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Fr, 21 Jul 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Mars

Rätselhaftes Loch am Mars-Südpol entdeckt: Hunderte Metern im Durchmesser und ziemlich tief

Die NASA-Raumsonde »Mars Reconnaissance Orbiter« (MRO) hat auf der Oberfläche des Roten Planeten eine ziemlich ungewöhnliche Struktur entdeckt, für die es noch keine Erklärung gibt.
© NASA/JPL-Caltech
Wie Science Alert berichtet, handelt es sich um ein rätselhaftes Loch, dass der MRO im sogenannten Schweizer-Käse-Terrain des Mars-Südpols entdeckt hat. Den Namen erhielt die Region deswegen, weil die südliche Polkappe dort mit ihren Löchern wie ein Schweizer Käse aussieht. Doch während diese »Käse«- Löcher normalerweise durch das Abschmelzen von gefrorenem Kohlendioxid und dem darauffolgendem Wegblasen der freigewordenen Staubsedimente entstehen, scheint dieses seltsame Loch einen anderen Ursprung zu haben.

Es fällt besonders auf, da es nicht das gleiche Muster wie die anderen aufweist, denn er ist gleichmäßig rund, misst hunderte von Metern im Durchmesser und ist auch ziemlich tief. Zwar ist die Oberfläche des Mars mit zahllosen Löchern und Öffnungen versehen, doch die meisten von ihnen können leicht mit Meteoriteneinschlagskrater oder Vulkanismus erklären werden. Dieses Loch lässt sich aber nicht damit begründen und unsere Wissenschaftler zerbrechen sich gerade die Köpfe darüber, wie er wohl entstanden sein könnte. Da er tiefer als die übrigen anderen Löcher um ihn herum ist, kann man auch das glitzernde Eis sehen, das sich in seinem Innern auf dem Boden befindet.

Mars

Deutliche Hinweise: Mars war einst 700 Millionen Jahre lebensfreundlich

© NASA
Illustration, wie der See im Gale-Krater einst ausgesehen haben könnte.
Die vom Mars-Rover »Curiosity« gesammelten Daten haben neue, deutliche Hinweise darauf geliefert, dass der Rote Planet tatsächlich über einen sehr langen Zeitraum lebensfreundlich gewesen sein könnte.

Im Rahmen der NASA-Weltraummission »Mars Science Labo- ratory« erforscht der Rover Curiosity seit 2012 den Mars hinsichtlich seiner aktuellen und vergangenen Eignung als Biosphäre. Dabei untersucht er mittels seiner zehn Instrumente das Gestein, die Atmosphäre sowie Strahlung, um anhand der gesammelten Daten Aufschlüsse darüber ziehen zu können, ob sich darin Spuren finden lassen, dass der Mars einst Leben beherbergt hat oder dies sogar heute noch tut.

Und tatsächlich, wie Ars Technica schreibt, zeigen jüngste Untersuchungen am 150 Kilometer großen Gale-Krater, dass der Mars sehr wahrscheinlich vor etwa zwischen 3,1 bis 3,8 Milliarden Jahren ein relativ stabiles Klima besaß und die Voraussetzungen für eine lebensfreundliche Umwelt bot. Zu dieser Schlussfolgerung kommen die NASA-Wissenschaftler, nachdem sie die gesammelten Gesteinsproben analysiert haben, die der Rover in den ersten drei Jahren aus verschiedenen Schichten des Kraters gesammelt hatte. Ihre Ergebnisse zeigen, dass der Krater während eines Zeitraumes von rund 700 Millionen Jahren mit einem See gefüllt war. Denn das Gewässer hatte Ablagerungen mit unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung gebildet und in den Proben der einst vom Wasser bedeckten waren Bodenschichten waren kaum Spuren von Sauerstoff nachzuweisen, in Oberflächennähe hingegen war der Anteil oxidierender Verbindungen aus der Atmosphäre sehr hoch. Das weist eindeutig darauf hin, dass dort einst Bedingungen geherrscht haben müssen, wie man sie auch heute noch in Seen auf der Erde vorfindet.

Kommentar:


Galaxy

Bisher einzigartige Entdeckung: Eine gigantische "tote" Galaxie

© SciTechDaily
Künstlerische Darstellung von ZF-COSMOS-20115
Ein internationales Astronomenteam hat eine bisher einzigartige Entdeckung gemacht: Eine gigantische Galaxie die völlig inaktiv ist.

Unter der Leitung von Professor Karl Glazebrook, Direktor des Centre for Astrophysics & Supercomputing in Swinburne (Australien), und mit Hilfe der Teleskope des W.-M.-Keck-Observatoriums auf Hawaii entdeckten die Astronomen in 12 Milliarden Lichtjahren Entfernung eine Galaxie mit enormer Dichte und Größe, die ihnen Rätsel aufgibt. Denn »ZF-COSMOS-20115« ist nicht nur die älteste bisher gefundene rote Galaxie, sondern sie steht auch im Widerspruch mit unserem Standardmodell der galaktischen Evolution. Rote Galaxie sind tote Galaxien, denn da ihre Sterne nicht mehr aktiv sind, leuchten sie immer röter, während junge und heiße Sterne blau leuchten.

Microscope 2

Genschere verursacht doch ungewollte Veränderungen im Erbgut

CRISPR/Cas9 kann hunderte unkontrollierte Veränderungen im Erbgut auslösen

© Wildpixel/ thinkstock
Die Genschere CRIPSR/Cas9: Doch nicht so präzise wie gedacht?
Ziel verfehlt: Die Genschere CRISPR/Cas9 gilt als besonders präzises Werkzeug der Molekularbiologie. Doch die Methode ist nicht fehlerfrei, wie eine Studie nun eindrücklich zeigt. Demnach reparierte die Genschere bei Mäusen nicht nur die zuvor anvisierte Mutation - sondern löste zum Teil hunderte weitere Veränderungen aus. Das Brisante dabei: Gängige Algorithmen, die Forscher für die Vorhersage solcher möglichen Nebeneffekte nutzen, hatten die ungeplanten Mutationen nicht prognostiziert.

Wohl kaum ein molekularbiologisches Verfahren hat in den letzten Jahren so viel Furore gemacht wie die Genschere CRISPR/ Cas9. Kein Wunder, schließlich lassen sich mit dem Werkzeug erstmals buchstabengenaue Eingriffe in das Erbgut von fast jedem Organismus vornehmen. Hinzu kommt: Die Methode ist nicht nur so präzise wie keine vor ihr, die Modifikation der DNA wird damit auch besonders leicht und kostengünstig.

Seit der Veröffentlichung der Methode haben Forscher die Genschere immer wieder erfolgreich getestet und weiterentwickelt. So heilten sie mithilfe des Universalwerkzeugs unter anderem Mäuse von der erblich bedingten Muskeldystrophie Duchenne, korrigierten eine Alzheimer-Mutation in menschlichen Zellen und reparierten den Gendefekt der Sichelzellen-Anämie. Dank der vielversprechenden Resultate steht in China nun die erste klinische Studie in den Startlöchern, eine weitere soll kommendes Jahr in den USA beginnen.

Kommentar:


Magnify

Aus der Vergangenheit: Forscher entdecken riesige Methankrater am Meeresgrund

Forscher stießen in der Barentssee auf hunderte Krater, die größten mit Durchmessern von 300 bis 1.000 Metern
© illustration: k. andreassen/cage
Überblick über die Kraterlandschaft am Grund der Barentssee.
Oslo - Nach der letzten Kaltzeit, vor etwa 12.000 Jahren, sind riesige Mengen Methan explosionsartig aus dem arktischen Meeresboden entwichen. Forscher fanden am Grund der Barentssee zwischen Spitzbergen und Norwegen Hunderte Krater, die klar auf dieses Phänomen schließen lassen. Mehr als 100 davon haben einen Durchmesser von 300 bis 1.000 Metern und sind bis zu 30 Meter tief.

Im Fachblatt Science folgert das Team, dass sich große, unter massivem Druck stehende Methanspeicher vor rund 12.000 Jahren entluden, nachdem sich der darüber liegende Eispanzer zurückgezogen hatte. Solche Szenarien könnten sich bei einem Rückzug heutiger Eisschilde möglicherweise wiederholen, mahnen sie.


Kommentar: Seit längerem wird vermutet, dass ebenso riesige Methangasentweichungen in den Weltmeeren für das weltweite Fischsterben verantwortlich sind.
  • Das Elektrische Universum - Teil 23: Das 'Aufbrechen' der Erde: Erdbeben, Eruptionen und Erdfälle



Airplane

Stratolaunch: Weltweit größtes Flugzeug präsentiert

Das US-amerikanische Unternehmen »Stratolaunch Systems Corporation« hat der Öffentlichkeit endlich sein Riesenflugzeug »Stratolaunch« vorgestellt.
© Stratolaunch Systems Corporation
Jahrelang wurde Stratolaunch während seiner Bauphase in einem riesigen Hangar in der kalifornischen Mojave-Wüste vor neugierigen Blicken geschützt, doch nachdem in den vergangenen Wochen bereits seine Stützgerüste entfernt wurden, wurde er am Mittwoch endlich zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Seine Entwicklung und Fertigstellung wurde von dem milliardenschweren Microsoft-Mitgründer Paul Gardner Allen finanziert. In den kommenden Monaten sollen umfassende Tests am Boden stattfinden, bevor das Riesenflugzeug frühestens 2019 eingesetzt werden kann. Wie die Washington Post berichtet, ist das Flugzeug aber nicht dafür konzipiert worden, Passagiere zu befördern, sondern ausschließlich Nutzfracht und Satelliten. Stratolaunch soll dabei eine größere Flexibilität garantieren können, als es konventionelle Raketen vom Boden aus können.


Fireball 4

Komet Johnson fliegt an unserer Erde vorbei

Der Komet C/2015 V2 (Johnson) nähert sich der Erde und soll am Sonntag in einer Entfernung von 121.325.600 Kilometern an unserem Planeten vorbei fliegen, teilte das Moskauer Planetarium mit.

© Moskauer Planetarium
Anfang Juni werde er seine maximale Helligkeit von 7 mag erreichen und scheine damit fast so hell wie der Neptun (7,8 mag) und viel heller als die Sterne des Großen Bären (2 mag) am Nachthimmel.
Here is another comet, C/2015 V2 (Johnson), with the Schmidt. Note the two opposing dust and gas tails. (Photo: Bernadett Ignácz) pic.twitter.com/k9dt1Paemv

— Konkoly Observatory (@konkolyobs) 30 мая 2017 г.
Doch in die ganzen ersten Junihälfte findet man ihn im Sternbild des Bärenhüters nahe des Sterns Arktur als ein grünlichen verschwommenen Stern. Auf der nördlichen Halbkugel lässt der Komet sich mithilfe eines Fernglases oder eines einfachen Teleskops hoch über dem Horizont im Süden beobachten.

Am 12. Juni erreicht der Komet Johnson das Perihel seiner Umlaufbahn und nähert sich der Sonne bis auf 245.344.000 Kilometer an.

Cloud Grey

Luftverschmutzung mit Blei über Europa schon seit mindestens 2.000 Jahren

Erhöhte Bleiwerte schon lange vor der industriellen Revolution nachweisbar

Dicke Luft: Der Mensch verpestet die Luft über Europa schon seit mindestens 2.000 Jahren mit Blei - und wahrscheinlich auch anderen Schadstoffen. Das belegt jetzt die Analyse eines Eisbohrkerns aus den Alpen. Entgegen bisherigen Annahmen begann damit die Luftverschmutzung schon lange vor der industriellen Revolution. Die einzige deutliche Pause gab es um das Jahr 1350 - als die Pest halb Europa dahinraffte.

© Nicole Spaulding/ University of Maine
Der Colle Gnifetti in den Alpen - ein Eisbohrken aus diesem Gletscher lieferte Daten zur Entwicklung der Bleibelastung in den letzten 2.000 Jahren.
Neben "klassischen" Luftschadstoffen wie Stickoxiden, Feinstaub oder Ozon, atmen wir auch mit der Luft auch winzige Mengen Blei ein. Dieses Schwermetall gilt als extrem giftig, denn es kann schon in kleinsten Dosen das Nervensystem schädigen und die Fortpflanzung stören. Vor allem bei Kindern kann eine schleichende Vergiftung mit Blei zu Verhaltensstörungen und mentalen Defiziten führen.

Ab wann die Bleibelastung der Luft jedoch als erhöht gilt und wo der natürliche, vom Menschen unbeeinflusste Bleigehalt der Atmosphäre liegt, war bisher unbekannt. Unter anderem deshalb nutzten Wissenschaftler und Behörden bisher die Bleiwerte vor der Industrialisierung als Referenzwert - in der Annahme, dass es damals noch keine Bleiemissionen durch den Menschen gab.

Kommentar:


Sherlock

Forscher entziffern erstmals gesamtes Erbgut von Mumien

© Otto Robensohn
Fundsituation in Abusir el-Meleq, 1903.
Tübingen (Deutschland) - Erstmals ist es Wissenschaftlern gelungen, das gesamte Erbgut von altägyptischen Mumien zu entziffern. Dabei zeigt sich, dass die nächsten Verwandten der alten Ägypter aus dem Nahen Osten stammen - und es kaum zu einem Genaustausch mit Afrika südlich der Sahara gab.

Wie das internationale Wissenschaftlerteam um Prof. Johannes Krause sowie weiteren von der der Universität Tübingen und des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena aktuell im Fachjournal Nature Communications (DOI: 10.1038/ncomms15694) berichten, stammen die untersuchten Mumien aus der Zeit um 1.400 v. Chr. bis 400 n. Chr.

„Bei drei Individuen konnte das Team sogar das Genom entschlüsseln“, erläutert die Pressemitteilung der Universität und führt weiter aus: „Die Analysen ergaben, dass die alten Ägypter nicht nur mit der damaligen Bevölkerung des östlichen Mittelmeerraums eng verwandt waren, sondern auch mit der neolithischen Bevölkerung Kleinasiens und Europas. Dagegen ließen sich kaum genetische Einflüsse von Afrikanern südlich der Sahara nachweisen, sehr im Gegensatz zur Situation bei modernen Ägyptern.“

Fish

Tiefsee-Mysterium: "Gesichtsloser Fisch" erstmals seit 140 Jahren gefangen - VIDEO

Erstmals seit 1873 haben Tiefseeforscher vor Australien einen sogenannten Fisch ohne Gesicht gefunden. Das Tier wurde in der Nähe der Jarvis-Bucht in etwa 4.000 Metern Tiefe entdeck, berichtet der TV-Sender ABC News.
Der rund 40 Zentimeter lange Fisch hat laut den Wissenschaftlern eine eigenartige Tropfenform und sieht wie ein Oktopus aus.


Das Tier habe keine sichtbaren Augen oder eine Nase, das Maul liege dabei auf der Unterseite. Zuletzt war ein Exemplar davon vor 144 Jahren vor Papua-Neuguinea entdeckt worden.