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Do, 29 Sep 2016
Die Welt für Menschen, die denken

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Die Notwendigkeit der Desillusionierung

© unknown
Nichts ist trauriger als der Tod einer Illusion. ~ Arthur Koestler
Unsere größte Illusion besteht in dem Glauben daran, dass wir denken frei zu sein. ~ H.F. Amiel
Wenn wir nur wüssten, was Illusion ist, so würden wir dann das Gegenteil kennen: was Wahrheit ist. Diese Wahrheit würde uns aus der Sklaverei befreien. ~ Boris Mouravieff
Desillusionierung ist eine Erfahrung die uns allen bekannt ist. Man kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens einmal die Erfahrung gemacht hat an etwas geglaubt zu haben das sich später als falsch herausstellte. Der anfängliche Schock der entsteht wenn die eigene Wahrnehmung sich als gegenteilig zu den harten Fakten und der Realität entpuppt, kann sich von einer leichten Enttäuschung bis hin zu dem Gefühl eines überwältigenden psychologischen Traumas äußern.

Wie hoch der Grad des Trugschlusses auch sein mag, die Erkenntnis, dass man an eine Lüge geglaubt hat ist eine schmerzhafte Erfahrung und das nicht nur psychologisch sondern auch physiologisch. Es kann sich anfühlen wie ein Schlag in die Magengrube, der einem den Atem raubt. Und weil Glaubenssysteme über die Welt mit anderen Glaubenssystemen, die in unserem Gehirn fixiert sind, verbunden sind kann die Zerstörung eines Glaubens oft zu einer Kaskade von Zusammenbrüchen vieler anderer Illusionen führen.

Wenn eine Person mit Tatsachen konfrontiert wird, die seinen derzeitig gehaltenen Überzeugungen widersprechen, hat diese Person eine von zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist eine ablehnende Haltung einzunehmen und die Fakten zurückzuweisen als wären sie unwahr oder nicht existent, um die eigens gewählten Glaubenssysteme zu stützen und weiter so leben zu können wie bisher. Die zweite Möglichkeit ist die neuen Daten zu akzeptieren und den Versuch einzugehen eine neue innere "Landkarte" oder ein Muster der Realität zu erschaffen, welche die neuen Informationen enthält, was möglicherweise dazu führen kann, dass alle anderen Überzeugungen in Frage gestellt werden die mit den alten Glaubenssytem verbunden waren.

Die zweite Möglichkeit ist schwierig und man benötigt viel Kraft um die eigens vorgefassten Ideen loszulassen und die neuen sachlichen Daten zu akzeptieren. Die erste Wahl ist einfach, weil sie keine Anstrengungen, Schmerz, Trauer oder Neuordnung des eigenen Lebens oder seiner Werte erfordert. Diese Wahl ist ebenfalls bequemer da menschliche Wesen im allgemeinen Komfort über Schmerzen bevorzugen; und die erste Wahl ist oftmals die Standardoption.

Genau zu dem besagten Zeitpunkt wenn einer Person Tatsachen "bewusst werden" die gegenteilig zu dem sind was diese Person für wahr hält, erfährt dieser Mensch das was Psychologen eine kognitive Dissonanz nennen; es ist dieses angespannte und unangenehme Empfinden, dass das was man sieht nicht synchron ist mit dem was man für wahr hält, und das dazu führt, dass der Verstand dieser Person sofort die Daten ablehnt und das sogar wenn die Fakten klar und unbestreitbar sind.

Es ist dieser Moment, in dem man die kognitive Dissonanz erfährt (Sie können es an der Spannung und dem Unbehagen erkennen, die sich in Ihnen äußern, die dann eine "reflexartige" Reaktion hervorrufen) in welchem die entscheidende Schlacht für die Wahrheit über die Fiktion stattfindet. Wenn eine Person das Bewusstsein und die Willensstärke aufbringen kann und nicht nachgibt, und den bequemen Weg wählt indem die Fakten sofort vollständig verworfen werden, und die widersprüchlichen Informationen in seinem Geiste behält und bewusst die negativen Gefühle, die mit der kognitiven Dissonanz verbunden sind erlebt, kann die resultierende Befreiung transformierend sein. Das muss man selbst erleben um es glauben zu können!

Yoda

Irakische Armee erobert IS-Hochburg Ramadi zurück

Nach langwierigen Kämpfen um Ramadi feiert die irakische Armee die Rückeroberung der ehemaligen IS-Hochburg, geht aus einem Bericht der irakischen Streitkräfte hervor.
© Reuters/Stringer
Die irakische Armee hat am Sonntag Daesh-Terroristen im Stadtzentrum Ramadis eingekesselt und mit der Übernahme des letzten Rückzugortes der Milizen in den Regierungsgebäuden den Kampf für sich entschieden. Die Regierungstruppen wurden von der irakischen Luftwaffe, der Volkswehrkräften und von der Internationalen Koalition unterstützt.

„Die Stadt Ramadi ist befreit, die irakische Streitkräfte ... haben die Staatsflagge über den Regierungsgebäuden in al-Anbar gehisst. Mit Allahs Hilfe werden wir andere Städte befreien“, zitiert Sputnik die irakische Armee.

Bizarro Earth

Türkischer Premier widerspricht sich selbst: „Ich habe keinen Befehl zum Abschuss gegeben“

Der türkische Premier Ahmet Davutoğlu hat nach eigener Erklärung nicht den Befehl gegeben, den russischen Kampfjet Su-24 abzuschießen.
© REUTERS/ Umit Bektas
„Ich habe keinen Befehl gegeben, dieses Flugzeug abzuschießen. Ist es möglich, dass man sich innerhalb von 17 Sekunden an mich wendet, und ich daraufhin den entsprechenden Befehl erteile? Nein, das ist unmöglich. Der Premier erteilt die Weisung über das Inkrafttreten der Regeln für die Reaktion auf Bedrohungen. Diese Regeln sind nicht neu, sie werden ohne meinen Befehl ausgeführt. Zwei Tage vor dem Vorfall hatte der Generalstab die Führung der Luftstreitkräfte des Landes bevollmächtigt, diese Regeln anzuwenden. Das ist auch richtig. Es wäre falsch, keine notwendigen Anweisungen zum Schutz des Luftraumes zu geben“, sagte Davutoğlu dem TV-Sender NTV im Interview.


Kommentar: Damit widerspricht Davutoğlu seinen eigenen Aussagen. Über den Abschuss des Jets sagte Davutoğlu noch vor einigen Wochen:
"Die türkische Armee hat meine persönlichen Befehle ausgeführt."

Kommentar: Auch Erdogan ignoriert gern seine eigenen Worte: Interessante Informationen zum Absturz:


Handcuffs

Terrorhysterie geht weiter: Belgische Polizei verhaftet weiteren Terrorverdächtigen der Pariser Anschläge

© REUTERS
Belgischer Soldat in Brüssel: Erhöhte Terrorwarnstufe
Die belgische Polizei hat in Brüssel einen weiteren Verdächtigen festgenommen, der mit den Terroranschlägen von Paris in Verbindung gebracht wird. Das Silvesterfeuerwerk in der belgischen Hauptstadt wurde abgesagt.

In Brüssel herrscht erhöhte Alarmbereitschaft. Aus Furcht vor Terroranschlägen haben die Behörden das offizielle Silvesterfeuerwerk abgesagt.

Auch die Suche nach den Tätern hinter den Attacken von Paris im November führt in die belgische Hauptstadt: Wie die Staatsanwalt am Donnerstag mitteilte, hat die Polizei nach einer Hausdurchsuchung im Stadtteil Molenbeek einen 22-jährigen Verdächtigen verhaftet. Ihm werden Mord und die Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation vorgeworfen.

Bei der Hausdurchsuchung stellten Polizisten etwa zehn Mobiltelefone sicher. Sie fanden aber weder Waffen noch Explosivstoffe.

Kommentar: In diesem Artikel wurde sehr schön beschrieben, warum diese Hysterie aufrecht erhalten wird:
Die Aktivisten sprechen von einer "Shock-Doctrine", die darauf angelegt ist, den "Ausnahmezustand zum Normalzustand" zu machen. Frankreich, so die Aktivisten, ist gegenwärtig nicht das "Heimatland der Menschenrechte" sondern ein Polizeistaat.
Zwar bezieht er sich auf Frankreich, aber das kann man problemlos auf alle Länder übernehmen, die mit der "Terrorangst" ihr Spielchen spielen.


Mr. Potato

Der Irre im Glashaus - Trump beschimpft Bill Clinton als den „größten Aggressor“

© REUTERS/ Gretchen Ertl
Der Bewerber um die US-Präsidentschaftskandidatur von der Republikanischen Partei, Donald Trump, hat den Ex-Präsidenten der Vereinigten Staaten Bill Clinton „einen der größten Aggressoren der Welt“ genannt.

Der Milliardär äußerte diese Worte bei einem Treffen mit Wählern in Südkarolina, wie AP meldet.

Trump reagierte damit auf die von Hillary Clinton, seiner Konkurrentin im Präsidentschaftswahlkampf, gegen ihn geäußerten Sexismus-Vorwürfe. Insbesondere erinnerte er an Bill Clintons Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky. Der Politiker habe diese Äußerung vor der Rede des Ex-Präsidenten zur Unterstützung der Kandidatur seiner Frau zu den bevorstehenden Wahlen gemacht, bemerkt die Agentur.

Der Milliardär wies Clintons Kritik an seine Adresse zurück und meinte, dass die Frauen keiner so achten würde wie er.

Kommentar: "WTF?" möchte man da rufen und fragt sich, was in dem Kopf dieses Mannes eigentlich los ist.


Jet1

Wem gehören 95% aller Auslandsstützpunkte der Welt? Natürlich den USA!

Das US-Militär verfügt über rund 800 Militärstützpunkte im Ausland. Damit gehören 95 Prozent aller Auslandsbasen den USA. Mit Imperialismus oder einer Besetzung anderer Länder hat das allerdings nichts zu tun, sagt die US-Regierung.

© Wikimedia Commons
Die Vereinigten Staaten besitzen mehr als 800 Auslandsstützpunkte. Dies entspricht 95 Prozent aller im Ausland befindlichen Militärbasen der Welt. Gleichzeitig streitet die US-Regierung in Washington DC ab, eine imperialistische Großmacht zu sein und schon gar nicht hält man andere Länder besetzt, sondern ist mit ihnen „befreundet.“

Lesen sie weiter auf gegenfrage.com

Stock Down

Die Banken-Krise meldet sich zurück: Ungarn und Portugal müssen wieder Banken retten

Ungarn und Portugal verlangen wegen neuer Risiken höhere Kapitalpuffer von ihren Banken. In Ungarn sind vor allem österreichische Banken betroffen. In Portugal müssen Senior Bondholder die Novo Banco retten. Dies betrifft vor allem institutionelle Anleger aus Europa.

© dpa
EZB-Chef Mario Draghi und sein portugiesischer Vize Vitor Constancio, Anfang Dezember in Frankfurt.
Ungarns Notenbank fordert von neun führenden Banken zusätzliche Kapitalpuffer. Mit dem Schritt wolle Ungarn das Finanzsystem stärken, teilte die Zentralbank des osteuropäischen Landes am Mittwoch mit. Die neuen Anforderungen an die Banken sollten ab Januar 2017 gelten. Zu den Kreditinstituten gehörten unter anderen OTP Bank, die HVB-Mutter UniCredit sowie die beiden österreichischen Institute Raiffeisen und Erste. Der zusätzliche Kapitalpuffer betrage bis zu zwei Prozent der Risikopositionen des betroffenen Geldhauses.

Die systemrelevanten Banken in Portugal müssen künftig ebenfalls mehr Kapital vorhalten. Portugals Zentralbank teilte am Dienstag mit, ab Januar 2017 müssten die bedeutendsten Geldhäuser des südeuropäischen Landes die Polster aufstocken. Der zusätzliche Kapitalpuffer betrage je nach Institut zwischen 0,25 Prozent bis zu einem Prozent der Risikopositionen. Für die größte börsennotierte Bank Portugals, Millennium, sei der Puffer auf 0,75 Prozent festgelegt worden. Banco BPI und die Santander-Tochter Totta müssten 0,5 Prozent vorhalten.

Kommentar: Die Bankenkrise war nie verschwunden, sie wurde nur ignoriert und aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannt. Wird sie jetzt wieder akut? Soll keiner sagen, er hätte nichts gewusst:


Megaphone

Irak will keine Türkische Truppen im Land und droht mit Krieg gegen den Nato-Staat

Der Irak will gegen die Türkei militärisch vorgehen, wenn Ankara seine Soldaten nicht aus dem souveränen Nachbarland abzieht. Zunächst strebe man jedoch eine diplomatische Lösung an. Sollte es zum Krieg kommen, müsste die Nato an der Seite der Türkei in den Irak.

© dpa
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier mit seinem irakischen Kollegen Ibrahim al-Jaafari, Anfang Dezember in Bagdad.
Im Streit um die Präsenz türkischer Truppen im Irak schließt die Regierung in Bagdad den Einsatz von Gewalt nicht aus. Sollte es keine andere Lösung geben, werde der Irak militärische Mittel anwenden, sagte Außenminister Ibrahim al-Dschaafari am Mittwoch in Bagdad. Wenn sein Land gezwungen sei, zu kämpfen und seine Souveränität zu verteidigen, so werde es dies tun. Grundsätzlich wolle die Regierung aber alle diplomatischen Möglichkeiten nutzen, um eine Krise mit seinem nördlichen Nachbarn zu vermeiden. Gleichwohl lägen sämtliche Optionen auf dem Tisch.

Die Türkei hat kürzlich etwa 150 Soldaten in den Nordirak abkommandiert. Nach Angaben der Regierung in Ankara sollten sie Landsleute beschützen, die Iraker im Kampf gegen die radikal-islamische IS-Miliz ausbilden. Die Regierung in Bagdad erklärte, sie habe nicht um diese Hilfe gebeten. Der Einmarsch der türkischen Soldaten sei eine Verletzung des irakischen Hoheitsgebiets. Die Türkei versetzte einige Soldaten daraufhin in die nahe gelegene autonome Region Kurdistan und kündigte an, weitere Soldaten abzuziehen.

Kommentar: Was soll der Irak auch anderes tun?

Lawrow: "Hochmut der US-Koalition ermutigt Türkei zu unverschämten Vorgehen im Irak"
Irak droht mit Hilferuf an Russland: Irak sagt NEIN, nach Einmarsch der Türken

Völkerrecht scheint dieser Tage nicht mehr in Mode zu sein, wenn es um die eigenen Interessen geht, da steht die Türkei den USA in nichts nach.

Lawrow: USA als ,ausschließliche Nation‘ will andere überzeugen, das Völkerrecht zu brechen


Green Light

Türkei bricht Migrationsabkommen und lässt weiterhin Flüchtlingsboote nach Europa

Hinweis von Sott.net: Dieser Artikel wurde wegen eines erpresserischen Drohbriefes entfernt, den Sott.net von einem Vertreter von neopresse.com erhalten hat. Obwohl wir bei Sott.net uns wegen unseres Leitbildes völlig sicher sind, dass wir alle Inhalte innerhalb der "Fair Use" Klauseln der Copyright- und Urheberrechtsgesetze veröffentlichen, und das in der Vergangenheit auch schon durchgesetzt haben, so haben wir uns in diesem speziellen Fall dennoch dafür entschieden, diesen Artikel zu entfernen. Sott.net hatte gehofft, dass es im Internet mehr alternative Nachrichtenagenturen gibt, die die offene und weite Verbreitung von wichtigen Informationen an die Öffentlichkeit willkommen heißen. Wie wir jedoch laufend herausfinden müssen gibt es auch jene, die ihre eigenen engen Interessen vor das öffentliche Wohl stellen.

Kommentar: Mehr und mehr wird klar, dass die Türkei mit Erdogan ihr eigenen Süppchen kocht und Europa nur als Mittel zum Zweck betrachtet: Stecken hier Großmachtspläne dahinter? Viel Zeit scheint er aber nicht mehr zu haben, vielleicht muss sich Erdogan deshalb so offensichtlich verhalten:
  • Verliert Erdogan an Macht? Türkei zunehmend isoliert



Bulb

Vorfreude ist groß, aber nicht im Volk: Obama kommt um TTIP 2016 mit Merkel abzuschließen

US-Präsident Barack Obama reist im Frühjahr nach Deutschland, um mit Angela Merkel die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP zu beschleunigen. Die Verhandler wollen das umstrittene Abkommen bis Ende 2016 unter Dach und Fach gebracht haben. Die Verhandlungen laufen unter strengster Geheimhaltung.


© dpa
US-Präsident Barack Obama und Angela Merkel auf Schloss Elmau, Juni 2015.
US-Präsident Barack Obama besucht Ende April die Hannover Messe und trifft auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Das teilte das Weiße Haus am Mittwoch in Washington mit. Demnach handelt es sich um die erste Visite eines amtierenden US-Präsidenten auf der weltgrößten Industriemesse. Die USA sind 2016 Partnerland der Messe, die vom 25. bis 29. April stattfindet.

Obama habe dort eine einzigartige Gelegenheit, Amerikas Innovationen sowie seinen Erfindergeist zu unterstreichen und für Investitionen in den USA zu werben, hieß es in der Mitteilung. Beim fünften Deutschland-Besuch des US-Präsidenten werde es auch darum gehen, die laufenden Verhandlungen über ein transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP) voranzutreiben. Angela Merkel ist eine leidenschaftliche Anhängerin von TTIP. Die deutsche Öffentlichkeit dagegen empfindet tiefes Unbehagen - vor allem, weil die Verhandlungen streng geheim erfolgen. Nicht einmal Bundestagsabgeordnete werden angemessen informiert.

Kommentar: Die Russen haben recht: Wir schlagen vor: