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Fr, 24 Nov 2017
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Wir tragen mehr Neandertaler-Gene in uns als gedacht

© reuters/johannes krause, max-planck-instituts für evolutionäre anthropologie
Die Gebeine eines weiblichen Neandertalers, der vor rund 52.000 Jahren in der Vindija-Höhle in Kroatien gelebt hat, lieferten nun eine genetische Karte unseres Verwandten von hoher Qualität.
Kein anderer unserer Vorfahren ist näher mit uns verwandt als der Neandertaler. Diese evolutionäre und geografische Nachbarschaft führte sogar dazu, dass Neandertaler und Menschen gemeinsame Nachkommen hervorbrachten - die genetischen Beweise dafür findet man noch heute in unserem Erbgut.

Was man mittlerweile über diese zwischenartlichen Beziehungen und ihre Folgen weiß, verdanken wir der Entschlüsselung der Erbanlagen von fünf Individuen: Ein Exemplar stammt aus der Mezmaiskaya-Höhle in Russland, drei aus der Vindija-Höhle in Kroatien und eines aus dem sibirischen Altai-Gebirge. Allerdings lieferte bisher nur letzteres ein hochqualitatives genetisches Bild unseres Verwandten.

Genetischer Schatz

Nun haben Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig einen genetischen Schatz präsentiert, der die Kenntnisse über den Neandertaler bedeutend bereichern dürfte: Die Paläogenetiker um Kay Prüfer untersuchten Milliarden DNA-Fragmente einer Neandertalerfrau, die 1980 ebenfalls in der kroatischen Vindija-Höhle entdeckt worden war. Die nun im Fachjournal Science veröffentlichten Resultate des Erbgutpuzzles ergaben eine genetische Karte, die in dieser Qualität bisher nur vom Altai-Fund vorlag und eine ganze Reihe früherer Beobachtungen untermauert. So dürfte das Individuum mit der Bezeichnung Vindija 33.19, das vor etwa 52.000 Jahren lebte, nahe mit jenen Neandertalern verwandt gewesen sein, die sich mit dem modernen Menschen vermischten.

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Studie berechnet: Erste Bausteine des Lebens gelangten mit Meteoriten auf die Erde

Auf der Grundlage von astronomischen, geologischen, chemischen und biologischen Modellen kommen kanadische und deutsche Wissenschaftler zu dem Schluss, dass das Leben nur wenige hundert Millionen Jahre, nachdem die Erdoberfläche soweit abgekühlt war und sobald flüssiges Wasser existieren konnte, durch die Einbringung organischer Stoffe entstand, als diese so die Entstehung von selbstreplizierenden RNA-Molekülen erst ermöglichten.
© B. K. D. Pearce
Wiege des Lebens: Ein warmer kleiner Teich auf dem Bumpass Hell Trail im Lassen Volcanic National Park in Kalifornien. In ähnlichen Gewässern könnten die ersten selbstreplizierenden RNA-Moleküle entstanden sein.
Hamilton (Kanada) - Wie das Team um Ben Pearce von der McMaster University und Thomas Henning vom Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) aktuell im Fachjournal "Proceedings der National Academy of Science of the United States of America" (PNAS; DOI: 10.1073/pnas.1710339114) berichten, basieren ihre Schlussfolgerungen auf einem Modell, das heutiges Wissen zu Planetenentstehung, Geologie, Chemie und Biologie zusammenfasst. Bislang hatte noch niemand zuvor diese Berechnungen durchgeführt.

"Das vielleicht interessanteste Ergebnis der Berechnungen ist, dass das Leben vergleichsweise früh entstanden sein dürfte, nämlich nur wenige hundert Millionen Jahre, nachdem die Erde ausreichend abgekühlt war, um flüssiges Oberflächenwasser wie Teiche oder Ozeane zuzulassen.


Kommentar: Also hat es den Anschein dass die Ergebnisse dieser Studie bisher auf rein mathematischen Brechungen beruhen und nicht auf beobachteten Fakten. Dennoch spricht bereits einiges für den Umstand das Bakterien, Viren und andere Mikroben durch Meteore/Kometen auf die Erde kommen:

Damals trafen ungleich mehr Meteorite auf die Erde als heutzutage", so die Autoren der Studie und führen weiter aus: "Weil unser Modell so viele Ergebnisse aus so vielen verschiedenen Bereichen einschließt, ist es erstaunlich, dass alles so schlüssig zusammenhängt. Jeder Schritt unseres Modells führte ganz natürlich zum nächsten." Dass dabei am Ende ein klares Bild herauskam ist für die Forscher "ein klares Indiz dafür, dass unser Szenario so falsch nicht sein kann".


Kommentar: In den letzten Jahrzehnten steigt die Meteor-Aktivität dramatisch.


Snowflake Cold

"Der Winter naht": Laut einem russischem Forscher befinden wir uns bereits in einer Eiszeit

Trotz der Treibhausgasemissionen ist die Erde laut dem russischen Forscher Wladimir Melnikow in eine neue Kaltzeit eingetreten, die voraussichtlich 35 Jahre dauern wird.
© Sputnik/Alexander Wikulow
"Wir haben seit Jahren auf einen neuen kalten Zyklus gewartet und der hat begonnen - trotz der Anthropogenese und der gewaltigen Emissionen", sagte Melnikow, Leiter des Instituts für Kryologie und Kryosophie an der Staatlichen Universität Tjumen, am Dienstag laut russischen Medien.

Auslöser der neuen kalten Phase sei die gesunkene Aktivität der Sonne, so der Forscher. Einen ähnlichen kalten Zyklus habe es zuletzt Mitte des 20. Jahrhunderts gegeben. "Wie auch damals kann es je nach der Region bedeutende Abweichungen geben." In Russland würden im Winter Kältewellen wiedereinkehren, wie es sie seit den 1940er Jahren nicht gegeben habe.

Kommentar: Russische Wissenschaftler sprechen bereits seit einigen Jahren davon, dass uns eine neue Eiszeit droht unter anderem deshalb, weil die Sonnenaktivität sehr gering ist.

Kleine Eiszeit? Sonne hat geringste Aktivität seit 100 Jahren
Die Klimaerwärmung macht offiziell eine Pause - Kommt eine Eiszeit?
Kleine Eiszeit 2014? Russische Wissenschaftler gehen davon aus: "Uns erwartet eine globale Abkühlung"

Dazu ein exklusiver Sott-Fokus Artikel der bereits 2007 veröffentlicht wurde:

Feuer und Eis: The Day After Tomorrow


Mars

Meteorit „ALH 84001“ belegt: Der Mars hatte vor 4 Mrd. Jahren eine dichte Atmosphäre

© NASA
Der Marsmeteorit ALH84001
Tokyo (Japan) - Mittlerweile zeichnen die Ergebnisse von Mars-Sonden und Rover-Missionen ein recht eindeutiges Bild von einem einst warmen und feuchten Oberflächenklima auf dem Mars mit Flüssen, Seen und Ozeanen flüssigen Wassers. Um den heute Roten Planeten jedoch derart warm zu halten, benötigte dieser auch eine dichte Atmosphäre mit einem ausreichenden Treibhauseffekt. Die Analyse des bekannten Mars-Meteoriten ALH84001 bestätigt nun, dass die Marsatmosphäre vor vier Milliarden Jahren sehr viel dichter war als heute.

Wie das Team um Hiroyuki Kurokawa vom "Tokyo Institute of Technology" aktuell im Fachjournal Icarus (DOI: 10.1016/j.icarus.2017.08.020) berichtet, beinhaltet der beknannte Marsmeteorit "Allan Hills (AH) 84001" Stoffe jener Marsatmosphäre, unter der er einst - vor rund vier Milliarden Jahren - entstanden war. Durch einen Vergleich der Ergebnisse der Isotopenzusammensetzung der im Meteorit gefangenen Gase konnten die Forscher nun diese Atmosphäre rekonstruieren.

Bulb

Untersuchungen bestätigen Teile der Legende um Franz von Assisis Wundertat

Wissenschaftler haben Alter und Inhalt eines Sacks bestätigt, um den sich eine mittelalterliche Legende dreht. Er wird einer Wundertat des heiligen Franz von Assisi zugeschrieben: Ein Engel soll den Sack voll Brot im Jahr 1224 in seinem Auftrag überbracht haben. Die Ergebnisse der Radiokarbon-Datierung und der chemischen Analyse des Materials passen zu dieser Geschichte, berichten die Forscher. Der Rest bleibt natürlich eine Glaubensfrage.


In diesem Reliquiar werden die Textilfragmente heute aufbewahrt.
Es ist der Schatz des Klosters von Folloni bei Montella in Italien: Seit mehr als 700 Jahren werden hier Textilfragmente aufbewahrt, die von dem legendären Brotsack stammen sollen. Der Geschichte zufolge erschien der Beutel voller Brot im Winter des Jahres 1224 auf wundersame Weise vor der Tür des Klosters. Die Legende besagt, dass der heilige Franziskus (1181 bis 1226) für diese Sendung verantwortlich gewesen ist. Er weilte zu dieser Zeit in Frankreich - so überbrachte ein Engel in seinem Auftrag den Brotsack, heißt es in der Legende.

Fireball 2

Asteroid 2012 TC4 kommt der Erde am 12. Oktober sehr nahe

Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa hat die Meldungen bestätigt, dass sich am 12. Oktober ein potentiell gefährlicher Asteroid der Erde nähern wird. Wie das russische Nachrichtenportal life.ru berichtet, geht dies aus einem gemeinsamen Bericht der Behörde und der europäischen Raumfahrtagentur ESA hervor.

Symbolbild
Der Himmelskörper wurde bereits im Jahr 2012 entdeckt und bekam die Bezeichnung 2012 TC4. Seitdem überwacht die amerikanische Raumfahrtbehörde die Flugbahn des Himmelskörpers und informiert in ihren Berichten die Öffentlichkeitüber die Position, Bewegungsrichtung und die genauen Maße des Flugobjektes.

Es konnte ermittelt werden, dass der Asteroid etwa doppelt so groß ist wie der Meteor von Tscheljabinsk, der im Jahr 2013 über dieser russischen Stadt niedergegangen war.

Damals drang der Himmelskörper in die Erdatmosphäre ein und zerbrach bei seiner heftigen Explosion in 30 bis 50 Kilometern Höhe, sodass zahlreiche Fragmente im gesamten Gebiet Tscheljabinsk verstreut niedergingen.

Kommentar: Hier gibt es zwei ältere Artikel zu dem Asteroiden:

Asteroid 2012 TC4 verfehlt knapp die Erde
Asteroid TC4 könnte sich auf Kollisionskurs mit der Erde befinden - Wirklich?


Mars

25-mal heller: NASA beobachtet bislang stärkstes Aufleuchten auf dem Mars

Die US-Raumfahrtbehörde hat nach eigenen Angaben ein Aufleuchten auf der Oberfläche des Mars beobachtet, das 25-mal heller war als derartige Erscheinungen in den vergangenen drei Jahren, die von der Raumsonde MAVEN beobachtet wurden.

© NASA. NASA/Univ. of Colorado
Laut einer Forschungsgruppe von der Universität Colorado wurde das gewaltige Aufleuchten auf dem Mars von dem starken Sonnensturm am 11. September verursacht, der große Mengen an Plasma ins All schleuderte.

​"Wenn ein Sonnensturm die Atmosphäre des Mars beeinflusst, kann das Lichter auslösen, die den ganzen Planeten in ultraviolettem Licht erscheinen lassen. Die jüngsten Sonnenaktivitäten machten den Mars zu einer "Glühbirne"", sagte Sonal Jain von der Universität Colorado.


Ein solches Licht könne den ganzen Mars umhüllen, denn sein Magnetfeld sei nicht so stark wie das der Erde, um das Licht in der Nähe seiner Polargebiete zu konzentrieren.

Mars

Überraschung: Sondendaten vom Mars belegen Eislager am Äquator

Eine Neubegutachtung älterer Daten der NASA-Sonde "Mars Odyssey" offenbart Hinweise für eine bedeutende Hydratisierung des Bodens englang des Mars-Äquators und damit einer Region, in der laut bisheriger Forschungsmeinung eigentlich keine Wassereislager existieren sollten.

Laurel (USA) - Wie Jack Wilson vom Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University aktuell im Fachjournal "Icarus" (DOI: 10.1016/j.icarus.2017.07.028) berichtet, stammen die Daten vom Neutronenspektrometer an Bord der Sonde aus den Jahren 2002 bis 2009. Durch eine Erhöhung der Auflösung der älteren Daten gelang den Wissenschaftlern demnach der Nachweis unerwartet hoher Mengen an Wasserstoff in den Äquatorregionen des Roten Planeten, wie sie in höheren Breitengraden ein Anzeichen für unter der Oberfläche verborgenes Wassereis sind.

Gezielt nahmen die NASA-Wissenschaftler eine rund 1.000 Kilometer großen Region leicht erodierbaren Materials zwischen den nördlichen Tief- und südlichen Hochländern entlang der Mars-Formation Medusa Fossae ins geschärfte Visier.

Während bisherige Radardaten hier vulkanische Ablagerungen von geringer Dichte nahelegten, könnten die neuen Wasserstoffwerte hier verborgene Wassereislager unmittelbar unter der Marsoberfläche ausweisen. Wie das Wassereis jedoch hierhin gelangt sein soll, das können die Wissenschaftler bislang noch nicht hinreichen erklären.

Pyramid

"Ende des Jahres": Aktueller Stand der Suche nach Kammern hinter dem Grab des Tutanchamun

Seit 2014 sorgen Hinweise auf hinter dem Grab des Tutanchamun verborgenen Kammern für kontroverse Diskussionen bis hin zu Spekulationen darüber, ob sich hinter den Wänden ein weiteres Grab - vielleicht sogar das der nicht minder sagenumwobenen Nofretete befinden könnte. Nachdem bereits im vergangenen Frühjahr weitere Scans durchgeführt wurden (...GreWi berichtete), wurden deren Ergebnisse bislang noch nicht veröffentlicht. Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi) hat beim Leiter der Arbeiten nachgefragt.

© Sputnik/ Yuri Somov
Saarbrücken (Deutschland) - Bereits Mitte Februar hatte Franco Porcelli vom Politecnico di Torino berichtet, dass schon bald finale Radar-Scans mit Instrumenten der neusten Generation endgültige Antworten auf die noch offenen Fragen um mögliche Strukturen (Gänge, Kammern und/oder Räume) hinter den Mauern des Tutanchamun-Grabes liefern sollten (...GreWi berichtete).

Schon damals zeigte sich Porcelli zuversichtlich, dass die anstehenden Scans noch offene Fragen rund um mögliche verborgene Kammern hinter dem Grab des Tutanchamun "mit 99-prozentiger Sicherheit" beantworten werden.

Schon länger steht der Herausgeber von Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi), Andreas Müller, mit Porcelli in Kontakt und hat ihn aktuell zum dem Stand der Untersuchungen, deren Ergebnisse und deren Veröffentlichung befragt.

Evil Rays

Erstmals auch in Europa Gravitationswellen gemessen

© NASA/StScI
Auch der Detekor Virgo in Italien hat jetzt erstmals Gravitationswellen aufgefangen. Sie wurden wie die drei vorherigen Ereignisse von der Verschmnelzung zweier Schwarzer Löcher verursacht.
Zum ersten Mal hat auch der Detektor Virgo in Italien das Signal von Gravitationswellen aufgefangen. Gleichzeitig mit den beiden LIGO-Detektoren in den USA registrierte das Observatorium die Erschütterungen der Raumzeit, die von der Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher verursacht wurden. Dies ist nicht nur der erste Nachweis solcher Wellen für Virgo, die Verschaltung aller drei Detektoren macht auch die Bestimmung der Quelle präziser als zuvor.

Bereits im Februar 2016 hatten die LIGO-Detektoren in den USA erstmals nachgewiesen, dass diese von Albert Einstein vorhergesagten Erschütterungen der Raumzeit wirklich existieren. Seither haben diese Detektoren noch zwei weitere Gravitationswellen-Ereignisse registriert. Alle drei wurden von der Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher verursacht.