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Mi, 18 Jan 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
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163 neue Tier- und Pflanzenarten in Südostasien entdeckt

Die Umweltorganisation WWF hat am gestrigen Montag bekanntgegeben, dass dieses Jahr allein in Südostasien 163 bislang unbekannte Tier- und Pflanzenarten entdeckt wurden.
© Porrawee Pomchote/WWF
Die Region um den Mekong gilt als sehr artenreich.
Der WWF-Report »Kurioses Artenkabinett« fasst die Arbeit Hunderter Wissenschaftler zusammen, die in diesem Jahr in Myanmar, Laos, Kambodscha, Vietnam und Thailand unterwegs waren und dazu beigetragen haben, noch unentdeckte Tier- und Pflanzenarten aufzuspüren. Wie die beteiligten Forscher berichteten, fanden sie die neuen Arten hauptsächlich in schwer zugänglichen, entlegenen Gebieten. Abschließend konnten sie insgesamt 126 Pflanzen-, 11 Fisch-, 14 Reptil-, neun Amphibien- sowie drei Säugetierarten neu katalogisieren.


Better Earth

Chinas Raumfahrt setzt auf "unmöglichen" EmDrive und testet ihn bereits im Orbit

Chinesische Raumfahrtingenieure und Wissenschaftler haben Informationen bestätigt, wonach sie schon seit 2010 die Entwicklung und Erforschung der sogenannten EmDrive-Technologie unterstütze. Beim EmDrive handelt es sich um einen revolutionären Antrieb, mit dem alleine durch die Flutung eines Zylinders mit Mikrowellen ein messbarer Schub erzeugt wird ohne, dass hierfür klassische Antriebsmittel benötigt werden. Während Kritiker darauf pochen, dass der EmDrive dem Impulserhaltungsgesetzt (Aktion/Reaktion) widerspreche und deshalb gar nicht funktionieren könne, teste die chinesische Raumfahrtagentur den Antrieb bereits schon jetzt im Erdorbit und wolle sie „möglichst bald“ für Satelliten und Raumschiffe nutzen.
© CNSA
Archivbild: Schon bald könnten chinesische Kommunikationssatelliten, hier ein Modell der Dong-Fang-Hong-Reihe, mit dem „unmöglichen Antrieb“ EmDrive ausgestattet werden (Illu.).
Peking (China) - Wie die „International Business Times“ (IBT) unter Berufung auf eine Pressekonferenz der zur Chinese Aerospace Science and Technology Corporation (CASC) gehörenden China Academy of Space Technology (CAST) und damit dem Hersteller der erfolgreichen Dong-Fang-Hong- Satellitenserie berichtet, glaube man an die Bedeutung des EmDrive und wolle die Technologie baldmöglichst vorantreiben und nutzen.

Ark

Vielversprechend für Diabetiker: Schweizer Forscher züchten künstliche Beta-Zellen aus Nieren - Mit Erfolg

Neue Therapie-Option bei Diabetes?

Forscher aus der Schweiz haben aus menschlichen Nierenzellen Beta-Zellen hergestellt. Die künstlichen Beta-Zellen sind dabei - genau wie ihre natürlichen Vorbilder - sowohl Zuckersensoren als auch Insulinproduzenten.
Zürich. Mit einem einfachen Ansatz hat ein Forscher-Team um Professor Martin Fussenegger vom Departement Biosysteme der Eidgenössischen Technische Hochschule Zürich (ETH) künstliche Beta-Zellen hergestellt. Diese können alles, was die natürlichen Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse auch leisten: Sie ermitteln die Glukosekonzentration im Blut, und sie bilden genügend Insulin, um den Blutzuckerspiegel wirkungsvoll zu senken (Science 2016, online 8. November).

Bisherige Ansätze zur Herstellung solcher Zellen beruhten auf Stammzellen, die Forscher zu Beta-Zellen ausreifen ließen, berichtet die ETH in einer Mitteilung. Dies geschah entweder durch Zugabe von Wachstumsfaktoren oder durch den Einbau von komplexen genetischen Netzwerken.

Für ihren neuen Ansatz verwendeten die ETH-Forscher eine Zelllinie, die auf menschlichen Nierenzellen beruht, sogenannte HEK-Zellen. Die Wissenschaftler nutzten die natürlichen Glukose-Transportproteine und Kalium-Kanäle in der Membran der HEK-Zellen. Diese erweiterten sie um einen spannungsabhängigen Kalziumkanal sowie um Gene zur Produktion von Insulin und dem Hormon Glucagon-like Peptide 1 (GLP-1), das ebenfalls an der Regulierung des Blutzuckerspiegels beteiligt ist.

Bulb

Astronomen entdecken mysteriösen "Todesstern", der Planeten verschlingt

© NASA
Ein Forscherteam der Universität Chicago hat nach zahlreichen Studien einen Stern entdeckt, der seinerzeit seine Planeten verschluckt haben soll, berichten US-Medien.

Den Wissenschaftlern zufolge wird der „Todesstern“ jetzt nur noch von zwei Planeten umkreist. Es wurde herausgestellt, dass sich die beiden Planeten früher in einer größeren Entfernung zu ihrer Sonne befunden hatten und später von dem Gestirn angezogen wurden. Die übrigen Planeten dieses Sonnensystems wurden offenbar auf gleiche Weise von ihrem Heimatstern angezogen und dann „verschlungen“.

Die US-Forscher stellten fest, dass der „Todesstern“ eine Riesenmenge an Metall enthält, das sich dort möglicherweise beim Schlucken von mehreren Planeten durch den Stern angesammelt hatte. Die Masse jedes dieser Planeten soll die der Erde um ein Mehrfaches überstiegen haben.

Laut den Wissenschaftlern befindet sich der „böse“ Stern in einer Entfernung von 300 Lichtjahren zu unserem Planeten und ist in vielerlei Hinsicht unserer Sonne ähnlich.

Kommentar: Unser Kosmos enthüllt immer mehr Rätsel, die erschreckend und zugleich auch faszinierend sind. Ausführlichere Informationen gibt u.a. das bald auf Deutsch erscheinende Buch "Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos-Verbindung", das derzeit auf de.sott.net übersetzt wird.


Better Earth

2017: Russland schickt vier bemannte Raumschiffe ins All

Russland will im kommenden Jahr vier bemannte Sojus-MS-Raumschiffe zur Internationalen Raumstation (ISS) schicken, berichten russische Medien unter Verweis auf eine in Fachkreisen bekannte Quelle. Die Starts sind für den 27. März, 29. Mai, 12. September und 26. Oktober angesetzt.
© NASA
Trotz des Absturzes des Raumfrachters Progress MS-04 im Dezember sind keine Änderungen im Programm zum Einsatz unbemannter Raumschiffe geplant. Die Raumfrachter sollen am 2. Februar, 14. Juni und 12. Oktober in Richtung ISS starten.

Progress MS-04 war am 1. Dezember mit einer Sojus-U-Trägerrakete vom Raumbahnhof Baikonur gestartet. Der Transporter sollte 2,5 Tonnen Nachschub zur Raumstation bringen, stürzte jedoch sechs Minuten nach dem Abheben ab. Es wurde festgestellt, dass die Panne wegen Beschädigung der Triebwerksanlage durch die unplanmäßige Loslösung der dritten Antriebsstufe entstanden war.

Hourglass

Altern könnte umkehrbar sein - Japanische Forschung zeigt Fortschritte

Forscher statteten Mäusen mit Extra-Genen aus, die für Verjüngung sorgten und die Tiere langsamer altern ließen. Anwendbarkeit beim Menschen ist fraglich
© Warner
Vom alten Mann zurück zum jugendlichen Liebhaber – das war zumindest im Film "Der seltsame Fall des Benjamin Button" möglich. Stammzellforscher haben nun einen neuen Weg der Verjüngung gefunden, der zumindest bei Mäusen zu funktionieren scheint.
La Jolla / Wien - Die biologische Uhr tickt unbarmherzig und lässt sich nicht zurückdrehen. Das gilt als unabänderliches Grundgesetz des Lebens, das notwendigerweise mit dem Sterben endet - nicht nur für den Menschen, sondern für alle Lebewesen.

Vor zehn Jahren gelang es dem japanischen Forscher Shinya Yamanaka, dieses Gesetz des Alterns zumindest bei Zellen mit einem Trick zu überwinden: Yamanaka konnte zeigen, dass sich erwachsene, ausdifferenzierte Zellen durch Umprogrammierung mittels vier Genen wieder verjüngen lassen - zu sogenannten "induzierten pluripotenten Stammzellen".

Dafür erhielt Yamanaka 2012 den Medizinnobelpreis, und die iPS-Zellen finden in der biomedizinischen Forschung seither breite Verwendung, da sie - im Gegensatz zu humanen embryonalen Stammzellen - ethisch unproblematisch sind.

Better Earth

Komplexe und unbekannte Geräusche in den Tiefen des Marianengrabens entdeckt

Mit Tiefseesonden haben Biologen in den Tiefen des Marianengrabens unbekannte Laute aufgezeichnet, deren Komplexität und Frequenzbreite bislang keinem bekannten Tier zugeordnet werden konnten. Die Forscher selbst vermuten indes, dass es sich um eine bislang unbekannte Gesangsvariation von Bartenwalen handeln könnte.

© Acapulco007/Wikimedia
Symbolbild
Corvallis (USA) - Wie das Team um Sharon Nieukirk vom Hatfield Marine Science Center an der Oregon State University (OSU) aktuell im Fachjournal „Journal of the Acoustical Society of America“ (DOI: 10.1121/1.4962377) berichtet, bezeichnen sie die 2,5 - 3,5 Sekunden langen Laute zwischen 38 und 8.000 Hertz als “Western Pacific Biotwang”.

Die Laute sind sehr bestimmt, und beinhalten einige merkwürdige Komponenten“, erläutert Nieukirk. Während das niederfrequente Klagen eigentlich typisch für Bartenwale ist, seien die scharfen Laute wirklich ungewöhnlich. „Bislang kennen wir diese von Bartelwalen eigentlich nicht. Am ehesten gleichen die Laute noch dem Gesang von Zwergwalen im Great-Barrier-Riff vor Australien. Der Marianengraben selbst liegt zwischen Japan und Australien und reicht bis in Tiefen von mehr als 11.000 Metern herab.

Bulb

Fruchtbarer Boden aus Sand: China stellt neue Technologie für Landwirtschaft in der Wüste vor

Chinesische Wissenschaftler haben eine Methode zur Herstellung von fruchtbarem Boden aus Sand entwickelt. Ihnen zufolge ist die neue Technologie „nicht giftig, günstig und für die industrielle Massenproduktion entworfen“.
© pixabay.com
Dabei wird in den Sand eine spezielle Mischung aus Holzzellstoff gegeben. Diese hält ihrerseits im Sand Wasser, Luft und Nährstoffe fest. Die neue Technologie wurde bereits auf diversen Geländen in zwei chinesischen Regionen getestet.

Die Ergebnisse haben gezeigt, dass für die Bewässerung von künstlichen Böden die gleiche Menge Wasser wie für natürliche notwendig ist. Dabei bieten diese Böden im Endeffekt eine bessere Ernte und fordern eine geringere Menge von Düngemitteln. Außerdem zeigten die Böden einen hohen Widerstand gegen Verwitterung.

Bulb

Russland will bis 2035 einen Teleporter für Quanten und eigenständigen Mobilfunk entwickeln

Russland will nach Aussagen der Zeitung »Kommersant« innerhalb der nächsten 20 Jahre unter anderem eine eigene Programmiersprache sowie eine Teleportationstechnik entwickeln.

© Lawrence Livermore National Laboratory
Im Rahmen des Programms »Nationale technologische Initiative« (NTI) soll bis zum Jahr 2025 zunächst die Infrastruktur für den Mobilfunkstandard 5G in Russland eingerichtet werden, das ein einheitliches Netz zum Schutz der Zivilbevölkerung vor Cyber-Attacken sowie eine eigene sichere und effektive Programmiersprache bietet. Bis 2035 sollen dann verschiedene weitere neuartige Technologien zur Anwendung kommen. Unter anderem ein Gehirn-Computer-Interface, mit dem man den PC mittels Gehirnströme bedienen und durch sogenannte »naturähnliche Erscheinungen« Informationen übertragen kann. Aber auch ein Teleporter, mit dem man Objekte (und Personen?) »beamen« kann, steht auf der Liste der NTI.

Insgesamt stehen dem Projekt für den Zeitraum von 2016 bis 2018 umgerechnet etwa 150 Millionen Euro. Davon sollen rund 100 Millionen Euro aus dem Staatshaushalt kommen und der Rest von Privatinvestoren.

Bulb

Gängige Lehrmeinung ist falsch: Affen sind anatomisch doch zur Sprache fähig

Jahrzehnt galt es als gängige Lehrmeinung, dass Affen schon deshalb keine Sprache entwickelt haben und auch keine neuen Rufe erlernen können, weil ihnen hierzu die anatomischen Voraussetzungen fehlen. Ein internationales Team von Kognitionsbiologen hat die stimmbildenden Organe von Affen nun erneut genau untersucht und festgestellt, dass diese weitaus flexibler sind als bislang angenommen und damit auch durchaus für Sprachlaute geeignet wären. Der Grund, weshalb Affen nicht sprechen liegt also woanders.
© Tapas Biswas, (via WikimediaCommons) CC-BY-SA 4.0
Symbolbild: Makakenaffe
Wien (Östrreich) - Wie das Team um Tecumseh Fitch von der Universität Wien und Asif Ghazanfar von der Princeton University aktuell im Fachjournal „Science Advances“ (DOI: 10.1126/sciadv.1600723) berichtet, sind Kehlkopf, Zunge und Lippen der untersuchten Makaken weitaus flexibler als bisher angenommen. „Es liegt nicht an der Vokalanatomie, dass Affen nicht sprechen können, sondern am Gehirn.“

Mit Hilfe von Röntgenstrahlen untersuchten die Forscher Veränderungen im Mund und Hals von Makaken, während die Tiere Laut gaben, fraßen oder auch nur ihren Gesichtsausdruck variierten.