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Di, 26 Mai 2020
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Coronavirus: Panik hält vor, Leipziger Buchmesse wird abgesagt

Leipziger Buchmesse
© www.globallookpress.com / Christian Grube
2019 kamen insgesamt 286.000 Gäste auf das Messegelände und zum dazugehörigen Festival "Leipzig liest". Das waren 15.000 mehr als 2018.
Die Messeleitung und die Stadt Leipzig haben heute entschieden, dass die Leipziger Buchmesse wegen des Coronavirus abgesagt wird. Denn nun ist offenbar auch in Sachsen ein Fall von Coronavirus aufgetreten: Ein 67-jähriger Rentner soll sich auf der Rückkehr von einer Reise aus Italien bei einem im Bus mitreisenden Niedersachsen angesteckt haben. Er steht nun gemeinsam mit seiner Ehefrau in seinem Haus im Osten Sachsens unter Quarantäne.

Für die Buchmesse, die für den 12. bis 15. März geplant war, sind ca. 100.000 Besucher erwartet gewesen.

Wegen des Virus sind auch andere Großveranstaltungen abgesagt worden und viele Leute haben aus der Panik heraus, die vor allem von den Medien verbreitet wird, sich mit Hamsterkäufen in deutschen Supermärkten eingedeckt.

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Abklingen des Coronavirus in China: Erstes Behelfskrankenhaus in Wuhan wurde geschlossen

Die Infektionsrate in China sinkt und deshalb wurde das erste von 16 Behelfskrankenhäusern in Wuhan heute geschlossen, nachdem 34 genesene Corona-Patienten entlassen wurden.

krankenhaus china
Wuhan war der ursprüngliche und zentrale Ort des Coronavirus und wo innerhalb von ca. 10 Tagen ein riesiger Krankenhauskomplex entstanden ist.

Die Schließung ist ein erstes Signal, dass das Virus am Abklingen ist und sehr wahrscheinlich innerhalb weniger Wochen auch weltweit geschehen wird. Es ist eher tragisch, dass bei diesem relativ harmlosen Virus so eine Panik erzeugt wurde und sie in Europa nach wie vor noch anhält. Beim nächsten Mal kann die Sache ganz anders aussehen, nur wird dann niemand mehr auf die Medien hören, wenn es wirklich wichtig ist.

Camera

Coronapanik führt zu Hamsterkäufen in deutschen Supermärkten

Nach den ersten Corona-Fällen neigen immer mehr Verbraucher zu Hamsterkäufen. Gefragt sind haltbare Lebensmittel und Getränke sowie Hygieneartikel wie Reinigungstücher oder Desinfektionsmittel. Der Einzelhandel ist aber auf den Ansturm vorbereitet, so ein Sprecher.
leere regale
© www.globallookpress.com / Dirk Sattler via www.imago-images.de
Dem deutschen Einzelhandel bereiten erste Hamsterkäufe wegen der Verbreitung des Corona-Virus in Deutschland bislang keine Sorgen. Die Lieferstrukturen im Handel seien effizient und gut vorbereitet, die Versorgung der Bevölkerung ist gewährleistet, sagte der Sprecher des Handelsverbands Deutschland, Kai Falk am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit im Handel seien bislang nicht festzustellen, sagte Falk weiter. Wie die weitere Verbreitung des Virus die Konsumstimmung und das Kaufverhalten beeinflusst, bleibe abzuwarten. Die Unternehmen seien mit den Behörden in Kontakt, um auf weitere Entwicklungen und Empfehlungen zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter angemessen reagieren zu können.

Auch Günter Päts, Vize-Geschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, gab Entwarnung: Trotz erster Hamstereinkäufe wegen der Verbreitung des Corona-Virus in Deutschland gebe zurzeit keine Lieferengpässe bei Lebensmitteln oder Hygieneartikeln.

Handcuffs

Brandanschlag auf Fahrzeug des AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla

Auf dem abgeschlossenen Privatgrundstück des AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla bei Weißwasser in der Oberlausitz wurde ein Brandanschlag verübt. Dabei wurde ein VW-Caddy angezündet.

brandanschlag afd
© privat
Wie die Bild-Zeitung berichtet, habe Chrupalla nach eigenen Löschversuchen über Atembeschwerden geklagt und sei vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Wie das Blatt weiter berichtet, handele es sich bei dem ausgebrannten Auto um einen VW-Caddy, welcher sich auf dem abgeschlossenen Privatgrundstück des Politikers befunden haben soll. Chrupalla habe sich bereits selbst aus der Klinik entlassen.

- Focus
Gegenüber der Bild merkt Chrupalla an: "Bei aller Schärfe in der politischen Auseinandersetzung, aber das ist ein direkter Angriff auf meine Familie. Das überschreitet alle nur denkbaren Grenzen. Diese Eskalation muss aufhören." Die Polizei ermittelt indessen die Hintergründe.

Es erinnert an Nazi-Zeiten, wo damals alle anderen Parteien und Personengruppen attackiert wurden, nur dass diesmal wahrscheinlich die extreme Linke dahinter steckt.

People

Coronavirus: Mehrere internationale Veranstaltungen werden abgesagt

Der ASEAN-Gipfel, das Jahres-Symposium der WADA, die ITB - wegen der Ausbreitung des Corona-Virus werden weltweit Veranstaltungen abgesagt. Die Zahl der Infizierten steigt auch in Deutschland weiter an. Nun meldet sich in der Krise auch die Bundeskanzlerin zu Wort.
coronavirus
© AFP / YONHAP
Weltweit werden wegen der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus immer mehr Veranstaltungen gestrichen. Die US-Regierung sagte am Freitagabend (Ortszeit) ein für den 14. März geplantes Gipfeltreffen mit den Staaten des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) in Las Vegas ab. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) strich ihr Jahres-Symposium vom 17. bis 19. März in der Schweiz. Die große US-Fluggesellschaft United Airlines verschob ihren für Donnerstag geplanten Investorentag. Kurz zuvor war die weltgrößte Reisemesse ITB Berlin vom 4. bis zum 8. März abgesagt worden.

Es dürften nicht die letzten Absagen dieser Art sein. Der Krisenstab der Bundesregierung empfahl am späten Abend, bei der Risikobewertung von Großveranstaltungen die Prinzipien des Robert Koch-Instituts (RKI) zu berücksichtigen. Bei Anwendung dieser Prinzipien sollten aus Sicht des Krisenstabs "unmittelbar bevorstehende internationale Großveranstaltungen" abgesagt werden.

Handcuffs

Russischer Geheimdienst vereitelt geplantes Schulmassaker in Saratow

Mutmaßliche Täter verhindertes Schulmassaker Russland
© Sputnik / FSB
Russlands Geheimdienst vereitelt versuchtes Schulmassaker: Teenager wollten 40 Menschen töten. Auf dem Bild: die mutmaßlichen Täter
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat in Saratow zwei Teenager festgenommen, die an ihrer Schule ein Massaker anrichten wollten. Die Verdächtigen gestanden bereits ihre Pläne. Als Motiv nannten sie Rache. Dem Amoklauf sollten ungefähr 40 Menschen zum Opfer fallen.

Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands hat in Saratow an der mittleren Wolga zwei Schüler festgenommen, die in ihrer Bildungsstätte ein Massaker anrichten wollten. Nach Angaben des Inlandssicherheitsdienstes waren die beiden Teenager des Jahrgangs 2005 Mitglieder verschiedener Internet-Communitys, in denen massenhafte Tötungen und Selbstmorde verherrlicht wurden. Die Verdächtigen wurden in einem verwahrlosten Luftschutzraum festgenommen, wo sie ein Gewehr mit abgesägtem Lauf aufbewahrten.

Die Jungen gestanden bereits ihre verbrecherischen Pläne. In ihrem Amoklauf wollten sie neben der Schusswaffe auch hausgemachte Brandstoffe einsetzen. Die Herstellungsanweisungen hatten sie nach eigenen Angaben im Internet gefunden. Aus Rache wollten sie im Mai dieses Jahres ungefähr 40 Menschen töten.

Die regionale Abteilung des Ermittlungskomitees Russlands verhängte gegen die Verdächtigen eine Strafsache wegen Vorbereitung eines Mordes an zwei und mehr Personen. Die Ermittlungen dauern an.

Erst in der vergangenen Woche hatte der Föderale Sicherheitsdienst Russlands auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim ebenfalls zwei Teenager festgenommen, die Anschläge auf Schulen geplant hatten. Die jungen Männer hatten selbstgebaute Sprengsätze an Haustieren getestet.

(RIA Nowosti/TASS)

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Pforzheim: Zweite Bombendrohung per E-Mail gegen eine Moschee eingegangen

Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen am Dienstagabend die Fatih-Moschee in Pforzheim. Der Grund: Eine Bombendrohung per E-Mail. Es ist der zweite Polizeieinsatz im muslimischen Gotteshaus innerhalb kurzer Zeit.
fatih-moschee pforzheim
© SDMG/SDMG / Gress
Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen die Fatih-Moschee in Pforzheim.
Pforzheim - Aufregung rund um die Fatih-Moschee in Pforzheim: Das muslimische Gotteshaus in der Oststadt musste am Dienstagabend von Einsatzkräften der Polizei abgeriegelt werden. Zuvor war eine Bombendrohung per E-Mail bei Gemeindemitgliedern eingegangen, die gegen 17.03 Uhr die Beamten benachrichtigen, teilt ein Sprecher der Polizei auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Einsatzkräfte evakuierten daraufhin das Gelände rund um die Moschee, auch ein Spürhund kam zum Einsatz. In der Drohung sei die Explosion der Bombe auf 18 Uhr angekündigt worden, so der Polizeisprecher. Aus Vorsicht wurde ab dem angekündigten Zeitraum das Gebiet um die Moschee für 15 Minuten weitläufig gesperrt. Betroffen war auch ein Teil der Bundesstraße 10 sowie Gleise der Deutschen Bahn.

Flashlight

Coronavirus: Ein Fall in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen gemeldet

Covid-19 verläuft oft mild, viele Menschen merken gar nicht, dass sie infiziert sind. Wahrscheinlich ist der Virus auch in Deutschland weiter verbreitet als bislang bekannt. In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind jetzt zwei Patienten mit eindeutigen Symptomen in Behandlung, einer von ihnen ist in kritischem Zustand.
coronavirus
© dpa
Der Coronavirus-Patient in NRW wird auf der Intensivstation behandelt.
In zwei deutschen Bundesländern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, sind erstmals Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Der Zustand des Patienten in NRW war laut Behörden kritisch, er sollte am Dienstagabend von einem Krankenhaus in Erkelenz ins Uni-Klinikum Düsseldorf gebracht werden. Der Patient in Baden-Württemberg, ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Göppingen, war mit grippeähnlichen Symptomen erkrankt. Er solle in eine Klinik gebracht und dort isoliert untergebracht und behandelt werden. Nähere Informationen zu den jeweiligen Fällen wollen die Behörden am Mittwoch bekanntgeben.

Der Patient in NRW ist nach dpa-Informationen Mitte 40, leidet aber an einer Vorerkrankung. Seine Ehefrau werde mit Symptomen einer Viruserkrankung ebenfalls stationär behandelt, hieß es von örtlichen Behörden. Ihr Zustand sei aktuell stabil. Ob auch sie mit dem Erreger Sars CoV-2 infiziert ist, stand noch nicht fest. Der Mann hatte nach Angaben des dortigen Landrats Stephan Pusch Kontakt mit einem Bekannten, der sich geschäftlich in letzter Zeit in China aufgehalten habe. Das meldete die Aachener Zeitung. Ob sich dieser Mann auch in Behandlung begeben habe, konnte Pusch zunächst nicht sagen.

Kommentar:


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Coronavirus: Erste Infektionen in Spanien, Österreich und Kroatien

Das Coronavirus breitet sich auf weitere europäische Länder aus.
coronavirus
© www.imago-images.de
Eine Illustration des neuartigen Coronavirus
Nach Angaben der Tiroler Landessanitätsbehörde gibt es in dem österreichischen Bundesland zwei bestätigte Infektionen. Auch in Kroatien gebe es einen ersten Fall, teilte Ministerpräsident Plenkovic mit. Auf der spanischen Insel Teneriffa dürfen wegen einer Coronavirus-Infektion hunderte Touristen ihr Hotel nicht verlassen. Der örtlichen Gesundheitsbehörde zufolge wurde die Krankheit dort bei einem italienischen Gast diagnostiziert.

In Italien findet heute wegen der dortigen Ausbreitung des Virus ein Krisentreffen in Rom statt. Dazu lud die italienische Regierung auch Gesundheitsminister anderer Länder ein, die mit Italien in engem Kontakt stehen. Deutschland wird von Ressortchef Spahn vertreten.

Italien ist binnen kurzer Zeit zum größten Herd des neuartigen Virus in Europa geworden. Mittlerweile starben dort sieben Menschen an der Krankheit. Wie der italienische Zivilschutzchef Borrelli mitteilte, gibt es derzeit 280 Infektionen, darunter erste Fälle in Süditalien und Südtirol.

Kommentar: Auch meldet Barcelona eine Corona-Infizierte.


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Auto rast in Karnevalszug in Volksmarsen, Hessen - Mindestens 30 Verletzte

In Volksmarsen, Hessen, raste heute ein Auto in einen Karnevalszug. Dabei wurden mindestens ca. 30 Personen teilweise schwer verletzt - darunter auch Kinder.

hessen auto
© Reuters/Elmar Schulten/Waldeckische Landeszeitung via Reuters
Im hessischen Volkmarsen ist ein Auto in einen Rosenmontagsumzug gefahren. Das Polizeipräsidium Nordhessen bestätigte t-online.de, dass es mehrere Dutzend Verletzte gebe, auch Schwerverletzte und Kinder. Tote gab es demnach nicht. Polizei und Rettungskräfte seien mit einem starken Aufgebot vor Ort. Vorsichtshalber seien alle Umzüge in Hessen abgebrochen worden. Konkrete Informationen über Gefährdungen andernorts lägen aber nicht vor. Der Fahrer des Pkw wurde festgenommen.

- T-Online
Die Polizei distanziert sich momentan noch davon, dass es sich dabei um eine vorsätzliche Tat handelte. Doch eine Aussage könnte dafür sprechen, denn der Fahrer "sei etwa 30 Meter weit in die Menge gefahren, bis es zum Stehen gekommen sei. Der Fahrer habe noch Gas gegeben". Es bleibt abzuwarten, was die Vernehmung des Fahrers ergibt.