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So, 19 Sep 2021
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Nuke

Erdbeben: Rekord-Verstrahlung im AKW Fukushima gemessen

Tokio (dpa) - Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima sind neue Rekordwerte gemessen worden. Wie der Betreiber Tepco am Samstag mitteilte, wurde im Reaktorgehäuse von Block 1 eine Strahlendosis von bis zu 4000 Millisievert pro Stunde gemessen.

Radioaktiv!
© runningserver.com
Das sei die höchste bisher in der Luft gemessene Radioaktivität in dem zerstörten Kraftwerk. Die hohe Strahlung hatte ein Roboter in der südöstlichen Ecke des Gebäude registriert, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo den AKW-Betreiber.

Aus einer Öffnung im Boden sei Dampf ausgetreten. Durch die Öffnung verlaufe ein Rohr, das durchs Gebäude führe. Das Rohr selbst sei aber unbeschädigt. Der Dampf scheine aus dem Druckkessel zu kommen, wo sich Kühlwasser angesammelt haben soll. Genaueres wollte Tepco prüfen.

Attention

Sexueller Mißbrauch und seine Folgen

Bild
© unbekannt
Zuerst einmal ist festzustellen, dass es kein spezifisches Missbrauchssyndrom gibt: Fast jede Störung kann infolge von sexuellem Missbrauch auftreten. Sexueller Missbrauch führt zu den unterschiedlichsten Symptomen, die auch über längere Zeit auftreten können. So können emotionaler Missbrauch von Kindern, aber auch tatsächlicher sexueller Missbrauch zu Persönlichkeitsstörungen wie der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung führen, sie müssen aber nicht. Zwingende Rückschlüsse von einer Narzisstischen Persönlichkeitsstörung auf sexuellen Mißbrauch in der Kindheit sind daher nicht möglich und wären voreilig und fahrlässig.

Ambulance

Haiti: Zahl der Cholera-Erkrankten steigt sprunghaft an

Die Cholera-Epidemie in Haiti nimmt dramatische Ausmaße an: Pro Tag infizieren sich 550 Menschen, insgesamt sind mehr als 320.000 Personen angesteckt. Über 5300 Einwohner sind der Seuche bereits zum Opfer gefallen - besonders schlimm ist die Lage in der Hauptstadt.

Cholera in Haiti
© AFP
Cholera-Patienten in Haiti: 320.000 Infizierte
Port-au-Prince - Seit sieben Monaten wütet die Cholera auf Haiti - und noch immer haben die Behörden die Seuche nicht im Griff, ganz im Gegenteil: Vor allem in der Hauptstadt Port-au-Prince sei die Zahl der Erkrankungen in den vergangenen Tagen sprunghaft angestiegen. Allein aus Carrefour, einem dicht besiedelten Stadtteil im Westen der Stadt, würden täglich 300 neue Fälle gemeldet, berichtete die Hilfsorganisation Oxfam. Das seien dreimal soviel Neuerkrankungen wie beim jüngsten Ausbruch der Seuche im vergangenen Herbst.

Heart - Black

USA: 73-Jähriger erschießt fünf Menschen und sich selbst

Ein 73-jähriger hat im US-Bundesstaat Arizona fünf Menschen getötet und sich anschließend selbst umgebracht. Unter den Toten ist seine Ex-Ehefrau sowie deren Scheidungsanwalt.

Blutbad in Arizona
© dpa
Einsatzkräfte am Ort eines Verbrechens in Arizona (Archivbild): Ein 75-Jähriger hat in dem Bundesstaat ein Blutbad angerichtet.

Beer

Schläger prügeln 45-Jährigen zu Tode: Totschlag am Vatertag

bHNHOF,ROSTOCK
© Imago
Tatort: Auf dem S-Bahnhof Rostock-Warnemünde wurde ein Mann erschlagen
Unfassbar: Mitten in die gute Laune des Vatertags bringen brutale Schläger einem 45-Jährigen auf einem Bahnsteig in Warnemünde den Tod. Sie prügeln ihr Opfer, wenig später stirbt es. Drei Männer werden festgenommen.

Himmelfahrt in Rostock. Das Wetter ist ein Traum. Genau richtig, um aus der Stadt an den Strand nach Warnemünde zu fahren. Feiern, Spaß haben, Bier trinken. Ein schöner Feier-Vatertag, der für einen 45-Jährigen allerdings abrupt mit dem Tod endet. Der Mann stirbt am späten Nachmittag, nachdem ihn ein Trupp von vier bis fünf Männern erschlagen hatte. Auf Gleis 3 der S-Bahn in Warnemünde. Die Menschen in der Ostseestadt sind geschockt. Sie fragen sich: Wer tut so etwas - und warum?

Che Guevara

Massenproteste in Jemens Hauptstadt Sanaa

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben sich Streitkräfte des Machthabers Ali Abdullah Saleh mit aufständischen Stammesmitgliedern heftige Strassenschlachten geliefert. Dutzende Menschen auf beiden Seiten wurden bei den Auseinandersetzungen am Donnerstag getötet oder verletzt.

Massenproteste in Sanaa
© Reuters
Demonstranten in Sanaa protestieren gegen Präsident Saleh.
Tausende Stammeskämpfer zogen in Richtung der Hauptstadt, um ihren Anführer Scheich Sadek al-Ahmar bei seinem Kampf gegen die Regierungstruppen zu unterstützen. Sie versuchten am Stadtrand im Norden die Streitkräfte zu überrennen.

Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Streitkräfte hätten die Stammeskämpfer daran gehindert, nach Sanaa zu gelangen. Ein zu den Aufständischen übergelaufener Militäroffizier erklärte hingegen, die Kämpfe hielten an. Er sagte, die Stammeskämpfer seien bereits bis auf 15 Kilometer zur Hauptstadt vorgedrungen.

Chart Pie

Zwei Millionen HIV infizierte Jugendliche weltweit

AIDS
© Unbekannt
Zwei Millionen Jugendliche leiden unter AIDS.
Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat darauf hingewiesen, dass derzeit schätzungsweise zwei Millionen Teenager weltweit mit HIV infiziert sind. Ein Großteil der Infizierten ahne nichts von der eigenen Infektion, so UNICEF weiter. Den Experten des Kinderhilfswerks zufolge sind vor allem Jugendliche in Entwicklungs- und Schwellenländern betroffen, die meisten von ihnen in den südlich der Sahara gelegenen afrikanischen Ländern.

Für Teenager in den Entwicklungs- und Schwellenländern ist das Risiko einer HIV-Infektion besonders hoch, erklärten die Experten des UN-Kinderhilfswerks. UNICEF zufolge infizieren sich täglich weltweit 2.500 Heranwachsende im Alter zwischen 15 und 24 Jahren mit HIV. Fast jede zweite Ansteckung entfalle damit auf diese Altersgruppe, so das Ergebnis des Berichts „Opportunity in Crisis“, den UNICEF zusammen mit anderen UN-Organisationen und der Weltbank heute veröffentlicht hat. Der Bericht enthält erstmals umfassende statistische Angaben auch zu den HIV-Infektionen der Jugendlichen.

Syringe

Ärzte beschließen Verbot zur Sterbehilfe

Die Ärzteschaft hat in zentralen ethischen Fragen ihre Position neu bestimmt. Der Deutsche Ärztetag plädierte am Mittwoch in Kiel für ein Verbot der Beihilfe zur Selbsttötung. Ärzte „dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten“.

Sterbehilfe
© dpa
"Ärzte dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten."
Der Ärztetag in Kiel hat ein Verbot der Sterbehilfe beschlossen. Die Ärzte dürfen demnach keine Hilfe zur Selbsttötung auch bei todkranken Patienten leisten. Ein entsprechender Vorstandsantrag der Bundesärztekammer fand nach kontroversen Debatte am Mittwoch in Kiel eine Mehrheit.

Dafür stimmten 166 Delegierte, dagegen 56, es enthielten sich 7. Mehrere Delegierte hatten sich vehement gegen ein Verbot gewandt. Mehrere Änderungsanträge lagen vor. Nach der bisherigen Berufsordnung dürfen Ärzte das Leben des Sterbenden „nicht aktiv verkürzen“. Nun heißt es: „Sie dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten.“

Footprints

Hilfe für die Opfer von Missbrauch

Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Christine Bergmann, fordert finanzielle Entschädigungen und therapeutische Hilfen für die Opfer sexuellen Missbrauchs. In den vergangenen Monaten haben sich 15 000 Betroffene bei ihrer Stelle gemeldet.

Die Missbrauchsfälle an Schulen beunruhigen viele Eltern. Für sie stellt sich vor allem die Frage, wie sie einen möglichen Missbrauch bemerken können. Wenn Kinder ein Internat besuchen, ist dies für Eltern oft noch deutlich schwerer. Ein Psychologe gibt Ratschläge. Wie entdeckt man, ob ein Kind missbraucht wird?

Nuke

Atomruine Fukushima: Kühlpumpe in Reaktor 5 ausgefallen

Tokio (RPO). Nach dem Ausfall des Kühlsystems ist in einem Reaktor im weitgehend zerstörten japanischen Atomkraftwerk Fukushima die Wassertemperatur zwischenzeitlich stark angestiegen. Nach Angaben der Betreiberfirma Tepco konnte das Problem am Sonntag aber behoben werden. Der Taifun "Songda" brachte heftigen Regen in die Region, was Befürchtungen auslöste, radioaktives Material könne in den Pazifik geschwemmt werden.

AKW Fukushima
© Tokyo Electric Power Co., AP
Wie Tepco mitteilte, war die Kühlwasserpumpe für den Reaktor 5 und das dortige Abklingbecken für benutzte Brennstäbe betroffen. Die Probleme mit dem Motor der Pumpe seien am Samstagabend entdeckt worden. Am Sonntagmorgen sei bei einer viereinhalbstündigen Reparatur eine neue Pumpe eingesetzt worden. Diese sei nun in Betrieb. Das Wasser im Reaktor hatte Tepco zufolge eine Temperatur von 68 Grad, als die Panne entdeckt wurde. Die Temperatur sei zwischenzeitlich auf 93,7 Grad angestiegen, bis die neuen Kühlpumpe in Gang gesetzt worden sei.