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Di, 22 Aug 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Sun

Airglow: Forscher liefern Erklärung für rätselhafte "helle Nächte" aus der Antike bis heute

Berichte über „taghelle Nächte“, in denen man auch ohne künstliches Licht unter freiem Himmel lesen konnte, reichen zurück bis in die Antike. Während bislang Polarlichter und Sonnenstürme als Erklärung diskutiert wurden, glauben kanadische Forscher nun, in einer Verstärkung diffuser Strahlung, des sogenannten Airglows, in der oberen Atmosphäre eine Erklärung für die hellen Nächte gefunden zu haben.
© NASA
Airglow von der Internationalen Raumstation ISS aus betrachtet.
Toronto - (Kanada) - Wie Gordon Shepherd und Y.-M. Cho von der kanadischen York University aktuell im Fachjournal Geophysical Research Letters (DOI: 10.1002/2017GL074014) berichten, sind bislang 26 historische „helle Nächte“ dokumentiert. Allerdings verlieren sich die Berichte über das Phänomen in jüngerer Zeit. Den Grund hierfür sehen die Astronomen in der sich immer weiter ausbreitenden industriellen Lichtverschmutzung, wie sie durch das (künstliche) Streulicht das Phänomen überstrahlt.


Kommentar: Zu welchen Zeiten gab es diese hellen Nächte? Denn, wenn es weit in der Vergangenheit zurückliegt, ist diese obere Erklärung hinfällig.


Nachdem die Forscher anhand der historischen Aufzeichnungen aufzeigen konnten, dass verstärkte Sonnenaktivität nicht für die hellen Nächte verantwortlich sind, da diese nicht vermehrt mit diesen zusammenfallen, fanden sie auch keine Belege für erhöhte magnetische Aktivität innerhalb der oberen Erdatmosphäre während der hellen Nächte, weswegen auch Polarlichter als Erklärung wegfallen.

Telescope

Gibt es einen weiteren unentdeckten Planeten in unserem Sonnensystem?

© Heather Roper/LPL
US-Astronomen schließen aus der Krümmung der Bahnebenen von Kuipergürtel-Objekten auf einen weiteren, etwa marsgroßen „Planeten“ äußeren Sonnensystem – hier künstlerisch dargestellt auf einer Umlaufbahn weit jenseits des Pluto.
Tucson (USA) - Während die Existenz eines großen Planeten am äußersten Rand des Sonnensystem mathematisch zwar nahe zu liegen scheint, der dann „neunte Planet“ aber immer noch nicht direkt entdeckt wurde, präsentieren US-Astronomen nun neue Hinweise für einen weiteren - dann also 10. - bislang noch unentdeckten großen Planeten im äußeren Sonnensystem.

Wie Kat Volk und Renu Malhotra vom Lunar and Planetary Laboratory an der University of Arizona in einer kommenden Ausgabe des Fachjournals „Astronomical Journal“ und vorab via ArXiv.org berichten, könnte bereits ein mars- bis erdgroßer Planet die neuen ungewöhnlichen Messdaten erklären. Ein solches Objekt würde sich dann jedoch deutlich von dem unterscheiden, was bislang als „Planet Nine“ diskutiert und für die Bahnabweichungen der äußeren Kuiper-Objekte und der Neigung der Planetenebene verantwortlich gemacht wird.

In ihrer Studie haben die Astronomen die Umlaufbahnen von mehr als 600 Kuiper-Objekten in einer Region jenseits von 50 Astronomischen Einheiten (AE = Abstand zw. Erde und Sonne) untersucht und festgestellt, dass auch hier der Winkel zwischen der Bahnebene der untersuchten Körper und einer Referenzebene von den Vorhersagen um durchschnittlich 8 Grad abweicht. Alleine die bekannten Planeten können - so die Schlussfolgerung der Forscher - für diese sog. Inklination nicht verantwortlich sein.

Hintergrund
Die Verteilung der bisher bekannten Objekte im Kuipergürtel. (Die strahlenförmige Verteilung ist durch die bisherigen, punktuellen Suchprogramme verursacht.)
Copyright/Quelle: Wikipedia

Der Kuipergürtel selbst beschreibt eine ringförmige Region um unsere Sonne jenseits der Umlaufbahn des Neptun, die sich auch mehrere hundert AE ausdehnt. Ähnlich wie der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter, so beheimatet der Kuipergürtel eine Unzahl an kleinen Körpern - im Gegensatz zum Asteroidengürtel bestehen diese jedoch nicht vornehmlich aus Fels und Gestein sondern aus Eis. Zudem finden sich in ihm mehrere sog. Große Kuipergürtel-Objekte (KBOs), Klein- und Zwergplaneten wie etwa Makemake, Haumea, Sedna (kontrovers) und Pluto.

Kommentar:


Water

Besteht Wasser aus zwei Flüssigkeiten?

Röntgenanalysen enthüllen zwei Strukturvarianten im flüssigen Wasser

Verborgenes Doppelleben: Physiker haben entdeckt, dass flüssiges Wasser in zwei unterschiedlichen Varianten existiert. Die vermeintliche einheitliche Flüssigkeit besteht in Wirklichkeit aus zwei verschiedenen, miteinander interagierenden Flüssigkeiten. Bisher wurden diese beiden Wasservarianten zwar nur bei sehr tiefen Minustemperaturen nachgewiesen, die Forscher halten es aber für wahrscheinlich, dass sie auch bei Raumtemperatur existieren.

© Mattias Karlén
Flüssiges Wasser ist in Wirklichkeit ein Gemisch zweier Wasserformen mit unterschiedlicher Dichte, wie Räötgenanalysen belegen.
Wasser ist nicht nur eine Voraussetzung für das Leben, es ist auch ein extrem exotischer Stoff: Es weicht in mindestens 70 Eigenschaften von den meisten anderen Flüssigkeiten ab. Die vielleicht bekanntesten sind die Wärmekapazität und die Dichteanomalie - die Tatsache, dass Wasser sich beim Gefrieren ausdehnt. Im flüssigen Zustand bildet Wasser zudem ein hochkomplexes Gemenge von "Molekülklumpen", die blitzschnell ihre Struktur und Anordnung ändern.

Dichteunterschiede in amorphem Eis

Doch es wird noch seltsamer: Bereits vor einiger Zeit haben Forscher entdeckt, dass das sogenannte amorphe Wassereis in zwei Varianten vorkommt. Dieses nichtkristalline, glasähnliche Eis ist auf der Erde selten, kommt aber im Sonnensystem häufig vor. Es entsteht unter anderem, wenn flüssiges Wasser so schnell abgekühlt wird, dass die Moleküle keine Zeit haben, eine geordnete Kristallstruktur auszubilden. Analysen enthüllen, dass dieses Wassereis in einer dichteren und einer 25 Prozent weniger dichten Form existiert.

Comet 2

Faustgroßer Meteorit landet in den Niederlanden: Alt wie unser Sonnensystem

Er krachte in einen Schuppen: Geoforscher präsentieren einen Meteoriten, der im Januar in den Niederlanden eingeschlagen war.

© AFP/ Naturalis Biodiversity Centre/ Rebecca Reurslag
Meteorit aus den Niederlanden
Niederländische Forscher haben der Öffentlichkeit am Montag einen schätzungsweise 4,5 Milliarden Jahre alten Meteoriten vorgeführt, der im Januar in der Kleinstadt Broek bei Amsterdam niedergegangen war.

"Wir wollten zu hundert Prozent sicher sein, was für ein Meteorit es ist, deshalb haben wir zunächst einige Forschungen angestellt", sagte der Geologe Leo Kriegsman. Bei dem Meteoriten handelt es sich um einen etwa faustgroßen Gesteinsbrocken mit einem Gewicht von etwa 500 Gramm.

Kommentar: Ein Video des Meteors:




Galaxy

Hubble fotografiert neue Galaxie, deren schwarzes Loch auf die Erde gerichtet ist

© CC BY 4.0 / ESA/Hubble & NASA / whats in a name (cropped a photo)
Das Hubble-Teleskop hat gerade eine neue Galaxie fotografiert, im Sternbild Jungfrau. Auf den Fotos ist gut zu erkennen: Die neue Unbekannte hat ihr Schwarzes Loch auf unseren Planeten gerichtet. Was bedrohlich aussieht, erweist für die Wissenschaft als sehr wertvoll.

Eigentlich ist die neue Galaxie nach kosmischen Maßstäben ganz normal: Sie frisst ununterbrochen heiße Gase aus der Akkretionsscheibe um sie herum und speit Bündel davon mit Lichtgeschwindigkeit wieder aus - eine Spiralgalaxie wie aus dem Bilderbuch eben.

Sie bewegt sich relativ nah an unserem Planeten: Gerademal 400 Millionen Lichtjahre beträgt die Entfernung, auch nicht so ungewöhnlich.

Hearts

Auch Schimpansen erwidern Gefälligkeiten

Wie Du mir, so ich Dir: Wenn sich ein Mensch für uns eingesetzt hat oder sogar zu unseren Gunsten Nachteile in Kauf nahm, dann sind wir dankbar - und belohnen wir ihn beispielsweise durch ein Geschenk oder ein nettes Wort. Das fördert die Kooperation und sorgt für Schmierstoff im sozialen Getriebe. Jetzt enthüllt ein Experiment: Auch Schimpansen belohnen Gefälligkeiten. Sie verhalten sich damit weit weniger egoistisch als man bisher angenommen hat.

© Arco Images GmbH
Schimpansen geben Artgenossen Futter ab – aber nur, wenn sich diese zuvor selbst als kooperativ erwiesen haben.
Schimpansen sind soziale Tiere, die uns in vielem durchaus ähnlich sind: Sie teilen ihr Futter mit engen Freunden, lassen sich durch eine gute Vermarktung beeinflussen und behalten sehr genau im Auge, wer in der Gruppe zu wem hält. Kooperation ist für die Menschenaffen wichtig - denn es sichert ihr Überleben.

Wer bekommt das Futter?

Aber wie weit geht diese Kooperation - und welche Motivation steckt dahinter? Um das herauszufinden, haben Martin Schmelz vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und seine Kollegen einen speziellen Kooperationstest mit Schimpansen durchgeführt. Sie wollten wissen: Verhält sich ein Schimpanse bei der Aufteilung von Futter anders, wenn sein Partner ihm zuvor geholfen hat?

Kommentar: Schimpansen sind uns Menachen wohl ähnlicher als wir wahrhaben wollen.


Control Panel

Das Elektrische Universum - Teil 35: Der Dynastische Zyklus

© Sott.net/Myriam Kieffer
Wie in Abbildung 202 zu sehen ist, glaubten die Chinesen (und einige sehen es heute immer noch so) an eine Vision des Universums, die weit entfernt von einer linearen und uniformitarischen Betrachtungsweise ist, in der das Verhalten von Führern, der Zustand der Welt als Ganzes und Naturkatastrophen in einem engen Zusammenhang miteinander stehen. Dies war auch die Art und Weise, wie unsere altertümlichen Vorfahren die Welt verstanden haben.
© Sott.net
Abbildung 202: Der Dynastische Zyklus, den die Chinesen beschrieben haben.
Wenn eine genügend große Anzahl an Menschen sich durch ein hohes Maß an Ignoranz und falschen Glaubenssätzen auszeichnet, hat es den Anschein, dass bald darauf kosmische Turbulenzen folgen; und wenn Sie die Geschichte lange genug studiert haben, werden Sie feststellen, dass sich dieses Muster immer und immer wieder wiederholt. Eine negative Rückkopplungsschleife könnte sich an dieser Stelle (unten rechts im Diagramm) entwickeln. Wenn Naturkatastrophen bis zu dem Punkt zunehmen, an dem die Menschen schließlich realisieren, dass etwas in der ‘Luft’ liegt, dämmert es ihnen auch, dass ihre Führer nicht in der Lage sind für ihre Sicherheit zu sorgen und sie wenden sich gegen sie. Soziale Unruhen nehmen zu und die Eliten wenden immer repressivere Maßnahmen der Gewalt und Kontrolle an, was wiederum die kosmische ‘Reaktion’ erhöht, was im Gegenzug dann wieder die Angst der Menschen und den Trieb zur Revolte erhöht.759

Der 500-1300 Jahre Zyklus

Während der Dynastische Zyklus jedes Imperium, aus den Tiefen der Antike bis hin zur heutigen Zeit, betreffen kann, konzentrieren wir uns jedoch in diesem Beispiel auf das Römische Reich, um die in Abbildung 202 dargestellten Schritte zu illustrieren und zu erklären.

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch. Den letzten Artikel können Sie hier finden: Hier gibt es einen Gesamtüberblick von allen veröffentlichten Kapiteln des Buches Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung:


Bulb

Französischer Wissenschaftler: Magnetstrahl soll Erdorbit von alten Satelliten befreien

Ein französischer Wissenschaftler arbeitet an einem neuen System, um mit einem Magnetstrahl die Erdumlaufbahn von defekten oder deaktivierten Satelliten zu befreien.
© US Air Force
Emilien Fabacher von der Universität Toulouse in Frankreich plant, die überflüssigen Satelliten mittels eines Magnetstrahls aus der Umlaufbahn herauszufischen. Mit einer ähnlichen Technik könnten auch mehrere Satelliten in eine vorgegebene Formation gebracht werden, was Astronomen eines Tages ermöglichen würde, auf diese Weise Riesenteleskope im Weltraum zusammenzustellen.

„Wenn man einen Satelliten aus der Umlaufbahn nehmen will, ist es viel besser, wenn man sich in einem sicheren Abstand befindet und kein direkter Kontakt nötig ist, um keine Schäden an dem Jäger oder dem Zielsatelliten zu riskieren. Die Idee, die ich verfolge, ist, magnetische Kräfte anzuwenden, um entweder die Zielsatelliten anzuziehen oder abzustoßen, ihre Umlaufbahn zu verändern oder sie ganz [aus dem Orbit, Anm. F. Calvo] herauszunehmen“,erklärte Fabacher den Sicherheitsvorteil seines geplanten Systems im Science Alert.

Fireball

Einige Wissenschaftler erkennen endlich: Gefahr von Asteroiden ist größer, als man denkt

Am Freitag, 30. Juni, wird der Internationale Asteroidentag begangen. Er soll auf die Einschlagsgefahr von Asteroiden und Kometen auf die Erde aufmerksam machen - und die ist erheblich grösser, als man gemeinhin denkt.
© NASA/Don Davis
Im Dezember 2016 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 30. Juni als offiziellen Gedenktag festgesetzt. Der Internationale Asteroidentag erinnert an den Impakt eines kosmischen Kleinkörpers in Sibirien am 30. Juni 1908. Das geheimnisumwitterte sogenannte Tunguska-Ereignis macht heute auf die Einschlagsgefahr von Asteroiden und Kometen auf die Erde aufmerksam.

Fachleute sorgen sich

Wie die Astronomische Gesellschaft Winterthur (AGW) mitteilt, gehören wissenschaftliche Beobachtungen von Asteroiden seit 1998 in die Kernkompetenz ihrer modern ausgerüsteten Sternwarte Eschenberg. Der Leiter des lokalen Observatoriums, Markus Griesser, hat im Mai 2017 die 15‘000ste hochgenaue Positionsmessungen alleine an erdnahen Himmelskörpern ausgeführt. Bei über 300 dieser sogenannten Near Earth Asteroids lieferte er kurz nach der Entdeckung weitere Positionsdaten, die das Minor Planet Center in Cambridge (Mass. USA) für eine erste Bahnbestimmung verwenden konnte.

Kommentar: Lesen Sie dazu unsere spannende Artikelserie, die verdeutlicht, dass eine reale Gefahr aus dem All existiert und von vielen Teilen der Wissenschaft ignoriert wird:


Bulb

Kryptozoologen hoffen auf DNA-Beweise in Bigfoot-Nestern obwohl es schon welche gibt

Zwei US-Anthropologen wollen mit einem neuen Ansatz einen weiteren Beweis für die Existenz der nordamerikanischen Waldmenschen erbringen, wie sie allgemein als Bigfoot und Sasquatch bekannt sind. Hierzu haben die Wissenschaftler sogenannte Bigfoot-Nester im Visier - große nestartige Strukturen, die immer wieder in den nordamerikanischen Wäldern entdeckt werden und den Nestern von Menschenaffen gleichen. In diesen Nestern wollen die Forscher mit Hilfe neuster DNA-Extrahierungs- und Analysemethoden nach der DNA der sagenumwobenen Waldmenschen fahnden.
© Jeff Meldrum
Künstlerische Darstellung eines Sasquatch bzw. neben einem potentiellen Bigfoot-Nest auf der Olympic-Halbinsel.
Pocatello (USA) - Wie der Anatom und Anthropologe Dr. Jeffrey Meldrum von der Idaho State University (Abb. l. unten) und der Anthropologe Molekularbiologe Dr. Todd Disotell von der New York University (Abb. r. unten) in der Beschreibung ihrer Crowdfunding-Kampagne, mit der sie die kostspieligen Analysen zu finanzieren hoffen, berichten, wollen sie das Verfahren der sogenannten „environmental DNA“ (eDNA) zur Suche nach dem genetischen Bigfoot-Beweis nutzen.

Kommentar: Es wurden eigentlich schon einige DNA Analysen durchgeführt mit bemerkenswerten Ergebnissen. Diese Seite ist Pflichtlektüre wenn es um Bigfoot und diese Beweise geht. Desweiteren sind diese zwei Bücher von David Paulides eine Pflichtlektüre für alle die, die sich für dieses Phänomen interessieren. Auch der verstorbene Forscher John Keel geht in einigen seiner Bücher diesem Phänomen nach. Auch die Informationen in diesen Büchern sind sehr zu empfehlen.