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Mo, 23 Okt 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Question

Mutmaßliche Reliquien des Apostels Petrus in Rom entdeckt

Tonbehälter bei Restaurierungsarbeiten einer Kirche in Roms Stadtteil Trastevere gefunden.
Bei Restaurierungsarbeiten in einer Kirche im römischen Stadtteil Trastevere sollen mögliche Reliquien des Apostels Petrus entdeckt worden. Das berichteten italienische Medien, darunter die Tageszeitung La Stampa, am Donnerstag. Demnach sei unter dem Altar der Kirche Santa Maria in Cappella ein Tonbehälter mit Reliquien gefunden worden, die laut einer mittelalterlichen Inschrift von den ersten Päpsten stammen könnten.

Wie La Stampa berichtet, listet eine steinerne Inschrift aus der Bauzeit der Kirche im 11. Jahrhundert wichtige Reliquien auf: das Fragment eines Kleides von Maria - das freilich nicht gefunden wurde -, Reliquien des Petrus sowie der Päpste Cornelius, Callistus und Felix, die ursprünglich auf verschiedenen Friedhöfen beigesetzt worden seien. Außerdem nennt die Inschrift die Namen von Märtyrern.

Bulb

SETI-Initiative „Breakthrough Listen“ ortet 15 sich wiederholende Radioblitze aus ferner Galaxie

Schnelle Radioausbrüche, sog. Fast Radio Bursts (FRBs) sind nur wenige Millisekunden andauernde, dafür aber extrem energetische Radioblitze. Seit knapp zwei Jahren sucht die "Breakthrough Listen" Initiative nach intelligenten außerirdischen Signalen und vermeldet nun die Entdeckung von gleich 15 sich FRBs aus gleicher Quelle, die zumindest einige bisherige Erklärungsansätze für die hochenergetischen Signale ausschließen. Eine der verbleibenden Möglichkeiten ist die, dass es sich um Signale einer außerirdischen Zivilisation handelt.

© NRAO/AUI
Das Green Bank Radio Telescope (GBRT).
Berkeley (USA) - Wie die "Breakthrough Listen"-Astronomen um Dr. Vishal Gajjar von der University of California aktuell über den Wissenschafts-Nachrichtendienst "The Astronomers Telegram" berichten, haben sie mit dem Green Bank Radio Telescope (GBRT) in West Virginia vergangene Woche gleich 15 neue Radioblitze der FRB-Quelle "FRB 121102" aufgefangen, die einer drei Milliarden Lichtjahre entfernten Zwerggalaxie im Sternbild Fuhrmann (Auriga) entstammt. Erstmals gelang es bei diesen Beobachtungen auch sich wiederholende FRBs aus dieser Quelle zu orten.

Diese FRB-Quelle (FRB 121102) wurde erstmals im November 2012 von Astronomen mit dem Radioteleskop von Arecibo auf Puerto Rico entdeckt, war damals die erste FRB-Detektion überhaupt und stellte sich 2015 auch als erste, sich wiederholende FRB-Quelle heraus.

Better Earth

Erstaunlich: Rätsel der Längengrad-Navigation von Vögeln gelöst

Zugvögel lösen eines der schwierigsten Navigationsprobleme auf erstaunlich raffinerte Weise, wie ein Experiment mit Teichrohrsängern enthüllt. Denn sie erkennen ihre Ost-West-Position an der magnetischen Deklination - der Abweichung zwischen dem magnetischen und geografischen Nordpol. Möglich wird dies, indem die Vögel die Informationen ihres Magnetkompasses mit Ortsinformationen aus dem Sternenhimmel und Sonnenstand vergleichen.


Teichrohrsänger
Seefahrer brauchten Jahrhunderte, um dieses Problem zu lösen: die Bestimmung des Längengrads. Während der Breitengrad an der Höhe der Gestirne über dem Horizont ablesbar ist, erfordert die Positionsbestimmung in Ost-West-Richtung komplexere Berechnungen - und eine genaue Zeitmessung. Diese wurde für Seefahrer jedoch erst möglich, als der britische Uhrmacher John Harrison im Jahr 1753 das erste ganggenaue Schiffschronometer erfand.

Wie schaffen das die Zugvögel?

Doch es gibt noch andere Wesen, die seit Jahrtausenden die halbe Welt umrunden: Zugvögel. Einige von ihnen überfliegen regelmäßig den Atlantik, andere fliegen jedes Jahr 14.500 Kilometer von Alaska über die Beringstraße und Asien bis nach Afrika. Die Vögel navigieren dabei vor allem mit Hilfe ihres Magnetkompasses, aber auch anhand des Sonnenstands und der Sterne.

Bulb

Warum sind Pflanzen eigentlich grün?

Es ist Sommer, die Pflanzen stehen in vollem Saft - die Welt erstrahlt in einem satten Grün. Diese Farbe ist geradezu ein Symbol für die Natur, sogar Parteien unterstreichen damit ihre ökologische Gesinnung. Aber warum sind Pflanzen denn überhaupt grün und nicht schwarz, weiß oder gar lila?
Die Antwort weiß Tatjana Kleine vom Lehrstuhl für Botanik der Ludwig-Maximilians-Universität in München: "Das hat mit einer der Grundlagen des Lebens zu tun: Der Photosynthese, über die Pflanzen Licht in chemische Energie wie beispielsweise Zucker umwandeln". Die Farbe eines Gegenstandes bestimmt immer die Lichtfarbe, die er reflektiert. Im Fall der Pflanzen handelt es sich um Licht der Wellenlänge Grün. "Für die Photosynthese brauchen die Pflanzen nur das blaue und rote Licht, das grüne bringt ihnen nichts und sie spiegeln es einfach zurück", erklärt Kleine. Das ist der Grund, warum Pflanzen eine grüne Farbe haben.

Black Magic

Elon Musk will Computer mit menschlichen Gehirnen vernetzen: Angeblich, um uns vor Übergriff künstlicher Intelligenzen zu schützen

© Glogger/Wikimedia
Der Unternehmer und Multimilliardär Elon Musk will mit einem neuen Projekt Computer mit menschlichen Gehirnen vernetzen, um uns vor einem Übergriff künstlicher Intelligenzen zu schützen.

Der Visionär Elon Musk will mit seinem Unternehmen SpaceX nicht nur Menschen zum Mars befördern, um ihn kolonisieren zu lassen, jetzt hat offiziell seine neue Firma »Neuralink Corp« vorgestellt, die sich der künstlichen Intelligenz (KI) widmet. Gemeinsam mit Max Hodak, Gründer der Firma »Transcriptic«, will er dort Technologien entwickeln, um eine Herrschaft der künstlichen Intelligenz über die Menschheit zu verhindern. Diesbezüglich hatten bereits im Juli Gerüchte die Runde gemacht (wir berichteten), doch erst jetzt wird es auch offiziell bestätigt.

Kommentar:


Beaker

Wissenschaftler beweisen: Es gibt Zeitkristalle

© Still Life Photography/Shutterstock
Was im Jahr 2013 noch eine Theorie war, ist jetzt bewiesen. Mit dem Nachweis von Zeitkristallen muss das bisherige Verständnis von Zeit grundsätzlich in Frage gestellt werden.

Damals wollten Wissenschaftler um den Physik-Nobelpreisträger Frank Wilczek im Inneren einer Ionen-Falle einen sogenannten »Zeitkristall« erzeugen. Das ist ein Objekt, das sich wie ein Uhrzeiger in einem sich immer wiederholenden Muster bewegt.

Es verbraucht dabei allerdings keine Energie. Im Gegensatz zu Uhren beziehen Zeitkristalle ihre Bewegung nicht aus gespeicherter Energie, sondern durch einen Bruch in der Symmetrie der Zeit, was ihnen eine besondere Form der unaufhörlichen Bewegung ermöglicht, also wie ein Perpetuum mobile. Der Begriff Perpetuum mobile ist lateinisch und steht für »sich ständig Bewegendes«. Er bezeichnet eine Konstruktion, die sich, sobald sie in Gang gesetzt wurde, immer weiter bewegt und dabei durch freie Energie zusätzlich Arbeit verrichtet, jedoch ohne, dass ihr von außen weitere Energie zugeführt wird.

Bulb

Studie offenbart: 99% der Mikroorganismen im Menschen sind völlig unbekannt

Eine Studie der Forscher der Stanford University hat ergeben, dass die überwältigende Mehrheit der Bakterien und Viren, die im menschlichen Körper leben, der Wissenschaft noch nicht bekannt ist. Darüber berichtete das Wissenschaftsnachrichten-Magazin "ScienceAlert".

© RIA Novosti. Aleks Amineev
Die Verfasser der Studie, die in der Fachzeitschrift der US-Akademie der Wissenschaften veröffentlicht ist, analysierten DNA-Fragmente, die sie in den Blutproben von insgesamt 188 Patienten entdeckten.

Es stellte sich heraus, dass 99 Prozent der nicht-menschlichen DNA-Fragmente keine Übereinstimmungen in den genetischen Datenbasen haben und anscheinend von Lebewesen stammen, die den Wissenschaftlern bislang nicht bekannt sind.

Blackbox

Rosalia Lombardo: Die Kindermumie mit dem Augenzwinkern

© Discovery.com
Eines der weltweit am besten erhaltenen Mumien ist Rosalia Lombardo, ein zweijähriges Mädchen, das im Jahre 1920 an einer Lungenentzündung starb. Sie gehört zu den berühmtesten der rund 8.000 Mumien, die sich in den Katakomben unter dem Kapuzinerkloster im italienischen Palermo befinden. Sie ist aber auch Gegenstand vieler kontroverser Diskussionen, denn es wird behauptet, dass sie hin und wieder ihre Augen öffnet.

Die kleine Rosalia hat den Spitznamen »Dornröschen« erhalten, weil sie wie ein 2-jähriges Kind aussieht, das gerade ein Schläfchen hält. Sie liegt unter einer Decke und ihr friedliches Gesicht wird von blonden Locken umrahmt, die mit einer Schleife am Kopf geschmückt werden. Doch dieses kleine Mädchen sorgt seit vielen Jahren auch für ein gruseliges Phänomen, denn immer wieder berichten Augenzeugen, dass sie beobachtet haben, wie sie ihre Augenlider öffnet und schließt. Videoaufnahmen und Zeitraffer-Fotos von diesem »Wunder«, sind seit Jahren Gegenstand verschiedener Spekulationen und darin erscheint es tatsächlich so, als wenn Rosalia offenbar mehrfach täglich kurz ihre Augenlider öffnet und ihre intakten blauen Augen offenbart.

Doch in 2014 verkündete der Italiener Dario Piombino-Mascali, Kurator der Kapuziner-Katakomben, dass er das Rätsel gelöst habe, wieso sich die Augen dieser Kindermumie scheinbar täglich öffnen und schließen. Seine Erklärung: Es handele sich lediglich um eine optische Täuschung, die durch das Licht entsteht, das durch die Seitenfenster der Katakombe gefiltert wird und sich im Laufe des Tages ändern kann. Er stellte fest, dass sich die Mumie im luftdichten Glassarg leicht verschoben hat und diese neue Position es einfacher macht, Rosalias Augenlider besser zu sehen. "Sie sind nicht ganz geschlossen und sie waren es auch noch nie", sagte Piombino-Mascali.

Bereits 2009 konnte man ein weiteres großes Mysterium um Rosalias Leichnam entschlüsseln. Denn lange Zeit hatten Wissenschaftler darüber gerätselt, wie man Rosalia so einbalsamieren konnte, dass sie sogar nach 90 Jahren immer noch so frisch und lebendig aussieht. Die Lösung des Rätsels war, dass der Einbalsamierer Alfredo Salafia eine mit Zinksulfat und Chloriden angereicherte Mixtur aus Glyzerin und Formalin (eine wässrigen Formaldehydlösung) benutzte. Die Venen füllte er mit einer Alkohollösung und Salicylsäure, die in Rosalias Adern gespritzt wurde.

Kommentar: Dieses Phänomen mag eine in die Alltagswelt passende wissenschaftliche Erklärung gefunden haben. Dennoch gibt es auch viele Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich mit herkömmlichen Erklärungen nicht erfassen lassen. Weitere Informationen zu solchen Phänomenen finden Sie u.a. in dem Buch Höchste Fremdartigkeit von Laura Knight-Jadczyk.


Magnify

Außergewöhnliche Delfinart ohne Zähne entdeckt

© Illustration: robert boessenecker
Rekonstruktion von Inermorostrum xenops.
Charleston - Als Delfinverwandter gehörte er zwar zu den Zahnwalen, aber Zähne hatte er trotzdem keine im Maul. Inermorostrum xenops ist der Name einer bislang unbekannten Spezies, die ein Team US-amerikanischer und kanadischer Forscher in der aktuellen Ausgabe der Proceedings B der Royal Society vorstellte. Das Tier lebte vor etwa 29 Millionen Jahren im Oligozän, seine Fossilien wurden im Wando River nahe Charleston an der Küste South Carolinas gefunden.

Inermorostrum war ein ausgesprochener Knirps: Mit 1,2 Metern Länge war er sogar noch kleiner als der kleinste heute noch vorkommende Wal, der Vaquita aus dem Golf von Kalifornien. Der geborgene Schädel weist eine verhältnismäßig kurze und vollkommen zahnlose Schnauze auf. Dafür deutet eine Reihe von tiefen Kanälen und Löchern für Arterien darauf hin, dass am Knochen eine große Menge weichen Gewebes ansetzte. Der kleine Delfin dürfte wulstige Lippen gehabt haben - und vielleicht sogar Tasthaare wie ein Walross.

Beaker

Über Facebook-Messenger verbreitet sich ein Virus

Auf Facebook kursiert ein Virus
© privat
Ein Virus geht seit Tagen im Internet herum - mehrere Länder scheinen betroffen zu sein. Er wird über den Facebook-Messenger verschickt, sieht aus wie eine Nachricht von einem Facebook-Freund und enthält einen Link zu einem vermeintlichen Video. Sobald Sie die Nachricht anklicken, wird Ihr Gerät mit einem Virus infiziert.

Falsche Facebook-Messenger-Nachricht

Bereits am Wochenende wurde in den Niederlanden davor gewarnt. Aktuell sind auch Schweden, Neuseeland und Deutschland betroffen. Es wird vermutet, dass der Trojaner private Informationen samt Passwörtern, Email-Konten und Browser-Verläufen ausspioniert.

Sobald der Nutzer auf den Link klickt, wird er aufgefordert, ein Update oder ein Skript zu installieren - oder es wird sogar automatisch installiert. Dann verschickt der Virus die gleiche Nachricht an alle Freunde und infiziert somit immer mehr Geräte.