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Do, 13 Mai 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Das Kind der Gesellschaft
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Nuke

Japan: Kaninchen ohne Ohren geboren

Die Geburt eines auffällig missgebildeten Kaninchens in der Nähe des AKW Fukushima beunruhigt die Öffentlichkeit: Ist dies der erste von vielen weiteren Fällen?

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In Namie City, 30 Kilometer von der Sperrzone um das schwer beschädigte Atomkraftwerk Fukushima entfernt, ist ein weißes Kaninchen geboren worden, dem beide Ohren fehlen. Nach Angaben des Besitzers Yuko Sugimoto kam das Jungtier am 7. Mai auf die Welt. Nun wird darüber spekuliert, ob der angeborene Defekt des Tieres mit der Radioaktivität zusammenhängen könnte, die aus dem Krisen-AKW austritt, und Vorbote weiterer Missbildungen bei neugeborenen Tieren und auch Menschen sein könnte.

Attention

Wie entsteht eine narzisstische Persönlichkeitsstörung?

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© Conny Habbel
Die Ursachen des pathologischen Narzissmus sind noch nicht restlos geklärt. Wohl ist aber von einer gewissen genetischen Disposition auszugehen: In manchen Familien tritt Narzissmus gehäuft auf. Andererseits beeinflusst ein narzisstischer Elternteil natürlich auch sein heranwachsendes Kind auf eine ganz bestimmte Art und Weise. Dennoch bekommt nicht jedes Kind, dass in entsprechenden Verhältnissen aufwächst, eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. In einigen wenigen Fällen kann Narzissmus auch noch in der Adoleszenz/im Erwachsenenalter entstehen. Jedoch wird auch in diesen Fällen von bereits vorher vorliegenden Defiziten in der betroffenen Persönlichkeit ausgegangen.

Narzissmus ist eine Störung, die von unserer heutigen Kultur, in der Leistung und Status sehr hoch bewertet werden, noch verstärkt wird. Die Wurzeln der narzisstischen Störung reichen jedoch viel tiefer, der Ort ihrer Entstehung ist die Familie.

Nuke

Erdbeben: Rekord-Verstrahlung im AKW Fukushima gemessen

Tokio (dpa) - Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima sind neue Rekordwerte gemessen worden. Wie der Betreiber Tepco am Samstag mitteilte, wurde im Reaktorgehäuse von Block 1 eine Strahlendosis von bis zu 4000 Millisievert pro Stunde gemessen.

Radioaktiv!
© runningserver.com
Das sei die höchste bisher in der Luft gemessene Radioaktivität in dem zerstörten Kraftwerk. Die hohe Strahlung hatte ein Roboter in der südöstlichen Ecke des Gebäude registriert, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo den AKW-Betreiber.

Aus einer Öffnung im Boden sei Dampf ausgetreten. Durch die Öffnung verlaufe ein Rohr, das durchs Gebäude führe. Das Rohr selbst sei aber unbeschädigt. Der Dampf scheine aus dem Druckkessel zu kommen, wo sich Kühlwasser angesammelt haben soll. Genaueres wollte Tepco prüfen.

Attention

Sexueller Mißbrauch und seine Folgen

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© unbekannt
Zuerst einmal ist festzustellen, dass es kein spezifisches Missbrauchssyndrom gibt: Fast jede Störung kann infolge von sexuellem Missbrauch auftreten. Sexueller Missbrauch führt zu den unterschiedlichsten Symptomen, die auch über längere Zeit auftreten können. So können emotionaler Missbrauch von Kindern, aber auch tatsächlicher sexueller Missbrauch zu Persönlichkeitsstörungen wie der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung führen, sie müssen aber nicht. Zwingende Rückschlüsse von einer Narzisstischen Persönlichkeitsstörung auf sexuellen Mißbrauch in der Kindheit sind daher nicht möglich und wären voreilig und fahrlässig.

Ambulance

Haiti: Zahl der Cholera-Erkrankten steigt sprunghaft an

Die Cholera-Epidemie in Haiti nimmt dramatische Ausmaße an: Pro Tag infizieren sich 550 Menschen, insgesamt sind mehr als 320.000 Personen angesteckt. Über 5300 Einwohner sind der Seuche bereits zum Opfer gefallen - besonders schlimm ist die Lage in der Hauptstadt.

Cholera in Haiti
© AFP
Cholera-Patienten in Haiti: 320.000 Infizierte
Port-au-Prince - Seit sieben Monaten wütet die Cholera auf Haiti - und noch immer haben die Behörden die Seuche nicht im Griff, ganz im Gegenteil: Vor allem in der Hauptstadt Port-au-Prince sei die Zahl der Erkrankungen in den vergangenen Tagen sprunghaft angestiegen. Allein aus Carrefour, einem dicht besiedelten Stadtteil im Westen der Stadt, würden täglich 300 neue Fälle gemeldet, berichtete die Hilfsorganisation Oxfam. Das seien dreimal soviel Neuerkrankungen wie beim jüngsten Ausbruch der Seuche im vergangenen Herbst.

Heart - Black

USA: 73-Jähriger erschießt fünf Menschen und sich selbst

Ein 73-jähriger hat im US-Bundesstaat Arizona fünf Menschen getötet und sich anschließend selbst umgebracht. Unter den Toten ist seine Ex-Ehefrau sowie deren Scheidungsanwalt.

Blutbad in Arizona
© dpa
Einsatzkräfte am Ort eines Verbrechens in Arizona (Archivbild): Ein 75-Jähriger hat in dem Bundesstaat ein Blutbad angerichtet.

Beer

Schläger prügeln 45-Jährigen zu Tode: Totschlag am Vatertag

bHNHOF,ROSTOCK
© Imago
Tatort: Auf dem S-Bahnhof Rostock-Warnemünde wurde ein Mann erschlagen
Unfassbar: Mitten in die gute Laune des Vatertags bringen brutale Schläger einem 45-Jährigen auf einem Bahnsteig in Warnemünde den Tod. Sie prügeln ihr Opfer, wenig später stirbt es. Drei Männer werden festgenommen.

Himmelfahrt in Rostock. Das Wetter ist ein Traum. Genau richtig, um aus der Stadt an den Strand nach Warnemünde zu fahren. Feiern, Spaß haben, Bier trinken. Ein schöner Feier-Vatertag, der für einen 45-Jährigen allerdings abrupt mit dem Tod endet. Der Mann stirbt am späten Nachmittag, nachdem ihn ein Trupp von vier bis fünf Männern erschlagen hatte. Auf Gleis 3 der S-Bahn in Warnemünde. Die Menschen in der Ostseestadt sind geschockt. Sie fragen sich: Wer tut so etwas - und warum?

Che Guevara

Massenproteste in Jemens Hauptstadt Sanaa

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben sich Streitkräfte des Machthabers Ali Abdullah Saleh mit aufständischen Stammesmitgliedern heftige Strassenschlachten geliefert. Dutzende Menschen auf beiden Seiten wurden bei den Auseinandersetzungen am Donnerstag getötet oder verletzt.

Massenproteste in Sanaa
© Reuters
Demonstranten in Sanaa protestieren gegen Präsident Saleh.
Tausende Stammeskämpfer zogen in Richtung der Hauptstadt, um ihren Anführer Scheich Sadek al-Ahmar bei seinem Kampf gegen die Regierungstruppen zu unterstützen. Sie versuchten am Stadtrand im Norden die Streitkräfte zu überrennen.

Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Streitkräfte hätten die Stammeskämpfer daran gehindert, nach Sanaa zu gelangen. Ein zu den Aufständischen übergelaufener Militäroffizier erklärte hingegen, die Kämpfe hielten an. Er sagte, die Stammeskämpfer seien bereits bis auf 15 Kilometer zur Hauptstadt vorgedrungen.

Chart Pie

Zwei Millionen HIV infizierte Jugendliche weltweit

AIDS
© Unbekannt
Zwei Millionen Jugendliche leiden unter AIDS.
Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat darauf hingewiesen, dass derzeit schätzungsweise zwei Millionen Teenager weltweit mit HIV infiziert sind. Ein Großteil der Infizierten ahne nichts von der eigenen Infektion, so UNICEF weiter. Den Experten des Kinderhilfswerks zufolge sind vor allem Jugendliche in Entwicklungs- und Schwellenländern betroffen, die meisten von ihnen in den südlich der Sahara gelegenen afrikanischen Ländern.

Für Teenager in den Entwicklungs- und Schwellenländern ist das Risiko einer HIV-Infektion besonders hoch, erklärten die Experten des UN-Kinderhilfswerks. UNICEF zufolge infizieren sich täglich weltweit 2.500 Heranwachsende im Alter zwischen 15 und 24 Jahren mit HIV. Fast jede zweite Ansteckung entfalle damit auf diese Altersgruppe, so das Ergebnis des Berichts „Opportunity in Crisis“, den UNICEF zusammen mit anderen UN-Organisationen und der Weltbank heute veröffentlicht hat. Der Bericht enthält erstmals umfassende statistische Angaben auch zu den HIV-Infektionen der Jugendlichen.

Syringe

Ärzte beschließen Verbot zur Sterbehilfe

Die Ärzteschaft hat in zentralen ethischen Fragen ihre Position neu bestimmt. Der Deutsche Ärztetag plädierte am Mittwoch in Kiel für ein Verbot der Beihilfe zur Selbsttötung. Ärzte „dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten“.

Sterbehilfe
© dpa
"Ärzte dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten."
Der Ärztetag in Kiel hat ein Verbot der Sterbehilfe beschlossen. Die Ärzte dürfen demnach keine Hilfe zur Selbsttötung auch bei todkranken Patienten leisten. Ein entsprechender Vorstandsantrag der Bundesärztekammer fand nach kontroversen Debatte am Mittwoch in Kiel eine Mehrheit.

Dafür stimmten 166 Delegierte, dagegen 56, es enthielten sich 7. Mehrere Delegierte hatten sich vehement gegen ein Verbot gewandt. Mehrere Änderungsanträge lagen vor. Nach der bisherigen Berufsordnung dürfen Ärzte das Leben des Sterbenden „nicht aktiv verkürzen“. Nun heißt es: „Sie dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten.“