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Di, 26 Mai 2020
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Nuke

Japan: Brand in Atomkraftwerk Fukushima

Neuer Zwischenfall bei Tepco: Diesmal hat es in einem Atomkraftwerk südlich des havarierten Meilers Fukushima Daiichi gebrannt. Das Feuer wurde gelöscht. Tepco versichert, es sei keine Radioaktivität ausgetreten.

Arbeiter im AKW Fukushima Daini
© Reuters
Nach Erdbeben und Tsunami: Arbeiter untersuchen im März das Atomkraftwerk Fukushima Daini.
In einer japanischen Atomanlage des Betreibers Tepco ist am Freitag ein Feuer ausgebrochen. Der Brand sei schnell gelöscht worden, ein Austritt von Radioaktivität werde nicht befürchtet, teilte Tepco mit. Das Feuer sei in einem Gebäude in der Atomanlage Fukushima-Daini, rund zwölf Kilometer südlich des havarierten Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi, ausgebrochen, sagte Tepco-Sprecher Takeo Iwamoto. Die Brandursache werde derzeit ermittelt, Verletzte habe es nicht gegeben.

Bei einem Erdbeben und dadurch ausgelösten Tsunami im März war die Tepco-Atomanlage Fukushima-Daiichi schwer beschädigt worden. Das Atomkraftwerk wurde Schauplatz der schlimmsten Atomkatastrophe seit dem Reaktorunglück von Tschernobyl.

Handcuffs

Frankreich: Strafanzeige gegen Staatssekretär wegen sexueller Belästigung

Bei der französischen Staatsanwaltschaft ist eine Strafanzeige gegen ein Mitglied der Regierung von Staatspräsident Nicolas Sarkozy eingegangen. Die Anzeige richtet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft gegen den Staatssekretär für den öffentlichen Dienst, Georges Tron. Offenbar wird Tron sexuelle Belästigung vorgeworfen. Wie die Zeitung Le Parisien berichtete, haben zwei Frauen angegeben, dass Tron sie mehrere Male belästigt habe. Eine der Frauen wurde mit den Worten zitiert, sie habe angesichts der Festnahme des ehemaligen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn den Mut zu einer Anzeige gefasst.

Handcuffs

Mubarak wird vor Gericht gestellt

Die ägyptische Justiz macht den Ex-Staatschef und seine Söhne für den Tod von 850 Menschen verantwortlich.

Kairo - Die ägyptische Revolution macht Ernst: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den gestürzten Staatschef Hosni Mubarak erhoben. Die Justizbehörden machen Mubarak und seine Söhne Gamal und Alaa für den Tod von etwa 850 Demonstranten verantwortlich, die während der 18-tägigen Revolution von den Sicherheitskräften getötet worden sind. Sollte ein Gericht den Ex-Präsidenten und seine Söhne für schuldig befinden, könnten sie zum Tod verurteilt werden.

Die Anklage gegen Mubarak war seit längerem absehbar. Sie wurde aber, offenbar auf Betreiben des herrschenden Militärrats, hinausgezögert. Die Frage, wer für die Todesschüsse auf die Regimegegner verantwortlich ist, beschäftigt die Öffentlichkeit, seit die Generäle sich offen auf die Seite der Regimegegner gestellt und Mubarak am 11. Februar gestürzt hatten. Mubaraks Innenminister Habib El-Adly muss sich wegen der Todesschüsse bereits vor Gericht verantworten. Auch ihm droht das Todesurteil. Zudem war vor wenigen Tagen ein Polizeioffizier zum Tode verurteilt worden, weil er 20 Demonstranten erschossen haben soll. Am vergangenen Freitag war bei einer Großdemonstration erneut gefordert worden, dass auch der Ex-Staatschef vor Gericht komme.

Bomb

Berlin: Brandanschlag gegen Bahn politisch motiviert

Der Brand an einem wichtigen Berliner S-Bahnhof wirkt sich weiterhin auf Nah- und Fernverkehr aus. Das war das erklärte Ziel derjenigen, die sich zu der Tat bekennen.

Der Brandanschlag gegen die Bahn am Berliner S-Bahnhof Ostkreuz war offenbar politisch motiviert. Die Polizei geht davon aus, dass ein im Internet verbreitetes Bekennerschreiben echt sei. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen. Wegen des Kabelbrandes war es vor allem am Montag zu schweren Störungen im Schienenverkehr gekommen. Zehntausende Menschen waren dadurch betroffen, auch der Fernverkehr war durch wegfallende Regionalzüge und fehlende Anschlussverbindungen beeinträchtigt. Am Dienstag lief noch immer nichts wie sonst.

Laut Bekennerschreiben wollten die Verfasser mit ihrer Tat ein Signal vor allem gegen die Atomindustrie und gegen Waffentransporte setzen. In dem Text heißt es: "Über die Schienen der Deutschen Bahn werden Atomtechnik und Atommüll transportiert." Beides sichere den Weiterbetrieb der Reaktoren und gewährleiste der Atomlobby und der Industrie hohe Profite. Zudem würden über die "staatseigene Deutsche Bahn" Waffensysteme transportiert und "in die weltweiten Kriege" geschickt. Unterschrieben ist das Schreiben mit: "Das Grollen des Eyjafjallajökull".

Cheeseburger

Deutsche Kinder trinken zu wenig und ernähren sich falsch

overweight kid
© Unknown
Das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Dortmund führte eine Befragung bezüglich der Ernährung von Kindern in 500 deutschen Haushalten durch. Die Experten gelangten nach Sichtung der Fragebögen zu dem Ergebnis, daß die Kinder zu wenig trinken und zu viele Süßigkeiten naschen. Gleichzeitig stellten sie fest, daß zu wenig Gemüse und Vollkornprodukte in die Ernährung eingebaut werden.

Kommentar: Auch die Ernährung von Vollkornprodukten ist alles andere als gesund, denn sie enthalten Gluten. Lesen Sie diesen Artikel, für mehr Informationen über Gluten: Die dunkle Seite des Weizens

Die GRETA-Studie, German Representative Study of Todder Alimentation, erstellt vom Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Dortmund, in Zusammenarbeit mit TNS Healtcare und mit Unterstützung von Alete besagt, daß deutsche Kinder zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen und sich falsch ernähren. Die Experten befragten mehr als 500 deutsche Haushalte mit ein bis drei Kindern nach ihren Ernährungsgewohnheiten. Die Probanden füllten Fragebögen aus und es zeichnete sich ab, daß Kinder aus bildungsfernen Familien eine schlechtere Ernährung aufweisen. Gebildete Eltern sorgen insbesondere für frisches Essen.

Document

Überfüllung: Kalifornien muss tausende Häftlinge entlassen

Wegen Überfüllung hat der Oberste Gerichtshof der USA die Entlassung tausender Häftlinge in Kalifornien angeordnet. In den 33 kalifornischen Haftanstalten sitzen rund 148 000 Häftlinge ein, obwohl sie nur für 80 000 Gefangene ausgelegt sind. Nach Ansicht der Richter beeinträchtigt die Überbelegung die Grundrechte der Insassen.

Wegen überfüllter Gefängnisse hat der Oberste Gerichtshof der USA die Freilassung von tausenden Häftlingen im Bundesstaat Kalifornien angeordnet. Bei der Belegung von Haftanstalten sei eine Obergrenze „notwendig“, um die Grundrechte der Insassen zu wahren, entschied das Gericht am Montag in Washington. Die Entscheidung fiel knapp mit fünf zu vier Richterstimmen aus. Das hochverschuldete Kalifornien hat seit Jahren Probleme mit überfüllten Gefängnissen. In den 33 Haftanstalten des Bundesstaates sitzen rund 148.000 Häftlinge ein, obwohl sie nur für 80.000 Gefangene ausgelegt sind.

Nuke

Fukushima: Tepco gibt weitere Kernschmelzen in Reaktoren zu

Wieder teilt der japanische Atomkraftbetreiber Tepco mit, was Experten längst vermuteten. Auch in den Reaktoren zwei und drei des havarierten AKW in Fukushima sei es wahrscheinlich zu einer Kernschmelze gekommen.

Die Informationspolitik des japanischen Atomkraftwerkbetreibers Tepco geriet nach der Katastrophe in Fukushima häufig in Kritik. Und wieder hinkt der Konzern hinterher. Heute räumte Tepco ein, was Experten schon vor Wochen vermuteten: Auch in den Reaktoren zwei und drei sei es zu einer Kernschmelze gekommen. Wie auch in Reaktor eins sei dies "sehr wahrscheinlich", sagte ein Tepco-Sprecher bei der Veröffentlichung neuer Messwerte.

Damit hätte es in drei der insgesamt sechs Reaktorblöcke des AKW Fukushima Daiichi eine Kernschmelze gegeben. "Das ist der Zustand, den die Fachwelt erwartet hat", sagte Hans-Josef Allelein, Leiter des Lehrstuhls für Reaktorsicherheit und -technik der RWTH Aachen. Die Situation werde nun nicht gefährlicher.

Heart - Black

Neue Studie enthüllt: Fast jede zweite Frau wird im Job sexuell belästigt

Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus - Polizei rät in jedem Fall zur Anzeige
Sexuelle Belästigung
© vario images / foto-begsteiger
Der Fall des zurückgetretenen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn (62) hat das Thema zurück in die Büro-Diskussionen gebracht: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist weit verbreitet. Die Opfer sind vor allem Frauen.

Meist fängt es ganz harmlos an: Ein zotiger Witz unter Kollegen in der Kantine, zweideutige Anspielungen in der Kaffeeküche. Doch oft folgen sexuelle Avancen auf Betriebsfeiern oder im Büro.

Sexuelle Übergriffe sind laut einem Bericht der Welt am Sonntag in deutschen Unternehmen viel weiter verbreitet als bisher angenommen. Experten gehen davon aus, dass jede zweite Frau im Job sexuell belästigt wird. Das ergab eine Untersuchung zur „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen“ im Auftrag des Bundesfamilienministeriums (2005).

Eye 1

WSJ-Studie: Facebook Likes schlimmer als Cookies

Twitter-Tweets und Facebooks "Gefällt mir" (Like) sind eigentlich nur dazu da, die digitale Spur von Millionen von Web-Nutzern zu verfolgen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der US-Tageszeitung Wall Street Journal.

Überwachungskameras
© Unbekannt
Zum einen sind diese Werkzeuge geeignet mitzuschreiben, wer wann welche Websites besucht hat, so die Zeitung. Dies gelte vor allem für die Inhalte auf Fremdseiten, also "Gefällt mir" als Angebot zur Weiterempfehlung an Kontakte, etwa neben einem Artikel oder Produkt. Der Besuch werde registriert und an Facebook und Twitter zusammen mit Daten zur Surf-Historie des Nutzers weitergeleitet. Und dies geschehe auch dann, wenn ein Nutzer diese Knöpfe gar nicht drückt, so die Studie. Die Betreiber der Social Networks behaupten, diese Daten nicht für Werbezwecke zu verwenden oder weiterzuleiten.

People

Tratsch ist ein soziales Warnsystem

Wer sich nicht an die unsichtbaren Regeln einer Gemeinschaft hält, wird zwangsläufig zur Zielscheibe beim Lästern

Menschen, die durch negatives Verhalten aufgefallen sind, erhalten danach deutlich mehr Aufmerksamkeit als andere.


Eine wichtige Funktion des Lästerns ist es, möglichst schnell und möglichst viel über andere Menschen zu erfahren

Wenn alle Menschen wüssten, was die einen über die anderen reden, gäbe es keine vier Freunde auf Erden", sagte einmal der französische Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal. Auch wenn es ganz so schlimm vielleicht nicht ist: Die Vorstellung, dass hinter unserem Rücken über uns getratscht wird, ist nicht sehr angenehm. Und doch tun wir es selbst ständig. Mehr als ein Drittel der Zeit, die wir miteinander sprechen, drehen sich die Themen um Personen, die gar nicht anwesend sind, fand der Psychologe Robin Dunbar von der University of Liverpool bereits 1997 heraus. Er hatte mit seinem Forscherteam in Zügen, Bars und Einkaufszentren fremde Gespräche zu wissenschaftlichen Zwecken belauscht.