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Fr, 24 Mär 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Brasilien: Sehr schwer fassbare, äußerst seltene Schlange an Forscher übergeben

© www.pic2fly.com
Seltene Boa
Brasilianische Bauern haben eine extrem seltene Schlange gefangen, die zu den Tierarten gehört, welche am schwersten zu fassen sind. Dies berichtet die Online-Ausgabe der amerikanischen Fachzeitschrift „Science“.

Demnach wollten die Bauern die 1,7 Meter lange Schlange zuerst töten, erinnerten sich aber an Poster von Zoologen, die um Informationen über ähnliche Funde gebeten hatten. Auf diese Weise hätten die Forscher eine rare Cropans Boaschlange (Corallus cropanii) erhalten.

Erst fünfmal sollen Menschen dieser Schlangenart begegnet sein. Das zweite Mal seit 1953 können Wissenschaftler nun diese seltene Reptilienart lebendig beobachten. Zuvor erforschten sie meist Tiere, die von den Einheimischen getötet worden waren.

An der Recherche arbeiten das biomedizinische Forschungszentrum Instituto Butantan und die staatliche Universität im brasilianischen São Paulo. Die Schlange ist ein Weibchen und wiegt 1,5 Kilogramm. Sie hat ein schwarz-gelbes Rautenmuster auf dem Rücken, einen gelben Bauch und eine tiefe Grube mit Rezeptoren in den Mundwinkeln.

Cropans Boaschlangen sind nicht giftig, fressen angeblich Vögel und Kleintiere und leben in Baumkronen, berichtet die Zeitschrift weiter. Die Wissenschaftler wollen das Reptil mit einem Sendegerät versehen und in einem Wald aussetzen.


Galaxy

NASA warnt vor Asteroiden N509, übersieht aber viele andere

N509 raste zwar an der Erde vorbei, soll aber weiterhin gefährlich für unseren Planeten sein.
© NASA
220 Meter breit und 400 Meter lang ist BN509 und brachte Astronomen kurz ins Schwitzen. Zwar raste der Gesteinsklumpen an der Erde vorbei, doch die Gefahr sei noch nicht gebannt, berichtet das britische Online-Portal „Dailystar“. Laut dem Bericht soll die NASA den Asteroiden immer noch als „potenziell gefährlich“ eingestuft haben, da er eines Tages unseren Planeten treffen könnte.


Kommentar: Das liegt in einer unbekannten Zukunft. Viel gefährlicher sind die Objekte, die noch nicht bekannt sind und oftmals viel kleiner sind, wie es in den letzten Jahren und Wochen immer wieder beobachtet werden konnte:

BN509 hat die Form einer Erdnuss, was leicht zu erklären ist. Der Wissenschaftler Ed Rivera-Valentin führt das darauf zurück, dass hier zwei Gesteinsbrocken miteinander verschmolzen sind. Die NASA hat besondere Instrumente, die die Asteroiden rund um die Erde genau unter die Lupe nehmen können. Innerhalb kurzer Zeit können Größe, Struktur und Flugbahn errechnet werden. Immer wieder nähern sich Gesteinsbrocken der Erde.

Fireball

Auf dem Mars wurden neuere Einschlagskrater entdeckt

Bei der Auswertung von Bildern, die die Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO) stetig zur Erde funkt, haben Astronomen jetzt auf Aufnahmen zahlreiche "frische" Kratern auf dem Roten Planeten entdeckt. Entdeckt wurden die Krater - zwei große sowie rund 30 kleinere - ursprünglich mithilfe der Mars Context Camera (CTX) an Bord von MRO.
© NASA/Jpl-Caltech/University of Arizona
Wie die US-Raumfahrtbehörde NASA auf ihrer Website berichtet, müssen sie zwischen 2008 und 2014 entstanden sein. Mit dem sogenannten HiRISE-Instrument (die Abkürzung steht für High Resolution Imaging Science Experiment), einer besonders leistungsstarken Kamera an Bord von MRO, haben die Forscher Anfang Oktober vergangenen Jahres die Krater in der Tharsis-Region näher unter die Lupe genommen.

Nach Auswertung der HiRISE-Fotos kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die Krater entstanden sind, als ein Meteoriod (ein kleiner Asteroid; Anm.) beim Eintritt in die dünne Mars-Atmosphäre auseinanderbrach und sich seine Einzelteile (als Meteoriten) quasi wie eine Ladung Schrott rund um die Einschlagskrater der zwei größten Brocken verteilt haben.

Kommentar: Der Trend, dass immer mehr Himmelskörper eintreffen, findet nicht nur auf dem Mars statt, sondern auch auf der Erde:
© AMS

Und auf dem Mond:
  • Mehr Meteoritenbeschuss: 222 neue Krater auf dem Mond in den letzten sieben Jahren



Nebula

Forscher: Bedingungen für Entstehung von Leben existieren an vielen Orten im Universum

© NASA, ESA, and Z. Levy (STScI)
Künstlerische Darstellung eines Kometen bzw. Kleinplaneten auf Kollisionskurs mit einem Weißen Zwergstern (Illu.).
Los Angeles (USA) - In der Atmosphäre eines Weißen Zwergsterns haben Astronomen Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Wasserstoff und damit die grundlegenden Bausteine von Wasser und des uns bekannten Lebens entdeckt. Diese gelangten offenbar mit einem Kleinplaneten in den Stern, wie sie auch im Kuipergürtel des Sonnensystems zu finden sind. Die Entdeckung zeigt, dass trockene, innere Felsplaneten auch in anderen Systemen durch eisige Körper wie Kometen und Kleinplaneten die Baussteine des Lebens, vornehmlich Wasser, erlangen können.

Wie das Team um Professor Siyi Xu von der Europäischen Südsternwarte (ESO), Benjamin Zuckerman und Edward Young von der University of California in Los Angeles (UCLA) aktuell im Fachjournal „Astrophysical Journal Letters“ (DOI: 10.3847/2041-8213/836/1/L7) berichtet, weist das Planetensystem um den im Sternbild Bärenhüter (Boötes) gelegenen, rund 170 Lichtjahre entfernten Stern „WD 1425+540“ zahlreiche Ähnlichkeiten mit unserem Sonnensystem auf, was die Wissenschaftler zu der Schlussfolgerung führt, dass die Zutaten des Lebens und Eigenschaften ähnlich denen unseres Sonnensystems auch in anderen Systemen zu finden sind.

Eine der führenden Theorien darüber, wie die Bausteine des Lebens auf die junge Erde gelangten, geht davon aus, dass diese junge Erde ursprünglich als gänzlich trockener Planet entstand und besagte molekulare Bausteine des Lebens erst später durch Kollisionen mit anderen Objekten unseres Sonnensystems (Asteroiden, Kometen und Kleinplaneten), die diese Elemente beinhalteten, auf die Erde gelangten. „Unsere Beobachtung legt nun nahe, dass die für die Entstehung von Leben grundlegend notwendigen Bedingungen überall im Universum vorhanden sind“, so Zuckerman.

Kommentar:


Robot

Japanische Forscher entwickeln Minidrohnen zur Bestäubung von Pflanzen

© Foto: Eijiro Miyako
Mit Hilfe von Pferdehaar und Spezialgel kann dieses Fluggerät Pollen zu Blüten transportieren.
Japanische Forscher tüfteln an Pflanzen bestäubenden Minidrohnen. Mit den Maschinen könnte in der Landwirtschaft eines Tages dem Rückgang von Bienen und anderen Insekten entgegengetreten werden, schreiben die Forscher um Eijiro Miyako vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology in Ibakari im Fachmagazin Chem. "Wir glauben, dass Roboterbestäuber mit Hilfe von GPS und künstlicher Intelligenz beigebracht werden kann, wo sie hinfliegen müssen", sagt Miyako.

Die Idee ist simpel: An Drohnen, die mehr als dreimal so groß sind wie Honigbienen, wird ein klebendes Gel angebracht. Damit fliegen sie gegen die Blüten von Pflanzen, nehmen Pollen auf und geben sie an andere wieder ab.

Bienen, Schmetterlinge und Co. könnten in der Tat Hilfe gebrauchen: In weiten Teilen der Welt sind Pflanzen bestäubende Insekten bedroht; in einigen Ländern bis zu 50 Prozent der Bienenarten.

Wissenschaftler der britischen Universität Reading nannten vor einigen Monaten fünf Hauptgründe, warum die Zahl der Bestäuber insgesamt zurückgeht: die immer intensivere Landwirtschaft, durch die den Tieren weniger echte Natur zur Verfügung steht, giftige Pestizide, der Klimawandel, Krankheitserreger wie die Varroa-Milbe sowie in Ökosysteme einwandernde Fressfeinde. Dabei leisten die Bestäuber einen kaum vorstellbaren Beitrag in der Landwirtschaft - auch finanziell gesehen. Schätzungen zufolge sorgen sie dafür, dass Feldfrüchte im Wert von bis zu 577 Milliarden US-Dollar im Jahr zusätzlich geerntet werden können.

Miyakos Team steht mit seiner Entwicklung noch am Anfang, für einen Einsatz im Freien sind die Drohnen noch nicht bereit. Auf Videos ist zu sehen, dass sie noch recht unbeholfen fliegen. Bislang gelang es, die Blüten von Japanischen Lilien zu bestäuben.

dpa

Kommentar: Ob Bienen von diesen Drohnen tatsächlich Hilfe erhalten können oder gar ersetzbar werden, ist stark in Frage zu stellen. Bienen haben sich seit Jahrmillionen in diese Welt hineinevolutioniert und sind komplexe Verbindungen mit Ökosystemen eingegangen. Diese Technik wird erst seit Kurzem entwickelt und kann letzten Endes auch zu noch nicht vorhersehbaren Unwägbarkeiten führen: Mehr zum Bienensterben:


Sun

Forscher: Alles Leben wird in 30 Jahren sterben - 2047 ist die Menschheit vernichtet

In 30 Jahren wird alles Lebendige auf unserem Planeten sterben. Die ganze Menschheit soll im Jahr 2047 wegen extremer Sonnenaktivität vernichtet werden. Zu dieser Schlussfolgerung ist eine Gruppe US-amerikanischer Astrophysiker gekommen, berichtet das Portal Rosbalt.
© www.globallookpress.com
US-Forscher: Alles Lebendige wird in 30 Jahren sterben
Die Wissenschaftler berichteten, dass die Aktivität der Sonne in der letzten Zeit immer niedriger wurde. Wenn sie einen kritischen Mindestwert erreicht, wird sich die Heliosphäre - Astrosphäre der Sonne - verringern, was zur Apokalypse führen wird. Zuvor hatten Forscher behauptet, dass die Sonne die Erde in 200 Jahren vernichten wird.

Kommentar: Diese geringe Sonnenaktivität, in Verbindung mit der erhöhten Kometenaktivität, könnte tatsächlich schon bald katastrophale Folgen für die Menschheit haben:


Bomb

Forscher finden Formel für Mega-Sprengstoff

© Sputnik/ Sergei Pivovarov
Russische Naturwissenschaftler haben neue Methoden entdeckt, hochexplosiven Sprengstoff deutlich effizienter herzustellen, als es bisher möglich schien.

Das berichten die Fachzeitschriften Physical Review B und Journal of Physical Chemistry Letters. Ideal wäre ein Sprengstoff, der ausschließlich Stickstoff enthalten würde - je mehr Stickstoff-Atome, desto höher die Explosionskraft.

2004 war es dem russischen Physiker Michail Jeremez gelungen, einen vergleichbaren Stoff herzustellen - im Fachjargon: Polymer-Stickstoff - , allerdings nur im Labor und unter enormem Druck von über einer Million Bar. Klar, dass dieses Verfahren für die technische Herstellung ungeeignet ist.

Fireball 2

Gleich drei Phänomene an einem Tag: Schneemond, Mondfinsternis und Komet

Halle (Saale) - Während im vergangenen Jahr ein Supermond für spektakuläre Aufnahmen sorgte, gibt es am Freitag gleich drei Himmelsphänomene. Neben dem Schneemond gibt es eine Mondfinsternis, und ein Komet wird vergleichsweise nah an der Erde vorbeifliegen.
© NASA Jet Propulsion Lab/California Institute of Technology
Schneemond: Ab Freitag (10.2.2017) 17 Uhr zu sehen

Als Schneemond wird der Vollmond im Februar bezeichnet. Die Ureinwohner vieler Länder haben früher den Vollmonden des Jahres Namen gegeben, die jahreszeitliche Ereignisse widerspiegelten und Beobachtungen aus der Natur einbezogen. Deshalb wird der Mond, der am Freitag gegen 17 Uhr aufgehen wird, auch als Schneemond bezeichnet.

Mondfinsternis aktuell: In der Nacht von Freitag (10.02.2017) auf Samstag (11.02.2017)

Lange wird dieser, wenn der Himmel denn überhaupt wolkenfrei ist, aber nicht in seiner vollen Pracht zu sehen sein. Zum Schneemond gesellt sich nämlich eine Mondfinsternis - sie wird gegen 2 Uhr ihren Höhepunkt erreichen. Die Mondfinsternis tritt immer dann ein, wenn Mond, Erde und Sonne in einer Linie stehen und der Mond nicht mehr voll von der Sonne bestrahlt wird, weil er durch den Schatten der Erde läuft.

Moon

Zurück zum Mond: NASA und ESA wollen wieder Astronauten zum Mond schicken

Die US-Raumfahrtbehörde NASA und die Europäische Weltraumorganisation ESA wollen eine neue Vereinbarung treffen, deren Ziel es ist, nach über vier Jahrzehnten wieder Astronauten zum Mond zu entsenden.
© NASA
In 2018 wird das Raumfahrzeug »Orion« von der NASA mit einem europäischen Antriebs- und Versorgungsmodul ausgerüstet, dass die Kapsel über die Mondumlaufbahn hinaus und wieder zurück zur Erde bringt. Das neue Projekt sieht nun vor, Orion mit einem zweiten Modul auszustatten, dass die ESA und Airbus Defence and Space bauen sollen. Mit Hilfe dieses Moduls soll dann eine bemannte Mission zum Mond durchgeführt werden, die in 2021 starten soll. Das wäre dann seit dem Ende der Apollo-Missionen im Jahre 1972 das erste Mal, dass wieder ein Mensch die Erdumlaufbahn verlassen würde.

Orion ist ein Raumfahrzeug der NASA, dass zum Transport von Fracht und Personen zur ISS, zum Mond und zum Mars eingesetzt werden soll. Das Orion-Programm wurde zwar in 2010 vom damaligen US-Präsidenten Obama aus Kostengründen gestrichen, weil er auf eine Privatisierung der Raumfahrt setzte, doch ein Jahr später in etwas abgespeckter Form wieder reaktiviert.

Das Abkommen zwischen NASA und ESA soll nun am 16. Februar 2017 in den Geschäftsräumen des Airbus Defence and Space in Bremen unterzeichnet werden.

Cloud Lightning

Seltene Koboldblitze von ISS aus aufgenommen

Videos und Fotos von Kobolden sind etwas ganz Besonderes - der dänische Astronaut Andreas Mogensen hat sie dennoch eingefangen. Ah ja, Sie ahnen es: Es geht nicht um die Fabelwesen, die sich bekanntermaßen unsichtbar machen können, nein, es geht um sogenannten Sprites (eben Kobolde), um blaue Blitze, die bei Gewittern nach oben aus der Wolkendecke herausschießen. Bei seiner Mission auf der Internationalen Raumstation ISS sei es Andreas Mogensen schon 2015 gelungen, mit einer besonders sensiblen Kamera Bilder von dem Phänomen zu machen, berichtet die Europäische Weltraumorganisation (ESA) jetzt. Erst 1989 wurden erstmals Sprites auf Fotos festgehalten - jetzt gibt es sogar ein 160 Sekunden langes Video davon. Die blauen Blitze (englisch Blue Jets) entladen sich bei Gewittern oberhalb der Wolken und sehen im wahrsten Sinne fantastisch aus. Selbst die Wissenschaftler ziehen den Vergleich zu flüchtigen Geistererscheinungen heran.


Satelliten hätten zwar bereits versucht, das Phänomen einzufangen, hieß es von der ESA. Sie hätten aber keinen guten Winkel gehabt, um Daten sammeln zu können. Das 160 Sekunden lange Video von Mogensen zeigt 245 leuchtende Blitze, die aus der Spitze eines Wolkenturms schießen. "Es passiert nicht jeden Tag, dass man ein neues Wetterphänomen auf Film einfangen kann, deshalb bin ich sehr froh über das Ergebnis - aber vor allem, weil Forscher diese faszinierenden Gewitter bald genauer untersuchen können", sagte der Astronaut.

Neben den Blue Jets gibt es übrigens noch weitere Erscheinungsformen mit sagenhaften Namen: die Red Sprites (Roten Kobolde) und die Elves (Elfen). Sind bestimmt auch schöne Fotomotive.

Kommentar: Schauen Sie sich auch die folgenden Links an: