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Mi, 17 Jan 2018
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Wissenschaft und Technologie
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Crusader

Hexen, Kometen und planetare Kataklysmen

Dieser Artikel wurde erstmals im "The Dot Connector Magazin" veröffentlicht, einer offiziellen Publikation von Sott.net.

Wenn Sie an Halloween denken, was kommt Ihnen zuerst in den Sinn? Ich startete eine kleine Umfrage unter meinen Freunden, meiner Famile und meinem Mitarbeiterstab. Raten Sie, was zuerst erwähnt wurde? Kürbis-Laternen! Ich wette, Sie dachten, ich würde Hexen erwähnen, aber sie kamen nur an zweiter Stelle bei meiner Umfrage!
hexen, dot connector, zauber
© Dot Connector Magazine
Wenn ich an Halloween denke, denke ich an Schulprojekte, wo wir aus Papier die Umrisse von Hexen ausschnitten und auf große halbkreisförmige Halbmonde aus Karton klebten. Die Hexen waren von einer schwarzen Katze begleitet, die hinten auf dem Hexenbesen mitritten. Ich fragte mich, wie eine Katze es schaffen könne, dort das Gleichgewicht zu halten und wie man denken könne, dass das Sitzen auf einem Besen überhaupt bequem ist.

Galaxy

Zwillingsstudie: Langzeitmissionen im All verändern DNA

Zwillingsstudie Langzeitmissionen im All verändern DNA
© NASA
Die Zwillinge Mark (links) und Scott (rechts) Kelly
Die NASA hat neue Ergebnisse ihres jüngsten Weltraum-Experiments mit den Zwillingen Scott und Mark Kelly bekannt gegeben.

Für ein NASA-Experiment verbrachte der Astronaut Scott Kelly 340 Tage an Bord der Internationalen Raumstation (ISS), während sein Zwillingsbruder auf der Erde blieb. Das Ergebnis war für die Wissenschaftler verblüffend.

Im Rahmen ihrer sogenannten Zwillingsstudie wollte die NASA vergleichen, welche biologischen Parameter sich zwischen Zwillingsbrüdern verändern, wenn einer als Astronaut lange Zeit in der Schwerelosigkeit im Weltall lebt und der andere auf der Erde verbleibt. Diese Untersuchung gab den Wissenschaftlern die einzigartige Gelegenheit, zu studieren, welche Auswirkung die Raumfahrt tatsächlich auf dem menschlichen Körper hat, indem sie den gesundheitlichen Zustand der Zwillinge nach der Testphase miteinander verglich.

Boat

Doch keine Chinesen: Pandabären sollen aus Europa stammen

Pandabär
© AFP 2017/ Mohd Rasfan
Französische Paläontologen haben Beweise gefunden, dass die weltweit bekannten Symbole Chinas, die Panda-Bären, aus Europa stammen, wie das wissenschaftliche Portal "Sciencedirect" schreibt.

Eine Gruppe von Gelehrten hat auf dem Territorium Ungarns die Überreste eines urzeitlichen Bären entdeckt, der sich ebenso ernährte, wie die heutigen chinesischen Pandas. Laut dem Portal soll das von der "europäischen" Herkunft dieses Tieres zeugen.

"Vor etwa fünf Millionen Jahren wurde das Klima in Europa kälter und trockener, deswegen verschwanden die dichten Wälder nach und nach, in denen Pandas lebten", so Louis de Bonis von der Universität Poitiers (Départements Vienne, Westfrankreich). Dies habe dazu geführt, dass die Pandas in Europa auch verschwanden seien. Der einzige Ort auf der Erde, wo sie damals überleben konnten, war laut De Bonis das Territorium des jetzigen Chinas.

Fireball

Nach überraschender Entdeckung: Foto des ersten interstellaren Kometen veröffentlicht

Nach der erstmaligen Ortung des Durchflugs eines Objekts von außerhalb unseres eigenen Sonnensystems durch unser eigenes Sonnensystem (...GreWi berichtete) haben Astronomen nun das erste Foto des interstellaren Besuchers veröffentlicht.
A/2017 U1
© Queen’s University Belfast
Erste Aufnahme des interstellaren Objekts “A/2017 U1”.
Belfast (Nordirland) - Die bisherigen Daten legen nahe, dass es sich um einen Eis- oder Felskörper handelt, der bereits seit Millionen von Jahren unsere Galaxie durchstreift, bevor er nun von oberhalb der Planetenebene in unser Sonnensystem eingetreten war und sich derzeit schon wieder auf seinem Weg zu fernen Sternen befindet.


Kommentar: In unserem neuen Buch erläutert Pierre Lescaudron detailliert die gravierenden Unstimmigkeiten in dieser "Eisball" Theorie in Bezug auf Kometen.


Obwohl Astronomen von der Existenz solcher Objekte ausgegangen waren, handelt es sich bei "A/2017 U1" um das erste derartige Objekt, das geortet und als solches erkannt werden konnte.


Moon

Zweiter - kleiner und weit entfernter - Mond der Erde wird erneut bestätigt

Die Erde hat einen Mond, einen Begleiter, der konstant um unseren Planeten kreist - oder? Das stimmt nicht ganz, wie Forscher jetzt an einem Beispiel entdeckt haben.
asteroids
Schon im vergangenen Jahr beobachteten sie ein Objekt namens 2016 H03. Inzwischen sind sie sicher: Das Objekt ist definitiv kleiner als 100 Meter (und daher so schwer zu beobachten) - und es handelt sich tatsächlich um eine Art Asteroid und nicht um ein Stück Weltraumschrott.

Die Erde hat also in Wirklichkeit mehr als einen steinigen Begleiter, der um sie kreist - und gleichzeitig um die Sonne. Diese Animation der Nasa zeigt die merkwürdige Bahn. Um genau zu sein, gibt es sogar fünf solcher Quasi-Satelliten. Sie heißen so, weil ihre Umlaufbahn nicht komplett stabil ist, sondern sich mit der Zeit deutlich ändern kann. 2016 HO 3 hat von diesen Objekten die stabilste Umlaufbahn und könnte uns noch Hunderte Jahre begleiten.


Der Mond ist von der Erde knapp 400.000 Kilometer entfernt. Der neu entdeckte Brocken kreist zwischen 38 und 100 Mal so weit entfernt um unseren Planeten. Er kommt der Erde also nie näher als rund 15 Millionen Kilometer. In kosmischen Maßstäben ist das aber eine recht kurze Entfernung. Deswegen hat HO 3 Bedeutung über die Astronomie hinaus. Sollte man irgendwann ernsthaft in Erwägung ziehen, auf Asteroiden nach Edelmetallen zu graben - diese Objekte wären möglicherweise ideal zur Erkundung geeignet.

Kommentar: Asteroid begleitet Erde seit hundert Jahren und wurde erst jetzt entdeckt


Bulb

China: Erste Straßenbahn der Welt mit Wasserstoffantrieb in Betrieb genommen

In Tangshan, einer Stadt in der Provinz Hebei im Nordosten Chinas, ist eine Straßenbahn mit Wasserstoffantrieb in Betrieb genommen worden. Darüber berichtet die Agentur Sinhua.
Wasserstoff Zug
Dieses neue Verkehrsmittel wurde von der China Railway Rolling Corporation (CRRC) entwickelt.

Die Straßenbahn stößt keine schädlichen Abgase aus. Die Temperatur in den Brennelementen liegt unter 100 Grad Celsius, weshalb sich auch kein Stickstoffoxyd bilden kann. Aus dem Auspuff kommt nur Wasser.

Der Abstand zwischen den Schienen und dem Boden der Straßenbahn beträgt lediglich 35 Zentimeter, was den Fahrgästen das Einsteigen erleichtert.

Play

Seltene Filmaufnahme einer Kompassqualle in der Arktis

Video Meer Kompassqualle
Wissenschaftlern ist bei Robotertauchgängen in der Tschuktschensee die äußerst seltene Filmaufnahme einer Qualle gelungen, die am arktischen Meeresboden entlanggleitet.

Die Aufnahmen wurden während des arktischen Winters mit einem kleinen Roboter-U-Boot gemacht, das in der Lage war, in dem eiskalten Gewässer vor der Küste Alaskas abzutauchen. Dazu fuhren die Meeresbiologen um Andy Juh vom Earth Institute der Columbia University in der Nähe von Utqiaġvik (ehemals Barrow) mit ihren Schneemobilen hinaus und bohrten mehrere Löcher ins Eis, um den Tauchroboter ins Wasser zu lassen. Zu ihrer Überraschung entdeckte die Kamera auf dem Grund der Tschuktschensee eine Qualle, die sie zu dieser kalten Jahreszeit dort nicht erwartet hatten.

Blue Planet

Rätselhaft: Urzeit-Bäume waren komplexer als heutige

versteinerter Ur-Baum
© PNAS
So sieht ein versteinerter Ur-Baum aus.
Bäume und Wälder - seit Jahrmillionen bilden sie ein buchstäblich herausragendes Element der Natur. Nun haben Forscher Einblicke gewonnen, wie die ältesten Vertreter der Bäume strukturiert waren, die vor etwa 390 Millionen Jahren die ersten Wälder der Erde formten. Sie besaßen demnach bisher unbekannte Strukturen im Stamm: Die ältesten aller Bäume bildeten das komplizierteste Holz, das jemals auf der Erde gewachsen ist, berichten die Paläo-Botaniker.

Es war eine revolutionäre Entwicklung im Erdzeitalter des Devon: Aus vergleichsweise kleinen Pflanzen entwickelten sich die ersten baumartigen Gewächse mit einem Stamm und einer Krone, die sich Meter über den Erdboden erhob. Dieses Konzept erwies sich als enorm erfolgreich: Die Ur-Bäume breiteten sich aus und die Erde wurde schließlich zu einem bewaldeten Planeten. In der Folge stieg auch der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre und es entstanden Bedingungen, die den weiteren Verlauf der Evolution prägen sollten.

Fireball

Folgen bald mehr? Erster interstellarer Komet entdeckt

Einen Kometen wie von einem anderen Stern haben Astronomen entdeckt. Wenn kein grober Messfehler vorliegt, wird Komet C/2017 U1 die Sonne nur einmal besuchen und danach zu einem anderen Stern weiterfliegen. Er ist der erste seiner Art.
Comet
© NASA/JPL-Caltech
Wichtige Neuigkeiten kommen oft in nüchternen Meldungen daher. "Komet C/2017 U1 (PANSTARRS) Weitere Beobachtungen dieses Objekts sind sehr erwünscht. Wenn es keine ernsthaften Probleme mit der Astrometrie (weiter unten) gibt, sind stark hyperbolische Orbits die einzig möglichen Lösungen. Obwohl es nicht sehr sinnvoll ist, einen derzeitigen und zukünftigen baryzentrischen Orbit zu berechnen, in Anbetracht der wenigen Beobachtungen, wurde der Orbit mit einer Exzentrizität von 1,2 in beiden Fällen angegeben. Wenn weitere Beobachtungen den ungewöhnlichen Orbit bestätigen, könnte dieses Objekt der erste klare Fall eines interstellaren Kometen sein."

Die Meldung stammt aus einem Minor Planet Electronic Circular, mit denen die Internationale Astronomische Union Meldungen über ungewöhnliche Beobachtungen von Kleinplaneten und Kometen verbreitet. C/2017 U1 wurde Ende September entdeckt. Seitdem wurde seine Bewegung am Himmel weiter beobachtet, um seine Bahn zu errechnen. Bisher liegen erst 34 Beobachtungen vor, von denen die meisten in der letzten Woche gemacht wurden.

Kommentar: Könnte dieser Komet oder Asteroid durch die Interaktion mit Nemesis in unser Universum geschubst worden sein und könnten noch mehr folgen?

Das Elektrische Universum - Teil 15: Nemesis


Bulb

Niemand weiß warum: Wieso gefriert heißes Wasser schneller als kaltes? Neue Versuche

Wissenschaftler entwickeln ein neues Modell, das erklären soll, weshalb heißes Wasser schneller als kaltes gefriert.
hydrogen seawater
© University of Central Florida Creative Energy
Angeblich wusste es bereits Aristoteles: Heißes Wasser gefriert rascher als kaltes. Zumindest unter gewissen Umständen. Die Beobachtung geriet aber wieder in Vergessenheit, bis der 13-jährige Schüler Erasto Mpemba in den frühen 1960er Jahren beschloss, Speiseeis herzustellen. Überraschenderweise gefror die warme Milch schneller als die kalte. Als Student ging Mpemba diesem Phänomen auf den Grund und veröffentlichte eine Abhandlung darüber. Seitdem haben etliche Wissenschaftler versucht, die Ursache für den »Mpemba-Effekt« zu finden - ohne abschließenden Erfolg. Wieso sollte heißes Wasser schneller seine Energie verlieren als kaltes? Es muss ja erst mal die gleiche Temperatur erreichen wie die kühlere Version - und das braucht Zeit, es müsste gewissermaßen das kalte Wasser »überholen«.

Eine Mehrzahl der Experten glaubt, dass es an der schnelleren Bewegung der Wassermoleküle liegt. Die würde temperaturausgleichende Strömungen in der Flüssigkeit beschleunigen, wodurch Energie schneller aus dem System entweicht. Anfang 2017 präsentierten Forscher eine andere Lösung: Die Eigenschaften der Wasserstoffbindungen im Wasser seien schuld. Durch die Simulation von Clustern von Wassermolekülen, also kleinen Molekülhaufen, offenbarten die Wissenschaftler scheinbar einen Zusammenhang zwischen der Anfangstemperatur des Wassers und der späteren Eiskristallbildung. Doch bis heute existiert kein Modell, das von der Wissenschaftscommunity geschlossen akzeptiert wird. Die Sache ist also verzwickt. Selbst die bloße Existenz des Mpemba-Effekts bestreiten manche: Eine neuere Studie konnte etwa nicht genügend Beweise dafür finden, dass es ihn wirklich gibt.