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Hacker stehlen 24.000 Pentagon-Dokumente und das Pentagon benutzt diesen Vorfall, um die Hysterie um Cyber-Terror-Attacken anzustacheln

Land, Wasser, Luft, Weltraum - und jetzt das Internet: Die US-Regierung erklärt in ihrer Cyber-Strategie das Netz zu ihrem neuen Einsatzbereich. Gleichzeitig gibt das Verteidigungsministerium zu, dass Hacker Zehntausende brisante Militärdaten geklaut haben.
Cyberattacken
© Unbekannt
USA rüsten gegen Cyber-Attacken auf

Computerhacker haben 24.000 Pentagon-Dokumente erbeutet - und es war nicht der erste Cyber-Angriff auf das US-Militär. Das gestand der stellvertretende Verteidigungsminister William Lynn ein, als er die lang erwartete Strategie gegen Hackerangriffe in Washington vorstellte.

Cyber-Angriff auf US-Militär Hacker stehlen 24.000 Pentagon-Dokumente

15.07.2011, 06:58

Land, Wasser, Luft, Weltraum - und jetzt das Internet: Die US-Regierung erklärt in ihrer Cyber-Strategie das Netz zu ihrem neuen Einsatzbereich. Gleichzeitig gibt das Verteidigungsministerium zu, dass Hacker Zehntausende brisante Militärdaten geklaut haben.

Computerhacker haben 24.000 Pentagon-Dokumente erbeutet - und es war nicht der erste Cyber-Angriff auf das US-Militär. Das gestand der stellvertretende Verteidigungsminister William Lynn ein, als er die lang erwartete Strategie gegen Hackerangriffe in Washington vorstellte.

Der Angriff habe bereits im März stattgefunden. 24.000 sensible Dokumente seien in die Hände von ausländischen Eindringlingen gelangt. Sie seien in das Netzwerk einer Firma eingedrungen, die Auftragnehmer seines Ministeriums sei, sagte Lynn bei seiner Rede an der Pentagon-finanzierten National Defense University in Washington.

Im vergangenen Jahrzehnt hätten Hacker immer wieder Militär und Rüstungsunternehmen angegriffen. Dabei wurden viele Daten aus den Bereichen Luftfahrtelektronik, Überwachungstechnik und Netzwerksicherheit gestohlen. Und das brachte Lynn zum eigentlichen Grund seines Auftritts: "Wir müssen mehr tun."

Arrow Down

Schuldenkrise USA - Millionen Amerikanern droht der Ausfall ihrer Sozialhilfe

Obamas Warnungen waren drastisch: 70 Millionen Schecks an amerikanische Rentner, Veteranen und Behinderte könnten im August nicht ausgegeben werden, wenn der Schuldenstreit nicht rasch beigelegt werde. Doch so sehr die Zeit drängt - eine Lösung des Finanzdramas ist nicht in Sicht.
Barack Obama
© AP

Im Schuldenstreit in den USA stehen sich die oppositionellen Republikaner und die Demokraten von Präsident Barack Obama weiter unversöhnlich gegenüber. Auch das dritte Spitzengespräch im Weißen Haus binnen dreier Tage endete am Dienstag (Ortszeit) ohne greifbares Ergebnis.

Erst kurz zuvor hatte Obama eine deutliche Warnung erteilt: Ohne eine Erhöhung der Schuldenobergrenze bis zum 2. August, könne die Regierung nicht garantieren, dass am 3. August etwa 70 Millionen Zahlungen in Höhe von insgesamt circa 20 Milliarden Dollar für Rentner, Veteranen sowie für Behinderte getätigt würden. "Wir sollten ein Thema von dieser Größenordnung, das die Weltwirtschaft ebenso wie die amerikanischen Wirtschaft betrifft, nicht bis zur letzten Minute liegenlassen", sagte der Präsident in einem Interview mit dem TV-Sender CBS. Obama rief beide Parteien zur Zusammenarbeit auf. "Das ist kein demokratisches oder republikanisches Problem. Das ist ein nationales Problem, das gelöst werden muss", sagte er.

Obama traf am Dienstag den dritten Tag in Folge führende Vertreter beider Parteien aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat, ohne dass sich nach dem zweistündigen Gespräch eine Lösung abzeichnete. Ein neuer Anlauf ist für Mittwoch geplant.

MIB

Die News of the World Affäre: Murdoch-Blätter sollen auch Gordon Brown bespitzelt haben

Der Abhörskandal um Murdochs Medienimperium weitet sich aus: Die britische Polizei informierte den früheren Premier Brown, dass er jahrelang von der "Sunday Times" und der "Sun" ausspioniert worden sein könnte. Unter anderem sollen die Zeitungen am Gesundheitszustand seiner Familie interessiert gewesen sein.

Gordon Brown
© Reuters
Zwei Zeitungen des Medienmoguls Murdoch sollen ein prominentes politisches Opfer im Visier gehabt haben: Den früheren Premierminister Gordon Brown
In den Abhörskandal um das britische Boulevardblatt News of the World sollen noch weitere Zeitungen des Medienimperiums von Rupert Murdoch verwickelt sein. Die Polizei informierte den früheren Premierminister Gordon Brown darüber, dass er möglicherweise zu seinen Zeiten als Finanzminister jahrelang von der Sunday Times und der Sun ausspioniert wurde, wie ein Sprecher Browns sagte.

Demnach habe der Privatdetektiv Glenn Mulcaire im Auftrag des Verlags News International Browns Handy und sein persönliches Konto gehackt, als dieser noch Finanzminister gewesen sei.
"Brown ist über das Ausmaß des Eingriffs in sein Familienleben informiert worden"
, sagte sein Sprecher weiter.
"Die Familie ist schockiert über das Ausmaß der kriminellen Energie und über die unethischen Mittel, mit denen persönliche Daten beschafft wurden."

Eye 1

Wenn "falsche" Meinungen geäußert werden: Zensur in Online-Medien

Eine wichtige Funktion, mit der Zeitungen ihre Online-Präsenzen aufwerten, sind die beliebten Kommentarspalten. Im Gegensatz zu Leserbriefen, bei denen aus der Flut der Einsendungen nur die für die Zeitung passendsten Exemplare abgedruckt werden, kann jeder Internetnutzer online seine Meinung der ganzen Welt sichtbar machen. Doch besonders bei heiklen - also für Medien und Politik potentiell unangenehmen - Themen ist diese Möglichkeit der freien Meinungsäußerung für die Herausgeber oft zuviel des Guten.
Screenshot Internetzensur
© Screenshot: unzensuriert.at
Die Welt berichtete über die zahlenmäßige
Übermacht der türkischen Einwanderer - und sperrte
den Kommentarbereich nach wenigen Einträgen.

Das Phänomen der blockierten Kommentarspalten zieht sich quer durch österreichische und deutsche Medien. Unter vielen Themen, die schon aus ihrer Natur heraus eine Basis für ausgiebige Diskussionen darstellen, findet sich eine kleine Handvoll Kommentare. Erstaunt stellt der Leser fest, dass entgegen der stets so sauber propagierten Einstellungen unter den deutschen Kommentatoren doch eine recht eindeutige, mit dem System unzufriedene Grundstimmung herrscht. Und rein zufällig ist meist genau bei jenen Artikeln die Kommentarfunktion deaktiviert.

War Whore

Haitis Präsident kritisiert Missbrauch internationaler Hilfsgelder

Madrid (dpa) - Haitis neuer Staatspräsident Michel Martelly hat einen massiven Missbrauch der internationalen Hilfsgelder beklagt. Nach dem schweren Erdbeben vom Januar 2010 waren laut Martelly vier Milliarden Dollar in den Karibikstaat geflossen. Ein Großteil des Geldes sei nicht in die richtigen Kanäle geflossen. Er wisse nicht, was man mit den vier Milliarden Dollar gemacht hat, sagte Martelly, der sich zu einem Staatsbesuch in Madrid aufhält.

Arrow Down

Artensterben: Drei Nationen wollen vom Walfang nicht lassen

Walfang
© picture-alliance/dpa/scanpix
Arbeiter hieven einen harpunierten Wal an Bord eines Walfangschiffs.

Walfleisch ist nicht mehr so gefragt. Dennoch ist kein Ende der Jagd abzusehen. Drei Länder stemmen sich hartnäckig gegen ein Verbot.

Die blutigen Bilder gehen jedes Jahr um die Welt. Walfänger harpunieren die Meeressäuger, die riesigen Tiere kämpfen bis zu einer Stunde lang gegen den Tod. Tierschützer aus aller Welt machen seit Jahrzehnten Front gegen das Geschäft mit dem Walfleisch. Für die Umweltorganisation "Greenpeace" handelt es sich dabei schlicht um Barbarei. Obwohl der Walfang seit 1986 eigentlich per Moratorium verboten ist, wehren sich die drei Walfangnationen Japan, Norwegen und Island erfolgreich. Die Internationale Walfangkommission (IWC) trifft sich auf der britischen Kanalinsel Jersey zu ihrer Jahrestagung 2011 - zähe Verhandlungen sind garantiert.

Gear

Psychiatrie: Das Buch des Wahnsinns

Sind wir nicht alle ein bisschen irre? Ein neuer Diagnosekatalog für die Psychiatrie entscheidet über die Grenzen der Normalität. Doch die Bibel der Seelenklempner steht unter dem Verdacht, auch erfundene Krankheiten zu enthalten. Kritiker warnen vor der "totalen Medikalisierung des Normalen".
Winona Ryder in
© picture-alliance/dpa
Wer ist drinnen, wer draußen? Die Psychiatrie tut sich oft schwer mit der Definition, was mentale Krankheit ausmacht. Dem Kino liefert das faszinierende Sujets. In dem Film "Durchgeknallt" möchte Winona Ryder nur eine Auszeit nehmen, bevor sie aufs College geht. Nach einer Überdosis Aspirin landet sie als suizidgefährdet in der geschlossenen Abteilung.

Heather Norris war zwei Jahre alt und manchmal außer sich vor Wut. Wie es ihr heute wohl geht? Ihr Pech war, dass die Harvard-Psychiater Joseph Biederman und Janet Woozniak Anfang der 90er Jahre die Idee hatten, dass sich hinter kindlichen Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität eine bipolare Störung verbergen könnte. Das ist eine Krankheit, die sich durch den Wechsel manischer und depressiver Phasen auszeichnet und zuvor fast ausschließlich bei Erwachsenen festgestellt wurde. Doch die Idee von Biederman und Woozniak verbreitete sich in der wissenschaftlichen Gemeinde rasch, unterstützt von der Pharmaindustrie. Bei immer mehr Kindern wurde eine bipolare Störung diagnostiziert; so auch bei Heather, die eine der jüngsten Psychiatrie-Patienten der Geschichte sein dürfte. Die meisten von ihnen bekamen daraufhin Antipsychotika verschrieben, die massive Nebenwirkungen und ungewisse Langzeiteffekte auf das sich entwickelnde Gehirn haben.

Attention

Wie Verschwörungstheoretiker angeblich ticken

september,terror,9/11
© unbekannt
Die NASA hat den Mondflug nur fingiert, die USA stecken selbst hinter den Anschlägen des 11. September, die Illuminaten unterwandern die Welt: Verschwörungstheorien können gar nicht absurd genug sein, um nicht dennoch Anhänger zu finden. Wie man veranlagt sein muss, um an sie zu glauben, haben nun britische Psychologen untersucht.

Offenbar ist es so, dass Verschwörungstheorien besonders bei jenen Menschen beliebt sind, die selbst bei einer Verschwörung mitmachen würden. Was sie sich selbst zutrauen, trauen sie auch "denen" zu, meinen Karen Douglas und Robbie Sutton von der School of Psychology an der Universität in Kent.

Kommentar: Wikipedia beschreibt eine "Verschwörung" wie folgt:
Eine Verschwörung (Lehnübersetzung von lat. coniuratio; auch: Konspiration) ist eine heimliche Verbündung mit dem Zweck, einen Plan auszuführen, der ein selbstsüchtiges, verwerfliches Ziel verfolgt und dessen Umsetzung zum Schaden anderer geschieht oder der die Beseitigung tatsächlicher oder vermeintlicher Missstände anstrebt. Eine Verschwörung beruht also nicht immer auf niederen Motiven, sie basiert jedoch stets auf Täuschung.
und weiter
Je nach der Verwerflichkeit des Zwecks kann man unterschiedliche Arten der Verschwörung unterscheiden, von Wirtschaftsverbrechen (z. B. verbotenes Kartell) über kriminelle Vereinigungen (z. B. Mafia) bis hin zu Staatsstreich und Putsch.
Nicht alles was man im Internet lesen kann muss unbedingt der Wahrheit entsprechen, jedoch zeigt die Geschichte, dass es immer wieder zu "Verschwörungen" im größeren Ausmaß gekommen ist.

Siehe: Der Golf von Tonkin, welcher zum Vietnamkrieg führte und Die Brutkastenlüge, welche zum zweiten Golfkrieg fürte.

Richard Dolan befasste sich mit Verschwörungen in seinem Buch: UFOs and the National Security State (leider nur in Englisch) und dazu ein Auszug:
Einige werden das hier als eine der vielen Verschwörungstheorien abstempeln, die die Landschaft Amerikas prägen. Schon die bloße Erwähnung [dieses Wortes] reicht für eine automatische Verwerfung aus, als ob niemand je im Geheimen etwas tut. Bringen wir ein bisschen Licht und Vernunft in diese Angelegenheit.

Die Vereinigten Staaten bestehen aus großen Organisationen - Aktiengesellschaften, Beamtenapparate, ‘Interessensgemeinschaften’, und desgleichen - welche von Natur aus verschwörerisch sind. Das bedeutet, sie sind hierarchisch, ihre wichtigen Entscheidungen werden im Geheimen von wenigen Hauptentscheidungsträgern getroffen, und sie sind sich der Lüge über ihre wahren Aktivitäten nicht zu gut. Von solcher Art ist die Natur organisatorischen Verhaltens. Verschwörung, in dieser Hauptbedeutung, ist eine Lebensweise, die rund um den Globus anzutreffen ist.

Diese Tendenz ist innerhalb der militärischen und geheimdienstlichen Einrichtungen der Welt in größtem Ausmaß gesteigert.

Jeder, der in einer unterdrückten Gesellschaft gelebt hat, weiß, dass die offizielle Manipulation der Wahrheit täglich passiert. Aber Gesellschaften haben ihre Mehrheiten und Minderheiten. Zu jeder Zeit und an jedem Ort sind es die Minderheiten, die herrschen, und es sind die Minderheiten, welche dominanten Einfluss auf das ausüben, was wir als offizielle Kultur bezeichnen. Um bestehende Machtstrukturen zu erhalten, kümmern sich alle Eliten um die Manipulation der öffentlichen Information. Es ist ein altes Spiel.
Für alle Wahrheitssuchenden ist eine offene Einstellung und kritisches Denken von größter Wichtigkeit um sich im Dschungel der Lügen zurecht zu finden. Es empfiehlt sich von daher immer: Caveat Lector (der Leser soll aufpassen).


Eye 1

Google schließt elf Millionen Websites aus

Im Kampf gegen Spammer und Cyberkriminelle greift Google zu einer drastischen Maßnahme: Websites mit der Endung co.cc werden künftig nicht mehr angezeigt.
Zensor Google
© dpa

DüsseldorfDie Qualitätsoffensive bei Google führt zu einer radikalen Maßnahme: Um Internetkriminellen das Leben schwer zu machen, entfernte der Konzern alle elf Millionen Webadressen mit der Endung co.cc pauschal aus dem Suchindex, berichtet „The Register“.

Bei co.cc handelt es sich nicht um eine echte Länderdomain, sondern um eine Domain von einen privaten Anbieter, der es jedem ermöglicht, zwei Webadressen mit der Endung co.cc kostenlos einzurichten. Bis zu 100 Domains gibt es für einmalig 10 Dollar.

Vader

Pathokratie Malaysia: Polizei nimmt 500 Demonstranten fest

Unter massivem Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern hat die malaysische Polizei versucht, eine Großdemonstration in Kuala Lumpur zu verhindern. Die Gegner von Ministerpräsident Najib Razak kämpfen für freie Wahlen.
Demo Malaysia
© dapd
Malaysische Demonstranten flüchten vor den Wasserwerfern der Polizei
Die Menschen wurden ab Mitternacht festgenommen, teilte die Polizei mit. Das Oppositionsbündnis Bersih hatte zu der Kundgebung aufgerufen, um für eine Wahlrechtsreform zu demonstrieren. An der letzten Demonstration für eine Wahlrechtsreform in Malaysia hatten 2007 rund 50 000 Menschen teilgenommen.

„Die Öffentlichkeit wird daran erinnert, nicht an irgendwelchen Demonstrationen teilzunehmen“, hieß es in einer Erklärung der Polizei. „Harte Maßnahmen werden gegen jene ergriffen, die sich widersetzen.“