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Do, 20 Jan 2022
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USA

Pakistan droht USA mit Ende der Partnerschaft

Nach massiven Vorwürfen von US-Generalstabschef Mike Mullen droht die pakistanische Regierung Washington mit der Aufkündigung der Partnerschaft.

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© Unbekannt
Washington/Islamabad/New York (dpa) - Nach massiven Vorwürfen von US-Generalstabschef Mike Mullen droht die pakistanische Regierung Washington mit der Aufkündigung der Partnerschaft.

Sollten die USA weiterhin ihr Land und ihr Volk verprellen, würden sie «einen Alliierten verlieren», sagte Außenministerin Hinna Rabbani Khar nach Medienberichten vom Freitag.

Mullen hatte zuvor erklärt, der pakistanische Militärgeheimdienst ISI sei beim Angriff auf die US-Botschaft in Kabul in der vergangenen Woche beteiligt gewesen. Er hatte von einer Gefährdung der Beziehungen gesprochen.

Das Verhältnis der USA zur Atommacht Pakistan ist seit längerem gespannt. Die USA werfen Pakistan vor, nicht entschlossen genug gegen Terroristen vorzugehen. Vor allem seit der Tötung von Osama bin Laden Anfang Mai durch US-Spezialtruppen in Pakistan wird der Ton zusehends rauer.

Beaker

Wie ehrlich sind Wissenschaftler?

Wahrscheinlich manipulieren Wissenschaftler bei ihren Veröffentlichungen öfter die Daten, als man meinen würde, so eine neue Studie

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Spektakuläre Fälle des Betrugs oder von Fälschungen in den Wissenschaften wie der des Südkoreaners Hwang Woo-Suk, der vorgab, menschliche embryonale Stammzellen hergestellt zu haben (Korean Cloning Hero Deconstructed Online), und von der Zeitschrift Science gefeiert wurde, oder des Physikers Jan Hendrik Schön kommen immer mal wieder vor (Schlampen, Manipulieren, Fälschen). Unbekannt und daher sehr umstritten ist allerdings die Dunkelziffer, wie häufig sich Betrügereien tatsächlich bei den Wissenschaftlern ereignen.

Daniele Fanelli von der University of Edinburgh hat in seiner Studie, die in der Open-Access-Zeitschrift PLoS ONE erschienen ist, eine erste Metaanalyse von Umfragen unter Wissenschaftlern durchgeführt. Betrügereien oder Fälschungen sind demnach gar nicht so selten, besonders anfällig ist dafür, wenig überraschend, die medizinische und pharmazeutische Forschung. Die bekannt gewordenen Fälle sind vermutlich nur die Spitze des Eisbergs.

Um die Umfragen, die in verschiedenen Ländern unter Wissenschaftlern unterschiedlicher Fächer mit unterschiedlichen Methoden und Fragen ausgeführt wurden, vergleichbar zu machen, konzentrierte sich Fanelli auf die Angaben der Wissenschaftler, die zugaben, eine bestimmte Betrugsart zumindest einmal schon begangen zu haben oder einen Kollegen zu kennen, der dies gemacht hat. Nicht einbezogen wurden dabei Plagiatsfälle, die vermutlich auch häufig im digitalen Zeitalter durch leichtes Cut & Paste auftreten (aber auch leichter aufgedeckt werden können) oder aber unethische Autorenschaften in den Wissenschaften, die nicht weniger häufig sind. Plagiate wurden deshalb nicht einbezogen, weil sie das wissenschaftliche Wissen selbst nicht so beschädigen würden wie die Fälschung oder Fabrikation von Daten. Allerdings macht Fanelli deutlich, dass wissenschaftliches Fehlverhalten schwer zu definieren ist. Für seine Metaanalyse wertete er 18 Umfragen aus, die er als hinreichend kompatibel erachtete.

Kommentar: Auch die CO2 bzw. die Erderwärmungstheorie ist nicht ohne gefälschte Daten ausgekommen.
Der Klimagate-Skandal ist wahrscheinlich nur mehr sehr wenigen in Erinnerung geblieben.
Was damit zusammenhängen mag, dass die Medien nicht in der Größenordnung und Häufigkeit berichteten, wie es normalerweise der Fall ist.

Lesen Sie hierzu auch: Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda.


Sheriff

Eklat bei UN-Vollversammlung Ahmadinedschad sorgt für Empörung

Die Rede von Mahmud Ahmadinedschad wurde mit Spannung erwartet. Weniger, weil man erhellende Antworten vom iranischen Präsidenten erwartete, mehr wegen der Reaktion der anderen. Und richtig: Ahmadinedschad hat wieder für einen Eklat bei den UN gesorgt.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat den Westen für alle Übel dieser Welt verantwortlich gemacht und damit wieder einmal einen Eklat bei den Vereinten Nationen ausgelöst. Delegationen Dutzender Staaten, auch Deutschlands, verließen demonstrativ den Saal, als Ahmadinedschad den Holocaust als Ausrede für Zahlungen an Israel bezeichnete und vom "Massenmord" an Palästinensern sprach.

"Wirkliche Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden und Glück sind das Recht aller Nationen. Das kann nicht von der Arroganz und den Gewehrläufen der Nato unterdrückt werden", sagte er. Die Medien seien unter einer "imperialistischen Knechtschaft und schweigen jeden tot, der den Holocaust und die Ereignisse des 11. Septembers 2001 infragestellt." Vor einem Jahr hatte Ahmadinedschad für einen ähnlichen Eklat gesorgt, als er behauptete, die Amerikaner hätten die Anschläge, bei denen fast 3000 Menschen starben, selbst inszeniert. In diesem Jahr wiederholte er diese Anschuldigungen.

Bad Guys

G-20-Gipfel - Die Angst vor einer globalen Krise geht um

Die Lage spitzt sich zu. Die Schwellenländer befürchten eine Ausweitung der europäischen Schuldenkrise. Und die Industriestaaten müssen schon wieder ihre Banken retten.
Gewitter
© (Archiv) (8989 / Leserreporter)
In der ganzen Welt geht die Angst vor dem Unwetter Rezession um.

Jetzt gilts ernst. Heute treffen sich in Washington die Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Staaten zur Halbjahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Es gibt praktisch nur ein Thema: Wie verhindern wir die globale Schuldenkrise?

Bereits im Vorfeld gerieten die G20-Staaten, also die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer, unter Druck. 24 ärmere Länder, die in einer Gruppe namens G24 versammelt sind, appellierten an die führenden Staaten: Bekommt eure Schulden in den Griff!

Die Zeit drängt. Darum rief die Staatengruppe letzte Nacht zu «eiligen, gemeinsamen und abgestimmten Massnahmen» auf, um der «Vertrauenskrise in den Industrienationen» und ihren Auswirkungen auf arme und aufstrebende Staaten zu begegnen.

Eye 1

Auch die Deutschen werden bald durchleuchtet - Der Körperscanner für die deutschen Flughäfen wird auf seine "ethischen Dimensionen" untersucht

Auch wenn der Testlauf am Hamburger Flughafen nicht erfolgreich war: Flugpassagiere sollen künftig durchleuchtet werden: Wissenschaftler der Universität Tübingen erforschen nun die ethischen Dimensionen von Körperscannern an einem eigenen Gerät.

Bei den Tests am Hamburger Flughafen haben Körperscanner schlecht abgeschnitten. Die Politik fordert Nachbesserungen, hält aber am Einsatz der Technik fest. Das Internationale Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) an der Universität Tübingen hat nun ein eigenes Gerät erworben. Im Forschungsprojekt „KRETA“ geht es aber nicht darum, die Funktion des Geräts zu verbessern, das momentan noch Probleme mit Schweißflecken und Bügelfalten hat - die Wissenschaftler erforschen vielmehr die ethischen Dimensionen des Einsatzes von Körperscannern.

Seit Anfang 2011 wird am IZEW das Projekt „Körperscanner: Reflexionen der Ethik auf Technik und Anwendungskontexte“ (KRETA) durchgeführt. Das wissenschaftliche Team um Projektleiterin Professor Regina Ammicht Quinn untersucht dabei, welche ethischen Fragen und Probleme mit der Herstellung von Sicherheit durch den Einsatz von Körperscannern an Flughäfen (und anderen Orten) verbunden sind.
Für das im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt wurde nun ein Gerät der Firma Smiths Heimann (Wiesbaden) erworben. Ohne von politischen Konstellationen und Verfügbarkeiten abhängig zu sein, können die Tübinger Wissenschaftler damit Forschung betreiben, die Aufschlüsse über die psychische und psychosoziale Wirkung, die Arbeitsweise sowie die ethischen Dimensionen von Körperscannern gibt.

Bad Guys

Studien über Hugo Boss in der NS-Zeit: Mode mit brauner Vergangenheit

Hugo Boss schneiderte einst Uniformen für SS und Hitlerjugend. Von den Nazi-Verstrickungen des Firmengründers wollte der Modekonzern nach dem Krieg jedoch nichts mehr wissen. Eine erste Studie zur braunen Historie von Hugo Boss blieb unveröffentlicht. Eine zweite darf nun erscheinen - und geht auch auf das Gerücht ein, Boss sei Hitlers Leibschneider gewesen.

Hugo Boss
© dpa
Braune Vergangenheit: Bevor Hugo Boss zum Modekonzern mit Milliardenumsatz wuchs, schneiderte das Unternehmen Uniformen für die Nationalsozialisten.
Bisher waren es vor allem Gerüchte. Der Modeausstatter Hugo Boss habe für die Nationalsozialisten Uniformen entworfen, sei gar der Leibschneider Adolf Hitlers gewesen, wurde gemunkelt. Die Geschichte vom braunen Hemdenmacher griffen in den vergangenen Jahren selbst Zeitungen im Ausland auf. Für Hugo Boss, immerhin eine Modefirma mit einem Jahresumsatz von fast zwei Milliarden Euro, war dies ein Problem. Der Ruf drohte allmählich Schaden zu nehmen. Also gab der Konzern eine Studie zu seiner braunen Vergangenheit Auftrag. Veröffentlicht wurde sie jedoch nicht. "Es fehlte die Einordnung in den historischen Kontext", sagt eine Unternehmenssprecherin. Die Autorin stellte ihre Studie später selbst ins Internet. Hugo Boss indes gab einfach eine neue Arbeit in Auftrag. Sie soll nun als Buch erscheinen.

Der Titel ist schlicht -"Hugo Boss, 1924-1945" -, das Resümee nach 104 Seiten aber deutlich: Das 1924 gegründete Unternehmen habe Uniformen für Wehrmacht, SS und Hitlerjugend geschneidert und "ökonomisch nachweislich" vom Nationalsozialismus profitiert, schreibt der Autor, der Münchner Wirtschaftshistoriker Roman Köster. 140 Zwangsarbeiter und etwa 40 französische Kriegsgefangene hätten in Metzingen Nazi-Uniformen schneidern müssen. Viele von ihnen seien eingeschüchtert worden - dies sei aber nicht die Schuld des Firmenchefs, sagt Köster. "Hugo Boss hat das selbst nicht ausgeführt."

Vor allem aber sei der schwäbische Unternehmer nicht Hitlers Schneider gewesen, sondern einer von mehreren Uniformherstellern. "An der Entwicklung der Schnittmuster für die Uniformen waren die Unternehmen nicht beteiligt." Außerdem sei Boss auch nicht Marktführer gewesen. Im zentralen Fachblatt für die Uniformherstellung, dem "Uniformen-Markt" tauche das schwäbische Unternehmen "kein einziges Mal" auf. Es gebe sogar Hinweise darauf, dass Boss sich für zusätzliche Lebensmittel für die Zwangsarbeiter eingesetzt habe.


War Whore

Waffen der Psychopathen: Geheime Stützpunkte für Drohnen in Afrika und Arabien

In Lybien war der Einsatz von Kampfdrohnen offensichtlich so erfolgreich, dass die USA jetzt auch kleinere Ziele mit dieser Technik bekämpfen will. Für internationale Reedereien könnte dies von Vorteil sein.
US drone

Im Kampf gegen al-Kaida errichten die USA einem Zeitungsbericht zufolge am Horn von Afrika und auf der arabischen Halbinsel einen Ring von geheimen Stützpunkten für Drohnen. Die unbemannten Flugkörper sollen vor allem gegen Ableger der Terrororganisation in Somalia und dem Jemen eingesetzt werden. Das berichtet die Washington Post am Mittwoch unter Berufung auf US-Behörden.

Eine Basis sei in Äthiopien errichtet worden, eine andere auf den Seychellen im Indischen Ozean. Eine kleine Flotte von Kampf-Drohnen auf der Inselgruppe stehe bereit, nachdem eine Mission ihre Einsatzfähigkeit für Somalia bestätigt habe. Dem Bericht zufolge sind Drohnen auch aus Dschibuti nach Somalia und dem Jemen gestartet.

Blackbox

Vorbote für Afghanistans düstere Zukunft

Die Taliban haben sich durch den Mord an Ex-Präsident Rabbani eines Konkurrenten entledigt. In Afghanistan tobt der Machtkampf um die Zeit nach der Nato.
rabbani
© ADEK BERRY/AFP/Getty Images
Gedenken an Ex-Präsident Burhanuddin Rabbani in Kabul

Friedensvermittler und Ex-Präsident - die Titel des in Kabul ermordeten Burhanuddin Rabbani klingen beeindruckend. In Wahrheit ist Rabbanis politische Bilanz, wie bei so vielen Mächtigen Afghanistans, keineswegs so glänzend. Als einer der ersten Mudschahedin kämpfte er gegen die Sowjet-Besatzung. Nach deren Ende war Rabbani von 1992 bis 1996 Präsident des Landes, über das er aber wegen der zahlreichen verfeindeten Milizen und Fraktionen in Gänze gar nicht regieren konnte.

Rabbani war zu dieser Zeit in einen grausamen Bürgerkrieg um die Herrschaft am Hindukusch verwickelt, den die Taliban schließlich gewannen. Der Krieg legte die Hauptstadt Kabul in Schutt und Asche, Tausende Menschen starben. Rabbani soll in dieser Zeit diverse Kriegsverbrechen begangen haben.

Star of David

Obama sieht keine "Abkürzung" zum Palästinenser-Staat

Echten Frieden gibt es nur durch Verhandlungen: Präsident Obama hat den Palästinensern in einer Rede vor den Vereinten Nationen grundsätzlich das Recht auf einen eigenen Staat eingeräumt. Doch dazu müssten Israelis und Palästinenser ihre Konfliktpunkte klären - eine UN-Resolution würde seiner Meinung nach keine Lösung bringen.

In seiner mit Spannung erwarteten Rede bei der UN-Generaldebatte in New York hat US-Präsident Barack Obama der palästinensischen Initiative für eine Anerkennung als UN-Mitgliedsstaat eine Absage erteilt. Beim Friedensprozess im Nahen Osten gebe es keine "Abkürzungen", sagte Obama am Mittwochnachmittag.

"Frieden wird es nicht geben durch Erklärungen und UN-Resolutionen. Wäre es so einfach, wäre er längst erreicht." Vielmehr müssten sich Palästinenser und Israelis in den Fragen einigen, die sie nach wie vor trennten: Grenzen und Sicherheit, Flüchtlinge und Jerusalem. Gleichzeitig räumte Obama den Palästinensern grundsätzlich das Recht auf einen eigenen Staat ein. Dies könne aber nur über Verhandlungen mit Israel realisiert werden.

Dollar

Griechenland beschließt radikale Sparmaßnahmen

Renten werden gekürzt, 30.000 Beamte entlassen: Die griechische Regierung hat ein hartes Sparprogramm verkündet. Den Griechen geht es an die Existenz.
protestanten
© DPA/DPA
Tausende Beamte sollen entlassen werden: Sie protestieren in Athen gegen die Sparmaßnahmen

Es war Unerhörtes, was Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos den knapp elf Millionen Griechen verkündete: harte Einschnitte bis zur Entlassung von Beamten und anderen Staatsdienern - etwas, was es in Griechenland seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. Schon bevor das Kabinett in einer Krisensitzung über die Einschnitte beriet, stimmte Venizelos das Parlament und die Öffentlichkeit auf die neue griechische Wirklichkeit ein, die ihm zuvor die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) in stundenlangen Videokonferenzen diktiert hatte.

„Müssen wir weitere Sparmaßnahmen treffen? Ja!”, trommelte der Minister im Parlament um Unterstützung. Griechenland sei auf die Hilfe der Kreditgeber angewiesen. Die Einschnitte werden schmerzhaft sein“, kündigte Venizelos bereits an. Dies gelte vor allem für Rentner, Arbeitslose und junge Menschen auf Arbeitssuche.