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Mo, 20 Jan 2020
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Bandaid

China: Unbekannte Lungenkrankheit breitet sich aus

Wird das neue Virus doch von Mensch zu Mensch übertragen? In China steigt die Zahl der Infizierten, Experten gehen davon aus, dass sich bislang 1.700 Menschen angesteckt haben.

Coronavirus
© Rockcafe.info
Coronavirus.
Die Ausbreitung der rätselhaften Lungenkrankheit in China ist möglicherweise viel größer als bisher angenommen. Das britische Zentrum für die Analyse globaler Infektionskrankheiten am Imperial College London schätzt die wahre Zahl der Infizierten auf mehr als 1.700. Auch warnen die Experten vor einer Übertragung von Mensch zu Mensch. Die zentralchinesische Metropole Wuhan berichtete an diesem Sonntag, dass bei 17 weiteren Lungenkranken das neuartige Coronavirus entdeckt worden sei. Die Zahl der in China bestätigten Fälle steigt damit auf 62. Zwei Patienten sind bisher gestorben.

Experten: Vermutlich mehr Ansteckungen als bekannt

"Es ist wahrscheinlich, dass der Ausbruch des neuen Coronavirus in Wuhan bedeutend mehr Fälle mit mittleren oder schweren Erkrankungen der Atemwege verursacht hat als bisher berichtet", heißt es in der Studie der Experten vom Imperial College London, das auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die britische Regierung berät.

Die Schätzung von mehr als 1.700 Infektionen geht auf ein Rechenmodell zurück, in dem die Fachleute die drei im Ausland festgestellten Infektionen mit der Zahl der Flugreisenden, der Bevölkerung und der Inkubationszeit zugrunde gelegt haben. So leben im Einzugsgebiet des Flughafens von Wuhan rund 19 Millionen Menschen, von denen aber nur rund 3.400 Personen am Tag ins Ausland fliegen.

Evil Rays

Tausende protestieren gegen Agrarpolitik in Berlin

"Wir haben es satt!": Unter diesem Motto stand in Berlin ein Protestzug für eine umweltfreundlichere Landwirtschaft. Bauern, Klima- und Tierschützer kritisierten die Agrarpolitik der EU und des Bundes.
bauernprotest berlin
Tausende Menschen haben mit einem Protestzug in Berlin für eine umweltfreundlichere Landwirtschaft demonstriert. Angeführt von mehr als 150 Traktoren startete der Zug am Mittag vor dem Brandenburger Tor.

Auf Plakaten waren Forderungen wie "Subvention nur für Bio!" und für den Erhalt der Artenvielfalt auf deutschen Äckern zu lesen. Laut Polizei verlief der Protest, der bis zum späten Nachmittag angemeldet war, ruhig. Zahlen zu den Teilnehmern nannten die Beamten zunächst nicht, die Veranstalter sprachen von 27.000 Demonstranten.

Ein Bündnis aus Bauern, Klima- und Tierschützern sowie weiteren Verbänden hatte zu der Demonstration aufgerufen. Unter dem Motto "Wir haben es satt!" forderten die Aktivisten die Bundesregierung zu einer Wende in der Agrarpolitik auf.

Chess

Rottweil: Jobcenter-Mitarbeiterin wird niedergestochen

Rottweil - Mit einem Messer hat ein Kunde im Jobcenter von Rottweil in Baden-Württemberg eine Mitarbeiterin angegriffen und schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter sei noch vor Ort festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. Es handele sich um einen 58 Jahre alten Deutschen, der bei dem Opfer einen Termin wahrgenommen habe. Die Hintergründe seien noch völlig unklar.
Polizei-Einsatz, polizei symbolbild
© dpa
Zwar wurde der Mann von den Ermittlern zwischenzeitlich vernommen - ob er sich zur Tat äußerte, sei aber noch nicht bekannt.
Das Opfer - eine 50 Jahre alte Frau - kam mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus. Über ihren Zustand gab es vorerst keine Rückmeldungen aus der Klinik, wie der Polizeisprecher sagte. Auch über den Umfang der Verletzungen konnte er keine Angaben machen. Ob sich Täter und Opfer kannten, war zunächst nicht bekannt.

Der 58-Jährige sei nach dem Angriff ins Erdgeschoss des mehrstöckigen Bürogebäudes gegangen und habe sich widerstandlos festnehmen lassen, teilten das Polizeipräsidium Konstanz und die Staatsanwaltschaft Rottweil am Abend mit. Zuvor habe der Mann den übrigen Mitarbeitern des Jobcenters gesagt, dass man die Polizei verständigen könne.

Die Ermittler stellten das Tatmesser sicher. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Verdächtigen ein Ermittlungsverfahren wegen eines versuchten Tötungsdeliktes eingeleitet.

Kommentar:


Attention

Trotz fehlender Gesamtstatistiken: Zahl der Messerangriffe scheint anzusteigen

Bedroht, verletzt, getötet. Bei Übergriffen und Raubzügen wird immer häufiger das Messer gezogen. Doch obwohl die Zahl der Messerattacken steigt, gibt es noch immer keine verpflichtende, bundesweit einheitliche Statistik dazu. Nur Zahlen aus den Ländern lassen die Brisanz erkennen.
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© dpa
Aktuell hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen jetzt das erste Mal Zahlen dazu präsentiert.

In einem Bericht an den Innenausschuss des Landtags zog Innenminister Herbert Reul (67, CDU) jetzt die erste Gesamtjahresbilanz. Und die ist erschreckend: So wurden im Jahr 2019 insgesamt 6827 Fälle erfasst, in denen als Tatmittel ein Messer eingesetzt wurde.

Es gab insgesamt 6736 Tatverdächtige, von denen 2645 nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Der Anteil der Zuwanderer an dieser Gruppe beträgt 39,8 Prozent (1052). Zuwanderer sind u.a. Asylbewerber, Schutz- und Asylberechtigte oder Geduldete.

4091 der Tatverdächtigen waren Deutsche. Die nächst größeren Gruppen sind Türken (436), Syrer (364), Polen (132), Rumänen (123), Afghanen (123), Serben (110) und Iraker (105).

Bislang werden in der bundeseinheitlich abgestimmten Kriminalitätsstatistik Verbrechen mit Stichwaffen - im Gegensatz zu Schusswaffen - nicht gesondert erfasst. Die Messerangriffe seien wirklich ein Problem, hatte Innenminister Reul bei der Vorlage der Halbjahreszahlen gesagt. Es fehlen allerdings die Vergleichsmöglichkeiten, da diese Zahlen erstmals erhoben wurden.

Hourglass

Mehrere Gewaltverbrechen in Baden-Württemberg - Darunter Karlsruhe und Stuttgart

polizei symbolbild
© Hora
In Karlsruhe und Stuttgart kam es jeweils am Sonntag zu einem Messerangriff. Bei beiden Angriffen sind die Motive bislang unklar.
Mit einer Stichverletzung im Rücken ist ein 29 Jahre alter Mann in ein Karlsruher Krankenhaus in der Nacht zum Sonntag eingeliefert worden. Der Geschädigte hatte gegen 0.30 Uhr bei einer Anwohnerin in der Pfalzstraße im Stadtteil Daxlanden Hilfe gesucht, wie die Polizei Karlsruhe mitteilte.

- Badische Neueste Nachrichten
Das Opfer befand sich nicht in Lebensgefahr.

In Stuttgart ereignete sich ein Angriff am Josef-Hirn-Platz, wo scheinbar ein Streit eskalierte:
Im beliebten Ausgehviertel Schwabenzentrum in Stuttgart ist am frühen Sonntagmorgen ein Mann mit einem Messer angegriffen - und niedergestochen worden! Der Verletzte befindet sich offenbar in Lebensgefahr.

Gegen 4.20 Uhr kam es am Josef-Hirn-Platz in Stuttgart zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen. Doch dann eskalierte die Situation offensichtlich: Ein Mann wurde durch die Messerstiche in den Bauch lebensgefährlich verletzt. Einer weiteren Person wurde bei der Attacke in Stuttgart das Nasenbein gebrochen.

- Echo24

Binoculars

Proteste im Iran nach Flugzeugabsturz - Trump solidarisiert sich

US-Präsident Donald Trump hat am Samstag in einer in Farsi verfassten Twitter-Mitteilung Solidarität mit den Iranern bekundet, die in Teheran gegen die Staatsbehörden demonstrierten.

proteste iran
© AP Photo / Ebrahim Noroozi
"An die tapferen und seit langem leidenden Iraner: Ich stehe seit dem Beginn meiner Präsidentschaft zu euch, und meine Administration wird auch weiter zu euch stehen", schrieb Trump in der Amtssprache des Irans. "Wir verfolgen euren Protest sehr aufmerksam und wir sind von eurer Beherztheit begeistert", fügte er hinzu.

Nach Auffassung des US-Präsidenten müsste die iranische Regierung den Menschenrechtsgruppen erlauben, Fakten zu verfolgen und über Proteste vor Ort zu informieren. "Es darf kein Gemetzel gegen friedliche Protestler und keine Internet-Abschaltung geben. Die Welt sieht zu", so Trump.


Kommentar: Bei den Protesten war auch ein britischer Botschafter anwesend, der zuerst von den iranischen Behörden festgenommen wurde.
Laut Araktschi wurde der Botschafter als unbekannter Ausländer bei einer "illegalen Kundgebung" festgenommen und unmittelbar nach der Feststellung seiner Identität freigelassen. Kurz nach seiner Freilassung berichteten iranische Medien, dass er heute ins Außenministerium einbestellt würde. Grund dafür sei angeblich das Benehmen des Botschafters, der die Demonstranten provoziert haben soll, "radikale Aktionen" durchzuführen.

- Sputniknews



Yellow Vest

Rentenproteste: Erneut hunderttausende auf den Straßen Frankreichs

Das Misstrauen in die Macron-Regierung treibt weiterhin viele Bürger auf die Straßen Frankreichs. Sie wehren sich gegen befürchtete Einschnitte in der Altersversorgung. Doch statt der Linken um Jean-Luc Mélenchon profitiert ausgerechnet die Rechte um Marine Le Pen.
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© AFP/Alain Jocard
Aufnahme von einer Demonstration gegen die Rentenreform in Paris am 9. Januar 2020
Fünf Wochen nach Beginn der Dauerstreiks sind in ganz Frankreich wieder Hunderttausende gegen die geplante Rentenreform von Präsident Emmanuel Macron auf die Straße gegangen. Zehntausende zogen am Donnerstag durch die Hauptstadt Paris - auch in anderen Städten wie Nantes, Marseille und Bordeaux gab es Demonstrationen. Das Innenministerium berichtete am Abend von 452.000 Menschen, davon 56.000 in der Hauptstadt. Die Gewerkschaft CGT sprach ihrerseits von 1,7 Millionen Demonstranten im ganzen Land.

Es war der vierte Massenprotest seit Beginn der Ausstände Anfang Dezember. Zugführer, Anwältinnen, Lehrer oder Postmitarbeiterinnen legten erneut ihre Arbeit nieder. Eine Woche vor Weihnachten waren laut Ministerium noch 615.000 Menschen auf die Straße gegangen. Der Rekordstreik bei der französischen Staatsbahn beschäftigt das Land nun bereits seit 36 Tagen. Die Gewerkschaft CGT und andere Gewerkschaften hatten zu dem neuerlichen Massenprotest aufgerufen. Sie lehnen die Reformpläne der Regierung gänzlich ab.

Kommentar:

Frankreich: Mindestens 800.000 Franzosen protestieren gegen Rentenpläne von Macron


Camera

Nach Schießerei in Waiblingen: SEK führte mehrere Einsätze durch - Tatverdächtige weiter auf der Flucht

Nachdem ein 33-jähriger Mann am Dienstag in einem Gewerbegebiet in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) durch Schüsse schwer verletzt wurde, haben Spezialkräfte am Freitag mehrere Gebäude durchsucht.
Polizei-Einsatz, polizei symbolbild
© dpa
Bei den SEK-Einsätzen in Korb (Rems-Murr-Kreis), Waiblingen und Stuttgart-Wangen konnten die gesuchten Personen allerdings nicht angetroffen werden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilte, handelt es sich bei den Tatverdächtigen um vier Brüder. Nach ihnen wird mit internationalen Haftbefehlen gefahndet. Wo sie sich derzeit aufhalten, ist laut Polizei unklar.

Opfer und Täter kannten sich offenbar

Zwischen den Tatverdächtigen und dem Opfer soll es bereits früher zu Streitigkeiten gekommen sein. Laut Polizeipräsidium Aalen hatten Zeugen gemeldet, dass es vor den Schüssen am Dienstag einen Streit zwischen dem Opfer und dem Täter gegeben habe. Vier Männer hätten das Gelände der Autowerkstatt demnach nach den Schüssen verlassen. Die eingeleitete Großfahndung auch mit einem Polizeihubschrauber, blieb ohne Erfolg.

Sherlock

Gelsenkirchen: Angreifender Mann wird von Polizei erschossen

Ein Polizist hat in Gelsenkirchen auf einen Mann geschossen und tödlich verletzt. Er soll versucht haben, zwei Beamte anzugreifen.
tatort gelsenkirchen
© tagesschau.de
Ein Polizist hat in Gelsenkirchen am Sonntagabend (05.01.2020) einen Mann erschossen, der sich mit einem Messer in der Hand Beamten genähert haben soll. Christopher Grauwinkel, Sprecher der Polizei Gelsenkirchen sagte dem WDR, der mutmaßliche Angreifer habe zunächst mit einem Gegenstand auf einen Streifenwagen geschlagen, der vor der Polizeiwache-Süd geparkt war. Anschließend sei der Mann mit dem Gegenstand in der erhobenen Hand auf die Beamten zugegangen.

Schuss wurde von Kommissaranwärter abgegeben

Dabei sei den Polizisten aufgefallen, dass der Mann in der anderen Hand zudem ein Messer getragen habe. Als er den Angaben zufolge trotz mehrerer Aufforderungen nicht stoppte, habe ein 23-jähriger Polizeikommissaranwärter mindestens einen Schuss auf den Mann abgegeben. Dieser sei tödlich gewesen.

Handcuffs

Ostwestfalen: Mann erschießt getrennt lebende Ehefrau - Täter wurde gestellt

polizei

Symbolbild
Tödlicher Streit in Ostwestfalen: Ein Mann hat seine Ex-Frau auf offener Straße erschossen. Zeugen konnten ihn überwältigen.

Ein Mann soll in Ostwestfalen seine getrennt lebende Frau auf offener Straße erschossen haben. Laut bild.de wurde das Opfer von zwei Kugeln in den Oberkörper getroffen.

Die Polizei nahm den 58-jährigen Deutschen am Sonntag vorläufig fest, wie das Polizeipräsidium Bielefeld mitteilte. Eine 14-köpfige Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Die Obduktion des Leichnams war für Montag geplant.

Täter von Zeugen überwältigt

Zeugen sagten den Angaben zufolge aus, der 58-Jährige habe am Sonntagnachmittag am Busbahnhof Preußisch Oldendorf in der Region Ostwestfalen-Lippe eine Schusswaffe auf die 54-Jährige gerichtet und abgedrückt. Mindestens einen Schuss hätten die Zeugen gehört. Passanten überwältigten den Mann und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Die mutmaßliche Tatwaffe wurde sichergestellt. Worum es sich dabei konkret handelte, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Ob der Mann die Waffe besitzen durfte, war ebenfalls unklar. Weiterhin unklar war, wann der Mann einem Haftrichter vorgeführt werden sollte.

sg/dpa