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So, 25 Jun 2017
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Wissenschaft und Technologie
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"Kein anderes Tier wie dieses": Erstmals lebender Riesen-Schiffsbohrwurm entdeckt: "Schwefel-Magen"

US-Forscher haben auf den Philippinen zum ersten Mal einen riesigen Schiffsbohrwurm lebend zu Gesicht bekommen.
© Marvin Altamia/YouTube
Riesen-Schiffsbohrwurm
Dass es diese großen, seltsam aussehenden Kreaturen gibt, wissen unsere Wissenschaftler bereits seit dem 18. Jahrhundert, doch ein lebendiges Exemplar bekamen sie nie zu sehen. Bisher zeugten nur einige wenige leere Gehäuse oder angespülte Kadaver der Tiere von ihrer Existenz. Erst im Jahr 2010 wurde eine gezielte Suche nach dem Schiffsbohrwurm (Kuphus polythalamia) gestartet, nachdem in einem lokalen TV-Nachrichtenbericht auf den Philippinen die Geschichte eines Mannes bekannt wurde, der einen solchen Wurm zu medizinischen Zwecken gegessen hatte. Dieser Bericht brachte Daniel Distel vom Ocean Genome Legacy Center an der Northeastern University in Boston auf die Spur dieses Meeresbewohners, das er bereits seit 20 Jahren suchte. Nach zwei Expeditionen in der Region konnten sie im schlammigen Boden einer philippinischen Lagune eine Kolonie dieser Kreaturen aufspüren und ein ein Meter großes Exemplar fangen.


Doch eigentlich ist Kuphus polythalamia gar kein Wurm, sondern eine Muschel, die eine röhrenartige Schale besitzt, völlig schwarz ist und bis zu zwei Meter groß werden kann. Im Gegensatz zu den typischen Bohrwürmen hat diese Art keine holzverdauenden sondern schwefelverdauende Bakterien im Magen, das macht ihn unter den Weichtieren einzigartig. „Es gibt kein anderes Tier wie dieses", sagte Distel dem New Scientist.

Cowboy Hat

Argentinien: 70 Mio Jahre alte Dinosaurier-Eier mit Embryos gefunden

© Künsterische Darstellung

In der südargentinischen Provinz Neuquén sind Dinosaurier-Eier mit Überresten von Embryos gefunden worden. Sie sind 70 Millionen Jahre alt, wie die argentinische Nachrichtenagentur Telam berichtet.


Dieser Fund sei von einer immensen Bedeutung für die Wissenschaftler, sagte die Chefin des Departements für den Schutz des Kulturerbes, Claudia Della Negra.

„Sie (die Wissenschaftler - Anm. d. Red.) erforschen die Embryos völlig und haben schon eine Analyse der embryonalen Haut und der Zähne gemacht“, so Della Negra.

Ihr zufolge sind die Eier bis zu unserer Zeit in einem guten Zustand erhalten geblieben, weil auf dem Territorium, auf dem sie gefunden wurden, früher ein Sumpf war, der dann unter vulkanischen Ablagerungen begraben wurde.

Kommentar:
  • Es galt als unmöglich - und doch: Erstmalige Entdeckung von Dinosaurier-Blutgefäßen



Blue Planet

Das Elektrische Universum - Teil 30: Geographische Neigung und die magnetische Umkehrung

Teil 3: Irdische Auswirkungen der Annäherung von Nemesis und seinem begleitenden Kometenschwarm

Kapitel 30: Geographische Neigung und die magnetische Umkehrung

© electricYouniversE.com
Abbildung 167: Die magnetischen und geographischen Pole im Verhältnis zur Ekliptik.
Die Erde hat zwei verschiedene Polarten: Die geographischen Pole und die magnetischen Pole. Die geographischen Pole definieren die Achse um die sich die Erde dreht. Die magnetischen Pole sind die Punkte, an denen die Linien des Erdmagnetfeldes vertikal sind. Wie Sie in Abbildung 167 sehen können, befinden sich die geographischen und magnetischen Pole auf zwei unterschiedlichen Achsen. Keine von diesen beiden Achsen ist senkrecht zur Ebene der Ekliptik - die Ebene des Sonnensystems (lila). Anstatt senkrecht zu sein (schwarze gestrichelte Linie), weist die geographische Achse (grüne Linie) der Erde eine 23.5° Neigung in Bezug auf die Ekliptik des Sonnensystems auf und die magnetische Achse (schwarze Linie) hat eine 11° Neigung in Bezug auf die geographische Achse der Erde. Hätte unser Planet eine uniformitarische und ereignislose Entwicklungsgeschichte erlebt, sollten der geographische und magnetische Pol absolut senkrecht stehen (Abbildung 168).

Die Neigung der geographischen Pole

Zuerst werden wir uns auf den geographischen Pol und seine 23° Neigung fokussieren. Wie oben bereits erwähnt wurde, wenn unser Planet für Milliarden von Jahren beständig selbst Materie angezogen und gleichzeitig ruhig innerhalb der Wiege des Sonnensystems rotieren würde, zusammen mit seinen Freunden im ruhigen Kindergarten des Sonnensystems - was tatsächlich die offizielle Theorie ist - dann sollte die Rotationsachse vertikal sein. Selbst die klassische Mechanik - die die elektrische Natur des Universums nicht berücksichtigt - zeigt, dass ein externer Faktor notwendig ist, damit die Rotationsachse der Erde sich derart von der Vertikalen unterscheidet. Schon im Jahr 1878 wurde folgendes Gesetz ausgedrückt:

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:


Info

Studie: Elefanten besitzen weit bessere kognitive Fähigkeiten als angenommen

© Dale/Plotnik
Neue Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass Elefanten ein Maß der Selbsterkennung besitzen, das bei Tieren sehr selten vorzufinden ist.

Die Fähigkeit, sich von anderen Individuen und Objekten getrennt wahrnehmen zu können, kann man bei Tieren nur schwer untersuchen. Die Wissenschaftler um den Verhaltensforschers Joshua Plotnik von der Universität Cambridge wollten in ihrer Studie genau das herausfinden und haben einen Test gemacht, ob Elefanten eine eigene Körperwahrnehmung besitzen oder nicht. Dazu wurden verschiedene Asiatische Elefanten auf eine Matte gestellt, an der ein Stab festgebunden war. Sie erhielten die Aufgabe, den Stab zu nehmen und ihn einem Forscher zu übergeben, der sich in der Nähe befand.

Verblüffender Weise erkannten die Tiere sehr schnell, dass sie erst ihren schweren Körper von der Matte entfernen mussten, um den Stab übergeben zu können, der an der Matte festgebunden war. „Das ist ein vermeintlich einfacher Test, doch seine Implikationen sind sehr tiefgründig, Die Elefanten verstanden, dass ihre Körper im Weg waren, also traten sie zur Seite, um die Aufgabe erfüllen zu können. Bei einem ähnlichen Test konnten das kleine Kinder erst ab einem Alter von etwa zwei Jahre lösen. In Verbindung zu den Spiegeltests bedeutet dies, dass Elefanten in der Lage sind, sich selbst getrennt von Objekten oder ihrer Umgebung zu erkennen und dass sie ein gewisses Maß an Selbster-kennung besitzen könnten, der im Tierreich ziemlich selten ist", wird Dr. Josh Plotnik im Independent zitiert.

Die detaillierte Studie wurde im Fachjournal Scientific Reports veröffentlicht.

Kommentar:


Cheeseburger

Ernährung des Vaters beeinflusst kognitive Fähigkeiten der Nachkommen

BONN. Der Lebensstil des Vaters beeinflusst die kognitiven Fähigkeiten der Nachkommen - zumindest bei Mäusen. Werden männliche Nager Folsäure-, Methionin- und Vitamin-B12-reich gefüttert, schneiden ihre Nachkommen in Gedächtnistests relativ schlecht ab, berichtet das Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Die Diät beeinflusst demnach epigenetische Muster des Erbguts und diese Umprogrammierung überträgt sich teilweise über die Spermien auf die nächste Generation (Mol Psychiatry 2017; online 4. April).

"Bereits eine vorübergehende Änderung der väterlichen Diät kann dazu führen, dass die Nachkommen ein vermindertes Lernvermögen entwickeln. Dies zeigte sich insbesondere im Navigationstest. Das räumliche Gedächtnis war beeinträchtigt", wird Dr. Dan Ehninger, Forschungsgruppenleiter am DZNE,Väin der Mitteilung zitiert. Unregelmäßigkeiten gab es auch in den Gehirnen der Tiere: Im Hippocampus reagierten die Nervenverbindungen nur vergleichsweise träge auf elektrische Reize. Ein Hinweis dafür, dass die neuronale Plastizität herabgesetzt war. Passend dazu war auch das Gen "Kcnmb2", das diese Fähigkeit mit beeinflusst, herunter reguliert.

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Saturn-Mond Enceladus: NASA könnte außerirdisches Leben entdecken

Wie angekündigt, hat die US-Raumfahrtbehörde NASA heute Abend auf ihrer Pressekonferenz ihre neue Entdeckung bekannt gegeben (wir berichteten). Es handelte sich um die neuesten Ergebnisse, die von der Raumsonde Cassini und dem Hubble-Teleskop von Saturns Mond Enceladus gewonnen werden konnten.

© NASA
Wie die NASA auf der Konferenz bekannt gab, haben die von Cassini gelieferten Daten nun bestätigt, was schon lange vermutet wurde: Unter dem dicken Eismantel des Saturn-Mondes Enceladus befindet sich ein Ozean. Zudem gäbe es Hinweise darauf, dass in den Tiefen des Ozeans hydrothermale Quellen aktiv sind. Über die Existenzhydrothermaler Quellen wurde bereits 2015 spekuliert, als Cassini durch eine Fontäne aus Dampf und Eiskristallen flog, die regelmäßig aus Enceladus Eismantel herausgeschleudert werden. Die Analyse ergab, dass es sich bei dem Gas um molekularen Wasserstoff handelt und als einzige mögliche Quelle kam nur eine hydrothermale Reaktion zwischen heißem Felsgestein und dem Wasser des vermuteten, verborgenen Ozeans.

Der Wasserozean in Verbindung mit den energiereichen hydro-thermalen Quellen ergeben eine außerordentlich große Wahrscheinlichkeit, dass sich dort unten auch Leben tummelt - denn Wärme und Wasser begünstigen die Entstehung von Leben. Doch ob sich in dem Ozean tatsächlich Mikroben oder sogar größere primitive Lebensformen entwickelt haben, müssen nun weitere Missionen klären.

Beaker

Neues Miller-Urey-Experiment erzeugt Aminosäuren und RNA-Bausteine

© Gemeinfrei
Prag (Tschechische Republik) - Durch die Simulation der Bedingungen auf der jungen Erde konnten tschechische und französische Wissenschaftler zeigen, dass elektrische Entladungen oder aber eine mittels eines Lasers erzeugte Schockwelle in der auch als „Ursuppe“ bezeichneten Mischung anorganischer einfacher chemischer Substanzen der frühen Erde alle für das Leben notwendigen Biomoleküle der RNA und eine Aminosäure entstehen zu lassen.

Schon vor rund 60 Jahren konnten Stanley Miller und Harold Clayton Urey gemeinsam in dem nach ihnen benannten Miller-Urey-Experiment zwar nachweisen, dass unter den simulierten Bedingungen der Ur-Erde sich verschiedene Aminosäuren bilden können. Allerdings blieb das Experiment die Frage schuldig, ob dabei auch sogenannte RNA und damit der Vorläufer der DNA entstehen konnte.

Wie Forscher um Martin Ferus von der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und Fabio Pietrucci von der Pariser Université Pierre et Marie Curie aktuell im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS; DOI: 10.1073/pnas.1700010114) berichten, haben sie Ureys und Millers Ansatz erneut aufgegriffen, die Bedingungen auf der jungen Erde nachgestellt.

Windsock

Saharastaub kann Bakterien und Pilze mitbringen

Wüstenstürme über Nordafrika tragen Sahara-Staub nach Europa. Bislang ärgerten sich die Deutschen vor allem über die rötlichen Ablagerungen auf Autos, Fenstern und Gartenmöbeln. Jetzt haben Experten den Staub genauer untersucht - mit erschreckenden Erkenntnissen.
© NASA/NOAA/DoD Suomi NPP/VIIRS
Der 2014 aus der Sahara nach Mitteleuropa gewehte Staub ist möglicherweise gefährlicher als bisher angenommen. In den Ablagerungen des Staubs haben Forscher aus Italien und Österreich unerwartet viele und vielfältige Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze aus der Wüste gefunden. Tobias Weil, Leiter des Forscherteams aus Geologen, Meteorologen und Mikrobiologen, sagte dem Fachjournal Microbiome: „Wenn sich die Pilze etablieren, können sie eine Gefahr darstellen.“

Im Winter könnten sich die Partikel in Eis- und Schneeschichten bedenklich anhäufen, heißt es in dem Bericht. Die möglichen Folgen: Eine Verdrängung heimischer Arten und ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für Menschen, Tiere und Pflanzen. Die Forscher empfehlen weitere Untersuchungen, um besser einschätzen zu können, wie groß diese Gefahr tatsächlich ist.

kom

Kommentar: Nicht nur kann Wüstenstaub Bakterien mitbringen, sondern es wurde in einigen Untersuchungen nachgewiesen, dass ebenso Kometenstaub Bakterien und evtl. sogar Krankheiten mitbringt.
  • Neue Aspekte zum Schwarzen Tod: Die virale und kosmische Verbindung



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Schnellere Internetverbindung: China schießt Satelliten für WLAN ins All

China hat den ersten Hochdurchsatz-Kommunikationssatelliten vom Typ Shijian ins Weltall geschickt, der einen schnelleren Internetzugang, darunter auch für WLAN-Hotspots in Verkehrsmitteln, ermöglichen soll. Das gibt die Nachrichtenagentur Xinhua bekannt. Der Satellit soll die Erde 15 Jahre lang in der geostationären Umlaufbahn begleiten.


Kommentar: WLAN-Strahlen sind toxisch.


© Facebook
China schießt Satelliten für schnellere Internetverbindung ins All
China gilt weltweit als Vorreiter in Sachen Telekommunikation und Hochgeschwindigkeits-Internet. Am 3. März hatte es die bisher umfangreichsten Tests des Mobilfunks der fünften Generation - 5G - eingeleitet. Das meldete die Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf Vertreter des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie. Dadurch wolle man neue mobile Kommunikationstechnologien vereinheitlichen. Am Projekt beteiligen sich große Konzerne der chinesischen Mobilfunkindustrie, darunter Huawei Technologies und ZTE. Die endgültige Inbetriebnahme von 5G ist für 2020 geplant.

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Neue Waffe gegen Krebs: Spermien sollen Medikamente gezielt zu kranken Stellen bringen

© Foto: National Cancer Institute Univ. of Pittsburg Cancer Institute
Deutsche Wissenschaftler haben eine neue Methode im Kampf gegen Krebs gefunden, dank der Medikamente gezielt zu kranken Stellen gebracht werden können, wobei keine gesunden Zellen zerstört werden. Dafür können Spermien benutzen werden, geht aus einem Artikel aus der Bibliothek elektronischer Preprints arXiv.org hervor.

Demnach sahen die Forscher der Technischen Universität Chemnitz und des Institute for Integrative Nanosciences in Spermien eine gute Triebkraft für Medikamente. Die Wissenschaftler überzogen ein Spermium mit einem Anti-Krebs-Wirkstoff und bauten dafür einen Eisen-Anzug, um es über ein Magnetfeld dorthin zu steuern, wo es benötigt wird.

Wenn ein solcher „Kampf“-Spermium die vorgesehene Stelle erreicht, öffnet sich die metallische Schale und gibt das Medikament frei, so die Studie.

Kommentar: