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Mi, 22 Feb 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Forscher entdecken Zusammenhang zwischen Entzündungen und fehlender Fettverbrennung

Bei Mäusen haben Forscher entdeckt, wie Fettverbrennung und Entzündungsreaktionen zusammenhängen - und ließen die Nager trotz Kalorienreicher Kost kräftig abnehmen. Öffnet die Erkenntnis eine neue Therapieoption bei Adipositas-Patienten?
© Metzger / Fotolia
Mit Hilfe von Mäusen können Forscher den Zusammenhang von Entzündungen und Fettverbrennung verstehen.
BONN. Mäuse lassen überflüssige Pfunde abschmelzen, indem unerwünschte weiße Fettzellen in energiezehrende braune Schlankmacherzellen umgewandelt werden. Bei Fettleibigkeit blockieren dagegen die bei Übergewicht häufigen Entzündungsreaktionen eine solche Umwandlung der Fettzellen, teilt die Uni Bonn mit.

Forscher der Uni Bonn hätten jetzt herausgefunden, dass hier der Entzündungsfaktor TNF alpha den cGMP-Signalweg unterdrücke und so verhindere, dass sich weiße in braune Fettzellen umwandeln lassen.

Kommentar: Die Aktivierung von braunen Fettzellen kann jeder für sich selbst angehen:


Health

Mediziner entdecken ein neues menschliches Organ


Mesenterium
Limerick (Irland) - Wissenschaftler erkunden die Tiefen der Ozean, die Weiten des Weltalls und fahnden nach noch unbekannten Tier- und Pflanzenarten. Spätestens 600 Jahre nach Leonardo da Vincis Anatomiestudien sollte man heute annehmen, dass der menschliche Körper eines der Gebiete sein sollte, innerhalb deren kaum noch neue Entdeckungen zu machen sind. Tatsächlich haben irische Mediziner nun ein bislang übersehenes „neues“ Organ unseres Körper erstmals als solches beschrieben.

Wie das Team um Calvin Coffey und Peter O’Leary von der University of Limerick aktuell im Fachjournal The Lancet Gastroenterology & Hepatology (DOI: 10.1016/S2468-1253(16)30026-7) berichtet, wurde die Funktion des zum sogenannten Gekröses gehörenden Mesenteriums seit seiner erstmaligen Beschreibung durch Leonardo da Vinci im 15. Jahrhundert falsch verstanden bzw. diese als solche gar nicht erkannt. Bis 2012 gingen Mediziner davon aus, dass es sich dabei lediglich um eine Reihe voneinander unabhängiger, fragmentierter Strukturen handelt, die in der Regel als Aufhängebänder des Darms fungieren, diesen und weitere Innereien mit der Leibeswand verbinden.

Fireball

Neuer Komet war zu Silvester sichtbar

Silvesterfeuerwerk hin oder her - auch im neuen Jahr gibt es ein natürliches Spektakel am Himmel: einen Neujahrskometen. Und den sollte sich keiner von euch entgehen lassen.
© NASA
In dieser Woche könnt ihr einen neu entdeckten Kometen zu Gesicht bekommen. C/2016 U1 (NEOWISE) - so heißt er - wird von der nördlichen Hemisphäre aus kurz vor Sonnenuntergang zu sehen sein. Wer hier ein Fernglas parat hat, der dürfte den Kometen nicht verpassen. Die NASA sagt allerdings, dass die tatsächliche Strahlkraft eines Kometen nur schwer vorauszusehen ist. Also: Augen auf.

Schon an Neujahr gab es einen Kometen zu sehen

Wer an den Abenden des 30. und 31. um ca. 18 Uhr mit einem Teleskop oder einem Fernglas Richtung Himmel geblickt hat, wird ihn hoffentlich im Sternbild Steinbock gesehen haben: den Kometen mit dem Namen Honda-Mrkos-Pajdusakova. Leider ist er mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Wenn ihr wissen wollt, wann und wie er in eurer Region genau zu sehen ist, könnt ihr euch hier mehr Informationen holen.

Der Komet hat einen Durchmesser von ungefähr 0,5 bis 1,6 Kilometern und benötigt 5,25 Jahre für eine Sonnenumkreisung. Das heißt, dass er nur circa alle fünf Jahre unsere Erde passiert.

Post-It Note

Sensationsfund in Hamburg: Fast ausgestorbene Sandbiene entdeckt

© Fritz Geller-Grimm Lizenz: CC BY-SA 3.0
Sandbiene
Hamburg hat eine Elbphilharmonie, ein Tor zur Welt - aber keine Rote Liste für Wildbienen. Im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung leitet Dr. Christian Schmid-Egger, einer der europaweit führenden Wildbienen- und Wespenexperten, ein Monitoring, um diese Rote Liste für Hamburg zu erstellen. Schmid-Egger hat jetzt erste Ergebnisse vorgestellt. "Unter den 127 Wildbienenarten, die wir zwischen April und August 2016 in Hamburg gesammelt haben, ist ein echtes Highlight", sagt er. "Auf dem Gelände des Flughafens in Fuhlsbüttel wurde die in Norddeutschland fast ausgestorbene Sandbiene - Andrena nigriceps - entdeckt." Dieser Fund lässt den Experten ins Schwärmen geraten. "Damit war nicht zu rechnen", sagt er. "Letztmalig wurde diese Wildbiene 1938 in Hamburg gesichtet."

Wildbienen sind zum Teil hoch bedroht, denn als Nahrungs- und Nestbauspezialisten leben sie höchst anspruchsvoll. Die einen nisten in lockeren Sandböden, die anderen nur in Stängeln und Totholz. Wieder andere suchen sich leere Schneckenhäuser für die Nestanlage. "Oder sie brauchen Ritzen in Mauern, um dort ihren Nachwuchs unterzubringen", erläutert Schmid-Egger. Damit nicht genug; auch das "Essverhalten" ist neben dem Nistverhalten äußerst kapriziös: "175 deutsche Wildbienenarten sind an eine bestimmte Pflanzenart gebunden: Sie fliegen entweder auf Heide- oder Fingerkraut, sind auf Weiden oder Glockenblumen angewiesen oder nur auf Ölpflanzen zu finden."

Kommentar:


Beaker

Russische Physiker wollen Plasma erstmals auf 40 Mio. Grad erhitzen

Forscher vom Budker Institut der Kernphysik (BINP) in Nowosibirsk stehen kurz davor, die erste Phase der Entwicklung des neuen russischen Thermonuklear-Reaktors, der eine Alternative zu dem Internationalen Experimentellen Thermonuklear-Reaktor (ITER) darstellt, abzuschließen. Dies teilte Alexander Iwanow, stellvertretender BINP-Direktor, mit.
© Flickr/ NASA Goddard Space Flight Center
Dabei soll Plasma auf über 40 Millionen Grad erhitzt werden, was die für einen Thermonuklear-Reaktor erforderliche Temperatur um das Drei- bis Vierfache übertreffe. Eine Rekordtemperatur von zehn Millionen Grad sei bereits erreicht worden, sagte Iwanow.

Nun habe man neue Systeme der Mikrowellenstrahlung erworben, wodurch man sich erhöhte Heizdauer und —leistung erhoffe. Dies soll zu einem ungefähr drei- bis vierfachen Anstieg der Temperatur führen. Faktisch würde dies bedeuten, so Iwanow, dass die erste Phase der Arbeiten am neuen Thermo-Reaktor abgeschlossen sei.

Galaxy

Die größte und detaillierteste Sternenkarte des Universums ist jetzt fertig gestellt

Astronomen haben den detaillierteste Karte unseres Sternenhimmels erstellt, der ab sofort allen Interessierten zur Verfügung steht
© danny farrow, pan-starrs1 science consortium and max planck institute for extraterrestrial physics
In höchster Auflösung ausgedruckt wäre diese 360-Grad-Aufnahme des Sternenhimmels (der Bogen ist die Milchstraße) etwa 2500 Meter lang.
Heidelberg/Wien - Die Ausmaße unseres Universums sind kaum vor- und darstellbar. Die detaillierteste Aufnahme des Kosmos, die ab sofort im Internet abrufbar ist, vermittelt immerhin einige gute Eindrücke davon. Würde man dieses Foto in voller Auflösung ausdrucken, wäre es ungefähr zweieinhalb Kilometer lang. Und selbst dann würde man zum Studium der kleinsten Details mit den Augen ziemlich nahe an diese Aufnahme heranrücken müssen.

Diese größte digitale Landkarte des Kosmos umfasst immerhin rund zwei Petabytes an Daten, das entspricht in etwa der Information von einer Milliarde Selfies oder 40 Millionen Aktenschränken mit jeweils vier Schubladen eng bedrucktem Text. Ein internationales Astronomenteam hat an der Erstellung dieser riesigen digitalen Karte für rund drei Milliarden Sterne, Galaxien und andere Himmelsobjekte seit dem Jahr 2010 gearbeitet.

Blue Planet

Geologen bestätigen erstmals Existenz Flusssystem-artiger Wasseradern im Erdinnern

© NASA
Symbolbild Flussdelta
Berlin (Deutschland) - Bislang galt die Existenz von Flusssystem-artigen Strukturen im Erdinnern unter Geologen als unzutreffend und wurde und wird deshalb auch gerne gegen die Aussagekraft von Rutengängern und der Radiästhesie zu Felde geführt. Jetzt haben internationale Geowissenschaftler zwar nicht deren radiästhetischen Aus-Wirkungen - dafür aber die Existenz von Flusssystemen gleichenden Strukturen tief im Erdinnern nachgewiesen.

Wie das Team um Prof. Dr. Oliver Plümper von der Universiteit Utrecht und Prof. Dr. Timm John von der Freie Universität Berlin gemeinsam mit Kollegen der Universitäten von Lausanne und Genua aktuell im Fachjournal Nature Geoscience (DOI: 10,1036 / NGEO2865) berichten, fanden sie Hinweise dafür, „dass Wasser im Erdinneren durch Flusssystem-artige Strukturen fließt und somit die Wasserkreisläufe der Erde in Balance hält.“

Attention

Neue Studie zeigt größere molekulare Unterschiede zwischen GMO- und Nicht-GMO-Mais

© Netzfrauen
Neue Studie zeigt größere molekulare Unterschiede zwischen GMO- und Nicht-GMO-Mais
Die neue Studie macht deutlich, dass der Roundup-Ready-Mais von Monsanto gravierende Folgen für die Gesundheit hat. Es ist der größte Betrug an den Verbrauchern, dass Monsanto immer wieder versichert, seine genmanipulierten Kulturen seien „im Wesentlichen gleichwertig“ mit nicht genmanipuliertem Saatgut. Dieses genmanipulierte Saatgut landet in der Nahrungskette, ohne dass unabhängige Sicherheitsts je vorgenommen wurden.

Kommentar:


Bulb

Neue Generation: Russland testet erfolgreich Sauerstoff-Methan-Raketentriebwerk

Russland hat ein Sauerstoff-Methan-Raketentriebwerk neuer Generation erfolgreich getestet. Die Erprobungen wurden im Konstruktionsbüro für Chemieautomatik (KBCA) in Woronesch durchgeführt, teilte der Konzern Energomasch, der das KBCA verwaltet, am Mittwoch in Moskau mit.
Während der Standerprobungen am 22. Dezember wurde das Triebwerk vom Typ RD0162D2A zehnmal gezündet. Zuvor hatte Energomasch-Generaldirektor Igor Arbusow mitgeteilt, dass ein erstes funktionstüchtiges Triebwerk mit einer Schubkraft von bis zu 85 Tonnen 2019 fertig gebaut wird.

Die ersten Feuertests sind nach KBCA-Angaben für 2017 geplant. Das neue Triebwerk zeichnet sich dadurch aus, dass in seiner Konstruktion zum ersten Mal ein vom Betrieb patentierter Zwei-Konturen-Gasturbinenantrieb für Treibstoffpumpen verwendet wird.

Eye 1

Sehr suspekt: Forscher arbeiten fieberhaft an einer Technik fürs Gedankenlesen

Jüngste Fortschritte beim Brain-Computer-Interface (BCI) könnten schon sehr bald die Gehirn-Gehirn-Kommunikation Wirklichkeit werden lassen.
© University of Washington
BCI ist eine spezielle Gehirn-Computer-Schnittstelle, die ohne Aktivierung des peripheren Nervensystems, wie z. B. die Nutzung der Extremitäten, eine Verbindung zwischen dem Gehirn und einem Computer ermöglicht, um menschliche Denkmuster zu lesen und zu interpretieren. Doch eines der größten Hürden dabei ist, zu verstehen, wie die individuellen Gedanken über verschiedene Muster in der Gehirnaktivität dargestellt werden. Denn diese Muster sind nicht bei allen Menschen gleich - wie wir über etwas denken, hängt nämlich von unseren eigenen Erfahrungen und Erinnerungen ab. Um eine echte Brain-to-Brain-Kommunikation, also von Gehirn zu Gehirn, zu schaffen, ist es notwendig, die Gedanken einer Person individuell zu interpretieren und diese dann über einen Computer bei der Empfängerperson im Gehirn auszulösen.

Kommentar: Dass telepathische bzw. telepathisch erscheinende Erlebnisse häufig unter sich nahe stehenden Menschen vorkommt, ist oft berichtet worden. Doch dass an einer Technik zum Gedankenlesen gearbeitet wird, hört sich viel eher nach einer weiteren Stufe des Orwell'schen Albtraums an.