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Sa, 27 Mai 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
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Von wegen "vom Menschen verursachte Klimaerwärmung": Antarktis war schon mehrmals eisfrei

Dass das Eis der Antarktis schmilzt, ist erdgeschichtlich gesehen nichts Neues: Vor über 20 Millionen Jahren war das Eis am Südpol zwischendurch schon mal ganz weg, wie das Fachportal „PNAS“ berichtet.
© Pixabay
Forscher aus den USA haben Ablagerungen vom Grund des Südatlantiks untersucht und dabei festgestellt, dass das Eis der Antarktis vor über 26 Millionen Jahren mal gänzlich schmolz, mal wiederaufkam. Die heute verfügbaren Erkenntnisse zum CO2-Gehalt in der damaligen Atmosphäre liefern keine Erklärung für dieses Phänomen, wie das Portal schreibt.


Die Wissenschaftler haben Sauerstoffisotope aus den Meeresgrundablagerungen untersucht. Deren Gehalt unterscheidet sich, je nachdem, ob sie im Süß- oder Salzwasser vorkommen. Deshalb hatte die Eisschmelze in der Antarktis Schwankungen in der Konzentration der Sauerstoffisotope am Meeresgrund verursacht. Aus diesen Schwankungen haben die Forscher nun ermittelt, wie viel Antarktiseis vor über 26 Millionen Jahren geschmolzen war. Demnach war die Eisdecke am Südpol zu jener Zeit zu 85 bis nahezu 100 Prozent verschwunden, wie das Portal schreibt. Diese eisfreien Perioden dauerten jeweils mehrere hunderttausend Jahre.

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Wissenschaftler warnen: Menschheit könnte vor einem weiteren Massensterben stehen

Ein katastrophaler Temperaturanstieg vor rund 250 Millionen Jahren löschte fast das gesamte Leben auf der Erde aus. Wissenschaftler warnen, dass sich das in naher Zukunft wiederholen könnte.
© Johann Christian Dahl
Ein internationales Wissenschaftlerteam aus Kanada, Italien, Deutschland und den USA hat das weltweit schlimmste Massenaussterben der Erdgeschichte vor rund 250 Millionen Jahren untersucht und warnt, dass der aktuelle Klimawandel zu einer fortschreitenden globalen Erwärmung und zu einer Wiederholung der Bedingungen führen könnte, die damals letztendlich dafür verantwortlich waren, das über 95 Prozent aller Meeres-bewohner und 70 Prozent aller Landlebewesen auf der Erde ausgelöscht wurden.


Kommentar: Der sog. "Klimawandel" lässt sich eher mit dem Begriff "Erdveränderungen" fassen. Der Trend geht eher in Richtung einer globalen Abkühlung, begleitet von einer ganzen Reige geologischer und kosmischer Phänomene, was für das Leben auf der Erde genauso fatal sein kann.


Damals vor 250 Millionen Jahren stießen starke Vulkanausbrüche große Mengen an Kohlendioxid in die Atmosphäre aus, die für einen Anstieg der Temperaturen sorgten. Das brachte den Permafrost zum Abschmelzen und setzte riesige Mengen an Methangas frei, das wiederrum die globalen Temperaturen noch weiter erhöhte. Die durchschnittliche Temperatur auf unserem Planeten stieg so auf gewaltige 29 Grad Celsius an - fast doppelt so hoch wie heute. Das war das Todesurteil für fast alle Pflanzen- und Tierarten, die vor rund 250 Millionen Jahren an der Grenze vom Perm zur Trias von der Bildfläche verschwanden.

Diese größte erdgeschichtliche Katastrophe könnte sich jedoch in naher Zukunft wiederholen, wenn durch die Erderwärmung wieder riesige Mengen an Methanhydrat freigesetzt werden, die aktuell noch im Permafrost schlummern. „Die globale Erwärmung, die durch die massive Freisetzung von Kohlendioxid ausgelöst wird, kann katastrophal sein, doch die Freisetzung von Methanhydrat [der gefrorene Zustand von Methan] kann apokalyptisch sein. Das Ende des Perms enthält eine wichtige Lehre für die Menschheit in Bezug auf die heutigen Problemen mit den Treibhausgasemissionen, der globale Erwärmung und dem Klimawandel, denen wir uns konfrontiert sehen", wird das Forscherteam im Independent zitiert.

Kommentar: Unser bald in Deutsch erscheinendes Buch Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos-Verbindung liefert umfassende Hintergründe über die geologischen und kosmischen Phänomene, denen wir gegenüberstehen. Ein großer Teil der Übersetzung liegt bereits in Online-Fassung auf de.sott.net vor.

Auch folgender Kommentar der Sott-Redaktion verweist auf die möglichen Zusammenhänge:



Galaxy

Katapult für Schwarze Löcher: Gravitationswellen verfügen über die ungeheure Kraft von 100 Millionen Supernovas

© NASA/ESA, M. Chiaberge (STScI and JHU)
Nicht in der Mitte: Der helle Quasar 3C 186 liegt seitlich versetzt in seiner Galaxie und rast schnell vom Zentrum weg. Möglicherweise sind daran Gravitationswellen schuld.
Kraft von 100 Millionen Supernovas: Gravitationswellen können enorme Kraft entfalten - und sogar massereiche Schwarze Löcher durch das All schleudern. Einen ersten Fall dieser Art könnten Astronomen nun in einer acht Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie entdeckt haben. Dort wurde ein Milliarden Sonnenmassen schweres Schwarzes Loch aus dem Galaxienzentrum herauskatapultiert - möglicherweise durch den Rückstoß asymmetrischer Gravitationswellen.

Seit Februar 2016 ist bewiesen, dass es die ein Einstein vorausgesagten Gravitationswellen wirklich gibt. Die wellenförmigen Schwingungen der Raumzeit entstehen, wenn massereiche Objekte wechselwirken oder abrupt beschleunigt werden - beispielsweise bei der Kollision von Schwarzen Löchern oder Neutronensternen. Bisher allerdings wurden die Wellen nur bei der Verschmelzung stellarer Schwarzer Löcher registriert.

Was jedoch passieren kann, wenn die supermassereichen Schwarzen Löcher im Herzen von Galaxien miteinander kollidieren und Verschmelzen, demonstriert nun eine Beobachtung von Marco Chiaberge vom Space Telescope Science Institute (STScI) in Baltimore und seinen Kollegen. "Als ich das sah, war mir klar, dass hier etwas sehr Merkwürdiges vorgeht", berichtet der Astronom.

Kommentar:


Cloud Lightning

Niederländische Studie: Digitale Stromzähler sollen ungenau sein

Digitale Stromzähler sind unzuverlässig bei der Messung, das wollen Wissenschaftler der Universität Twente in den Niederlanden herausgefunden haben. In einem Experiment lag der gemessene Verbrauch um bis zu 600 Prozent höher als normal. Doch es gibt auch Kritik an der Studie.
Mithilfe von digitalen Stromzählern können Energieerzeugung und -verbrauch besser abgestimmt werden. Das soll in Zukunft Energie sparen. Dass nun Zweifel an den digitalen Zählern aufkommen, macht eine ganze Branche nervös. Interviews? Nein danke, heißt es an vielen Stellen. Aber was haben die niederländischen Wissenschaftler eigentlich festgestellt? Im Labor-Experiment testeten sie elektronische Stromzähler. Unter bestimmten Bedingungen lieferten die völlig falsche Messergebnisse. Der Stromverbrauch lag den Forschern zufolge bis zum Sechsfachen über dem tatsächlichen Wert.

Mehr Informationen zu Tests erforderlich

Allerdings kritisieren Experten wie Martin Kahmann von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, dass die Tests schlecht dokumentiert sind. Man müsse feststellen, ob die Untersuchung, die in Twente gemacht wurde, wissenschaftlich belastbar sei.
Bevor man das nicht gemacht hat, sollte nicht der Eindruck erweckt werden, dass die Einführung digitaler Zähler in Deutschland infrage gestellt ist.

Martin Kahmann, Physikalisch-Technische Bundesanstalt Braunschweig

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Dinosaurier-Stammbaum muss wahrscheinlich korrigiert werden

Mehr als 130 Jahre lang hat man Raubsaurier wie den Tyrannosaurus rex zu den echsenartigen Dinos gezählt. Doch das war wohl falsch. Sie gehören zu einem ganz anderen Zweig.
© Gemeinfrei
„Wenn sich das bestätigt, müssen die Lehrbücher umgeschrieben werden", sagt der Paläontologe Thomas Holtz von der University of Maryland in College Park gegenüber Nature. Mit diesem Urteil sind Wissenschaftler bisweilen schnell bei der Hand, doch bei der sich anbahnenden Revolution im Stammbaum der Dinosaurier hätte Holtz sicher Recht. Mehr als 130 Jahre galt, dass sich die Dinos in zwei große Gruppen einteilen lassen: in die Ordnung der Vogelbeckensaurier (Ornithischia) mit Triceratops oder Stegosaurus als bekannten Vertretern einerseits und in die der Echsenbecken- und Raubsaurier (Sauropoda und Theropoda) andererseits. Diese zweite Ordnung umfasst beispielsweise Theropoden wie Tyrannosaurus rex oder die gigantischen Sauropoden der Gattung Diplodocus. Die Paläontologen Matthew G. Baron, David B. Norman und Paul M. Barrett vom Natural History Museum in London stoßen diese Klassifizierung - basierend auf Gemeinsamkeiten der jeweiligen Beckenknochen - in Nature jedoch um. T. rex und Co wandern demnach komplett auf die Seite der Vogelbecken-Dinosaurier und bilden mit diesen die gemeinsame Ordnung der Ornithoscelida.

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Jungbrunnen? Protein kehrt das Altern um und schützt Astronauten

Mediziner haben einen Proteinkomplex des menschlichen Körpers entdeckt, der Zellen vor DNA-Schäden bewahren und diese reparieren kann. Auf diese Weise könnte nicht nur der Alterungsprozess aufgehalten und sogar umgekehrt werden, sondern auch ein effektives Mittel zur Behandlung der Nebenwirkungen von Strahlungstherapien gefunden und Astronauten - etwa auf einer Reise zum Mars - vor den schädlichen Auswirkungen stellarer und kosmischer Strahlung geschützt werden.
© NASA/Public Domain
Symbolbild: Astronaut beim Außenbordeinsatz.
Sydney (Australien) - Wie das Team um Professor David Sinclair von der School of Medical Sciences an der University of New South Wales und der Harvard Medical School Boston aktuell im Fachjournal Science (DOI: 10.1126/science.aad8242) berichtet, handele es sich um einen bedeutenden Schritt innerhalb des molekularen Prozesses, der den Zellen die Reparatur von DNA-Schäden ermöglicht.

Während unsere Zellen zwar schon von Natur aus die Fähigkeit zur Regeneration besitzen, etwa nachdem wir ein Sonnenbad genommen haben, nimmt diese Fähigkeit mit zunehmenden Alter immer mehr ab - ein Prozess, der letztendlich auch zum Tod führt.

HRC Blue

Schwedische Forscher bestätigen: Verlust des Geruchssinns kann auf verfrühten Tod hinweisen

© Reuters/China Stringer Network
Der Verlust des Geruchsinnes kann laut schwedischen Wissenschaftlern auf einen verfrühten Tod hinweisen.

Forscher der Universität Stockholm untersuchten Medienberichten zufolge im Rahmen einer Studie 1500 Freiwillige zwischen 40 und 90 Jahren. Die Teilnehmer mussten zwischen 13 verschiedenen Gerüchen unterscheiden und andere Tests erfüllen.

Menschen, die Essen und Substanzen durch den Geruch kaum oder gar nicht erkennen konnten, sollen früher als andere gestorben sein. Daraus schlussfolgerten die Wissenschaftler, dass das Todesrisiko beim Verlust des Geruchsinnes steige.

Die Fähigkeit, Gerüche richtig zu erkennen, sei ein Zeichen für ein gesundes Gehirn. Eine Störung des Geruchsinnes könne somit auf einen frühzeitigen Tod deuten, so die Forscher.

Kommentar:
  • Mangelnder Geruchssinn kann Hinweis auf Erkrankung sein oder auf früheres Sterberisiko



Better Earth

Das Elektrische Universum - Teil 28: Jetstreams

Teil 3: Irdische Auswirkungen der Annäherung von Nemesis und seinem begleitenden Kometenschwarm

Kapitel 28: Jetstreams

© Sott.net
Abbildung 150: Schematische Darstellung der fünf Jetstreams, die die Erde umkreisen
Einführung

Nach dem wir uns mit den Strömungen im Meer beschäftigen haben, werden wir uns nun mit bestimmten Luft-‘Strömungen’ beschäftigen, die auch unter den Namen Jetstreams bekannt sind. Tatsächlich gibt es fünf Jetstreams, welche die Luft um den Globus blasen: Zwei polare, zwei subtropische und ein equatorialer Luftstrom. Jetstreams sind Winde, die sehr schnell sind (zwischen 96 und 400 kmh)560 , schmal (ein paar hundert Meilen breit und weniger als drei Meilen hoch)561 und sich in großer Höhe befinden (ungefähr 7 Meilen über der Erdoberfläche).562 In diesem Kapitel beschäftigen wir uns ausschließlich mit dem nördlichen polaren Jetstream, den man auch ‘Arktikfront’ nennt; ein wichtiger Treiber des Wetters in Nordamerika und Europa. Wie in Abbildung 150 illustriert, wirbelt der nördliche polare Jetstream (blauer Pfeil) um den Nordpol von West nach Ost und definiert die Grenze zwischen der kalten Luft (im Norden) und der warmen Luft (im Süden). Wenn Sie sich südlich des arktischen Jetstreams befinden, können sie ein mildes Klima genießen; wenn Sie nördlich dieses Jetstreams leben, erleben Sie polare Wetterbedingungen. Wie in Abbildung 151 dargestellt, ist sowohl die Lage als auch die Dichte, Bahn und Geschwindigkeit des Jetstreams variabel. 563

Manchmal weht der Jetstream in hohen Geschwindigkeiten, wodurch der Strom ziemlich gerade verläuft (Bild links). In anderen Zeiten wird er langsamer und verfolgt eine eher schlängelnde Bahn, die tief in in Richtung des Äquators und des Nordpoles ausschlägt (Bild rechts). Tatsächlich verhält sich der Jetstream ähnlich wie ein Fluss: Wenn der Strom sich abschwächt, fängt er an zu zaudern und zu schlängeln und manchmal hört er sogar auf zu fließen (auch bekannt als ‘Blockierung des Jetstreams’).564 Wenn der Strom stark ist zirkuliert er mit hohen Geschwindigkeiten in einer ziemlich geradlinigen Richtung.
© Sott.net
Abbildung 151: Zwei unterschiedliche Jetstream Konfigurationen

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:
  • Das Elektrische Universum - Teil 27: Der Golfstrom



Sun

Rä̱tselhaft: Kepler findet 23 weitere "ungewöhnliche Lichtmuster" ferner Sterne

Im Rahmen der fortgesetzten Mission „K2“ haben NASA-Astronomen mit dem Weltraumteleskop „Kepler“ insgesamt 23 weitere ferne Sterne entdeckt, deren Helligkeitsveränderungen ungewöhnliche und noch zu erklärende Muster aufzeigen. Schon seit mehr als einem Jahr suchen Astronomen nach einer Erklärung für das bislang (und immer noch) einzigartige Lichtmuster des rund 1.500 Lichtjahre entfernten Sterns KIC 8462852, hinter dem einige Astronomen sogar gewaltige künstliche Bauwerke vermuten.
© ESO
Künstlerische Darstellung von Staubwolken um einen Stern. Diese könnten zumindest einige merkwürdige Schwankungen im Licht einiger ferner Sterne erklären.
Pasadena (USA) - Nachdem die Wissenschaftler jene Sterne mit bekannten Planeten bzw. Planetenkandidaten, protoplanetaren Gas- und Staubscheiben und großen Sonnenflecken aussortiert hatten, blieben besagte 23 Sterne übrig, deren variierende Lichtmuster nicht durch eben diese Faktoren erklärt werden können. Zu diesen weiterhin „rätselhaften Sternen zählt auch der mittlerweile bekannte KIC 8462852.

Bei allen dieser Sterne handelt es sich um M-Zwergsterne mit vergleichsweise geringer Masse und in allen Fällen stimmen die Helligkeitsschwankungen mit der jeweils gemessenen Rotationsperiode des Sterns überein - weshalb die Astronomen schlussfolgern, dass die Helligkeitsschwankungen auf Objekte zurückgeführt werden können, die den Stern in gleicher Rate umkreisen.

Extinguisher

Schlaganfall-Patienten: Spinnengift könnte Hirnschäden verringern

Neue Studie: Protein von Spinnengift kann Hirnschäden nach Schlaganfall verringern
© flickr/e_monk
Symbolbild
Jedes Jahr erleiden mehr als eine Viertelmillion Bundesbürger einen Schlaganfall. Diese Erkrankung gilt weltweit als die häufigste Ursache für bleibende Behinderungen. Forscher berichten nun, dass sich die Hirnschäden nach einem Schlaganfall mit einem Protein in einem potenziell tödlichen Spinnengift verringern ließen.

Eine der giftigsten Spinnen der Welt

Die Trichternetzspinne (englisch: „Funnel Web Spider“) gehört zu den giftigsten Spinnen der Welt. Laut Experten kann ein Biss des Tieres Menschen innerhalb von 15 Minuten töten. Erst kürzlich wurde über einen kleinen Jungen berichtet, der nur mit viel Glück einen Biss der Spinne, die vor allem in und um Sydney lebt, überlebt hat. Er brauchte zwölf Ampullen Gegengift - eine Rekordmenge. Australische Wissenschaftler berichten nun, dass das Gift dieser Tiere für den Menschen auch von gesundheitlichem Vorteil sein kann. Ein Protein darin könnte demnach Hirnschäden nach einem Schlaganfall verringern.