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Mo, 25 Sep 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Question

Kampf gegen Tod und gegen die Natur: Erste Kryokonservierung eines gesamten Menschen in China

Chinesische Wissenschaftler haben die erste Kryokonservierung des ganzen menschlichen Körpers in der Geschichte des Landes durchgeführt, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua. Die Leiche einer vor kurzem gestorbenen Frau wurde von den Forschern in eine Kryokapsel eingeschlossen.
© www.globallookpress.com
Tod besiegen? Erste Kryokonservierung ganzen menschlichen Körpers in China
Auf Wunsch ihres Mannes wurde der Körper der 49-jährigen Frau, die an Lungenkrebs gestorben war, in besonderer Weise behandelt und in einer Kryokapsel von Experten der Shandong Yinfeng Biological Engineering Group eingefroren. Wissenschaftler hoffen, dass die Entwicklung der Technologien es in der Zukunft ermöglichen wird, sie wiederzubeleben. Die Kryokonservierung sollte dazu beitragen, ihren Körper zu verschonen und vor natürlichen Prozessen zu schützen.

Bulb

Überraschender Fund in Chile stellt Dino-Stammbaum auf den Kopf?

Spannender Fund: Ein in Chile entdecktes Fossil könnte sich als entscheidendes Bindeglied der Dinosaurier-Evolution erweisen. Denn der Chilesaurus besitzt sowohl Merkmale der zweibeinig laufenden Raubdinosaurier als auch der pflanzenfressenden Vogelbecken-Dinosaurier. Diese bizarre Mischung spricht dafür, dass dieser Dinosaurier eine Übergangs-Art zwischen beiden Gruppen war - ein Missing-Link. Das Fossil könnte damit einen revolutionären, erst vor kurzem vorgestellten Stammbaum-Entwurf stützen.


Kommentar: Eine andere mögliche Erklärung: Die Knochenfragmente gehören zu zwei unterschiedlichen Dinosauriern und wurden fälschlicherweise als ein Dinosaurier klassifiziert. So etwas geschah schon öfters in der Paläontologie.


© Machairo/ CC-by-sa 4.0
Rekonstruktion des Chilesaurus-Skeletts: Er sah aus wie ein Raubdinosaurier,war aber ein Pflanzenfresser.
Lange Zeit teilten die Paläontologen die Dinosaurier in zwei Großgruppen ein: Eine bilden die Vogelbecken-Dinosaurier (Ornithischia) mit Pflanzenfressern wie dem Triceratops oder Stegosaurus. Diesen gegenüber stehen die Echsenbecken-Dinosaurier (Saurischia). Zu dieser Gruppe gehören die langhalsigen, pflanzenfressenden Sauropoden und die zweibeinig laufenden Theropoden, die Gruppe von Raubdinosauriern, zu der auch der berühmte Tyrannosaurus rex gehörte.

Streit um den Dino-Stammbaum

Doch vor wenigen Monaten erst wirbelte ein Forscherteam um Matthew Baron von der University of Cambridge diesen scheinbar so eindeutigen Stammbaum durcheinander. Sie lieferten Indizien dafür, dass die Theropoden nicht zu den Saurischia gehören, sondern enger mit den Ornithischia verwandt sind.

Jetzt legen Baron und seine Kollegen nach: Sie haben entdeckt, dass ein 2015 in Chile entdecktes Fossil ein entscheidender Beleg für ihren neuen Stammbaum sein könnte - und ein wichtiges Bindeglied der Dinosaurier-Evolution. Bei dem Fossil handelt es sich um den Chilesaurus diegosuarezi, einen etwa drei Meter langen, zweibeinig laufenden Dinosaurier, der vor 150 Millionen Jahren lebte.

Rose

Burma: 100-Millionen-Jahre-alte Blumen im Bernstein entdeckt

Forscher aus den USA haben Urzeit-Blüten entdeckt, die in kleinen Bernsteinstücken eingemauert waren. Sie müssen vor rund 100 Millionen Jahren in die Harztropfen von Nadelgehölzen hineingefallen sein, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Paleodiversity" schreiben.

"Diese Bernsteinstücke haben die Blumen so bewahrt, als hätte man sie soeben im Garten gepflückt", sagt George Poinar, Paläontologe an der Oregon State University. "Wahrscheinlich haben vorbeigehende Dinosaurier die Blüten von einem Zweig in die Harztropfen einer Araukarie heruntergeschüttelt. Diese Bäume gelten heute als die Hauptquelle für Urzeitbernstein. Deren entfernte Verwandte wachsen heute noch in Neuseeland und Australien."

Post-It Note

Schimpansen lernen das Knobelspiel "Stein-Schere-Papier"

© Gao et al.
Schimpanse beim Erlernen von „Stein-Schere-Papier“.
Kyoto (Japan) - Schimpansen allen Alters sind in der Lage, die Regeln des weltweit verbreiteten Knobelspiels "Stein-Schere-Papier" zu erlernen. Damit offenbaren die Menschenaffen eine Fähigkeit zu Intelligenz, wie sie die Forscher mit der von Kleinkindern vergleichen.

Wie das Team um Jie Gao von der japanischen Kyoto University und Kollegen der Universität Peking aktuell im Fachjournal Primates (DOI: 10.1007/s10329-017-0620-0) berichten, sind die drei mit den Händen zu deutenden Symbole nicht linearer Natur, weswegen ihre Bedeutung und Verhältnis zu- und untereinander kontextuell verstanden werden müssen. "Das Erlernen dieses Prinzips erfordert erhöhte mentale Fähigkeiten und ist für die Bildung komplexer sozialer Netzwerke, Problemlösungen und unserer Wahrnehmung unseres Gegenübers von Vorteil", so die Forscher.

Microscope 1

Am „Höllenloch der Schöpfung“ entdecken Forscher Leben selbst in Säuretümpeln

© Rolf Cosar (via WikimediaCommons), CC BY 3.0
Heiße Quellen in der Danakilsenke.
Bologna (Italien) - An einem von Forschern auch als "Höllenloch der Schöpfung" bezeichneten heißesten und damit unwirtlichsten Orte unserer Erde, haben Wissenschaftler Lebensformen selbst in Säuretümpeln entdeckt.

Die Danakilsenke liegt 100 Meter unter dem Meeresspiegel in der Region Danakil-Somalia - einer der drei größeren Wüstenregionen im Nordosten Afrikas. Es ist eines der weltweit aridesten und zugleich geologisch aktivsten Gebiete. Dennoch wird die Senke von Geologen und Anthropologen als das "Höllenloch der Schöpfung" bezeichnet, da hier fast zwei Millionen Jahre alte Überreste von Hominiden gefunden wurden und neuere Theorien davon ausgehen, dass sich der Homo sapiens in dieser Gegend entwickelt und von hieraus verbreitete, als das Klima noch kühler und feuchter war.

Sun

Video: Weltgrößter schwimmender Solarpark geht in China ans Netz

Das weltgrößte schwimmende Sonnenkraftwerk ist in der chinesischen Stadt Huainan in der Provinz Anhui in Betrieb gesetzt worden. Der Solarpark befindet sich in einem ehemaligen Steinkohlentagebau.
© www.dailytelegraph.com.au
Weltgrößter schwimmender Solarpark in China am Netz
Das Kraftwerk besteht aus mehr als 1.200 Sonnenkollektoren, die eine Fläche von 86 Hektar des Wasserspiegels belegen. Der Solarpark kann 40 Megawatt Strom generieren und damit etwa 15.000 Häuser mit Elektrizität versorgen. Die Betriebsdauer des Kraftwerkes beträgt 25 Jahre, es wurde mithilfe moderner Technologien gebaut und kann aggressiven Faktoren der Außenwelt wie Hitze, Salzigkeit und Feuchtigkeit widerstehen. Das Projekt wird vom Unternehmen Sungrow Power Supply Co Ltd. gefördert, das der größte Wechselrichterhersteller in Asien ist.


Fish

Rätsel gelöst, wie Goldfische ohne Sauerstoff überleben: Sie produzieren Alkohol

Wissenschaftler sind hinter (sic) dem Geheimnis der Goldfische gekommen, wie sie es schaffen, monatelang in eisbedeckten Teichen und Seen zu überleben.
© Tiefflieger/Wikimedia
Während wir Menschen nur wenige Minuten ohne Sauerstoff auskommen können, haben Goldfische eine bemerkenswerte Eigenschaft entwickelt, die es ihnen ermöglicht, über Monate hinweg in Gewässer zu überleben, die vollständig eingefroren sind. Wie sie diese Leistung vollbringen, war unseren Wissenschaftlern bislang ein Rätsel, doch jetzt hat eine neue Studie der University of Liverpool und der University of Oslo zum ersten Mal Licht in diesen geheimnisvollen Überlebensmechanismus gebracht: Sie produzieren Alkohol.

Control Panel

Neue Entdeckung russischer Forscher: Schaltkreise dünn wie Moleküle

© Sputnik/ Witalij Beloussow
Russische Wissenschaftler haben eine neue Methode zur Herstellung von zweidimensionalen Halbleitern mit vorgegebenen Eigenschaften entwickelt, schreibt die Zeitung "Iswestija" am Montag.

Daran arbeitete eine Expertengruppe von der Moskauer Hochschule für Stahl und Legierungen mit Professor Dmitri Golberg an der Spitze gemeinsam mit ihren Kollegen aus Japan, China und Australien. Die Ergebnisse ihrer Forschungen wurden im Fachmagazin Advanced Materials veröffentlicht.

Leonid Tschenosatonski vom russischen Institut für biochemische Physik zeigte sich überzeugt, dass diese Entdeckung eine globale Bedeutung habe, doch komme eine Serienproduktion solcher Elektronik vorerst nicht infrage.

Fireball 4

12. Oktober: Hausgroßer Asteroid rast schon wieder auf die Erde - Mainstream wundert sich

Ein Asteroid, etwa so groß wie ein Haus, rast auf die Erde zu. Der Brocken wird unseren Planeten nur um 44.000 Kilometer verfehlen - in kosmischen Maßstäben ist das sehr wenig. Forscher sehen aber keine Gefahr.

© dpa
Der Asteroid 2012 TC4 ist etwa so groß wie der kosmische Brocken, der am 15. Februar 2013 über dem russischen Tscheljabinsk explodierte (im Bild).
Ein Asteroid von der Größe eines Hauses ist im Anflug auf die Erde - und wird am 12. Oktober in nur 44.000 Kilometern Entfernung an unserem Planeten vorbeirasen.


Kommentar: Diese Quelle spricht von einer Entfernung von nur 6,800 Kilometern und der Möglichkeit, sollte der Bolide die Erdatmosphäre erreichen, einer noch viel größeren Zerstörung am Boden als es in Tscheljabinsk im 2013 geschehen ist.


Damit verfehlt der kosmische Brocken die am weitesten von der Erde entfernten geostationären Satelliten lediglich um 8.000 Kilometer, wie Wissenschaftler der Europäischen Weltraumagentur ESA sagten. Eine Einschlagsgefahr bestehe definitiv nicht. "Wir wissen sicher, dass dieses Objekt die Erde nicht treffen kann", sagte der ESA-Forscher Detlef Koschny. "Es gibt keinerlei Gefahr." Vielmehr sehen internationale Wissenschaftler im engen Vorbeiflug des Asteroiden die seltene Gelegenheit, ihre Fähigkeiten beim Aufspüren und weiteren Beobachten eines solchen Himmelskörpers zu testen.


Kommentar: Eine seltene Gelegenheit? In den letzten Jahren stellen wir einen dramatischen Anstieg dieser Ereignisse fest. Selten sind solche Geschehnisse inzwischen mit Sicherheit nicht mehr.



Mehr Informationen darüber erhalten Sie in unserem neuen Buch "Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung" welches bald erscheinen wird!

Moon

Überraschung: Mond hatte deutlich länger ein eigenes Magnetfeld als bislang gedacht

Neue Untersuchungen von Mondgestein zeigen, dass unser Erdtrabant deutlich länger ein eigenes Magnetfeld besaß als bislang gedacht. Insgesamt währte das lunare Magnetfeld demnach 1 bis 2,5 Milliarden Jahre länger bisherige Schätzungen - und das hat nicht nur Auswirkungen auf die potentielle Lebensfreundlichkeit anderer Monde und planetarer Körper, sondern auch auf unsere bisherigen Vorstellungen über die Zusammensetzung des Mondkerns.
© dc2 / Global Look Press
New Brunswick (USA) - Wie das Team um Sonia Tikoo von der Rutgers University aktuell im Fachjournal "Science Advances" (DOI: 10.1126/sciadv.1700207) berichtet, ist es gerade das irdische Magnetfeld, dass unsere Planetenoberfläche vor den schädlichen geladenen Teilchen des Sonnenwindes und ionisierender solarer und kosmischer Strahlung schützt: "Ohne diesen Schutzschildwürde sehr viel mehr Strahlung auf (die Erde) einwirken und es gäbe sehr viel mehr Mutationen. Wer weiß also schon, wie das Leben auf eine derart instabile Umwelt reagiert hätte", so Tikoo. "Auf jeden Fall wäre die Erde ein deutlich lebensunfreundlicherer Ort."

In ihren Untersuchungen ist es den Forschern nun erstmals gelungen, Bodenproben, die von den Apollo-Missionen zur Erde gebracht wurden, derart zu erhitzen, um dadurch die Stärke des lunaren Magnetfeldes zur Entstehungszeit des Mondgesteins akkurat zu bestimmen.

Kommentar: Könnte die elektrische Natur unseres Sonnensystems einige dieser Mysterien besser erklären?