durch dieses Gesteins-Recycling entstand einst aus der vorwiegend mafischen, eisen- und magnesiumreichen Erdkruste die erste kontinentale Kruste der Urerde. Sie besteht vorwiegend aus sogenannten felsischen Silikatmineralen wie Feldspat und Quarz.


Kommentar: Vor einigen Jahren wurden auch auf dem Mars Anzeichen von Plattentektonik entdeckt.


Rätsel des Anfangs

Doch so allgegenwärtig die Plattentektonik heute ist, so rätselhaft sind ihre Anfänge. Denn wodurch die Plattentektonik auf der Urerde in Gang kam, ist bisher unbekannt. Einige Forscher halten Mantelplumes für den Auslöser, andere sehen sich akkumulierende Schäden in der Urkruste für die Ursache.

Ebenso unklar ist, wann die Kontinentaldrift begann. Urzeitliche Einschlüsse in Diamanten deuten auf einen Beginn vor rund drei Milliarden Jahren hin, während ein Zirkon-Mineral aus Grönland sogar für einen Anfang der Drift vor bis zu 3,2 Milliarden Jahren spricht.

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Ärzte reanimieren Bewusstsein von Wachkomapatienten nach 15 Jahren - Durch Stimulation des Vagusnervs

© Corazzol et al. / Current Biology
Grafische Darstellung der Hirnaktivität vor (l.) und nach einmonatiger Therapie (r.).
Lyon (Frankreich) - Erstmals ist es Ärzten durch gezielte Nervenstimulation gelungen, das Bewusstsein eines aufgrund einer Hirnverletzung seit ganzen 15 Jahren im Wachkoma liegenden Patienten wieder zu erwecken. Damit widerspricht das Studienergebnis der bislang verbreiteten Annahme, dass ein Wachkoma von mehr als 12 Monaten zwangsläufig zu irreversiblen Zustand führt.

Während sich Komapatienten unempfänglich für äußere Reize in einer Art Schlafzustand befinden, sind Wachkomapatienten zwar wach, zeigen aber keine Anzeichen von Wahrnehmungen ihrer Umwelt oder kognitive Funktionen. Während es in einigen Fällen gelingen kann, einen Patienten aus einem nahezu vollständigen in einen Zustand minimalen Bewusstseins zu versetzten, galt bislang ein Wachkoma von mehr als 12 Motane als irreversibel schädigend.