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Do, 23 Mär 2017
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Das Kind der Gesellschaft
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Camera

Pekings Problem mit Klopapier-Dieben: Kameras auf Toiletten sollen Abhilfe schaffen

Immer wieder verschwindet Toilettenpapier aus den öffentlichen Toiletten in Peking. Nachdem die Diebstähle ausuferten, beschloss man, neue Technologien einzusetzen. Die „intelligente“ Toilettenpapierrolle mit Gesichtserkennung gegen Diebe von Toilettenpapier in öffentlichen Toiletten.
Seit Jahren gibt es ein Problem auf den öffentlichen Toiletten in China. Füllt man die Behälter mit Toilettenpapier auf, dauert es manchmal nicht mal eine Minute und die neue Rolle ist verschwunden. Der Nächste steht dann ohne Papier da.

Von der Toilettenpapier-Kleptomanie ist besonders der Himmelstempel in Peking betroffen. Sie gilt als die meistbesuchte Touristenattraktion der Hauptstadt. Seit zehn Jahren wird hier kostenlos Toilettenpapier zur Verfügung gestellt.

Egal wann und wie oft die öffentlichen Toiletten der Tempelanlage die Behälter mit dem Tissue-Papier auffüllten, es dauerte nicht lange und schon war das Papier weg.

Brick Wall

London: Angreifer stach offenbar Polizisten im britischen Parlament nieder

Ein Angreifer stach offenbar einen Polizisten nieder. Er wurde von Einsatzkräften mit Schüssen gestoppt. Augenzeugen berichten von Verletzten auf der nahe gelegenen Westminster Bridge.
© AP
Symbolbild
Vor dem britischen Unterhaus sind am Mittwochnachmittag Schüsse gefallen. Augenzeugen, darunter ein Reuters-Korrespondent, berichten von mehreren Verletzten. Ein Polizist wurde auf dem Parlamentsgelände niedergestochen, melden mehrere Nachrichtenagenturen.

Die britische Tageszeitung Guardian berichtet unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Press Association, ein Mann sei mit einem Messer bewaffnet in das Parlamentsgebäude eingedrungen. Er soll von der Polizei angeschossen worden sein.

Die laufende Sitzung im Parlament wurde daraufhin abgebrochen, die Abgeordneten blieben jedoch im Gebäude. Polizisten riegelten das Gelände ab. Auch die U-Bahn-Station Westminster ist geschlossen. Ein Parlamentssprecher teilte mit, die britische Premierministerin Theresa May befinde sich in Sicherheit.

HRC Red

Paragraph 175: Diskriminierte Homosexuelle in der Vergangenheit sollen rechtlich rehabilitiert werden

Berlin - Sexuelle Handlungen unter Männern waren in der Bundesrepublik lange strafbar. Zehntausende Strafverfahren wurden auf Basis des früheren Paragrafen 175 angestrengt. Bundesjustizminister Heiko Maas will Betroffene nun rehabilitieren.
© US News
«Die verurteilten homosexuellen Männer sollen nicht länger mit dem Makel der Verurteilung leben müssen», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Der Paragraf 175 hat Berufswege verstellt, Karrieren zerstört und Biografien vernichtet. Den wenigen Opfern, die heute noch leben, sollte endlich Gerechtigkeit widerfahren.»

Das Bundeskabinett will sich bei seiner heutigen Sitzung mit einem entsprechenden Gesetzentwurf aus dem Justizministerium befassen.

Die Bundesrepublik hatte den 1935 durch die Nationalsozialisten verschärften Paragrafen 175 des Strafgesetzbuchs (StGB) übernommen. Das Justizministerium geht von etwa 64.000 Strafverfahren wegen des Paragrafen zwischen 1949 und 1994 aus, davon etwa 50.000 Fälle bis 1969. Im Jahr 1994 war der Paragraf abgeschafft worden, in der DDR im Jahr 1968.

Ice Cube

Untersuchung: Über eine halbe Milliarde Menschen weltweit haben kein sauberes Wasser

Mehr als eine halbe Milliarde Menschen müssen einer Studie zufolge ohne sauberes Wasser auskommen.
© Sheftsoff Stock Photo - Shutterstock.com
Am stärksten betroffen sind nach Angaben der Hilfsorganisation WaterAid die Entwicklungsländer Papua-Neuguinea, Madagaskar und Mosambik. Schwierig sei die Lage aber auch in China und Indien. Die meisten der 663 Millionen Menschen, die von der Wasserversorgung abgeschnitten sind, leben auf dem Land.

Die Deutsche-Unesco-Kommission rief am heutigen Weltwassertag dazu auf, Abwasser stärker als Ressource zu nutzen. Angesichts der weltweit steigenden Nachfrage gewinne es als alternative Quelle an Bedeutung. Das Thema steht auch im Mittelpunkt des UNO-Weltwasserberichts, der heute im südafrikanischen Durban veröffentlicht wird.

Passport

Lugansk: Rasanter Anstieg der Anträge auf von Russland anerkannte Donbass-Pässe

© Sputnik/Natalia Seliwerstowa
Die Zahl der Anträge für einen Pass der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk (LVR) im Donbass hat sich im vergangenen Monat mehr als verdoppelt. Dies teilte das LVR-Innenministerium mit.

Nachdem Russlands Präsident Wladimir Putin im Februar per Erlass die Anerkennung von Donbass-Pässen und anderen persönlichen Dokumenten verfügte, ist die Zahl der Pass-Anträge laut LVR-Innenminister Igor Kornet fast um das Zweieinhalbfache gestiegen.

„Vor dem Erlass von Wladimir Putin haben wir nicht einmal 2000 Pässe im Monat ausgestellt. Nun hat sich diese Zahl der 4000 angenähert“, so Kornet. Der Migrationsdienst habe darum mittlerweile eine sechstägige Arbeitswoche.

Zuvor war berichtet worden, dass der russische Präsident Wladimir Putin am 18. Februar einen Erlass über die Anerkennung von Personaldokumenten unterzeichnet hatte, die in einzelnen Kreisen der Gebiete Donezk und Lugansk wohnenden Bürgern der Ukraine sowie Staatenlosen ausgestellt wurden. Das Dekret gelte, bis die Minsker Abkommen vollständig realisiert worden seien, hieß es in Moskau. Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow lässt sich Moskau dabei von humanitären Gründen leiten.

Kommentar:


Dig

Zum Jahrestag der Anschläge in Brüssel: 32 Birken im Gedenken an Opfer gepflanzt

© AFP 2017/Thierry Roge
Ein Jahr ist es her, doch der Schmerz lässt nicht nach: Zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge am Flughafen und in der U-Bahn der belgischen Hauptstadt ist am Dienstag eine botanische Gedenkstätte in der Waldparkzone Forêt de Soignes im Südosten von Brüssel angelegt worden.

Die 32 Birken als Symbol für die 32 Todesopfer der Anschläge bilden einen Kreis - wie Menschen, die einander die Hand reichen.

„Wir haben uns für Birken entschieden, weil der Baum das Leben symbolisiert“, zitiert der belgische Sender RTBF den Landwirtschaftsarchitekten Bas Smets, der die Gedenkstätte entworfen hat. „Nach Bränden ist es beispielsweise gerade die Birke, die als erste nachwächst.“

Die Bäume grenzen an 32 Blaustein-Elemente, die ihrerseits wiederum eine kreisförmige Bank bilden. Diese soll Ewigkeit symbolisieren.

Überall in Belgien finden am Mittwoch Trauerveranstaltungen statt, an denen auch die Hauptpersonen des Königreichs teilnehmen werden.

Am 22. März des vergangenen Jahres war Brüssel von drei Bombenanschlägen erschüttert worden. Zwei Sprengladungen detonierten im Flughafen und eine in der U-Bahnstation Maelbeek. Dabei wurden 32 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt. Zu den Anschlägen bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (auch IS, Daesh).

Kommentar:


Che Guevara

Mazedonien: Erneute Massenproteste gegen George Soros und gegen Brüssel

© Reuters
Zehntausende protestieren in Skopje gegen Brüssel und George Soros.
In Mazedonien ist es gestern erneut zu massiven Protesten gegen die Einflussnahme aus Brüssel und gegen Milliardär George Soros gekommen. „Wir sind fast 50.000 Menschen hier, und im Rest des Landes rund 200.000, die in diesem Moment auf der Straße sind“, erklärt einer der Protest-Organisatoren. Die erneuten Proteste kommen, nachdem EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen, Johannes Hahn, ein Treffen mit Nationalisten ablehnte.

Seit über drei Wochen kommt es zu massiven Protesten. Unter den Demonstranten befand sich auch TV-Persönlichkeit Darko Mijalkowski. Er richtete den „Freunden in Brüssel“ beste Grüße aus und erklärte, dass die Menschen Mazedonien nicht aufgeben werden. Mazedonien steckt seit zwei Jahren in einer politischen Krise. Obwohl es bereits im Dezember zu Parlamentswahlen kam, konnte noch immer keine Regierung gebildet werden. Die Protestler befürchten, dass eine Regierung aus Sozialdemokraten und der stärksten Partei der albanischen Minderheit gebildet wird. Sie sehen die Souveränität ihres Landes bedroht. Diese Ängste wurden weiter geschürt durch die Zusage von dem Vorsitzenden der Mitte-links-Partei SDSM, die von George Soros unterstützt wird, Zoran Zaev, Albanisch als eine offizielle Sprache in Mazedonien einführen zu wollen. Die Proteste richten sich außerdem gegen den Milliardär George Soros und seine Einflussnahme durch seine Nicht-Regierungs-Organisationen. Mitte Januar wurde die Bewegung SOS, die „Stop Operation Soros“ gegründet.

Sie werfen dem Großinvestor Regime-Change-Pläne in Mazedonien vor. Ein Mitgründer von SOS erklärte, dass Soros den Staat Mazedonien im Interesse ausländischer Kräfte unterminieren wolle, deshalb arbeite seine NGO „Open-Society-Stiftung“ mit der Oppositionspartei SDSM in Mazedonien zusammen.

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Kommentar:


Cell Phone

Regensburg: 20-jährige Studentin nach Party vermisst - Handy in Nähe der Donau gefunden

© BR
Noch immer ist die 20-jährige Malina Klaar verschwunden. Polizisten kämpften sich gestern mit Stöberstäben durch Laub und Gebüsch in einem Regensburger Park - ohne Erfolg. Inzwischen wurde das Handy der Vermissten gefunden.

Passanten haben das Handy im Herzogspark, in der Nähe der Donau gefunden und bei der Polizei abgegen. Das bestätigte ein Polizeisprecher dem BR. Welche Folgen das für die weitere Suche nach Malina hat, ist noch offen. Das Handy wird nun auf neue Hinweise zur Vermissten ausgewertet. Außerdem werde derzeit geprüft, ob jetzt Taucher in der Donau nach Malina suchen sollen, sagte der Polizeisprecher. Der Fluss hat eine starke Strömung.

Große Suche

Die Suche hatte am Dienstagnachmittag an der Albertstraße im Bereich des sogenannten Schwammerl begonnen und zog sich bis hin zur Kumpfmühler Straße. Dort befindet sich das Kulturzentrum Alte Mälzerei, in dem sich die Studentin bis zum Sonntagmorgen aufgehalten hatte. Die Beamten suchten mit Stöberstäben im Laub, in Gebüschen und Sträuchern des Parks nach Gegenständen, die mit der Vermissten in Verbindung gebracht werden könnten. Relevante Gegenstände fanden sich laut Polizei jedoch nicht. Es war die zweite große Suchaktion der Polizei, die Kripo hat die Ermittlungen bereits übernommen und bittet um Hinweise (0941/506-2888).

X

Unter Androhung von Sanktionen: Langzeitarbeitslose sollen nun auch zu unbezahltem Sozialdienst gezwungen werden

© Reuters
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hält Hartz-IV-Sanktionen für notwendige Erziehungsmittel. Die Union will Langzeiterwerbslose unter Androhung von Strafen zum unbezahlten Sozialdienst verpflichten. Ist das verfassungskonform? Karlsruhe will entscheiden.

Kanzlerkandidat Martin Schulz (SPD) macht auf sozial. Er will die Agenda 2010 reformieren. Dass es sich dabei um das umfassendste Projekt für Sozialabbau und die Ausdehnung eines Niedriglohnsektors in der deutschen Nachkriegsgeschichte handelt, stört ihn jedoch weniger. Bis zu zwei Jahre länger sollen Erwerbslose Arbeitslosengeld I erhalten. Bedingung: Sie müssen sich marktgerecht weiterbilden. „Je besser qualifiziert die Menschen sind, desto höher ist die Chance, in den Arbeitsmarkt zu kommen“, sagte Martin Schulz am Freitag in einem Interview mit der Rheinischen Post. Die Bildung müsse den Bedarf des regionalen Arbeitsmarktes im Auge behalten, da die Wirtschaft heute anders als 2003 unter Fachkräftemangel leide.

Keine sozialen Wohltaten

Das Perfide an Schulz' Plan: Es steckt nicht nur neoliberale Motivation dahinter, erwerbslos Gewordene mit dem avisierten Arbeitslosengeld II zielgerichteter in den Arbeitsmarkt zu pressen. Sein Ansinnen würde nämlich auch die weniger Betroffenen tangieren, nämlich rund 800.000 Bezieher von Arbeitslosengeld I. Die Masse, etwa 4,3 Millionen Langzeiterwerbslose und deren 1,7 Millionen Kinder, hätte nichts davon. Schulz beabsichtigt keineswegs, ihnen das Leben zu erleichtern. So erklärte er im Interview:
„Manche unterstellen ja, beim ALG II geht es um soziale Wohltaten. Im Kern geht es um den Standort Deutschland. Wenn wir den Fachkräftemangel nicht in den Griff bekommen, schadet das massiv unserer Wettbewerbsfähigkeit.“
Die 4,3 Millionen Hartz-IV-Bezieher will der SPD-Kanzlerkandidat hingegen weiterhin mit Sanktionen in jede zumutbare Arbeit - zu jedem Lohn, versteht sich - zwingen. Dass Sanktionen zum Beispiel bei 15- bis 24jährigen schon bei der ersten „Pflichtverletzung“ zum vollständigen Entzug der Lebensgrundlage führen, hält er für keine Schikane. Dass jeden Monat mehr als 7.000 Menschen von einem vollständigen Entzug aller Mittel betroffen sind, findet er auch nicht schlimm. Das Thema werde überhöht, meint Schulz und wiegelt ab: Es gehe darum,
dass sich selbstverständlich auch Bezieher von Hartz IV an bestimmte Spielregeln halten und etwa verabredete Gesprächstermine einhalten.“

Kommentar: In welcher Welt lebt dieser Mann? Als würdiger Vertreter des Volkes erweist er sich bereits jetzt schon nicht.


Kommentar:


Attention

Scherz über Bombe auf thailändischem Flug - Teenager droht bis zu 5 Jahre Haft

© dpa
Symbolbild
Bangkok - Ein 14-Jähriger hat in einem thailändischen Flugzeug einen Witz über eine Bombe gemacht - nun drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft. Der Junge sei beim Einsteigen in die Maschine einer thailändischen Billigairline von Bangkok nach Chiang Rai nach seinem Ticket gefragt worden, sagte ein Polizeisprecher. Da er in beiden Händen Taschen hielt, bat er einen Flugbegleiter, in seiner Jackentasche nach dem Ticket zu greifen. Dann habe er gesagt: «Achtung, ich habe eine Bombe». Dem Jungen werde vorgeworfen, in einem Flugzeug mit falschen Informationen Panik geschürt zu haben.

dpa