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Di, 17 Jan 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
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Hunde sind uns ähnlicher als wir denken: Auch sie haben ein episodisches Gedächtnis

© Unsplash/Pixabay
Auch Hunde verfügen über eine Art episodisches Gedächtnis

Kluge Vierbeiner: Das Gedächtnis der Hunde ist dem menschlichen ähnlicher als gedacht. Denn die Tiere können sich gut an vergangene Ereignisse erinnern - und das sogar dann, wenn sie etwas nur beobachtet haben. Sie besitzen damit ein episodisches Gedächtnis ähnlich dem unsrigen, berichten Forscher im Fachmagazin "Current Biology". Der Hund hat damit eine weitere vermeintlich menschliche Domäne geknackt.

Hunde sind nicht nur der sprichwörtlich beste Freund des Menschen, sie verfügen auch über eine beträchtliche Intelligenz - wie wohl jeder Hundebesitzer bestätigen würde. Die schlauen Vierbeiner verstehen unsere Gesten, Blicke und Worte und können sogar zählen - wenn auch etwas schlechter als Wölfe. Die große Lernfähigkeit der Hunde demonstriert zudem, dass Hunde ein sehr gutes prozedurales Gedächtnis besitzen: Sie können sich an einmal gelernte Fertigkeiten und Abläufe erinnern.

Erinnern sich Hunde wie wir?

Offen blieb aber bisher, ob Hunde auch über ein episodisches Gedächtnis verfügen. Im Gegensatz zu antrainierten Fertigkeiten merken wir uns damit Ereignisse und Erfahrungen in unserem Leben - und dies quasi nebenbei, ohne bewusst darauf zu achten. "Diese Gedächtnisform gilt zudem als eng verknüpft mit dem Besitz eines Selbstbewusstseins", erklärt Studienleiterin Claudia Fugazza von der Eötvös Universität in Budapest.

Bisher galt das episodische Gedächtnis meist als Domäne des Menschen - auch, weil man Tiere nicht einfach fragen kann: "Erinnerst Du Dich noch?" Ob beispielsweise Menschenaffen diese Gedächtnisform besitzen, ist deshalb strittig. Die Schwierigkeit liegt darin, Experimente und Tests zu entwickeln, die das episodische Gedächtnis abfragen, ohne dass zuvor ein bewusstes Lernen oder Antrainieren stattgefunden hat.

Kommentar:


Beaker

Studie bestätigt Mythos: Junges Blut verjüngt alte Körper und Gehirne

San Carlos (USA) - In einer aktuellen Studie zeigen US-Forscher, dass Blut menschlicher Jugendlicher alte Mäuse verjüngt - deren Erinnerung, Kognition und physische Aktivität verbessert. Die Forscher vermuten darüber hinaus, dass die Methode auch auf den Menschen übertragen werden kann.
Schon zuvor hatten andere Studien zeigen können, dass die Injektion von jungem Mäuseblut bei alten Mäusen zu einer weitreichenden Verjüngung der Tiere führen kann. Wie Sakura Minami von der medizinischen Forschungsfirma Alkahest auf dem Jahrestreffen der Society for Neuroscience berichtet, scheint der Schlüssel zur Jugend im Blutplasma und damit dem flüssigen Anteil des Blutes zu liegen.

Mars

Riesiges Meer auf Mars entdeckt: Bis 170 Meter dick und ein Volumen von 14.300 Kubikkilometern

Amerikanische und kanadische Wissenschaftler haben auf dem Mars ein Meer aus gefrorenem Wasser entdeckt, meldet NASA. Die aus Wassereis, Sand und Gas bestehende Schicht liegt einen bis zehn Meter tief unter der Planetenoberfläche im westlichen Teil von Utopia Planitia - einer größeren Tiefebene auf dem Mars. Die Schicht ist 80 bis 170 Meter dick und hat ein Volumen von etwa 14.300 Kubikkilometern.

© NASA
Riesiges Meer auf rotem Planeten entdeckt
Die Wissenschaftler haben das zugefrorene Meer mit der Radaranlage SHARAD (Shallow Radar) der Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) entdeckt. Der MRO wurde am 12. August 2005 in den Weltraum geschickt. Seitdem die Sonde 2006 den Mars erfolgreich erreicht hat, dient sie einer weiteren Erforschung des roten Planeten.

Im Oktober hatte das Landemodul „Schiaparelli“ der europäisch-russischen Raumsonde TGO (Trace Gas Orbiter) den Mars erreicht. Leider kam es zu einer Notfallsituation, bei der das Signal zur Raumsonde vor ihrer Landung auf der Mars-Oberfläche verloren wurde. Das NASA-Weltraumschiff Mars Reconnaissance Orbiter hat das Bild von dem vermutlichen Absturzort des Landemoduls Schiaparelli auf dem Mars geliefert.

Question

Leben wir in der Vergangenheit eines Paralleluniversums?

© Bruce Rolff / Shutterstock
Physiker haben bekanntlich ein Problem mit der Zeit. Ob Newtons Gravitationslehre, die Maxwell-Gleichungen, Einsteins spezielle und allgemeine Relativitätstheorie oder die Quantenmechanik, all diese Theorien, welche die Funktionen unseres Universums beschreiben, können wunderbar in zwei Richtungen der Zeit angewandt werden.

Die Welt, die wir erleben, ist eine ganz andere. Das Universum expandiert und zieht sich nicht zusammen. Sterne emittieren Licht anstatt es aufzunehmen. Radioaktive Atome zerfallen und bauen sich nicht wieder neu zusammen. Ein Omelett wird niemals wieder zum Ei. Wir erinnern uns an die Vergangenheit, nicht an die Zukunft und werden eines Tages alt, nicht jung. Für uns hat die Zeit also eine ganz klare und irreversible Richtung. Sie bewegt sich vorwärts, in Richtung Zukunft, ganz egal, was irgendwelche Gleichungen sagen mögen.

Wie aber wird darüber entschieden, welche Richtung die Zeit hat und worauf begründen sich diese Annahmen? Werfen wir einen Blick in die Wissenschaft.

Kommentar: Einige der hier beschriebenen Konzepte über die Natur unseres Kosmos, u.a. die Herkunft der Zeit, werden auch in der Buchserie Die Welle auf innovative Weise von Laura Knight-Jadczyk behandelt, sowie in dem bald bei uns auf Deutsch erhältlichen Buch "Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung".

Sonstige Links:


Gold Coins

Gold aus Kohle: Russische Wissenschaftler gewinnen 1 Gramm Gold aus einer Tonne Kohle

Nach 15 Jahren Forschungen haben die Wissenschaftler der fernöstlichen Abteilung der Russischen Wissenschaftsakademie eine Anlage erfunden, die bis zu einem Gramm Gold aus einer Tonne Kohle gewinnen kann. So heißt es auf der Webseite der Abteilung. Die Forscher haben vor, dieses Project bei Skolkovo anzumelden und ein Forschungsstipendium in Höhe von etwa 20.000 Euro zu beantragen.
© Sputnik
Echte Magie: Russische Wissenschaftler gewinnen Gold aus Kohle
Seit 15 Jahren haben die Forscher aus dem Fernen Osten die chemische Zusammensetzung von Kohle untersucht. Sie haben festgestellt, dass eine Tonne von Kohle aus dem Becken Jerkowezki etwa ein Gramm Gold enthält. „Der wirtschaftliche Effekt ist leicht zu sehen: Eine Tonne verbrannt - 1.500 Rubel (21,7 Euro. - RT) gewonnen“, erklärt der Generaldirektor des Unternehmens „Komplexe Innovationstechnologien des Forschungszentrum Amur“, Oleg Agejew.

Ice Cube

Neue Erscheinungsform von Eis entdeckt

© isc.cnr.it
Chemische Struktur der neuen Eisform im Überblick
Das zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörende Istituto dei Sistemi Complessi hat eine neue Erscheinungsform von Eis entdeckt. "Ghiaccio XVII", so die wissenschaftliche Bezeichnung, könnte vor allem bei der Herstellung von technischen Gasen eingesetzt werden.

"Bis heute bekannt waren mindestens 16 verschiedene Kristallformen, die durch unterschiedliche Druck- und Temperaturverhältnisse entstehen", erklärt Projektleiter Lorenzo Ulivi. Der Unterschied liege in der Anordnung der Wassermoleküle. Genauer betrachtet, geht es um die Beschaffenheit der darin enthaltenen Sauerstoffatome, die geometrisch genaue Strukturen erzeugen und das Kristallgitter des Eises bestimmen.

Question

Rätsel für Astronomen: Erster Empfang von kosmischem Radioblitz mit extrem energiereichen Begleit-Signal

State College (USA) - Seit ihrer erstmaligen Entdeckung 2007 stellen sogenannte Schnelle Radioblitze (Fast Radio Bursts = FRB) Astronomen vor ein Rätsel über deren Herkunft und Natur. Jetzt haben US-Astronomen erstmals ein nicht weniger mysteriöses Begleit Signal bei einem FRB empfangen - passt das Signal doch in keine der bisherigen astrophysikalischen Erklärungsansätze für die ultraschnellen Radiopulse.
© Swinburne Astronomy Productions
Künstlerische Abbildung der Ortung eines Schnellen Radioblitzes mit dem Parkes-Radioteleskop (Illu.).
Wie das Team um James DeLaunay von der Pennsylvania State University aktuell im Fachjournal Astrophysical Journal Letters (DOI: 10.3847/2041-8205/832/1/L1) und vorab via ArXiv.org berichtet, handelte es sich bei diesem den Radioblitz begleitenden Signal um intensive Gammastrahlung, wie sie jedoch von keiner der bisherigen astrophysikalischen Theorien zur möglichen Herkunft der FRB passt.

Kommentar:


Bulb

„Unser Verständnis von Gravitation ist grundsätzlich falsch“: Neue Theorie erschüttert die Wissenschaft

In einem aktuellen Fachartikel legt ein niederländischer Physiker seine Theorie dar, nach der die immer noch umstrittene Dunkle Materie - die rund 27 Prozent unseres beobachtbaren Universums ausmachen soll, deren Existenz aber immer noch nicht nachgewiesen werden konnte - tatsächlich gar nicht notwendig ist, um die beobachtete überschüssige Gravitation im Universum zu erklären. Unser Verständnis von Schwerkraft wäre demnach grundsätzlich falsch.


© NASA
Die Verzerrung des Lichts einer entfernten Galaxie durch wird durch die Masse in einem Galaxienhaufen im Vordergrund erzeugt. Aus der Verzerrung lässt sich die Massenverteilung bestimmen, dabei tritt eine Diskrepanz zwischen beobachteter Materie und bestimmter Masse auf.
Amsterdam (Niederlande) - „Wir wissen eigentlich schon lange, dass Einsteins Theorie von der Gravitation nicht mit der der Quantenmechanik übereinstimmt“, erläutert Erik Verlinde von der Universiteit van Amsterdam und zeigt sich jetzt schon zuversichtlich: „Diese Entdeckung verändert alles und ich glaube wirklich, dass wir vor einer wissenschaftlichen Revolution stehen.“

Wie Verlinde selbst überzeugt ist, hat er eine Lösung für das immer noch existierende Problem der Dunklen Materie gefunden: Tatsächlich gibt es nach bisheriger Vorstellung in dem von uns beobachtbaren Universum mehr Gravitation als diese mit aller sichtbaren Materie und Gasen erklärt werden kann.

Kommentar: Sie können unser neues Buch "Erdveränderungen und Mensch-Kosmos Verbindung" lesen, um mehr über die wahrscheinlichen Hintergründe und Ursachen der Phänomene in unserem Universum zu erfahren. Das Buch ist bald auch auf Deutsch erhältlich...


Better Earth

Geologen: Ganz Australien bewegt sich, wenn in Europa und Russland Winter und Sommer anbricht

Forscher haben festgestellt, dass Australien „schwankt“ und sich bei Sommer- bzw. Winteranfang um mehrere Millimeter nach Nordosten bzw. Südosten bewegt. Das hängt mit dem verlagerten Massezentrum der Erde durch die Anhäufung oder das Tauen des Schnees in Europa zusammen. Ein Bericht dazu ist in der Fachzeitschrift „JGR:Solid Earth“ zu lesen.
© Flickr/ NASA Goddard Space Flight Center
„Diese Bewegungen spüren wir nicht, ihre Spuren sind jedoch im Weltozean zu erkennen. Die Verteilung des Wassers auf der Erde ändert sich mit dem Beginn eines jeden neuen Winters oder Sommers. Diese Bewegung löst eine für Satelliten messbare Deformierung des gesamten australischen Kontinents aus“, erklärt Shin-Chan Han von der University of Newcastle (Australien).

Der Geologe kam fast zufällig zu dieser interessanten und überraschenden Schlussfolgerung. Er versuchte mehrere Monate lang zu verstehen, wieso die GPS-Satellitendaten und die der australischen GPS-Bodenstationen nicht mit den gravimetrischen Karten übereinstimmen, die mit Hilfe der GRACE-Sonden bei der Erforschung der Bodenstrukturen Australiens erstellt wurden.

Question

So viel Unerforschtes in der Tiefsee: Weitere unbekannte Meereskreatur entdeckt

Dieses Meerestier, das kalifornische Wissenschaftler kürzlich in seinem natürlichen Lebensraum gefilmt haben, ist bisher kaum erforscht. Um festzustellen, ob es sich um einen Fisch einer bereits bekannten Art, oder tatsächlich um eine neue Spezies handelt, brauchen die Forscher allerdings DNA-Proben.
© Screenshot
Bisher wurden sechs Exemplare dieser seltenen Kreatur gesichtet, wie es aus demBiologen-Bericht hervorgeht. Man vermutet auch, dass das Meerestier der Familie der Kurznasenchimären — Hydrolagus trolli - angehören könnte. Ein ähnlicher Fisch war 2002 im Pazifischen Ozean bei Neukaledonien entdeckt worden.