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Do, 28 Jul 2016
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Wissenschaft und Technologie
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Soziales Experiment Blockchain und "The DAO": Was ist das autonome Weltcomputer-System und größte Crowdfunding in der Internetgeschichte?

Die Kryptowährung Bitcoin ist vielen Menschen bereits ein Begriff. Weitaus weniger bekannt ist allerdings, was die Blockchain-Technologie, auf der Bitcoin basiert, noch so alles kann. Seit der Entwicklung von Ethereum überschlagen sich die Ereignisse. Nun erblickte mit „The DAO“ das erste Unternehmen, das nur im virtuellen Raum existiert, das Licht der Welt. Das dazugehörige Crowdfunding, bei dem über 130 Millionen Dollar gesammelt wurden, ist das erfolgreichste in der Geschichte des Internets.

Das Ethereum-Logo vor Zeilen des Programmcodes: Viel heiße Luft oder das nächste große Ding?
Am Anfang war der Bitcoin. 2009 kurz nachdem die letzte große Finanzkrise die Welt erschütterte, wuchs das Interesse an alternativen Geldsystemen schlagartig. Die kryptographische Währung Bitcoin basiert in ihrem Prinzip auf BitTorrent, einem dezentralen System für den Austausch von Dateien. Schon diese Technologie bereitete den großen Rechteinhabern von Musiktiteln und Filmen Kopfzerbrechen. Die zusammengeschlossenen Rechner bilden zusammen eine Art Supercomputer, auf dem der Dateitransfer ohne das Zutun einer Zentralgewalt organisiert wird. Das Ganze ist dabei mehr als die Summe seiner Teile. Fällt eine Komponente weg, bleibt das Netzwerk dennoch intakt.

Kommentar:


Solar Flares

Gewaltiges koronales Loch in der Sonne entdeckt - nach geringster Sonnenaktivität seit 100 Jahren

Die NASA hat kürzlich ein erstaunliches Video veröffentlicht, in dem eine gigantische dunkle Fläche auf der oberen Hälfte der Sonne zu sehen ist. Die Aufnahmen sind vom 17-19 Mai entstanden und zeigen ein sogenanntes „koronales Loch". Diese Bereiche der koronalen Löcher sind Gebiete aus denen Plasma mit hoher Geschwindigkeit austritt und die eine niedrigere Temperatur und Dichte als die restliche Umgebung aufweisen.
Dadurch erscheinen sie auf Aufnahmen im Röntgenstrahlenbereich dunkler als der Rest der Sonne. Die NASA sagt, dass das riesige Loch eigentlich nicht von großer Bedeutung ist, aber es bleibt unklar, warum sich diese koronalen Löcher tatsächlich bilden.

Kommentar:



Bulb

Fünfte Naturkraft entdeckt? Physiker finden Hinweise auf ein neues Elementarteilchen

In Experimenten haben ungarische Physiker eine Anomalie bei radioaktivem Zerfall beobachtet und glauben darin Hinweise auf ein neues Elementarteilchen gefunden zu haben. US-Kollegen sehen darin sogar Belege für eine weitere, fünfte und bislang übersehene Grundkraft der Natur.

© MTA-Atomki
Das Elektronen-Positronen-Spektrometer am ungarischen Institute for Nuclear Research.
Debrecen (Ungarn) - Wie Attila Krasznahorkay vom Institut für Nuklearforschung an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und Kollegen bereits im vergangenen Jahr vorab via ArXiv.org und im kürzlich dann im Fachmagazin Physical Review Letters berichteten, legen die bisherigen Ergebnisse die Existenz eines neuen, leichten Elementarteilchen nahe, einem sogenannten Boson, das nur 34 mal schwerer wäre als ein Elektron. Bislang wurde der Entdeckung von der Wissenschaftsgemeinde kaum Beachtung geschenkt.

Erst als Ende April eine Gruppe von US-amerikanischen Physiktheoretikern um Jonathan Feng von der University of California ihre eigenen Analysen der Ergebnisse (ebenfalls auf ArXiv) veröffentlicht hatten, erregte die Entdeckung internationales Interesse - schließlich konnten sie aufzeigen, dass die Daten keinen früheren Experimenten widersprachen und Beweise für eine - neben Gravitation, Elektromagnetismus und der starken und schwachen Kernkraft - fünfte Grundkraft darstellen könnten.

Auf einer Konferenz am „SLAC National Accelerator Laboratory“ im kalifornischen Menlo Park zeigten sich die Anwesenden Wissenschaftler aus den USA und Europa zwar zunächst kritisch, zugleich aber auch von der Idee fasziniert, berichtet „Natur | News„, und erörterten Wege, wie die Ergebnisse der Experimente und deren Schlussfolgerungen u.a. am Jefferson Laboratory des MIT, am Europäischen Kernforschungszentrum CERN, dem Frascati National Laboratory nahe Rom und am Budker Institute of Nuclear Physics im sibirischen Novosibirsk, binnen eines Jahres überprüft werden könnten.

Sun

Superflares der Sonne hauchten wahrscheinlich Leben auf der Erde ein

Superflares der jungen Sonne förderten die Bildung von Lebensbausteinen
© Casey Reed/ NASA
So könnte ein Superflare von einem jungen, kleinen Stern aussehen.
Paradoxer Helfer: Ausgerechnet starke Sonnenstürme könnten dem Leben auf der jungen Erde den Weg bereitet haben. Denn trafen solche Superflares die Erde, sorgten sie dafür, dass der molekulare Stickstoff der Uratmosphäre in reaktivere Verbindungen zerfiel, wie Astronomen im Fachmagazin "Nature Geoscience" berichten. Dies wiederum ermöglichte die Entstehung von wichtigen Lebensbausteinen - und könnte als chemische Heizung der Urerde gedient haben.

Schon vor rund 65 Jahren vermutete der US-Chemiker Stanley Miller, dass elektrische Entladungen eine wichtige Rolle für die Entstehung der ersten Lebensbausteine spielten. Blitze könnten, so glaubte er, die entscheidenden chemischen Reaktionen in Gang gebracht haben - indem sie unter anderem den chemisch eher trägen molekularen Stickstoff der Uratmosphäre in reaktivere Stickoxide umwandelten.

Superstürme von jungen Sternen

Auch die NASA-Forscher um Vladimir Airapetian vom Goddard Space Flight Center (GSFC) in Greenbelt halten energiereiche Entladungen für wichtige Lebensbereiter. Diese jedoch kamen ihrer Ansicht nach nicht aus der Erdatmosphäre, sondern aus dem Weltraum - in Form von starken Sonnenstürmen.

Kommentar: Auch gelten Kometen immer wieder als Lebensbringer der damaligen Erde:



Fireball 2

Absicht? NASA-Daten für erdnahe Asteroiden werden in großem Umfang beschönigt

Ein als „Statistics-Cop“ bekannt gewordener ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter hat der NASA ernste Mängel in den Berechnungen zur Größe von mehr als 157.000 erdnahen Asteroiden vorgeworfen. Gegenüber dem Fachjournal „Science“ erklärte er, dass er „keine der NASA-Ergebnisse reproduzieren könne“ und die offiziellen Daten „eine Unregelmäßigkeit nach der anderen“ aufweisen würden. Die tatsächliche Größe der Asteroiden weicht demnach stark von den bisherigen NASA-Angaben ab.
© NASA/JPL-Caltech
Künstlerische Darstellung kollidierende Asteroiden (Illu.)
Washington (USA) - Nathan Myhrvold, der sein Vermögen als Patent-Troll mit Repatentierungen gemacht hat, kritisiert damit die von jeher von der NASA verbreitete Vorstellung, man sei ausreichend über die bekannten erdnahen Asteroiden informiert. „Die schlechte Nachricht ist, dass das einfach nicht stimmt“, so Myhrvold gegenüber der The New York Times.

Zuvor schon hatte der studierte Physiker von sich Reden gemacht, in dem er auf statistische Fehler in wissenschaftlichen Arbeiten, etwa in Nature-Fachpublikationen zu Wachstumsraten von Dinosauriern hingewiesen hatte, woraufhin diese Arbeiten tatsächlich korrigiert werden mussten.

Zwar hatten die NASA-Wissenschaftler des Infrarot-Weltraumteleskops WISE und dessen Folgemission NEOWISE - mit dem ein Großteils erdnaher Asteroiden entdeckt und katalogisiert wurde - schon mit der Veröffentlichung der Missionsdaten 2011 auf mögliche Schätzungsungenauigkeiten bei den Durchmesser-Angaben der Asteroiden von 10 Prozent hingewiesen, doch Myhrvolds Nachberechnungen zeigen noch deutlichere Abweichungen: Laut Myhrvold haben die NASA-Wissenschaftler sowohl den statistischen Fehlerspielraum bei der Extrapolation kleiner Datenmengen auf die gesamte Population als auch das Einbeziehen der sog. kirchhoffschen Strahlungsgesetze in ihren Asteroidenmodellen ignoriert.

Kommentar: Niemand, und auch nicht die NASA, kann das Risikopotential von Kometen und Asteroiden verlässlich einschätzen, zumal der Mainstream die elektrischen Eigenschaften von diesen Objekten ignoriert, was die Sache noch unvorhersehbarer für diese "Experten" macht: Wer aufmerksam de.sott.net verfolgt, wird sich zu Recht fragen, warum diese Wissenschaftler immer noch von einer Wahrscheinlichkeit von 1:10.000 sprechen, obwohl wir inzwischen fast täglich von ziemlich großen Feuerbällen getroffen werden: Es stellt sich also die berechtigte Frage, ob die NASA die Daten der Asteroiden mit Absicht beschönigt...



Rocket

9.260 km/h: Neuer Hyperschallantrieb mit Mach 7,5 erfolgreich getestet

Auf dem südaustralischen Testgelände von Woomera hat ein US-amerikanisch-australisches Militärforscherteam eine Test- rakete gestartet, die mit Mach 7,5 erfolgreich Hyperschall-geschwindigkeiten erreicht hat und die weltweite Luftfahrt revolutionieren könnte.

© AFP/ADF/CPL, Bill Solomou
Im Rahmen des Forschungsprogramms »Hypersonic Interna-tional Flight Research Experimentation« (HIFiRE), an dem auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie der US-Luftfahrtkonzern Boeing beteiligt sind, werden Staustrahl-triebwerke (Scramjets) getestet, die man für zukünftige Überschallflugzeuge verwenden könnte. Die Versuchsrakete erreichte bei einer Flughöhe von 278 Kilometern eine Hyperschallgeschwindigkeit von Mach 7,5, was rund 9.260 km/h entsprechen würde. Damit wäre man zukünftig in der Lage, die 17.000-km-Strecke von Sydney nach London in knapp zwei Stunden zurückzulegen. Als Hyperschallgeschwindigkeit wird der Bereich oberhalb der fünffachen Schallgeschwindigkeit (über Mach 5) bezeichnet. Befindet sich ein Flugkörper in Geschwindig-keiten zwischen Mach 1 und Mach 5, nennt man es Überschall-geschwindigkeit.

Mit ihrem Scramjetantrieb kann die getestete Rakete den Sauerstoff für den Treibstoff aus der Atmosphäre entnehmen und gestaltet sich dadurch leichter und schneller als konventionelle Raketen. So ist es für sie ein Kinderspiel, große Distanzen mit enormer Geschwindigkeit zu bewältigen und zwar nicht nur für die militärische sowie zivile Luftfahrt, sondern auch um Satelliten ins Weltall zu befördern.

Bizarro Earth

Ausbreitung extrem großer afrikanischer Krokodile in den Sümpfen Floridas

Nilkrokodile dürften von Zoos und Tierhändlern eingeschleppt worden sein
© ap/joe wasilewski
Ein junges Nilkrokodil aus der Umgebung von Homestead, Florida. Mittlerweile scheint sich die große Krokodilspezies in dem Bundesstaat zu etablieren.
Miami - Eine besonders große Art von Bioinvasoren breitet sich offenbar im Südosten der USA aus: US-Wissenschaftern sind im Bundesstaat Florida ausgewachsene afrikanische Nilkrokodile ins Netz gegangen. Der Fund von zwei, möglicherweise sogar drei Exemplaren in den Sümpfen Floridas sei bestätigt, erklärten Zoologen von der Universität von Florida im Fachmagazin Herpetological Conservation and Biology.

Die Tiere stammten demnach vermutlich aus mehreren Gruppen von Krokodilen, die in den vergangenen zehn Jahren von Zoos und Tierhändlern importiert wurden. Nilkrokodile sind normalerweise in Afrika heimisch. Sie erreichen durchschnittliche Längen von etwa vier Metern, können aber auch über sechs Meter lang werden und fressen hauptsächlich Fische, Vögel und Insekten, aber auch größere Säugetiere. Damit können sie auch Menschen gefährlich werden.

Telescope

Etablierte Theorien passen eben nicht: Forscher rätseln über verfrühtes Sterben zahlreicher Sterne

Sterne im Kugelsternhaufen M4 überspringen auf dem Weg zu ihrem Ende die Roter-Riese-Phase
© eso
Der Kugelsternhaufen Messier 4 ist einer der nächst gelegenen und hellsten Cluster am Nachthimmel. Obwohl er als gut untersucht gilt, haben nun Astronomen eine rätselhafte Beobachtung gemacht: Einige Sterne der Ansammlung sterben lange bevor ihre Zeit gekommen ist.
Melbourne - Zu den grundlegenden Erkenntnissen der Astronomie gehört, dass die Lebensdauer von Sternen in einem direkten Zusammenhang mit ihrer jeweiligen Masse steht: Große, massereiche Sterne erfreuen sich demnach nur eines kurzen Daseins; gegen Ende blähen sie sich zu Roten Riesen auf und explodieren in einer Supernova. Stellare Leichtgewichte dagegen können mehrere Milliarden Jahre überdauern, ehe sie ihren Brennstoff aufgebraucht haben und entweder ebenfalls zum Roten Riesen werden, oder, bei Exemplaren unter 0,3 Sonnenmassen, schrumpfen und allmählich verblassen.

Nun haben internationale Astronomen eine unerwartete Entdeckung gemacht, die dieses eherne Gesetz über den Haufen zu werfen scheint: Eine große Gruppe von Sternen im Kugelsternhaufen Messier 4 (M4) ist gerade dabei zu verlöschen, obwohl es nach den etablierten Theorien für sie noch lange nicht Zeit wäre abzutreten.


Kommentar: Viele der etablierten Theorien sind obsolet. Lesen Sie hier über das Modell des elektrischen Universums.


Mars

Forscher entdecken Hinweise für zwei Mega-Tsunamis auf dem Mars

Tucson (USA) - US-Forscher haben auf dem Mars Ablagerungen zweier gewaltiger Tsunamis entdeckt, die erneut die Vorstellung von einem einstigen, möglicherweise sogar lebensfreundlichen globalen Mars-Ozean stützen. Jetzt hoffen die Wissenschaftler, dass gerade die jetzt identifizierten Ablagerungen der gewaltigen Flutwellen noch heute Spuren einstigen Mars-Lebens beinhalten könnten.
© Alexis Rodriguez / psi.edu
Grafische Darstellung der einstigen Küstenlinien vor rund 3,4 Milliarden Jahren auf einer Höhenkarte des Mars (l.) und Detailansichten mit den von den beiden Tsunamis hinterlassen Sedimentablagerungen (r. blau).
Korrekturhinweis: In der ursprünglichen Version dieser Meldung wurde behauptet, die beiden die beschriebenen Tsunamis verursachenden Astreoideneinschläge, hätten sich vor drei und sechs Millionen Jahren ereignet. Diese Angabe war leider falsch. Richtig ist, dass die beiden Ereignisse jeweils rund drei Millionen Jahre nacheinander stattfanden. Ich habe dies im folgenden Text korrigiert. Wie das Team um J. Alexis Palmero Rodriguez vom Planetary Science Institute (PSI) aktuell im Fachjournal Nature (DOI: 10.1038/srep25106) berichtet, entdeckten die die ausgedehnten Sedimentablagerungen in den nördlichen Ebenen des Mars und schließen darauf, dass die beiden Tsunamis von zwei voneinander unabhängigen Asteroideneinschlägen im Abstand von rund drei Millionen Jahren zueinnader verursacht worden waren.

Christmas Lights

Faltbaren Miniatur-Roboter als Pille schlucken: Kann Fremdkörper beseitigen oder Verletzungen versorgen

Medizintechniker haben einen Miniatur-Roboter entwickelt, der nach Origami-Technik gefaltet und in Pillenform geschluckt werden kann. Einmal im Magen angelangt und aufgefaltet, kann der Bot an der Magenwand entlanggesteuert werden, um Fremdkörper zu beseitigen oder Verletzungen gezielt zu versorgen.
© Melanie Gonick/MIT
Der "Origami"-Roboter in Pillenform (links) und entfaltet: Techniker des MIT haben einen Miniroboter entwickelt, der ohne Operation in einen menschlichen Magen eingesetzt werden kann, um dort Fremdkörper zu beseitigen.
In Experimenten mit Nachbildungen einer menschlichen Speiseröhre und eines Magens haben ein Team aus Forschern des MIT, der Universität Sheffield und des Tokyo Institute of Technology ihren sogenannten Origami-Roboter demonstriert. Der Kleinbot kann zusammengefaltet, in Eis eingefroren und in einer löslichen Kapsel untergebracht werden. Die Idee ist, das ein Patient diese wie eine Vitaminpille schluckt. Sobald sich Hülle und Eis im Magen lösen, entfaltet sich der Roboter und kann mittels magnetischer Felder gesteuert werden.