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Mo, 25 Sep 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Better Earth

Pilz lebt seit 20 Mio. Jahren ohne Luft am Meeresboden ohne Licht

Manches Leben ist nicht totzukriegen. Zum Beispiel dieser japanischer Spaltblättling: 20 Millionen Jahre ohne Sauerstoff in der durchwalkten tief unter dem Meer steckt der Pilz schon mal weg.

Spaltblättlinge (Schizophyllum)
Die Sporen eines besonders zähen Vertreters landlebender Pilze sind vor Millionen Jahren vom Meer verschlungen worden, überdauerten im Meeresboden - und keimten nun, nachdem japanische Geologen sie bei Probebohrungen aus dem Sediment und testweise auf Kulturmedien gepflanzt haben. "Womöglich haben wir hier eine alte Pilzspezies entdeckt, die schon lange vor der Geburt der Menschheit existierte", kommentiert Fumio Inagaki vom JAMSTEC, der staatlichen japanischen Behörde für Ozean- und Geoforschung, gegenüber der japanischen Zeitung Asahi Shimbun.

Die Geologen hatten bereits im Jahr 2012 rund 80 Kilometer vor dem Nordosten der japanischen Hauptinsel Honshū in rund 1.200 Meter Meerestiefe einen guten Kilometer tief in Sedimente gebohrt und verschiedene Bodenproben ans Licht gebracht. Darin waren ihnen auch Sporen von wohl insgesamt 69 verschiedenen offensichtlich einst landlebenden Pilzarten aufgefallen. Der Meeresboden an dieser Stelle war vor rund 20 Millionen Jahren vom Meer überspült worden, als sich die japanischen Inseln bildeten. Alle Sporen wurden in Kulturmedien gesetzt - und einer, ein Vertreter der Gattung Schizophyllum, wuchs daraufhin tatsächlich zu einem rund ein Zentimeter hohen Pilzkörper heran.

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Bahnbrechendes Heilmittel erfunden: Schwerste Verletzungen in einer Sekunde heilen

Eine mit dem Namen Tissue Nanotransfection (TNT) bezeichnete Technologie ist in der Lage, Verletzungen in weniger als einer Sekunde zu heilen.

© MedXclusive Learning/Ohio State University
Es klingt wie eine Szene aus dem Film Star Trek: Der Arzt legt einen Chip auf die Haut des verletzten Patienten und seine Wunden verheilen in Sekundenschnelle. Doch es ist durchaus keine Science Fiction, sondern es handelt sich um die neueste Errungenschaft der Wissenschaftler der Ohio State University. Sie haben nämlich eine bahnbrechende neue Technologie entwickelt, die selbst die schwersten Verletzungen fast sofort heilen kann und hat das Potenzial hat, viele Leben zu retten.


Wie USA Today schreibt, haben die US-Forscher eine Art Silikon-Chip entwickelt, den man einfach nur auf die Haut des Patienten legt und das darin integrierte System einen "genetischen Code in die Hautzellen injiziert und diese Hautzellen in andere Zelltypen umwandelt." Das bedeutet, dass wenn sich beispielsweise jemand am Bein verletzt, der Chip einige der Hautzellen des Patienten in vaskuläre Zellen umwandeln könnte, damit sie helfen, den Schaden zu reparieren.

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Bestätigt: Entdeckter Dinosaurier in Argentinien ist "größter Dino aller Zeiten"

Wie zwölf Elefanten schwer, 37 Meter lang, etwa 20 Meter groß - der in Argentinien entdeckte Dinosaurier war das größte und das schwerste Landtier aller Zeiten. Die Überreste von Patagotitan mayorum, und so heißt diese Dino-Art, wurden bereits im Jahr 2012 im Süden des Landes gefunden. Erst jetzt beendeten Experten alle notwendigen wissenschaftlichen Untersuchungen.
© Reuters
Reste des größten Dinosauriers aller Zeiten in Argentinien gefunden
Nach Angaben der wissenschaftlichen Zeitschrift Proceedings of the Royal Society B gelang es Forschern, insgesamt sechs Skelett-Fragmente zu beschreiben, die im relativ guten Zustand ausgegraben wurden. Das Tier aus der Gruppe Titanosauria soll vor 100 Millionen Jahren gelebt haben. Wissenschaftlern zufolge soll es sich um einen Pflanzenfresser aus der Kreidezeit handeln, der deutlich größer als jeglicher Fleischfresser aus jener Zeitperiode, etwa wie ein Tyrannosaurus, war.


Kommentar: Größter Dinosaurier aller Zeiten entdeckt: Die unglaublichen Zahlen zum Sensationsfund


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Eine Plastikflasche in neuem Licht - Von Müll zur nützlichen Lampe

Das philippinische Projekt Liter of Light macht mit einer simplen Idee aus einer Plastikflasche eine Solarlampe. Dadurch konnte weltweit das Zuhause von Tausenden von Menschen ohne Stromzugang mit Licht versorgt werden

© Kit Reyes / Shutter Republic
Als 2013 auf den Philippinen der schwere Taifun wütete, mussten Tausende Bewohner die nächsten Monate ohne Strom auskommen - und damit auch ohne Licht. Dazu kommt: In den Slums von Manila sind die Häuser dicht an dicht gebaut, dass es auch im alltäglichen Leben ohne künstliche Lichtquelle zu dunkel im Innern der Hütten ist. Die philippinische Non-Profit-Organisation MyShelterFoundation versucht dies zu ändern und bringt seit 2012 mit ihrem Liter-of-Light-Projekt Licht in die Viertel Manilas.

Eine Plastikflasche in neuem Licht

Die Idee ist so simpel wie effektiv: eine gebrauchte Plastikflasche wird mit Wasser und einer kleinen Menge Bleichmittel gefüllt und in einer Luke im Blechdach angebracht, die obere Hälfte im Licht, die untere im Zimmer. Das Bleichmittel verhindert, dass das Wasser verdreckt. Sobald die Sonne von außen die Flasche erleuchtet, diffundiert das Tageslicht durch das Wasser und verteilt sich im ganzen Raum, hell wie eine 55 Watt Glühbirne.

Eine Frage stellt sich beim genaueren Betrachten dennoch schnell: Wie viel nützt eine Lampe, die nur bei Tageslicht scheint? Die Idee wurde deshalb weiter entwickelt und Liter of Light bietet inzwischen für wenige Dollar kleine LED-Lampen mit Mini-Solarzellen, die ins Innere der Flasche gehängt werden können und so die Sonne vom Tag auch nachts scheinen lassen.

Family

Das Elektrische Universum - Teil 40: Kollektive Resonanz

Nun wollen wir uns damit beschäftigen, wie eine Gruppe von Individuen sich miteinander 'verbinden' und mit der Realität interagieren könnte.
© Sott.net/Myriam Kieffer
Beginnen wir damit uns darauf zu fokussieren, wie sich zwei Geister miteinander verbinden können. Das ist die eigentliche Essenz der Telepathie, die auch als ASW bekannt ist. Telepathie wird folgendermaßen definiert:
[...] die Übertragung von Informationen934 von einer Person zur anderen ohne die Verwendung eine der uns bekannten Sinneskanäle oder physischen Interaktionen.935
Telepathie war das Thema bei 6 Metaanalysen936 und einer kürzlich durchgeführten 'Meta-Metaanalyse'.937Dieser enorme Datensatz war erforderlich, damit die Wissenschaftsgemeinde endlich anerkannte, dass Telepathie tatsächlich real und wissenschaftlich bewiesen ist.938

Während Telepathie Experimente zeigen, wie zwei Geister miteinander interagieren können, gingen die zuvor erwähnten939 Wissenschaftler Jahn und Dunne noch einen Schritt weiter und untersuchten, wie ein Probanden-Paar 'zufällige' Ereignisse beeinflusst:

Kommentar: Hier gibt es einen Gesamtüberblick von allen veröffentlichten Kapiteln des Buches Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung:


Nebula

Glühende Wasseratmosphäre: Erstmals Stratosphäre um Exoplaneten entdeckt

© Space Telescope Science Institute (STScI)
Künstlerische Darstellung des Exoplaneten WASP-121b. Das Schillern zeigt, dass er von einer wasserhaltigen Atmosphäre umgeben ist. Er umkreist seinen Stern derart dicht, , das eine gezeitenabhängige Ausbuchtung entsteht (Illu.).
Exeter (Großbritannien) - Ein internationales Astronomenteam hat erstmals eine heiße, wasserhaltige Stratosphäre um einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachgewiesen.

Wie die Forscher um Dr. Tom Evans von der University of Exeter aktuell im Fachjournal Nature (DOI: 10.1038/nature23266) berichten, handelt es sich mit WASP-121b um einen heißen Gasriesen, einen sogenannten Hot-Jupiter, der den 900 Lichtjahre von der Erde entfernten Stern "WASP-121" sehr dicht - einmal alle 1, 3 Tage - umkreist. Dabei handelt es sich um die kleinste Distanz, die möglich ist, ohne dass der Planet von seinem Stern auseinandergerissen werden würde. Es ist zugleich auch diese Nähe zu seinem Stern, die den Planeten auf atmosphärische Temperaturen von 2500 Grad Celsius aufheizt - genug also, um Eisen zum Schmelzen zu bringen.

Die Entdeckung der glühenden Wassermoleküle in der Atmosphäre des Exoplaneten gelang während einer Beobachtungsphase mit dem Weltraumteleskop "Hubble". Es handelt sich um das erste klare Signal für das Vorhandensein einer umgebenden Exo-Stratosphäre.

Sherlock

Komplett erhaltenes Fossil: Erstaunlich gut erhaltenen Dinosaurier gefunden

Als der Minenarbeiter Shawn Funk Anfang März 2011 die Dinosaurier-Abteilung des Royal Tyrrell Museums in der kanadischen Stadt Drumheller bestaunte, ahnte er noch nicht, dass er bald selber zu einem der spektakulärsten Stücke der Sammlung beitragen würde. Denn nur wenige Tage später entdeckte er einen Dinosaurier, der so gut erhalten geblieben ist, dass er wie eine Statue aussieht.
Wie The Atlantic schreibt, lag das komplett erhaltene Fossil bis zu seiner Entdeckung gut konserviert in der Millenium Mine der nordkanadischen Provinz Alberta, wo Ölsand (auch Teersand genannt) gefördert wird. Seitdem arbeitete der Paläonthologe Mark Mitchell vom Royal Tyrrell Museum of Palaeontology mit seinem Team über 7.000 Stunden daran, die Panzerechse aus dem Stein freizulegen, damit sie auch öffentlich ausgestellt werden kann. Für seine Mühen wurde er mit der Namenspatenschaft für Borealopelta markmitchelli gewürdigt.

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Brasilien: Siamesische Fledermaus versetzt Wissenschaftler in Staunen

Die Forscher der Föderalen Agraruniversität in Rio de Janeiro haben einen extrem raren zoologischen Fund aus dem Jahr 2001 einer wissenschaftlichen Analyse unterzogen. Es handelt sich von einem zweiköpfigen Fledermaus-Baby, bei dessen Anblick sogar ein erfahrener Zoologe Gänsehaut bekommt.

© Marcelo R. Nogueira/ Laboratório de Ciências Ambientais, Universidade Estadual do Norte Flumine
Siamesische Fledermaus versetzt brasilianische Wissenschaftler in Staunen
Die männlichen Fledermaus-Zwillinge waren vor 16 Jahren in einem brasilianischen Wald tot aufgefunden und an das Mastozoologie-Laboratorium der Universität gespendet worden. Es ist erst der dritte dokumentierte Fall von siamesischen Zwillingen bei Fledermäusen überhaupt.
© Nadja L Pinheiro/ Area de Embriologia, Universidade Federal Rural do Rio de Janeiro
Die Nabelschnur und die Plazenta, die beim Tier erhalten geblieben sind, ließen die Wissenschaftler vermuten, dass es entweder tot geboren worden oder bei der Geburt gestorben war. Die Ergebnisse einer Röntgenuntersuchung wiesen beim merkwürdigen Wesen zwei konvergierte Wirbelsäulen und zwei gleichgroße Herzen auf. Die Flügelspannweite der Fledermaus beträgt 13 Zentimeter.

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Neue Studie liefert deutliche Hinweise: Zu viel Schlaf verursacht Alpträume

Wir alle kennen unangenehme Alpträume und während manche Menschen sie nur äußerst selten bekommen, werden andere sehr häufig davon geplagt. Doch wieso treten sie bei uns Menschen so unterschiedlich auf und wieso haben wir sie überhaupt? Ein Forscherteam um Stephanie Rek von der University of Oxford in England hat eine Antwort darauf gefunden: Zu viel Schlaf.

© Nikolai Kuznetsov/Wikipedia, Bearb. F. Calvo
Bei der Untersuchung der Ursache von Alpträumen hat man sich bisher besonders auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTSD) konzentriert, doch die Oxford-Forscher wollten herausfinden, ob es nicht auch andere Quellen gibt, die sie hervorrufen können. Dazu führten sie mit insgesamt 846 Probanden eine der bisher größten Studien über Alpträume in der Gesamtbevölkerung durch. Wie die Wissenschaftler im Fachjournal Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology schreiben, konnten sie tatsächlich deutliche Hinweise darauf finden, dass nicht nur Zukunftsängste, allgemeine Sorgen sowie negative Gedanken Alpträume hervorrufen können, sondern überraschenderweise auch zu viel Schlaf. Das Team fand nämlich einen Bezug zwischen dem Auftreten von Alpträumen und mehr als 9 Stunden Schlaf pro Nacht. Vermutlich liegt es daran, dass durch den längeren Schlaf sich auch die Häufigkeit der REM-Schlafphasen erhöhen und das sind genau die Phasen, in denen Alpträume am häufigsten auftreten.

Rose

Wissenschaftler rekonstruierten die wahrscheinlich erste Blüte der Erdgeschichte


Wie eine Magnolie oder Lilie soll sie ausgesehen haben, die Ur-Blume. Symbolbild: Magnolia virginiana (in: American Medicinal Plants aus dem Jahr 1887)
Wissenschaftler haben die wahrscheinlich erste Blume auf der Erde rekonstruiert. Das Ergebnis ähnelt einer Magnolie oder einer Lilie. Diese Ur-Blume könnte vor rund 100 Millionen Jahren bei den Dinosauriern geblüht haben und der Ursprung aller heutiger Blumen sein.

In der Studie, veröffentlicht in der Wissenschaftszeitschrift Nature, berichten Forscher der Universität Paris-Sud und der Universität Wien, wie sie den Ursprung von Blumen zurückverfolgen.

Das internationale Forschungsnetzwerk "eFLOWER project", bestehend aus 36 Wissenschafterinnen aus 13 Ländern, hat Informationen über Blütenmerkmale von heute vorkommenden Arten gesammelt und diese mit Hilfe des Stammbaums der Evolution von Blütenpflanzen analysiert.

Den Wissenschaftlern gelang es, bei der Erstellung einer komplexen Abstammungsgrafik mithilfe des "größten Datensatzes von Blumenmerkmalen, der jemals zusammengestellt wurde", die Evolution der Blühpflanzen auf einen Bedecktsamer (Angiosperme) zurückzuführen.