Willkommen bei SOTT.net
Do, 24 Mai 2018
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
Karte

People 2

Menschliches Gehirn entwickelte sich langsam und spät von einer länglichen zur heutigen Form

In einer Studie beschreiben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, dass sich die für den modernen Menschen typische runde Gehirnschädelform erst spät während der Evolution unserer Art herausgebildet hat. Die Forscher haben die Größe und Form verschiedener Homo sapiens-Fossilien analysiert und so herausgefunden, dass sich die Organisation und möglicherweise auch die Funktion unseres Gehirns nur ganz langsam verändert haben und erst vor relativ kurzer Zeit den heutigen Zustand erreicht haben.

Evolution der Gehirnform bei Homo sapiens, Schädel Jebel Irhoud
© MPI EVA/ S. Neubauer, Ph. Gunz (Lizenz: CC-BY-SA 4.0)
Evolution der Gehirnform bei Homo sapiens: Gehirnform eines der frühesten bekannten Vertreter unserer Art, des 300.000 Jahre alten Schädels Jebel Irhoud 1 (links). Die Gehirnform und möglicherweise auch die Gehirnfunktion entwickelten sich allmählich. Das Gehirn erreichte erst überraschend spät die für den heutigen Menschen typische rundere Form (rechts).
Die ältesten Fossilien unserer eigenen Art Homo sapiens aus Jebel Irhoud in Marokko wurden von Forschern der Abteilung für Humanevolution am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie auf ein Alter von etwa 300.000 Jahren datiert. Verschiedene Print- und Onlinemedien haben diese Forschung zu einer der Top-Wissenschaftsmeldungen des Jahres 2017 gekürt. Zusammen mit Schädelfunden aus Florisbad, Südafrika (260.000 Jahre) und Omo Kibish, Äthiopien (195.000 Jahre) dokumentieren die Jebel Irhoud Fossilien eine frühe evolutionäre Phase des Homo sapiens auf dem afrikanischen Kontinent. Ihre Gesichtsschädel und Zähne sehen modern aus, doch die länglichen Gehirnschädel erscheinen archaisch und ähneln eher denen von älteren Menschenarten und Neandertalern. Heute lebende Menschen zeichnen sich hingegen durch einen runderen Gehirnschädel aus.

Kommentar:


Bulb

Zum ersten Mal dokumentiert: Ein Schwertwal imitiert die menschliche Sprache

Nachdem man vor einiger Zeit entdeckt hat, dass Delphine in einer menschenähnliche Sprache in ganzen Sätzen miteinander kommunizieren und eine echte und direkte Kommunikationen zwischen Menschen und Delphinen nachgewiesen wurde, hat man nun auch eine ähnliche Kommunikation bei Schwertwalen (Orcinus orca) entdeckt. Im Gegensatz zu Delphinen scheint es sich bei der Sprachfähigkeit von Orcas jedoch eher um ein Fähigkeit zur Imitation der menschlichen Sprache zu handeln als um Kommunikation:
Jetzt berichten Wissenschaftler jedoch erstmals davon, dass Orcas einzelne menschliche Wörter imitieren können. Auch wenn es sich noch nicht um perfekte Wortlaute handelt, ist dennoch deutlich zu erkennen, was "gemeint" ist. Die Leistung ist umso erstaunlicher, da sich der Vokalapparat der Tier deutlich von dem menschlichen unterscheidet.
Orca
© Ed Schipul (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 2.0
Ein Orca in Gefangenschaft.
Im Fachjournal Proceedings of the Royal Society B haben Forscher die "erste wissenschaftliche Demonstration eines Orcas, der menschliche Wörter imitiert" veröffentlicht. Der Hauptautor der Studie, Jose Abramson von der Universidad Complutense de Madrid berichtet weiter:
"Wir erwarten keine perfekte Übereinstimmung, wie wir sie etwa von Papageien kennen"

"Dennoch ist das Ergebnis der Versuche des Schwertwals Wickie von einer sehr hohen Qualität. Besonders, wenn man bedenkt, dass die Vokalanatomie der Tiere sich deutlich von der unsrigen unterscheidet."

"Selbst für uns Wissenschaftler war es schwierig, unsere Emotionen nicht so auszudrücken wie etwa die Trainer von Wickie im Marineland Aquarium im südfranzösischen Antibes, als der Schwertwal die Worte erfolgreich imitierte."

Bulb

Ohne Strom: Südkoreaner entwickeln "Roboter", der Feuchtigkeit als Antrieb nutzt

Roboter Wasser
© Beomjune Shin et al. / Science Robotics, 2018
Wasser als Antrieb: Winziger Roboter mit großem Potenzial funktioniert ohne Strom
Ein Forschungsteam der Nationaluniversität Seoul in Südkorea hat einen winzigen Roboter entwickelt der weder eine Batterie noch Strom benötigt, um sich fortzubewegen. Der einzige Antrieb ist Feuchtigkeit. Könnten Batterien und Strom somit bald überflüssig sein, um Roboter und andere Dinge anzutreiben?
Der Roboter besteht aus zwei Schichten. Eine Schicht absorbiert Feuchtigkeit, die andere nicht. Wenn der Roboter auf eine feuchte Oberfläche gestellt wird, schwillt die absorbierende Schicht an und hebt dadurch den Bot. Wenn die Schicht trocknet, schrumpft der Roboter und senkt sich wieder. Auf solche Weise kann sich der Bot fortbewegen. Die Roboter ahmen damit innere Mechanismen von Pflanzen nach und könnten in der Medizin eingesetzt werden. Zukünftig könnten solche winzigen Helfer Arzneimittel auf menschliche Haut aufbringen.

Bulb

Wissenschaftler entdecken rätselhaftes Fossil, das sich nicht einordnen lässt

Paläontologen in den Appalachen des US-Bundesstaats Pennsylvania haben ein Fossil entdeckt. Die Forscher können den Fund bislang nicht genau einordnen.
Organism
© university of leicester
Randerscheinung oder wichtiger Player seiner Zeit?
Forscher stoßen in den USA auf Überreste eines Tiers, das sich bislang nicht einordnen lässt

Es sieht laut dem internationalen Forscherteam um Bob Ganis von der Universität Leicester wie eine winzige Eistüte aus - ein kegel- oder schotenförmiger Körper, aus dessen Oberseite die Reste einer filigranen Struktur quellen. Die Wesen, von denen ganze Ansammlungen gefunden wurden, wurden als "Problematica" eingestuft. Es handelte sich um Tiere, da sind sich die Forscher sicher. Zu welcher Tiergruppe sie gehören, ist jedoch völlig offen. Von Nesseltieren über Mollusken bis zu Priapswürmern kommt ein breiter Teil des Fauna-Spektrums in Frage, möglicherweise gehören sie auch einer bislang unbekannten Gruppe an.
Das Fossil stammt aus dem Ordovizium-Zeitalter:

Fireball

4. Februar: 500 bis 1.200 Meter großer Asteroid kommt der Erde "nahe"

Der Asteroid "2002 AJ129" wurde im Jahr 2002 durch das Near Earth Asteroid Tracking Project (NEAT) auf Hawaii entdeckt, einem Projekt des Jet Propulsion Laboratory (JPL) zur Himmelsüberwachung in Zusammenarbeit mit der US-Luftwaffe und der US-Raumfahrtbehörde NASA.

2002 AJ129
Am 4. Februar wird der Asteroid, der zwischen 500 und 1.200 Metern groß sein soll, in rund 4,2 Millionen Kilometern Entfernung an der Erde vorbeiziehen.

Zwar wird das Objekt offiziell als potenziell gefährlich klassifiziert, doch liegt dies nur an seiner Größe sowie an seiner Umlaufbahn, die weniger als 7,5 Millionen Kilometer von der Erde beträgt. Eine Kollisionsgefahr besteht nicht.


Da die Entfernung zu Erde beim Vorbeiflug keine direkte Gefahr für die Erde darstellt und im Internet bereits einige Blogger und Medien dennoch eine "Apokalypse" durch dieses Objekt prophezeien, hat Paul Chodas vom Zentrum zur Erforschung erdnaher Objekte am JPL folgendes Statement herausgegeben:

Bizarro Earth

Megalawinen in Tibet - Rätsel um Kollaps von gleich zwei Gletschern gelöst?

Klima und Untergrund verursachten einzigartigen Kollaps von gleich zwei Gletschern

Am 17. Juli 2016 kollabierte der gesamte untere Teil eines Talgletschers im Aru-Gebirge in Tibet - schon das war äußerst ungewöhnlich.
© NASA/Earth Observatory
Am 17. Juli 2016 kollabierte der gesamte untere Teil eines Talgletschers im Aru-Gebirge in Tibet - schon das war äußerst ungewöhnlich.
"Unmöglicher" Kollaps: Im Sommer 2016 löste sich in Tibet plötzlich der gesamte untere Teil eines Gletschers und raste als Megalawine zu Tal. Kurz darauf geschah das gleiche bei einem Nachbargletscher. Das Rätselhafte daran: Eigentlich waren die Hänge viel zu flach um selbst kleine Lawinen auszulösen - und eine offensichtliche Ursache fehlte. Warum diese Mega-Lawinen trotzdem entstanden, haben Forscher erst jetzt herausgefunden.

Lawinen und Eisfälle sind in den Hochgebirgen keine Seltenheit. Typischerweise jedoch ereignen sich solche Rutschungen an Hängen, die steiler sind als 30 Grad Neigung. Umso rätselhafter war ein Ereignis, das sich am 17. Juli 2016 im Aru-Gebirgszug des westlichen Tibet-Plateaus ereignete: Aus heiterem Himmel brach der gesamte untere Teil eines Talgletschers ab und rutschte als gigantische Eislawine acht Kilometer weit ins Tal hinab - und das innerhalb weniger Minuten.

Katastrophaler Kollaps

Die Mega-Lawine umfasste 68 Millionen Kubikmeter Eis und Schnee - sie ist eine damit der größten bekannten Lawinen überhaupt. Mit einem Schlag waren rund 40 Prozent des Gletschervolumens und knapp 30 Prozent seiner Eisfläche abgerutscht. "Das ist eine ganz neue Form der Gletscher-Instabilität - der katastrophale Kollaps eines gesamten Talgletschers", konstatieren Andreas Kääb von der Universität Oslo und seine Kollegen.

Das Merkwürdige daran: Die Hangneigung in diesem Teil des Gletschers lag bei nur fünf bis sechs Grad und die gesamte Region liegt im Permafrostgebiet. Damit gab es eigentlich keinen Grund für diesen Gletscherkollaps. Auch ein Erdbeben gab es im Sommer 2016 in dieser Region nicht, wie die Forscher feststellten.

Saturn

Neue Entdeckungen auf Saturnmond Titan: Noch erdähnlicher als bisher vermutet

Titan
© NASA/JPL-Caltech/ASI/Cornell
Das Ligeia Mare ist das zweitgrößte Meer in der nördlichen Polarregion des Saturnmonds Titan.
Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.
Der größte Saturnmond Titan überrascht Wissenschaftler wieder einmal angesichts seiner erdähnlichen Merkmale obwohl er sich eine Milliarde Kilometer von der Erde entfernt befindet. Wir berichteten bereits in der Vergangenheit über einige interessante Funde auf diesem und anderen Monden um den Saturn herum:
Ithaca (USA) - Obwohl fast eine Milliarde Kilometer von der Erde entfernt, gleicht der größte Saturnmond Titan unserer Erde in vielen Aspekten: Neben einer dichten Atmosphäre ist Titan auch der einzige Himmelskörper im Sonnensystem mit einem Flüssigkeitskreislauf an der Oberfläche, innerhalb dessen sich allerdings statt Wasser die flüssige Kohlenwasserstoffe Methan und Ethan als Regen und Schnee in Flüsse, Seen und Meere ergießen. Selbst Leben halten Astrobiologen auf Titan für möglich.
Neue Beobachtungen des Titans offenbaren nun weitere Ähnlichkeiten zur Erde:

Bulb

350 Kilometer! Längste Unterwasserhöhle der Welt unter dem Maya-Reich entdeckt

Unter dem ehemaligen Reich der Maya haben Forscher ein riesiges Höhlensystem entdeckt, das unter Wasser liegt.
Unterwasserhöhle
Höhlensystem erreicht Länge von fast 350 Kilometern

Merida - Forscher haben auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan die längste Unterwasserhöhle der Welt nachgewiesen - sie erreicht die beeindruckende Dimension von fast 350 Kilometern (Bilder finden Sie hier). Die Taucher entdeckten dabei nicht nur ein völlig neues Höhlensystem, sondern konnten auch zeigen, dass zwei bereits bekannte Systeme miteinander verbunden sind.

Bisher galt die südlich von Tulum gelegene Unterwasserhöhle Ox Bel Ha mit einer Länge von 270 Kilometern als die weltweit längste - ihrer Art. Die Forscher fanden jetzt jedoch heraus, dass zwei andere Höhlen im bekannten Küstenort Tulum selbst, miteinander verbunden sind: Die Sac Actun und Dos Ojos Höhlen. Damit ist dieses Höhlensystem nun das längste der Welt:

Bulb

Studie bestätigt: Ratten haben die Pest nicht übertragen - Sott.net wusste es

Pest
© historisch
Der "Schwarze Tod" raffte im Mittelalter ein Drittel der europäischen Bevölkerung dahin.
Eine neue Studie bestätigt die Tatsache auf die wir hier bei Sott.net schon seit vielen Jahren immer wieder hingewiesen haben: Der schwarze Tod wurde nicht durch Ratten übertragen. Doch im Gegensatz zu den Ergebnissen unserer Forschungsarbeiten an diesem Thema, machen die Wissenschaftler nun "Menschenflöhe" und "Kleiderläuse" dafür verantwortlich.
Überraschende Erkenntnis: Ratten und Rattenflöhe waren doch nicht die Hauptschuldigen am "Schwarzen Tod". Denn die große Pestepidemie des Mittelalters wurde nicht von den Nagern verbreitet, sondern vorwiegend durch Menschenflöhe und Kleiderläuse, wie eine Analyse jetzt enthüllt. Die blutsaugenden Parasiten übertrugen den Pesterreger von Mensch zu Mensch und sorgten für rapide Ausbreitung der Seuche - ganz ohne Mithilfe der Ratten.
Und weiter :
"Schwarzer Tod" war anders

[...]

"Diese Epidemie verlief anders als bei den späteren, eindeutig mit Ratten assoziierten Seuchenzügen", erklären die Forscher. So stiegen die Fallzahlen damals viel schneller an als bei den anderen Pandemien und auch die Übertragung innerhalb der Familien und Haushalte war im Mittelalter ungewöhnlich hoch.

Hinzu kommt: "Das damalige Klima in Nordeuropa war für die weite Verbreitung der Hausratte (Rattus rattus) nicht günstig, so die Wissenschaftler. "Das wird auch durch die wenigen Funde von Rattenüberresten in archäologischen Funden bestätigt.
In der weiteren Folge der Publikation berichten die Wissenschaftler über ihre Forschungsergebnisse und kommen zu dem Schluss, dass es wahrscheinlich "Menschenflöhe" und "Kleiderläuse" waren. Wie wir in unseren oben erwähnten Artikeln jedoch ausführlich beschrieben haben, gibt es noch eine andere Erklärung für die Übertragungsrate der Pest und ihren Ursprung.

Die Wissenschaftler scheinen über diese Forschungsergebnisse nicht Bescheid zu wissen. Auch in unserem neuen Buch Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung beschreiben wir detailliert den schwarzen Tod und warum und wie er sich wahrscheinlich verbreitet hat und wie diese Tatsachen eine normale Übertagung von Wirt zu Wirt unwahrscheinlich macht. Des weiteren scheint das Virus, dass damals so vielen Menschen das Leben kostete, nicht mit Viren vergleichbar zu sein, die wir heute mit dem schwarzen Tod in Verbindung bringen.

Moon

Seltenes Himmelsereignis im Januar: Mondfinsternis, Supermond und blauer Mond

Am 31. Januar findet ein seltenes Ereignis statt, dass so nur alle 150 Jahre von der Erde aus beobachtet werden kann. An diesem Tag können wir nicht nur eine Mondfinsternis beobachten, sondern gleichzeitig auch einen sogenannten Supermond, begleitet von einem blauen Mond.
super moon
Bei einer Mondfinsternis wirft die Erde einen Schatten auf den Mond, da sich die Sonne zu diesem Zeitpunkt hinter der Erde befindet. Zum Zeitpunkt der totalen Mondfinsternis befindet sich die Erde dann genau zwischen Sonne und Mond und der Schatten der Erde bedeckt den gesamten Mond.

Bei einem Supermond ist die Entfernung unseres Mondes zur Erde besonders gering, was dazu führt, dass er besonders groß am Himmel erscheint. In der Nacht vom 30. auf den 31. Januar wird der Abstand unseres Mondes zur Erde nur 358.995 Kilometer betragen. Bei einem Supermond erreicht der Mond in seiner Umlaufbahn den Punkt, an dem er am nächsten zur Erde ist. Diesen Punkt in der Umlaufbahn nennt man auch "Perigäum".

Als blauen Mond bezeichnet man den zweiten Vollmond innerhalb eines Kalendermonats. Warum man diesen Mond, blauen Mond nennt, weiß man nicht so genau. Die Herkunft dieses Ausdrucks ist nicht bekannt. Im Englischen gibt es die Redewendung "Once in a blue moon", was man sinngemäß mit "alle Jubeljahre einmal" übersetzen könnte. Der Mond nimmt zu dieser Zeit keine blaue Farbe an, wie es der Name vielleicht andeuten mag.