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Do, 26 Nov 2020
Die Welt für Menschen, die denken

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Nuke

Atomlobby: Hinter den Kulissen eines weltumspannenden Milli­arden-Geschäfts

Die Kernenergie ist ein weltumspannendes Multi-Milliarden-Geschäft - für eine Hand voll Konzerne. Sie verbergen sich hinter Wasserkraft und Windrädern, Regierungen und einfachen Abgeordneten. profil blickt hinter die Kulissen einer Branche, die nur allzu gerne sauberer wäre, als sie tatsächlich ist.

Eine strahlende Schönheit im knappen Bikini, ein stiller Teich, eine sanfte Böschung - und die Kühltürme eines Atomkraftwerks, die phallisch in den azurblauen Himmel ragen: Solle nur niemand glauben, Kernspaltung könne kein sinnliches Erlebnis sein. Die russische Atomindustrie wirbt mit diesen Motiven. Einmal im Jahr delektieren sich deren Manager an der Wahl zur „Miss Atom“, Stillleben spärlich bekleideter Damen vor mächtigen Meilern sind da nur der logische Ausdruck des tradierten Selbstverständnisses.
Sex sells, warum nicht auch Atomstrom?


Bad Guys

Schlamperei bei Inspektion vor dem Fukushima-Desaster

Tokio. - Die Betreiberfirma des Unglücks-AKWs Fukushima 1 in Japan hat offenbar schwerer gesündigt als bisher angenommen. Wie gestern bekannt wurde, hatte die Firma Tepco bei der letzten Inspektion des Kraftwerks 33 Teile der Anlage nicht kontrolliert.

Darunter jene der nun ausgefallenen Kühlsysteme. Dies meldeten japanische Medien gestern.

Im Kampf gegen die atomare Katastrophe mussten gestern neue Rückschläge hingenommen werden: Über zwei Blöcken des AKWs stiegen wieder Rauch und Dampf auf. Gleichzeitig wuchs die Angst vor radioaktiv verseuchten Lebensmitteln.

Rund um die Krisenregion in Nordostjapan steigt die Strahlenbelastung im Essen und im Trinkwasser weiter. Für vier Präfekturen verhängte die Regierung gestern ein Lieferverbot für Milch und mehrere Gemüsesorten. Ein ganzes Dorf in der Region Fukushima darf kein Leitungswasser mehr trinken.

Attention

Atemberaubender Kurswechsel von Angela Merkel

Angela Merkel
© Unbekannt
Kanzlerin Angela Merkel (56, CDU) gestern nach einem Gespräch mit Ministerpräsidenten im Bundeskanzleramt
Berlin - Die Kanzlerin in Erklärungsnot. Angela Merkel hat in den letzten zehn Tagen auf drei Feldern atemberaubende Kurswechsel hingelegt und kämpft nun um die Glaubwürdigkeit ihrer Politik - deren Markenzeichen langer Atem, Berechenbarkeit und nüchterne Vernunft waren.

Welchen Preis muss die Kanzlerin für das Hin und Her bei Atom, Libyen, Euro zahlen?

Vader

Unfassbar: Dänemark erhebt eine Steuer auf Fett!

Frau isst Popcorn
© Luis Markovic / CC-BY
Popcorn enthält Zucker - und fast immer gesättigte Fette.
Immer rein mit den gesättigten Fetten? "Nein", sagt die dänische Regierung und führt eine "Fettsteuer" ein. Die Landwirtschaftslobby läuft Sturm.

Stockholm - Die dänische Regierung sorgt sich um die Gesundheit ihrer Bevölkerung und führt ab dem 1. Oktober eine Fettsteuer ein. Fast einstimmig verabschiedete das Parlament in der vergangenen Woche eine entsprechende Gesetzesvorlage.

Kommentar: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass gesättigte Fette gesund sind. SOTT.net empfiehlt hierzu diesen Artikel: Die Wahrheit über gesättigte Fette.


MIB

Ernst Strasser in Kontakt mit falschen oder echten Lobbyisten?

Lobbyismus
© Salzburger Nachrichten/Wizany
"Ich kann dich beruhigen, es ist alles nicht so, wie es aussieht!"
Die Korruptionsaffäre um ÖVP-EU-Mandatar Ernst Strasser könnte am Sonntag die nächste Eskalationsstufe erreichen. Dem Vernehmen nach plant die britische Sunday Times, mit brisantem Material an die Öffentlichkeit zu gehen.

Wien, Brüssel (SN). Die Angelegenheit scheint reichlich mysteriös. Der offiziellen Lesart zufolge haben sich Reporter der „Sunday Times“ als Lobbyisten ausgegeben und Strasser 100.000 Euro sowie Geschäftsbeziehungen angeboten, wenn er sich für einen Antrag zum Anlegerschutz verwende. Der ÖVP-Abgeordnete reichte den Antrag an seine Fraktionskollegen Othmar Karas und Hella Ranner weiter und soll in der Folge mehrmals für den Antrag interveniert haben. Strasser bestreitet dies. Er habe sich nur nach „inhaltlichen Details und parlamentarischen Instanzenläufen“ erkundigt, sagt er. Keinesfalls habe er seine Kollegen dazu veranlassen wollen, den Antrag im Parlament einzubringen.

Bomb

Historische Zeitenwende der Uno

Die Luftangriffe der Weltgemeinschaft auf Libyen stellen eine historische Zeitenwende dar: Die Uno schreitet nicht länger nur dann ein, wenn der Weltfrieden gefährdet ist oder ein Völkermord droht. Beides ist in Libyen nicht der Fall. Erstmals haben die Vereinten Nationen Partei ergriffen in einem Bürgerkrieg, und das auch noch ausgesprochen schnell und entschieden. Die Uno ist plötzlich unberechenbar.

Das hat durchaus sein Gutes: Brutale Diktatoren können künftig nicht länger darauf vertrauen, dass sich die Vetomächte im Sicherheitsrat gegenseitig blockieren. Den Libyen-Einsatz haben ja nicht nur die üblichen Verdächtigen beschlossen, sondern sogar die bislang notorischen Neinsager Russland und China, die durch ihre Enthaltung eine Uno-Resolution ermöglichten. Die beiden größten Autokratien, die bislang jede Einmischung in innere Angelegenheiten ablehnten, haben plötzlich nichts mehr gegen einen Militäreinsatz gegen ein undemokratisches Regime.

Pistol

Psychopathen: Afrikas alte Herrscher ersticken Proteste im Keim

Robert Mugabe und Frau Grace
© AP Photo/Tsvangirayi
Macht und Machterhalt ist alles in Afrika. Hier im Beispiel Simbabwes Präsident Robert Mugawe und Frau Grace.
Harare - Massendemonstrationen fegten in Tunesien und Ägypten die ewigen Herrscher aus dem Amt. In Simbabwe kann schon das bloße Betrachten von Filmaufnahmen des Aufstands zu einer Anklage wegen Hochverrats führen und mit der Todesstrafe enden. Mit Einschüchterung und Verhaftungen, mit Tränengas und Zensur versuchten afrikanische Staatschefs wie der seit 32 Jahren in Zimbabwe regierende Robert Mugabe zu verhindern, dass der im Norden aufgeflammte Funke des Aufstands auch in ihren Ländern zündet.

Cult

Die Energiepolitik - Lügen, Panik und Ideologie

Die Explosionen in Fukushima haben nicht nur japanische Kernkraftwerke zerstört.

Sie haben auch der Berliner bürgerlichen Regierung einen politischen GAU beschert, der heftige Erdbeben in der deutschen Politik auslöste. Ihre eindeutige Sympathie für die Nuklearwirtschaft ist zu einer schweren Belastung für ihre Glaubwürdigkeit geworden. Kraftwerke, die sie gestern noch für die sichersten der Welt erklärte, werden jetzt für möglicherweise gefährlich erklärt und vom Netz genommen. Dabei lautet die Frage: Sind die Reaktoren in Deutschland sicher? Dann können sie weiterlaufen. Sind sie unsicher? Dann müssen sie sofort abgeschaltet werden - und wir wurden jahrelang getäuscht.

Mit Milliardensubventionen wurden vor 40 Jahren die Kernkraftwerke gefördert, weil die großen Parteien hofften, dass wir dadurch unabhängiger vom Öl werden. Angeblich reichten die Vorräte nur noch für 30 Jahre. Reine Panikmache: Jetzt, 40 Jahre später, reichen die Ölvorräte für weitere 40 Jahre. Das Atomzeitalter begann also mit einem Irrtum. Aber die Energiepolitik wird schon lange von Lügen, Panik und Ideologie bestimmt. Nach dem GAU von Tschernobyl war die Kernenergie bis auf wenige Ausnahmen tot. Ihre Wiederauferstehung verdankt sie den Treibhausgasen, die angeblich eine noch schlimmere Katastrophe durch den HitzeGAU der Erde befürchten lassen. Dieser Glaubenslehre hängt auch unsere Kanzlerin an. Ihr Ausweg: Längere Laufzeiten für die Kernkraftwerke. Das muss sie jetzt mit dem Verlust ihrer Glaubwürdigkeit büßen.

War Whore

Feuer frei! USA, Großbrittanien und Frankreich fliegen Luftangriffe gegen Libyen

Tripolis - Am Samstag haben einige Länder unter Führung der USA, Großbritanniens und Frankreichs in Libyen militärische Aktionen durchgeführt. Die libysche Regierung bestätigte mehrere Raketen-Angriffe und verurteilte die gewalttätige Invasion.

Französischen Medien zufolge haben über 20 französische Jäger bereits vier Angriffsflüge gestartet.

US-Stabschef Lilliam E. Gortney sagte am Samstag, dass die im Mittelmeer stationierten Kriegsschiffe der USA und Großbritanniens mehr als hundert Marschflugkörper nach Libyen abgefeuert hätten. Mehr als 20 libysche Luftabwehranlagen wurden zerstört. Neben den USA und Großbritannien nahmen noch Frankreich, Kanada und Italien an der Aktion teil.

Die Angriffe wurde am gleichen Tag von Muhammad Abu l-Qasim az-Zuwai, Generalsekretär des Allgemeinen Volkskongresses Libyens, bestätigt. Mehrere Zivilisten seien verletzt und Infrastruktur geschädigt worden. Es gäbe für diese grausame Invasion keine Rechtfertigung, so der Generalsekretär. Libyen habe vor kurzem die UN-Resolution angenommen und die militärischen Aktionen im Lande eingestellt. Er rief die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft auf, Beobachter zur Überwachung der Einstellung der Gewalt zu entsenden.

Bomb

Nato bereitet Libyen-Einsatz vor

11:57 Uhr: Nato bereitet sich auf Einsatz vor

Die Nato bereitet sich auf ein militärisches Eingreifen des Bündnisses in Libyen vor - doch noch gibt es kein Mandat dafür. Am Samstag berieten die Botschafter der 28 Nato-Staaten in Brüssel über Details zur Kriegsvorbereitung, um dem Regime von Muammar al Gaddafi Einhalt zu gebieten. "Wir treiben mit Hochdruck die Planungen voran und gehen die einzelnen Schritte durch", sagte ein Nato-Sprecher auf Anfrage. "Wir wollen fertig sein, wenn es losgehen sollte." Bislang gebe es aber noch keine Entscheidung.

Am Vortag hatten sich die Botschafter der Nato-Staaten zunächst noch nicht auf ein Mandat für den Einsatz von Militär einigen können. Wie aus Militärkreisen verlautete, zeichnet sich aber ab, dass die Nato bereit sein wird, das vom UN-Sicherheitsrat genehmigte Flugverbot über Libyen durchzusetzen. Die Planungen seien aber nach wie vor noch nicht entscheidungsreif. Unklar ist vor allem, welche Staaten bei dem Einsatz mitmachen werden.