Willkommen bei SOTT.net
Fr, 01 Jul 2022
Die Welt für Menschen, die denken

Puppenspieler
Karte


Arrow Down

NATO will Zahl ihrer schnellen Eingreifkräfte von 40.000 auf 300.000 erhöhen

Der Nordatlantikpakt will die Zahl seiner schnellen Eingreifkräfte auf mehr als 300 000 erhöhen. Das kündigte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag vor dem Gipfeltreffen der 30 Mitgliedstaaten in Madrid an. Bislang umfasst die Nato-Eingreiftruppe NRF rund 40 000 Soldaten.

Jens Stoltenberg NATO
© AFP Kenzo TRIBOUILLARD / AFP
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg in der Pressekonferenz am 27.06.22 in Brüssel
Das nordatlantische Militärbündnis NATO will seine schnellen Einsatzkräfte drastisch ausbauen. Dies kündigte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag in Brüssel an. Bislang umfasst die Nato-Eingreiftruppe "Nato Response Force" (NRF) rund 40 Tausend Soldaten und Offiziere. Stoltenberg kündigte deren Aufstockung auf über 300 Tausend an.

Es werde "die größte Generalüberholung seit dem Ende des Kalten Krieges" sagte Stoltenberg zu Journalisten aus allen Mitgliedstaaten. Es sei nötig, "in Zeiten von Krisen und Konflikten" kurzfristig mehr Kräfte einsetzen zu können.

Arrow Up

Ankara: Türkei wird sich den Sanktionen gegen Russland nicht anschließen

Die Türkei folgt bei der Verhängung von Sanktionen über Russland nicht dem Beispiel des Westens. Ankara lasse sich von pragmatischen wirtschaftlichen Erwägungen und einer "Politik der Ausgewogenheit" leiten, so Ibrahim Kalin, der Sprecher des türkischen Präsidenten.
Ibrahim Kalin Türkei
© Artur Widak/NurPhoto via Getty Images
Ibrahim Kalin Türkei
In einem Interview mit Habertürk TV verkündete Ibrahim Kalin, der Pressesprecher des türkischen Präsidenten, dass Ankara in seinen Beziehungen zu Russland eine "Politik des Gleichgewichts" verfolge. Er erklärte:
"Da wir von ausländischen Energiequellen abhängig sind, entwickeln wir unsere Beziehungen zu Russland genauso wie zu Iran."
Er wies darauf hin, dass die Türkei auch gute Beziehungen zu den USA und anderen westlichen Ländern unterhält, und fügte hinzu:
"Wir verhängen wegen des Ukraine-Krieges keine Sanktionen über Russland. Natürlich müssen wir die Interessen unseres Landes schützen."
Kalin betonte, dass die Verhängung von Sanktionen gegen Moskau "der türkischen Wirtschaft mehr schaden wird als der russischen". Dabei hob er hervor:
"Wir haben einen klaren Standpunkt eingenommen. Zurzeit haben die westlichen Länder dies auch akzeptiert. Sie kommentieren diese Position der Türkei aus geopolitischen Gründen nicht."

Stock Down

Sri Lankas Regierungschef: "Unsere Wirtschaft ist komplett zusammengebrochen"

Sri Lanka erlebt seine schlimmste Wirtschaftskrise seit der Unabhängigkeit im Jahr 1948. Im Inselstaat mangelt es an Treibstoff, Gas und Medikamenten. Premierminister Ranil Wickremesinghe sagte nun offen, dass die Wirtschaft seines Landes komplett zusammengebrochen sei.
Sri Lankas
© Saman Abesiriwardana / Keystone Press Agency
Auf dem Bild: Sri-lankische Fahrer stehen vor einer Tankstelle in Colombo für Treibstoff an, 22. Mai 2022.
Sri Lankas Premierminister Ranil Wickremesinghe hat am Mittwoch bei seiner Rede vor dem Parlament die wirtschaftliche Situation seines Landes mit dramatischen Worten geschildert. Er sagte den Gesetzgebern, dass sich der Inselstaat keine Erdölimporte mehr leisten könne.
"Wir sind mit einer viel ernsteren Situation konfrontiert, die über den Mangel an Treibstoff, Gas, Strom und Nahrungsmitteln hinausgeht. Unsere Wirtschaft ist komplett zusammengebrochen."
Der Politiker teilte mit, dass die Verschuldung des größten einheimischen Energieunternehmens Ceylon Petroleum Corporation momentan 700 Millionen US-Dollar betrage. Deswegen sei keine Regierung oder Organisation weltweit bereit, Sri Lanka Treibstoff zu liefern - nicht einmal gegen Bargeld.

Attention

Russische Senatoren: Litauen wird im Falle einer Blockade Kaliningrads eine harte Antwort erhalten

Litauens Weigerung, Züge mit sanktionierten Waren aus Russland nach Kaliningrad passieren zu lassen, ist ein legitimer Grund für eine harte Reaktion seitens Moskau. Diese Ansicht vertreten die russischen Senatoren Andrei Klischas und Andrei Klimow.

Kaliningrad
© Sputnik Igor Sarembo
Güterterminal der Station "Kaliningrad-Sortirowotschnaja" der Russischen Eisenbahnen (Archivbild)
Litauens Versuch, das Kaliningrader Gebiet zu blockieren, stellt eine Verletzung der Souveränität Russlands dar und könnte Anlass für harte Maßnahmen seitens Russlands sein. Diese Meinung äußerte Andrei Klischas, russischer Senator und Vorsitzender des Ausschusses für Verfassungsgesetzgebung des Föderationsrates. Auf Telegram schrieb er:
"Der Versuch Litauens, eine De-facto-Blockade des Kaliningrader Gebiets zu verhängen, stellt eine Verletzung der russischen Souveränität über die Region dar und könnte Anlass für sehr harte und ausschließlich rechtliche Maßnahmen seitens Russlands sein."
Falls die EU die Situation nicht bereinigt, wird sie Moskau "die Hände binden" und ihm erlauben, die Situation "mit allen Mitteln" zu lösen, stimmte Andrei Klimow, Leiter der Kommission des Föderationsrates für den Schutz der staatlichen Souveränität Russlands, zu. Er schrieb auf Telegram:
"Wenn die Europäische Union den unverschämten Streich von Vilnius nicht sofort korrigiert, wird sie uns selbst die Legitimität aller litauischen EU-Beitrittsdokumente absprechen und uns die Hände dafür frei machen, das von Litauen geschaffene Kaliningrader Transitproblem mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu lösen."
Klimow erinnerte daran, dass Moskau und Brüssel in der "Gemeinsamen Erklärung der Russischen Föderation und der Europäischen Union zum Transit zwischen dem Kaliningrader Gebiet und dem Rest der Russischen Föderation" übereingekommen sind, gemeinsam "die einzigartige Stellung des Kaliningrader Gebiets als Teil der Russischen Föderation" anzuerkennen und gemeinsam "besondere Anstrengungen zu unternehmen, um die Bedenken beider Seiten hinsichtlich des künftigen Personen- und Gütertransits zu berücksichtigen". Klimow wies auch darauf hin, dass Litauen "unter Berücksichtigung des Problems des Kaliningrader Transits" in die NATO aufgenommen worden sei, während Vilnius nun "de jure eine inakzeptable Blockade" der russischen Region mittels eines ihrer Mitgliedsstaaten beginne. Er betonte, dass eine solche Blockade "als eine direkte Aggression gegen Russland gewertet werden kann, die es buchstäblich dazu zwingt, dringend auf eine angemessene Selbstverteidigung zurückzugreifen".

Arrow Up

Angriff auf Flughafen Damaskus: Russland arbeitet an UN-Resolution zur Verurteilung Israels

Russland wirbt im UN-Sicherheitsrat für die Verurteilung des jüngsten israelischen Angriffes auf den Flughafen von Damaskus. Im Entwurf heißt es, dass der Angriff gegen internationales Recht durchgeführt worden sei, die regionale Stabilität untergrabe und die Souveränität Syriens sowie "anderer Länder" verletze.

Damascus Damaskus Airport Flughafen
© AFP Louai Beshara
Syrien setzte nach einem israelischen Luftangriff gegen den internationalen Flughafen von Damaskus am 12. Juni den Flugverkehr der Hauptstadt für mehrere Tage aus.
Russland bereitet einen Resolutionsentwurf im UN-Sicherheitsrat vor, in dem Israel für den jüngsten Raketenangriff auf den internationalen Flughafen von Damaskus verantwortlich gemacht wird. Dies berichtete der öffentlich-rechtliche Sender Kan in Israel am Sonntag. Der Angriff am 12. Juni war die umfangreichste Aggression Israels gegen ein ziviles Ziel in Syrien, wodurch der Flughafen von Damaskus faktisch für mehrere Tage lahmgelegt worden war.

Israelische Beamte bestätigten mittlerweile gegenüber dem israelischen Sender, dass Russland an der Resolution arbeite. Sie zweifeln jedoch daran, dass die Resolution verabschiedet wird, da die USA auch ein Vetorecht im Sicherheitsrat der UNO haben.

Bulb

Bis zu 1.000 Soldaten täglich - Kiew gesteht hohe Verluste ein

Das ukrainische Militär beklagt den Verlust von bis zu 1.000 Soldaten täglich. David Arachamija, der Vorsitzende der ukrainischen Regierungspartei Volksdiener, erklärte, jeden Tag würden 200 bis 500 ukrainische Soldaten getötet. Darüber hinaus gebe es viele Verwundete.
Leichen Plastiksack  Plastiksäcke
© VGTRK, Andrei Rudenko
Bis zu 1.000 Soldaten täglich – Kiew gesteht hohe Verluste ein (Symbolbild: Plastiksäcke mit Leichen ukrainischer Soldaten, Kämpfern der rechtsextremen Terrormiliz Asow und ermordeten Zivilisten in den Katakomben des Metallurgiekombinats Asowstahl. Mariupol, 25. Mai 2022)
Kiew verliert bis zu 1.000 Soldaten täglich. Im Schnitt würden 200 bis 500 Mann getötet und es gebe eine ungefähr gleich große Anzahl an Verwundeten, schreibt das US-Nachrichtenportal Axios mit Verweis auf David Arachamija, den Vorsitzenden der ukrainischen Regierungspartei Volksdiener.

Hiermit gestehen die Kiewer Machthaber die bisher größten Verluste unter ukrainischen Soldaten ein.

Arachamija befindet sich aktuell zu Besuch in Washington.

Bulb

Steigende Lebensmittelpreise: Unruhen in zahlreichen Ländern in Nahost und Afrika drohen

Laut einer Studie könnte es vorwiegend in Afrika und dem Nahen Osten wegen der extrem ansteigenden Preise zu sozialen Konflikten kommen. Besonders gefährdet sind demnach nordafrikanische Länder, Länder im Nahen Osten, aber auch Bosnien-Herzegowina und die Türkei.

Inflation Lebensmittelpreise Anstieg Lebensmittel
© Gettyimages.ru sefa ozel / E+Symbolbild
Laut einer Studie zu den Auswirkungen der steigenden Preise für Getreide und andere Konsumgüter könnte es vorwiegend in Afrika und dem Nahen Osten zu sozialen Konflikten kommen. Elf Staaten, die Nettoimporteure von Lebensmitteln sind oder auf Importe knapp gewordener Nahrungsmittel wie Getreide angewiesen sind, seien besonders gefährdet, schreibt der Kreditversicherer Allianz Trade in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Dies seien Algerien, Tunesien, Bosnien-Herzegowina, Ägypten, Jordanien, der Libanon, Nigeria, Pakistan, die Philippinen, die Türkei und Sri Lanka. Ein weniger großes Risiko sozialer Konflikte besteht demnach in Ländern wie Rumänien, Bahrain oder Kasachstan.

In einigen Ländern könne der Preisanstieg bei Lebensmitteln sogar zum Sturz von Regierungen wie im sogenannten Arabischen Frühling führen, warnte der Versicherer. Auch vor den damaligen Massenprotesten in mehreren arabischen Ländern seien die Lebensmittelpreise um 50 Prozent gestiegen. Heute liege der Weizenpreis sogar schon über dem Niveau, das im Jahr 2012 erreicht wurde.

Kommentar: Ein Resultat dieser drohenden Katastrophe könnten Flüchtlingsströme in Richtung Europa und anderer westlicher Länder sein. Flüchtlingsströme, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen könnten. Übrigens begann dieser Trend der Preissteigerungen, insbesondere von Lebensmitteln, richtig Fahrt aufzunehmen, als die Regierungen der Welt sich dazu entschlossen, für rund zwei Jahre aufgrund der "Corona-Pandemie" die Weltwirtschaft bewusst und fahrlässig an den Abgrund zu manövrieren. Nun versuchen die Urheber dieses Chaos, Russland dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben. Der militärische Einsatz Russlands in der Ukraine dient dieser Machtelite als willkommenes Mittel zum Zweck.


Arrow Up

Waffen geben, um weitere Menschen zu opfern: Mexiko verurteilt NATO-Vorgehen gegenüber der Ukraine

Der mexikanische Präsident Andrés Obrador hat das Vorgehen der NATO in der Ukraine kritisiert. Die westliche Politik in der Ukraine sei absolut unmoralisch und trage nur zu weiterem Blutvergießen bei. Der Staatschef ist überzeugt, der Krieg hätte verhindert werden können.

Grab Gräber Donezk
© Sputnik Alexei Kudenko
Gräber auf dem Friedhof der Siedlung Mangusch in der Donezker Volksrepublik (Archivbild)
Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador hat die westlichen Länder für ihren Umgang mit dem Konflikt in der Ukraine kritisiert und gemahnt, dass weitere ausländische Waffenlieferungen nur zu noch mehr Blutvergießen führen würden.

Bei seiner täglichen Pressekonferenz am Montag äußerte sich Obrador vor Reportern zum Ukraine-Russland-Konflikt. Zwar nannte er keine einzelnen Länder, betonte aber, dass diejenigen, die Waffen nach Kiew schicken - eine Politik, die von den USA und den meisten ihrer NATO-Verbündeten stark befürwortet wird -, dazu beitragen, die Zahl der Opfer auf allen Seiten zu erhöhen:
"Wie einfach ist es zu sagen: 'Ich schicke so und so viel Geld für Waffen - ich liefere die Waffen und ihr liefert die Toten. Das ist unmoralisch."
Obrador fügte hinzu:
"Hätte der Krieg in der Ukraine nicht vermieden werden können? Doch, natürlich. Die Politik ist gescheitert. Sehen Sie sich den Schaden an, den sie verursacht, und den Verlust von Menschenleben."

Arrow Up

Maduro bezeichnet EU-Sanktionen gegen Russland als "wirtschaftlichen Selbstmord für die Welt"

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro kritisiert die EU-Sanktionen gegen Russland scharf. Maduro verweist auf die höchste Inflationsrate seit 40 Jahren. Den europäischen Staats- und Regierungschefs wirft der südamerikanische Politiker Verantwortungslosigkeit vor.

Maduro
© Gettyimages.ru Carolina Cabral / Stringer
Archivbild
Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat am Dienstag in der ersten Folge seiner Sendung 3R.Live die Strafmaßnahmen der EU gegen Russland kritisiert. Er sprach vom "wirtschaftlichen Selbstmord für die USA, Europa und die Welt". Der südamerikanische Politiker wies darauf hin, dass die wegen der russischen Militäroperation in der Ukraine verhängten Sanktionen inzwischen die "höchste Inflation seit 40 Jahren" ausgelöst hätten. Seiner Meinung nach sei diese Situation ein "Produkt des Hasses gegen Russland" und ein "Produkt der Verantwortungslosigkeit" der europäischen Staats- und Regierungschefs. Das neue Sanktionspaket der EU habe schon jetzt einen Bumerang-Effekt. Bei der Live-Übertragung in den sozialen Netzwerken klagte der Politiker:
"Der Erdölpreis ist heute auf 123 US-Dollar pro Barrel nach oben geschossen und steigt weiter. Der Benzinpreis ist auf mehr als 330 US-Dollar pro Barrel nach oben geschossen und steigt weiter. Zusammen mit den Preisen für Erdöl, Benzin und Nahrungsmitteln schnellt auch die Inflation in die Höhe, was alle Völker der Welt trifft."

Bulb

Russisches Militär: Mehrheit von ausländischen Söldnern durch Präzisionswaffen eliminiert

Der Sprecher des russisches Militärs Igor Konaschenkow hat bekanntgegeben, dass die Mehrheit der ausländischen Söldner in der Ukraine aufgrund ihrer schlechten Ausbildung im Einsatz getötet worden seien. Zudem hindere die Ukraine sie daran, das Land zu verlassen.
Leichen Leichensack
© Sputnik Igor Maslow
Symbolbild
Die russischen Streitkräfte sollen Hunderte von ausländischen Söldnern in der Ukraine kurz nach deren Ankunft mit Präzisionswaffen mit großer Reichweite eliminiert haben. Dies berichtete Generalmajor Igor Konaschenkow, ein offizieller Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, am 2. Juni. Wörtlich hieß es:
"Hunderte ausländischer Söldner in der Ukraine wurden kurz nach ihrer Ankunft durch russische Präzisionswaffen mit großer Reichweite vernichtet, während sie sich noch in der Vorbereitungsphase befanden und eine taktische Einweisung erhielten."
Dabei seien die meisten Söldner nach Angaben des Sprechers des russischen Verteidigungsministeriums aufgrund ihres niedrigen Ausbildungsniveaus und mangelnder Kampferfahrung in der Kampfzone vernichtet worden. Wie Konaschenkow weiter präziserte, verschonen die Befehlshaber der ukrainischen Streitkräfte und der Nationalgarde die Söldner nicht, um die Verluste der eigenen Streitkräfte zu verringern:
"Gefangene Söldner erzählen den Vernehmungsbeamten, dass sie die ersten seien, die geopfert werden. Da das Kiewer Regime die Verluste verschweigt und die sterblichen Überreste nicht gefunden werden, wissen die Angehörigen der Söldner in ihren Heimatländern einfach nichts von ihrem Tod."