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Mo, 24 Apr 2017
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Light Sabers

Haben sie das ganze Bild erfasst? Forscher wollen Periodizität von Asteroideneinschlägen widerlegt haben

Eine beliebte Hypothese besagt, dass die Erde regelmässig alle 26 Millionen Jahre von Asteroiden heimgesucht wird. Forscher der ETH Zürich haben Einschlagskrater aus den letzten 500 Mio Jahren studiert und widerlegen damit die Theorie vom periodischen Bombardement.
Rund 190 Einschlagkrater auf der Erde sind bekannt, von einigen Metern bis über 100 Kilometer im Durchmesser. Solche Einschläge und damit verbundenes Artensterben, wie zum Beispiel das Verschwinden der Dinosaurier, könnten die Erde in regelmässigen Zeitabständen heimsuchen. So zumindest eine beliebte Theorie. Diese These haben Matthias Meier von der ETH Zürich und seine ehemalige Doktorandin Sanna Holm-Alwmark von der Universität Lund nun jedoch widerlegt.

Ob Einschläge und Massenaussterben periodisch auftreten, werde seit über drei Jahrzehnten diskutiert, liess sich Meier in einer Mitteilung der ETH vom Montag zitieren. Zuletzt gab eine US-Studie von 2015 an, Einschlagskrater auf der Erde würden gehäuft alle 26 Millionen Jahre entstehen. Dabei liessen sie sich jedoch offenbar durch teils falsche Datierungen in die Irre führen.

Kommentar: Es wird oft vermutet, dass Meteoriten alle paar Millionen Jahre auf die Erde einschlagen, und dass es sich dabei um seltene Einzelfälle handelt. Oder in diesem Artikel um große bis größere Asteroiden. Victor Clube und Paul Napier (aus ihrem Buch: The Cosmic Winter) untersuchten die Geschichte auf Meteoriten. Dabei sind sie auf relativ kurze Zyklen gestoßen, als Gesteinsbrocken auf die Erde einschlugen (ca. alle 3600 Jahre) und es sich oftmals um Schwärme handelt und kleine Himmelskörper. Viele Himmelskörper sind auch nicht direkt eingeschlagen und hinterließen keine sichtbaren Spuren. Die Autoren wiesen darauf hin, dass es nahezu unmöglich ist alle Gesteinsbrocken im All ausfindig zu machen, da sie sehr oft kein Licht reflektieren und mehr oder weniger einfach "schwarze Klumpen" sind.


Mars

Mars enthüllt Spuren vergangener Mega-Fluten

© ESA/DLR/FU Berlin, CC BY-SA 3.0 IGO
Blick auf die Flussmündung der Kasei-Täler auf dem Mars.
Berlin (Deutschland) - Die europäische Sonde „Mars-Express“ hat neuste Aufnahmen des Talsystems der Kasei Valles zur Erde geschickt. Dieses kündet von mehreren einstigen gigantischen Fluten auf dem Roten Planeten und entstand nicht durch den kontinuierlichen Abfluss von Oberflächenwasser.

In den Kasei Valles strömten einst gewaltige Wassermassen über die Oberfläche und formten dadurch eines der größten Talsysteme des Mars. Die neuen Aufnahmen der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebenen HRSC-Kamera zeigen einen Ausschnitt des Mündungsgebiets dieses Ausflusskanalsystems und in ihm mehrere Einschlagskrater, die am Übergang von der Tiefebene Chryse Planitia zum Marshochland liegen.

„Das Kanalsystem der Kasei Valles erstreckt sich über fast 2000 Kilometer“, erläutert das DLR. „Das ist deutlich länger als der Rhein. Von seiner Quellregion in Echus Chasma, nördlich des Grabenbruchs Valles Marineris am Marsäquator, bis zu seiner Mündung in Chryse Planitia in der nördlichen Tiefebene. Vor rund 3,6 und 3,4 Milliarden Jahren gab es mehrere Flutereignisse, die dieses Talsystem entstehen ließen.“

Frog

Faszinierende Nachtsicht: Frösche können selbst im Dunkeln Farben sehen

© Bild: Hotgeier/fotolia.com
Forscher haben herausgefunden, dass Frösche im Dunkeln Farben sehen können.
Farben im Dunkeln sehen

Manche Tiere können besonders gut sehen. So haben etwa die überragenden Sehleistungen der Greifvögel mit dem sprichwörtlichen „Adlerauge“ Einzug ins allgemeine Bewusstsein gehalten.

Mindestens genauso beeindruckend ist, wozu Frösche in der Lage sind: Sie können im Dunkeln Farben sehen, wie schwedische, finnische und russische Forscher beobachtet haben.

In einer Mitteilung der Universität Lund (Schweden) heißt es dazu: „Die Nachtsicht von Fröschen und Kröten scheint der aller anderen Tiere überlegen zu sein.“

„Sie haben die Fähigkeit, Farben zu sehen, auch wenn es so dunkel ist, dass Menschen überhaupt nichts sehen können“, heißt es dort weiter.

Fireball 4

Photoakustik: Rätsel um mysteriöse Geräusche von Feuerbällen teilweise geklärt

Wissenschaftler scheinen endlich das Rätsel um die Geräusche gelöst zu haben, die man hin und wieder bei Meteoren hören kann und dessen Erklärung sie seit Jahrzehnten suchen.


Feuerball über Bangkok am 2. November 2015
Dieses seltsame Geräusch wurde von den Zeugen stets als ein zischender, knisternder, oder knallender Ton beschrieben, den man manchmal hören kann, wenn ein besonders heller Meteor oder Feuerball den Himmel mindestens so hell erleuchtet wie der Vollmond. Da dieses Phänomen sehr selten ist, hatte es sich als äußerst schwierig erwiesen, es zu untersuchen und eine Erklärung dafür zu finden. So wurde anfangs spekuliert, dass vielleicht Hochfrequenz-Emissionen diese Klänge erzeugen würden, doch die Wissenschaftler konnten diese Theorie schließlich ausschließen, weil die Töne auch ohne einen speziellen Empfänger gehört werden können.


Kommentar: Wie Pierre Lescaudron in seinem Buch beschreibt, könnten einige der seltsamen Geräusche die wir in den letzten Jahren immer häufiger auf der ganzen Welt beobachten können, auch mit der sogenannten Elektrophonie zu tun haben, die nicht nur durch Feuerbälle sondern auch durch seismische Aktivitäten in der Erde erzeugt werden können.



Bulb

Mensch als Katalysator: 208 neue Minerale gehen auf menschliches Wirken zurück

© RRUFF
Das grünliche Simonkolleit [Zn5(OH)8Cl2·H2O] verdankt seine Entstehung dem Kupferbergbau: Es bildete sich in einer Kupfermine in Arizona.

Mensch als Katalysator: Der Mensch hat die Vielfalt der Minerale auf der Erde so rapide erhöht wie kaum ein Ereignis zuvor. Immerhin 208 Minerale verdanken ihre Entstehung indirekt oder direkt der menschlichen Aktivität, wie eine Studie zeigt. Vor allem der Bergbau und die Metallverarbeitung schufen die Voraussetzung für neue Verbindungen. Die Forscher sehen in dieser Mineralschwemme ein weiteres Kennzeichen des Anthropozäns - des Zeitalters des Menschen.


Unsere Erde birgt eine gewaltige Vielfalt an Mineralen: 5.208 verschiedene Arten sind es bisher offiziell, davon gelten rund 2.500 als selten. Experten schätzen jedoch, dass noch mindestens 1.500 weitere Minerale auf ihre Entdeckung warten.

Produkte der Erdgeschichte

"Die Entwicklung der Minerale erstreckt sich über die gesamte Erdgeschichte", erklärt Robert Hazen von der Carnegie Institution for Science in Washington. "Über 4,5 Milliarden Jahre hinweg trafen Elemente an spezifischen Orten, Tiefen und Temperaturen aufeinander, um die Minerale zu bilden, die wir heute kennen."

Das Ereignis, das dabei am stärksten zur großen Mineralvielfalt beigetragen hat, ist die "Große Oxidation" vor rund zwei Milliarden Jahren - die Zeit, in der die Erde erstmals begann, eine sauerstoffreiche Atmosphäre zu entwickeln. Die Präsenz des Sauerstoffs ermöglichte die Bildung von Oxiden und vielen weiteren Sauerstoffverbindungen und ließ die Zahl der irdischen Minerale sprunghaft in die Höhe schnellen, wie die Forscher berichten.

Kommentar: Kristalle: Faszinierende Objekte und Bausubstanz unserer materiellen Welt


Dig

Forscher haben über 3,7 Milliarden Jahre alte Fossilien gefunden

© Matthew Dodd
Hämatit-Röhrchen aus dem kanadischen Nuvvuagittuq-Grünsteingürtel stellen die bislang ältesten bekannten Fossilien dar.
London (Großbritannien) - Ein internationales Wissenschaftlerteam hat in Quarzschichten des Nuvvuagittuq-Grünsteingürtel in der kanadischen Provinz Quebec die fossilen Überreste von Mikroorganismen entdeckt, die mit einem von den Forschern bestimmten Alter von mindestens 3,77 Milliarden Jahren die bislang ältesten irdischen Lebensformen darstellen. Zugleich hat die Entdeckung auch Konsequenzen für die Wahrscheinlichkeit von Leben auch auf fernen Planeten die eigentlich auf den ersten Blick als eher lebensfeindlich erscheinen.

Wie das Team um Matthew Dodd vom University College London (UCL) aktuell im Fachjournal Nature (DOI: 10.1038/nature21377) beschreibt, handelt es sich bei ihrem Fund um Filamente und röhrendförmige Strukturen zwischen den Quarzschichten, die einst von Bakterien gebildet wurden, die sich von Eisen ernährt haben.

Die Quarzstrukturen selbst stellen Sedimente einstiger hydrothermaler unterseeischer Quellen dar, deren Alter die Wissenschaftler auf zwischen 3,77 und 4,3 Milliarden Jahre datierten.

Kommentar:


Robot

Albtraum-auslösender Militär-Roboter von Google Boston Dynamics vorgestellt

Wenn Sie an das Thema „Künstliche Intelligenz“ denken, was kommt Ihnen dann als erstes in den Sinn? Auf dem Weg, den Menschen angeblich das Leben zu erleichtern, entwickeln die Spezialisten passende Roboter und auch im Bereich Künstliche Intelligenz werden Fortschritte gemacht. Der Roboter-Hersteller Boston Dynamics hat ein offizielles Video von „Handle“ am Montag freigegeben, das dessen bemerkenswerte Fähigkeit zeigt, durch seine Umgebung zu navigieren.

Stephen Hawking, Elon Musk und Bill Gates warnen vor der „Künstlichen Intelligenz“. Ausschlaggebend für diese Warnung war ebenfalls ein Video der Googles-Firma Boston Dynamics. In dem Video wurde ein humanoider Roboter namens Atlas gezeigt, der frei im Wald läuft. Google-Mutter Alphabet hat das Unternehmen 2013 gekauft und erhielt aus dem Department of Defense (Verteidigungsministerium) Geld, um eine noch agilere Version von Atlas zu bauen. Siehe: Ist das der erste Schritt zum künstlichen Menschen für militärische Zwecke? Wissenschaftler stellen Pläne für ein künstliches Genom bis 2036 vor

Kommentar:


Bulb

Älteste Organismen der Erde entdeckt

Eine internationale Gruppe von Paläobiologen hat die wohl ältesten Organismen auf der Erde gefunden. Die Ergebnisse der Forschung sind im wissenschaftlichen Magazin Nature publik gemacht worden. Die fossilen Mikroorganismen sind nach Einschätzung der Experten mindestens 3,77 Milliarden und möglicherweise bis 4,28 Milliarden Jahre alt.
© Nature
Älteste Organismen auf der Erde entdeckt
Die Paläobiologen haben die Mikroorganismen im Sedimentgestein im Nuvvuagittuq-Grünsteingürtel nahe dem kanadischen Quebec entdeckt. In den Proben haben die Wissenschaftler Röhren- und Fadenstrukturen sowie Eisenoxid-Granula und Karbonate gefunden. Den Forschern zufolge sei das ein Nachweis der Bioaktivität vor mehreren Milliarden Jahren. Die Wissenschaftler erklären, dass man bisher keine Mikrofossilien gefunden und bestätigt hat, die älter als 3,5 Milliarden Jahre alt sind.

Blue Planet

Neue Erkenntnisse: Irdischer Wasserkreislauf reicht deutlich tiefer als bisher gedacht

© NASA
Aufnahme des Erdglobus durch Apollo 17
Kiel (Deutschland) - Große Wassermengen finden sich nicht nur auf der Erdoberfläche, sondern auch tief im Innern unseres Planeten. Uneins sind sich Wissenschaftler hingegen über die Herkunft des innerirdischen Wassers. Neue Erkenntnisse belegen nun, dass der irdische Wasserkreislauf sehr viel tiefer reicht, als bislang gedacht und könnten der Diskussion über die Entstehung der Ozeane neue Impulse verleihen.

„Die Erde ist in vielerlei Hinsicht einzigartig unter den Planeten des Sonnensystems“, erläutert die Pressemitteilung des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung und führt dazu weiter aus: „Die wohl auffälligste Eigenheit sind die gewaltigen Mengen an Wasser, die heute immerhin 70 Prozent der Erdoberfläche bedecken. Auch tausende von Kilometern unterhalb der Erdoberfläche, im Erdmantel, kommt noch Wasser vor. Es ist jedoch umstritten, wie es dorthin gelangte. Existiert es dort seit der frühesten Erdgeschichte? Oder gelangt noch immer Wasser von der Oberfläche bis in tiefe Bereiche des Erdmantels?“

Kommentar: Geologen bestätigen erstmals Existenz Flusssystem-artiger Wasseradern im Erdinnern


Evil Rays

HAARP offiziell reaktiviert - Uni startet erneut umstrittene Ionosphärenexperimente mit fadenscheiniger Begründung

© Michael Kleiman / US Air Force / Gemeinfrei
Das Antennenfeld von HAARP-Anlage nahe Gekona in Alaska.
Gekona (USA) - Die Antennenanlage des High Frequency Active Auroral Research Program - kurz HAARP in Alaska gehört wohl zu den unter Verschwörungstheoretikern meist umstrittenen technologischen Anlagen weltweit. Während die Betreiber immer wieder auf die rein wissenschaftliche Natur der Experimente verwiesen haben, unterstellen Kritiker gezielte Atmosphären und Wetter- bis hin zur globalen Gedankemanipulation und das Erzeugen von Naturkatastrophen. Nachdem die Anlage 2014 außer Betrieb gesetzt wurde, haben die HAARP-Betreiber nun mit neuen Ionosphärenexperimenten begonnen.

Einst von der Air Force betrieben, wurde die Anlage 2014 vom geophysischen Institut an der University of Alaska Fairbanks (UAF) übernommen aber auch weiterhin u.a. vom US-Militär und dessen Entwicklungseinheit, der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) mitfinanziert und -genutzt. Nicht zuletzt letzterer Umstand sorgte und sorgt immer wieder für Bedenken und eine Vielzahl an Theorien über den absichtlichen oder auch unbeabsichtigten Missbrauch der die Ionosphäre manipulierenden und aufheizenden Anlage.

Kommentar: