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Sa, 10 Dez 2016
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Wissenschaft und Technologie
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Galaxy

Anzahl der Asteroiden stieg in den letzten Jahren dramatisch an - Früher wurden 30 pro Jahr entdeckt, heute 30 pro Monat

Und doch wurde bisher erst ein winziger Bruchteil aller potenziell bedrohlichen Objekte der näheren Umgebung erspäht
Die gute Nachricht ist: Die meisten der wirklich großen Asteroiden in unserer unmittelbaren kosmischen Umgebung sind uns mittlerweile bekannt. Nur mehr rund 10 Prozent der in Erdnähe kreisenden Riesenbrocken dürften sich noch versteckt halten, von der überwiegenden Mehrzahl dagegen kennt man die Umlaufbahnen, und die sind für die nächsten Jahrzehnte unbedenklich. Die schlechte Nachricht ist allerdings: Es gibt auch kleinere erdnahe Asteroiden, die uns ziemlich gefährlich werden können - und von denen haben wir bisher gerade einmal einen winzigen Bruchteil erfasst.

Einer unter ihnen trägt die Bezeichnung 2016 TB57, hat einen Durchmesser von 35 Metern und wurde erst vor kurzem entdeckt. Das Besondere an ihm ist nicht etwa, dass er sich der Erde am 31. Oktober bis auf fünf Mondbahnradien annähert - denn das kommt verhältnismäßig häufig vor - sondern, dass er das exakt 15.000. Near Earth Object (NEO) ist, das bisher katalogisiert wurde.

Kommentar: Lesen Sie dazu den exklusiven Sott-Artikel, der sich mit den wissenschaftlichen Hintergründen befasst, warum es zu einem Anstieg von Himmelskörpern gekommen ist:

  • Das Elektrische Universum - Teil 21: Zunahme der Kometenaktivität

Dazu noch eine Grafik:




Crusader

Hexen, Kometen und planetare Kataklysmen

Dieser Artikel wurde erstmals im "The Dot Connector Magazin" veröffentlicht, einer offiziellen Publikation von Sott.net.

Wenn Sie an Halloween denken, was kommt Ihnen zuerst in den Sinn? Ich startete eine kleine Umfrage unter meinen Freunden, meiner Famile und meinem Mitarbeiterstab. Raten Sie, was zuerst erwähnt wurde? Kürbis-Laternen! Ich wette, Sie dachten, ich würde Hexen erwähnen, aber sie kamen nur an zweiter Stelle bei meiner Umfrage!
© Dot Connector Magazine
Wenn ich an Halloween denke, denke ich an Schulprojekte, wo wir aus Papier die Umrisse von Hexen ausschnitten und auf große halbkreisförmige Halbmonde aus Karton klebten. Die Hexen waren von einer schwarzen Katze begleitet, die hinten auf dem Hexenbesen mitritten. Ich fragte mich, wie eine Katze es schaffen könne, dort das Gleichgewicht zu halten und wie man denken könne, dass das Sitzen auf einem Besen überhaupt bequem ist.

Sherlock

Sensation: Erstes fossiles Hirngewebe eines Dinosauriers entdeckt

Ein unscheinbarer Stein - doch Untersuchungen offenbarten schließlich charakteristische Strukturen: Überbleibsel von Blutgefäßen und Gewebe. Es handelt sich um das erste bekannte Beispiel von fossilem Hirn-Gewebe eines Dinosauriers, sagen Paläontologen. Ihnen zufolge saß es vermutlich im Kopf eines Verwandten des bekannten Iguanodon, der vor etwa 133 Millionen Jahren gelebt hat. Sein Gehirn besaß offenbar ähnliche Merkmale, wie das der heutigen Krokodile und Vögel. Das Untersuchungsergebnis wirft zudem die Frage auf, ob Dino-Gehirne größer gewesen sein könnten als bisher angenommen.

© Jamie Hiscocks
Das Fossil im Größenvergleich mit einer Münze.
Der Fossilien-Jäger Jamie Hiscocks hat den besonderen Stein bereits im Jahr 2004 an einem Fundort in Sussex entdeckt. Er wandte sich mit dem Stück schließlich an den Experten Martin Brasier von der University of Oxford. "Ich habe gleich geahnt, dass der Fund etwas Besonderes sein könnte - Weichgewebserhaltung ging mir durch den Kopf", so Brasier. Hiscocks berichtet über die Reaktion des Experten: "In seiner ersten E-Mail an mich fragte Martin, ob ich jemals von fossilem Dinosaurier-Hirngewebe gehört hätte. Ich wusste genau, was er meinte".


Question

Rätselhaft: Jahrhunderte alter Saturn-Riesensturm hat plötzlich andere Farbe! Gelb und Rot

Über dem Saturn-Nordpol tobt ein gigantischer sechseckiger Sturm - vielleicht bereits seit Jahrhunderten. Aufnahmen der NASA zeigen nun, dass die Struktur nicht mehr blau, sondern golden ist. Wissenschaftler haben vage Vermutungen, weshalb.

© Nasa
Die Sechseck-Struktur auf dem Saturn hat einen Durchmesser von rund 32.000 Kilometern.
Der Nordpol des Planeten Saturn bietet ein rätselhaftes Bild schon seit Jahrzehnten. Beim Vorbeiflug der Raumsonde Voyager 1 im Jahr 1980 zeigten Bilder eine riesige sechseckige Struktur mit einer Breite von rund 32.000 Kilometern. Es handelt sich vermutlich um einen Sturm, der bereits seit Jahrzehnten, vielleicht seit Jahrhunderten, über dem Pol tobt; alleine das Auge dieses Sturms hat einen Durchmesser von rund 10.000 Kilometern. Zum Vergleich: Die Erde hat einen Durchmesser von rund 12.700 Kilometern.

Kommentar: Das Elektrische Universum - Teil 1: Das Mainstream Universum vs. das Elektrische Universum


Sun

Proxima Centauri: Sonne von erdnahem potentiell lebensfreundlichen Planeten ist sonnenähnlicher als gedacht

Erst im vergangen August verkündeten Astronomen die Entdeckung eines erdartigen Planeten innerhalb der lebensfreundlichen Zone des der Sonne nächstgelegenen Nachbarsterns Proxima Centauri (...GreWi berichtete). Während es sich bei „Proxima“ um einen Roten Zwergstern handelt, der deutlich kleiner und lichtschwacher ist als unserer Sonne, haben US-Astronomen nun entdeckt, dass der Stern über einen unerwarteten periodisch-regelmäßigen Aktivitätszyklus verfügt und damit doch sonnenähnlicher ist als bislang gedacht. Die Entdeckung stellt bisherige Vorstellungen von der Erzeugung solarer Magnetfelder in Frage.


© NASA/CXC/M.Weiss
Künstlerische Darstellung der bisherigen Vorstellung der inneren Vorgänge in massearmen Sternen (Illu.)
Cambrigde (USA) - Während Proxima Centauri als Roter Zwergstern also zunächst kaum unsere Sonne gleicht, folgen seine Sonnen- bzw. Sternflecken einem Zyklus, der dem unserer Sonne gleicht. Sonnenflecken sind dunkle Flecken auf der Sonnenoberfläche, innerhalb derer die Temperatur geringfügig niedriger ist als im sonstigen Umfeld und die vom Magnetfeld der Sonne „befeuert“ werden. Ähnliches ereignet sich auch auf anderen Sternen, da diese aus ionisiertem Gas (Plasma) bestehen. Magnetfelder können den Fluss dieses Plasmas einschränken und so zu Sonnenflecken führen. Veränderungen im Magnetfeld eines Sterns können dann die Anzahl und Verteilung der Flecken beeinflussen.

„Während unsere Sonne einen rund 11-jährigen Aktivitätszyklus mit durchschnittlich etwa 100 Sonnenflecken durchläuft, die mehr oder weniger ein Prozent der Sonnenoberfläche bedecken, dauert der Aktivitätszyklus von Proxima Centauri rund sieben Jahre - verläuft aber zugleich wesentlich dramatischer als der Sonnenzyklus“ berichten Wissenschaftler um Brad Wargelin of the Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA) aktuell im Fachjournal „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“ (DOI: 10.1093/mnras/stw2570) und führen weiter aus: „Mindestens ein volles Fünftel der Oberfläche von Proxima kann hierbei gleichzeitig von teilweise sehr großen Flecken bedeckt sein.“

Airplane Paper

Faszination Vögel: Mauersegler können fast ein Jahr ununterbrochen fliegen

© picture alliance/ dpa
Mauersegler sind nur während der Brutzeit mal länger am Boden.
Bekannt war, dass Mauersegler viel Zeit in der Luft verbringen. Aber dass sie mitunter zehn Monate ununterbrochen fliegen, verblüfft selbst Experten. Das ist Rekord im Tierreich. Die Beobachtung wirft die Frage auf: Schlafen die Tiere beim Fliegen?

Mauersegler können mehr als zehn Monate in der Luft ohne jeglichen Bodenkontakt verbringen. Eine schwedische Studie zeigt, dass die Tiere jenseits der zweimonatigen Brutzeit nur selten landen, wenn überhaupt. "Zehn Monate sind die längste Flugzeit, die wir von einer Vogelart kennen - das ist Rekord", sagt Erstautor Anders Hedenström von der Universität Lund.

Network

3-D Display: Britische Forscher lassen Bilder in der Luft schweben

Das Smiley im Raum ist keine Illusion wie Tupac Shakur - die Bildpunkte schweben im freien Raum. Das von britischen Forschern entwickelte 3D-Display nutzt Ultraschall und elektrische Felder, um Inhalte dreidimensional im Raum darzustellen.

Schwebende Pixel, die ein Bild erzeugen: Britische Forscher haben ein Verfahren entwickelt, um Bilder oder Text frei schwebend im Raum darzustellen. Anders als etwa der Auftritt von Tupac Shakur beim Coachella-Festival 2012 ist dieses 3D-Display keine Illusion. Es könnte beispielsweise auf öffentlichen Plätzen eingesetzt werden.

Bildpunkte des Displays, Voxel genannt (aus Volumetric und Pixel) sind kleine Kugeln, die zur einen Hälfte weiß, zur anderen rot sind. In der Schwebe gehalten werden sie von Ultraschallquellen. Sie sind über und unter dem Display sowie in mehreren Reihen angeordnet und erzeugen unhörbare Schallwellen, die die Kugeln in der Schwebe halten.


Bulb

Eigene Knochen als Nahrung: Aale können sich von den eigenen Knochen ernähren

Ein Forscherteam um den Biologen Dr. Björn Busse vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf fand heraus, dass der Europäische Aal (Anguilla anguilla) bei seiner bis zu anderthalb Jahre langen Wanderung auf die Nahrungsaufnahme verzichtet und sich dabei seine Knochenmasse deutlich reduziert.
Bis zu 5.000 Kilometer legen diese Süßwasseraale zurück, wenn sie zwischen Oktober und November von den europäischen Flüssen zum Laichen in die Sargassosee, einem Meeresgebiet im Atlantik östlich Floridas und südlich der Bermuda-Inseln, ziehen. Wie nun die Wissenschaftler im Fachjournal Proceedings of the Royal Society berichten, hatten sie 30 Aale untersucht und festgestellt, dass sie die Fähigkeit besitzen, sich von den eigenen Knochen zu ernähren, während sie sich auf dieser langen Wanderung befinden. Dabei verlieren sie bis zu 65 Prozent an Gewicht der Wirbelsäulensubstanz und bis zu 50 Prozent am Schädelknochen.

Bulb

Grundpfeiler des Kosmologie-Standardmodells in Gefahr: Studie weckt Zweifel an der Existenz Dunkler Energie

Noch vor fünf Jahren erhielten drei Astronomen den Physik-Nobelpreis für ihren Nachweis, dass sich das Universum - angetrieben von einer mysteriösen Substanz mit der Bezeichnung „Dunkle Energie“ - mit zunehmender Geschwindigkeit ausdehnt. Jetzt führt eine neue Auswertung der seither deutlich angewachsenen Datengrundlage zu massiven Zweifeln an der bislang weitgehend akzeptierten Theorie.

© NASA/Gemeinfrei
Künstlerische Darstellung des frühen, sich ausdehnenden Universums.
Oxford (Großbritannien) - Die 2011 als „Entdecker der Dunklen Energie“ mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Wissenschaftler Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam G. Riess basierten ihre Feststellung eines sich zunehmend beschleunigt ausdehnenden Universums auf der Analysen von Beobachtungsdaten von Supernovae - also thermonuklearen Sternexplosionen - vom Typ Ia, wie sie mit dem Weltraumteleskop Hubble und großen bodengestützten Observatorien zusammengetragen wurden.

Seit der Beschreibung der für diese beschleunigte Ausdehnung verantwortlichen „Dunklen Energie“, die seither als bedeutender Teil des kosmologischen Standardmodell gilt, hat sich allerdings die Anzahl der beobachteten Supernova-Ereignisse auf 740 um das fast Zehnfache erhöht.


Kommentar: Mehr Informationen zum Thema in unserem Buch dass bald auf deutsch erscheinen wird:


Eye 2

Nur ein Vorfahre: Blaue Augen hat der Mensch anscheinend erst seit max. 10.000 Jahren

Laut Forschern der Universität in Kopenhagen haben alle blauäugigen Menschen einen gemeinsamen Urahnen. Nur einen einzigen.
© WiLPrZ/Wikipedia
Dass wir alle unterschiedliche Augenfarben haben ist, gemessen an der Menschheitsgeschichte, noch gar nicht so alt. Jeder Mensch mit blauen Augen hat diese einem Vorfahren mit Gen-Mutation zu verdanken, der den Forschern zufolge vor 6.000 bis 10.000 Jahren gelebt hat.

„Ursprünglich hatten wir alle braune Augen“, sagt Professor Hans Eiberg von der Abteilung Zell- und Molekularmedizin auf »ScienceDaily«. „Aber eine genetische Mutation, die Einfluss auf das OCA2-Gen in unseren Chromosomen hat, schuf einen »Schalter«, der die Fähigkeit, braune Augen hervorzubringen, buchstäblich abschaltete.“