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Do, 28 Jul 2016
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Wissenschaft und Technologie
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Question

Unerklärliche Abdunklung des Lichts um fernen Stern lässt Forscher künstliche Struktur vermuten

London (England) - Astronomen haben erneut eine starke Abdunklung im Licht des 1.485 Lichtjahre entfernten Sterns KIC 846852 beobachtet, die die bisherigen Ereignisse noch übertreffen könnte. Das sich verändernde Lichtmuster des Sterns stellt Astronomen nun schon seit knapp einem Jahr vor ein Rätsel, da sich bislang nur schwerlich eine natürlich-astrophysikalische Erklärung für die bis zu 20-prozentige Abdunklung des Sterns finden ließ. Zugleich bleibt auch die exotische Erklärung des Lichtmusters in Form einer gewaltigen künstlichen Struktur um den Stern nicht mehr als eine Hypothese, da bislang keine Hinweise auf intelligente Aktivitäten um den Stern (Signale und charakteristische Wärmemuster) gefunden werden konnten.
© aavso.org
Die Lichtkurve des Sterns KIC 8462852 zeigt am 4. Mai 2016 einen deutlichen Einbruch um annähernd 30 Prozent (rot) sowie einen Rückgang auf die Normalwerte in der Folge.
Wie der Direktor der Sektion zur Beobachtung variabler Sterne der British Astronomical Association (British Astronomical Association Variable Star Section, BAA VSS) Roger Pickard auf Anfrage eines Reddit-Mitglieds bestätigte, kam es am 4. Mai 2016 zur Beobachtung einer starken Abdunklung im Licht von KIC 846852, wie sie auch aus den von der American Association of Variable Star Observers (AAVSO) hervorgeht.

Info

Auch Bäume schlafen in der Nacht: Bestätigung durch Laserscans

Wien (Österreich) - Ein internationales Forscherteam hat Bäume bei Tag und Nacht mit Laserscannern untersucht und können anhand der Daten nun eindrucksvoll zeigen, dass auch Bäume nachts regelrecht schlafen.
© Eetu Puttonen / tuwien.ac.at
Der Tag-Nacht-Rhythmus eines Baums.
Dass auch Pflanzen dem Tag-Nacht-Rhythmus unterworfen sind, ist uns allen anhand des Öffnens und Schließens der Blüten von Blumen bekannt. „Aber auch einige Bäume haben Blätter, die sich nachts zuklappen“, erläutern die Forscher um Eetu Puttonen vom Finnish Geospatial Research Institute, Norbert Pfeifer von der Technischen Universität Wien und András Zlinszky vom Centre for Ecological Research an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, und haben ihre Studienergebnisse im Fachjournal Frontiers in Plant Science (DOI: 10.3389/fpls.2016.00222) veröffentlicht.

Kommentar:


Beaker

Höchste je erreichte Foto-Auflösung für einen Komten: Komet 252P/Linear

Aufnahmen des Weltraumteleskops zeigen Vorbeiflug von 252P/LINEAR
© NASA, ESA, J.Y. Li
252P/LINEAR
Das Weltraumteleskop Hubble hat ungewöhnlich hoch aufgelöste Bilder von dem Vorbeiflug eines Kometen geliefert. Sie zeigen den kleinen Himmelskörper 252P/LINEAR. Dieser passierte unseren Planeten bereits Ende März in einer Entfernung von nur wenigen Millionen Kilometern - und gab Astronomen damit die Gelegenheit, ihn aus nächster Nähe zu betrachten.

Ende März flog der rund 230 Meter große Komet 252P/Linear ungewöhnlich dicht an der Erde vorbei. "Nur" rund 5,3 Millionen Kilometer trennten den Brocken dabei von unserem Planeten. Das entspricht etwa der 14-fachen Entfernung zwischen Erde und Mond - und ist damit die fünftgrößte Annäherung eines Kometen in der Geschichte, wie die NASA berichtete.

Kommentar: Lesen Sie auch den folgenden Artikel und der Artikel erörtert die Hintergründe von den Schweif eines Kometen:

  • Das Elektrische Universum - Teil 18: Kometen oder Asteroiden?



Beaker

Treffen hinter verschlossenen Türen: Harvard Genetiker wollen künstliches menschliches Genom herstellen

Cambridge (USA) - Zwei US-Wissenschaftler haben Informationen über ein Geheimtreffen von 150 Genetikern an der Harvard University veröffentlicht. Auf diesem Treffen diskutierten die Teilnehmer u.a. Pläne zur Herstellung eines künstlichen menschlichen Genoms - also die Reproduktion menschlichen Lebens mit Hilfe von Chemikalien.
© gemeinfrei
Menschliche DNS
Wie die The San Jose Mercury News unter Berufung auf Informationen der Biologe Drew Endy von der Stanford University und die Bioethikerin Laurie Zoloth Northwestern University berichteten, fand das geheime Treffen der Wissenschaftler am vergangenen Dienstag statt. Das auf dem Treffen diskutierte Ziel, so der zitierte Einladungstext, sei die Synthetisierung des menschlichen Genoms innerhalb der kommenden 10 Jahre.

Better Earth

Ein See mitten im Meer: Jacuzzi der Verzweiflung - Todeszone im Golf von Mexiko

Unweit der Küste von New Orleans stießen Forscher auf einen faszinierenden Todespool - und zwar in 1000 Metern Tiefe am Meeresgrund des Golfs von Mexiko. Er hat etwa einen Durchmesser von rund 30 Metern und ist etwa 3,7 Meter tief. Sie tauften diese bizarre Naturerscheinung "Jacuzzi der Verzweiflung".

© Temple University
Den Spitznamen gaben die Forscher diesem Salzbecken zum einen, weil das Wasser darin mit 19 Grad viel wärmer ist als das angrenzende Meerwasser, das höchstens 3 Grad hat. Zudem ist dieser Salzsee so giftig, dass fast jedes Lebewesen, das es wagt, sich dort hinein zu verirren, stirbt.

"Als wäre man in einer fremden Welt"

Erik Cordes war einer der Tiefseeforscher, der diese Todeszone im Meer entdeckt hat. „Das war eine der atemberaubendsten Entdeckungen, die wir je gemacht haben“, sagte er in einem Interview mit dem Portal "News Discovery". „Man taucht zum Meeresgrund ab und entdeckt plötzlich eine Art See. Diese Landschaft scheint aus einer fremden Welt zu stammen."

Alarm Clock

C02-Anstieg läßt die Erde grüner werden

Die globale Ergrünung ist derzeit der wichtigste ökologische Trend auf der Erde.
© Stuart Franklin
Wenn es etwas gibt, das Kleriker der Klimakrise-Theologie mehr hassen als fossile Treibstoffe, dann sind es irgendwelche Vorteile von CO2. Beispiel hierfür sind die Ergebnisse einer auf Satellitenbeobachtungen beruhenden Studie, die im April in dem Journal ,Nature' veröffentlicht worden ist.


Darin wurde berichtet, dass dank jenes „Verschmutzers“ der Planet viel mehr Pflanzenwachstum hervorbringt, was sogar die schärfsten ideologischen, nicht Fleisch fressenden und oberklugen planetarischen Heilsprediger wirklich feiern sollten.

Wie viel mehr Pflanzenwachstum?

Nun, den 32 Forschern aus neun Ländern zufolge ergab sich während der letzten 35 Jahre eine „persistente und weit verbreitete Zunahme“ der Ergrünung um 25 bis 50% der „globalen, mit Pflanzen bewachsenen Fläche“. Weniger als 4% des Globus' zeigten einen Rückgang. Die 85% der eisfreien Landmasse der Erde, die von Grün bedeckt sind, nahm um 32% jener Menge zu.

Das zusätzliche Laub würde, wenn man es sich als einen Teppich vorstellt, zweimal das US-Festland überdecken. Falls man jetzt den Atem anhält und sich fragt, wie das sein kann, dann beruhige man sich bitte ... und man sei dankbar.

Kommentar:


Binoculars

Perowskit: Auf dem Weg zu einem neuen optischen Speicher?

Ein aus Methylammonium, Blei und Jod zusammengesetzter Perowskit erfüllt alle Voraussetzungen für einen optischen Speicher, der nach dem Prinzip „schreiben - lesen - löschen“ funktioniert. Dies haben sechs Bayreuther Forschergruppen in einer breiten interdisziplinären Zusammenarbeit herausgefunden. Ein solcher Speicher würde neue Möglichkeiten für die Datenspeicherung und Datenverarbeitung bieten.

© Christian Wißler; zur Veröffentlichung frei. (idw)
In einem Laserlabor der Uni Bayreuth: Dr. Tanaji P. Gujar, Dipl.-Phys. Fabian Panzer und Dipl.-Phys.
Auf der Suche nach Halbleitermaterialien, welche die Effizienz von Solarzellen deutlich steigern können, hat die Forschung schon seit einigen Jahren ein starkes Interesse an der Materialklasse der Perowskite entwickelt. Im Fokus stehen dabei Metall-Halid-Perowskite, die sowohl organische als auch anorganische Verbindungen enthalten und deshalb als hybride Halbleiter bezeichnet werden. Mit solchen Halbleitern ist es bereits gelungen, in Solarzellen den Anteil der aus Lichtenergie gewonnenen elektrischen Energie auf über 20 Prozent zu erhöhen.
© Fabian Panzer/idw
Die orthorhombische Kristallstruktur sendet orangenes Licht aus. Dessen Intensität wird gemindert, w
Forscher an der Universität Bayreuth haben nun herausgefunden, dass es sich noch in einer weiteren Hinsicht um vielversprechende Materialien handelt. In einer breiten interdisziplinären Kooperation sind sie zu dem Ergebnis gelangt: Ein aus Methylammonium, Blei und Jod zusammengesetzter Perowskit erfüllt alle Voraussetzungen für einen optischen Speicher, der nach dem Prinzip „schreiben - lesen - löschen“ („write - read - erase“) funktioniert. Dieser Effekt ist zwar nur bei sehr tiefen Temperaturen realisierbar. Gleichwohl ist die Bayreuther Forschungsgruppe zuversichtlich, dass sich auf der Basis der neuen Erkenntnisse ein kostengünstiger Hybridperowskit entwickeln lässt, der bei deutlich höheren Temperaturen als komplett optischer Speicher eingesetzt werden kann. Ein solcher Speicher würde neue Möglichkeiten für die Datenspeicherung und Datenverarbeitung bieten. In der Fachzeitschrift Advanced Optical Materials stellen die Wissenschaftler ihre Entdeckung vor.

Kommentar:
  • Blu-ray war Gestern - Everspan soll Nachfolger werden



Black Cat 2

Erst sauer, dann lösungsorientiert: Frustrationsverhalten von Fuchshörnchen

Fuchshörnchen reagieren in frustrierenden Situationen ähnlich wie Menschen

Wenn Baumhörnchen frustriert sind, dann lassen sie ihre Schwänze hektisch schnippen. Dieses Verhalten kann wiederum Einblicke in die Wurzeln von Frustrations-Verhalten geben, berichten Forscher. Ihren Experimenten zufolge zeigen nordamerikanische Fuchshörnchen in frustrierenden Situationen sogar ähnliches Verhalten, wie Menschen: Sie reagieren gereizt, beginnen dann aber mit Problemlösungsstrategien.
© Ingrid Taylor/ CC-by-sa 2.0
Frustrations-Verhalten ist bereits von einigen Tierarten bekannt, doch wie es entsteht und welchem Zweck es dient, ist noch weitgehend unklar, sagen Mikel Delgado und seine Kollegen von der University of California in Berkeley. Die Forscher haben die Hintergründe tierischen Frustrations-Verhaltens deshalb nun genauer untersucht.

Bei ihrer Studie machten sie es sich genaugenommen recht einfach: Ihre Versuchstiere lebten frei auf dem Gelände der Universität: Fuchshörnchen (Sciurus niger) sind nordamerikanische Cousins unserer Eichhörnchen und haben sich an ein Leben in der Nähe des Menschen gut angepasst.

Bulb

Roskosmos: Nano-Satellit aus 3D-Drucker übermittelt erste Signale aus dem All - Video

Kosmonauten der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos haben erstmals Testsignale des ersten Nano-Satelliten gesendet und empfangen, der per 3D-Drucker hergestellt wurde, wie die Behörde in einem Facebook-Beitrag mitteilte.

„Die Roskosmos-Kosmonauten, die im russischen Segment der Internationalen Raumstation ISS arbeiten, haben den Micro-Satelliten ‚Tomsk-TPU-120‘ aktiviert und über ihn Testsignale ausgestrahlt. Das Besondere daran ist, dass sein Gehäuse per 3D-Drucker hergestellt wurde. Der Micro-Satellit erfüllt vor allem eine bildungswissenschaftliche Mission“, so der Beitrag.

Der Sputnik ist ein vollwertiger Weltraumapparat, der mit Sonnenbatterien, Ladeelementen, Funkgeräten sowie anderen wissenschaftlichen Elementen ausgestattet ist.

Der Satellit „Tomsk-TPU-120“ wurde von der Tomsker polytechnischen Universität im Rahmen einer Vereinbarung über strategische Partnerschaft mit dem Raumfahrtkonzern RKK „Energija“ entwickelt. Der Satellit war mit dem Raumfrachter „Progress MS-02“ zur Internationalen Raumstation ISS gebracht worden.

Better Earth

Bordfenster der ISS beschädigt: Etwas hat eingeschlagen

Laut der Europäischen Weltraumagentur ESA ist eine zentimetergroße Delle in einem Bordfenster des Aussichtsmoduls der Internationalen Raumstation (ISS) entstanden, nachdem Weltraummüll gegen die Glasscheibe geprallt war.

© NASA. Scott Kelly
Wie der britische Astronaut Timothy Peake sagte, war die Müllpartikel nicht größer als ein Stäubchen.

Beschädigt wurde eines der sieben Bordfenster der Panorama-Kuppel des Moduls. Der Müll, vermutlich ein Farbe- oder Metallteilchen, konnte das vierschichtige Glaspanel nicht durchbrechen. Der Vorfall hat keine Auswirkung auf den Alltag und die Arbeit an Bord der Raumstation gehabt.

Kommentar: Vielleicht war es ja ein kleiner Meteor?