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Sa, 31 Jul 2021
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Feuer am Himmel
Karte

Meteor

Russischer Amateurastronom entdeckt neuen Kometen

Novichonok
© ESO
Ein russischer Amateurastronom Artyom Novichonok, Student der Petrozavodsk Universität, entdeckte einen neuen Kometen, meldete die bekannte russische Internetseite Astronet am Sonntag.

Dieser Komet ist der Erste, der vom russischen Territorium aus, seit 1989 entdeckt wurde.

Novichonoks Entdeckung, wurde von der International Astronomical Union (IAU) bestätigt. Der Komet wird als P/2011 R3 (Novichonok) bezeichnet, meldete das Ka-Dar Observatorium, wo Novichonok seine Entdeckung machte.

Novichonok entdeckte den Kometen auf 6 Bildern, die im September mit einem 0.4-m Jigit Teleskop aufgenommen wurden.

Meteor

Aus der Vergangenheit: Meteoriteneinschlag bei Nördlingen

Vor 15 Millionen Jahren krachte ein tausend Meter dicker Meteorit auf Süddeutschland - wo heute Großstädte liegen, schlugen tonnenschwere Trümmer ein. Jetzt können Forscher klären, warum der Einschlag so explosiv war. Noch in Böhmen finden sich Spuren der Naturkatastrophe.
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© Corbis

München - Einen Meteoriteneinschlag hat heute kaum jemand auf der Rechnung - doch was nach Science-Fiction klingt, ist in Deutschland schon passiert. Hätte sich der tausend Meter dicke Steinbrocken, der einst ins Nördlinger Ries krachte, nur um ein paar Millionen Jahre verspätet und würde heute einschlagen, wären die Folgen schlimmer als nach einem Atomkrieg. Auf der internationalen Tagung Fragile Earth in München haben Geoforscher nun das Rätsel gelüftet, warum der Einschlag so explosiv war.

Vor rund 15 Millionen Jahren krachte bei Nördlingen an der Grenze von Bayern zu Schwaben jene Bombe aus dem All mit 70.000 Kilometern pro Stunde in die Landschaft - auf halben Weg zwischen dem heutigen München, Stuttgart und Nürnberg. Sie bohrte sich einen Kilometer tief in die Erde, riss einen 24 Kilometer breiten Krater - das Nördlinger Ries. Der Meteorit war nicht allein, ein Mond umkreiste ihn. Die hundert Meter dicke Eisenkugel schoss 40 Kilometer südwestlich vom Ries in den Boden. Sie hinterließ das Steinheimer Becken, eine heute fast vier Kilometer breite Kuhle.

Kommentar: Himmelskörper trafen bei weitem häufiger Europa und auch weltweit, als wie es in vielen Artikeln immer wieder beschrieben wird.

Neue Aspekte zum Schwarzen Tod: Die kosmische Verbindung
Meteore, Asteroide und Kometen: Schäden, Unglücke, Verletzungen, Tod und Nahbegegnungen
Deutschland im Mittelalter: Chronik der Naturereignisse und Seuchen, Teil 1


Satellite

Cassini entdeckt weiteren Krater auf Titan

Auf Aufnahmen, welche mit dem an Bord der Raumsonde Cassini befindlichen RADAR-Instrument angefertigt wurden, konnten Wissenschaftler einen weiteren Krater auf der Oberfläche des Saturnmondes Titan nachweisen. Hierbei handelt es sich erst um den achten auf Titan entdeckten Einschlagkrater.
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© NASA, JPL-Caltech
Eine mit dem RADAR-Instrument angefertigte Aufnahme des neu entdeckten Kraters.

Durch die Einschläge von Asteroiden und Kometen entstandene Impaktkrater sind auf der Oberfläche des größten der bisher 62 bekannten Saturnmonde, dem etwa 5.150 Kilometer durchmessenden Titan, nur sehr selten anzutreffen. Im Gegensatz zu anderen Monden in unserem Sonnensystem, deren Oberflächen teilweise mit tausenden von Einschlagskratern übersät sind, konnten auf dem Titan in der Vergangenheit lediglich sieben Impaktkrater zweifelsfrei bestätigt werden.

Einer der Gründe für diesen "Krater-Mangel" ist die dichte Atmosphäre, welche den Mond umgibt. Beim Durchqueren dieser mehrere hundert Kilometer in die Höhe ragenden Hülle aus Stickstoff, Argon und Methan zerbersten und verglühen viele der in die Atmosphäre eintretenden Objekte noch bevor sie die Oberfläche erreichen. Ein zweiter Grund ist die beständig erfolgende Erosion auf der Mondoberfläche. Durch Wind und Methanregen wird diese permanent umgeformt, was zu einer geologisch jungen Oberfläche führt. Entstandene Krater erodieren dabei in relativ kurzen Zeiträumen und werden von Sandablagerungen überdeckt.

Meteor

Deutschland im Mittelalter: Chronik der Naturereignisse und Seuchen, Teil 4

Naturkatastrophen und Seuchen ab dem Jahr 700

716: Überschwemmung - In diesem Jahr wurde Rom 9 Tage lang durch den Tiber überschwemmt.[62]

717: Kalter Winter - In Osteuropa und Thrakien herrschte ein überaus strenger und kalter Winter, während dem der Schnee 100 Tage lang liegen blieb. Und das sogar in der Gegend um Konstantinopel.(Nicephorus.)

717: Pest - In Konstantinopel herrschte die Pest. Zu dieser Zeit belagerten die Sarazenen die Stadt schon im zweiten Jahr, so dass nicht nicht nur die Stadt unter entsetzlichen Verlusten litt, sondern auch das Belagerungsheer der Sarazenen. In Konstantinopel selbst sollen 300.000 Menschen an der Pest gestorben sein. (Marian. Scot. und Sigb. Gemblac.) Das Heer der Sarazenen musste wegen der Kälte und der Seuche die Belagerung aufgeben und zog am 15. Juli über das Meer ab. Dort geriet es jedoch in einen schlimmen Sturm und zusätzlich fiel noch ein Hagel aus Meteoren auf die Schiffe herab, so dass die Menschen auf See ertranken und erfroren und nur zwanzig Schiffe gerettet werden konnten. Zur gleichen Zeit herrschten Hunger und Seuchen auch in Arabien.[63]

Meteor

Neue Aspekte zum Schwarzen Tod: Die kosmische Verbindung

Triumph of Death

Die Hölle auf Erden, der Albtraum, den der flämische Maler Pieter Breugel in seinem Werk „Der Triumpf des Todes“ in der Mitte des 16. Jahrhunderts dargestellt hat, reflektiert die sozialen Umwälzungen und den Terror, die der Pest folgten, welche das mittelalterliche Europa verwüsteten. Gab es eine kosmische Verbindung?
Ich habe gerade das Buch New Light on the Black Death: The Cosmic Connection des Dendrochronologen Mike Baillie von der Queen’s University, Belfast, Irland, fertig gelesen und kann nur sagen: Wow! Das war ein intensives Buch! Auch nicht sehr lang - gerade 208 Seiten, inklusive Anhang. Es ist dicht und ökonomisch, ohne verschwendete Worte oder nutzlosem Gefasel. Jedes Beispiel und jedes vorübergehende Ablenkungsmanöver ist entscheidend für das zentrale Argument, welches - man halte sich fest! - gemäß Mike Baillie (ein richtiger Wissenschaftler und kein Spinner) darin besteht, dass die Schwarze Pest, eine der tödlichsten Pandemien in der Geschichte der Menschheit, die angeblich zwei Drittel der gesamten Bevölkerung in Europa und Millionen andere Menschen auf dem gesamten Planeten umbrachte, vermutlich nicht durch die Beulenpest verursacht wurde, sondern der Tod durch Kometen kam!

Oh ja! Das ist ein bisschen weit hergeholt, oder doch nicht?

Kommentar: Dieser Artikel ist Teil einer Artikelserie von Laura Knight-Jadczyk:

Feuer und Eis: The Day After Tomorrow

Meteore, Asteroide und Kometen: Schäden, Unglücke, Verletzungen, Tod und Nahbegegnungen

Tunguska, Psychopathie, und das sechste Aussterben

Weiters empfehlen wir:

Tunguska 1908: Der Tag, an dem sich der Himmel teilte

Asteroideneinschläge: Der Hagel aus dem All wird dichter


Meteor

Kometen im September 2011: Garradd und Elenin

Komet Garradd (C/2009 P1) zeigt sich im September in den Abendstunden hoch im Süden als Nebelfleck von rund 7. Grösse. Er bleibt bis April 2012 ein Fernglasobjekt. Ansonsten sind von Mitteleuropa aus im September keine auffällige Kometen zu sehen. Wir dürfen uns bereits auf den Oktober freuen: mit Komet Elenin (C/2010 X1) werden wir einen von blossen Augen sichtbaren Kometen am Morgenhimmel vorfinden. Im September hält er sich zu nahe bei der Sonne auf und ist deshalb noch nicht zu sehen.

Komet Garradd (C/2009 P1)

G. J. Garradd entdeckte am 13. August 2009 eine scheibenförmige Aufhellung von 15" Durchmesser auf einer CCD-Aufnahme mit dem 50cm Uppsala Schmidt Teleskop am Siding Spring Observatory (New South Wales, Australien). Der neue Komet erhielt den Namen C/2009 P1 (Garradd). Das Objekt stand damals knapp innerhalb der Saturnbahn und war nur gerade 17.5 Grössenklasse hell.

c/2009 P1,komet
© Christoph Bosshard
Der Amateurastronom Christoph Bosshard fotografierte am 29. August 2011 den Kometen C/2009 P1 mit einer Canon EOS 40Da durch einen Refraktor AP155EDT mit 1500mm Brennweite während 13x2 Minuten.

Meteor

Meteoriten stammen von steinigen Asteroiden

Sendai (Japan)/Tokio (Japan) - Die am häufigsten auf die Erde fallenden Meteoriten - so genannten Chondrite - stammen von Asteroiden, die aus Felsgestein bestehen. Diese seit langem von vielen Astronomen gehegte Vermutung konnte nun durch die Analyse von Bodenproben eines Asteroiden bestätigt werden.
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© DPA
Dieser Meteorit, der im oberbayerischen Zolling bei Freising gefunden wurde, war wahrscheinlich Teil eines größeren Himmelskörpers.

Das Material von der Oberfläche des nur rund 500 Meter großen Himmelskörpers mit dem Namen Itokawa war im September 2005 von der japanischen Raumsonde Hayabusa eingesammelt und am 13. Juni 2010 zur Erde gebracht worden. In sechs Aufsätzen präsentieren internationale Forscherteams nun im Fachblatt Science Analysen dieser ersten Bodenproben von einem Asteroiden.

Chondrite sind aus dem Weltall auf die Erde gefallene Gesteinsbrocken, die kugelförmige Mineralieneinschlüsse enthalten - diese "Chondren" geben den Meteoriten ihren Namen. Die Himmelsforscher vermuten seit langem, dass es sich bei den Chondriten um Bruchstücke steiniger Asteroiden aus dem Hauptteil des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter handelt. Aus der Ferne ließ sich diese These jedoch bislang nicht bestätigen, da die Spektren der Asteroiden keine exakte Übereinstimmung mit Laborspektren von Chondriten-Materie zeigt.

Meteor

Mutmaßlicher Meteorit rast auf Peru zu

Am Himmel über der peruanischen Stadt Cusco raste vor etwas mehr als einer Woche ein leuchtendes Objekt über den Himmel. Behördenangaben zufolge war unklar, wo der mutmaßliche Meteorit letztendlich auf die Erde traf.



Saturn

Merkur, Sonne, Venus in einer Linie

Könnten wir von außen auf unser Sonnensystem schauen, so sähen wir heute vier Himmelskörper auf einer ziemlich geraden Linie aufgereiht: Erde, Venus, Merkur und die Sonne. Eine solche Konstellation ist nicht alltäglich.

Möglich wird sie, weil zum einen die Venus, der innere Nachbarplanet der Erde, vor gut drei Stunden von uns aus gesehen hinter der Sonne stand. So etwas nennen die Astronomen obere Konjunktion. Sie wiederholt sich im Schnitt nach rund 584 Tagen.

Morgen früh überholt der sonnennahe Merkur die Erde auf der Innenbahn. Diese so genannte untere Konjunktion wiederholt sich im Schnitt etwa alle 116 Tage. Zwar liegen zwischen fünf aufeinanderfolgenden unteren Konjunktionen von Merkur 580 Tage und damit nur vier Tage weniger als zwischen zwei oberen Konjunktionen der Venus.

Blackbox

Zwei mysteriöse Steine knallten aufs Dach

Expertin an der Universität Würzburg schließt Meteoriten- und Vulkangestein aus

Einen Schreck bekam Hermann Oechsner aus der Frühlingstraße in Thüngersheim, als jüngst irgendetwas auf sein Dach schlug. Am nächsten Tag fand er beim Kontrollieren seiner Dachziegel ein Loch und dicht daneben einen seltsamen Stein. Das kantige Gebilde, etwa so groß wie ein Tischtennisball, muss mit großer Wucht auf das Dach geprallt sein.

„Diese Steine sehen überhaupt nicht wie Meteoriten aus.“

Dorothee Kleinschrot Mineralogisches Museum