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Mo, 29 Mai 2017
Die Welt für Menschen, die denken

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Wissenschaftliche Offenheit: Kanadischer Geographie-Professor befasst sich auch mit paranormalen Phänomenen

© Foto: SFU
Im Rahmen seiner Forschungsarbeit hat Paul Kingsbury in den letzten Jahren Geister gejagt, an UFO-Konferenzen teilgenommen und sich mit Menschen unterhalten, die behaupten, von Außerirdischen entführt worden zu sein. Am 15. März wird er nun die vorläufigen Ergebnisse seiner Analyse von Paraforschern auf der Fakultätsvorlesung des SFU-Programmes »President's Faculty Lecture Series« bekanntgeben. Der Titel seiner Studie: Die Welt von UFO-, Geister- und Bigfoot-Forschungsorganisationen.

Kingsbury ist Professor für Geographie an der kanadischen Simon Fraser University (SFU) und hat »SFU News« vorab ein kurzes Interview zu seinem Vortrag gegeben:

SFU News: Was haben Sie bisher über Paraforscher erfahren?

Paul Kingsbury: Paraforscher sind genau wie alle anderen in Bezug auf ihre sozio-ökonomischen Hintergründe, Bildungsniveau oder psychologisches Wohlbefinden. Die meisten von ihnen hatten tiefgreifende, paranormale Erfahrungen und wollten einfach mehr darüber erfahren. Sie werden von Leidenschaft getrieben und verlangen kein Geld für ihre Ermittlungsdienste.

Kommentar: Tatsächlich scheint es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde zu geben, als wie wir es für gewöhnlich wahrnehmen. Die Dokumentation in der SOTT-Kategorie "Höchste Fremdartigkeit" zeugt u.a. davon. Es ist daher äußerst begrüßenswert, dass Forscher sich auf offene Art und mithilfe wissenschaftlicher Methoden damit auseinandersetzen. Eine aufschlussreiche und spannende Lektüre zu diesen Themen bieten außerdem Die Welle von Laura Knight-Jadczyk sowie ihr Buch Höchste Fremdartigkeit.


Info

Spinnen fressen jedes Jahr mehr als die menschliche Weltbevölkerung

© Gemeinfrei
Basel (Schweiz) - Bei der folgenden Meldung werden sich sicherlich viele Leser fragen, was diese denn mit Grenzwissenschaft zu tun hat? Tatsächlich auf den ersten Blick nicht wirklich viel. Allerdings verschiebt es die Grenzen unserer Vorstellungskraft (zumindest meiner): Spinnen fressen jedes Jahr 400 bis 800 Millionen Tonnen an Beutetieren - und damit mehr als alle Menschen zusammen und in etwa genau so viel, wie sämtliche Wale in unseren Weltmeeren fressen.

Wie Zoologen um Martin Nyffeler von der Universität Basel gemeinsam mit Kollegen der Lund Universitet aktuell im Fachjournal Science of Nature (DOI: 10.1007/s00114-017-1440-1) berichten, werden Spinnen schon seit langer Zeit verdächtigt, zu den wichtigsten Fressfeinden der Insekten zu gehören.

Mit mehr als 45.000 Spezies und Besiedlungsdichten von bis zu 1.000 Individuen pro Quadratmeter gehören Spinnen zu den artenreichsten und weitverbreitetsten räuberischen Tierarten der Erde. „Aufgrund ihrer versteckten Lebensweise - viele Spinnen sind nachtaktiv oder leben gut getarnt in der Vegetation - war es bisher schwierig den ökologischen Nutzen der Spinnen aufzuzeigen“, erläutern die Forscher.

Bulb

Fast wie in Matrix: Forscher verstärken Lernfähigkeit durch elektrische Hirnstimulation

© hrl.com
Hirnscans im Flugsimulator
Malibu (USA) - Es klingt wie reinste Science Fiction: Ähnlich wie im Film „The Matrix“ haben Forscher durch Übertragung der Hirnaktivitätsmuster von Piloten, die Lernfähigkeit von Pilotenschülern um 33% gesteigert. Die Technik könnte schon mittelfristig von der Fahrzeugausbildung bis hin zum Erlernen von Sprachen zum Einsatz kommen.

Wie das Team um Dr. Matthew Phillips vom Information & System Sciences Laboratory der HRL Laboratories aktuell im Fachjournal Frontiers in Human Neuroscience (DOI: 10.3389/fnhum.2016.00034) berichtet, handelt es sich konkret um sogenannte transkranielle Gleichstromstimulation (transcranial direct current stimulation, tDCS).

„Mit dieser haben wir die Muster der Hirnaktivität von sechs kommerziellen und Militärpiloten gemessen und diese Muster dann auf eine Gruppe von flugungeübten Probanden und eine Kontrollgruppe übertragen, die alle eine Flugausbildung mit einem realistischen Flugsimulator begonnen hatten“, erläutert Philipps.

Kommentar:


Hiliter

Algorithmus sagt künstliche Erdbeben voraus

Zielgenaue Warnungen kurz vor Erdbeben könnten viele Menschenleben retten. Amerikanische Forscher haben jetzt einem Algorithmus beigebracht, tatsächlich Erdbeben rechtzeitig zu erkennen - bislang aber nur im Labor.

© Unbekannt
Erdbeben forden erschreckend viele Todesopfer - jedes Jahr sterben rund 10.000 Menschen bei diesen Katastrophen und ihren Folgen. Bertrand Rouet-Leduc vom Los Alamos National Laboratory in New Mexiko und seine Kollegen haben vor diesem Hintergrund eine interessante Entdeckung gemacht. Sie trainierten einen Maschinenlern-Algorithmus darauf, die akustischen Signale zu erkennen, die vor einem künstlichen Erdbeben im Labor entstehen. Bezüglich der Übertragung auf echte Erdbeben ist das Team vorsichtig, doch zumindest eröffnet die Arbeit neue Forschungswege auf dem Gebiet.

Risiko für Erdbeben berechnen

Geologen sind seit langem in der Lage, das ungefähre Risiko für ein Erdbeben zu berechnen. Dazu ermitteln sie, wann es in der Vergangenheit Plattenbewegung gegeben hat und nutzen mögliche Regelmäßigkeiten für Voraussagen. Solche Prognosen sind nützlich, um beispielsweise Bauvorschriften in Regionen durchzusetzen, die als erdbebengefährdet bekannt sind. Zur Verhinderung von Todesfällen, wenn sich ein Beben ereignet, tragen sie jedoch nichts bei - dazu würden Vorhersagen über wenige Tage benötigt.

Bulb

Wand aus Wasser: Forscher vermessen Monsterwellen auf hoher See

Sie galten lange als Stoff von Mythen, Legenden oder schlicht und einfach als Seemannsgarn: Berichte von schier unmöglich hohen Monsterwellen - sogenannten Kaventsmännern. Das änderte sich im Frühjahr 1995 als ein Kaventsmann von 26 Metern Höhe von der Nordsee-Bohrinsel Draupner direkt gemessen wurde. Auch am 9. November 2007 wurde ein eine sog. Freak Wave mittels Lasersensoren einer Offshore-Plattform in der norwegischen Nordsee vermessen. Die jetzt vorgelegte Auswertung dieser Daten zeigt, dass Monsterwellen deutlich häufiger auftreten und damit so manches bislang rätselhafte Verschwinden von Schiffen erklären könnten.
© H. Mitsuyasu / http://www.rsmas.miami.edu
Das Foto zeigt eine Monsterwelle, die von Deck der RV Cape Henlopen im Nordatlantik aufgenommen werden konnte.

Clock

Mäusestudie: Auch Juckreiz ist bei Mäusen ansteckend

Kratzen löst beim Betrachter Jucken aus, das gilt auch bei Mäusen. Forscher identifizierten eine Hirnregion, die bei diesem Prozess aktiv wird.
© Shannon Stapleton / Reuters
Jemand kratzt sich - schon juckt es einen selbst. Diese sogenannte soziale Ansteckung funktioniert unter Menschen, doch wie sieht es damit bei anderen Primaten und Nagern aus? Was Mäuse angeht, scheint die Sache nun klar zu sein: Auch sie kratzen sich, wenn sie einen Artgenossen bei dieser Tätigkeit beobachten (Science, online). Es genügt sogar, die andere Maus nur per Video zu betrachten, wie ein Team um Yao-Qing Yu von der Washington University in St. Louis gezeigt hat.

Geruchliche oder akustische Signale spielen dafür also keine Rolle. Die Forscher identifizierten auch eine Hirnregion, die während des sozial induzierten Kratzens besonders aktiv wurde, nicht aber, wenn eine Maus spontan einfach so ihrem Juckreiz nachgab. Auf Ebene der Hirnchemie wird das ansteckende Kratzen demnach von dem Botenstoff GPR (Gastrin Releasing Peptide) aus Nervenzellen im suprachiasmatischen Nukleus vermittelt.

Kommentar: Im weiteren Sinne ist auch der folgende Artikel interessant:


Blue Planet

Das Elektrische Universum - Teil 27: Der Golfstrom

Teil 3: Irdische Auswirkungen der Annäherung von Nemesis und seinem begleitenden Kometenschwarm

Kapitel 27: Der Golfstrom

In diesem Kapitel konzentrieren wir uns auf den Hauptstrom im nordatlantischen Ozean: Der Golfstrom. Bedenken Sie jedoch, dass in jedem Weltmeer ähnliche Ströme existieren, und dass die unten erläuterten Prinzipien auf alle diese Ströme zutreffen.

© L30nc1t0 – Wikimedia, von Sott.net angepasst
Abbildung 144: Die Meeresströmungen. Rote Pfeile: Warme Strömungen. Blaue Pfeile: Kalte Strömungen. Der grün markierte Bereich ist der Golfstrom.
Alle primären Meeresströmungen in der nördlichen Hemisphäre, einschließlich des Golfstroms (grün gefärbter Bereich in Abbildung 144), fließen im Uhrzeigersinn, während die Strömungen in der südlichen Hemisphäre gegen den Uhrzeigersinn fließen. Nach der Mainstream-Wissenschaft existiert dieses Phänomen ausschließlich wegen der ‘Corioliskraft’.

Die Corioliskraft besagt, dass die Bewegung einer Flüssigkeit (z.B Wasser oder Luft) nach rechts abgelenkt wird (nach Norden gerichtet), wenn sie in der nördlichen Hemisphäre auftritt. Wenn sich die Flüssigkeit in der südlichen Hemisphäre befindet, wird sie nach links abgelenkt (nach Süden gerichtet). Folglich ensteht aus diesem Prinzip die Drehrichtung der Meeresströmungen. Also wird im nordatlantischen Ozean nach rechts abgelenkt und deshalb ensteht eine Bewegung des Golfstroms im Uhrzeigersinn. Wenn sich die Geschwindigkeit der Erdrotation verringert, sollte sich auch die Corioliskraft verringern, da die Corioliskraft sich proportional zur Geschwindigkeit der Erdrotation verhält.540 Das ist der erste Faktor hinter der kosmisch induzierten Verringerung der Erdrotationsgeschwindigkeit541, die zu einer Schwächung des Golfstroms führt. Jedoch könnte noch ein zweiter Faktor elektromagnetischer Natur zu dieser Schwächung beitragen.

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Fish

Völlig neues Sozialverhalten: Forscher registrieren rätselhaftes Verhalten bei Walen

Meeresbiologen haben eigenartige Veränderung an dem Verhalten von Buckelwalen bemerkt. Entgegen ihrer eigentlichen natürlichen Sozialstruktur, versammeln sie sich immer häufiger zu großen Gruppen.
© Evadb/Wikipedia
Wie die Walforscher vom isländischen Marine and Freshwater Research Institute im »New Scientist« berichten, haben sie in den Jahren 2011, 2014 und 2015 bei mehreren Beobachtungen aus der Luft ein rätselhaftes Verhalten bei den Buckelwalen festgestellt. Im völligen Widerspruch zu ihrem normalen Sozialverhalten beobachteten die Wissenschaftler nämlich immer häufiger große Gruppen mit bis zu 200 Tieren vor der südwestlichen Küste Südafrikas, die sich Tausende von Kilometern nördlich von ihrem traditionellen antarktischen Futtergebiet befanden. „Es ist äußerst ungewöhnlich, sie in so großen Gruppen zu sehen", sagte der Walforscher Gisli Vikingsson. Denn eigentlich besitzt diese Spezies keine besonders ausgeprägte soziale Bindung zu ihren Artgenossen und sie durchstreifen die Ozeane lieber als Einzelgänger. Nur gelegentlich sieht man sie zum Jagen und Paaren auch mal in kleineren Gruppen, die lösen sich jedoch in der Regel immer sehr schnell wieder auf.

Ice Cube

100 Millionen Mal kälter als kältester Ort des Universums: NASA will den kältesten Ort erzeugen

In einem neuen Experiment will die US-Raumfahrtbehörde NASA versuchen, an Bord der Internationalen Raumstation ISS den kältesten Ort im Universum zu erzeugen.

© NASA
Künstlerische Illustration eines Atomchips aus dem »Cold Atom Laboratory«
Das Experiment startet im August und zielt darauf ab, die Gasatome in dem sogenannten »Cold Atom Laboratory« (CAL) an Bord der ISS bis zu einem Milliardstel eines Grades über den absoluten Nullpunkt herunterzukühlen. Das CAL besitzt die Größe einer Kühlbox und darin befinden sich eine Vakuumkammer, ein Laser und ein elektromagnetisches »Messer«. Mittels dieser Gerätschaften will man versuchen, die Atome nahezu bewegungslos zu machen - was bisher noch niemals gelungen ist.

Sollte das Experiment gelingen, hätten die Forscher dann fast den absoluten Nullpunkt von Minus 273,15 Grad erschaffen und somit eine Temperatur erzeugt, die 100 Millionen Mal kälter ist, als der bisher bekannte kälteste Ort des Universums. Auf der Erde wäre dieses Experiment wegen der Schwerkraft nicht möglich, deshalb musste man auf die ISS ausweichen, die in ihrem 350 km entfernten Orbit davon unberührt bleibt. Nur so schafft man es, dass die Atome fast stillstehen und den Aggregatzustand annehmen, den man als Bose-Einstein-Kondensat bezeichnet. In diesem Zustand verhält sich die Materie weniger wie einzelne Teilchen, sondern eher wie eine Welle. In der Schwerelosigkeit auf der ISS können die hyperkalten Atome somit länger ihre Wellenform einbehalten und die Forscher haben ein Zeitfenster von etwa bis zu zehn Sekunden, um sie genauer untersuchen zu können - auf der Erde wäre es gerade mal der Bruchteil einer Sekunde.

Sun

Die Sonne macht eine Pause: Wenige Sonnenflecken im März 2017!

Die Sonnenaktivität ist Anfang März 2017 abgestürzt! Seit drei Tagen hintereinander gibt es keine Sonnenflecken.

© sohowww.nascom.nasa.gov
Die schwache Sonne ist nun fünf Tage in Folge fleckenlos am 10. März 2017 und an insgesamt sechs Tagen in diesem Monat, das sind 60%!
Nach dem ohnehin schwachen Sonnenfleckenmaximum des SC 24 im April 2014 hat die Aktivität rasch nachgelassen.

© sidc.oma.be
Die SILSO-Grafik vom 8.3.2017 zeigt die täglichen Sonnenfleckenzahlen (SN) der letzten 32 Tage. Anfang März gibt es nach einem kurzen Höhenflug um den Monatswechsel (grüne Linie für Februar) einen Absturz von SN 55 auf Null am 4., 6., 7. und 8. März 2017 (rote Linie für März).
Die nachfolgende Grafik zeigt die Sonnenfleckenzyklen (SC) 19 von 1954 bis zum aktuellen und insgesamt außergewöhnlich schwachen SC 24 Anfang 2017.

© sidc.oma.be
Monatliche (blaue Linien) und über 13 Monate gemittelte (rote Linien/smoothed) ab 1.7.2015 NEUE (höhere) internationale Sonnenfleckenrelativzahlen (SN Ri) von Sonnenzyklus (SC) 19 (1954) bis 24 bis einschließlich Januar 2017. Im Juni 2016 war SN (blaue Linie, ganz rechts unten) regelrecht abgestürzt, hat sich danach wieder etwas erholt, zeigte im Dezember den tiefsten Stand des Jahres 2016 und lag im Januar 2017 nur wenig höher.

Kommentar:

  • Inaktive Sonne: Wissenschaftler kündigen neue kleine Eiszeit an
Lesen Sie auch unsere exklusiven Fokus-Artikel über die Sonne aus dem Buch Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung: