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Do, 26 Nov 2020
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Fireball

Jüngere Dryaszeit: Forscher entdecken Hinweise für extremes Hitze-Ereignis als Ursache für die Zerstörung einer der "frühesten menschlichen Siedlungen"

Forscher haben in der archäologischen Stätte Abu Hureyra in Nordsyrien Hinweise für ein extremes Hitzeereignis entdeckt, das vor 12.800 Jahren mit einer Temperatur von mindestens 2.200 Grad Celsius eine der "frühesten menschlichen Siedlungen" zerstört hat. Die Datierung dieses Ereignisses stimmt fast punktgenau mit den mittlerweile auf allen Kontinenten entdeckten Beweisen für ein extremes Kometenbombardement überein, das den Beginn der jüngeren Dryaszeit, das abrupte Aussterben der Mega-Fauna und das plötzliche Verschwinden der menschlichen Clovis-Kultur einläutete. Darüber hinaus führte dieses Ereignis höchstwahrscheinlich zu atemberaubenden Tsunamis, Feuersbrünsten, Vulkanausbrüchen und Erdbeben auf globaler Ebene.
Abu Hureyra
© ucsb.edu
Künstlerische Darstellung des Einschlages von Kometenfragmenten vor rund 12.800 Jahren nahe Abu Hureyra (Illu.).
Santa Barbara (USA) - Die seit den 1970er Jahren unter den Euphrat-Wassern des heutigen Assad-Stausees verborgene archäologische Stätte Abu Hureyra in Nordsyrien gilt als eine der frühesten menschlichen Siedlungen, an der sich einst rund um einen großen Hügel, alte Nomaden niederließen und mit dem Anbau von Pflanzen begannen. Anhand von Materialproben, die vor der Flutung gesammelt wurden, haben Wissenschaftler nun Hinweise auf ein extremes Hintze-Ereignis gefunden, dass vermutlich nicht nur für die Zerstörung der Siedlung verantwortlich war, sondern auch an zahlreichen anderen Orten weltweit Spuren eines Kometeneinschlags vor rund 12.800 Jahren hinterließ.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Die Forscher entdeckten aufgespritztes Schmelzglas:
Wie das Team um James Kennett, emeritierter Professor für Geologie an der UC Santa Barbara aktuell im Nature-Fachjournal "Scientific Reports" (DOI: 10.1038/s41598-020-60867-w) berichtet, war es Archäologen schon zuvor anhand der Materialproben u.a. von Häusern, Lebensmitteln und Werkzeugen gelungen, hier den Übergang zur Landwirtschaft vor fast 12.800 Jahren zu identifizieren - "eines der bedeutendsten Ereignisse in der Kultur- und Umweltgeschichte unserer Erde".

Auf den Materialproben fanden die Forscher nun aufgespritztes Schmelzglas, dessen Merkmale darauf hindeutet, dass das Glas bei extrem hohen Temperaturen gebildet wurde, die deutlich über denen lagen, die Menschen zur damaligen Zeit erzeugen konnten oder, wie sie auf Feuer zurückgeführt werden könnten.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Die Temperaturen waren derart hoch, dass ein Auto in weniger als einer Minute vollständig geschmolzen wäre. Die Forscher betonen ebenfalls die mögliche Ursache; ein kosmischer Aufprall eines Kometen:
"Derart hohe Temperaturen würden ein Auto in weniger als einer Minute vollständig zum Schmelzen bringen", erläutert Kennett und fügt hinzu, dass "derartige Temperaturen damals nur aus einem extrem gewalttätigen Phänomen mit hoher Energie und hoher Geschwindigkeit resultieren konnten - etwa in der Größenordnung eines kosmischen Aufpralls."

Vor diesem Hintergrund glauben Kennett und Kollegen, dass Abu Hureyra der erste Ort sei, der die direkten Auswirkungen eines fragmentierten Kometen auf eine menschliche Siedlung dokumentiert: Diese Fragmente seien Teile desselben Kometen, der laut Kennett wahrscheinlich am Ende des Pleistozäns in der Atmosphäre explodiert ist. Dieses Ereignis trug laut den Forschern auch zum Aussterben der meisten großen Tiere (Megafauna) bei, darunter Mammuts sowie amerikanische Pferde und Kamele. Auch das Verschwinden der nordamerikanischen Clovis-Kultur und das abrupte Einsetzen der abkühlenden Episode der jüngeren Eiszeit, seien das Resultat dieser Katastrophe, die als Jüngeres-Dryas-Ereignis bezeichnet wird (...GreWi berichtete, siehe Links).
Aba Hureyra Drayas
© J. Kennett et al. / Scientific Reports (2020)
Karte von Abu Hureyra.
~ Grenzwissenschaft Aktuell
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf Grenzwissenschaft Aktuell und in unseren folgenden Beiträgen:

Bulb

Wissenschaftler entdecken erstes außerirdisches Protein in einem Meteoriten

Protein Hämolithin
© Malcolm. W. McGeoch, Sergei Dikler, Julie E. M. McGeoch
Verschiede Darstellungen und Ansichten des im Innern eines Meteoriten entdeckt Proteins (Illu.).
Zum ersten Mal ist es Wissenschaftlern gelungen, ein auf der Erde nicht existierendes Protein in einem Meteoriten zu entdecken
Cambrigde (USA) - Erstmals haben Wissenschaftler ein vollständiges Proteinmolekül im Innern eines Meteoriten gefunden, ein Protein, das so nicht von der Erde stammt.

Wie Malcolm. W. McGeoch von der Biotech-Forma PLEX, Sergei Dikler von Bruke Scientific LCC und Julie E. M. McGeoch UUU von der Harvard University vorab via ArXiv.org berichten, entdeckten sie mit Hilfe einer massenspektrometrischen Analyse kleinste Teile des Proteins Hemolithin im Inneren des 1990 in Algerien gefundenen kohlenstoffhaltigen Meteoriten "Acfer 086".

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Das Protein Hämolithin ist vergleichsweise klein "und besteht überwiegend aus der Aminosäure Glycin, das an seinen Enden mit Eisen, Sauerstoff und Lithiumatomen versehen ist."
Die Bestandteile des Proteins sind zwar bekannt, aber diese spezifische Anordnung konnte bislang nirgendwo auf der Erde beobachtet werden.

~ Sputnik
Die Entdeckung unterstützt nicht nur die sogenannte Theorie der Panspermie, in der postuliert wird, dass Leben durch Meteoriten im Universum verbreitet wird. Bestätigung erhält auch die Hypothese über die Verbreitung von Viren und Bakterien durch Meteoriten, die in der Vergangenheit möglicherweise mehrmals schlimme Pandemien auf der Erde ausgelöst haben.

Mars

Auf dem Mars gibt es Erdbeben: Mars-Seismometer offenbart seismische Aktivität

Die Auswertungen des Seismometers an Bord der NASA-Sonde "InSight" haben "Überraschendes" zutage gefördert. Auf dem Mars gibt es Erdbeben und somit seismische Aktivitäten.
InSight
© Nasa/JPL-​Caltech
Künstlerische Darstellung der InSight-Sonde mit dem Seismometer SEIS auf dem Mars (Illu.).
Am 26. November 2018 was der InSight-​Lander der NASA in der Mars-Region Elysium Planitia gelandet. 70 Mars-Tage später startete dann auch Seismometer "SEIS" seine Suche nach Marsbeben. Die nun analysierten Daten stammen aus der Messzeit bis Ende September 2019, innerhalb derer 174 wahrscheinliche Marsbeben-Ereignisse aufzeichnen konnte.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Zwar scheinen die Beben auf dem Mars der Erde zu gleichen, jedoch haben sie angeblich geringere Magnituden. Fragt sich natürlich, ob es dort genauso wie auf der Erde auch Regionen gibt, in denen stärkere Erdebenen stattfinden:

Bulb

Forscher entdecken erstes Tier, das keinen Sauerstoff atmet

Ein internationales Forscherteam in Tel Aviv hat einen Parasiten entdeckt, der keinen Sauerstoff atmen muss, um zu leben. Somit ist es das erste uns bekannte Tier mit dieser Fähigkeit.
Parasit Henneguya salminicola
© Stephen Douglas Atkinson.
Sporen des Parasiten Henneguya salminicola unter dem Floureszenzmikroskop.
Tel Aviv (Israel) - Ein internationales Forscherteam hat erstmals ein mehrzelliges Lebewesen ohne mitochondriale DNA entdeckt, wodurch es sich bei dem in Lachsen lebenden Parasiten um das einzige bekannte Tier handelt, das keinen Sauerstoff atmet.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Der Parasit, der auf "Henneguya salminicola" getauft wurde, besitzt eine einzigartige Physiologie:
Wie das Team um Prof. Dorothee Huchon von der Tel Aviv University (TAU) aktuell im Fachjournal "PNAS" (DOI: 10.1073/pnas.1909907117) berichtet, handelt es sich bei "Henneguya salminicola" um einen mikroskopischen Parasiten mit einer einzigartigen Physiologie aus der Gruppe der Myxozoa, die zu den Nesseltieren (Cnidaria) gehören.

Eine der allem mehrzelligen Leben auf der Erde gemeine Eigenschaft ist die sogenannte Zellatmung - ein Stoffwechselvorgang, bei dem durch Oxidation organischer Stoffe Energie für lebensnotwendige zelluläre Prozesse gewonnen wird. Der Vorgang selbst findet in den Mitochondrien statt, die über ein eigenes Genom verfügen.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Der Parasit besitzt als einziges Tier keine mitochondriale DNA:

Bulb

Außerirdisch? Neuentdeckter Virus besitzt unbekannte Gene

Wissenschaftler haben in einem künstlichen See in Brasilien einen Virus entdeckt, dessen Gene von keinem anderen irdischen Virus bekannt sind.
Yaravirus
© IHU Aix Marseille University and Microscopy Center/UFMG
Mikroskopaufnahme des neuentdeckten “Yaravirus”.
Wie das Team um Jônatas Abrahão von der Universidade Federal de Minas Gerais und Kollegen der Université Marseille aktuell vorab via BioRxiv.org (DOI: 10.1101/2020.01.28.923185) berichtet, entdeckten sie den Virus bei ihrer Suche nach Riesenviren in einen Zulauf der Lagoa da Pampulha in der Nähe der brasilianischen Stadt Belo Horizonte. Bei Riesenviren handelt es sich um Viren mit einem ungewöhnlich großen Genom, die Einzelligen Organismen, sogenannte Amöben befallen.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Der neue Virus wurde durch Zufall entdeckt.
Mit den Wasserproben zurück im Labor führten die Forschen den Proben Amöbenzellen hinzu, um so eventuell im Wasser vorhandenen Riesenviren bei Angriff auf die Zellen sozusagen auf frischer Tat zu ertappen. Stattdessen entdeckten sie jedoch einen deutlich kleineren Angreifer in den Proben: "Das war eine wirkliche Überraschung, da wir bislang nur Riesenviren bei Infizieren von Amöben beobachtet hatten, nicht aber kleine Viren", berichtet Abrahão.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Der neue Virus wurde auf den Namen Yaravirus getauft.

Galaxy

Erster Kontakt? Astronomen zeichnen unbekannte Signale aus dem Weltall auf

Astronomen der University of Toronto haben ein regelmäßiges und zugleich unregelmäßiges Signal aus dem Weltall aufgezeichnet.

chime
© Andre Renard, Dunlap Institute for Astronomy and Astrophysics/ University of Toronto
Das kanadische Radioteleskop CHIME hat die rätselhaft periodischen Radiopulse aufgefangen.
Jetzt vertieft sich das Rätsel um diese kosmischen Blitze. Denn Astronomen um Dongzi Li von der University of Toronto haben festgestellt, dass ein neuentdeckter Radioburst einem sonderbaren, aber regelmäßigen Takt folgt. "Dies ist die bislang erste und einzige bei einem Radioburst nachgewiesene Periodizität", berichten die Forscher. Die beiden anderen bisher bekannten "Repeater" erzeugen ihre Radiopulse in unregelmäßigen Abständen.

- Scinexx
Diese Radioblitze folgen einem bestimmten Rhythmus:
Der grundlegende Takt besteht aus vier Tagen mit hoher Aktivität, gefolgt von zwölf Tagen Pause. Damit zeigt diese Quelle eine Periodizität von 16,35 Tagen. "Die Entdeckung einer solchen Periodizität bei einem sich wiederholenden Radioburst ist ein wichtiger Hinweis auf die Natur dieses Objekts", so die Forscher. Das Merkwürdige jedoch: Innerhalb der vier aktiven Tage treffen die Radiopulse zwar etwa alle 1,8 Stunden ein, ihre Häufigkeit und Dichte variieren aber deutlich.

- Scinexx
Der Ursprung der Signale gibt bislang Rätsel auf und es werden verschiedene Annahmen herangezogen.

Bullseye

Gründe, die für Intelligent Design sprechen: Warum Zufallsprozesse keine Informationen erzeugen können

intelligent design
Das ist die entscheidende Frage, die ID [Intelligent Design, AdÜ] gegenüber der neodarwinistischen Behauptung aufwirft, der zufolge Leben durch Zufallsprozesse entstanden sei. An dieser Stelle möchte ich einige Gedanken über den Zusammenhang zwischen Informationen in Form von digitalen Codes und den Produkten anführen, die durch sie kodiert werden. Ich hoffe, damit die Argumente zu stärken, die sowohl für ID als auch, wie mir scheint, für die unausweichliche Teleologie in der Natur sprechen.

Wenn ein Zufallszahlengenerator so eingestellt worden wäre, dass er achtstellige Zahlen produziert, und er per Zufall die 87958007 ausspuckt, was zufällig meine Telefonnummer ist, hätte er dann Informationen erzeugt? Oder wenn eine präbiotische Suppe per Zufall ein funktionsfähiges Protein oder einen DNA-Strang, in dem ein Protein kodiert ist, produziert hätte (von der geringen Wahrscheinlichkeit solcher Vorkommnisse einmal abgesehen), wären dann daraus Informationen hervorgegangen?

Ich würde das verneinen.

Die spezifischen Sequenzen, die Informationen enthalten, wie beispielsweise Telefonnummern, können nur als Information in Relation zum Gesamtsystem definiert werden, dem sie angehören. Es muss ein Übersetzungssystem mit festgelegten Regeln geben, das entscheidet, welche Sequenzen Informationen enthalten und welche nicht.

Die Behauptung, dass Informationen in der DNA durch Zufall entstehen könnten, ist daher unsinnig. Eine funktionale Sequenz könnte erst dann als Information gelten, wenn ein vollständiges Regelwerk vorhanden ist, das bestimmte Sequenzen als funktionale Einheiten definiert und alle anderen als nicht-funktionales Kauderwelsch.

Kommentar: Weitere Informationen zum Thema:


Better Earth

Bohrungen in der Antarktis bestätigen: Es kam zu ständigen Wechseln zwischen Warm- und Kälteperioden

Antarctica
Antarctic Drilling Project ist ein wissenschaftliches Bohrprojekt in der Antarktis mit dem Ziel, Informationen über Warm- und Kälteperioden der Erde zu sammeln. Dabei wird nicht die klassische (See-)Eiskernbohrung durchgeführt, sondern es wird direkt in die Eisdecke gebohrt. Dafür wurde eine spezielle Bohrtechnik entwickelt:
Um sich dieser einzigartigen Herausforderung zu stellen, erfindet das ANDRILL-Team ein neues Werkzeug, einen Heißwasserbohrer. Dieses Wunderwerk der Technik ist ein beweglicher Hitzering, der dampfende Wasserstrahlen ausstößt, um ein breites Loch zu schmelzen, damit der Bohrer frei durch 122 Meter sich bewegendes Eis arbeiten kann.

- Express
Eine Bohrung von ca. 24 Metern reicht dabei ungefähr 3 Millionen Jahre in die Vergangenheit. Diese Daten werden dann sorgfältig untersucht.

andrill
© Getty/Nova
Eines der wichtigsten Ergebnisse bei diesen Bohrungen ist, dass sich die Erde im ständigen Wechsel zwischen Warm- und Kälteperioden befindet. Teilweise waren die Veränderungen dramatisch und es kam zu plötzlichen Wechseln zwischen den beiden Extremen. Ein weiteres Ergebnis ist, dass teilweise die Temperaturen vier bis fünf Grad wärmer waren als heute - ohne dass ein Mensch dafür verantwortlich war.

andrill
© Getty/Nova
Der Bohrer reichte mehr als 122 Meter unter das Eis.

Marijuana

Hanfforschung: Isolation von zwei neuen Cannabinoiden - Eines könnte 30 Mal stärker als THC wirken und das andere ähnliches Heilungspotenzial wie CBD haben

Hanfpflanze
© CC0
Ein neuer hochwirksamer Stoff ist aus der Hanfpflanze isoliert worden. Er soll 30 Mal stärker wirken als der Hauptwirkstoff THC, der für das berühmte "High" verantwortlich ist. Auch ein ähnlicher Abkömmling eines nicht-psychoaktiven Stoffes wurde gefunden, der in erster Linie in Wellness und Medizin eingesetzt werden soll.

In manchen Ländern ist sie legal, in anderen verboten, wiederum in anderen auf medizinischen Einsatz beschränkt: Die Hanfpflanze hat neben ihrer psychoaktiven und sedierenden Wirkung auch den Effekt, dass sie schmerzlindernd wirkt. Welche Wirkung sie konkret entfaltet, hängt dabei von der konkreten Zusammensetzung der Pflanze ab, nämlich welche Stoffe in welchem Verhältnis und in welcher Konzentration darin vorliegen.

Die Cannabis-Pflanze hat regelrecht einen neuen Forschungszweig aus dem Boden gestampft, der sich mit den unterschiedlichen Wirkstoffen, ihren Effekten und möglichen Einsatzfeldern befasst. Dabei wurden bereits über 60 wirksame Cannabinoide gefunden. Aber bislang ging man davon aus, dass nur einer das berühmte "High" hervorruft, nämlich Tetrahydrocannabinol (THC).

Nun wollen allerdings italienische Wissenschaftler zwei neuen Cannabinoide entdeckt haben, von denen eines 30 Mal stärker wirkt als THC. In einer Studie werden die beiden Stoffe beschrieben. Der eine trägt den Namen Tetrahydrocannabiphorol (THCP), der andere heißt Cannabidiphorol (CBDP). Der zweite Stoff ist mit Cannbidiol verwandt, einer Substanz aus der Hanfpflanze, die entzündungshemmend und entspannend wirken soll, ohne dabei psychoaktiv zu wirken. Diese ist in vielen Ländern längst legal erhältlich und vor allem im Wellness-Bereich beliebt.

THCP wurde von den Forschern bereits an Mäusen getestet und festgestellt, dass eine kleine THCP-Dosis genauso stark auf die Nager wirkte wie eine wesentlich größere THC-Menge. Inwieweit diese Substanz auch beim Menschen stärker psychoaktiv ist, ist damit bislang nicht gezeigt.

Kommentar: Beispiele für vorteilhafte Nutzmöglichkeiten von Hanf und seinen Inhaltsstoffen:


Question

Rätsel: 150.000 Objekte und über 100 Sterne sind am Nachthimmel anscheinend verschwunden

Astronomen haben neue und alte Himmelsaufnahmen aus den 1950er Jahren miteinander verglichen und dabei die unglaubliche Summe von 150.000 Objekten entdeckt, die sich auf heutigen Aufnahmen anscheinend nicht mehr finden lassen. Von diesen Objekten untersuchten die Wissenschaftler 24.000 näher und kamen zu dem Schluss, dass über 100 Sterne auf heutigen Aufnahmen nicht mehr zu sehen sind. Insgesamt wurden 600 Millionen Objekte verglichen.
Sterne
© Villarroel et.al
Die Aufnahme von 1950 zeigt einen Stern (l.), der auf aktuellen Aufnahmen (r.) nicht (mehr) zu sehen ist.
Stockholm (Schweden) - Im Rahmen eines Forschungsprojekts haben Astronomen alte und neuen Himmelsaufnahmen miteinander verglichen und dabei festgestellt, dass mindestens 100 Sterne seit Erstellung der Vergleichsaufnahmen in den 1950er Jahren nicht mehr zu sehen sind. Neben astrophysikalischen Erklärungen wollen die Astronomen auch nicht ausschließen, dass für das Verschwinden der nächtlichen Lichtpunkte außerirdische Technologien verantwortlich sein könnten.

Wie das Team um Beatriz Villarroel "Nordic Institute for Theoretical Physics" (NORDITA) und dem Instituto de Astrofisica de Canarias vorab via ArXiv.org und aktuell im "Astronomical Journal" (DOI: 10.3847/1538-3881/ab570f) berichten, haben sie im Rahmen des Projekts "Vanishing & Appearing Sources during a Century of Observations" (VASCO) astronomische Aufnahmen aus den 1950er Jahren mit dem heutigen Stand verglichen und dabei unter 600 Millionen im Himmelskatalog des "Panoramic Survey Telescope And Rapid Response System" (Pan-STARRS) enthaltenen rund 150.000 Objekte gefunden, die sich auf heutigen Aufnahmen nicht mehr finden. 24.000 dieser "Objekte" haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dann eingehend überprüft und auf diese Weise 100 ungewöhnliche Objekte aussortiert, die seither offenbar verschwunden sind und deren Verschwinden bis auf Weiteres rätselhaft erscheint.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Die Astronomen stehen mit dieser Entdeckung vor einem Rätsel. Bisher unbekannte astronomische Phänomene könnten ein Grund für dieses Mysterium darstellen.
Obwohl es durchaus nicht ungewöhnlich ist, dass die Helligkeit von Sternen schwankt, so stellt doch das Verschwinden der Sterne in eben jener vergleichsweise kurzen zeitspanne von 70 Jahren die Astronomen vor ein Rätsel - schließlich durchlaufen Sterne ihre verschiedenen Lebenszyklen für gewöhnlich sehr langsam oder explodieren am Ende ihrer in einer hellen Sternenexplosionen, einer sogenannten Supernova.

Aus diesem Grund spekulieren Villarroel und Kollegen derzeit über bislang unbekannte oder sehr seltene astrophysikalische Phänomene wie etwa sogenannt gescheiterten Supernovae, bei der ein Stern nahezu unmittelbar zu einem Schwarzen Loch zusammenfällt. Allerdings sollte dieser Vorgang sehr viel seltener sein, als dass damit die jetzt identifizierten mindesten 100 Ereignisse erklärt werden könnten.

Alternativ könnte es sich aber um sog. veränderliche Sterne handeln, deren Helligkeit seit den alten Beobachtungen in den 1950er Jahren, so stark angenommen hat, dass sie heute schlichtweg nicht mehr ohne weiteres zu sehen, bzw. detektierbar sind. Zudem kommen eigentlich lichtschwache, dafür aber zum Zeitpunkt der Aufnahme uns nahe Objekte, wie sich schnell bewegende Zwergsterne in Frage, die heute nicht mehr dort sind, wo man sie vermuten würde. Auch könnten einige der Objekte grundsätzlich zu lichtschwach sein, um normalerweise überhaupt gefunden werden zu können - aber im Moment der Aufnahmen vor rund 70 Jahren sehr hell waren. Da die alten Vergleichsaufnahmen tatsächlich meist stark rot-empfindlich waren, könnte es sich also um sogenannte M-Sterne handeln, die für ihre Helligkeitszunahmen bekannt sind. Auch Bildfehler und Kratzer müssten anhand des umfangreichen Katalogs als Erklärung überprüft werden.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
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