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Mi, 27 Okt 2021
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Ambulance

Kriegserlebnisse belasten viele über 60-Jährige

Herz-Kreislauf-Erkrankungen können Folge sein - Bis zu zweieinhalb Millionen Betroffene
Herzinfarkt
© dapd
Die Spätfolgen von Kriegserlebnissen belasten noch heute viele ältere Menschen.

Leipzig (dapd-lsc). Die Spätfolgen von Kriegserlebnissen belasten noch heute viele ältere Menschen. Bei bis zu zwölf Prozent der über 60-Jährigen fanden Wissenschaftler des Leipziger Universitätsklinikums Anzeichen für eine sogenannte posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Folge seien oft ernsthafte Erkrankungen.

Wie Heide Glaesmer von der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie erläuterte, wird deutlich, dass der Krieg nicht mit einem Friedensschluss endet, sondern noch Jahrzehnte in den Beteiligten nachwirkt. Menschen, die noch immer durch die Erinnerung an Bombenangriffe, Vertreibung, Vergewaltigung, den Verlust von Angehörigen oder Inhaftierung belastet seien, hätten ein mehrfach erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma und anderen körperlichen Leiden zu erkranken.

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Psychopathen-Alarm in Neuseeland: Teenager gesteht 25 Seebären tot geknüppelt zu haben

In Neuseeland hat ein Teenager die Tötung von 25 Seebären gestanden. Er habe die Tiere, darunter auch neugeborene Jungen, mit einem Metallrohr zu Tode geknüppelt, weil er sie für "Schädlinge" gehalten habe, sagte der 19-Jährige laut einem Bericht der Zeitung Marlborough Express.
seebär
© Bernd Wüstneck/DPA
Ein südafrikanischer Seebär im Rostocker Zoo: Seine Artgenossen in Neuseeland fanden ein trauriges Ende

Er bekannte sich schuldig, die Neuseeländischen Seebären, die zur Familie der Ohrenrobben gehören, im November am bei Touristen beliebten Ohau Point in der Nähe der Stadt Kaikoura auf der neuseeländischen Südinsel, getötet zu haben.

Bomb

Nach Bombenfund: Koblenzer Vorstadt wird Montag evakuiert

Koblenz - Rund 3500 Anwohner und 500 Hotelgäste müssen am kommenden Montagabend gegen 18 Uhr ihre Häuser, Wohnungen und Hotelzimmer in der Koblenzer Vorstadt verlassen.
bombe
© Christian Weihrauch
Die Fliegerbombe ist von einem Metallkäfig umgeben, der mit Sandsäcken bedeckt ist.

Sie werden evakuiert, weil die 250 Pfund schwere amerikanische Fliegerbombe entschärft wird, die am Mittwoch in der Nähe der Kreuzung Mainzer Straße und Roonstraße gefunden wurde. Das hat die Feuerwehr in Koblenz mitgeteilt. Der Rettungsdienst sorgt dafür, dass die rund 20 Pflegebedürftigen im Gebiet sicher umquartiert werden.

„Wenn alles nach Plan läuft, beginnt der Kampfmittelräumdienst um 20 Uhr mit der Entschärfung der Bombe“, erklärt Manfred Morschhäuser, Pressesprecher der Feuerwehr in Koblenz. Wie lange diese dauert, konnte die Feuerwehr noch nicht sagen. „Der Kampfmittelräumdienst muss vor Ort reagieren, wenn er den Sprengsatz komplett freigelegt hat“, sagt Morschhäuser.

Family

Jugendämter nehmen mehr Kinder in Obhut

Jugendämter greifen öfter als vor Jahren zur schärfsten Maßnahme: Gefährdete Kinder werden aus der Familie genommen. Die Zahl unbegleiteter Flüchtlingskinder steigt auch.
Kinder im Jugendhilfecamp
© Fabrizio Bensch/Reuters
Jugendliche in dem Jugendhilfe-Trainingscamp "Durchboxen im Leben"

Im vergangenen Jahr haben die Jugendämter in Deutschland 36.300 Kinder und Jugendliche in ihre Obhut genommen. Das waren etwa acht Prozent mehr als 2009 und 42 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die daheim akut gefährdet sind. Jugendämter nehmen Minderjährige auf deren eigenen Wunsch oder aufgrund von Hinweisen, etwa der Polizei oder von Erziehern, in Obhut und bringen sie in einem Heim oder einer Pflegefamilie unter.

Bomb

Bomben am Sesekedamm entschärft

BÖNEN ▪ Reibungslos verlief gestern Mittag die Entschärfung von drei amerikanischen Fünf-Zentner-Sprengbomben im Sesekedamm rechts und links des Schwarzen Weges.
bombe
© Liesegang
Feuerwerker Karl-Friedrich Schröder präsentiert die Zünder der zuvor entschärften Fünfzentnerbomben.

Exakt im Zeitplan bewegten sich die drei Experten des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Arnsberg. Nach einer Stunde, um 13 Uhr, gab Feuerwerker Karl-Friedrich Schröder sein „Okay!“ zu Öffnung des gesperrten Bereichs in 500 Meter Umkreis um die Fundstellen. Nach weiteren zehn Minuten waren die nun harmlosen Weltkriegsrelikte verladen - der Schwarze Weg wurde ebenfalls wieder freigegeben.„TNT an sich ist überhaupt nicht gefährlich“, zeigte Schröder auf die mit je 125 Kilogramm des Sprengstoffes gefüllten Stahlzylinder, die seine Mitarbeiter Jürgen Rappe und Ulrich Neubert auf der LKW-Ladefläche verzurrten. „Giftig ist es wohl, aber ohne Zündimpuls brennt es recht langsam.“ Zur Explosion mit einer Verbrennungsgeschwindigkeit von über 6800 m/s kommt es mit funktionierendem Zünder.

Bomb

Bombe an Autobahn A12 gefunden

Storkow - Eine deutsche 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Mittwoch an der Autobahn A12 Frankfurt (Oder)-Berlin nahe der Auffahrt Storkow (Oder-Spree) gefunden worden. Die Bombe ist nicht transportfähig und sollte deshalb bis zum Abend an Ort und Stelle gesprengt werden, wie die Polizei berichtete. Die Vorbereitungsarbeiten dazu haben begonnen. Die Autobahn sollte zwischen den Abfahrten Fürstenwalde und Storkow in beide Richtungen kurz vor Beginn der Sprengung gesperrt werden. Die Polizei riet Kraftfahrern, die Anschlussstelle Storkow weiträumig zu umfahren, auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten und den Verkehrsfunk zu hören. Es wird mit Verkehrsbehinderungen und Stau gerechnet.

Attention

Dürre am Horn von Afrika: UN nennt Situation erstmalig Hungersnot

Die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika nimmt entsetzliche Ausmaße an. Wegen der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren hungern nach Vereinten Nationen inzwischen mehr als elf Millionen Menschen.

Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) in Rom erklärte die dramatische Lage in der gesamten Region offiziell zur Hungersnot. Die Experten rechnen mittlerweile mit einer der größten Hilfsaktionen in der Geschichte der Vereinten Nationen. Internationale Hilfe sei dringend notwendig.

Zuvor hatte auch bereits der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in Somalia, Mark Bowden, erstmals von einer Hungersnot gesprochen. Der Schritt sei wegen der «schockierenden Schwere der somalischen Krise» nötig geworden, sagte Bowden am Mittwoch in Nairobi. Eine Hungersnot wird dann ausgerufen, wenn mehr als 30 Prozent der Kinder unterernährt sind und täglich zwei von 10 000 Menschen durch die Lebensmittelknappheit ums Leben kommen.

Better Earth

Ehemalige deutsche Botschafter und Generalkonsule forderten Anerkennung Palästinas

Berlin (IRIB) - 22 ehemalige Botschafter und Generalkonsule Deutschlands forderten die Anerkennung eines unabhängigen palästinensischen Staates. Irna zufolge forderten 22 ehemalige Deutsche Botschafter und Generalkonsule am heutigen Montag in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle die Anerkennung eines unabhängigen palästinensischen Staates auf der UN-Vollversammlung.
Diese Funktionsträger unterstrichen in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin und dem Außenminister Deutschlands, Berlin sollte Palästina unterstützen, damit es der Besatzungspolitik des israelischen Regimes ein Ende gesetzt wird. Sie fuhren fort, das israelische Regime setze nach wie vor die Bauarbeiten außerhalb der Grenzen von 1967 fort und sei nicht bereit, über die palästinensischen Flüchtlinge und Bait-ul-Mughaddas Gespräche zu führen.

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Priester gesteht: Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche

Kirche
© DPA
Kirche St. Joseph in Salzgitter: Die Gemeinde ist fassungslos

Sonderkommission "Sünde" übernimmt

Ein katholischer Priester aus dem niedersächsischen Salzgitter hat gestanden, mehrere Minderjährige missbraucht zu haben, er sitzt in Untersuchungshaft. Schon im vergangenen Jahr stand der Mann unter Verdacht. Doch nach den Vorwürfen damals passierte: nichts.

Hamburg - Der Zugriff erfolgte schneller als zunächst geplant: Eigentlich wollten die Ermittler erst in dieser Woche gegen den Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Joseph in Salzgitter vorgehen. Doch dann erfuhren sie, dass der 46-Jährige am Wochenende zu einer Jugendfreizeit in den französischen Wallfahrtsort Taizé aufbrechen wollte - und verloren keine Zeit mehr. Am Freitag, zwei Tage vor der Abfahrt, nahm die Polizei den Geistlichen fest.

Eine Mutter und ihr Sohn hatten ihn Ende Juni angezeigt. Der Vorwurf: sexueller Missbrauch. Laut Staatsanwaltschaft Braunschweig hat der Pfarrer die Taten im Wesentlichen zugegeben. Demnach missbrauchte er den Jungen mehrfach und über Jahre hinweg, zum ersten Mal 2004, als das Kind zehn Jahre alt war.

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"Leiche von Medienmogul Murdoch gefunden": Sun Internetseite wurde von LulzSec gehackt

sun,murdoch
© dapd/None
Sie sind wieder da: Eigentlich hatte die Hacker-Gruppe Lulz Security öffentlich ihre Auflösung bekanntgegeben. Doch die Affäre um den australischen Medienmogul war für die Aktivisten offenbar zu verlockend.

Gegen Mitternacht Londoner Zeit war es soweit: "We have joy, we have fun, we have messed up Murdoch's sun" meldeten Hacker über den Twitter Account. Eine Reminiszenz an den Cat Stevens Klassiker Seasons in the sun und zugleich ein Showdown nach rund vierwöchiger Abstinenz: Passend zur Anhörung Rupert Murdochs vor dem britischen Parlament melden sich die Hacker der Gruppe Lulz Security mit lautem Knall zurück.

Diebische Freude bei den Hackern

Denn wer in der Nacht zum Dienstag die Seite der britischen Boulevardzeitung The Sun anklickte, wurde auf ein täuschend echtes Double der Seite umgeleitet, das den Tod des Medienunternehmers verkündete. "Leiche von Medienmogul gefunden" lautete die Schlagzeile - in nicht ganz korrekter Rechtschreibung. Im Artikel wird dann behauptet, Murdochs Körper habe leblos im Garten gelegen.