Willkommen bei SOTT.net
Sa, 21 Okt 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
Karte

Mars

Mehr Beweise für einst fließende Gewässer auf dem Mars

© B.T. Cardenas et al., Geological Society of America Bulletin
In der Mars-Region Aeolis Dorsa belegen im Relief umgekehrte Sedimente einstiger Flussläufe langfristig vorhandene Flüsse.
Austin (USA) - In der Mars-Region Aeolis Dorsa haben Wissenschaftler deutliche Spuren von Ablagerungen einstiger, über lange Zeiträume fließender Flüsse gefunden, die hier vor rund 3,5 Milliarden Jahren geflossen sind und eindrucksvoll einstiges flüssiges Wasser an der Marsoberfläche belegen.

Wie das Team um B.T. Cardenas von der Jackson School of Geosciences an der University of Texas at Austin aktuell im Fachjournal der Geological Society of America GSA Bulletin (DOI: 10.1130/B31567.1) berichten, sind diese Ablagerungen deshalb selbst heute noch auf Satellitenaufnahmen zu erkennen, da die durch einen Prozess entstanden, den Geologen als "topografische Inversion" bzw. als "Reliefumkehr" bezeichnen und in der tektonischer Formen durch Abtragung unterschiedlich widerstandsfähiger Gesteine regelrecht umgekehrt werden:. Sättel und Horste werden zu morphologischen Depressionen, Mulden und Gräben zu Erhebungen.

Kommentar:


Evil Rays

Forscher entwickeln neuen Tarnkappen-Strahl

© TU Wien
Grafische Darstellung des Wirkungsprinzips der neuen Tarnkappentechnologie: Ein Material mit inneren Unregelmäßigkeiten streut einen einfallenden Lichtstrahl in alle Richtungen (Abb. l.). Von oben wird das Material mit einem ganz bestimmten Muster beleuchtet, dadurch kann die Welle von links das Objekt ungestört durchdringen. (Abb. r.).
Wien (Österreich) - Dem Traum von der Tarnkappe, mit der Objekte unsichtbar gemacht werden können, wollen Wiener Physiker ein gutes Stück näher gekommen sein. Der neue Ansatz für Tarnkappen-Technologien funktioniert bereits in der Theorie und in Computersimulationen - und soll bald auch schon in der Realität getestet werden.

"Ein vollständig undurchsichtiges Material wird von oben oder unten mit einem ganz bestimmten Wellenmuster bestrahlt - und das führt dazu, dass Lichtwellen von links nach rechts völlig ungehindert durch das Material dringen können", so beschreibt die Pressemitteilung der Technischen Universität Wien das Resultat der Forschungen, die ganz neue Möglichkeiten für aktive Tarnung eröffnen soll. "Das Prinzip ist für ganz unterschiedliche Arten von Wellen anwendbar - nicht nur für Licht, sondern etwa auch für Schallwellen."

"Komplizierte Materialien wie etwa ein Stück Würfelzucker sind undurchsichtig, weil die Lichtwellen in ihnen unzählige Male abgelenkt und gestreut werden", erklärt Prof. Stefan Rotter vom Institut für Theoretische Physik der TU Wien, der gemeinsam mit Kollegen aus Griechenland und den USA die neue Technologie erforscht. "Das Licht kann zwar eindringen und irgendwo wieder herauskommen, aber die Lichtwelle kann sich nicht geradlinig durch das Medium hindurchbewegen. Stattdessen wird sie chaotisch in alle Richtungen gestreut."

Satellite

NASA zerstört Raumsonde Cassini um mögliches Leben auf Saturnmonden zu schützen

© NASA
Künstlerische Interpretation des Abstiegs der Cassini-Sonde in die Saturn-Atmospäre (Illu.)
Washington (USA) - 13 Jahre lang hat die NASA-Sonde "Cassini" den Ringplaneten Saturn und seine Monde erforscht. Am heutigen Freitagmittag endet die Mission mit dem gezielten Absturz der Sonde auf den Gasplaneten. Der Grund für das finale Manöver liegt in einer der wichtigsten Entdeckungen der Sonde: Potentiell lebensfreundliche Ozeane auf einigen Saturnmonden wie Enceladus.

"Das Risiko, dass die Sonde ohne Treibstoff unkontrolliert auf Enceladus stürzen und dort eventuell vorhandenes Leben gefährden könnte, ist einfach zu groß, als dass die Sonde unsteuerbar im Saturn-System verbleiben könnte", erläutert die NASA.

Dig

Neue Analyseergebnisse und drei neue Mumienfunde in Nazca

© Gaia.tv
Die drei neuen Körper. Standbild aus dem Video.
Cuzco (Peru) - In der Kontroverse um die rätselhaften Trockenmumienfunde in Peru hat der US-Onlinesender "Gaia" ein weiteres Update seiner Doku-Reihe "Unearthing Nazca" veröffentlicht. Darin werden neue Analyseergebnisse zu den bereits bekannten Mumien sowie drei weitere Körper, als sogenannte "Familie" präsentiert.

- Hinweis: Während die Serie bislang nur im kostenpflichtigen Abo zu sehen war, zeigt Gaia die "Unearthing Nazca"-Reihe mittlerweile vollständig konstenlos.

Zu Beginn des mittlerweile sechsten Teils der Doku-Serie "Unearthing Nazca" werden zunächst neue Untersuchungsergebnisse an einigen der bereits bekannten Mumien präsentiert.

Kommentar:


Jupiter

"Nicht ausreichend verstanden": Astronomen rätseln über Jupiters Nordlichter

Die Aurora Borealis ist eines der beeindruckendsten Naturphänomene der Erde. Jedes Jahr reisen zahlreiche Menschen in Richtung der Pole, um das Schauspiel mit eigenen Augen zu sehen. Auf der Erde werden die Nordlichter durch Ströme elektrischer Energie erzeugt, die von der Sonne ausgehen.
© NASA/ESA
Auf dem Jupiter sind diese Lichter etwa zehnmal heller als auf der Erde. Die Aurora auf dem Jupiter gilt sogar als mächtigste im Sonnensystem. Nur bisher weiß keiner, woher sie ihre unglaubliche Energie bezieht.

Ergebnis einer Beschleunigung

"Auf dem Jupiter sind die hellsten Lichter das Ergebnis eines turbulenten Beschleunigungsprozesses, den wir bisher noch nicht ausreichend verstanden haben", erklärt Barry Mauk von den John Hopkins Universität in einer Presseaussendung.

Auf dem Jupiter werden die Elektronen, die das Licht erzeugen, mit einer Geschwindigkeit von 400.000 Elektrovolt beschleunigt, was etwa 30 Mal mehr ist als die schnellste auf der Erde jemals gemessene Geschwindigkeit.

Kommentar: Informationen über die elektrischen plasma Interaktionen in unserem Sonnensystem finden Sie in unseren bald erscheinenden Buch:


Mars

Gibt es Seen, Vegetation und sogar Bäume auf dem Mars?

Marsanomalien-Jäger, die sich die offiziellen NASA-Bilder vom Roten Planeten in allen Einzelheiten anschauen, haben wieder etwas entdeckt, das sie für Seen halten.
Die Aufnahmen sollen von der NASA-Raumsonde »Mars Reconnaissance Orbiter« aufgenommen worden sein und zeigen Formationen, die irdischen Seen sehr ähneln und sogar eine Vegetation wie Bäume erkennen lassen.


Zwar hat die US-Weltraumbehörde in den letzten Jahren selbst schon zahlreiche Andeutungen gemacht, dass es tatsächlich noch Wasser auf dem Mars geben könnte, doch Kritiker argumentieren, dass solche Bilder darauf hindeuten, dass Wasser viel häufiger und sichtbarer auf dem Roten Planeten vorhanden sei, als man es uns glauben machen will. Andere Forscher vermuten, dass diese »ungewöhnliche« Strukturen auf der Marsoberfläche zwar eine Art Flüssigkeit sein könnte, doch nicht zwangsläufig Wasser.

Moon

Wasser auf gesamter Mondoberfläche nachgewiesen

© Christine Bocks / pixelio.de
Die Analyse von Infrarotmessungen belegt erstmals das Vorkommen von Wasser auf der gesamten Mondoberfläche, wie Forscher der Technischen Universität Dortmund in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Russland herausgefunden haben. Konkret wurden die Infrarotmessungen analysiert, die ein Spektrometer an Bord der indischen Raumsonde Chandrayaan-1 im Jahr 2009 aufgenommen hatte.

"Die Analyse von Infrarot-Spektraldaten ist äußerst komplex. So müssen zum Beispiel verschiedene Einflüsse wie die Wärmestrahlung korrigiert werden. Darauf haben wir in diesem Fall besonders genau geachtet", sagt Physiker Christian Wöhler. So konnte das Team zeigen, dass Wasserstoff-Sauerstoff-Verbindungen in der obersten Schicht der gesamten Mondoberfläche eingelagert sind und nicht - wie bisher vermutet - ausschließlich in der Nähe der Pole des Mondes. Darüber hinaus zeigt ihre Analyse, dass sich die Verteilung des Wassers im Verlauf des "Mondtages" verändert.

Wasser oder Hydroxyl denkbar

Bulb

Chinesen bauen Super-Antrieb entgegen allen Gesetzen der Physik

© SPR
Chinesische Wissenschaftler haben angeblich eine Arbeitsversion des Mikrowellen-Antriebs EmDrive gebaut, deren Arbeit im Rahmen der klassischen Physik nicht erklärt werden kann, berichtet das britische Portal "Daily Mail" unter Berufung auf den TV-Sender CCTV-2.

Die technischen Einzelheiten der Erfindung werden nicht angeführt. Laut den Forschern soll der Antrieb in der nahen Zukunft im Kosmos getestet werden.

Beim EmDrive handelt es sich um eine Anlage aus Magnetron, das Mikrowellen generiert, und einem Resonator, der die Energie aus ihren Schwingungen ansammelt. Durch die Flutung eines Zylinders mit Mikrowellen wird ein messbarer Schub erzeugt, der dem Gesetz der Erhaltung der Energie widerspricht. Wie die Wissenschaftler erklären, würde ein Triebwerk auf Grundlage von EmDrive es der Menschheit ermöglichen, in nur wenigen Monaten den Rand des Sonnensystems zu erreichen.

Brain

Seit 20 Jahren fällt der IQ: Wieso sich unsere Intelligenz offenbar zurückentwickelt

Nach einem ständigen Anstieg der durchschnittlichen IQ-Testergebnisse kommt es seit gut 20 Jahren zu Rückgängen. Doch woran liegt das?
Nach der Einführung der ersten Intelligenztests haben sich die Ergebnisse in der westlichen Welt lange und kontinuierlich verbessert - vermutlich wegen Fortschritten bei der Ernährung und der Bildung. Das nennt man in der Forschung seit den 1990er-Jahren den Flynn-Effekt nach dem neuseeländischen Politologen James Flynn, der diesen Effekt 1984 erstmals für die USA beschrieb.

Doch ungefähr seit den 1990er-Jahren scheint es in verschiedenen Ländern der westlichen Welt Anzeichen zu geben, dass es mit dem IQ im Schnitt wieder leicht abwärts geht. Es ist die Rede von - hochgerechnet - sieben bis zehn IQ-Punkten pro Jahrhundert, wie das britische Wissenschaftsblatt New Scientist berichtet. Die Ergebnisse sind nicht unumstritten, um es mit der Stilfigur der doppelten Verneinung vorsichtig zu formulieren, wurden aber bereits in einigen Ländern bestätigt.

Kommentar:


Evil Rays

Manipulation künstlicher Intelligenz: Sexroboter können zu Killer-Maschinen umprogrammiert werden

© AFP 2017/ Anthony Wallace
Sexbots können genauso gut wie Smartphones geknackt werden und einem statt Vergnügen zu bereiten Leid antun und sogar ins Jenseits befördern. Das hat der Dozent für Cybersicherheit an der australischen Deakin University Nick Patterson in einem Interview für die Zeitung Daily Star Online gesagt.

Sie schließen sich ans Internet an, imitieren Orgasmen, können sprechen und sich bewegen. Doch je fortschrittlicher solche Roboter werden, desto größer ist das Risiko, dass diese gehackt werden.

"Hacker könnten leicht in das System eines solchen Roboters dringen und und die volle Kontrolle über Arme, Beine und andere angeschlossene Geräte übernehmen", so Patterson.