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So, 25 Jun 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Sherlock

Forscher entziffern erstmals gesamtes Erbgut von Mumien

© Otto Robensohn
Fundsituation in Abusir el-Meleq, 1903.
Tübingen (Deutschland) - Erstmals ist es Wissenschaftlern gelungen, das gesamte Erbgut von altägyptischen Mumien zu entziffern. Dabei zeigt sich, dass die nächsten Verwandten der alten Ägypter aus dem Nahen Osten stammen - und es kaum zu einem Genaustausch mit Afrika südlich der Sahara gab.

Wie das internationale Wissenschaftlerteam um Prof. Johannes Krause sowie weiteren von der der Universität Tübingen und des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena aktuell im Fachjournal Nature Communications (DOI: 10.1038/ncomms15694) berichten, stammen die untersuchten Mumien aus der Zeit um 1.400 v. Chr. bis 400 n. Chr.

„Bei drei Individuen konnte das Team sogar das Genom entschlüsseln“, erläutert die Pressemitteilung der Universität und führt weiter aus: „Die Analysen ergaben, dass die alten Ägypter nicht nur mit der damaligen Bevölkerung des östlichen Mittelmeerraums eng verwandt waren, sondern auch mit der neolithischen Bevölkerung Kleinasiens und Europas. Dagegen ließen sich kaum genetische Einflüsse von Afrikanern südlich der Sahara nachweisen, sehr im Gegensatz zur Situation bei modernen Ägyptern.“

Fish

Tiefsee-Mysterium: "Gesichtsloser Fisch" erstmals seit 140 Jahren gefangen - VIDEO

Erstmals seit 1873 haben Tiefseeforscher vor Australien einen sogenannten Fisch ohne Gesicht gefunden. Das Tier wurde in der Nähe der Jarvis-Bucht in etwa 4.000 Metern Tiefe entdeck, berichtet der TV-Sender ABC News.
Der rund 40 Zentimeter lange Fisch hat laut den Wissenschaftlern eine eigenartige Tropfenform und sieht wie ein Oktopus aus.


Das Tier habe keine sichtbaren Augen oder eine Nase, das Maul liege dabei auf der Unterseite. Zuletzt war ein Exemplar davon vor 144 Jahren vor Papua-Neuguinea entdeckt worden.

Fireball 5

Kein Leben im All möglich? Russland bestätigt: An der ISS-Außenhülle gibt es ganzes Biotop

Die russische Weltraumagentur Roskosmos konnte nach umfangreichen Laboranalysen bestätigen, dass auf der Außenhaut der Internationalen Raumfahrtstation (ISS) tatsächlich Mikroorganismen leben.
Roskosmos hatte im Rahmen einer »Testreihe« von ihren Kosmonauten zwischen 2010 und 2016 insgesamt 19 Proben von der Außenhülle der ISS nehmen lassen. Die ausgewerteten Analyseergebnisse zeigen, dass sich zahlreiche irdische Kleinstlebensformen an der Außenhülle der Raumstation angesiedelt und überlebt haben. So konnte das Labor in den Proben verschiedene Mikroorganismen entdecken, darunter Plankton aus der Barentssee im Arktischen Ozean sowie Bakterien aus Madagaskar. „Experimente aus verschiedenen Jahren haben DNA- Fragmente von Mykobakterien - das ist ein molekularer Marker von heterotrophem, bakteriellem Meeresplankton aus der Barentssee; die DNA von extremophilen Bakterien der Gattung Delftia; die DNA von Bakterien, die eng mit denen aus Bodenproben der Insel von Madagaskar verwandt sind; vegetative Genome; die DNA von bestimmten Archaea-Arten sowie die DNA der Pilzspezies Erythrobasidium und Cystobasidium", sagte Roskosmos der russi- schen Nachrichtenagentur TASS.

Das Vorhandensein von Meeres- und Landmikroorganismen an der Außenhülle der ISS ließe sich vielleicht durch Luftverwirbelungen erklären, die Material von der Erdoberfläche in die oberen atmosphärischen Schichten (von etwa 60 km bis 1.000 km) geweht haben könnten. Deswegen schlagen die russischen Wissenschaftler vor, die obere biosphärische Grenze von bisher 20 auf 400 Kilometer zu erhöhen, da offensichtlich auch in der deutlich höheren Thermosphäre Leben existieren und den dort herrschenden, lebensfeindlichen Bedingungen trotzen kann.

Derzeit analysieren die Wissenschaftler noch die Kohlenstoff-Isotopen-Anteile aus den ISS-Proben, um auch nach Spuren außerirdischen Lebens zu suchen. Das könnte nämlich mit Kometenstaub an deren Außenhülle transportiert worden sein.

Kommentar: In der Tat transpirieren Kometen Viren und Mikroorganismen durch dass All. Diese Organismen haben wahrscheinlich so einige Pandemien ausgelöst die Zivilisationen zerstört hat.


Bulb

Sind unser Geist und Gehirn quantenverschränkt? Experiment soll es klären

Es ist wahrscheinlich eines der faszinierendsten und interessantesten Phänomene in der Quantenphysik überhaupt: Das, was Einstein als »gespenstische Fernwirkung« bezeichnete und auch als Quantenverschränkung bekannt ist. Ein theoretischer Physiker will nun experimentell versuchen nachzuweisen, dass die Verbindung des menschlichen Geistes zum Gehirn anhand dieser physikalischen Größe geschieht.
Bereits vor 53 Jahren entwarf der nordirische Physiker John Bell die nach ihm benannte »Bellsche Ungleichung«, die besagt, dass die Quantentheorie keinerlei Aussagen über das Ergebnis einer einzelnen Messung machen, sondern lediglich die Wahrscheinlichkeiten von möglichen Resultaten vorhersagen kann. Bei seinen Experimenten mit »verschränkten« Quanten-teilchen-Paaren konnte er nachweisen, dass die vorhergesagten Korrelationen zwischen den Messergebnissen in zwei räumlich getrennten Laboren durchaus der gesunden Logik widersprechen können. Einfach erklärt: Die Bellsche Ungleichung beschreibt die Wahrscheinlichkeit von Messungen verschränkter Zustände und setzt dabei voraus, dass die Zustände durch »verborgene Parameter« bereits festgelegt sind. Die Quantenmechanik verletzt nachgewiesenermaßen jedoch diese Ungleichung. Das bedeutet in der Konsequenz, dass die Position eines Atoms keine Bedeutung hat, solange sie niemand misst und es keine verborgenen Parameter gibt. Man muss also entweder die Lokalität oder den Realismus aufgeben. Damit bewies Bell aber auch, dass Einsteins Weltansicht mit der Quantenmechanik nicht vereinbar ist.

Gear

Sensibel wie Haut: "Nervensystem" soll russische Kampfjets vor Überbelastung schützen

© Sputnik/Alexei Filippov
Der russische Fonds für zukunftsorientierte Forschung (FPI) hat nach eigenen Angaben eine Art Nervensystem für Luftfahrzeuge entwickelt. Die neuen Materialien sollen es Kampfjets und Hubschraubern ermöglichen, mit sensiblen Oberflächen ähnlich wie mit menschlicher Haut zu fühlen.

Das neue System bestehe aus optisch-elektronischen Sensoren und Lichtfasern, die den ganzen Rumpf durchdringen, zitiert die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ den zuständigen Laborleiter Andrej Nossow.

Etwaige Probleme wie Überbelastung oder Unterkühlung - beispielweise bei Arktis-Einsätzen - werden ihm zufolge an der Lichtbrechung erkannt, die durch die Fasern geleitet werden. „Ähnlich wie menschliche Haut Verbrennung, Frost oder Prellung fühlt.“

Das Signal werde dann vom Bordcomputer ausgewertet; je nach Gefahrenskala leuchte gelbes oder rotes Kontrolllämpchen im Cockpit.

Laut Nossow wird das „Nervensystem“ bereits an einem Mi-Hubschrauber getestet. Auch andere Flugzeug- und Hubschrauberbauer hätten Interesse gezeigt.

Bulb

China interessiert an Bau von Unterwassertunnel auf die Krim

Chinesische Investoren betrachten die Möglichkeit zum Bau eines Unterwassertunnels Straße von Kertsch. Dies teilte der Minister für Wirtschaftsentwicklung der Krim, Andrej Melnikow, mit.
© Solundir
„Einer der Arbeitsvorschläge, die zu hören waren, ist das Interesse am Bau eines Tunnels parallel zur Brücke. Wir werden das besprechen. Laut den chinesischen Unternehmern können sie uns dafür ziemlich günstige Technologien anbieten“, so Melnikow.

Dabei fügte er hinzu, einige chinesische Firmen seien bereits am Bau eines des neuen Flughafens in der Stadt Simferopol beteiligt.

Caesar

Das Elektrische Universum - Teil 34: Historische Beweise einer Mensch-Kosmos Verbindung

© Sott.net/Myriam Kieffer
Wie bereits zuvor erwähnt, glaubten unsere Vorfahren fest an eine Verbindung zwischen dem Verhalten der Menschen und Naturkatastrophen. Wenn die Menschen sich gut verhalten haben, so glaubten sie, dass auch die Natur weiterhin ruhig bleiben würde, doch wenn die Menschen sich schlecht verhalten, würde dies den Zorn der ‘Götter’ verursachen und die Natur würde dann heftig darauf reagieren.

Es waren jedoch damals nicht nur die ‘gewöhnlichen’ Schichten der Gesellschaft, die an diese Mensch-Kosmos-Verbindung geglaubten haben. Wissenschaftler, Orakel und Führer waren von einem ähnlichen Glauben überzeugt. Chronisten (die Historiker der Antike) schrieben in endlosen Texten über kosmische Katastrophen (den Zorn der Götter), die durch Missbräuche der Eliten ausgelöst wurden. Diese Themen waren tatsächlich die Kernaussage ihrer Texte.


Abbildung 193: Michael der Syrer, auch bekannt als Michael der Große
Der Chronist Michael der Syrer714 ging sogar noch weiter. Er strukturierte jede Seite seiner Chroniken in zwei Spalten. In der rechten Spalte listete er die politischen Aneglegenheiten und das Verhalten der Eliten auf, während in der linken Spalte die darauf folgenden Naturkatastrophen aufgelistet wurden. Natürlich kommentierte er auch reichlich über die Verbindung dieser zwei Spalten auf Grund der anspruchsvollen Aufgabe herauszufinden welcher politische Skandal genau welche Umweltkatastrophe ausgelöst hat.715

Um die Korrelation zwischen kosmischen Katastrophen und dem Fehlverhalten von Führern zu illustrieren, werden wir uns zunächst nur auf ein Beispiel konzentrieren: Auf die letzten Jahrzehnte des Römischen Reiches (530-580 n. Chr.). Der folgende Auszug ist ein Ausschnitt von Prokops Geheimgeschichte mit dem Titel "How Justinian Killed a Trillion People" (‘Wie Justinian eine Billion Menschen getötet hat’). Beachten Sie, dass Prokop wohl der prominenteste Historiker des 6. Jahrhunderts war. Die meisten Wissenschaftler halten ihn für den letzten großen Historiker der Antike.716 Prokop war nicht nur ein Historiker: mehr als zehn Jahre lang war er auch ein Berater des größten Generals dieser Zeit, Belisar.717 Als solcher war er zu dieser Zeit, durch zahlreiche Reisen, Kämpfe und Verhandlungen, ein direkter Zeuge des politischen und militärischen Lebens in Rom. Nach seinem Ausscheiden aus dem Militärwesen wurde er Richter und in dieser Eigenschaft hatte er Wege und Möglichkeiten an die Insiderinformationen zu kommen, die den Inhalt seiner Geheimgeschichte bilden.718

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Telescope

Hubble entdeckt neuen Mond in unserem Sonnensystem

© NASA, ESA, C. Kiss (Konkoly Observatory), and J. Stansberry (STScI)
Auf zwei Hubble-Aufnahmen ist der Mond um den Zwergplaneten „2007 OR10“ deutlich zu erkennen (s. Pfeile).
Budapest (Ungarn) - Mit dem Weltraumteleskop Hubble haben Astronomen einen bislang unbekannten Mond um das Objekt „2007 OR10“ und damit um den drittgrößten Zwergplaneten in unserem Sonnensystem entdeckt. Die Entdeckung erlaubt Rückschlüsse auf die Entstehung von Monden im frühen Sonnensystem.

„2007 OR10“ umkreist unsere Sonne im Kuiper-Gürtel, einer Trümmerregion am Rande unseres Planetensystems, die ein Überbleibsel aus der Entstehung unseres Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren darstellt und als Heimat eines Großteils der Kometen gilt.

Mit der aktuell von Astronomen um Csaba Kiss vom Konkoly Observatorium in Budapst im Fachjournal The Astrophysical Journal Letters (DOI: 10.3847/2041-8213/aa6484) beschriebenen Entdeckung wurden nun um nahezu alle bekannten Zwergplaneten im Kuipergürtel (also dortige Objekte von mehr als 600 Kilometern Durchmesser) - mit Ausnahme von Sedna - Monde nachgewiesen.

Sheeple

"Zyklopen-Ziege" in Indien geboren

Ein aktuell online veröffentlichtes Video zeigt eine kleine Ziege, die mit einem einzigen großen Auge in der Mitte der Stirn geboren wurde. Unweigerlich wird man dabei an die Legende von Odysseus und dem Zyklopen Polyphem erinnert.

© Rima Sharma
Die Baby-Ziege wurde am 10. Mai in dem indischen BundesstaatAssam geboren und ist einzigartig. Sie besitzt nur ein Stirn-mittiges, großes Auge sowie eine verkürzte Schnauze und sieht im Gesamtbild so ungewöhnlich aus, als wenn es direkt einem Gen-Labor entsprungen wäre. Ihre Geburt hat sich so rasant herumgesprochen, dass die Menschen aus dem ganzen Umland in das kleine Dorf strömen, um das vermeintliche Wunder mit eigenen Augen zu sehen.


Music

Weitere Studie legt nahe: Pflanzen können hören

© Rasbak (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 3.0
Erbsenkeimlinge
Crawley (Australien) - Viele Pflanzen- und Gartenfreunde sind bereits davon überzeugt, dass ihre Zöglinge besser gedeihen, wenn man mit ihnen spricht oder ihnen gar - bevorzugt klassische - Musik vorspielt. Was bislang wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen wurde, könnte nun durch die Beobachtung einer weiteren Studie gestützt werden. In dieser zeigt eine australische Evolutionsbiologin, dass Pflanzen offenbar tatsächlich Töne, etwa fließenden Wassers oder summender Insekten wahrnehmen können.

Wie die Evolutionsbiologin Monica Gagliano von der University of Western Australia aktuell im Fachjournal Oecologia (DOI: 10.1007/s00442-017-3862-z) berichtet, hat sie Erbsenkeimlinge in Töpfen ausgepflanzt, die wie ein nach unten gerichtetes „Y“ geformt sind. Ein Arm dieser Töpfe reichte in einen von Wasser umflossenen Behälter - der andere in einen lediglich mit trockener Erde gefüllten.

In sämtlichen Versuchen bildeten sich die Wurzeln stets nur in jenen Arm aus, der vom Wasser umspült wurde. „Die Pflanzen ‚wussten‘ offenbar, dass das Wasser dort war, obwohl das einzige, was sie vom Wasser wahrnehmen konnten, dessen Fließgeräusch war“, so die Forscherin.