Willkommen bei SOTT.net
Mi, 28 Jun 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
Karte

Question

Eigentlich ausgestorben: Filmt Wildkamera erneut einen Tasmanischen Tiger?

Die »Thylacine Awareness Group of Australia« hat ein neues Video veröffentlicht, das ihrer Ansicht nach einen vermeintlich ausgestorbenen Tasmanischen Tiger zeigen könnte.

Die Thylacine Awareness Group ist eine australischen Vereinigung, die sich darum bemüht, den Tasmanischen Tiger (Thylacinus cynocephalus) zu erforschen und zu schützen, da sie überzeugt sind, dass er nicht ausgestorben ist, sondern einige wenige Exemplare überlebt und sich ihre Population sogar erhöht haben könnte. Die Gruppe hat vor drei Tagen ein neues Video veröffentlicht, das im Oktober 2016 von einer Wildkamera in Tasmanien aufgenommen wurde und ein Tier zeigt, das tatsächlich die schwarzen Streifen aufweist, die charakteristisch für den Tasmanischen Tiger sind.


Better Earth

Rabenvögel erkennen unfaires Verhalten

Eine neue Studie hat herausgefunden, dass Raben und Krähen in der Lage sind, unterscheiden zu können, ob ein Tauschhandel fair und gerecht ist oder nicht.
© Alan Vernon/Wikipedia
Von den Rabenvögeln (Corvidae), zu denen unter anderem die Raben, Krähen, Elster und Häher gehören, ist schon seit langem bekannt, dass sie scheinbar eine kognitiv hochentwickelte Spezies bei den Vögeln darstellen. So besitzen sie nicht nur ein außerordentliches Maß an Intelligenz und die Fähigkeit, sich an menschliche Gesichter zu erinnern, sondern sie sind auch in der Lage, Rätsel zu lösen, in komplexen Umgebungen zu navigieren und sogar Bestattungen für ihre toten Artgenossen durchzuführen.

Jetzt hat eine internationale Forschungsstudie eine weitere bemerkenswerte Leistung dieser Vögel entdeckt: Raben und Krähen beherrschen auch das Prinzip der »Fairness«, wenn es darum geht, einen Gegenstand gegen einen anderen zu tauschen. Für ihre Versuchsreihe bevorzugten die Wissenschaftler neun von Hand aufgezogene Raben, weil sie weniger Angst vor den Menschen haben. Während der Tests hatten die Tiere es mit zwei unterschiedlichen Trainern zu tun, einer verhielt sich ihnen gegenüber »fair« und der andere »unfair«.

Comet

Wissenschaftler vermuten gefährliche Asteroiden in Tauriden Meteorstrom

Zweimal im Jahr kommt die Erde mit dem Meteorschauer der Tauriden in Berührung und dann laden Sternschnuppen zum Wünschen ein. Teil des Himmelsphänomens sind aber wohl auch große Asteroiden, die der Erde gefährlich werden können, haben Forscher ermittelt.

© Academy of Sciences of the Czech Republic
Ein heller Feuerball der Tauriden
Wissenschaftler haben mehrere Asteroiden mit dem Meteorstrom der Tauriden in Verbindung gebracht und vermuten, dass der noch weitere Himmelskörper umfasst, die der Erde gefährlich werden könnten. Das berichten die tschechischen Forscher, die 144 sogenannte Feuerbälle - besonders helle Meteore - der Tauriden untersucht haben. Dadurch konnten sie zwei Asteroiden mit einem Durchmesser von 200 bis 300 Metern einem neuen Zweig der Tauriden zuordnen, die zweimal im Jahr den Orbit der Erde kreuzen. Weil es wahrscheinlich sei, dass dazu weitere große Objekte gehören, erhöhten sich die Gefahren des Zusammentreffens mit der Erde deutlich, schreiben sie in einer Mitteilung der Tschechischen Akademie der Wissenschaften.

Gem

Kepler-Teleskop entdeckt Doppelsternsystem

Ein internationales Forscherteam hat mithilfe des Weltraumteleskops Kepler ein geheimnisvolles Doppelsternsystem entdeckt, das aus einem Braunen und einem Weißen Zwerg besteht, berichtet die russische Zeitung „Rossijskaja Gaseta“.
© ESO/Digitized Sky Survey 2
Solche Entdeckungen sind extrem selten. Das System besteht aus einem nicht entwickelten Stern und aus den Überresten eines „toten“ Sterns, also aus einem Braunen und einem Weißen Zwerg. Wirklich interessant mache dieses Paar seine Rotationsperiode, die bei einer Geschwindigkeit von 100 km/s nur 71,2 Minuten betrage, erklärt Dr. Lorne Nelson aus der Bishop's University.

Die Messungsergebnisse wurden durch vier Teleskope auf drei verschiedenen Kontinenten bestätigt. Es wurde nämlich festgestellt, dass die Masse des Weißen Zwergs 40 Prozent und die des Braunen nur 6,7 Prozent der Sonnenmasse beträgt. Der Masse des letzteren ist also ungefähr nur 67 Mal so groß wie die des Jupiters. Laut der Prognose der Wissenschaftler beginnt der Weiße Zwerg den Brauen in etwa 250 Millionen Jahren aufzusaugen.

Kommentar: So selten ist ein Doppelsternsystem gar nicht. Selbst bei unserem Sonnensystem wird vermutet, dass es noch eine zweite - nicht für das Auge sichtbare - Sonne gibt. Lesen Sie mehr dazu in dem folgenden Kapitel von dem Buch Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung:
  • Das Elektrische Universum - Teil 15: Nemesis



Tornado1

Aufnahmen vom Jupiter: Gigantische Wirbelstürme mit 1.400 km Durchmesser an den Polen

Neuste Aufnahmen der NASA-Sonde Juno zeigen zahlreiche starke Wirbelstürme über den Polen des Gasplaneten Jupiter. Magnetfeldmessungen ergaben zudem, dass sein Magnetfeld deutlich stärker ist als bisher angenommen.

Untersuchungen der Raumsonde Juno der NASA haben gezeigt, dass über den Polen von Jupiter zahlreiche Wirbelstürme mit einem Durchmesser von bis zu 1.400 Kilometern toben.

Damit ist die Atmosphäre über den Polregionen des Gasplaneten wesentlich turbulenter als erwartet. Im Fachmagazin Science legen die Forscher nun die ersten Ergebnisse der durch Juno gewonnenen Daten vor (Phänomen: Jupiter hat einen zweiten großen Fleck (Video)).

Im Jahr 2011 hat sich die Raumsonde auf den Weg zum Jupiter gemacht und hat sich letztes Jahr bis auf 5.000 Kilometer dem größten Planeten unseres Sonnensystems genährt. Durch die geringe Nähe zum Jupiter konnte Juno die dichte Atmosphäre des Gasriesen so detailliert untersuchen, wie keine Sonde zuvor.

Kommentar:


Chalkboard

Drei Experimente rütteln am Standardmodell der Teilchenphysik

© SLACNational Accelerator Laboratory
Im BaBaR-Experiment beobachteten Wissenschaftler den Zerfall von zwei B-Mesonen in zahlreiche subatomare Teilchen, darunter in ein Myon und in ein Neutrino.
Santa Barbara (USA) - Das Standardmodell der Teilchenphysik beschreibt und sagt das Verhalten aller bekannten Teilchen und Kräfte (mit Ausnahme der Gravitation) voraus. Zu den grundlegenden Teilchen der Materie gehören neben Quarks und den Eichbosonen auch die sogenannten Leptonen. Eine Analyse der Ergebnisse von drei Teilchenexperimenten deutet nun stark daraufhin, dass die sogenannte Leptonen-Universalität und damit mit ihr das Standardmodell selbst überdacht werden muss.

Laut dem Standardmodell sagt die sogenannte Leptonen-Universalität dass alle Leptonen (zu denen geladenen Teilchen wie Elektronen, Myonen und Taus zählen) auf die gleiche Weise mit den Grundkräften des Universums interagieren müssten.

Tatsächlich hatten Experimente mit Elektronen und Myonen bislang auch keine gegenteiligen Ergebnisse aufgezeigt. In jüngster Zeit durchgeführte Experimente mit den massereicheren Tau-Leptonen stellen die Vorhersage des Standardmodells in Frage.

Wie das internationale Team um Manuel Franco Sevilla von der University of California in Santa Barabara aktuell im Fachjournal Nature (DOI: 10.1038/nature22346) berichtet, haben sie die besagten drei Experimente einer erneuten Überprüfung (Review) unterzogen.

Black Magic

Nächster Versuch für Frankenstein: US-Firma Bioquark will tote Menschen wieder zum Leben erwecken

Das Projekt eines US-Unternehmens, tote Menschen wieder zum Leben zu erwecken, wird noch einmal gestartet. Es musste vergangenes Jahr abgebrochen werden, weil es die zuständigen Regulierungsbehörden untersagten.

Dier Wissenschaftler des US-amerikanische Biotechnologie-Unternehmen »Bioquark Inc.« wollen klinische Studien mit Menschen durchführen, die offiziell als klinisch tot gelten, sich aber weiterhin in einem vegetativen Zustand befinden. Dazu hatte der Geschäftsführer von Bioquark, Ira Pastor, das Projekt »ReAnima« gegründet, dessen Ziel es ist, neueste biomedizinische Technologien zu entwickeln, die das Potenzial haben, das tote menschliche Gehirn wiederzubeleben. Das Institutional Review Board (IRB) hatte auch bereits im vergangenen November die dazu benötigte Genehmigung für die erste Phase der Untersuchungen an 20 Hirntoten erteilt (wir berichteten) und aus Kostengründen entschied man sich, das Projekt in Indien durchzuführen. Doch die lokalen Regulierungsbehörden machten ihnen einen Strich durch die Rechnung und sie mussten das Experiment in dem indischen Krankenhaus vorzeitig abbrechen.

Brain

Pflanzen haben rudimentäre Gehirn-ähnliche Strukturen

© Kristian Peters (via WikimediaCommons), CC BY-SA 3.0
Symbolbild: Schaumkressse (Arabidopsis arenosa)
Birmingham (Großbritannien) - Auch Pflanzen verfügen über Zellstrukturen, deren Funktion und Aufgaben mit dem zu vergleichen sind, was man als eine Art rudimentäres „Entscheidungsfindungs-Zentrale“ bezeichnen könnte. Zu dieser überraschenden Erkenntnis kommen britische Wissenschaftler anhand ihrer Untersuchungen von Schaumkresse.

Wie das Team um Professor George Bassel von der University of Birmingham aktuell im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (DOI: 10.1073/pnas.1704745114) berichtet, handelt es sich dabei zwar natürlich nicht um mit den Gehirnen höherer Lebewesen vergleichbare Strukturen - jedoch um Zellen, die in Pflanzenembryos für die grundlegenden Entscheidungen im Lebenszyklus der Pflanzen verantwortlich sind.

Kommentar:


Mars

Rätselhaftes Loch am Mars-Südpol entdeckt: Hunderte Metern im Durchmesser und ziemlich tief

Die NASA-Raumsonde »Mars Reconnaissance Orbiter« (MRO) hat auf der Oberfläche des Roten Planeten eine ziemlich ungewöhnliche Struktur entdeckt, für die es noch keine Erklärung gibt.
© NASA/JPL-Caltech
Wie Science Alert berichtet, handelt es sich um ein rätselhaftes Loch, dass der MRO im sogenannten Schweizer-Käse-Terrain des Mars-Südpols entdeckt hat. Den Namen erhielt die Region deswegen, weil die südliche Polkappe dort mit ihren Löchern wie ein Schweizer Käse aussieht. Doch während diese »Käse«- Löcher normalerweise durch das Abschmelzen von gefrorenem Kohlendioxid und dem darauffolgendem Wegblasen der freigewordenen Staubsedimente entstehen, scheint dieses seltsame Loch einen anderen Ursprung zu haben.

Es fällt besonders auf, da es nicht das gleiche Muster wie die anderen aufweist, denn er ist gleichmäßig rund, misst hunderte von Metern im Durchmesser und ist auch ziemlich tief. Zwar ist die Oberfläche des Mars mit zahllosen Löchern und Öffnungen versehen, doch die meisten von ihnen können leicht mit Meteoriteneinschlagskrater oder Vulkanismus erklären werden. Dieses Loch lässt sich aber nicht damit begründen und unsere Wissenschaftler zerbrechen sich gerade die Köpfe darüber, wie er wohl entstanden sein könnte. Da er tiefer als die übrigen anderen Löcher um ihn herum ist, kann man auch das glitzernde Eis sehen, das sich in seinem Innern auf dem Boden befindet.

Mars

Deutliche Hinweise: Mars war einst 700 Millionen Jahre lebensfreundlich

© NASA
Illustration, wie der See im Gale-Krater einst ausgesehen haben könnte.
Die vom Mars-Rover »Curiosity« gesammelten Daten haben neue, deutliche Hinweise darauf geliefert, dass der Rote Planet tatsächlich über einen sehr langen Zeitraum lebensfreundlich gewesen sein könnte.

Im Rahmen der NASA-Weltraummission »Mars Science Labo- ratory« erforscht der Rover Curiosity seit 2012 den Mars hinsichtlich seiner aktuellen und vergangenen Eignung als Biosphäre. Dabei untersucht er mittels seiner zehn Instrumente das Gestein, die Atmosphäre sowie Strahlung, um anhand der gesammelten Daten Aufschlüsse darüber ziehen zu können, ob sich darin Spuren finden lassen, dass der Mars einst Leben beherbergt hat oder dies sogar heute noch tut.

Und tatsächlich, wie Ars Technica schreibt, zeigen jüngste Untersuchungen am 150 Kilometer großen Gale-Krater, dass der Mars sehr wahrscheinlich vor etwa zwischen 3,1 bis 3,8 Milliarden Jahren ein relativ stabiles Klima besaß und die Voraussetzungen für eine lebensfreundliche Umwelt bot. Zu dieser Schlussfolgerung kommen die NASA-Wissenschaftler, nachdem sie die gesammelten Gesteinsproben analysiert haben, die der Rover in den ersten drei Jahren aus verschiedenen Schichten des Kraters gesammelt hatte. Ihre Ergebnisse zeigen, dass der Krater während eines Zeitraumes von rund 700 Millionen Jahren mit einem See gefüllt war. Denn das Gewässer hatte Ablagerungen mit unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung gebildet und in den Proben der einst vom Wasser bedeckten waren Bodenschichten waren kaum Spuren von Sauerstoff nachzuweisen, in Oberflächennähe hingegen war der Anteil oxidierender Verbindungen aus der Atmosphäre sehr hoch. Das weist eindeutig darauf hin, dass dort einst Bedingungen geherrscht haben müssen, wie man sie auch heute noch in Seen auf der Erde vorfindet.

Kommentar: