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Sa, 29 Apr 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Fireball

Kosmischer Geisterfahrer: Asteroid rast in Gegenrichtung nahe dem Jupiter

Die allermeisten Objekte kreisen in derselben Richtung um die Sonne. Nur einige wenige Asteroiden machen eine Ausnahme. Astronomen haben nur ein besonderes Exemplar entdeckt.
© NASA
Ein Asteroid kreuzt als kosmischer Geisterfahrer seit mindestens einer Million Jahren die Bahn des Jupiter. Der rund drei Kilometer große Brocken hat in unserem Sonnensystem schon mehr als Zehntausend Runden entgegen der üblichen Flugrichtung zurückgelegt, wie Forscher um Paul Wiegert von der Universität von West-Ontario im kanadischen London im Fachblatt Nature berichten. Der erst 2015 entdeckte Asteroid vermeidet dabei nicht nur eine Kollision mit dem Riesenplaneten, sondern auch mit den etwa 6000 anderen Asteroiden in dessen Gefolge - den sogenannten Trojanern.

Einer von ganz wenigen

Nur etwa 100 der ungefähr eine Million bekannten Asteroiden laufen entgegen der üblichen Flugrichtung in unserem Sonnensystem, der auch unsere Erde folgt. Der jetzt untersuchte Asteroid hat noch keinen Namen und nur eine Katalognummer: 2015 BZ509. Er ist jedoch der einzige, der dies nahe der Bahn eines großen Planeten tut. Er nähert sich dem Jupiter bis auf auf 176 Millionen Kilometer - etwas mehr als die Entfernung zwischen Erde und Sonne. Die Schwerkraft des Planeten sollte solch einen Geisterfahrer aber trotzdem über kurz oder lang einfangen beziehungsweise aus der Bahn befördern.


Kommentar: Die Zahl 100 bezieht sich nur auf die bislang entdeckten Asteroiden.


Bulb

Sehr sensitive Schnauze: Tyrannosaurier besaßen einen "sechsten Sinn"

Die riesigen, zweibeinigen Fleischfresser aus der Kreidezeit hatten viel mehr als nur kräftige Kiefer und große Zähne in ihrem Arsenal, um ihre Beute zu jagen.

Die Entdeckung einer neuen Tyrannosaurier-Art, die vor 75 Millionen Jahren im heutigen US-Bundesstaat Montana lebte, hat offenbart, dass diese prähistorischen Raubtiere, genau wie unsere heutigen Krokodile, hochsensitive Schnauze besaßen, die es ihnen unter anderem ermöglichten, mit Leichtigkeit ihre Beute zu reißen. Diese neue Art erhielt die Bezeichnung Dasple-tosaurus horneri und war gut 2,2 Meter hoch, besaß einen massiven Schädel, 30 Zentimeter lange, scharfe Zähne, eine Kieferkraft von fast sechs Tonnen pro Quadratzentimeter, einen kräftigen Schwanz und vereinzelt gepanzerte Hautstellen, die über den gesamten Körper verteilt waren.

Mr. Potato

Untersuchung: Katzen mögen Menschen zumindest so gerne wie ihr Futter

Auch wenn Katzen hin und wieder unsere Liebkosungen scheuen: Ein Experiment zeigt, dass sie den menschlichen Kontakt zumindest so schätzen wie Futter. Und vielleicht sogar höher.
Immer wieder wird Katzen nachgesagt, sie seien sture Einzelgänger, denen ihre Besitzer egal sind - mit den Vorzeigeschülern unter den treuen Haustieren, den Hunden, können sie jedenfalls kaum mithalten. So lieferte eine Studie Hinweise darauf, dass die Samtpfoten unsere Rufe zwar hören, ihnen aber nicht so bereitwillig folgen wie der beste Freund des Menschen. Eine andere verlautete, zwischen Katzen und ihren Besitzern bestehe keine sichere Bindung und die Vierbeiner orientierten sich in unbekannten Situationen kaum an ihren Lieblingsmenschen. Aktuelle Forschungsergebnisse liefern jetzt aber neue Hinweise, wonach es um die Liebe unserer zuweilen desinteressierten Gefährten doch nicht gar so schlecht bestellt ist: Sie lassen den Schluss zu, dass Katzen Menschen zumindest so gerne mögen wie ihr Futter.

Kristyn Vitale Shreve von der Oregon State University und ihre Kolleginnen hatten in mehreren Experimenten die Vorlieben von 50 Katzen getestet. Die eine Hälfte der Tiere lebte in einem Haushalt mit ihren Besitzern, die andere in einem Tierheim. Alle Katzen wurden vor dem Beginn des Experiments für 2,5 Stunden von Futter und sozialen Kontakten abgeschirmt, um dann ihre Vorlieben abzuklopfen.

Airplane Paper

SpaceX schreibt Weltraumgeschichte und verwendet eine Rakete erneut

Mit recycelbaren Raketen will das US-Unternehmen die Kosten in der Raumfahrt deutlich senken. Nun wurde eine Rakete zum zweiten Mal ins Weltall geschossen.
© NASA
Das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat erstmals einen Satelliten mit einer wiederverwendeten Antriebsrakete ins Weltall geschickt. Die Rakete startete in der Nacht zum Freitag um 0.27 Uhr (MESZ, 18.27 Uhr Ortszeit) vom Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida. Knapp zehn Minuten später landete die Falcon-9-Rakete auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik. Die zweite Stufe der Rakete brachte den Satelliten SES-10 in seine Umlaufbahn, der Signale nach Südamerika und Mexiko weiterleiten soll.

SpaceX-Gründer und Selfmade-Milliardär Elon Musk feierte den Einsatz als "unglaublichen Meilenstein in der Geschichte des Weltalls". 15 Jahre hatten Entwickler laut Musk an der Wiederverwendbarkeit von Antriebsraketen gearbeitet, mit der Raumfahrt-Missionen deutlich günstiger werden sollen. Der Start einer solchen Rakete kostet SpaceX zufolge mindestens 62 Millionen Dollar (58 Millionen Euro). Durch die mehrmalige Verwendung könnten die Kosten deutlich sinken.

Fireball

Mit einem Fernglas beobachtbar: Komet Tuttle-Giacobini-Kresak kommt der Erde sehr nah

Nur etwa einmal im Jahr bietet sich die Chance, einen vorbeifliegenden Komenten so gut zu sehen wie jetzt 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak. Mit einer guten Kamera lässt sich der Eisbrocken im Bild einfangen. Vor allem Anfang April stehen die Chancen gut.
© Roland Fichtl
Der Komet mit dem komplizierten Namen „41P/Tuttle-Giacobini-Kresak“ soll im April so nah an der Erde vorbeifliegen, wie seit 100 Jahren nicht mehr.

Der Komet wurde zuerst 1858 gesichtet und dann wieder 1907 und 1951. Das berichtet die Nasa. Er umkreist die Sonne in einer Periode von etwa 5,4 Jahren. Nun, am 1. April, steht seine engste Annäherung an die Erde seit mehr als 100 Jahren bevor. Er soll sich der Erde dann laut Space.com auf eine Distanz von 21,2 Millionen Kilometer nähern. Das entspreche in etwa einem Siebtel der Distanz zwischen Erde und Sonne.

Kommentar:
  • Das Elektrische Universum - Teil 21: Zunahme der Kometenaktivität



Nebula

Suche nach „Planet Neun“: Vier neue unbekannte Objekte im Sonnensystem entdeckt

Im Rahmen eines auf nur wenige Tage angelegten Bürgerwissenschafts-Projekts zur Mithilfe bei der Suche nach dem bislang lediglich mathematisch vorhergesagten „neunten Planeten“ am äußeren Rand unseres Sonnensystems, wurden in den Beobachtungsdaten des SkyMapper-Teleskops am Siding Spring Observatory im australischen New South Wales gleich vier bislang unbekannte Objekte im Sonnensystem entdeckt. Unter diesen könnte sich auch der gesuchte Planet befinden.
© Caltech/R. Hurt, IPAC (Illu.), zooniverse.org/projects/skymap/planet-9 (Teleskopaufn.)
Suche nach „Planet Neun“ (Illu. O.) in den Bilddaten des Siding Spring Observatory (u.).
Coonabarabran (Australien) - Wie die Astronomen um Dr. Brad Tucker von der Australian National University (ANU) zum gemeinsam mit der BBC-Sendung „Stargazing Live“ organisierten Projekt „Planet9Search“ berichten, zeige die „Entdeckung“ der bereits bekannten Kleinplaneten bzw. Asteroiden Chiron und Comacina, dass das Projekt tatsächlich in der Lage wäe, den gesuchten „Planet Neun“ auch tatsächlich zu finden - sollte er existieren und sich während der Beobachtungszeiten innerhalb der mit dem Teleskop sichtbaren Himmelsregionen befunden haben.

Insgesamt hatten sich mehr als 20.000 Personen an der Suche beteiligt und dabei fast fünf Millionen Objekte klassifiziert.

Fish

Benebelung von Widersachern: Säbelzahnschleim-Fisch setzt Gegner unter Drogen

© Brian Fry
Im Gift von Meiacanthus grammistes haben Forscher schmerzlindernde Komponenten entdeckt.

Sedierung statt Schmerz: Das Gift von Säbelzahnschleimfischen überrascht mit einer erstaunlichen Wirkung. Es löst nicht wie viele andere Gifte Schmerzen aus - sondern bewirkt genau das Gegenteil. Denn in dem gefährlichen Cocktail der Fische sind Opioide enthalten. Diese wirken wie Morphin oder Heroin und setzen gebissene Opfer förmlich unter Drogen. Vor den so außer Gefecht gesetzten Feinden könne der Fisch dann leicht flüchten, berichten die Forscher.


Ob Spinnen, Pfeilgiftfrösche, Tintenfische oder Schlangen: Es gibt viele Tiere auf der Erde, die gefährliche Giftmischer sind. Sie alle verfügen über außergewöhnliche Strategien, um ihren Opfern brisante Cocktails zu verabreichen. Feinde werden auf diese Weise ebenso ausgeschaltet wie schmackhafte Beute - die Toxine sind damit eine effektvolle Waffe, mit der der Kampf ums Dasein schon halb gewonnen ist.

Die Evolution hat im Laufe der Zeit die unterschiedlichsten Methoden innerhalb dieses Rüstungswettstreits hervorgebracht: Manche Arten schießen heute mit Harpunen, andere tragen ihre Toxine auf der Haut oder injizieren Mixturen mithilfe von Stacheln oder Zähnen. So auch die Säbelzahnschleimfische aus der Gattung Meiacanthus. Sie mögen zwar klein sein, doch die mit ihren Eckzähnen im Unterkiefer verbundenen Giftdrüsen haben es in sich. Potenzielle Fressfeinde sollten das oft auffällige Warnkleid der im Pazifik heimischen Tierchen daher besser ernst nehmen.

Bell

Das Elektrische Universum - Teil 29: Merkwürdige Geräusche

Teil 3: Irdische Auswirkungen der Annäherung von Nemesis und seinem begleitenden Kometenschwarm

Kapitel 29: Merkwürdige Geräusche

In den letzten Jahren wurde überall auf der Welt über eine Reihe von "merkwürdigen Himmelsgeräuschen" berichtet (beschrieben als trompetenartige, metallische, zischende, krachende, brummende und rauschende Geräusche).586 Ihr Ursprung ist zwar unklar, aber Augenzeugen beschrieben sie ausnahmslos als 'vom Himmel' oder 'Untergrund der Erde' kommend; sie halten meist nur kurze Zeit an, und zwar jeweils nur einige Minuten; sie sind lokal begrenzt, obwohl sie an unterschiedlichen Orten gleichzeitig oder gehäuft aufzutreten scheinen.
© seektress.com
Abbildung 160: Die "Karte der seltsamen Geräusche"
Über das erste 'merkwürdige Geräusch' wurde zwar anscheinend 2009 berichtet, 587 jedoch begann das Phänomen im Jahr 2011 die Aufmerksamkeit der Menschen im größeren Ausmaß auf sich zu ziehen, als ein merkwürdiges Geräusch am 11. August 589 in Kiew 588, Ukraine, aufgenommen wurde. Seither wurden hunderte Videos dieser Geräusche im Internet veröffentlicht. Ein Amateurforscher hat 187 Berichte mit merkwürdigen Geräuschen auf seiner persönlichen Webseite veröffentlicht 590 (siehe Abbildung 160).

© Wikimedia Commons
Abbildung 161: Das "Tropicana Field" in dem ein anhaltendes gespenstisches Geräusch am 14. August 2012 gehört wurde.
Eines der bemerkenswerteren Beispiele dieses Phänomens der merkwürdigen Geräusche geschah am 14. August 2012 während der Übertragung eines Baseball-Spiels im Tropicana Field in Tampa, Florida. 591 Hunderttausende Fans und Fernsehzuschauer wurden unmittelbar Zeuge eines geisterhaften Geräusches, das mehr als eine Minute andauerte.

Die Massenmedien und alternativen Medien haben dieses Phänomen auf unterschiedlichste Weise als Schwindel, 592 'ungeklärt', ein Ergebnis geheimer Waffen der Regierung, die Aktivierung von HAARP oder als Nebenprodukt von Bauarbeiten an unterirdischen Basen bezeichnet.

Gefälschte Videos mit fingierten oder kopierten Audioaufnahmen einiger der legitimen Ereignisse, machen ebenfalls die Runde, und injizieren viel "Rauschen" in die Analysen des Phänomens. 593 Einer der wenigen Wissenschaftler, der in den Medien bezüglich dieses Themas zitiert wurde 594 , ist Elchin Khalilov. 595

Khalikov stellte die folgende Erklärung bezüglich der merkwürdigen Geräusche zur Verfügung, von denen überall auf der Welt berichtet wurde:
Unserer Meinung nach müssen die Quelle einer solch starken und gewaltigen Manifestation akustischer Gravitationswellen Energieprozesse in sehr großem Umfang sein. Diese Prozesse schließen starke Sonneneruptionen und riesige von ihnen generierte Energieflüsse ein, die auf die Erdoberfläche zurasen und die Magnetosphäre, Ionosphäre und obere Atmosphäre destabilisieren. Folglich sind die Auswirkungen starker Sonneneruptionen: der Aufprall von Schockwellen im Sonnenwind, Korpuskelströme und Impulse elektromagnetischer Strahlung die Hauptursachen der Generierung akustischer Gravitationswellen, die verstärkter Sonnenaktivität folgen.

Angesichts des plötzlichen Anstiegs der Sonnenaktivität, die sich in der höheren Anzahl und Energiestärke der Sonneneruptionen seit Mitte 2011 äußert, können wir vermuten, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass die erhebliche Zunahme der Sonnenaktivität Auswirkungen auf die Erzeugung des aus dem Himmel kommenden ungewöhnlichen Brummens hat. 596
© Unbekannt
Abbildung 162: Der aserbeidschanische Geophysiker Elchin Khalikov
Während Khalikov sicherlich auf der Spur von etwas Wichtigem ist, leitet er den Leser auch in die Irre, indem der diese seltsamen Geräusche dem "plötzlichen Anstieg der Sonnenaktivität, die sich in der höheren Anzahl und Energiestärke der Sonneneruptionen seit Mitte 2011 äußert," zuschreibt.

Beachten Sie, dass Khalikov sich hier auf Sonneneruptionen und nicht auf Sonnenflecken bezieht. Also sollten wir nun die Sonneneruption-Aktivität der letzten Jahre untersuchen.

Wie in Abbildung 163 dargestellt, hat die Sonneneruption-Aktivität (zaghaft und unregelmäßig) seit dem Jahr 2011 zugenommen (grüne vertikale Linie), obwohl wir uns, wie bereits beschrieben 597, gerade in einem ungewöhnlich schwachen Sonnenzyklus (SC24) befinden, dem bereits ein anderer schwacher Zyklus vorangegangen ist (SC23).

© Solar Influences Data Analysis Center
Abbildung 163: Monatliche Anzahl der Sonneneruptionen von 1998-2013

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Bulb

Von wegen "vom Menschen verursachte Klimaerwärmung": Antarktis war schon mehrmals eisfrei

Dass das Eis der Antarktis schmilzt, ist erdgeschichtlich gesehen nichts Neues: Vor über 20 Millionen Jahren war das Eis am Südpol zwischendurch schon mal ganz weg, wie das Fachportal „PNAS“ berichtet.
© Pixabay
Forscher aus den USA haben Ablagerungen vom Grund des Südatlantiks untersucht und dabei festgestellt, dass das Eis der Antarktis vor über 26 Millionen Jahren mal gänzlich schmolz, mal wiederaufkam. Die heute verfügbaren Erkenntnisse zum CO2-Gehalt in der damaligen Atmosphäre liefern keine Erklärung für dieses Phänomen, wie das Portal schreibt.


Die Wissenschaftler haben Sauerstoffisotope aus den Meeresgrundablagerungen untersucht. Deren Gehalt unterscheidet sich, je nachdem, ob sie im Süß- oder Salzwasser vorkommen. Deshalb hatte die Eisschmelze in der Antarktis Schwankungen in der Konzentration der Sauerstoffisotope am Meeresgrund verursacht. Aus diesen Schwankungen haben die Forscher nun ermittelt, wie viel Antarktiseis vor über 26 Millionen Jahren geschmolzen war. Demnach war die Eisdecke am Südpol zu jener Zeit zu 85 bis nahezu 100 Prozent verschwunden, wie das Portal schreibt. Diese eisfreien Perioden dauerten jeweils mehrere hunderttausend Jahre.

Attention

Wissenschaftler warnen: Menschheit könnte vor einem weiteren Massensterben stehen

Ein katastrophaler Temperaturanstieg vor rund 250 Millionen Jahren löschte fast das gesamte Leben auf der Erde aus. Wissenschaftler warnen, dass sich das in naher Zukunft wiederholen könnte.
© Johann Christian Dahl
Ein internationales Wissenschaftlerteam aus Kanada, Italien, Deutschland und den USA hat das weltweit schlimmste Massenaussterben der Erdgeschichte vor rund 250 Millionen Jahren untersucht und warnt, dass der aktuelle Klimawandel zu einer fortschreitenden globalen Erwärmung und zu einer Wiederholung der Bedingungen führen könnte, die damals letztendlich dafür verantwortlich waren, das über 95 Prozent aller Meeres-bewohner und 70 Prozent aller Landlebewesen auf der Erde ausgelöscht wurden.


Kommentar: Der sog. "Klimawandel" lässt sich eher mit dem Begriff "Erdveränderungen" fassen. Der Trend geht eher in Richtung einer globalen Abkühlung, begleitet von einer ganzen Reige geologischer und kosmischer Phänomene, was für das Leben auf der Erde genauso fatal sein kann.


Damals vor 250 Millionen Jahren stießen starke Vulkanausbrüche große Mengen an Kohlendioxid in die Atmosphäre aus, die für einen Anstieg der Temperaturen sorgten. Das brachte den Permafrost zum Abschmelzen und setzte riesige Mengen an Methangas frei, das wiederrum die globalen Temperaturen noch weiter erhöhte. Die durchschnittliche Temperatur auf unserem Planeten stieg so auf gewaltige 29 Grad Celsius an - fast doppelt so hoch wie heute. Das war das Todesurteil für fast alle Pflanzen- und Tierarten, die vor rund 250 Millionen Jahren an der Grenze vom Perm zur Trias von der Bildfläche verschwanden.

Diese größte erdgeschichtliche Katastrophe könnte sich jedoch in naher Zukunft wiederholen, wenn durch die Erderwärmung wieder riesige Mengen an Methanhydrat freigesetzt werden, die aktuell noch im Permafrost schlummern. „Die globale Erwärmung, die durch die massive Freisetzung von Kohlendioxid ausgelöst wird, kann katastrophal sein, doch die Freisetzung von Methanhydrat [der gefrorene Zustand von Methan] kann apokalyptisch sein. Das Ende des Perms enthält eine wichtige Lehre für die Menschheit in Bezug auf die heutigen Problemen mit den Treibhausgasemissionen, der globale Erwärmung und dem Klimawandel, denen wir uns konfrontiert sehen", wird das Forscherteam im Independent zitiert.

Kommentar: Unser bald in Deutsch erscheinendes Buch Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos-Verbindung liefert umfassende Hintergründe über die geologischen und kosmischen Phänomene, denen wir gegenüberstehen. Ein großer Teil der Übersetzung liegt bereits in Online-Fassung auf de.sott.net vor.

Auch folgender Kommentar der Sott-Redaktion verweist auf die möglichen Zusammenhänge: