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Mo, 26 Sep 2016
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Wissenschaft und Technologie
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Schon bald Realität: Bioroboter aus lebenden Zellen des kalifornischer Seehasen

Bioroboter aus lebenden Zellen schon bald Realität

© Genny Anderson/Wikipedia
Kalifornischer Seehase
Forscher der Western Reserve University haben einen Biohybridroboter hergestellt, der umweltschonend im Meer nach Verschmutzungen Ausschau hält. Dazu verwenden sie das Gewebe des Kalifornischen Seehasen, einer Muschelart, die sich auch bei unterschiedlichsten Temperaturen und Lebensbedingungen gut hält.

Große Temperaturschwankungen

Das größte Problem der Forscher bei der Entwicklung von Biorobotern ist, dass diese meist nur eine sehr begrenzte Lebensspanne haben. Die Bioroboter sind nämlich im Normalfall sehr wählerisch, was die Umweltbedingungen angeht, in der sie Arbeit verrichten sollen. So muss die Außentemperatur nahe der biologischen Temperatur liegen. Darüber hinaus verlangen die Zellen nach Fütterung von flüssigen Nährstoffen.

Horse

Wikinger setzten die weltweite Verbreitung von Pferden mit besonderen Gangarten in Gang

Einige Pferde verfügen über spezielle Gangarten, die für den Reiter komfortabler sind als Schritt, Trab oder Galopp. Wie nun ein internationales Forscherteam unter Leitung des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) herausgefunden hat, liegt der Ursprung der Gangpferde höchstwahrscheinlich im mittelalterlichen England des 9. Jahrhunderts, von wo aus sie durch die Wikinger nach Island kamen und sich später in ganz Europa und Asien verbreiteten. Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe des wissenschaftlichen Fachmagazins »Current Biology« veröffentlicht.

© Unbekannt
Schritt, Trab oder Galopp beherrschen alle Pferde. Wer aber auf langen Strecken komfortabler im Sattel sitzen und trotzdem zügig vorankommen möchte, ist mit sogenannten Gangpferden gut bedient. Sie sind zu speziellen Gangarten fähig, wie zum Beispiel die für Islandpferde typischen Gangarten Pass oder Tölt, welche einen nahezu erschütterungsfreien Ritt ermöglichen. Verantwortlich für die Befähigung zum Pass und Tölt ist eine Mutation im DMRT3-Gen, wie unlängst eine Studie an über 4.000 Pferden verschiedener Rassen zeigte. Um die Verbreitungsgeschichte der Gangpferde zu ergründen, analysierten die Wissenschaftler deshalb diese Mutation im Erbgut von 90 Pferden von der Kupferzeit (6.000 v. Chr.) bis zum Mittelalter (11. Jh.).

Fündig wurden die Wissenschaftler in Proben zweier englischer Pferde aus der Zeit um 850 n. Chr. und wesentlich häufiger in Islandpferden aus dem 9. bis 11. Jh.. Wahrscheinlich traten Gangpferde zuerst im mittelalterlichen England auf und wurde dann von den Wikingern nach Island verbracht. In Island gibt es Pferde seit 870 n. Chr.. Im Gegensatz dazu wurde kein Pferd aus Kontinentaleuropa (inklusive Skandinavien) oder Asien aus dem gleichen Zeitraum mit der Mutation für die alternativen Gangarten gefunden.

Kommentar:


Bandaid

"Selbstheilende" Kleidung: Tintenfischprotein lässt Textilien einfach wieder zusammenkleben

Nie wieder Löcher und Laufmaschen - eine Beschichtung mit Tintenfischproteinen lässt Textilien einfach wieder zusammenkleben.
© Lars Fischer für Spektrum.de, Foto: Hans Hillewaert/Wikipedia
Kleidungsstücke, die Löcher und andere Schäden eigenständig flicken, wären ausgesprochen hilfreich - und sind dank eines Proteins aus Tintenfischarmen in den Bereich des Möglichen gerückt. Eine Arbeitsgruppe um Melik Demirel von der Pennsylvania State University nutzt die besonderen Eigenschaften eines Proteins aus den Saugnäpfen von Kalmaren, um Textilien selbstheilende Eigenschaften zu verleihen. Das SRT (squid ring teeth)-Protein hat an beiden Enden flexible Bereiche, die in Gegenwart von Wasser fest aneinander binden. Wie Demirel zeigte, bildet das Protein zusammen mit dem geladenen Kunststoff Polystyrolsulfonat (PSS) stabile Doppelschichten auf Wolle, Baumwolle und Leinen. Wenn die Arbeitsgruppe diese Textilien zerschnitt, konnte sie die Teile mit warmen Wasser und leichten Druck wieder zusammenfügen.

Fireball 2

Wissenschaftler stehen vor absolutem Rätsel: Unbekanntes Objekt im äußeren Sonnensystem

Taipeh (Taiwan) - Jenseits der Umlaufbahn des Neptun hat ein Astronomenteam ein Objekt entdeckt, dessen ungewöhnliches Verhalten und Bahneigenschaften sie mit dem bisherigen Bild unseres Sonnensystems nicht erklären können.
© ESO/L. Calçada/Nick Risinger
Künstlerische Darstellung eines Transneptunischen Objekts (Illu.)
Wie das Team um Ying-Tun Chen vom Institute of Astronomy and Astrophysics an der Academia Sinica vorab via „ArXiv.org“ berichtet, handelt es sich bei dem Objekt mit der Bezeichnung „Niku“ (chin.: Rebell) um ein sogenanntes Transneptunisches Objekt (TNO), das rund 160.000 mal lichtschwächer ist als Neptun und dessen Durchmesser sie auf weniger als 200 Kilometer schätzen.

Kommentar: Die Funktionsweise des Universums lässt sich durch die Theorie des elektrischen Universums erklären. Um mehr zu erfahren, lesen Sie das Buch Earth Changes and the Human-Cosmic Connection, welches das SOTT Team kapitelweise und zum kostenlosen Lesen für Sie übersetzt: Das Elektrische Universum - Teil 1: Das Mainstream Universum vs. das Elektrische Universum

Cover der neusten Veröffentlichung von Red Pill Press Earth Changes and the Human-Cosmic Connection (Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos-Verbindung)



Nebula

Bislang unbekannter Begleitstern in den Plejaden entdeckt

Tokio (Japan) - Im sogenannten Sibengestirn der Plejaden haben Astronomen einen bislang unbekannten Begleitstern eines der dortigen Sterne entdeckt. Die Entdeckung des Zwergsterns könnte nicht nur zu neuen Erkenntnissen über die Entstehung und Entwicklung des Sternhaufens beitragen, sondern auch aus grenzwissenschaftlicher Sicht von Interesse sein.
© Sebastian Voltmer, weltraum.com
Der Sternhaufen der Plejaden.
Aufgrund seiner auffälligen Erscheinung am Nachthimmel und der vergleichsweise geringen Entfernung von „nur“ 400-440 Lichtjahren, gehören die Plejaden zu den ebenso von Amateuren wie professionellen Astronomen am meist beobachteten und untersuchten Himmelsobjekten. Mit einem Alter von erst 120 Millionen Jahren ist der Sternhaufen noch vergleichsweise jung und der jüngste Sternhaufen in unserer kosmischen Nachbarschaft.

Heart

Berührungen und Umarmungen: Wie wir Gefühle über die Haut wahrnehmen

Auf der Haut befinden sich Rezeptoren, die über Nervenbahnen mit dem Gehirn in Verbindung stehen. Sie sind verantwortlich für die Wahrnehmung von Berührungsreizen über die Haut, die sogenannte taktile Wahrnehmung. Seit Neuestem weiß man: Es gibt schnell- und langsam-leitende Rezeptoren: Die Schnellen melden dem Gehirn Kälte, Wärme, Druck und Verletzungen. Die Langsamen übertragen die Gefühle.
© Günter Menzl - Fotolia
Beim gegenseitigen Umarmen vermittelt uns unsere Haut Gefühle des Glücks
Die langsamen Rezeptoren werden daher auch Kuschelrezeptoren genannt. Bis vor kurzem ging die Wissenschaft davon aus, dass die Rezeptoren in der Haut Sachinformationen wie beispielsweise einen Kontakt mit Hitze an das Gehirn weiterleiten. Verbrennen wir uns etwa am Bügeleisen, so geht die Meldung „Hand verbrannt“ blitzschnell zum Gehirn, das ebenso schnell das Kommando erteilt „Hand wegziehen“. Dass es aber noch andere Rezeptoren gibt, entdeckte man bei einer Frau, deren schnell-leitende Rezeptoren nicht mehr funktionierten. In diesem Fall wird eine Verbrennung am Bügeleisen nicht gespürt, sondern erst an anderen Anzeichen wie dem Geruch verbrannter Haut erkannt. Doch während sie weder Schmerz-, Hitze- oder Kältereize spüren konnte, reagierte die Frau auf sanftes Streicheln des Unterarms mit einem Pinsel. Sie empfand das Berühren der Haut als angenehm. Die anschließende Forschung ergab: Es gibt C-taktile Rezeptoren, die auf leichte Hautberührung reagieren. Sie sind überall auf der behaarten Haut zu finden und übermitteln Gefühle wie Glück, Vertrauen, Zuneigung, aber auch Angst an die entsprechenden Areale im Gehirn.

Kommentar:


Post-It Note

"Meerjungfrauenschwanz" bei Fötus entdeckt: Schwangerschaft abgebrochen

Ärzte entdecken bei Fötus Mehrjungfrauenschwanz, Mutter beendet darauf hin Schwangerschaft
© Nelly Kovalchuk- fotolia

Wenn Sie an Mehrjungfrauen denken, kommt Ihnen sicher Ariel die Mehrjungfrau in den Sinn. Wenige Menschen wissen allerdings, dass ein seltener angeborener Defekt zu einer realen Fusion der Beine führen kann. Das Ganze erinnert dann stark an den Schwanz einer Mehrjungfrau. Eine 23-jährige Frau aus China beschloss jetzt ihre Schwangerschaft zu beenden und ihr Kind abzutreiben, weil dieses auf Ultraschallbildern die Anzeichen des Defekts zeigte.

Die werdende Mutter in China brach jetzt ihre Schwangerschaft ab. Zuvor wurde bei der 23-jährigen Frau festgestellt, dass ihrem Fötus eine Art Mehrjungfrauenschwanz anstelle von Beinen wuchs. Die junge Frau war bereits im sechsten Monat schwanger, als die Fehlbildung entdeckt wurde. Dieser angeborene Defekt wird auch als Sirenomelie oder das Meerjungfrauensyndrom bezeichnet.

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Unsere Bronchien reagieren auf Düfte: Gleich zwei Riechrezeptoren in der Lunge entdeckt

Forscher entdecken zwei Riechrezeptor-Typen in unserer Bronchien-Muskulatur
© Nerthuz/ thinktock
In der Muskulatur unserer Bronchien sitzen zwei verschiedene Riechrezeptoren - und sie beeinflussen auch, wie gut wir Luft bekommen.
Duft gegen Asthma? Forscher haben auch in den Muskeln unserer Bronchien Riechrezeptoren entdeckt. Docken an ihnen die passenden Duftmoleküle an, ziehen sich die Bronchien entweder zusammen oder erweitern sich. Dabei zeigte sich: Einer der beiden Rezeptortypen reagiert so stark auf Bananen-Aprikosen-Duft, dass dies sogar einem Asthmaanfall entgegenwirken könnte. Das eröffnet neue Wege für eine mögliche "Dufttherapie" gegen Asthma.

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Die ältesten Wirbeltiere der Welt: Grönlandhaie werden mindestens 400 Jahre alt

Methusalems der Meere werden mindestens 400 Jahre alt
© Julius Nielsen
Ein Grönlandhai vor der Küste von Nordwest-Grönland. Diese geheimnisvollen Tiere werden mindestens 400 Jahre alt.
Methusalems der Meere: Grönlandhaie sind wahrscheinlich die langlebigsten Wirbeltiere der Welt. Denn sie können mindestens 400 Jahre alt werden, wie Radiokarbondatierungen ihrer Augenkristalle ergeben. Dafür wachsen die bis zu fünf Meter langen Fische extrem langsam und werden erst mit knapp 200 Jahren geschlechtsreif, wie Forscher im Fachmagazin Science berichten. Das mache den Schutz dieser noch immer kaum erforschten Hai-Art besonders wichtig.

Sie sind die geheimnisvollsten unter den Haien: Bisher ist über die im Nordatlantik lebenden Grönlandhaie (Somniosus microcephalus) kaum etwas bekannt. Weder ihre Zahl noch ihre Lebensweise sind genau erforscht, erste Filmaufnahmen dieser Haie gelangen Forschern erst im Jahr 1998. Man weiß aber immerhin, dass die Grönlandhaie nur sehr langsam wachsen: Weniger als einen Zentimeter nehmen sie pro Jahr an Länge zu - was nahelegt, dass die bis zu fünf Meter lange Haie sehr alt sein müssen.

Fireball 3

Diesen Freitag regnet es 160 Meteore pro Stunde: Die Perseiden 2016

Alle zwölf Jahre ist der Sternschnuppenregen der Perseiden besonders stark. Nun ist es wieder so weit.
Am Freitag und Samstag lohnt es sich, in den frühen Morgenstunden den Blick zum Himmel zu richten. Dann erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt.

Was sind die Perseiden?

Die Perseiden sind ein alljährlich in der ersten Augusthälfte wiederkehrender Meteorstrom. In dieser Zeit kreuzt die Erde die Bahn des Kometen Swift-Tuttle. Dieser umläuft die Sonne auf einer elliptischen Bahn und nähert sich ihr alle 133 Jahre. Dabei hinterlässt er auf seiner Bahn jeweils eine Staubspur.

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