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Mi, 27 Jul 2016
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Wissenschaft und Technologie
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Better Earth

Das Elektrische Universum - Teil 22: Die Verlangsamung der Erde

Teil 3: Irdische Auswirkungen der Annäherung von Nemesis und seinem Kometenschwarm
© Sott.net
Kapitel 22: Die Verlangsamung der Erde

Wie bereits in Teil 1 erklärt, wird die Drehung der Sterne und Planeten elektrisch angetrieben. Die Erde ist keine Ausnahme. Mit ihrer negativen Ladung wirkt sie als Rotor, die von einem Stator angetrieben wird(die Ionosphäre - welche in Bezug auf den Planeten positiv geladen ist). Die Ionosphäre,322 oder genauer gesagt, die Magnetosphäre wirkt wegen ihrer starken Asymmetrie als Stator (wie in "stationär"), wie in Abbildung 89 dargestellt.


Abbildung 89: Künstlerische Darstellung der irdischen Magnetosphäre
Während sich die Tagesseite der Magnetosphäre allerdings nur über 65.000 km von der Erde erstreckt,323 dehnt sich der Magnetschweif (der Schweif der Magnetosphäre) auf der Nachtseite über 6.300.000 km324 aus. Die höchst asymmetrische Form der Magnetosphäre behält seine Längsachse "eingerastet" in einer Linie mit der Richtung des Sonnenwindes. Deshalb bleibt der Magnetschweif auf der Nachtseite der Erde, während der Planet in seinem Orbit um die Sonne kreist.

Abbildung 90 zeigt die elektromotorische Kraft (F - grüner Pfeil), welche, wie Sie sich aus Kapitel 12 erinnern werden, die "Lorentz Kraft" und proportional zu dem atmosphärischen Strom (I - roter Pfeil) ist. Deshalb ist die Rotationsgeschwindigkeit der Erde proportional zur Stärke des elektrischen Stroms zwischen der Ionosphäre und dem Planeten selbst. Daraus ergibt sich, dass eine Abnahme in der Stromstärke zu einer Abnahme der Lorentz Kraft führt und deshalb eine Abnahme der Erdrotationsgeschwindigkeit zur Folge hat. Somit sollte die aktuelle Abnahme der Sonnenaktivität eine, wie auch immer geringfügige, Verlangsamung der Erdrotation verursachen.

Robert G. Curie bestätigte 1979, dass die Erdrotation mit der Sonnenaktivität verbunden ist und folgerte, dass der "Sonnenfleckzyklus der Erde entdeckt worden ist".325 Abbildung 91 zeigt die Beziehung zwischen dem Erdrotationszyklus und dem elf Jahre dauernden Zyklus der Sonnenaktivität.

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Beaker

Genetiker entdecken Aktivierung von Genen Tage nach dem Tod

Seattle (USA) - Wann sind wir wirklich tot, nachdem wir gestorben sind? Diese auf den ersten Blick vielleicht absurd klingende Frage bekommt durch neue Erkenntnisse von Genetikern eine unerwartete Bedeutung: Entdeckten die Wissenschaftler doch, dass bestimmte Gene nicht nur den Todeszeitpunkt viele Stunden aktiv überdauern, sondern sogar erst Tage später erneut aktiv werden.
© gemeinfrei
Symbolbild Tod (Fortuny La senyoreta Del Castillo en el seu llit de mort; Marià Fortuny, 1871)
Wie das Team um Peter Noble von der University of Washington vorab auf „bioRxiv“ berichtet, ging man zuvor noch davon aus, dass allgemein auch Gene schon kurz nach dem Todeszeitpunkt ihre Aktivität einstellen. Stattdessen entdeckten die Forscher mit ihrer neuen Methode zur Messung der Genaktivität nun, dass Hunderte von Genen während der ersten 24 bis 48 Stunden nach dem Tod ihre Aktivität sogar nochmals erhöhen, um erst danach endgültig zu verstummen. Bei den neben Nagetieren untersuchten Zebrafischen hielt die Aktivität der Gene sogar noch bis zu vier Tage an.

Fish

Gehirnfressende Amöbe führt zum Tod einer jungen Frau

Seltene tödliche Amöbe kann durch das Wasser aufgenommen werden
© Robert Kneschke/fotolia.com
Das Baden in Seen und Flüssen bringt einige Risiken mit sich. In Amerika starb jetzt ein 18-jähriges Mädchen durch eine Infektion des Gehirns. Diese wurde durch eine Amöbe ausgelöst, welche die Teenagerin über das Wasser aufgenommen hatte.
Eine 18-jährige Teenagerin aus den Vereinigten Staaten ist jetzt durch eine Gehirn-fressende Amöbe ums Leben gekommen. Die junge Frau aus Charlotte, North Carolina, befand sich auf einer Kirchenfreizeit, als sie sich mit der sogenannten Amöbe Naegleria fowleri infizierte. Diese verursachte dann eine tödliche Infektion im Gehirn der Betroffenen.

Amerikanische Forscher von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) stellten jetzt bei der Untersuchung einer verstorbenen Teenagerin fest, dass eine Infektion mit der Amöbe in der Zerebrospinalflüssigkeit vorlag. Diese seltene Amöbe löste bei dem 18-jährigen Mädchen eine Gehirninfektion aus, die letztendlich zum Tode führte. Die CDC veröffentlichte ein Pressemitteilung zu dem aktuellen Fall.

Cowboy Hat

Schnellste Supercomputer kommen aus China - Und Chinesen setzten noch einen oben drauf: "Sunway TaihulLight"

Bislang galt der chinesische Tianhe-2 als schnellster Supercomputer der Welt, nun hat im neuen Top500-Ranking ein weiteres System als China den Spitzenreiter abgelöst - und den bestehenden Rekord weit hinter sich gelassen. Der „Sonnenweg“, der ausschließlich mit in China produzierten Prozessoren arbeitet, ist fast dreimal schneller als die bisherige Nummer 1.

© Jack Dongarra / Top500.org
Dreimal schneller als der bisherige Spitzenreiter und dabei genügsamer im Energieverbrauch: Mit etwas über 93 Petaflops führt der Sunway TaihuLight aus China deutlich das neue Top500-Ranking der weltschnellsten Supercomputer an.


China führt auch weiterhin die Rangliste der schnellsten Supercomputer der Welt an - und setzt noch einen drauf. Neuer Spitzenreiter des zwei Mal im Jahr aktualisierten Rankings der Top 500 ist die Rechenanlage „Sunway TaihuLight“, die am nationalen Supercomputing Center im chinesischen Wuxi betrieben wird. Mit 93,014 Petaflops (Billiarden von Kalkulationen in der Sekunde) ist der Supercomputer fast drei Mal schneller als der vorherige Spitzenreiter, der ebenfalls chinesische Tianhe-2 (33,862 Petaflops).

Kommentar:




Moon

Neue Hinweise legen nahe: Auf Pluto existiert ein flüssiger Ozean

Bei ihrem Vorbeiflug am Zwergplaneten Pluto lieferte die NASA-Sonde „New Horizons“ vor knapp einem Jahr Hinweise darauf, dass Pluto unter seiner Eiskruste einst einen flüssigen Wasserozean besaß. Eine neue Modellierung der Daten zeigt nun, dass ein solcher Ozean wahrscheinlich sogar heute noch existiert. Das hätte faszinierende Konsequenzen für außerirdisches Leben selbst in den äußersten Regionen unseres Sonnensystems.
© NASA/John Hopkings/Physics Lab
Providence (USA) - Wie das Team um den Doktoranden Noah Hammond von der Brown University aktuell im Fachjournal Geophysical Research Letters (DOI: 10.1002/2016GL069220) berichtet, sei ein heute noch unter der Eiskruste des Pluto verborgener Ozean das Ergebnis von Modellberechnungen der thermalen Evolution des Zwergplaneten, die jetzt mit den neusten New-Horizons-Daten gefüttert wurde: „Sollte Plutos Ozean vor Jahrmillionen eingefroren sei, so hätte dies dazu geführt, dass der Planet selbst sichtbar geschrumpft wäre. Es gibt aber keinerlei Anzeichen für eine globale Kontraktion auf der Pluto-Oberfläche. Sogar das Gegenteil ist der Fall: New Horizons fand Anzeichen dafür, dass sich Pluto ausgedehnt hat.“

Hammond spricht hierbei von „tektonischen Merkmalen der Pluto-Oberfläche“ und sieht in diesen deutliche Belege dafür, dass es auf Pluto auch heute noch einen unterirdischen flüssigen, jedoch mehr und mehr zufrierenden Ozean gibt.

Für besagte tektonische Ausdehnungsmerkmale sehen die Wissenschaftler kaum alternative Erklärungsansätze als der eines zugefrorenen oder sogar heute noch immer zufrierenden Ozeans.

Cloud Grey

"UFO-Wolken" und eine wissenschaftliche Erklärung

Setzt hier ein UFO in bester Independence-Day-Manier zur Landung an? Ein mysteriöses Schauspiel in Sizilien lässt Alien-Jäger aufhorchen - bis die Wissenschaft das Phänomen entzaubert.
© Giuseppe Distefano/Etna Walk
Irres Schauspiel: Die UFO-Wolken

Der Vulkan Ätna auf Sizilien hat mit seinen über 3.300 Metern Höhe bereits an sich einen gewaltigen Schauwert. Was die Touristen am 14. Juni zu sehen bekamen, toppt den üblichen Eindruck jedoch noch um Längen: Denn auf der Spitze bildete sich eine mysteriöse Wolkenformation, die an eine fliegende Untertasse erinnert.

Question

Studie: Die Cheops-Pyramide soll schief sein

Wie sich nun herausgestellt hat, wurde die Große Pyramide von Gizeh gar nicht so perfekt gebaut, wie bisher allgemein angenommen wurde.
© Nina Aldin Thune, Wikipedia
Mit einer ursprünglichen Höhe von 146,59 Metern galt die Cheops-Pyramide für über 3.800 Jahre als die höchste von Menschen errichtete Struktur auf diesem Planeten. Mit einer weißen Schicht überzogen, bildete ihre Fassade während der Blütezeit des alten Ägyptens sicherlich einen unvergesslichen Anblick. Doch jetzt stellt sich heraus, dass ihr Design für ihr Alter zwar sehr beeindruckend ist, aber ihre Konstruktion nicht ganz perfekt. Eine aktuelle Studie des Ingenieurs Glen Dash und dem Ägyptologen Mark Lehner hat nämlich ergeben, dass die quadratische Basis der Großen Pyramide tatsächlich etwas schief ist, wenn auch nur minimal.

Die Messungen wurden auf Basis einer neuen Analyse gemacht, die auf die Abmessungen beruhen, die die Pyramide tatsächlich hätte, wenn man ihre ursprünglichen Steine der Außenverklei-

dung mit berücksichtigen würde. Das konnten beide Forscher dadurch ermitteln, indem sie eine lineare Regressionsanalyse durchführten - eine statistische Methode, in dem sie die bestehenden Restfragmente der äußeren Steine zu Grunde nahmen, die noch immer die Basis-Plattform-Struktur bilden. Die Ergebnisse zeigten, dass die Basis nicht ganz quadratisch ist und es eine kleine Differenz von 5,55 Zoll (14,1 cm) zwischen der Ost- und Westseite gibt.


Kommentar: Also basiert diese Behauptung auf theoretisch errechneten Werten und nicht auf tatsächlichen Vermessungen.


Sherlock

Extremes Leben von der Erde zurück vom simulierten Mars: 18 Monate außerhalb der ISS

18 Monate waren verschiedene extreme Mikroorganismen außerhalb der Außenwand der Internationalen Raumstation ISS simulierten Marsbedingungen ausgesetzt. Jetzt wurden die irdischen Überlebenskünstler zur Erde zurück gebracht und sollen hier dabei helfen, die Frage zu beantworten, ob es auf dem Mars auch heute noch Leben geben kann.

© Dirk Wagner, GFZ
Das aus einem sibirischen Permafrostboden isolierte Bakterium Methanosarcina soligelidi SMA-21 ist ein Überlebenskünstler. Aufgrund seines speziellen Stoffwechsels und der hohen Resistenz gegenüber lebensfeindlichen Bedingungen gilt dieser Organismus als ein Modell für mögliches Leben auf dem Mars.
Potsdam (Deutschland) - Wie das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ berichtet, handelt es sich bei den Proben, die im Rahmen des „Biologie und Mars Experiments“ (BIOMEX) untersucht werden unter anderem um Mikroorganismen aus dem sibirischen Permafrost, u.a. um den Mikroorganismus Methanosarcina soligelidi SMA-21 - ein Methan bildendes Archaeum.

Diese wurden von dem Team um Prof. Dirk Wagner vond er GFZ-Sektion Geomikrobiologie in zahlreichen Versuchen unter extremen Umweltbedingungen wie niedrigen Temperaturen, hohen Salzgehalten, Austrocknung und Strahlung ausgesetzt.

Bulb

Doch kein Spatzenhirn: Vögel besitzen deutlich mehr Neuronen als Primaten

Wie kann es sein, dass Vögel trotz ihrer im Vergleich zur Körpergröße kleinen Gehirne teilweise zu komplexen kognitiven Fähigkeiten, wie etwa dem Herstellen und Benutzen von Werkzeugen, komplexer Problemlösungen, das Verstehen von Ursache und Wirkung, dem vorausschauenden Planen und dem Erkennen des eigenen Spiegelbildes, in der Lage sind, wie sie selbst einige Primaten nicht erreichen (siehe: „GreWi Dossier“ unten). Die Antwort auf diese Frage war für die Neuroanatomie bislang ein Rätsel. Jetzt liefert die erste systematische Vermessung der Anzahl der Neuronen im Vogelhirn eine Antwort: Die Federtiere verfügen in ihren vergleichsweise kleinen Gehirnen über deutlich mehr Neuronen als die Gehirne von Säugetieren und selbst von Primaten mit vergleichbarer Masse.

© Lucas Weitzendorf (Wikimedia Commons), CC BY-SA 3.0
Haussperling (Spatz).
Nashville (USA) - Wie die Forscher um Suzana Herculano-Houzel von der Vanderbild University und Pavel Nemec von der Karls Universität in Prag aktuell im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS; DOI: 10.1073/pnas.1517131113) berichten, besitzt etwa der Ara zwar nur ein Gehirn von der Größe einer Walnuss und ein Makake ein Hirn von Zitronengröße, dennoch besitzen Aras in ihrem für intelligentes Verhalten verantwortlichen Vorderhirn mehr Neuronen - also Nervenzellen - als Makaken.

Dieses Verhältnis fanden die Forscher aber nicht nur bei den für ihre komplexen kognitiven Fähigkeiten bekannten Papageien- und Krähenvögel, sondern auch schon in den Hirnen von Zebrafinken bis hinauf zum fasst zwei Meter großen Emu.

Fireball

Asteroid begleitet Erde seit hundert Jahren und wurde erst jetzt entdeckt

Seit Jahrzehnten begleitet ein kleiner Asteroid die Erde auf ihrem Weg um die Sonne. Aufgefallen ist der 70 Meter große Brocken niemandem - bis jetzt.
© Nasa/JPL
Astronomen haben einen kleinen Asteroiden entdeckt, der die Erde auf ihrem Weg um die Sonne begleitet. Der Himmelskörper von etwa 40 bis 100 Meter Durchmesser kreise dabei immer wieder um die Erdkugel. Die Forscher der US-Raumfahrtbehörde Nasa gehen davon aus, dass der Mini-Asteroid namens 2016 HO3 die Erde bereits seit hundert Jahren begleitet und auch noch in mehreren Jahrhunderten um sie kreisen wird.

Entdeckt wurde der Asteroid Ende April mit dem Pan-Starrs 1 Teleskop der Universität Hawaii im Nationalpark Haleakala. "Da sich 2016 HO3 um unseren Planeten bewegt und sich auf dem Weg um die Sonne nie sehr weit entfernt, sprechen wir von einem Quasi-Satelliten", sagt Paul Chodas vom Nasa-Beobachtungsprogramm für erdnahe Objekte (Near Earth Objects, NEO).

Tanz im All

Der Orbit des Asteroiden verändert sich über mehrere Jahrzehnte immer wieder leicht. "Der Kreis um die Erde verschiebt sich von Jahr zu Jahr etwas nach vorn oder nach hinten", erklärt Chodas. Sobald sich der Asteroid jedoch zu weit von der Erde entfernt, holt sie ihn wieder zu sich ran. So wird der Gesteinsbrocken durch die Erdanziehungskraft in seiner Bahn gehalten.

Kommentar: Der Asteroid ist nicht riesig, was natürlich eine Entdeckung erschwert, dennoch zeigt es die typischen Grenzen auf, dass viele Himmelskörper einfach nicht leicht zu entdecken sind, wie es die Vergangeheit wiederholt zeigte: