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Do, 19 Okt 2017
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Wissenschaft und Technologie
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"Nur eines von Tausenden Objekten": Astronomen entdecken weiteren Zwergplanet im Sonnensystem

Jenseits der Bahnen von Neptun und Pluto haben Astronomen einen weiteren Zwergplaneten von einem Viertel der Größe des Pluto entdeckt und vermuten, dass er nur eines von weiteren Tausenden ähnlich großer Objekte ist, die im äußeren Sonnensystem noch zu finden sind.

© NASA
Künstlerische Darstellung eines Zwergplaneten im Sonnensystem (Illu.).
Cambridge (USA) - Wie das Team um Matthew Holman vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics vorab via ArXiv.org berichtet, trägt das Objekt die Bezeichnung "2010 JO179" und wurde im Rahmen der Pan-STARRS Outer Solar System Survey entdeckt.

Anhand der Helligkeitsmessungen schätzen die Astronomen den Durchmesser des transneptunisches Objekts auf 600 bis 900 Kilometer. Im Vergleich dazu misst Pluto 2.370 Kilometer im Durchmesser. "2010 JO179" umkreist die Sonne in einem Abstand von 78,3 Astronomischen Einheiten (AE/AU = Abstand Erde-Sonne) und damit jenseits des Kuiper-Gürtels. Zum Vergleich: Neptun ist 30,5 und Pluto 39,5 AU von der Sonne entfernt. Die Astronomen vermuten, dass das Objekt eine annähernde Kugelform aufweist und einmal alle 30,6 Stunden rotiert. Gegenüber Neptun scheint "2010 JO179" in einer Bahnresonanz von 21:5 zu befinden.

Kommentar: Sind alle diese neuerlichen Entdeckungen allein auf die bessere Suchtechnik zurückzuführen oder hängt es vielleicht mit dem Umstand zusammen, dass unser Sonnensystem gegenwärtig einem ansteigenden Zustrom von Kometen und Asteroiden ausgesetzt ist? Mehr über diese Thematik finden Sie in unserem bald erscheinenden Buch:


R2-D2

Forscher bauen einen Nano-Roboter auf DNA-Basis

Am California Institute of Technology (CalTech) haben Bioengineering-Forscher Nanobots auf DNA-Basis entwickelt. Die winzigen Maschinen sind in der Lage, einfache Transport-Aufgaben im Molekülbereich zu erledigen.

Das Team um Anupama Thubagere und Lulu Qian programmierte die Nanobots darauf, einzelne Moleküle von einem fest definierten Platz zu einem anderen zu bringen. Das kann unter anderem dabei hilfreich sein, Medikamente zu benötigten Stellen in einem erkrankten Organismus zu transportieren, aber auch, um präzise Messungen zu erheben - etwa von Tumoren.

Die Programmierung der winzigen Roboter erfolgte nach einem einfachen Prinzip: In einem Bereich sollten die Bots nach einer passenden »Ladung« suchen und diese in einen vorgegebenen Bereich bringen. Stimmt die Ladung, so erfolgt im richtigen Zielgebiet der Befehl zum Loslassen. Da im Nano-Bereich noch nicht die Möglichkeit besteht, Roboter mit eigenem Speicher zu versorgen, sind die Befehle auf diese einfachsten Vorgaben reduziert. Die Nanobots sind dabei so designt, dass sie nur eine bestimme Art von Ladung transportieren können.

Better Earth

Erdbeben in Nordkorea: Chinesische Seismologen - Keine Kernwaffenexplosion

Das Erdbeben in Nordkorea vom Samstag mit einer Stärke von 3,4 ist laut Experten des chinesischen seismologischen Zentralobservatoriums (CENC) keine Folge einer Explosion, es ist durch natürliche Faktoren ausgelöst worden. Dies geht aus einer Mitteilung der offiziellen CENC-Webseite im sozialen Netzwerk Weibo hervor.
© CC0
Das Erdbeben ereignete sich am Samstag um 16:29 Uhr Pekinger Zeit (09:29 Uhr MEZ) an einem Ort 129,06 Grad östlicher Länge und 41,36 Grad nördlicher Breite. Der Erdbebenherd lag in einer Tiefe von 0 Kilometern.

Nach der Registrierung von Erdstößen haben die CENC-Experten und Fachleute der seismologischen Zentren in den Provinzen des Landes die nötigen Untersuchungen durchgeführt, die gezeigt haben, dass die Erdstöße am Samstag nicht durch eine Explosion hervorgerufen waren, sondern dass das Erdbeben einen natürlichen Charakter hatte.

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Test an Quallen: Auch Tiere ohne Gehirn brauchen offenbar Schlaf

Die Fähigkeit zu schlafen ist überraschend alt: Selbst Quallen zeigen nachts die typischen Merkmale des Schlafs - obwohl sie zu den urtümlichsten Tieren gehören und nicht einmal ein Gehirn besitzen. Doch ein Experiment belegt: Schirmquallen sind nachts weniger aktiv, reagieren in Ruhe nur verzögert auf Außenreize und holen bei Schlafentzug diesen tagsüber nach. Die Nesseltiere weisen damit alle drei Merkmale eines echten Schlafs auf, wie Forscher im Fachmagazin Current Biology berichten.
© Caltech
Die Schirmqualle Cassiopeia kann schlafen - als erstes bisher bekanntes Tier ohne Gehirn.
Schlaf ist für uns lebenswichtig: Diese Ruhepause regeneriert unseren Körper und verschafft unserem Gehirn die Zeit, um Abfälle auszuschwemmen und Nervenverbindungen zu rekalibrieren. Fehlt uns der Schlaf, lernen wir schlechter, werden reizbar und neigen eher zu Stoffwechselkrankheiten und Übergewicht.

Bandaid

Forscher entwickeln Körperfett-Wegschmelzpflaster

© CUMC
Feine Nadeln verpassen den Fettpolstern den Wirkstoff.
Speckröllchen an Hüfte, Po und Co - Körperfett verteilt sich bekanntlich oft nicht gleichmäßig, sondern bildet Polster, die sich schwer bekämpfen lassen. Doch das könnte sich vielleicht bald ändern: Durch ein raffiniertes Nano-Tech-Pflaster haben Forscher bei Mäusen schlechtes weißes in gutes braunes Fett verwandelt und damit die Mause-Speckröllchen zum Schmelzen gebracht. Außerdem verbesserte sich der gesamte Stoffwechsel der Versuchstiere. Die Entwickler hoffen, mit diesem Konzept nun bald auch Fettpolster sowie Stoffwechselstörungen beim Menschen bekämpfen zu können.

Fett ist nicht gleich Fett: Die berüchtigten Fettpolster bestehen größtenteils aus der Version von Fettzellen, die überschüssige Energie speichern - es handelt sich um das sogenannte weiße Fett. Genau umgekehrt wirken dagegen die sogenannten braunen Fettzellen: Wie Heizungsaggregate verbrauchen sie Energie und erzeugen dabei Wärme. Das braune Fett senkt dadurch den Blutzuckerspiegel, was mit einer Wirkung gegen Fettleibigkeit und Stoffwechselstörungen wie Diabetes einhergeht.

Kommentar: Es gibt wesentlich intelligentere und gesündere Methoden zum Abnehmen, die vor allem damit zu tun haben, wie man sich ernährt:


Ladybug

Wasserwanzen "tanzen" zu menschlichen Rufen

Schreckhaft oder paarungswillig? Diese Wasserwanzen hüpfen synchron zu den Rufen eines Anglers
© Screenshot
Was aussieht wie unzählige kleine Detonationen auf der Wasseroberfläche, zeigt in Wirklichkeit, wie kleine Wanzen auf den Ruf eines Anglers reagieren. Als sich dieser in der Kaiser Wilderness in Kalifornien auf Fischfang begab, entdeckte er das ungewöhnliche Naturschauspiel. Wiederholt lässt er ein freundliches "Hey" über den See schallen und bringt die Insekten damit immer wieder zum hüpfen.


Bei den Tieren handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Schar von Ruderwanzen. Die 'Micronectascholtzi' verfügt nicht nur über ein Gehörogan, sie gilt auch als lautestes Tier der Welt - zumindest gemessen an ihrer Körpergröße. In einem Experiment von französischen und schottischen Wissenschafltern kamen die zirpenden Männchen auf gehörige 99,2 Dezibel.

Comet

Wissenschaftler entdecken zwei sich umkreisende Asteroiden zwischen Jupiter und Mars

© Pixabay
Wissenschaftler haben ein bisher einzigartiges kosmisches Objekt in dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter entdeckt: Zwei umeinander kreisende Asteroiden. Das berichtet das Online-Magazin für Raumfahrt und Astronomie Space.com.

Dem Bericht zufolge heißt das Objekt "288P" und besteht aus zwei Asteroiden. Seine Einzigartigkeit bestehe darin, dass die Asteroiden sich um einander bewegen und wie Kometen den Wasserdampf in den Weltraum aussprühen. Viele Asteroiden zwischen Mars und Jupiter hätten eine dieser Eigenschaften. Es sei den Wissenschaftlern aber bisher keiner dieser kosmischen Körper bekannt, beide in sich vereine.


Kommentar: Derartige Phänomene, welche die Mainstream-Wissenschaft verblüfft, werden in dem bald auf Deutsch erscheinenden Buch Earth Changes and the Human Cosmic Connection (Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos-Verbindung) erläutert. Die meisten Kapitel des Buches können Sie bereits in übersetzter Form online bei uns einsehen.


Dig

Archäologen finden einzigartiges Delfin-Grab auf Guernsey

© Guernsey Archaeology/YouTube
Das „Delfin-Grab“ auf Chapelle Dom Hue
Oxford (Großbritannien) - Bei Ausgrabungen auf Guernsey haben Archäologen aus Oxford einen ebenso ungewöhnlichen wie bislang einzigartigen Fund gemacht: In einem zunächst als mittelalterliches Mönchsgrab gedeuteten Aushub entdeckten die Forscher die Knochen eines jungen Delfins, der hier offenbar absichtlich und nach christlicher Tradition einst beigesetzt wurde.

"Das ist der wirklich seltsamste Fund in meiner 35-jährigen archäologischen Laufbahn", gesteht der Archäologe Philip de Jersey von der Oxford University in seinem Online-Tagebuch der Ausgrabungen auf der kleinen Gezeiteninsel Chapelle Dom Hue vor Guernsey ein, die im Mittelalter Mönchen als Zufluchtsort diente.

Mars

Mehr Beweise für einst fließende Gewässer auf dem Mars

© B.T. Cardenas et al., Geological Society of America Bulletin
In der Mars-Region Aeolis Dorsa belegen im Relief umgekehrte Sedimente einstiger Flussläufe langfristig vorhandene Flüsse.
Austin (USA) - In der Mars-Region Aeolis Dorsa haben Wissenschaftler deutliche Spuren von Ablagerungen einstiger, über lange Zeiträume fließender Flüsse gefunden, die hier vor rund 3,5 Milliarden Jahren geflossen sind und eindrucksvoll einstiges flüssiges Wasser an der Marsoberfläche belegen.

Wie das Team um B.T. Cardenas von der Jackson School of Geosciences an der University of Texas at Austin aktuell im Fachjournal der Geological Society of America GSA Bulletin (DOI: 10.1130/B31567.1) berichten, sind diese Ablagerungen deshalb selbst heute noch auf Satellitenaufnahmen zu erkennen, da die durch einen Prozess entstanden, den Geologen als "topografische Inversion" bzw. als "Reliefumkehr" bezeichnen und in der tektonischer Formen durch Abtragung unterschiedlich widerstandsfähiger Gesteine regelrecht umgekehrt werden:. Sättel und Horste werden zu morphologischen Depressionen, Mulden und Gräben zu Erhebungen.

Kommentar:


Evil Rays

Forscher entwickeln neuen Tarnkappen-Strahl

© TU Wien
Grafische Darstellung des Wirkungsprinzips der neuen Tarnkappentechnologie: Ein Material mit inneren Unregelmäßigkeiten streut einen einfallenden Lichtstrahl in alle Richtungen (Abb. l.). Von oben wird das Material mit einem ganz bestimmten Muster beleuchtet, dadurch kann die Welle von links das Objekt ungestört durchdringen. (Abb. r.).
Wien (Österreich) - Dem Traum von der Tarnkappe, mit der Objekte unsichtbar gemacht werden können, wollen Wiener Physiker ein gutes Stück näher gekommen sein. Der neue Ansatz für Tarnkappen-Technologien funktioniert bereits in der Theorie und in Computersimulationen - und soll bald auch schon in der Realität getestet werden.

"Ein vollständig undurchsichtiges Material wird von oben oder unten mit einem ganz bestimmten Wellenmuster bestrahlt - und das führt dazu, dass Lichtwellen von links nach rechts völlig ungehindert durch das Material dringen können", so beschreibt die Pressemitteilung der Technischen Universität Wien das Resultat der Forschungen, die ganz neue Möglichkeiten für aktive Tarnung eröffnen soll. "Das Prinzip ist für ganz unterschiedliche Arten von Wellen anwendbar - nicht nur für Licht, sondern etwa auch für Schallwellen."

"Komplizierte Materialien wie etwa ein Stück Würfelzucker sind undurchsichtig, weil die Lichtwellen in ihnen unzählige Male abgelenkt und gestreut werden", erklärt Prof. Stefan Rotter vom Institut für Theoretische Physik der TU Wien, der gemeinsam mit Kollegen aus Griechenland und den USA die neue Technologie erforscht. "Das Licht kann zwar eindringen und irgendwo wieder herauskommen, aber die Lichtwelle kann sich nicht geradlinig durch das Medium hindurchbewegen. Stattdessen wird sie chaotisch in alle Richtungen gestreut."